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Das Thema mit der Diversität (Vielfalt)

145 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Religion, Islam, Sexualität ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Thema mit der Diversität (Vielfalt)

07.11.2023 um 10:17
Zitat von DoorsDoors schrieb:Niemand traut sich mehr, etwas gegen Nigger, Fidschis, Kanacken, Zigeuner, Jidden, Krüppel oder Schwule* zu sagen oder deren Ausrottung betreiben zu wollen.
die frage, die ich mir stelle ist, warum es Menschen gibt, die diese Menschengruppen diskriminieren oder sogar ausrotten wollen.
Ob es in der Vergangenheit so war oder auch noch heute von manchen gewollt ist.

Wie viele schreien aktuell über den Islam in Deutschland auf. In den 60er Jahren, als haufenweise Gastarbeiter*innen aus der Türkei hierher gekommen sind, diese Land mit aufgebaut haben, billige Arbeitskräfte waren und die Wirtschaft angekurbelt haben, hat keiner was gegen die Muslime gesagt.

Woher kommt dieses Gedankengut.


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07.11.2023 um 10:24
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:die frage, die ich mir stelle ist, warum es Menschen gibt, die diese Menschengruppen diskriminieren oder sogar ausrotten wollen.
Diese Frage stelle ich mir schon sehr lange. Bei manchen Menschen scheint da eine tiefsitzende Abneigung zu bestehen, die mit rationalem Denken kaum zu überwinden ist.


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07.11.2023 um 10:27
Zitat von martenotmartenot schrieb:Bei manchen Menschen scheint da eine tiefsitzende Abneigung zu bestehen, die mit rationalem Denken kaum zu überwinden ist.
Ich kann es ja irgendwo verstehen, wenn ein Kind von einem Schwarzen Mann zusammengehauen wird und im laufe seines Lebens eine Abneigung gegen Black People entwickelt. Das ist nachvollziehbar.

Aber die meisten Menschen, die Hass schieben haben einfach keine direkten schlechten Erfahrungen gemacht.


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07.11.2023 um 10:30
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:Ich kann es ja irgendwo verstehen, wenn ein Kind von einem Schwarzen Mann zusammengehauen wird und im laufe seines Lebens eine Abneigung gegen Black People entwickelt. Das ist nachvollziehbar.
Das dürfte aber zumindest in Deutschland bzw. Mitteleuropa eher selten vorkommen, das heißt, wenn so eine Prägung stattfindet, ist sie so selten, dass es nicht zu relevanten Auswirkungen auf die Gesellschaft kommen dürfte. Ich denke, rein statistisch gesehen werden Kinder wahrscheinlich überwiegend von weißen Männern (und Frauen) geschlagen, falls sie geschlagen werden.


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07.11.2023 um 10:37
Zitat von martenotmartenot schrieb:Diese Frage stelle ich mir schon sehr lange. Bei manchen Menschen scheint da eine tiefsitzende Abneigung zu bestehen, die mit rationalem Denken kaum zu überwinden ist.
Ich denke das baut auf der völlig normalen (und am Ende sogar rationalen) Xenophobie auf, wie sie hier beschrieben wird: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/xenophobie/71229

Die Scheu vor dem Fremden ist erstmal nichts Negatives. Aber daraus kann sich eben Hass entwickelt oder sogar eine Ideologie wie der Rassismus gespeist werden.


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07.11.2023 um 10:54
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:Ich kann es ja irgendwo verstehen, wenn ein Kind von einem Schwarzen Mann zusammengehauen wird und im laufe seines Lebens eine Abneigung gegen Black People entwickelt. Das ist nachvollziehbar.

Aber die meisten Menschen, die Hass schieben haben einfach keine direkten schlechten Erfahrungen gemacht.
und auch wenn, man macht eine Erfahrung mit EINER Person. Wieso sollte man das auf die Gruppe übertragen? Wenn ein Kind von jemandem zusammengehauen wird, könnte es ja auch ein Schwarzes Kind sein....Du schreibst so selbstverständlich Kind, meinst offensichtlich ein nicht Schwarzes Kind, das allein ist schon bemerkenswert, denn beim Täter legst Du dann Wert darauf zu sagen, dass dieser eine Schwarze Person war.

Da fängt doch das eigentliche Problem schon an.


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Doors ehemaliges Mitglied

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07.11.2023 um 12:00
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:hat keiner was gegen die Muslime gesagt.
Oh, leider doch. Auch damals schlugen "GastarbeiterInnen" schon Verachtung und Hass entgegen. Das bezog sich auf "gutkatholische" ItalienerInnen, PortugiesInnen und SpanierInnen ebenso wie auf Menschen muslimischen Glaubens aus der Türkei und Nordafrika. Daran kann ich mich noch gut erinnern. Es ist keinesfalls so, dass die Generation der Mörder und HelfershelferInnen anderen gegenüber toleranter gewesen wären.


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07.11.2023 um 12:03
Zitat von DoorsDoors schrieb:Das bezog sich auf "gutkatholische" ItalienerInnen, PortugiesInnen und SpanierInnen ebenso
Ich erinnere mich noch, dass es auch Abneigungen gegen Italiener gab. Zu den üblichen Vorurteilen gehörten Sachen wie unordentlich, Mafia, kleinkriminell, essen komisches Zeug (Spaghetti, Pizza und Co galten zu meiner Kindheit noch als ungenießbar), etc.


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07.11.2023 um 12:16
Wie ... Spaghettifresser ist kein Kompliment ;)
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich denke das baut auf der völlig normalen (und am Ende sogar rationalen) Xenophobie auf, wie sie hier beschrieben wird: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/xenophobie/71229
Ich würde einen Schritt zurück gehen.

Viele Menschen stören sich an der "Verkomplizierung".
Jedem alles Recht machen, bedeutet eben zusammen mit Männlein und Weiblein noch Sternchen und Glottisschlag usw ...

Und das wollen viele nicht. Dabei geht es nicht um die Diskriminierung der einzelnen Gruppen, sondern dem eingeforderten Aufwand, der in Ihrer Meinung nach nicht im Verhältnis zum Nutzen steht.

Natürlich ist das diskriminierend, aber wir diskriminieren jeden Tag. Wer denkt denn immer an alle und geht es nicht auch eine Ebene tiefer noch mehr zu differenzieren ??

Und da sind wir beim Thema: Muss jeder sichtbar sein, damit er nicht diskriminiert wird ??


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07.11.2023 um 12:20
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Und da sind wir beim Thema: Muss jeder sichtbar sein, damit er nicht diskriminiert wird ??
Man sollte sich aber auch ruhig mal hinterfragen, ob man selbst auch gern unsichtbar ist bzw. bleibt mit seiner eigenen Thematik, die ihm/ihr wichtig ist? Ich denke, dass viele Menschen sich einer Gruppe, einem Problem oder einer Thematik zugehörig fühlen, bei der sie sich zu wenig gesehen und gehört fühlen. Und eigentlich müsste man auch bei sich selbst wahrnehmen, dass es unangenehm sein kann, wenn man sich unsichtbar bzw. nicht gehört oder gesehen, also ignoriert fühlt.


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07.11.2023 um 13:09
Zitat von martenotmartenot schrieb:Man sollte sich aber auch ruhig mal hinterfragen, ob man selbst auch gern unsichtbar ist bzw. bleibt mit seiner eigenen Thematik, die ihm/ihr wichtig ist? Ich denke, dass viele Menschen sich einer Gruppe, einem Problem oder einer Thematik zugehörig fühlen, bei der sie sich zu wenig gesehen und gehört fühlen. Und eigentlich müsste man auch bei sich selbst wahrnehmen, dass es unangenehm sein kann, wenn man sich unsichtbar bzw. nicht gehört oder gesehen, also ignoriert fühlt.
Könntest du mal Beispiele nennen und wie das Anliegen im Alltag umsetzbar wäre?

Ich denk, viel wichtiger als das "gehört fühlen" ist, das man für die Probleme anderer offen ist, obwohl es auch sicher Menschen gibt, die lieber in der Anonymität leben und kein Aufhebens um die eigene Person wünschen.


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07.11.2023 um 13:22
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Und das wollen viele nicht. Dabei geht es nicht um die Diskriminierung der einzelnen Gruppen, sondern dem eingeforderten Aufwand, der in Ihrer Meinung nach nicht im Verhältnis zum Nutzen steht.
Den Aufwand reden sich manche - und gar nicht mal die Menschen die es betrifft - aber herbei.
Schönes Beispiel: Toiletten. Manche "labern" da etwas für Toiletten für zehn Geschlechter. Wer fordert die denn ernsthaft?

Es ist doch grundsätzlich so: Menschen müssen ihrem Ausscheidungsbedürfnis nachgehen und sollten nicht dadurch, bei Toilette "Herren" und "Damen" mitunter gleichermaßen (ja, kommt vor!) abgewiesen werden.
Mein Arbeitgeber hat das ganz pragmatisch gelöst: Toiletten im 1. Stock sind nachwievor geschlechtsgetrennt, Toiletten im ersten Stock sind "all-gender", für jeden. Mittlerweile sind da mehr "all-gender" als geschlechtsgetrennte da es den meisten Leuten egal ist wer da vor ihnen auf der Kloschüssel saß und man lieber ein freies Klo nutzt anstatt beim "richtigen" anzustehen.


(Arbeitgeber mit Menschen aus gut 40 Nationen, viele keine Deutschmuttersprachler oder mit geringen Deutschkenntnissen, viele mit Visa hier. Dass Menschen nicht zwingend einen Partner des gegenteiligen Geschlechts haben, dass Menschen sich nicht bei "sie" oder "er" wiederfinden oder sich anders kleiden als es das Geschlecht vermutet ist hier ziemlich üblich. Dass Menschen nicht christlich oder atheistisch sind ebenso.
Ein pragmatischer Umgang hilft oft:
Wenn jemand ein Gebäck oder sonstige Speise hinstellt weil in seine Heimatland, seiner Kultur gerade Fest X ist heißt das nicht dass derjenige missioniert. Wenn jemand ein Figürchen auf dem Schreibtisch hat ist es egal ob das ein kleiner Schrein oder eine Ü-Ei-Figur ist. Wenn jemand statt "he" oder "she" (Arbeitssprache Englisch) "they" bevorzugt kann man sich das merken - wer sich merken kann dass man den Michael mit Michi abkürzt aber Alexander bloß nicht Alex genannt werden will oder dass Frau Schmidt nach Heirat Frau Müller ist kann auch das. Die Frage eines Kollegen ob die Weihnachtsfeier eine geschlossene Veranstaltung für Christen ist oder man auch ansonsten dazukommen darf ist eine normale Frage und kein Angriff - man lernt aus dem Missverständnis und schreibt nächstes Jahr ggf. dazu dass das keine religiöse Feier ist.
Mein Vorgesetzter, männlich, kleidet sich gerne feminin und dürfte optisch zumeist als Frau eingeschätzt werden. Na und? Was sollte daran stören? Wer sich merken kann dass Herr X so-und-so aussieht kann sich auch merken dass das Herr Y ist.
Finde es hier, wie bei vorherigen ähnlichen Arbeitgeber, sehr angenehm weil man einfach pragmatisch mit Dingen umgeht anstatt alles sofort als Aufwand zu sehen (ist denn "they" aufwendiger als "nicht Alex sagen"?) oder Negatives zu unterstellen.)
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich erinnere mich noch, dass es auch Abneigungen gegen Italiener gab. Zu den üblichen Vorurteilen gehörten Sachen wie unordentlich, Mafia, kleinkriminell, essen komisches Zeug (Spaghetti, Pizza und Co galten zu meiner Kindheit noch als ungenießbar), etc.
Teils immer noch zu finden. Oder gegen Kroaten.
Ein ehemaliger Kollege mit dem ich näher zusammenarbeitet, und den ich somit auch mal in Privatgesprächen erwähnte ist Kroate. Meine Verwandte: "[Name]? Wo kommt der denn her?" - "Er ist Kroate." Es hagelte Warnungen die in die Richtungen gingen: bestimmt kleinkriminell, der klaut :(


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07.11.2023 um 13:28
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Finde es hier, wie bei vorherigen ähnlichen Arbeitgeber, sehr angenehm weil man einfach pragmatisch mit Dingen umgeht anstatt alles sofort als Aufwand zu sehen
Ist bei uns auch so. Soweit ich mitbekomme, kann eigentlich jeder so sein, wie er/sie will. Einer meiner Kollegen ist auch männlich, kleidet sich aber feminin (keine Röcke, aber insgesamt feminines Outfit, oft mit blusenartigen Oberteilen). Außerdem haben wir seit jeher relativ viele Homosexuelle im Team (in den ersten Jahren war auch mein damaliger Chef schwul gewesen).
Bei uns fällt das nicht groß auf bzw. man nimmt das eben so hin, nach dem Motto "chacun à son goût" oder "jeder ist so, wie er ist". Das ist überhaupt kein Aufwand und erfordert nur ein wenig persönlicher Akzeptanz und "Über den Tellerrand blicken".


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07.11.2023 um 13:41
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ist bei uns auch so. Soweit ich mitbekomme, kann eigentlich jeder so sein, wie er/sie will. Einer meiner Kollegen ist auch männlich, kleidet sich aber feminin (keine Röcke, aber insgesamt feminines Outfit, oft mit blusenartigen Oberteilen). Außerdem haben wir seit jeher relativ viele Homosexuelle im Team (in den ersten Jahren war auch mein damaliger Chef schwul gewesen).
Bei uns fällt das nicht groß auf bzw. man nimmt das eben so hin, nach dem Motto "chacun à son goût" oder "jeder ist so, wie er ist". Das ist überhaupt kein Aufwand und erfordert nur ein wenig persönlicher Akzeptanz und "Über den Tellerrand blicken".
Exakt. Die Kleidungsauswahl (sofern sie nicht die Sicherheit beeinträchtigt, aber das betrifft ja nicht nur den Herren der einen Rock und lange Haare tragen möchte sondern genauso entsprechende Frau) ist Privatsache. Wenn z.B. das Tragen von Lippenstift, Röcken, ... grundsätzlich mit der Tätigkeit zu vereinbaren ist ist es egal wer sie trägt. Anders herum: Aus Sicherheitsgründen darf es selbstverständlich auch keine lockereren Regeln je nach Geschlecht geben. Somit eben gerade keine Sonderregeln.
Auch mit anderem: Ob jemand seine Pause zum Essen, Spazierengehen, Beten, Lockerungsübungen machen oder Meditieren nutzt ist egal. Die Pausenzeiten werden erfasst.

Den hohen vermuteten Aufwand, den machen sich m.E. die Leute - eben jene die es selbst gar nicht betrifft - schon selber. Angefangen mit "ja, was soll man jetzt da sagen", "wer von denen ist denn der Mann/ die Frau?".


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07.11.2023 um 13:48
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und auch wenn, man macht eine Erfahrung mit EINER Person. Wieso sollte man das auf die Gruppe übertragen?
Da gebe ich dir natürlich Recht. Es ist auch nicht richtig, eine Erfahrung auf eine ganze Gruppe von Menschen zu beziehen. Ich wollte nur verdeutlichen, dass es aber irgendwo nachvollziehbar wäre, wenn es auch von dem Menschen unreflektiert ist.


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07.11.2023 um 13:52
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:Ich wollte nur verdeutlichen, dass es aber irgendwo nachvollziehbar wäre, wenn es auch von dem Menschen unreflektiert ist.
Andererseits: wenn ich beispielsweise die meisten Vorfälle, in denen mir jemand etwas Negatives angetan hatte, generalisieren würde, dann hätte ich inzwischen ein ganzes Bündel an Ressentiments angesammelt. Aber ehrlich gesagt, in aller Regel waren es Einzelpersonen gewesen, und ich hatte keinen Anlass gesehen, daraus eine gruppenbezogene Abneigung zu entwickeln.


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07.11.2023 um 13:53
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Die Kleidungsauswahl (sofern sie nicht die Sicherheit beeinträchtigt, aber das betrifft ja nicht nur den Herren der einen Rock und lange Haare tragen möchte sondern genauso entsprechende Frau) ist Privatsache.
Bezogen auf den Sicherheitsaspekt gebe ich dir auf jeden Fall Recht. In einer Werkstatt muss einfach jeder Sicherheitskleidung tragen. Oder der Schmuck muss abgelegt werden.

Ich erlebe aber oft auch noch eine andere Sache. Ich arbeite z.B. als Sozialarbeiterin im öffentlichen Dienst. An mich wird tatsächlich die Anforderung gestellt mich "züchtig" zu kleiden, denn ich könnte bei Klienten ja bestimmte Gefühle auslösen, die sie für sich nicht einordnen können. Oft komme ich an dem Punkt jedoch nicht weiter, wenn ich sage, dass es auch in Ordnung ist, wenn ich mal kurze Röcke trage. Meine Klienten sind Erwachsen und müssen ihre Gefühle für sich einordnen.


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07.11.2023 um 13:54
Zitat von martenotmartenot schrieb:wenn ich beispielsweise die meisten Vorfälle, in denen mir jemand etwas Negatives angetan hatte, generalisieren würde, dann hätte ich inzwischen ein ganzes Bündel an Ressentiments angesammelt.
würde ich das so auch machen, müsste ich in einer einsamen Hütte im Wald leben.


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07.11.2023 um 13:57
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:würde ich das so auch machen, müsste ich in einer einsamen Hütte im Wald leben.
Ja eben. Wenn man aus jedem Vorfall eine Abneigung gegen eine größere Gruppe ableiten würde, würde man irgendwann gegen fast alle Menschen eine Abneigung entwickeln. Das wäre irgendwie unsinnig und kontraproduktiv.


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07.11.2023 um 14:03
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:Bezogen auf den Sicherheitsaspekt gebe ich dir auf jeden Fall Recht. In einer Werkstatt muss einfach jeder Sicherheitskleidung tragen. Oder der Schmuck muss abgelegt werden.
Und das betrifft klar jeden.
Wenn Herr X baumelnde Ketten trägt ist das kein zusätzliches Problem - die hat nämlich jeder abzulegen, auch Frau Y.
Wenn man in der Werkstatt Lippenstift tragen darf, darf diesen selbstverständlich auch Herr X tragen.
Wie sich Herr X und Frau Y anziehen hat, sofern den Sicherheitsbestimmungen gefolgt wird, niemanden etwas anzugehen. Mir kann die Kleidung und sonstige Aufmachung gefallen oder nicht (ich würde mir z.B. auch als Frau, die ich bin, keinen Lippenstift auftragen und keinen Rock anziehen), ob diese getragen wird geht mich aber nichts an.
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:Ich erlebe aber oft auch noch eine andere Sache. Ich arbeite z.B. als Sozialarbeiterin im öffentlichen Dienst. An mich wird tatsächlich die Anforderung gestellt mich "züchtig" zu kleiden, denn ich könnte bei Klienten ja bestimmte Gefühle auslösen, die sie für sich nicht einordnen können. Oft komme ich an dem Punkt jedoch nicht weiter, wenn ich sage, dass es auch in Ordnung ist, wenn ich mal kurze Röcke trage. Meine Klienten sind Erwachsen und müssen ihre Gefühle für sich einordnen.
Meine Zustimmung.
Nebst: Kleidung die für Menschen des einen Geschlechts in Ordnung ist (beispielsweise: genügt den Sicherheitsbestimmungen, oder ist die Berufskleidung in einem Restaurant) kann nicht Menschen des anderen Geschlechts untersagt werden.

(In deinem Beispiel finde ich v.a. die Begründung mit den "bestimmten Gefühlen" nicht in Ordnung. Bestimmte Vorgaben zu Kleidungsstilen bestehen in bestimmten Berufen - Klassiker wäre da z.B. als Bankangestellter -, hier dürfte z.B. meine übliche Kleidung (Cargohose und Kapuzenpullover oder einfaches (Männer-)T-Shirt) nicht gut ankommen. Mir ist es auch klar dass es zu bestimmten beruflichen Anlässen besser ist von dieser Kleidung zum Hosenanzug zu wechseln. Soll aber wirklich nicht wie oben begründet werden.)


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