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Außenseiter, Mobbingopfer

68 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gewalt, Entwicklung, Mobbing ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Außenseiter, Mobbingopfer

22.06.2022 um 15:35
Zitat von DwarfDwarf schrieb:Wie soll das Kind lernen das man nicht mit Steinen auf andere Menschen wirft, wenn die Mutter es ihm nicht beibringt?
Ich denke, zu viel Laissez-faire in der Erziehung hat am Ende den gegenteiligen Effekt, weil die Kinder nicht lernen, die Grenzen anderer zu akzeptieren und zu respektieren.

Da ich keine Kinder habe, kann ich keine Erfahrungen zum Thema Erziehung beisteuern, aber ich stelle es mir oft eine schwierige Gratwanderung vor zwischen einer gewissen Strenge und dem Wohlbefinden der Kinder.


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Außenseiter, Mobbingopfer

22.06.2022 um 15:37
Zitat von DwarfDwarf schrieb:Ja, das kommt auch noch hinzu. Eltern die selbst andere Menschen mobben und die ihren Kindern dieses Fehlverhalten soz
Und das muss nicht mal Mobbing von den Eltern sein, ein User hatte schon recht, dass nicht alles auch gleich unter Mobbing fallen muss, sondern könnte den Kindern vorgelebtes (Fehl)Verhalten, wozu auch schon fragwürdige bzw. unmoralische Aufforderungen oder Bitten oder ein immer wieder den Kindern gegenüber fragwürdig gepredigtes Weltbild zählen können, auch dazu führen, dass die Kinder dann nicht nur andere Kinder in der Schule aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht nur ausgrenzen, sondern auch Verhalten an den Tag legen, welches unter richtiges Mobbing fallen würde.


Kurz:
Eltern selbst müssen nicht mal andere mobben. Aber fragwürdige Erziehungen können (können-nicht müssen) dazu führen, dass die Kinder andere Kinder ernsthaft mobben und sie auch im späteren Erwachsenleben nicht damit aufhören, wenn man sie als Kinder ohne ihnen Grenzen aufgezeigt zu haben gewähren ließ.


Ps.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Das würde die Schläger zwar weder gänzlich moralisch und rechtlich schon gar nicht von ihrer Schuld freisprechen, aber die Konsequenz, Strafe bspw. könnte niedriger für die Schläger ausfallen.
Das Beispiel in meinem letzten Beitrag galt selbstverständlich für Schüler ab 14 Jahren.


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Außenseiter, Mobbingopfer

22.06.2022 um 15:56
Zitat von martenotmartenot schrieb:Da ich keine Kinder habe, kann ich keine Erfahrungen zum Thema Erziehung beisteuern, aber ich stelle es mir oft eine schwierige Gratwanderung vor zwischen einer gewissen Strenge und dem Wohlbefinden der Kinder.
So schwierig ist das nicht, du merkst ja wie dein Kind reagiert. Das erzieht dich am Ende genauso wie du das Kind.


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Außenseiter, Mobbingopfer

22.06.2022 um 16:03
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Eltern selbst müssen nicht mal andere mobben. Aber fragwürdige Erziehungen können (können-nicht müssen) dazu führen, dass die Kinder andere Kinder ernsthaft mobben und sie auch im späteren Erwachsenleben nicht damit aufhören, wenn man sie als Kinder ohne ihnen Grenzen aufgezeigt zu haben gewähren ließ.
Wer ein durchaus realistisches und auch tatsächlich vorkommendes Beispiel haben möchte, dem stelle ich nur die Frage, was es aus Kindern im Einzelfall machen könnte, was das für Folgen im schlimmsten Fall fürs ganze Leben haben könnte, wenn Eltern ohne selbst andere zu mobben ihren Kindern ständig predigen würden, sich bitte von Ausländern, auch ausländischen Kindern, fernzuhalten, weil...hier kann man sich jetzt die dollsten Generalverdachte und andere nicht sachliche- und nachvollziehbare Gründen vorstellen.

Oder anderes, wie vorhin schon mal erwähnt, und soll auch schon mal vorgekommen sein, wenn Eltern ihren Kindern verbieten würden, sich mit Sozialschwächeren unabhängig der Ethnie und Nationalität abzugeben und weil diese kein Umgang seien und eh alle nur asozial sind/wären.

Das könnte ein Kind im Einzelfall auch negativ prägen und daraus könnte auch richtiges Mobbing werden. Ein Kind mobbt ein anderes Kind bspw. nur deshalb, weil es sich keine teuren Markenklamotten leisten kann. Das deswegen gemobbt wird, ist sogar längst bekannt, auch an Gymnasien. Nur wer alles daran seinen Anteil hatte, das wegen sowas sogar gemobbt wird, ist nicht immer klar. Eine Mitschuld wegen fragwürdiger beigebrachter Werte bspw. könnten die Eltern des Mobbers haben, aber auch nicht. Eltern haben auch nicht immer Einfluss auf ihr Kind oder es in der Hand, wie sich das eigene Kind entwickelt oder anderen gegenüber verhält. Freundeskreis kann auch großen Anteil haben.

Aber selbst nur ärmere Kinder auszugrenzen, nur weil sie arm sind, wäre auch ohne richtiges Mobbing schon schlimm genug.


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Außenseiter, Mobbingopfer

22.06.2022 um 23:05
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich denke, zu viel Laissez-faire in der Erziehung hat am Ende den gegenteiligen Effekt, weil die Kinder nicht lernen, die Grenzen anderer zu akzeptieren und zu respektieren.
Sehe ich ebenso.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Da ich keine Kinder habe, kann ich keine Erfahrungen zum Thema Erziehung beisteuern, aber ich stelle es mir oft eine schwierige Gratwanderung vor zwischen einer gewissen Strenge und dem Wohlbefinden der Kinder.
Man muss ja gar nicht sehr streng sein. Ich bin auch kein Fan von einer autoritären Erziehung. Man kann seinem Kind aber auch ohne die Androhung von Strafen und kindgerecht erklären, dass ein bestimmtes Verhalten nicht erwünscht ist und warum das so ist.


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Außenseiter, Mobbingopfer

26.07.2022 um 19:59
..

Grüß Dich..
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb am 22.06.2022:Aber kaum jemand ist wirklich "böse". Das meiste sind Ergebnisse komplexer Entwicklungen und gerade beim Mobbing wird eben das Leid des anderen eher verleugnet (wie Du es aufgedröselt hast). Die Täter leben gar nicht in dem Maß eine Boshaftigkeit aus, wie es die Opfer empfinden.
Ich sehe es wie Du, dass "böse" etwas Inkonsistentes darstellt, das sehr stark von der Perspektive abhängt, von der aus es betrachtet wird. Auch die Maßstäbe, die angelegt werden, sind ein schwieriges Thema, finde ich. Der Eine leidet bereits in erheblichen Maße, wenn seine Kollegen ihn kollektiv nicht mehr grüßen, einen Anderen interessiert das gar nicht groß. Das ist ja auch das Diffizile, einen schwammigen Begriff (iSv nicht scharf einzugrenzendem Geschehen), so zu definieren, dass er in einer Form Anwendung finden kann, die den unterschiedlichen Gegebenheiten "gerecht wird" / werden kann. Bereits daran scheitert es ja bereits häufig und ein "gerechtes" Urteil wird sich vermutlich für keinen der Beteiligen auch gerecht anfühlen.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb am 22.06.2022:Das hilft aber dem Opfer nichts. Weil es das in dem Moment ja als böse wahr nimmt und es objektiv leidet. Was dem Opfer helfen würde, wäre eine frühzeitige Deeskalation der Lage. Dazu sind aber meist weder Opfer noch Täter in der Lage, der Effekt ist eher selbstverstärkend.
Ich würde die Herangehensweise etwas anders gestalten wollen, weil ich zu dem Zitierten ebenfalls Deiner Ansicht bin, nämlich, dass das Ganze sich quasi hochschaukelt. Das bedeutet, die Anlagen dazu finden sich in beiden Seiten verwurzelt. An diese Wurzel müsste man ran, meiner Ansicht nach.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb am 22.06.2022:Bleibt also die Frage, wie man das Umfeld sensibilisieren kann. Was sind die Anzeichen, die man als Trigger braucht, um als dritte Partei die Situation zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Hm. Siehst Du hier eher die Umwelt in Pflicht und Wirksamkeit? Ich bin darin zwiegespalten. Natürlich ist eine möglichst objektive, vermittelnde und damit deeskalierende, externe Instanz sicherlich hilfreich. Indes, das eigentliche Problem wird dadurch oft nicht nachhaltig gelöst, sondern höchstens in dem betreffenden Fall "zerstreut". Die Anlagen, die eigentlich wirksamen inneren Zustände / inhärenten Triebkräfte (zu finden tief in "Opfer" und "Täter(n)"), die erst zu dieser Mobbingsituation und Konstellation geführt haben, sind dadurch mE nicht beseitigt. Meint, die Mobber werden sich ggf. einen Anderen suchen und ihre Triebkräfte dort abarbeiten; und der Gemobbte wird ggf., aufgrund seiner Konstitution, dann an andere Mobber geraten.

Ich persönlich glaube, dass die Lösung tiefer greifen müsste.

LG Mina


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Außenseiter, Mobbingopfer

26.07.2022 um 20:48
Zitat von MarinaG.MarinaG. schrieb:Siehst Du hier eher die Umwelt in Pflicht und Wirksamkeit? Ich bin darin zwiegespalten. Natürlich ist eine möglichst objektive, vermittelnde und damit deeskalierende, externe Instanz sicherlich hilfreich
Ich bin zwar nicht gemeint gewesen, aber natürlich. Je nach Fall und möglichst objektiver einschätzbarer Sachlage von Dritten oder sogar je nach unmittelbaren Tatsachen, haben unbeteiligte Bekannte als auch fremde Personen auf jeden Fall eine Verantwortung zumindest im moralisch-ethischen Sinne. Und je nachdem (kommt darauf an) sogar auch eine rechtliche Verpflichtung einen Konflikt als Oberbegriff nicht noch weiter eskalieren zu lassen.

Das dafür manchmal Feingefühl und Diskretion gefragt ist, ist aber auch klar. Denn wenn nicht könnte es je nach Fall einen Konflikt noch schlimmer machen. Insbesondere für das Mobbingopfer. Das Wegsehen und die egoistische Einstellung zu vertreten geht mich/uns eh nichts allerdings auch. Je nach Fall kann das noch mehr Leid auf verschiedene Weise für ein Opfer bedeuten.

Das Schlimmste in meiner Vorstellung, was Mobbingopfer erfahren könnten, wäre auf eine egoistische Ellbogengesellschaft zu treffen, in der Jeder sowohl Kennende als auch Fremde nur der Nächste ist/wäre und nach ihnen die Sintflut - und das gilt für den öffentlichen Raum, halböffentlichen/privatöffentlichen- aber auch privaten Raum.

Ps.
Das gilt übrigens nicht nur speziell für Mobbingopfer.


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Außenseiter, Mobbingopfer

26.07.2022 um 22:31
Das erniedrigenste, was iche erlebt habe, dass ein eheamliger Arzt einer Psychiatrie mir vorwarf, dass ich nicht gemobbt wurde, er sagte mir und in meiner Abwesenheit meinen Eltern ins Gesicht, dass er nicht davon ausgehe, obwohl sogar meine Eltern diese Diskriminierung in der Schule auch durch die ehemalige Schulleiterin mitbekommen haben, die mir Dinge unterstellte und mich grundlos anschrie etc
All das Erlebte wog damals sehr schwer und als ich einen zweiten Suizidversuch schwer verletzt überlebte sagte er meinen Eltern ins Gesicht, dass ich wahrscheinlich nur etwas vortäuschen will, man muss sich vorstellen, dass ich während er das sagte im OP um mein Leben kämpfe durch viele Knochenbrüche und inneren Verletzungen(Sturz aus 8 Meter höhe).

Das dumme Gerede von Kindern oder Jugendlichen ging mir nicht nahe aber warum auch Erwachsene wie einige Lehrer mitmobbten habe ich bis heute nicht verstanden und das machte mir lange zu schaffen, da ich vorher eigentlich zu den meisten Erwachsenen eine andere Sicht hatte, vielleicht wollten die Lehrer auch selbst nicht gemobbt werden und machten diese Bemerkungen deshalb vor der Klasse oder als ich an die Tafel musste.


Zu dem oben besagten Arzt, der war selbst so krank, dass er offiziell auf seiner Station depressiven und anderen kranken Menschen "gelbe und rote Karten" gab für Fehlverhalten, die schrieb er in die Akte und wenn jemand 2 Fehler machte und "rot" bekam wurde dieser aus der Station geworfen. Für ihnen waren solche Dinge, wenn jemand zu spät zum Frühsport kam oder sonstige Nichtigkeiten.
Das ging sogar soweit dass er akut suizidale Patienten aus dem Krankenhaus warf, den Fall den ich erlebte verstand es in seiner Weise nicht aber musste heim, er sagte auch dass er schlimme gedanken hat etc

Ich bin heute nur froh, dass der besagte Arzt dort nicht mehr arbeitet, wie er die Patienten schickaniert hat war einfach abartig und er schien sich in seinen lauten Schreireden und Belehrungen sehr gut zu gefallen andere, schwächere Menschen runterzumachen.


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