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Die Folgen von Corona für Einzelhandel und Wirtschaft

110 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Zukunft, Arbeit, Wirtschaft ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die Folgen von Corona für Einzelhandel und Wirtschaft

10.02.2021 um 12:46
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Ich kann ja nur für mich sprechen, aber mir fehlen ganz andere Sachen als wie verrückt durch die Innenstadt zu ziehen und mir noch mehr Krempel zu kaufen, den ich schon lange nicht mehr wirklich brauche.
Genau, that is the point. Du kannst Dir ja mal den BGE Thread durchlesen. Meine Quintessenz, wir müssen wieder für einen Mittelstand sorgen. Der ist fast gänzlich ausgestorben die Unterschicht hat ihn aufgefressen, er hat auch nur noch das Notwendigste zum überleben.

Für die "Reichen" ist das alles kein Problem, aber es gibt halt diese Schere zur Zeit . Und mal ehrlich, so oft gehe ich nicht shoppen, und wenn ist es mir auch egal ob ich dafür zum Beispiel nach Gelsenkirchen fahre(nicht mehr möglich) oder eben gleich nach Düsseldorf wo man noch alles ansprechend bekommt.

Nur der Mittelstand kann gar nicht mehr nach Düsseldorf fahren, er hat schlicht kein Geld mehr zum shoppen, er braucht seine Einnahmen um seine Grundbedürfnisse zu befriedigen. Und Innenstädte waren noch nie Grundbedarfseinkaufsgegenden, sondern jahrzehntelang Luxus ... der immer weniger erreichbar ist für viele.


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10.02.2021 um 13:15
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Um es mal zu verdeutlichen, lassen sich in den verwaisten Eingängen Obdachlose nieder ist der Umsatz der nebenan liegenden Geschäfte minimiert. Und es ist kein Beschimpfen der Obdachlosen
Das Problem hast du auch in London im besseren Gegenden wie rund um den Hyde Park, wo eh schon ein, zwei Straßen weiter eine sehr gute Wohn- und Geschäftsgegend angesiedelt ist. Wenn du Morgens die Straßen von deinem Hotel überquerst, siehst du die in den Hauseingängen. Es ist also nicht so, dass nur die ärmeren Wohnviertel betrifft.

Ich für mich habe beobachtet, was vorher in GB geschieht, passiert bei uns auch mit etwas Verzögerung.

Ist nur meine Beobachtung.


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10.02.2021 um 13:22
Zitat von BauliBauli schrieb:Ich für mich habe beobachtet, was vorher in GB geschieht, passiert bei uns auch mit etwas Verzögerung.
Ja, es betrifft ja auch alle Länder. Unsere Aufgabe wäre es Maßnahmen zu diskutieren und umzusetzen bevor es uns mit der gleichen Härte trifft. Auch wenn sie für einige verfrüht oder noch nicht notwendig erscheinen. Die Vogel Strauß Politik ist doch auch bei der Bildungspolitik offensichtlich. Monat 11 der Pandemie und noch immer sind nicht alle Klassenräume gut ausgerüstet, klappt der Fernunterricht, ist für vernünftige Transportbedingungen gesorgt ... Aber nicht nur schimpfen, bin kein Opa der Muppet Show, wir sollten Möglichkeiten ergreifen.


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10.02.2021 um 13:43
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Aber nicht nur schimpfen, bin kein Opa der Muppet Show, wir sollten Möglichkeiten ergreifen
Ja, eine davon liegt in v.d.L. Händen. Die Importe die Vergleichbarkeit zu hiesigen Produkten hinsichtlich der Ökologie einzupreisen oder die Anforderungen zu erhöhen.

Ich habe/ hatte weder ein Amazon Account, weder bin ich bei Ebay oder Zalando, mir stinkt aber das Müllaufkommen, für das ich mit bezahlen muss, gewaltig. ( Ich probiere liebe meine Kleidung und meine Schuhe persönlich, weil die Farben und Größen am Computer oft nicht korrekt angegeben werden)

Ich hätte da einen Vorschlag:

Man könnte pro Einwohner/ Mieteinheit (Eigentümer) eine Müllklappe einführen, wo jeder nach Gewicht zahlen muss, mit einem Schlüssel versehen und den Verursacher dann Ende des Quartal auch %tual an seinen tatsächlichen Kosten beteiligen. Dazu muss man nur eine Schließvorrichtung an die Müllcontainer pappen, die nach Wiegung des Mülls mit PIN versehen ist und schon löst sich das Problem.


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10.02.2021 um 13:47
Zitat von BauliBauli schrieb:Man könnte pro Einwohner/ Mieteinheit (Eigentümer) eine Müllklappe einführen, wo jeder nach Gewicht zahlen muss, mit einem Schlüssel versehen und den Verursacher dann Ende des Quartal auch %tual an seinen tatsächlichen Kosten beteiligen. Dazu muss man nur eine Schließvorrichtung an die Müllcontainer pappen, die nach Wiegung des Mülls mit PIN versehen ist und schon löst sich das Problem.
Der ganze Verpackungsmüll (Kartonage und Plastiktüte/Styropor) ist doch aber gar kein Restmüll, es gehört in die blaue Tonne und in den gelben Sack- deren Abholung bekanntlich wenig kostet. Mit deiner Methode sollten die Leute also aufhören den Müll zu trennen?


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10.02.2021 um 13:50
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Meine Quintessenz, wir müssen wieder für einen Mittelstand sorgen. Der ist fast gänzlich ausgestorben die Unterschicht hat ihn aufgefressen, er hat auch nur noch das Notwendigste zum überleben.
Ja, das kommt dazu, die Leute müssen erst das Geld haben, bevor sie was ausgeben können.
Ich sehe aber auch zumindest in manchen Teilen der Gesellschaft und auch bei mir eine Übersättigung. Gebe mir z.B. 5.000€ unter der Voraussetzung, die sofort für Konsumgüter für den Eigenbedarf auszugeben und ich müsste erst mal überlegen und ich glaube nicht, dass mir was wirklich sinnvolles einfallen würde. Klar könnte ich jetzt was kaufen, aber das würde mir niemals den entsprechenden Mehrwert bieten können.

Liegt ggf. aber auch an der Schere Arm/Reich und der Auflösung der Mittelschicht wie Du schreibst. Früher haben Leute dann mit immer noch teureren Anschaffungen geliebäugelt und gehofft, dass sie sich diese irgendwann mal leisten können, schön auf der Kö shoppen ohne auf die Preise achten zu müssen.
Ich erwarte da nichts mehr und hoffe nicht darauf, dass ich mir irgendwann mal einen Porsche, ein eigenes Pferd, ein Boot, eine Ferienwohnung, etc. leisten kann und ich vermisse solche Sachen auch wirklich gar nicht.
Wenn man diese Einstellung mit Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung noch kombiniert, dann sieht es zappenduster aus mit der Zukunft des Einzelhandels.

Wir bräuchten nicht nur ein BGE sondern ein komplett anderes System der Wertschöpfung. Aber das ist aus meiner Sicht eine reine Utopie, nicht mal auf der grünen Wiese kann man so ein System erschaffen und erst recht nicht auf so was umstellen.
Zitat von BauliBauli schrieb:. Dazu muss man nur eine Schließvorrichtung an die Müllcontainer pappen, die nach Wiegung des Mülls mit PIN versehen ist und schon löst sich das Problem.
Man darf nicht vergessen, welche Müll und Materialschlachten im Einzelhandel gefahren werden. Man sieht ja nur die Ware im Laden, was da an Verpackungsmüll entsteht, was da an Ressourcen für den Bau und Betrieb und für die Anfahrt der Kunden verbraucht werden, was an unverkaufter Ware wieder zurück geht und verramscht oder vernichtet wird, das bekommt man als Kunde nicht mit.

Ich bin mir nicht mal so sicher, ob der Versandhandel mit der immer weiteren Optimierung da nicht ggf. schon besser dasteht.
Ich habe z.B. kein Auto mehr, hab nach Rückgabe meines Firmenwagens erst mal abgewartet und bin Jahre später immer noch ohne Auto. Hätte ich nicht die Möglichkeit bei Amazon&Co. zu bestellen, dann hätte ich mir vermutlich längst ein neues Auto gekauft. Klar, das ist schwer gegeneinander abzuwägen, aber einen Teil der Ressourcen für ein ca. 30k€ Auto müsste ich dann schon dem ökologischen Fußabdruck für die Einkäufe im Einzelhandel zuschlagen.


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10.02.2021 um 14:15
Zitat von dieLaradieLara schrieb:Mit deiner Methode sollten die Leute also aufhören den Müll zu trennen?
Nö, für den eigenen Dreck selbst aufkommen, bevor man andere Mitbewohner mitbelastet. Die Mülltrennung bleibt ja dabei unangetastet.


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10.02.2021 um 14:52
Zitat von BauliBauli schrieb:Nö, für den eigenen Dreck selbst aufkommen, bevor man andere Mitbewohner mitbelastet. Die Mülltrennung bleibt ja dabei unangetastet.
Das steht in keinem Verhältnis zum Aufwand, den Du da beschreibst mit Schloss und Pin und Wiegevorgang. Zumal der Verpackungsmüll zum aller größten Teil ja aus Papier/Karton besteht, den man ja gut recyclen kann.

Ich bestelle relativ viel und habe daher viel Karton zu entsorgen, aber ich werfe den auch nicht in die Gemeinschaftpapierstonne, sondern trage ihn selbst zum Papiersammelcontainer um die Ecke. Blöderweise werfen da andere Leute auch ne Menge anderen Dreck rein, nicht selten sieht das aus wie Müll aus dem Einzelhandel: Obstkisten, teilweise gefüllt oder Großpackungen mit chinesischen Schriftzeichen&Co, also irgendwelche Importware. Das müssten die Einzelhändler als Gewerbemüll entsorgen, das kostet viel Geld, also ab in den öffentlichen Papiercontainer, wenn gerade keiner hinschaut.


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10.02.2021 um 15:21
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Das steht in keinem Verhältnis zum Aufwand, den Du da beschreibst mit Schloss und Pin und Wiegevorgang. Zumal der Verpackungsmüll zum aller größten Teil ja aus Papier/Karton besteht, den man ja gut recyclen kann.
Die Container muss ich mit bezahlen, obwohl ich sehr auf Verpackungsmüll achte. Mit welcher Berechtigung, nur weil ich da wohne? Am Anfang war es nur ein Container, mittlerweile sind 3 für Kartonagen. Kosten Geld. Restmüll kommt hinzu und Flaschen extra sowie der gelbe Sack.

Die Einzelhändler ordern nicht jeden noch so kleinen eingeschweißten Pippifax. Da sind die Mengen größer und es fällt nicht soviel Müll, an als wenn jede noch so kleine Teil zwei Umverpackungen hat. Einmal Amazon und einmal die des Herstellers.


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10.02.2021 um 15:23
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Blöderweise werfen da andere Leute auch ne Menge anderen Dreck rein, nicht selten sieht das aus wie Müll aus dem Einzelhandel: Obstkisten, teilweise gefüllt oder Großpackungen mit chinesischen Schriftzeichen&Co, also irgendwelche Importware.
Ist auch nicht gutzuheißen. Lösungen?


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10.02.2021 um 15:28
Zitat von BauliBauli schrieb:Die Container muss ich mit bezahlen, obwohl ich sehr auf Verpackungsmüll achte.
Was man nicht so alles Mitbezahlen muss, obwohl man es nicht in Anspruch nimmt. Unfälle anderer, Krankheiten anderer, usw.


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10.02.2021 um 15:43
Zitat von BauliBauli schrieb:Da sind die Mengen größer und es fällt nicht soviel Müll, an als wenn jede noch so kleine Teil zwei Umverpackungen hat. Einmal Amazon und einmal die des Herstellers.
Aber bleibt durch die lokale Kleinteiligkeit auch ne Menge im Regal liegen und landet dann im Müll oder als Euroschnäppchen im Keller eines Käufers, der das Teil auch nicht braucht. Das ist dann auch Müll, nur befindet er sich noch im Keller und noch nicht auf der Müllhalde.
Im zentralen Versandhandel besteht da noch eher eine Chance für den letzten Restposten noch einen echten Käufer/Nutzer zu finden, weil die Reichweite ja bundesweit ist, während ein Einzelhändler vielleicht 20km Einzugsgebiet hat. Was im Textilhandel an Mengen zurück gehen, das sind hohe zweistellige Prozentwerte
Zitat von BauliBauli schrieb:Mit welcher Berechtigung, nur weil ich da wohne?
Ja, das scheint schon ungerecht zu sein, in so kleinen Einheiten wie einer Hausgemeinschaft sollte das schon fair umgelegt werden.
Aber das ist ja dann weniger ein spezielles Problem des Versandhandels, ich gehe mal davon aus, dass es bei Euch auch öffentliche Papiercontainer gibt, die durch die Vielbesteller genutzt werden können.

In der gesamten Gesellschaft nivelliert sich das etwas. Ich als Teil der Gesellschaft muss auch für den Textilmüll der Einzelhandelskäufer aufkommen, obwohl ich mir nur alle zwei Jahre mal ein paar Hosen und Hemden gezielt im Versandhandel bestelle (Rücksendemenge = 0) und dafür nicht ganze Einkaufsstraßen betrieben werden müssen (Alleine die Weihnachtsbeleuchtung wird Strom und Ressourcen ohne Ende verschlingen), sondern nur ein bisschen Platz in einem Lagerhaus und Transportauto bereitgestellt werden muss für die Vertriebslogistik.
Zitat von BauliBauli schrieb:Ist auch nicht gutzuheißen. Lösungen?
Den Verfolgungsdruck und die Strafen erhöhen. Wenn ein Gewerbetreibender in so einem Container unpassenden Müll ablädt, dann muss das weh tun, aber so richtig. So was passiert ja nicht aus Versehen, so wie mir vielleicht mal ein leeres Glas in den Papiermüll gerät.
Wie gut die Müllabfuhr für Gewerbe organisiert ist, kann ich nicht beurteilen, aber wenn der Einzelhandel im Hinblick auf Nachhaltigkeit ggü. dem Versandhandel bestehen will, dann muss sich auch da gewaltig was ändern.
Der Versandhandel legt hier schon massiv vor, hier wurden in den letzten paar Jahren drei neue Paketstationen und einige weitere Paketshops installiert. Immer mehr Leute lassen sich ihre Sachen also zentral liefern und holen die Sachen dann oft zu Fuß ab, was noch mal etwas umweltfreundlicher ist, als jedes einzelne Ziel extra anzufahren.

Wie gesagt, ich bin mit nicht mal sicher, ob in der Gesamtbetrachtung der zentrale Versandhandel nicht sogar schon nachhaltiger funktioniert als der Einzelhandel.


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10.02.2021 um 15:57
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:ich gehe mal davon aus, dass es bei Euch auch öffentliche Papiercontainer gibt, die durch die Vielbesteller genutzt werden können.
Es gibt sogar 300 mtr. weiter einen großen Wertstoffhof.
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Den Verfolgungsdruck und die Strafen erhöhen. Wenn ein Gewerbetreibender in so einem Container unpassenden Müll ablädt, dann muss das weh tun, aber so richtig.
Das ist richtig. Ich kann dir aber sagen, dass mitten in der Nacht Autos aus München in unserer Straße anhalten und ihren Müll auf den Bürgersteig deponieren und wieder wegfahren. Das ist Mülltourismus allerübelster Sorte.
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Wie gesagt, ich bin mit nicht mal sicher, ob in der Gesamtbetrachtung der zentrale Versandhandel nicht sogar schon nachhaltiger funktioniert als der Einzelhandel
Das will ich gar nicht in Abrede stellen.

Aber der Einzelhändler ist auch der Gekniffene. Das ist die Verpackungsordnung.

Aber wenn noch mehr Einzelhändler wegfallen, holen sich Riesen wie Amazon, die Verluste durch die ewigen Retouren wieder rein, wetten?


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Die Folgen von Corona für Einzelhandel und Wirtschaft

10.02.2021 um 16:15
Zitat von BauliBauli schrieb:Aber wenn noch mehr Einzelhändler wegfallen, holen sich Riesen wie Amazon, die Verluste durch die ewigen Retouren wieder rein, wetten?
Teilweise schon, aber bisher haben sie im Gegensatz zum Einzelhandel auch einiges an Innovation umgesetzt.

Warum gibt es z.B. immer noch keine verlässlichen Abmessungen bei Kleidungsstücken? Jeder kann sich zu Hause die wesentlichsten Körpermaße abmessen und in seinem Profil hinterlegen (aus Datenschutzgründen könnte man das auch lokal speichern)
Dann müssten alle Kleidungsstücke beim Einpflegen in den Warenbestand vermessen werden, falls die Hersteller so was nicht direkt mitliefern können.
Eine schlaue Software vergleicht dann diese Abmessungen und errechnet eine Passgenauigkeit für die Kunden (von der erträumten virtuellen visuellen Anprobe halte ich nichts, das scheint mir eher Spielerei mit heutiger Technik, vielleicht geht das im Holodeck mal)
Damit fallen schon mal alle Rücksendungen weg, weil sich Leute ein Kleidungsstück in mehreren Größen bestellen.

Amazon traue ich so einen Technologiesprung zu und schon sind Rücksendungen nicht mehr so problematisch.


Der Einzelhandel ist der Gekniffene, das ist richtig. Weil der Einzelhandel in vieler Hinsicht vollkommen obsolet geworden ist.
Ob man das noch mal ändern kann, weiß ich nicht.


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10.02.2021 um 16:26
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Ob man das noch mal ändern kann, weiß ich nicht.
Ausschließlich als Erlebnis, hier kann man sich selbst bei Obst auf 100% Frische und Unbeschädigkeit des Obstes, besser als beim selbst aussuchen(wer hatte bei zb. bei den Weintrauben keine gequetschte dazwischen) verlassen. Also muss man den Supermarkt nur noch aufsuchen wenn man sich inspirieren lassen möchte, ansonsten aussuchen, anklicken, auf freien Liefertermin klicken und schon ist alles ohne Schlepperei im eigenen Haus. Der Fahrer bekommt 2 Euro Trinkgeld und alle sind froh. Auch Lidl und Aldi werden im Laufe der Zeit nachziehen.

Dadurch werden nicht aktive Menschen noch einsamer und wohl damit auch noch egoistischer. Ob es ein genereller Vorteil der Gesellschaft ist bezweifel ich. Es bleiben zu viele Menschen auf der Strecke.

Es ist aber einfach saubequem die St Pellegrino Kiste nicht mehr selbst holen zu müssen. Auf Mehrweg/Glas möchte ich nicht verzichte, schmeckt einfach besser (bestimmt nur Einbildung, ist bei mir aber so).


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10.02.2021 um 16:38
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Es ist aber einfach saubequem die St Pellegrino Kiste nicht mehr selbst holen zu müssen. Auf Mehrweg/Glas möchte ich nicht verzichte, schmeckt einfach besser (bestimmt nur Einbildung, ist bei mir aber so).
Kann ich verstehen, ich bin einen anderen bequemen Weg gegangen, mit noch schlimmerern Auswirkung für den Handel. Ich habe bei mir einen Festwasserfilter installiert (nur um die Härte etwas zu reduzieren, das Wasser schmeckt hier wirklich sehr gut, ist natürlich nicht überall so) und zapfe mir das Wasser in eine Sodastream Glasflasche und dosiere mir den Kohlensäuregehalt dann selbst mit meiner Sodastream Maschine.

Wasserkisten oder PET Flaschen ade, gut die CO2 Patronen kaufe ich noch im Discounter, 6€ für ca. 50 Liter Sprudel
Schlimmer trifft es da die Hersteller von Wasser und die Logistiker, denn so eine kleine Mehrweg Co2 Flasche ist deutlich einfacher zu handhaben als PET Flaschen oder Mehrweg-Glasflaschen in Kisten

Frische Lebensmittel kaufe ich aber gerne selbst, bei Lieferungen war mir die Qualität oft nicht gut genug. Ich schaue gerne vor Ort, was sich gerade anbietet und gut aussieht und bin nicht vorweg festgelegt, was ich an frischen Sachen kaufe. Da ich keine Kisten schleppen muss, geht das auch wunderbar zu Fuß, ich habe hier einiges an Geschäften in 5 Minuten Entfernung.


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10.02.2021 um 16:45
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Frische Lebensmittel kaufe ich aber gerne selbst, bei Lieferungen war mir die Qualität oft nicht gut genug. Ich schaue gerne vor Ort, was sich gerade anbietet und gut aussieht und bin nicht vorweg festgelegt, was ich an frischen Sachen kaufe. Da ich keine Kisten schleppen muss, geht das auch wunderbar zu Fuß, ich habe hier einiges an Geschäften in 5 Minuten Entfernung.
Kann ich durchaus verstehen. Um die Qualität vielleicht zu relativieren. Lebensmittel bestelle ich nicht bei einer Kette sondern dem lokalen "Feinkosthändler" in der Realität ist es ein guter Supermarkt, der mir persönlich wichtig seinen Angestellten auch mindestens Tarif zahlt. Brauche allerdings auch nicht auf den letzten Cent achten wie andere Konsumenten. Bloß jeder sollte schon sein Handeln komplett bedenken.


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10.02.2021 um 16:49
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Lebensmittel bestelle ich nicht bei einer Kette sondern dem lokalen "Feinkosthändler"
Mache ich für bestimmte Lebensmittel auch, Olivenöl, manche Käsesorten, bestimmte Weine, Kaffeebohnen sowieso. Da habe ich leider sehr spezielle Vorstellungen, die die sog. Feinkosthändler vor Ort leider nicht bedienen können, weil das eher "Leckere Geschenkkörbe" Verkäufer sind. Das Thema hatten wir ja imho schon, der nur durchschnittlich gute Handel wird obsolet, weil Leute immer genauer wissen, was sie wollen.


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10.02.2021 um 17:15
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:die die sog. Feinkosthändler vor Ort leider nicht bedienen können,
Wenn die dann sterben ist es ja Marketingversagen. Unser örtlicher geht da einen anderen Weg, Kaffee Tchibo oder Dallmeyer findet man da eher nicht genau wie Nudeln von Barilla. Das können Discounter besser und effektiver. Er hat schon wirklich die guten Marken oder kleine Firmen die nur für einen bestimmten Kundenkreis produzieren. Aber eben auch da kommt es auf die Lage an, in Essen Süd möglich und sicher lukrativ, in Marxloh ein Pleiteunternehmen.

Siehe doch die Feinkostabteilung des KadeWe, genial und köstlich, aber in Gelsenkirchen zum Scheitern verurteilt.


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10.02.2021 um 17:35
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Das ist die Zukunft, Gastro, Wohnen, einkaufen wieder mischen.
Man muss hier aber ganz stark auf die Anforderungen achten. Vor allem beim Lärmschutz.

Mittlerweile ist es hipp im In-Viertel zu wohnen, aber um 22 Uhr hat Nachtruhe zu herrschen. Das beisst sich - gerade im Sommer mit den Freisitzen. Wenn man also mischt, muss man sich über die möglichen Konflikte vorher bereits kümmern.


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