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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

698 Beiträge, Schlüsselwörter: Umfrage, Tod, Organe

Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

10.02.2020 um 12:00
Optimist schrieb:sowas finde ich echt widerwärtig.
gastric schrieb:tiere zu einem zweck zu züchten und sie dann für den zweck zu töten? Oder die geschichte mit den stammzellen?
das mit den Stammzellen natürlich ;)
Sozusagen Tier und Mensch "mischen"...
Außerdem finde ich es prinzipiell daneben, wie der Mensch mit Tieren umgeht. Wenn man schon unbedingt Tiere zwecks Verzehr züchten will/muss, dann bitte so, dass kein Tier leiden muss (aber das wird wohl ein ewiger Wunschtraum bleiben, wenn der Mensch nicht mal mit sich selbst immer human umgeht).
gastric schrieb:. Einen Effekt hatte die Debatte aber schon: Laut neuen Daten ist die Zahl der Spender deutlich gestiegen.
Bei mir - als ich noch im Zweifel war - hat es nun gerade das Gegenteil bewirkt, so unterschiedlich kann es sein. :)

Aber klar, können sich die Befürwortere jetzt freuen, wieder paar Ersatzteile mehr :) ...
irgendwann wird man vielleicht ganze Menschen als Ersatzteilspender heranzüchten können(vielleicht gibts dann dafür auch noch Befürworter? ;) )
gastric schrieb:Ich würde zwar nicht unbedingt meine hand ins feuer legen, dass alle auch spender sind, denn theoretisch können auch alle "nein" angekreuzt haben
ganz genau.


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10.02.2020 um 12:04
Optimist schrieb:Bei mir - als ich noch im Zweifel war - hat es nun gerade das Gegenteil bewirkt, so unterschiedlich kann es sein
Hattest du vorher einen Ausweis und warst bereit zu spenden?


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10.02.2020 um 12:17
Optimist schrieb:das mit den Stammzellen natürlich ;)
Tja dann wars das wohl mit dem klonen und dem züchten von organen. Das brauchste stammzellen. Bleibt nur noch die aktuell eher als übergangslösung geeignete variante der künstlichen organe.
Optimist schrieb:Sozusagen Tier und Mensch "mischen"...
Tja das ist eben die forschungsrichtung. Künstlich erzeugen funktioniert noch nicht, zumal es wohl probleme im gesamtsystem geben könnte, da sich zellen in petrischale anders benehmen. Menschen klonen ist möglich, aber ethisch ein ziemlich doofes thema aufgrund des blöden bewusstseins. Was bleibt wäre das bewusstsein wegzulassen und somit tiere als brutlager zu nutzen.... oder aber als mensch freiwillig unter bestimmten umständen zu spenden. Wenn du eine andere idee hast, nur zu, hau raus. Bis dahin bleibt wohl die organspende von hirntoten die aktuell einzige wirkungsvolle methode.
Optimist schrieb:wieder paar Ersatzteile mehr :)
Ich persönlich finde den begriff "ersatzteil" hier immer wieder daneben. Den spender juckts ja nicht (mich auch nicht wirklich), aber die mami des spenders wäre wohl ein wenig glücklicher, wenn ihr sohnemann oder ihr töchterlein nicht als ersatzteillager bezeichnet wird. Aber hey.
Optimist schrieb:irgendwann wird man vielleicht ganze Menschen als Ersatzteilspender heranzüchten können
Wieso nur irgendwann? Man hat bereits vor jahren erfolgreich embryonen aus hautzellen von kindern erschaffen. Hätte man das ganze nicht abgebrochen, wäre aus kevins haut ein kleiner kevin 2.0 entstanden.


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10.02.2020 um 12:44
gastric schrieb:Ich persönlich finde den begriff "ersatzteil" hier immer wieder daneben
glaube ich dir, weil es halt evtl. dein ethisches Bewusstsein (bewusst oder unbewusst) triggert.
Aber rein sachlich kommts genau auf das heraus - ein fremdes Organ ist ein Ersatzteil und ich werde diesen Begriff bewusst weiter verwenden (entschuldige dass ich dies tue, es soll nur der Verdeutlichung dienen und niemanden verärgern)
gastric schrieb:aber die mami des spenders wäre wohl ein wenig glücklicher, wenn ihr sohnemann oder ihr töchterlein nicht als ersatzteillager bezeichnet wird
kann ich auch gut nachvollziehen. Aber jeder der spenden will, muss sich halt auch vor Augen führen dass es ist was es ist, da nützt auch keine Vogel-Strauß-Methode oder Verniedlichung der Begriffe.
Optimist schrieb:Bei mir - als ich noch im Zweifel war - hat es nun gerade das Gegenteil bewirkt, so unterschiedlich kann es sein
Geisonik schrieb:Hattest du vorher einen Ausweis und warst bereit zu spenden?
wie ich schon schrieb: ich war im Zweifel. Jetzt nach der Diskussion hier nicht mehr.
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Optimist schrieb:das mit den Stammzellen natürlich ;)
gastric schrieb:Tja dann wars das wohl mit dem klonen und dem züchten von organen
ja das ist es ja - das finde ich ja nicht okay.

Auch das:
Künstlich erzeugen funktioniert noch nicht
fänd ich nicht okay, selbst wenn es ginge.

Wie weit will denn der Mensch noch in die Natur eingreifen? Wo ist die Grenze? Beim künstlich erschaffen eines Menschen oder ist sie da auch noch nicht? Doch, im Moment scheint sie dort zu sein aber wie lange noch?
Wer bestimmt denn wo die Grenze zu sein hat? Und kann man das wirklich alles so klar trennen mit diesen Grenzen?
gastric schrieb:Menschen klonen ist möglich, aber ethisch ein ziemlich doofes thema aufgrund des blöden bewusstseins. Was bleibt wäre das bewusstsein wegzulassen und somit tiere als brutlager zu nutzen....
Tiere könnten auch ein Bewusstsein haben. Ist ja alles noch nicht zweifelsfrei demetiert, zumindest haben sie Gefühle (und Schweine sind sogar auf einem höheren Level als Hunde...).
Von daher finde ich es alles andere als okay, dass man mit Tieren dermaßen experimentiert, sie als Waren und Sachen betrachtet. Kurz, dass Tiere für uns Menschen leiden müssen...
gastric schrieb:oder aber als mensch freiwillig unter bestimmten umständen zu spenden. Wenn du eine andere idee hast, nur zu, hau raus
Ich finde es so und auch so fragwürdig, dass man in einen Menschen - und wenn es vom Kranken her noch so nachvollziehbar ist - "Ersatzteile verbaut".
Und wenn ich ein Organ bräuchte, ich könnte zum jetzigen Zeitpunkt nicht mal sagen, ob ich das annehmen wöllte (schon alleine die Vorstellung, was in einem anderen Menschen drin war dann in mir zu haben brrr.)


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10.02.2020 um 13:06
Optimist schrieb:glaube ich dir, weil es halt evtl. dein ethisches Bewusstsein (bewusst oder unbewusst) triggert.
Eigentlich, weil ich ersatzteile eher als etwas dafür produziertes sehe.... und ich einem menschen irgendwie noch gerade soviel respekt entgegenbringen kann, ihn nicht als ein "ersatzteillager" anzusehen und dessen spenden als ersatzteile.
Optimist schrieb:Aber jeder der spenden will, muss sich halt auch vor Augen führen dass es ist was es ist
Eine spende ist es, kein verschenken eines heilen lautsprechers, weil ein anderer kaputt ging.
Optimist schrieb:ja das ist es ja - das finde ich ja nicht okay.
Das es das war mit klonen und züchten?
Optimist schrieb:fänd ich nicht okay, selbst wenn es ginge.
Du fändest es nicht ok eine künstliche nicht organische lunge/herz/niere zu erfinden, die man dem körper implantieren könnte?

Blöde frage, aber findest du es ok menschen (entschuldige ersatzteillager) sterben zu lassen?
Optimist schrieb:Wer bestimmt denn wo die Grenze zu sein hat?
Im normalfall die gesellschaft. Daher sind auch dinge, die hier normal und verankert sind anderenorts ein tabubruch... und andersherum.
Optimist schrieb:Von daher finde ich es alles andere als okay, dass man mit Tieren dermaßen experimentiert, sie als Waren und Sachen betrachtet. Kurz, dass Tiere für uns Menschen leiden müssen...
Und? Wie ist es so veganer zu sein? Oder ist das eher ein "find ich nicht ok, aber ich mach trotzdem mit" findichnichtok? Also DAS fände ich nicht ok.
Optimist schrieb:Ich finde es so und auch so fragwürdig, dass man in einen Menschen - und wenn es vom Kranken her noch so nachvollziehbar ist - "Ersatzteile verbaut".
Ich fände es ja auch sinnvoller menschen sterben zu lassen, obwohl man ihnen helfen könnte. Keine organe für todkranke, kein essen für verhungernde, keine medizinische versorgung für verunfallte. Nee warte, im grunde finde ich es ganz nett, dass man menschen helfen kann.
Optimist schrieb:(schon alleine die Vorstellung, was in einem anderen Menschen drin war dann in mir zu haben brrr
Dein sexleben stell ich mir anstrengend vor. Sorry, aber den konnte ich mir nun wirklich nicht klemmen.


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10.02.2020 um 13:18
Optimist schrieb:ja das ist es ja - das finde ich ja nicht okay.
gastric schrieb:Das es das war mit klonen und züchten?
nein, wenn man dies täte (klonen und züchten).
Wie gesagt, wie weit will man noch in die Natur eingreifen und wo ist die Grenze?
gastric schrieb:Du fändest es nicht ok eine künstliche nicht organische lunge/herz/niere zu erfinden, die man dem körper implantieren könnte?
Ja, auch hier noch mal: wo ist die Grenze? Beim Züchten oder klonen von ganzen Menschen?
Und wenn ja, warum ist die Grenze da und nicht schon weiter vorne?
gastric schrieb:Blöde frage, aber findest du es ok menschen (entschuldige ersatzteillager) sterben zu lassen?
Wenn ein Organ hinüber ist, weshalb auch immer, dann ist ein Mensch leider an sein Lebensende gekommen. Früher als man noch keine Organe verpflanzen konnte, hatte man auch der Natur ihren Lauf lassen müssen.

Und auch da kann man natürlich wieder fragen: wo ist die Grenze? Ist ein normales Heilen einer Krankheit schon ein zu großer Eingriff oder dann eben wirklich wenn es an Organverpflanzung geht? Das muss halt jeder für sich selbst entscheiden.
Ich finde Organverpflanzungen einfach zu unnatürlich und empfinde es als Überschreitung einer Grenze.
Optimist schrieb:Von daher finde ich es alles andere als okay, dass man mit Tieren dermaßen experimentiert, sie als Waren und Sachen betrachtet. Kurz, dass Tiere für uns Menschen leiden müssen...
gastric schrieb:Und? Wie ist es so veganer zu sein?
Du schmeißt hier jetzt 2 Dinge in einem Topf.
Ich hatte mich weiter oben schon dafür ausgesprochen, dass - wenn man schon Tiere züchtet zum Verzehr, diese auch ein gutes Leben habe sollten. Und ja ich bin gegen Massentierhaltung. Und das bissel Fleisch und Eier was ich mir ab und zu gönne hole ich bei Bauern, wo die Tiere auf der Weide waren.

Wenn man jedoch Tiere nur zwecks Experimente (Tierversuche usw..) und als Organspender missbraucht, dann ist das in meinen Augen noch mal was ganz anderes und paar Schippen drauf.
Optimist schrieb:Ich finde es so und auch so fragwürdig, dass man in einen Menschen - und wenn es vom Kranken her noch so nachvollziehbar ist - "Ersatzteile verbaut".
gastric schrieb:Ich fände es ja auch sinnvoller menschen sterben zu lassen, obwohl man ihnen helfen könnte. Keine organe für todkranke, kein essen für verhungernde, keine medizinische versorgung für verunfallte
auch hier sehe ich, du schmeißt alles in einen Topf - ohne Differenzierung :)
Optimist schrieb:(schon alleine die Vorstellung, was in einem anderen Menschen drin war dann in mir zu haben brrr
gastric schrieb:Dein sexleben stell ich mir anstrengend vor. Sorry, aber den konnte ich mir nun wirklich nicht klemmen.
auch wenn es bedingt witzig war, dennoch kein guter Vergleich ;)
Meinen Sexpartner kenne ich in der Regel (in und auswendig :D )


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10.02.2020 um 13:37
Optimist schrieb:Früher als man noch keine Organe verpflanzen konnte, hatte man auch der Natur ihren Lauf lassen müssen.
Früher, als man zur zahnbehandlung noch zum schmied ging, sind die menschen reihenweise an vereiterten zähnen samt folgender sepsis gestorben. Ist das "früher, als" ein sinnvolles argument?

Denn:
Optimist schrieb:Das muss halt jeder für sich selbst entscheiden.
Ich finde Organverpflanzungen einfach zu unnatürlich und empfinde es als Überschreitung einer Grenze.
Hier kommen wir zum eigentlichen punkt. Die grenze, wer was an vorhandenen medizinischen möglichkeiten nuzt, zieht jeder selbst. Du kannst organverpflanzungen als unnatürlich ansehen (sind sie ja auch, wir hatten es bereits) und auch als überschreitung einer von dir gesetzten grenze. Andere sehen es anders. Meine grenze lautet: möglich und erlaubt, go for it.

An natürlichkeit mache ich keine grenzen fest, denn dann wäre ich mit 9 jahren elendig verreckt, weil ne blinddarmop wohl auch nicht unbedingt als natürlich gilt.
Optimist schrieb:Du schmeißt hier jetzt 2 Dinge in einem Topf.
Wir haben unterschiedliche definitionen. Ich finde es halt im allgemeinen nicht so pralle lebewesen für einen bestimmten zweck zu züchten und sie zu dem zweck ohne mit der wimper zu zucken töten zu dürfen. Da hilft es wenig, wenn sie glücklich auf der weide standen und dann doch lange vor erreichen ihrer lebensspanne totgestreichelt werden.

Als würde man nen menschen aufgrund seiner organe züchten, ihn hegen und pflegen und mit 12 zur schlachtbank führen. Für mich ein groteskes model und das liegt nicht daran, dass in dem beispiel ein mensch statt einer kuh vorkommt ;)
Optimist schrieb:Wenn man jedoch Tiere nur zwecks Experimente (Tierversuche usw..) und als Organspender missbraucht, dann ist das in meinen Augen noch mal was ganz anderes und paar Schippen drauf.
Es ist also eine ganze schippe oben drauf, wenn man tiere zum zwecke von tierversuchen und organbeschaffung züchtet, aber fleisch, milch, eier, leder, wolle und was nicht alles raus kommt, ist ok. Da steht auf der einen seite die medizinische versorgung und auf der anderen seite eine (für mich) luxusbefriedigung. Na wenn luxus schwerer wiegt als medizinische betreuung, dann gehts dir zumindest sehr gut.


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10.02.2020 um 13:50
gastric schrieb:Ich finde es halt im allgemeinen nicht so pralle lebewesen für einen bestimmten zweck zu züchten und sie zu dem zweck ohne mit der wimper zu zucken töten zu dürfen. Da hilft es wenig, wenn sie glücklich auf der weide standen und dann doch lange vor erreichen ihrer lebensspanne totgestreichelt werden.
Als würde man nen menschen aufgrund seiner organe züchten, ihn hegen und pflegen und mit 12 zur schlachtbank führen. Für mich ein groteskes model und das liegt nicht daran, dass in dem beispiel ein mensch statt einer kuh vorkommt ;)
Darauf können wir uns einigen.
Mir wäre es auch lieber, man würde Tiere nicht für den Menschen züchten.
Und wenn es kein Fleisch gäbe dann hätte ich halt keins, würde ich nicht heulen.
Eier wären aber weiterhin okay :) (aber vielleicht wäre nicht mal das okay, weiß ja keiner wie das die Hühner empfinden)
gastric schrieb:Es ist also eine ganze schippe oben drauf, wenn man tiere zum zwecke von tierversuchen und organbeschaffung züchtet, aber fleisch, milch, eier, leder, wolle und was nicht alles raus kommt, ist ok
ja, diesbezüglich differenziere ich.
gastric schrieb:Da steht auf der einen seite die medizinische versorgung und auf der anderen seite eine (für mich) luxusbefriedigung.
ich finde halt beides nicht okay.
Aber dass Tiere gegessen werden, das gabs nun schon seit der Steinzeit, lässt sich sicher nicht mehr aus den Köpfen austreiben ;)


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10.02.2020 um 13:56
Optimist schrieb:wie ich schon schrieb: ich war im Zweifel. Jetzt nach der Diskussion hier nicht mehr.
Dann hat sich also doch nichts geändert?

Wo ist jetzt der Nachteil?


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10.02.2020 um 14:07
Optimist schrieb:das gabs nun schon seit der Steinzeit
Halt stopp! Das bleibt alles so, wies hier ist!

Aber schön, dass du medizinische versorgung und deren weiterentwicklung nicht so pralle findest. Hoffe das treibt dich nicht allzufrüh ins grab :)


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10.02.2020 um 14:59
gastric schrieb:Hoffe das treibt dich nicht allzufrüh ins grab :)
ich hänge nicht übermäßig an meinem Leben - habe alles was ich wollte mal ausprobiert, mir gings so einigermaßen gut, was will ich mehr? ;)
gastric schrieb:Halt stopp! Das bleibt alles so, wies hier ist!
Du hast den Kontext meiner Aussage nicht beachtet und wie gesagt, Differenzierung ist nötig :)
Optimist schrieb:wie ich schon schrieb: ich war im Zweifel. Jetzt nach der Diskussion hier nicht mehr.
Geisonik schrieb:Dann hat sich also doch nichts geändert?
doch: wenn ich erst gezweifelt hatte und jetzt nicht mehr, dann hat sich doch was geändert.
Ich habe jetzt eine klare Position, die ich vorher noch nicht hatte.


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10.02.2020 um 15:05
Optimist schrieb:Ich habe jetzt eine klare Position, die ich vorher noch nicht hatte
Das ist genau das was die Widerspruchslösung erreichen sollte.

Also nichts mit Gegenteil:
Optimist schrieb:Bei mir - als ich noch im Zweifel war - hat es nun gerade das Gegenteil bewirkt, so unterschiedlich kann es sein.
Wenn du vorher nicht Spender warst und dir jetzt sicher bist das du es auch nicht sein willst dann hat sich nichts geändert.
Und wenn du vorher kein Spender warst und die Widerspruchslösung wäre gekommen und du hättest dann widersprochen dann hätte sich auch nichts geändert.

Geändert hätte sich nur etwas wenn jemand aus versehen Spender war und dann aktiv widersprochen hätte.
Wobei ich nicht weiß wie man aus versehen zum Spender werden sollte.


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10.02.2020 um 15:09
Optimist schrieb:Ich habe jetzt eine klare Position, die ich vorher noch nicht hatte
Geisonik schrieb:Das ist genau das was die Widerspruchslösung erreichen sollte.
die sollte doch aber eher erreichen, dass sich so viele wie möglich vom Zaudern zu Spendenwilligen entscheiden - das war doch in Wirklichkeit das Kalkül, denke ich mal.
Wenn also ein Untentschlossener dann gerade ins Gegenteil abdriftet (wegen der Diskussionen darüber), das kann doch vom Logischen her gar nicht im Sinne des angedachten Gesetzes gewesen sein...
... denn man will/wollte doch so viel wie möglich Spender und keine Nicht-Spender dadurch "produzieren" (mit dem Zwang sich Entscheiden zu müssen) :)


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10.02.2020 um 15:13
Optimist schrieb:Wenn also ein Untentschlossener dann gerade ins Gegenteil abdriftet (wegen der Diskussionen darüber), das kann doch vom Logischen her gar nicht im Sinne des angedachten Gesetzes gewesen sein...
Ein unentschlossener der nicht einwilligt bringt nichts.
Also ist ein unentschlossener der seine Entscheidung immer wieder verschiebt wertlos. Mit der Widerspruchslösung muss er eine Entscheidung treffen, will er das nicht sondern es weiterhin vor sich herschieben ist er dann aber im Zweifel ein Spender und kein Nicht-Spender, so wie jetzt.


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10.02.2020 um 15:26
Geisonik schrieb:Mit der Widerspruchslösung muss er eine Entscheidung treffen, will er das nicht sondern es weiterhin vor sich herschieben ist er dann aber im Zweifel ein Spender und kein Nicht-Spender, so wie jetzt.
ja ist schon richtig...
... und im Zweifel, falls es keine Angehörigen oder Betreuer gibt, welche für ihn entscheiden.

Aber genau diese Umkehrung des Willens für Unentschlossene empfinde ich als "linkes Ding", aber darüber wurde hier schon oft kontrovers diskutiert. :)

Ich als Unentschlossene würde nun gezwungen, mich zu entscheiden, wenn ich nicht möchte, dass man von Gesetzeswegen (falls ich niemanden hätte, der für mich entscheidet) über meinen Kopf hinweg entscheidet, mich auszuweiden (ja, ich nenne das jetzt mal so drastisch ;) )
Der Normalzustand wäre für mich aber - da bin ich ganz bei Feuerseele - dass man grundsätzlich erst mal kein Spender ist und diesen Willen kund tun muss, wenn man einer sein will.

Durch dieses angedachte Gesetz sollte das nun alles umgekehrt werden.
Man erhoffte sich - dabei bleibe ich - mehr Organe zu bekommen.
Bei mir hat man nun das Gegenteil erreicht, obwohl es nicht mal das Gesetz gibt.

Falls so ein Gesetz doch noch kommen würde, müsste ich zwar aktiv werden, aber ich würde ablehnen. Schon allein aus Opposition heraus, weil ich diesen Zwang zur Entscheidung mies finde.
Wenn ich nicht gezwungen würde, hätte evtl. doch mal noch die Chance bestanden, dass ich mich als Spender gemeldet hätte - vielleicht weil ich gar nicht so gründlich darüber nachgedacht hätte, so wie ich es jetzt durch diese Diskussion getan hatte.
Diese Chance hätte sich der Gesetzgeber bei mir z.B. verbaut. Vielleicht wäre ich dann nicht mal die Einzige bei der dies so wäre.


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10.02.2020 um 15:29
Optimist schrieb:Man erhoffte sich - dabei bleibe ich - mehr Organe zu bekommen.
Bei mir hat man nun das Gegenteil erreicht, obwohl es nicht mal das Gesetz gibt.
Nein, und dabei bleibe ich, denn ich behaupte einfach mal so nach Gefühl:
Du hättest deine Entscheidung so oder so immer wieder aufgeschoben.


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10.02.2020 um 16:08
Optimist schrieb:mir gings so einigermaßen gut, was will ich mehr?
Das es einem richtig gut geht, ist jedenfalls mein ziel :D
Optimist schrieb:Du hast den Kontext meiner Aussage nicht beachtet
Und du hast den joke nicht verstanden :(
Optimist schrieb:Wenn ich nicht gezwungen würde, hätte evtl. doch mal noch die Chance bestanden, dass ich mich als Spender gemeldet hätte
Du wirst doch nicht gewzungen :ask:

ANsonsten kann ich Geisonik nur zustimmen. Du hättest deine entscheidung nie dingfest gemacht.


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10.02.2020 um 16:18
Optimist schrieb:Wenn ich nicht gezwungen würde, hätte evtl. doch mal noch die Chance bestanden, dass ich mich als Spender gemeldet hätte
gastric schrieb:Du wirst doch nicht gewzungen
ja jetzt nicht, weil die das Gesetz nicht durchbekommen hatten - was ich gut finde ;)
gastric schrieb:ANsonsten kann ich Geisonik nur zustimmen. Du hättest deine entscheidung nie dingfest gemacht.
man kann im Leben nie sicher sein (nicht mal was die eigenen Entscheidungen betrifft) und man sollte "nie nie sagen" :)
gastric schrieb:Und du hast den joke nicht verstanden :(
ich denke schon dass ichs verstanden hatte.
Aber auch ein Joke muss den Kontext berücksichtigen :)


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10.02.2020 um 16:24
Optimist schrieb:und man sollte "nie nie sagen"
Das in verbindung mit dem vorrangegangenen satz
Optimist schrieb:man kann im Leben nie sicher sein
Ist schon irgendwo ganz witzig.

Nee sorry ich fürchte du wärst einer von millionen anderen, die sich ganz simpel nicht entscheiden wollten und keine entscheidung gefällt hätten.Sagst doch selbst, dass nur deswegen eine entscheidung gefällt wurde, weil du dich dank dem therad mit organspende beschäftigt hast. Ob du das jemals gemacht hättest, wenn man keine entscheidung ordert oder dich alle 10 jahre mal sanft mit der nase aufs thema organspende stubbst, wie es jetzt der fall sein soll? Hmmm ich weiß ja nicht.


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11.02.2020 um 14:06
gastric schrieb am 07.02.2020:Feuerseele schrieb:
Die Natur gibt den ersten allgemeingültigen Zustand vor.

Ich schrub es bereits: Das erste, was in der natur nach deinem tod passiert, ist die entnahme der organe durch aasfresser/raubtiere. Der mensch hat mit einäschern und einbuddeln schon ganz gut die natur "entkräftet". Back to nature. Was ist natürlich? Vollständig eingebuddelt zu werden sicher nicht.
Folg man deiner Logik, so müsste man den Menschen essen, also Kanabalismussgesetz erlassen und kein Organspendergesetz.
gastric schrieb am 07.02.2020: Feuerseele schrieb:
Das Gesetz enthält automatisch das Ergebnis, das alle Spender sind.

Alle, die nicht widersprechen nach 3maliger anschreibung und auch sonst keinen widerspruch irgendwo bei angehörigen hinterlassen....
Würde keiner widersprechen, wären automatisch ALLE Spender. Das ist das erste "ALLE" und dieses "alle" zählt zuerst.
Das "alle" aus dem "alle die nicht widersprechen" MEINT das zweite Alle. Hier ist kein erstes Recht.
Das "alle die nicht widersprechen" bezieht sich ja eben auf ALLE Menschen.
Es liegen hier 2 Fälle/Ebenen von "alle" vor.
Das Warum nicht alle unter allen Spender, tatsächlich Spender sind oder werden ist eine andere Ebene. Die Fragen aus dieser weiteren Ebene werden erst nach der Beantwortung der Fragen aus der ersten Ebene gestellt und beantwortet.
Du erkennst die wichtige Reihenfolgeordnung nicht. Das ist deiner Antwort zu Folge offensichtlich.
gastric schrieb am 07.02.2020:Ich weiß nicht, warum du nicht verstehen kannst, dass man nein zu etwas sagen kann, ohne eine entscheidung zur organspende ansich getätigt haben zu müssen. ... Will man den automatismus nicht, lehnt man diesen ab. Das ist doch echt nicht schwer.
WEIL ich das verstehe, bin ich dagegen!
gastric schrieb am 07.02.2020:..man fragt einfach alle und wer nicht antwortet bekommt den zustand, den die gesetzgebung dann vorsieht.
Weil man den Zustand per Gesetz bekommt, ist dies ein gravierender Eingriff in die Natur und vor allem auch in die Freihet des Menschen. Der Mensch wird zur Ware gemacht, weil man seine Organe weiter verwendet.
Mit dem Tod des Menschen gehen die Organ zurück zum Ursprung und für Gläubige ist das Gott.
gastric schrieb am 07.02.2020: Feuerseele schrieb:
Der Naturverlauf läuft automatisch, da muss der Mensch nichts handeln. = natürliche Kausalität.

Ach doch sollte er und zwar ganz dringend. Nennt er dann naturschutz und artenschutz und schutzschutz.
Du argumentierst leider am Sinn meiner Aussage und am Thema vorbei. NUR unabhängig davon hast du recht.
gastric schrieb am 07.02.2020: Feuerseele schrieb:
Ja, der Staat muss die Transplantation regeln ABER das bedeutet nicht, dass er auch die Lieferung der Organe zu regeln hat!

Die regelt er auch. Ich fände es auch merkwürdig, wenn ne niere in der lunchbox bei zimmertemperatur geliefert werden würde und sowas implantiert werden dürfte.
Meine Wortwahl war nicht akkurat ABER der SINN ist von Denker leicht zu erfassen.
Das Gesetz sorgt dafür dass mehr Organe in die Krankenhäuser geliefert werden können und transplantiert = empfangen werden können.
Das Gesetz wurde mit Absicht zu diesem Zweck erlassen.
gastric schrieb am 07.02.2020: Feuerseele schrieb:
1. Alle die Spenden wollen müssen ordentlich registriert werden damit sie wahrgenommen werden können.
Und dazu muss man sie finden und das schafft man, indem man sie fragt.
So weit so gut!
Das Gesetz verlangt eben leider MEHR als das. Das Gesetz verlangt ZU VIEL. Das Gesetzverlangt zu viel, weil es auch die Nichtspender registriert haben will.
Das Gesetz ist eine List!... um die Entscheidungsunfähigen zu fangen.
gastric schrieb am 07.02.2020: Feuerseele schrieb:
3. Alle sind automatisch Nichtspender UND darum muss kein Angehöriger oder Dritter gefragt werden!

Alle sind automatisch das, was sie von gesetzeswegen her sind. Fertig.
= der Gesetzgeber bevormundet die Bürger in einer hochpersönlichen Angellegenheit.
gastric schrieb am 07.02.2020:Nur kann eine nichthandlung keine handlung sein. Eine entscheidung inkl folgewirkung aber natürlich.
Wenn ALLE Menschen Nichtspender sind (wie von Natur aus vorgesehen), ist ein Handeln nicht nötig.
Das Nichthandeln führt dann automatisch zum gewünschten oder aktuellen Ergebnis.
gastric schrieb am 07.02.2020: Feuerseele schrieb:
WEIL eine Nichthandlung eine Wirkung zulässt, ist das Nichthandeln so gut wie ein Handeln.

Eine nichtorganentnahme ist demnach so gut wie eine organentnahme? Denn eine nichtorganentnahme lässt eine wirkung zu.
Indem du hier den Begriff "Organ" eingefügt hast, legst du die Art einer Handlung fest und hast somit den Sinn meiner Ausage verlassen. So ist klar dass du mich nicht verstehst.
gastric schrieb am 07.02.2020:Ist das in die hände spielen der organmafia durch das aufrechterhalten eines organmangels aufgrund von nichtspenden jetzt gut oder schlecht?
Fakt ist, dass es mit Gesetz noch schlechter ist.
gastric schrieb am 07.02.2020: Feuerseele schrieb:
Wer guten Taten durch Nichthandlung Steine in den Weg legt, hat das Gute verhindert (oder hat gar das Beste verhindert).

Das fluten des organ"marktes" mit organen zum wohlwollen der opfer der organmafia und das aufhalten dieser edlen tat durch nichtspenden ist was gutes oder schlechtes?
Im ersten Gedanken, denkt man es ist gut. Bei genauer Betrachtung erkennt man, dass dies das kleinere Übel ist und mit dem Gesetz ein größeres Übel kommen wird, ein Übel dass mehrer Menschen trifft als es so trifft.
gastric schrieb am 07.02.2020:Ein bisschen weniger wiederholung täte gut ...
1. Öfter gelesen hält länger.
2. Heute lesen wieder andere mit.
3. So hält man ein Thema aktuell.


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