Interested schrieb:Was heißt denn medial ausgeschlachtet?
Na, was es eben heißt. Was verstehst du daran nicht? Da ging es halt längst nicht nur um die geschäftlichen Unpässlichkeiten von Fynn sondern um die spöttische Diskreditierung seiner gesamten Person. Wasserturm, Allround-Talent, Sänger (lach) ach so netter Typ, und und und. Wenn es deiner Vorstellung von Gerechtigkeit entspricht, dass ein Fernsehteam Privatermittlungen anstellt, um eine Einzelperson zur besten Sendezeit zu überführen, dann gut. Kann ich mit leben. Dann sollte aber in einem Thread, der nicht nur für bekennende Böhmi-Ultras erschaffen wurde, Gegenstimmen ertragen werden können, die sich mit der Art und Weise der Inszenierung kritisch auseinandersetzen.
Interested schrieb:ist es sogar wichtig, darüber zu berichten und der Sache nachzugehen.
Ja, kann man natürlich so machen. Aber nicht derart herablassend, anmaßend und überheblich. Würdest du auch so machen bei einem entfernten Kumpel, wenn du natürlich ganz zufällig auf etwas stößt, was nicht mit dem Strafgesetzbuch zu vereinbaren ist? Oder würdest du ihn vielleicht einfach mal anrufen und nachfragen und ihn damit konfrontieren?
Wer versichert denn, dass die in der Sendung angegebenen Beweisführungen seriös sind? Ist Team Böhmermann neuerdings die Ermittlungsbehörde? Das ist für mich purer Sensationsjournalismus, welchen man bei der BILD immer nur zu gerne verschmäht, bei Böhmi-TV aber von den coolen Bildungsbürgern gefeiert wird. Bei Julian Reichelt konnte man das gut verfolgen... da waren sich alle, die sich selbst was wert sind schnell einig, sexuelle Belästigungen junger Frauen, Koks...
Interested schrieb:Würdest Du Dir doch bei Politkern, die sich fehlverhalten auch wünschen - dass man das aufdeckt und medial "ausschlachtet".
Politiker sind zunächst eine völlig andere Hausnummer als ein Fynn, den ich vorher nicht mal kannte. Das private Eskapaden von Politikern ausgeschlachtet werden, geht mir persönlich aber auch oft viel zu weit.
Interested schrieb:Die bloße Berichterstattung zu den Vorfällen als Ausschlachten zu bezeichnen, finde ich schon etwas strange. Sonst wollen doch alle Transparenz und Backgroundinfos zu den Umständen. Hier sind sie - da verstehe ich die Kritik jetzt nicht wirklich.
Kannst du ja "strange" finden wie du willst. Wenn du den Unterschied zwischen der Aufdeckung von Machenschaften, die als System wirken, nicht von einem persönlich motivierten Rachefeldzug a la Pocher gegen eine Person, die fast niemand kannte, nicht unterscheiden kannst, bitte... Was ist denn der sensationelle Mehrwert an der Story? Das einer beschissen hat, der sich sonst das Fair- Trade-Siegel selbst auf die Stirn gepinselt hat? Unglaublich sensationell...
Interested schrieb:Es ist nicht so, dass irgendjemand Fynn Kliemann etwas "getan" hat - anders rum war's. Das darf man durchaus bewerten.
Wie oft noch? Natürlich trägt Fynn alleine die Verantwortung. Mir geht es hier um die Inszenierung.