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Krieg und unsere Gesellschaft

204 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krieg, Frieden, Westeuropa ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Krieg und unsere Gesellschaft

01.03.2022 um 16:08
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Sprich: Es ist in vielen Bereichen fünf nach zwölf, zehn nach zwölf
Gebe ich Dir Recht. Nur dass die Gelder für die Schulen aus den Landeshaushalten kommen, die Bundeswehr aus dem Bundeshaushalt. Daher möchte ich das ungerne miteinander vergleichen.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:fand man es auch nicht so schlimm, dass nicht viel Geld investiert wurde.
Also ich fand das schon lange sehr strange, dass unsere Finanzverwaltung das doppelte kostet als die Landesverteidigung... und man Verträge mit der NATO abschließt, und diese dann absichtlich nicht einhält.


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01.03.2022 um 16:33
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Und natürlich stehen einen Menschen immer näher die ähnlich denken und fühlen
Mir nicht, wenn darüberhinaus fremd. Das kann ich auch nicht abstellen oder bewusst steuern. Ist einfach so.

Es hat in mir auch noch nie etwas besonderes ausgelöst oder ich war noch nie mehr schockiert oder emotional berührt, wenn bei Katastrophen, egal welcher Art, extra betont wurde, dass sich auch Deutsche unter den Opfern befinden oder befinden würden. Hat in mir noch nie extra was ausgelöst.

Was anderes wäre es natürlich, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch wäre, dass sich Bekannte von mir oder noch mehr Freunde oder Familienangehörige unter den Opfern befinden könnten. Das würde in mir auch ein anderes Gefühl auslösen, aber nur Deutsche unter den Opfern nicht.

Das bedeutet nicht, dass mir deutsche Opfer oder überhaupt Opfer von Krieg, Terror, Naturkatastrophen und Unfällen emotional egal wären. Nein, sicherlich nicht. Wenn komplett unverschuldet oder vollkommen sinnlos oder es auch vermeidbare Tote und Verletzte sind bin ich da sogar besonders empfindlich, aber ich bin nicht extra emotional berührt, nur wegen bestimmter Nationalitäten, Herkünften bzw. geographischer Nähen, Religionen und kultureller Ähnlichkeiten und/oder Einheitlichkeiten und darüberhinaus aber fremde Menschen für mich.


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01.03.2022 um 16:47
Zitat von OzeanwindOzeanwind schrieb:Das sieht bei dem Krieg in der Ukraine nun anders aus, er ist "realer", bedrohlicher, weil er vor der Haustür statt findet.
Und die Berichterstattung in den Medien ist eine andere, als die während der anderen Kriege/Konflikte weltweit (Syrien, Afghanistan usw.)

24/7 nonstop ist jetzt das Thema Krieg präsent. Wer da keinen gesunden Umgang mit den Medien pflegt, für den kann das Thema auch schnell zu einer großen Bedrohung/Angst im eigenen Privatleben werden, unabhängig davon, was in dem Moment der eigentlichen Realität entspricht.
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb am 25.02.2022:Wie denkt ihr über diese Bedrohung für uns?
Ich lebe in dem Bewusstsein, dass schlimme Dinge allgemein tagtäglich passieren können.


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01.03.2022 um 17:04
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:extra betont wurde, dass sich auch Deutsche unter den Opfern befinden oder befinden würden. Hat in mir noch nie extra was ausgelöst.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Was anderes wäre es natürlich, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch wäre, dass sich Bekannte von mir oder noch mehr Freunde oder Familienangehörige unter den Opfern befinden könnten. Das würde in mir auch ein anderes Gefühl auslösen, aber nur Deutsche unter den Opfern
Wenn irgendwo etwas passiert, wo dir bewusst ist, dass dort jemand aus deinem engeren Umfeld betroffen sein könnte und es werden die Nationalitäten der Opfer genannt, und es sind darunter keine Deutschen, dann kannst du wohl davon ausgehen, dass deine Bekannten nicht darunter sind, sollten sie Deutsche sein.
Die Informationen über die Nationalitäten kann durchaus beruhigen oder beunruhigen.


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01.03.2022 um 17:10
Hier wird beschrieben wie es dazu gekommen ist und was der Werdegang Putins ist.

Der Titel.... wer steckt wirklich hinter Wladimir Putin.

Youtube: Putins Welt | Sternstunde Philosophie | SRF Kultur
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01.03.2022 um 17:25
Sorry, ich habe es in mein Handy auf youtube übersetzt angehört.
Dies finde ich leider nicht mehr auf mein Computer.
Es lohnt sich dies zu suchen.

Er soll einfach zugeben das er viele Jahre versagt hat.
Und ob er diese starke hat daran kann man zweifeln.

Es geht darum wie er seine Landsleute nicht gefödert hat wie die wirtschaft.
Er sich im grunde ausgeruht hat auf seine Rohstoffe.

Wer lust und zeit hat sollte mal suchen ich finde es nicht auf mein Computer.
Aber es sind viele Putin kenner hier, die es vielleicht auch schon so gesehen haben.
Aber die nicht so sehr auf dem laufende sind ist es mal eine gute information.


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Krieg und unsere Gesellschaft

01.03.2022 um 17:46
Wenn ich das so höre, dann ist man fast verpflichtet Russland zu helfen wenn Putin nicht mehr da ist.
Da musste sich die Welt zusammen tun..

Träume ja ich weiß.


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Krieg und unsere Gesellschaft

01.03.2022 um 17:59
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:So läuft das nicht, auch wenn jeder genetisch erstmal Mensch bleibt.

Wäre dem so einfach hatten wir diese Konflikt e nicht.

Und natürlich stehen einen Menschen immer näher die ähnlich denken und fühlen.
Ist scho Recht, Fedy. Will Dir deine Meinung gar nicht streitig machen.
Auch etwas was uns Menschen ausmacht, jeder hat seine Ansichten und das ist auch gut so.

Eigentlich hat @rhapsody3004 eh schon alles weitere dazu geschrieben.
Da sich meine Ansichten mit den seinen decken, brauch ich hier nicht auch
noch meinen Senf dazu geben.


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Krieg und unsere Gesellschaft

01.03.2022 um 20:27
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb:Es ist lang her und ich war jung, aber bedrohten diese Kriege die westliche Gesellschaft?
Und weißt "auch"?
Nein, weil sich Serbien nicht währen konnte, konnte man bequem von ferne aus bombardieren. Russland kann sich währen und wir fühlen uns bedroht. Mit Recht. Das mit Serbien ohne Atomwaffen war keine Gefahr für Westen aber löste eine humanitäre Katastrophe aus.

"Auch" habe ich geschrieben weil du Kalte Kriege ausgenommen hast. Damals war ich ja auch zu jung um etwas zu verstehen, weiss aber von Anderen wie sie gelebt haben, in ständiger Erwartung, dass ein Idiot ein Knopf drückt. Egal welcher.


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01.03.2022 um 23:31
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb am 25.02.2022:In Europa herrscht Krieg!
Das ist richtig. Ebenso ist es mir ein Bedürfnis, darüber zu sprechen.
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb am 25.02.2022:Wenn ich mir die Gesellschaft hier so anschaue, sind wir viel zu weich, sollte sich der Krieg bis Mitteleuropa ausbreiten.

"Weich" ist nicht mal negativ oder gar bösartig gemeint, sondern resultiert aus der langen Zeit in Frieden und ich wünschte mir, es würde so bleiben.
Weich sind wir bestimmt nicht. Aber auf einen Krieg sehr schlecht vorbereitet.
Da zu sparen, war ein großer Fehler, denn auch wenn lange Frieden herrscht, er kann und wird nicht ewig halten. Das funktioniert allein schon nicht aus der Tatsache, dass Frieden ohne Krieg nicht existieren kann, aber auch an der Tatsache, dass es viele Menschen gibt, die nichts Gutes tun und zu viele von denen in diversen Positionen stecken.
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb am 25.02.2022:Wir Westeuropäer sind seit 1945 weit entfernt von Kriegen oder kriegsähnlichen Zuständen
Richtig. Jedoch ist die Tatsache, dass hier bereits Krieg herrschte, Grund genug zu glauben, dass es nicht unmöglich ist.
Oft höre ich von Immigranten, dass es uns hier gut gehen würde. Hier fliegen keine Bomben, keine Granaten, keine Raketen. Nun, die Zeit hatten wir schon und etliche Leute können noch ein Lied davon singen. Die Trümmer, die DDR... Wir hatten bereits dunkle Zeiten. Auch aus der Pandemie haben einige wohl nix gelernt: egal wie "gut" es uns im Gesamten gehen mag: es heißt nicht, dass es immer so war und immer so bleibt.

Jetzt halten wir den Atem an. Wie es kommen wird, wissen wir nicht. Aber eins rechne ich mir aus: Russland steht schlecht da. Zu viele Länder unterstützen die Ukraine, zu viele Länder sanktionieren Russland. Und das russische Volk will den Krieg auch nicht. Ich denke nicht, dass Putin gewinnen wird.


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Krieg und unsere Gesellschaft

02.03.2022 um 09:44
Zitat von SelektivSelektiv schrieb:Weich sind wir bestimmt nicht.
Doch, sehe ich auch so. Halte einen nennenswerten Teil der deutschen Gesellschaft für verwöhnt und sich zu sicher bzw. anders ausgedrückt zu selbstverständlich fühlend. Möchte mich davon auch gar nicht gänzlich von ausnehmen.

Man konnte es ja bereits bei der Pandemie sehen, wie schwer es Teile der Bevölkerung mit leider notwendigen Einschnitten in ihre gewohnten Lebensumstände hatten und teilweise wurde für mich da sogar auf hohem Niveau gejammert und empfand einiges sogar nur als Luxusprobleme einer verwöhnten und übersättigten Wohlstandsgesellschaft. Und tatsächlich kamen viele jammernde Stimmen auch aus der Mittel- und Oberschicht. Also von Menschen, die sich erst seit der Pandemie in gewissen Bereichen mal etwas einschränken bzw. Verzicht üben mussten und viele davon auch nur mittelbar durch die Maßnahmen von der Pandemie betroffen waren.

Menschen, die durch die Pandemie in mehrerer Hinsicht direkt betroffen waren und sogar an der Front waren, empfand ich als überraschend still bzw. wenig jammernd. Und für diese Menschen gab in der Regel als Prioritäten auch nur Eigen- und Fremdschutz hinsichtlich Leib und Lebens und alles andere erschien unwichtig oder zumindest nicht mehr so von Bedeutung. Also kurz, die konzentrierten sich aufs Wesentliche und hatten keine Luxusprobleme wie vielleicht nicht mal dreimal im Jahr verreisen oder ins Fitnessstudio oder in die Disko oder ins Restaurant oder Shoppen nicht notwendigen Gebrauchs gehen zu können im Kopf.
Nicht mal aus Kreisen Gewerbetreibender, deren wirtschaftliche Existenz tatsächlich bedroht war, hatte ich das Gefühl, dass so viel gejammert wurde während der Pandemie, obwohl die echte Gründe zum Jammern gehabt hätten oder anders echte Sorgen und keine Luxussorgen.

Und dann die massiven Übertreibungen und ekelhaften Vergleiche mit der DDR und NS-Deutschland insbesondere aus Querdenkerkreisen erst und wie sehr sie ja hier in ihrer Freiheit eingeschränkt werden bla bla..

Was ich nur sagen will, dass für viele Menschen die Pandemie nicht nur so überraschend gekommen ist, obwohl man mit einer Pandemie eigentlich jederzeit noch mehr als mit einem Krieg rechnen muss, sondern dass vielen Menschen auch das Anpassen an neue Umstände bedingt durch die Pandemie schwer fielen und sie nicht gut damit umgehen konnten und teilweise sogar regelrecht überfordert damit schienen sich an Veränderungen anzupassen, Alternativen zu entwickeln usw., um am Ende das beste aus einer neuen Situation zu machen.

Ein Krieg Mitten in Deutschland wäre für diesen Teil der Gesellschaft wohl das Ende bzw. würden sie wohl im mehrerer Hinsicht nicht verkraften. Es würde aber hoffentlich wenigstens dazu führen, dass man endlich mal begreift, dass nichts selbstverständlich in unserem Leben ist und sich jederzeit die gewohnten in neue Umstände ändern können und dann ein Anpassen an diese neuen Umstände erforderlich ist. Zudem würde ein Krieg Mitten in Deutschland wohl auch beim letzten dazu führen, zu begreifen, dass viele verwöhnte Alltagsdinge eigentlich nebensächlich sind, wenn es um Leib und Leben geht oder darum die Freiheit tatsächlich durch einen ausländischen Aggressor und eine völkerrechtswidrige Besatzungsmacht zu verlieren als durch eine demokratische Regierung, die aufgrund von rechtmäßigen Rechtsgrundlagen wie bspw. dem Infektionsschutzgesetz Einschränkungen in nur bestimmten Grundrechtsbereichen und das auch nur zum Schutze Leib und Lebens verhängt.


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02.03.2022 um 13:43
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Doch, sehe ich auch so. Halte einen nennenswerten Teil der deutschen Gesellschaft für verwöhnt und sich zu sicher bzw. anders ausgedrückt zu selbstverständlich fühlend.
Das möchte ich auch gar nicht bestreiten. Leider ist das tatsächlich so.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Man konnte es ja bereits bei der Pandemie sehen, wie schwer es Teile der Bevölkerung mit leider notwendigen Einschnitten in ihre gewohnten Lebensumstände hatten und teilweise wurde für mich da sogar auf hohem Niveau gejammert und empfand einiges sogar nur als Luxusprobleme einer verwöhnten und übersättigten Wohlstandsgesellschaft.
Also dass Freiheiten beschnitten werden ist jetzt nichts, was jedem auch Freude machen sollte.
Egal, welche Umstände es auch sind.
Die Pandemie hat hart getroffen, besonders weil wir darauf auch so gar nicht vorbereitet waren.
Um mal ein simples Beispiel zu nennen:
Jubeln Kinder, wenn sie Hausarrest kriegen?
Wenn sie ins Zimmer geschickt werden?
Jubeln Angeklagte, wenn sie einen Monat Ersatzfreiheitsstrafen absitzen müssen oder jemand gar ein Jahr oder drei Jahre rein muss?

Dann jetzt einfach mal so beschnitten zu werden ist unfassbar.
Und das hat auch nix mit Luxusproblemen zu tun, wenn Geschäfte insolvent gehen, ihre Lebensgrundlage zugrunde geht und andere ohnehin nicht begnadete Menschen dann mit Einsamkeit und Isolation zu kämpfen haben.

Die Querdenker sind insofern zu vernachlässigen, weil sie eine Extreme darstellen, die es natürlich immer gibt, sie jedoch Gott sei Dank nicht das gesamte Volk repräsentiert. Wobei das allgemeine Volk sicherlich auch noch einiges lernen muss, weswegen ich dir im obigen Zitat auch vollkommen zustimme.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Ein Krieg Mitten in Deutschland wäre für diesen Teil der Gesellschaft wohl das Ende bzw. würden sie wohl im mehrerer Hinsicht nicht verkraften.
Wer würde denn ein Krieg schon verkraften?
Die geflohenen Menschen aus Syrien oder die Menschen in Afghanistan, die Menschen aus der Ukraine?
Ich sehe da keinen, der einen Krieg nicht mit offenen Armen empfängt.
Männer werden an der Grenze eingezogen, damit die kämpfen, obwohl diese auch lieber flüchten wollen.
Hier im Lande wird es nicht anders aussehen.
Auch hier würden wir flüchten.
Aber weil es normal ist, nicht, weil wir weich wären.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Es würde aber hoffentlich wenigstens dazu führen, dass man endlich mal begreift, dass nichts selbstverständlich in unserem Leben ist und sich jederzeit die gewohnten in neue Umstände ändern können und dann ein Anpassen an diese neuen Umstände erforderlich ist.
Ich habe da eher eine andere Hoffnung. Nämlich, dass man begreift, dass es nie eine Utopie gibt uhd egal wie gut es einem geht, es einem anderen im selben Land dennoch noch schlecht gehen kann. Wichtig war es, dass sich das gesamte Land schlecht fühlt, damit das mal wieder gespürt wird und wieder etwas mehr Menschlichkeit in die Maschine Deutschland kommt.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Zudem würde ein Krieg Mitten in Deutschland wohl auch beim letzten dazu führen, zu begreifen, dass viele verwöhnte Alltagsdinge eigentlich nebensächlich sind, wenn es um Leib und Leben geht
Das würde wohl niemals zur Debatte stehen. Wenn es um Leib und Leben geht, setzt nahezu immer der Überlebensinstinkt ein und erstmal zählt nur das Überleben. Da würde wohl keiner erstmal sein Handy laden. Aber du konzentrierst dich für meinen Geschmack da zu sehr auf die Querdenker.


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Krieg und unsere Gesellschaft

02.03.2022 um 14:26
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Es würde aber hoffentlich wenigstens dazu führen, dass man endlich mal begreift, dass nichts selbstverständlich in unserem Leben ist und sich jederzeit die gewohnten in neue Umstände ändern können und dann ein Anpassen an diese neuen Umstände erforderlich ist.
Ich denke, das wurde und wird einem nicht erst durch eine Pandemie oder einen Krieg klar. Sicher ist nur, dass nichts sicher ist. Das Leben kann sich für jede und jeden von jetzt auf gleich ändern. Unfall, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung, Tod, Wohnungslosigkeit... der Möglichkeiten sind erschreckend viele. Zumindest in meinem Bekanntenkreis ist vielen Menschen klar, dass jeden Moment das Ende des Lebens, wie es bisher war, eintreten kann. Vielleicht ist das eine Frage des Alters und der Lebenserfahrung.


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Krieg und unsere Gesellschaft

02.03.2022 um 19:29
ich musss sagen, ich sehe es gaz ähnlich wie @rhapsody3004 ...
Zitat von SelektivSelektiv schrieb:Die Pandemie hat hart getroffen, besonders weil wir darauf auch so gar nicht vorbereitet waren.
aber warum nicht? das war wohl gemeint mit selbstverständlichkeit.
man hat sich sowas nicht vorstellen können. man war gewissermaßen "verwöhnt".

es ging in der pandemkie auch häufig um planbarkeit oder planungssicherheit. das habe ich nie verstanden - bzw. es hat mich verwundert, dass so viele menschen vorher ihr leben offenbar komplett durchgeplant hatten. und sich bislang auch immer drauf verlassen konnten, dass der plan funktioniert. umso heftiger wird man dann getroffen von unsicherheit und fehlender planbarkeit. bishin zu perspektivlosigkeit. wer das nicht kannte - und das waren offenbar viele - für den war das eben eine absolut neue erfahrung. was wiederum dafür spricht, wie gut es den meisten zuvor ging.
Zitat von DoorsDoors schrieb:Ich denke, das wurde und wird einem nicht erst durch eine Pandemie oder einen Krieg klar. Sicher ist nur, dass nichts sicher ist.
siehe oben. für die meisten war und ist das scheinbar eine absolut neue erkenntnis.


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Krieg und unsere Gesellschaft

02.03.2022 um 19:36
Zitat von flufffluff schrieb:aber warum nicht? das war wohl gemeint mit selbstverständlichkeit.
man hat sich sowas nicht vorstellen können. man war gewissermaßen "verwöhnt".
Es ist nicht die Aufgabe des Volkes, sich Pläne zu überlegen, dafür wählen wir Politiker.
Wenn das Volk dann letztendlich hart getroffen wird, dann hat das erst mal nichts mit Verwöhnung zu tun, sondern mit einer bösen Überraschung.

Edit: sagen wir mal, ich schieß dir unerwartet in den Kopf. Was hat es dann damit zu tun, wie gut es dir vor diesem Schuss ging, wenn man mit dem Gedanken "Verwöhnen" spielt?
Zitat von flufffluff schrieb:es ging in der pandemkie auch häufig um planbarkeit oder planungssicherheit. das habe ich nie verstanden - bzw. es hat mich verwundert, dass so viele menschen vorher ihr leben offenbar komplett durchgeplant hatten. und sich bislang auch immer drauf verlassen konnten, dass der plan funktioniert. umso heftiger wird man dann getroffen von unsicherheit und fehlender planbarkeit. bishin zu perspektivlosigkeit. wer das nicht kannte - und das waren offenbar viele - für den war das eben eine absolut neue erfahrung. was wiederum dafür spricht, wie gut es den meisten zuvor ging.
Wenn ich dich richtig verstehe, heftest du dem "Gut gehen" etwas Negativem bei, was am besten niemals so sein sollte.
Darf ich fragen, wie dann das Leben aussehen sollte, wenn es einem nicht gut gehen darf?


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02.03.2022 um 19:59
@Selektiv

es ging ja vor allem um persönliche pläne.
auslandsjahr, abiball, urlaub ...
da hätte aber alles mögliche dazwischen kommen können.
und die wirtschaftliche planung... auch da kann immer was passieren, das alles durcheinander bringt. "verwöhnt" hatte ich ja extra in anführungszeichen gesetzt. weil es nicht wertend gemeint war. auch das "gut gehen" nicht.

ich will einfach nur sagen, wenn man es gewohnt ist, dass immer alles läuft wie geplant, ist man natürlich umso überraschter von zwischenfällen, als wenn man schon die ein oder andere gegenteilige erfahrung gemacht hat. eigentlich logisch.


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02.03.2022 um 20:11
Zitat von flufffluff schrieb:aber warum nicht? das war wohl gemeint mit selbstverständlichkeit.
man hat sich sowas nicht vorstellen können. man war gewissermaßen "verwöhnt
U.A. war das damit gemeint.

Aber auch die plötzliche Überraschung der verwöhnten Jammernden, dass hinter alltäglichen selbstverständlichen Dingen besser gesagt selbstverständlichen Dienstleistungen und Hilfen Menschen aus Fleisch und Blut stehen und alles doch nicht so selbstverständlich ist und erledigt wird, weil Menschen keine Roboter sind, sondern ausfallen oder auch an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit gelangen können.

Damit meine ich nicht nur Pflegekräfte, sondern auch Krankenpfleger, Rettungssanitäter, Verkäufer, Kassierer, LKW-Fahrer, Paketboten etc. Also all unsere im übertragenen Sinne unsichtbaren Alltagshelden, die den Laden für meist kleines lächerliches Gehalt im Vergleich zur erbringenden hohen Leistung am Laufen halten.

Es brauchte erst eine Pandemie, um bestimmte Menschen in bestimmten Berufsgruppen/Branchen sichtbar zu machen bzw. dass die Gesellschaft sie wieder sehen konnte oder sehen wollte und letztendlich auch wieder wertschätzen oder überhaupt das erste Mal im Leben wertschätzen konnte oder wollte.


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02.03.2022 um 21:27
Zitat von flufffluff schrieb:es ging ja vor allem um persönliche pläne.
auslandsjahr, abiball, urlaub ...
Auslandsjahr: wenn es ein Traum ist, der dann zerplatzt und das auf ungewisse Zeit, verstehe ich das. Tatsächlich wird kein Mensch jünger und hört auch nicht einfach auf, zu altern. Gerade am Anfang der Pandemie wurde eine jahrelange Bewältigung in Aussicht gestellt und wir können alle bestätigen, dass sich das auch so eingestellt hat.

Abiball: Ist auch nur einmal im Leben und eine Enttäuschung darüber finde ich auch nachvollziehbar.
Zitat von flufffluff schrieb:urlaub
Nee, finde, da hast du Recht. Wozu ans Meer fahren in einem schönen Hotel, wenn man auch Zuhause eingekerkert werden kann und das Sofa plattdrückt. :D Denke, dafür arbeiten viele Menschen hart mit immer geringerem Gehalt. Das ist der Traum. 😅
Zitat von flufffluff schrieb:ich will einfach nur sagen, wenn man es gewohnt ist, dass immer alles läuft wie geplant, ist man natürlich umso überraschter von zwischenfällen,
Nein, mir wurde immer gepredigt, dass es "immer anders kommt, als man denkt" und man stattdessen immer einen Plan B braucht. Die Pandemie jedoch legte einen komplette Fesseln an. Alles war dicht, alles war zu, Kontakte wurden beschränkt. Man hatte einfach keine Möglichkeiten mehr.


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Doors ehemaliges Mitglied

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03.03.2022 um 00:13
Zitat von flufffluff schrieb:es ging ja vor allem um persönliche pläne.
auslandsjahr, abiball, urlaub ...
Ja mach nur einen Plan. Sei nur ein grosses Licht! Und mach dann noch 'nen zweiten Plan. Geh'n tun sie beide nicht.
(B.Brecht)


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03.03.2022 um 00:15
Zitat von DoorsDoors schrieb:Ja mach nur einen Plan. Sei nur ein grosses Licht! Und mach dann noch 'nen zweiten Plan. Geh'n tun sie beide nicht.
(B.Brecht)
Ha!
Der ist gut, den merk ich mir.

Danke :)


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