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Krieg und unsere Gesellschaft

204 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krieg, Frieden, Westeuropa ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Krieg und unsere Gesellschaft

10.03.2022 um 21:15
@Berryl
Ist halt einfach Meinung, die nicht auf Fakten beruht.
Kann man machen, ist ja auch modern gerade.
Aber dann einfach als Meinung kennzeichnen und nicht so tun, als wäre es die letzte und reine Wahrheit.


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Krieg und unsere Gesellschaft

10.03.2022 um 21:17
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Ist halt einfach Meinung, die nicht auf Fakten beruht.
Kann man machen, ist ja auch modern gerade.
Aber dann einfach als Meinung kennzeichnen und nicht so tun, als wäre es die letzte und reine Wahrheit.
Ich setze grundsätzlich voraus das niemand diese als letzteres auffast.
Von dem her kein Problem.


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Krieg und unsere Gesellschaft

10.03.2022 um 21:34
Diffamierungen nach dem Motto, alle die arm oder dumm sind, seien selber schuld, hören sofort auf.

Und bitte wieder mehr Topic Bezug!


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Krieg und unsere Gesellschaft

10.03.2022 um 21:40
@Berryl

Wow, da ist so viel falsch, da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll und ehrlicherweise weiß ich gar nicht, ob es die Mühe überhaupt wert wäre, denn Quellen scheinst nicht nur nicht zu lesen, sondern auch selber keine zu bringen. Immer nur stupide und hanebüchene Behauptungen.

Erstens mal zahlst du Wasser durch die Nebenkosten, nicht durch Steuern.
Und die bezahlt man mit dem Nettogehalt, nicht dem Bruttpgehalt.

Du möchtest Reallöhne? Dann schau die Links an. Und hier zusätzlich noch einer.
Der Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ab. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im selben Zeitraum um gut 3,1 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sanken die Reallöhne damit voraussichtlich um durchschnittlich 0,1 % gegenüber 2020, nachdem sie sich bereits im ersten Corona-Krisenjahr rückläufig entwickelt hatten. Während im Jahr 2020 insbesondere der vermehrte Einsatz von Kurzarbeit zur negativen Nominal- und Reallohnentwicklung beigetragen hatte, zehrte 2021 die hohe Inflation den Nominallohnanstieg auf.
Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/_inhalt.html


Die Kaufkraft hat hier keinerlei Aussagekraft, was die Löhne betrifft, so setzt sie sich unter anderem auch aus effizienteren Produktionen zusammen, verschiedenen Gebieten wie etwa Technik, da immer neuere Technik ältere Modelle vergünstigen und Produktionen im Ausland, wo alles billiger von statten geht und somit billiger auf dem Markt kommt.
Heute lässt sich also eine Waschmaschine einfacher kaufen als damals.

Hat jetzt aber was mit den Löhnen zu tun? Nichts, richtig.
Davon mal abgesehen, dass die Armut steigt.
Die Corona-Pandemie hat die Arbeitslosenzahlen 2020 in die Höhe getrieben und Deutschland einen Wirtschaftseinbruch beschert. Die Politik konterte mit Kurzarbeitergeld, einem milliardenschweren Konjunkturprogramm, der zeitweisen Mehrwertsteuer-Senkung und anderen Maßnahmen. Ein Erdbeben in der Armutsstatistik sei so verhindert worden, analysiert der Paritätische Gesamtverband in seinem aktuellen Bericht zur Armutsentwicklung. Dennoch habe es in Deutschland noch nie so viele Arme gegeben.
Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/armut-corona-pandemie-bericht-100.html (Archiv-Version vom 12.05.2022)

Edit: sorry, hab den roten Beitrag erst nach dem Senden gelesen.


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Krieg und unsere Gesellschaft

10.03.2022 um 21:42
Zitat von DoorsDoors schrieb:Ich habe schon 2015/16 eine Welle der Solidarität mit Geflüchteten erlebt
wie ich schon meinte: in solchen extremen situationen sind viele menschen sehr hilfsbereit und solidarisch. im ganz normalen alltag hingegen erlebe ich viele anders: rücksichtslos, unsensibel, unhöflich, nur auf sich selbst fokussiert.

@Cthulhus_call

das kann durchaus sein. ich habe keine erfahrung mit kleinstädten. aber die großstadt ist aus meiner sicht nicht besser. die anonymität ist vorteil und nachteil zugleich.


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Krieg und unsere Gesellschaft

10.03.2022 um 22:03
@fluff

Aber gerade in der Großstadt kondensiert ja die gesellschaftliche Toleranz und Solidarität, ja es gibt mehr Armut, aber auch mehr Hilfsangebote. Je kleiner die Stadt, desto engstirniger und hartherziger werden oft die Menschen.

@Doors

Also auch im Norden ist die Impfquote auf dem Land geringer als in den Städten. Und meistens hast du auch in norddeutschen Kleinstädten meistens gar keine Gegendemos, höchstens ein paar Leute die die Querdenker auslachen. Allerdings ist dieser Gegensatz in Süddeutschland und in der Schweiz ausgeprägter.


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Krieg und unsere Gesellschaft

10.03.2022 um 22:13
Zitat von flufffluff schrieb:aber so im ganz normalen alltag... diese rücksichtslosigkeit, härte und ellbogenmentalität. ich weiß nicht. das passt irgendwie nicht zusammen.
Was meinst du denn konkret?
Ich kann das eigentlich so pauschal nicht unterschreiben.
Ich nehme auch viel Solidarität und Gemeinschaftssinn wahr. Natürlich gibt es auch rücksichtslose Menschen. harte Menschen etc. Aber ich würde nicht sagen, dass das unsere Gesellschaft ausmacht.


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Krieg und unsere Gesellschaft

10.03.2022 um 22:34
@fischersfritzi

einfach das, was ich so im alltag erlebe. beim einkaufen, in der bahn, auf der straße. in der nachbarschaft.
Zitat von flufffluff schrieb:im ganz normalen alltag hingegen erlebe ich viele anders: rücksichtslos, unsensibel, unhöflich, nur auf sich selbst fokussiert.
bedeutet: rempeln, schubsen, drängeln, nicht auf andere achten, kein abstand, kein feingefühl, gleichgültigkeit, herumlärmen (nachbarn) usw.


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Krieg und unsere Gesellschaft

10.03.2022 um 23:38
Zitat von flufffluff schrieb:bedeutet: rempeln, schubsen, drängeln, nicht auf andere achten, kein abstand, kein feingefühl, gleichgültigkeit, herumlärmen (nachbarn) usw.
Beobachte ich auch so.
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Ich nehme auch viel Solidarität und Gemeinschaftssinn wahr.
Das passiert nur im allgemeinen Rahmen. Meist so bei Flüchtlingen und öffentlichen Statements.
Aber im Alltag geht die Sau umher.
Da frage ich mich immer, ob es nicht immer doch zwei Gesellschaften gibt.


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Krieg und unsere Gesellschaft

11.03.2022 um 00:32
Zitat von SelektivSelektiv schrieb:Das passiert nur im allgemeinen Rahmen. Meist so bei Flüchtlingen und öffentlichen Statements.
Aber im Alltag geht die Sau umher.
Erlebe ich wie gesagt anders.
Es gibt auch in Nachbarschaften z.B. Solidarität, Rücksichtnahme, Hilfsbreitschaft und Gemeinsschaftssinn.
Nicht immer und nicht überall, aber das gibt es eben auch.


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Krieg und unsere Gesellschaft

11.03.2022 um 02:11
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Nicht immer und nicht überall, aber das gibt es eben auch.
Genau das ist der Punkt. Nicht immer und nicht überall. Das Gesellschaftsbild ist hier ziemlich lädiert und gerade in Nachbarschaften gibt es unzählige Streitereien und Rücksichtslosigkeit, dass es fast schon der gute Ton ist.

Häufige Gründe sind laute Musik, generelles Lautsein und seltsames Benehmen.
https://www.finanzen.de/magazin/nachbarschaftsstreit
In jedem Bundesland ist es immer nah an der Hälfte und im Norden sogar weit darüber.

Ich erlebe derzeit auch komische Nachbarn. Echt ein Graus.

Ich denke, dass erst in einem Krieg sich Solidarität auftut, oder sich jeder selbst der Nächste ist. Ich tendiere zum letzterem.


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Krieg und unsere Gesellschaft

11.03.2022 um 08:35
@Selektiv

Ich hab mir jetzt tatsächlich alles von dir durchgelesen.
Und du hast recht.
Ist ernst gemeint und ich nehm den Großteil meiner Aussagen zurück.
Zitat von SelektivSelektiv schrieb:Das passiert nur im allgemeinen Rahmen. Meist so bei Flüchtlingen und öffentlichen Statements.
Aber im Alltag geht die Sau umher.
Da frage ich mich immer, ob es nicht immer doch zwei Gesellschaften gibt.
Ist es nicht oft auch so das Solidarität grad bei so Dingen wie Flüchtlingen, zeitlich begrenzt ist?.
Sprich am Anfang ist jeder euphorisch und überschlägt sich mit Engagement und je länger es dauert desto mehr geht es zurück oder gar ins negative.
Zitat von SelektivSelektiv schrieb:Genau das ist der Punkt. Nicht immer und nicht überall. Das Gesellschaftsbild ist hier ziemlich lädiert und gerade in Nachbarschaften gibt es unzählige Streitereien und Rücksichtslosigkeit, dass es fast schon der gute Ton ist.
Naja das finde ich unterscheidet sich auch ganz stark von Ort zu Ort, Straße zu Straße usw.


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Krieg und unsere Gesellschaft

11.03.2022 um 10:05
Zitat von BerrylBerryl schrieb:Ich hab mir jetzt tatsächlich alles von dir durchgelesen.
Und du hast recht.
Ist ernst gemeint und ich nehm den Großteil meiner Aussagen zurück.
Ich bin erstaunt. Davor ziehe ich meinen Hut.
Zitat von BerrylBerryl schrieb:Ist es nicht oft auch so das Solidarität grad bei so Dingen wie Flüchtlingen, zeitlich begrenzt ist?.
Sprich am Anfang ist jeder euphorisch und überschlägt sich mit Engagement und je länger es dauert desto mehr geht es zurück oder gar ins negative.
Das kann ich schwer beurteilen. Ich schätze, die Begeisterung ist zurückgegangen, da einige politische Fehler begangen wurden. Die Flüchtlingspolitik von 2015/16 war jetzt nicht gerade ein Meisterwerk.
Zitat von BerrylBerryl schrieb:Naja das finde ich unterscheidet sich auch ganz stark von Ort zu Ort, Straße zu Straße usw.
Laut Umfrage sind Streitigkeiten noch leicht in der Unterzahl. Da gibt es zwei Möglichkeiten: entweder gibt es noch Dunkelziffern, oder es gibt einen Trend.
Aber fast die Hälfte in allen Bundesländern ist schon recht brisant.


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Krieg und unsere Gesellschaft

11.03.2022 um 10:24
Zitat von SelektivSelektiv schrieb:Davor ziehe ich meinen Hut.
Da gibts nix zu ziehen.
Du hast einfach recht und das soll, finde ich, man dann auch eingestehen.
Kein Ding.
Ich hatte gestern ehrlichgesagt nicht die Zeit mich in deine Links einzulesen.
Hab ich gemacht und ja....;)
Zitat von SelektivSelektiv schrieb:Das kann ich schwer beurteilen. Ich schätze, die Begeisterung ist zurückgegangen, da einige politische Fehler begangen wurden. Die Flüchtlingspolitik von 2015/16 war jetzt nicht gerade ein Meisterwerk.
Die Flüchtlingspolitik war eine Katastrophe.
Ich war ja 2015 selber über Wochen direkt an der Grenze eingesetzt.
Alleine wie man da alles reinließ verursachte Bauchschmerzen und Verständnis für jeden besorgten Bürger.
Aber auch da war am Anfang definitiv eine Euphorie.
Man erinnere sich an die Bahnhofsklatscher und die vielen vielen Angebote von Städten und Kommunen, die Helferkreise.
Und wenn ich mich recht erinnere war auch eine hohe Zustimmung zur Politik Merkels da.
Recht bald schlug das alles aber um.
Das gleiche 2020 am Anfang mit Corona.

Aber auch an so Sachen wie dem Ahrtal finde ich das man sowas sehen kann.
Sprich kurzfristig Solidarität und Hilfe: Ok.
Längerfristig irgendwo engagieren: Nein danke.
Zitat von SelektivSelektiv schrieb:Laut Umfrage sind Streitigkeiten noch leicht in der Unterzahl. Da gibt es zwei Möglichkeiten: entweder gibt es noch Dunkelziffern, oder es gibt einen Trend.
Aber fast die Hälfte in allen Bundesländern ist schon recht brisant.
Ich wohne selber in der tiefsten bayerischen Provinz, in einer Kommune mit drei Ortsteilen.

In einem Ortsteil hast die Ruhe weg.
Du kannst i.G machen was du willst, es intressiert einfach keinen.
Im anderen gibt es einen recht hohen sozialen Zusammenhalt.
Und im letzten....ist es genauso wie von dir geschildert.
Da gönnt der eine dem anderen nix.
Irre was zt. da abgeht.
Und dann gibt es noch so eine Neubausiedlung.
Dort wohnen hauptsächlich Zugezogene aus Städten.
Dort ist es auch schwierig.
Die wollen ihre ruhe und sind dabei sehr pingelig.

Also wie gesagt.
Ich finde das, ok ich hab da nur den begrenzten Tellerrand des eigenen Bereichs, differenzierter.


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Krieg und unsere Gesellschaft

11.03.2022 um 10:25
Zitat von SelektivSelektiv schrieb:Wer ist denn deiner Meinung nach zu faul?
Die Arbeiter, die für immer weniger Lohn oder den gleichen Lohn immer mehr arbeiten müssen, eventuell 2 Jobs haben müssen?
Wer nimmt denn alles zu selbstverständlich?
Das musst du mal genauer erklären.
Aus der Erinnerung heraus:


Mit unsere Gesellschaft (gilt niemals für alle unserer Gesellschaft) wird immer fauler war glaube ich folgendes gemeint: Denkfaul und zu faul zum körperlichen Arbeiten bzw. sich die Hände schmutzig machen zu wollen, was negative Folgen für Wirtschaft und Gesamtgesellschaft haben wird. Zudem wurden auch Heli-Eltern kritisiert und dass deren Kinder schon an Bewegungsmangel leiden, weil sie bis vor den Kita- und Schuleingang (wenns ginge noch bis ins Klassenzimmer) chauffiert werden.

Mit Denkfaul war glaube ich sowas wie fehlende Kreativität, Umdenken zu wollen und überhaupt selbstständiges Denken gemeint und dass das digitale Zeitalter dahingehend nicht gerade förderlich war, weil die Menschen ohne ihre Smartphones hilflos wären, was schon damit losgehen soll, ohne Smartphone oder Navi nicht mal mehr den Weg irgendwo hin zu finden und mittlerweile sogar Apps den Weg zum Klo anzeigen und eine Anleitung wie man den Reißverschluss öffnet und wieder schließt geben. Etwas überspitzt.

Das empfinde ich manchmal tatsächlich auch so.
Bspw. kam es mir während der Pandemie so vor, als hätten einige Menschen vergessen sich daheim beschäftigen zu können, dabei ist die Palette an möglichen Tätigkeiten und Hobbys auch daheim vielfältig.

Oder auch Sportmöglichkeiten draußen oder in den eigenen vier Wänden alternativ zum Fitnessstudio finden zu können.
Kurz: Ohne modernes Fitnessstudio schien es mir so, als seien einige Menschen überfordert und haben sich dann beschwert, dass sie gar keinen Sport (mit Betonung auf gar keinen) machen können oder machen konnten.




Unter Selbstverständlichkeit leiden wohl die Menschen, die vergessen, dass hinter jedem Alltäglichen, an das man so gewöhnt ist, auch immer Menschen aus Fleisch und Blut stehen und dementsprechend nicht immer so perfekt funktionieren können, sondern auch mal Leistungseinbrüche haben oder sogar komplett aus verschiedenen Gründen ausfallen können.

Wurde aber angeblich während der Pandemie besser, da unsere ganzen Alltagshelden aus der Pflege, dem Rettungsdienst, der Paketbranche, dem Einzelhandel (insbesondere Kassierer/Kassiererin von Gütern des täglichen Bedarfs), Berufskraftfahrer etc... endlich wieder sichtbar geworden sein sollen. Kurz: Die Gesellschaft hat sie wieder wahrgenommen und wertgeschätzt. Vor der Pandemie waren diese Menschen unsichtbar und ihre Arbeiten und Dienstleistungen selbstverständlich.

So langsam und unabhängig von Corona nimmt die Gesellschaft auch wieder unsere ganzen Handwerker und deren Arbeiten wahr. Man nimmt sie wahr, lernt sie wieder wertzuschätzen, weil immer mehr fehlen bzw. kein ausreichender Nachwuchs mehr nachkommt.


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Krieg und unsere Gesellschaft

11.03.2022 um 11:25
Mir ist jetzt noch nicht so ganz klar, was die in den vielen vorstehenden Posts beschriebenen Punkte, Lärm, Rücksichtlosigkeit, Arbeitsbedingungen etc. nun mit den Auswirkungen eines Krieges auf unsere Gesellschaft zu tun haben. Das ist ja das eigentliche Thema der Debatte.

Nur so viel: In einem Krieg geht es erheblich lauter und rücksichtsloser zu als es in den vorstehenden Posts beschrieben und beklagt wird.

Da kann man einfach mal Menschen fragen, die aus Kriegsgebieten kommen oder Kriege erlebt haben.


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Krieg und unsere Gesellschaft

11.03.2022 um 11:35
Zitat von DoorsDoors schrieb:Mir ist jetzt noch nicht so ganz klar, was die in den vielen vorstehenden Posts beschriebenen Punkte, Lärm, Rücksichtlosigkeit, Arbeitsbedingungen etc. nun mit den Auswirkungen eines Krieges auf unsere Gesellschaft zu tun haben. Das ist ja das eigentliche Thema der Debatte.
Ich verstehe es so dass man über die Gesellschaft die wir jetzt haben diskutieren um eventuell herzuleiten wie sich diese Gesellschaft verhält sobald es mal nicht mehr so angenehm wäre.

Wobei man letzters sehr schwer sagen kann.


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Krieg und unsere Gesellschaft

11.03.2022 um 11:42
@Berryl

Wenn man sich selbst mal in eine (Bürger)Kriegsregion begibt, wird man feststellen, wie dünn die Firnis der Zivilisation doch ist, wie schnell Menschen bereit sind, zu kämpfen und zu töten, und man wird feststellen, wie erschreckend schnell einen diese Situation selbst verwandelt. Spätestens, wenn einem einer nach dem Leben trachtet, trachtet man ihm nach seinem. Da fällt alle Friedfertigkeit sehr schnell von einem ab, schneller als es einem lieb ist und schneller, als es der eigene Verstand fassen kann. Der geht dann nämlich zusammen mit der Moral in den Keller und überlässt die Regie dem Instinkt. Und der will überleben und ist dafür bereit, zu töten.

Wie schnell sich der nette Nachbar von nebenan in einen Feind verwandeln kann, zeigte sich in Europa zuletzt an den Kriegen im zerfallenden Jugoslawien.

In der Zeit dieser Kriege hat mich ein Portrait eines Fernseh-Kollegen über eine junge Scharfschützin in Sarajewo sehr beeindruckt. Die Frau ist morgens früh aufgestanden, hat ihre Kinder geweckt, gewaschen, angezogen und mit ihnen gefrühstückt. Dann hat sie sich mit einem liebevollen Kuss von ihnen verabschiedet, den Tarnanzug angezogen, das Scharfschützengewehr aus dem Schrank geholt und ist auf ein Hochhaus gestiegen. Von dort aus hat sie dann Frauen und Kinder erschossen. Als abends die Sicht zu schlecht wurde, ist sie wieder nach Hause gekommen, hat sich um die Kinder gekümmert, sie ins Bett gebracht und anschliessend Kerben in den Kolben geschnitzt. Eine für jeden "Kill". Auf die Frage, was sie sich wünschen würde, antwortete sie: "Einen Gameboy für die Kinder und ein Nachtsichtgerät für mein Gewehr."

Soviel zum Thema Verhalten von Menschen in Kriegszeiten und auch gleich zur Frage: Sind Frauen bessere Menschen.


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11.03.2022 um 11:51
@Doors
Ja, es ist absolut erschreckend wie schnell sowas geht.


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11.03.2022 um 14:13
Zitat von DoorsDoors schrieb:Da fällt alle Friedfertigkeit sehr schnell von einem ab, schneller als es einem lieb ist und schneller, als es der eigene Verstand fassen kann. Der geht dann nämlich zusammen mit der Moral in den Keller und überlässt die Regie dem Instinkt. Und der will überleben und ist dafür bereit, zu töten.
Daran habe ich keinen Zweifel, da eben viele Menschen heute sehr rücksichtslos sind.
Selbst wenn nicht, bleibt deine Ausführung unangetastet. Davon mal abgesehen brauche ich keinen Krieg um zu wissen, dass ich töten kann. Der Mensch tötet nicht nicht, weil er nicht könnte, sondern ist es die anerzogene Moral. Natürlich hat der Mensch friedfertige Seiten, aber gegenüber Menschen, denen man nicht gut gegenüber steht, besinnt man sich lieber der Moral dem Gesetz gegenüber. Klappt mal mehr und mal weniger gut.


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