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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

685 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Familie, Freundschaft ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 09:30
Ich denke, auch wenn sich eine Einstellung, Denke nicht in der Wahl einer Partei niederlegen sollten, so bekommt man das mit, bei jedem Menschen, früher oder später. Es sind Bemerkungen, Kommentare, die einen stutzig machen, das kann man ignorieren oder eben hinterfragen. Ich will bestimmte Denke nicht in meinem privatem persönlichen Umfeld, ganz einfach.
Manchmal verändert sich auch die Einstellung eines Menschen vermeintlich plötzlich, da ist man erst verwundert, dann ungläubig, dann verwirrt und schlussendlich enttäuscht. Weil man den Menschen, den man zu kennen glaubte nicht mehr wieder erkennt. Das ist aber eben manchmal der Lauf der Dinge, ich würde meine Haltung diesbezüglich nicht ändern, nur weil es ein langer guter Freund oder ein Familienmitglied ist. Aber natürlich versucht man, den Wandel zu verstehen, nachzuvollziehen....gelingt nur eher selten würde ich meinen. Wenn es sich also dann schlussendlich eh nicht mehr um die Person handelt, die man liebte und schätzte, dann muss man die Beziehung auch nicht aufrecht erhalten, wozu? Sie wäre beiderseitig nur von Frust, Streit, Enttäuschung geprägt.


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 09:30
@Doors
Abends in der "letzten Laterne" entstehen bestimmt die dollsten Freundschaften 😉


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 09:35
In meiner Familie und in meinem Freundeskreis ist das gesamte politische Spektrum mit Ausnahme des rechten Randes vertreten.

Die norddeutsche Regel: "Sup di duhn un fret di dick un hol din Mul von Politik" gilt bei uns allerdings nicht. Heftige politische Kontroversen sind da durchaus an der Tagesordnung. Das belebt gemeinsame Treffen ungemein. Es geht allerdings durchaus respektvoll und zivilisiert dabei zu. Waffen bleiben vor der Tür.


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 09:42
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Nochmal: Was hat es mit Toleranz (oder eben nicht, man beachte bitte obige Definition) zu tun, wen ich als Freund haben möchte?
Es gibt wahrscheinlich verschiedene Toleranzbereiche. Du tolerierst (erträgst, erduldest) eine politische Ausrichtung. Auf die Person bezogen, die erst mal ein Mensch ist, überträgst du das und entscheidest dann --> die Person wählt ja CDU omg, geht gar nicht, will ich nicht. Das sehe ich als intolerant an.

Übertragen wir das mal überspitzt:
Eine Person mag keine Menschen mit dunkler Hautfarbe, er toleriert sie zwar, möchte aber nicht mit diesen Menschen befreundet sein. Was ist das dann? Rassistisch? Intolerant? Ignorant? Sag du es mir.


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05.12.2019 um 09:43
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Eine Person mag keine Menschen mit dunkler Hautfarbe, er toleriert sie zwar, möchte aber nicht mit diesen Menschen befreundet sein. Was ist das dann? Rassistisch? Intolerant? Ignorant? Sag du es mir.
und wie immer sind unveränderliche Merkmale und Ideologie zwei vollkommen verschiedene Dinge, die man nicht in einen Topf werfen kann.


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 09:44
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Würde man dieser Logik folgen, würde das bedeuten, jeder, der etwas nicht mag, ist intolerant.
Nein, es geht ja hier um Menschen. Es gibt dann auch noch die Sympathie und die Antipathie die etwas entscheidet...


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05.12.2019 um 09:50
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Was ist das dann? Rassistisch? Intolerant? Ignorant? Sag du es mir.
Zuerst einmal ist es dumm.
Das dürfte wohl unstrittig sein.
Wer Menschen anhand phänotypischer Merkmale aussortiert ist halt kein sonderlich helles Licht. Ob es darüber hinaus rassistisch ist müsste dann ein Gespräch klären.


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 09:51
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Ich finde es auch dass es tolerant ist: man lässt nur Menschen Freunde werden mit einer bestimmten politischen Ansicht, die dürfen auch der gleichen Meinung sein.
Nach dem Motto - gleich und gleich gesellt sich gerne. Naja, für mich ist das nicht wichtig, da finde ich @Doors norddeutsche Vorgehensweise wesentlich besser.


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 09:55
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Du tolerierst (erträgst, erduldest) eine politische Ausrichtung. Auf die Person bezogen, die erst mal ein Mensch ist, überträgst du das und entscheidest dann --> die Person wählt ja CDU omg, geht gar nicht, will ich nicht. Das sehe ich als intolerant an.
Ich häng mich mal rein. Das "will ich nicht" geht etwas zu weit, weil eine Freundschaft immer auf beiden Seiten entsteht. Toleranz hingegen ist immer per Definition einseitig. Ich kann sehr wohl die politische Ansicht eines Menschen tolerieren, oder ich werde toleriert. Das ich sie in meiner eigenen Welt nicht haben möchte, ist doch meine eigene Entscheidung. Im Gegensatz zur politischen Ansicht des Gegenüber - welcher ich durch Toleranz den Raum gebe, meine Anerkennung eine andere Meinung definitiv erlaubt ist - ist die Freundschaft doch etwas was mich persönlich dann involviert - ich lasse sie in meinen Raum rein.


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05.12.2019 um 10:01
Naja, ich werde jetzt die Diskussion über die Toleranzdefinition beenden. Ich persönlich würde einen Menschen nicht aufgrund seiner politischen Wahl aussortieren, wenn sonst alles stimmt, sehe ich dazu keinen Grund.
Für mich sind Menschen die derart aussortieren auch nicht sympathisch und da würde eine Freundschaft wohl auch eher nicht zustandekommen.


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05.12.2019 um 10:04
Ich glaube auch kaum, dass ein AfD- oder NPD-Anhänger meine persönliche Freundschaft suchen würde. So gesehen habe ich das Problem rechtsradikaler Freunde auch nicht.


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05.12.2019 um 10:48
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Es gibt wahrscheinlich verschiedene Toleranzbereiche. Du tolerierst (erträgst, erduldest) eine politische Ausrichtung. Auf die Person bezogen, die erst mal ein Mensch ist, überträgst du das und entscheidest dann --> die Person wählt ja CDU omg, geht gar nicht, will ich nicht. Das sehe ich als intolerant an.

Übertragen wir das mal überspitzt:
Eine Person mag keine Menschen mit dunkler Hautfarbe, er toleriert sie zwar, möchte aber nicht mit diesen Menschen befreundet sein. Was ist das dann? Rassistisch? Intolerant? Ignorant? Sag du es mir.
Wobei der Vergleich schon stark hinkt. Eine politische Einstellung kann man jederzeit wieder ablegen. Seine Hautfarbe jedoch nicht.

Ich selbst habe z.B. keine AfD-Wähler oder Pegidaisten in meinem Freundeskreis. Jedoch gab es auch aus diesem immer mal wieder schon Äußerungen die eher vom rechten Rand bekannt sind und denen ich auch nicht zustimmen kann. Unsere Freundschaften hat es zwar bisher nicht stark belastet aber sie wissen auch wie ich darüber denke weshalb es zu dbzgl. größeren Diskussionen auch eher selten kommt.


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 11:43
@Libertin

Wie willst Du Dir denn bei der Wahlentscheidung von Freunden völlig sicher sein? So weit ich mich erinnere, haben wir freie und - jetzt kommts - geheime Wahlen.

Für mich kann jeder denken, was er möchte.

Für mich kann jeder sagen, was er denkt, solange er nicht zu Gewalt aufruft oder sie gutheisst.

Für mich kann jeder tun, was er sagt, solange er andere Menschen nicht beschädigt.


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 12:52
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Es gibt dann auch noch die Sympathie und die Antipathie die etwas entscheidet...
Eben. Und wenn @Groucho gewisse Menschen nicht mag, weil er eine Antipathie gegenüber bestimmten politischen Ausrichtungen hat, ist er deswegen noch lange nicht intolerant.


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05.12.2019 um 12:54
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Wobei der Vergleich schon stark hinkt. Eine politische Einstellung kann man jederzeit wieder ablegen. Seine Hautfarbe jedoch nicht.
Das wurde hier ja schon mehrfach geschrieben, deshalb schrieb ich ja auch "überspitzt".
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Für mich kann jeder denken, was er möchte.

Für mich kann jeder sagen, was er denkt, solange er nicht zu Gewalt aufruft oder sie gutheisst.

Für mich kann jeder tun, was er sagt, solange er andere Menschen nicht beschädigt.
Das sehe ich auch so.

In einer Freundschaft zählen für mich auch andere Dinge wie Loyalität und Zuverlässigkeit. Ich bin privat sowieso eher unpolitisch und gehe nach Intuition bei diversen Themen. Wer in jeder Aussage oder Meinung einen politischen Hintergrund wittert, der agiert aus meiner Sicht sowieso überaus hysterisch und ist ständig auf Konfrontation aus. So etwas kann ich nicht gebrauchen...


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 12:59
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wie willst Du Dir denn bei der Wahlentscheidung von Freunden völlig sicher sein? So weit ich mich erinnere, haben wir freie und - jetzt kommts - geheime Wahlen.
Gut, natürlich könnten sie mich auch angelogen und doch klammheimlich die AfD gewählt oder PEGIDA-Veranstaltungen besucht haben, auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, daß das nicht zutrifft. Wenn man danach geht, dann könnte das auch auf den Freundeskreis eines jeden anderen zutreffen. Wie soll man das (zumindest bzgl. des Wahlverhaltens) auch nachprüfen können?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Für mich kann jeder denken, was er möchte.

Für mich kann jeder sagen, was er denkt, solange er nicht zu Gewalt aufruft oder sie gutheisst.

Für mich kann jeder tun, was er sagt, solange er andere Menschen nicht beschädigt.
Wie sieht das denn bei klar rassistischen Äußerungen oder Holocautsleugnung aus?


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Freundschaften im politischen Wandel (AfD, Pegida, Rechtsruck)

05.12.2019 um 13:00
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Eben. Und wenn @Groucho gewisse Menschen nicht mag, weil er eine Antipathie gegenüber bestimmten politischen Ausrichtungen hat, ist er deswegen noch lange nicht intolerant.
Das sehe ich naturgemäß anders, aber jeder so wie er mag, er schadet damit ja keinem, von daher, alles gut^^


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05.12.2019 um 13:04
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Das sehe ich naturgemäß anders
Was genau siehst du denn da anders?


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05.12.2019 um 13:07
@peekaboo
Ich verknüpfe das schon mit einer gewissen Intoleranz wenn man seine befreundet sein ausschließlich nach politischen Gegebenheiten ausrichtet.


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05.12.2019 um 13:11
@CosmicQueen

Aber es gibt doch noch die Sympathie und die Antipathie die etwas entscheidet, oder nicht? Zählt diese dann nicht, wenn man seine Freundschaften rein nach der politischen Ausrichtung schließt?


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