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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

271 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Telefon, Arzt, Krankschreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 07:04
Zitat von nairobinairobi schrieb:Bei uns
Zitat von nairobinairobi schrieb:Bei Angestellten ja.
Dann bist Du Beamter – besser dazuschreiben, denn da gelten andere Regelungen. So verwirrt das nur.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 07:05
Die Idee finde ich grundlegend nicht schlecht. Bevor man in der Praxis andere ansteckt oder sich noch weitere Krankheiten holt, ist das eine echte Verbesserung. Mein Hausarzt kombiniert das mit einer Videosprechstunde, finde ich gut. Dabei wird vieles angesprochen und erörtert, gegebenenfalls auch ein Vor Ort Termin gemacht, sollte dieser dann doch nötig sein. Insgesamt hat sich dahin die Wartezeit in der Tat ziemlich verkürzt im Vergleich mit früher und sollten doch einmal 2 bis 3 weitere Patienten mit da sitzen, ist das nun echt viel. Vorher war immer alles überfüllt.

Natürlich besteht auch irgendwo die Chance eines Missbrauchs, aber mal ehrlich, das war vorher doch schon genauso. Und wird es sicher auch weiter geben.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 07:05
Zitat von soomasooma schrieb:Inzwischen ruft der Arbeitgeber die Daten online ab
Ja, bei gesetzlich versicherten. Privat versicherte müssen weiterhin den Schein bringen.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 07:06
Zitat von AniaraAniara schrieb:Ja, bei gesetzlich versicherten. Privat versicherte müssen weiterhin den Schein bringen.
Und die. Aber war von denen die Rede?


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 07:53
Also ich bin bei dem Thema wirklich zwiegespalten. Ich finde das Argument, dass sich bei ausbleibender Lohnfortzahlung Mitarbeiter zur Arbeit quälen würden, absolut nachvollziehbar. Keinem ist geholfen, wenn diese ihre Kollegen anstecken und nur für mehr Ausfall sorgen.

Auf der anderen Seite merke ich auch, dass leider einige das System ausnutzen. Die Arbeitgeberseite wird hier teilweise gar nicht mehr wahrgenommen und der eigene Vorteil wird von einigen maximal ausgenutzt. Ich selbst habe etwa 30 Mitarbeiter, bei denen der ein oder andere das Ganze auch ausnutzt. Es ist unheimlich schwierig als Arbeitgeber hier tätig zu werden (trotz regelmäßiger Gespräche, betriebliches Gesundheitsmanagement etc.) und diese Leute ggf. auch mal zu kündigen, da ein solches Verhalten auch in den Teams dann Nachahmer findet.
Natürlich ist das speziell jetzt nur anekdotisch und meine Erfahrung.

Die Frage wäre jetzt nur, wie man damit umgeht. Ich persönlich denke, dass es hier nicht "die" Lösung gibt. Auch wenn viele dagegen sind, wäre ich am Ehesten für eine Art "Anwesenheitsprämie", sodass Mitarbeiter, die nicht bis wenig AU sind, einen finanziellen Vorteil erlangen.

Ja, natürlich wird auch das dafür sorgen, dass der ein oder andere krank zur Arbeit erscheint, um die Prämie abzukassieren. Ich könnte mir aber vorstellen, dass so etwas ein vernünftiger Mittelweg wäre und auch die finanziell sowieso gebeutelten bei Erkrankung dennoch eine direkte Lohnfortzahlung bekommen. Dazu bedarf es aber an sich keiner Gesetzesänderung, dies könnten Arbeitgeber jetzt schon machen (und machen es teilweise glaube ich auch).

Ich sehe also grundsätzlich schon, dass in irgendeiner Form etwas geändert werden müsste. Das betrifft natürlich genau so die Arbeitsbedingungen. Ich vermisse nur irgendwie vernünftige Kompromisslösungen; Gefühlt geht "eine Seite" immer mehr in Richtung "dann soll der Arbeitgeber halt zahlen, die Arbeitsbedingungen sind an den Erkrankungen Schuld, wir brauchen weniger Arbeitsbelastung und weniger Arbeitsstunden bei gleicher oder sogar höherer Bezahlung." und die andere in "Haben wir früher auch gemacht, sollen alle nicht rumjammern, mehr arbeiten und jeder ist sich ja sowieso selbst am Nächsten" (alles natürlich überspitzt gesagt)


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 08:20
Zitat von soomasooma schrieb:Dann bist Du Beamter – besser dazuschreiben, denn da gelten andere Regelungen. So verwirrt das nur.
Ich meine bei uns auf der Dienststelle. Das betrifft alle, Arbeiter, Angestellte und alle möglichen Beamten (da gibt es drei unterschiedliche Abteilungen).


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 09:19
Krankenschein per Telefon find ich in der Theorie gut, hab's selber nie getestet

Wenn ich zu krank zum Arbeiten bin, bin ich auch zu krank um zu Arzt zu fahren; also ist das per Telefon doch prima


Klar, gibt es immer Leute die das ausnutzen werden aber das ist auch so wenn die persönlich vorsprechen müssen und nur wegen ein paar Pfeifen die Praxen wieder zusätzlich belasten? Blöde Idee


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 09:30
Zitat von nairobinairobi schrieb:Warum? Weil dann höhere Koste entstehen?
weil das vielleicht die Leute davon abbringt, mit einem Kratzer oder einer laufenden Nase sich in die Notaufnahme setzen und dadurch lange Wartezeiten verusachen für Leute die Wirklich einen Unfall hatten und ggf Schmerzen etc haben. War selbst mal in der Notaufnahme weil ich mit dem Fahrrad gestürzt war. Was da alles herum gesessen hat "Habe seit zwei Tagen Schnupfen, will das mal abklären lassen" , "Seit zwei Tagen tut hier hinten mein Rücken weh" ... das sind halt alles Dinge die man unter der Woche mit HA abklären könnte anstelle Samstags oder Sonntags in eine Notaufnahme zu fahren. Ich rede jetzt hier nicht vom Bereitschaftsdienst, wobei da sollte man schauen, ist das wirklich ein Fall für Samstagsabends - Bereitschaft oder hätte man mit der laufenden Nase noch bis Montag warten können.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 09:40
@Dini1909
Es gibt den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und die Nummer hängt überall aus, sollen die Leute doch da anrufen vorher - dafür sind die immerhin da


Der Vollständigkeit halber: 116 117


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 09:43
Zitat von cybo93cybo93 schrieb:Das betrifft natürlich genau so die Arbeitsbedingungen. Ich vermisse nur irgendwie vernünftige Kompromisslösungen; Gefühlt geht "eine Seite" immer mehr in Richtung "dann soll der Arbeitgeber halt zahlen, die Arbeitsbedingungen sind an den Erkrankungen Schuld, wir brauchen weniger Arbeitsbelastung und weniger Arbeitsstunden bei gleicher oder sogar höherer Bezahlung." und die andere in "Haben wir früher auch gemacht, sollen alle nicht rumjammern, mehr arbeiten und jeder ist sich ja sowieso selbst am Nächsten" (alles natürlich überspitzt gesagt)
aber genau das will die Regierung ja nicht, die will ja sogar da wir MEHR arbeiten, die wollen Stunden erhöhen, Feiertage streichen (trifft mich zwar nicht weil ich an den Feiertagen auch arbeite, aber die Zuschläge *lach*) aber das ist doch eine Milchmädchenrechnung, erhöhe ich die Wochenstunden, streiche die Feiertage, könnte es zu mehr Krankmeldungen führen.

Es war mal die Rede von einer Prämie die es gibt, wenn man nur "wenig" bis "gar nicht" krank ist, das sehe ich zweiseitig, Klar, jemand mit guten Immunsystem etc. schafft es ein Jahr lang ich krank zu sein, so ging es mir vor Corona auch, das mich der Hausarzt sogar schon gefragt hat "Kann ich sie nicht mal krank schreiben" ... aber dann gibt es halt die Kollegen die dann unbedingt die Prämie wollen und womöglich krank zu Arbeit kommen.
Zitat von KFBKFB schrieb:Es gibt den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und die Nummer hängt überall aus, sollen die Leute doch da anrufen vorher - dafür sind die immerhin da


Der Vollständigkeit halber: 116 117
SOLLTEN ja, aber die meisten tun es nicht - ausserdem hast du da mal an einem Samstag nachmittag angerufen? entweder kommst du gar nicht durch oder der versprochene Hausarzt ruft dich nicht mehr zurück.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 09:46
@Dini1909
Nö, ich hab mal unter der Woche nachts angerufen, dann war auch kurz darauf ein Arzt bei mir und hat mir 'ne Spritze gegeben 🤷‍♂️


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21.01.2026 um 09:51
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:erhöhe ich die Wochenstunden, streiche die Feiertage, könnte es zu mehr Krankmeldungen führen.
Ich habe beispielsweise einige Bekannte, die im Fahrdienst eines ÖPNV-Unternehmens arbeiten. Die sind jetzt schon oft psychisch ziemlich am Limit, vor allem, wenn man schon mehrere (Beinahe-)Unfälle mit anderen Fahrzeugen oder Personen erlebt hat. Ich glaube, wenn man die Arbeitszeiten erhöhen würde, würden die Leute noch früher in die Knie gehen.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 10:11
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich habe beispielsweise einige Bekannte, die im Fahrdienst eines ÖPNV-Unternehmens arbeiten. Die sind jetzt schon oft psychisch ziemlich am Limit, vor allem, wenn man schon mehrere (Beinahe-)Unfälle mit anderen Fahrzeugen oder Personen erlebt hat. Ich glaube, wenn man die Arbeitszeiten erhöhen würde, würden die Leute noch früher in die Knie gehen.
Das glaub ich , fahr ja sehr sehr viel mit Bus und Bahn, gerade die Busfahrer haben ja auch die Zeit im Nacken, bekommen die Schlechte Laune der Fahrgäste ab usw... Schichtdienst, Witterung, einfach viele Faktoren. Herr Merz kann ja gerne nachdem er in meiner Branche (Altenpflege) sein Praktikum absolviert hat, dann beim ÖPNV weitermachen - als Fahrer eines Lininenbusses.

Natürlich unentgeltlich, wie jeder Praktikant auch.

Wenn man natürlich dann solche berichte liest , https://stellenmarkt.faz.net/karriere-lounge/im-beruf/arbeitsalltag/arbeit-ist-das-ganze-leben/ ist das hier meckern auf dem höchsten Niveau.
Der durchschnittliche Japaner arbeitet laut OECD 348 Stunden im Jahr mehr als ein deutscher Arbeiter. Umgerechnet auf deutsche Verhältnisse, entspricht das in etwa drei Monaten Mehrarbeit im Jahr.



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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 10:12
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:ist das hier meckern auf dem höchsten Niveau.
Wobei ich gehört habe, dass viele Japaner sehr unter diesem hohen Arbeitsdruck leiden. Viele von ihnen werden depressiv, entwickeln seltsame Verhaltensweisen oder sterben sogar wegen der Überlastung (Stichwort Karoshi).

Da bin ich ehrlich gesagt froh, dass wir in Deutschland uns eine andere Work-Live-Balance zugestehen.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 10:27
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:weil das vielleicht die Leute davon abbringt, mit einem Kratzer oder einer laufenden Nase sich in die Notaufnahme setzen und dadurch lange Wartezeiten verusachen
Ich glaube nicht, dass jemand das macht! Wartezeiten von 3 bis 5 Stunden wegen einer Bagatelle, das macht doch kein "normaler Mensch".


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21.01.2026 um 11:17
Die aktuelle Debatte ist, im wahrsten Sinne, krank. Und mal wieder so typisch für die derzeitige Politik. Da stellt man einfach wieder Leute unter Generalverdacht, zu simulieren und einfach nur keinen Bock auf Arbeit zu haben. Das trägt nicht nur massiv zur Spaltung der Gesellschaft bei, es vermittelt auch ein zweifelhaftes Menschenbild. Bin gespannt ob es Kundgebungen gibt.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 11:21
Zitat von philaephilae schrieb:Bin gespannt ob es Kundgebungen gibt.
Wenn du auf Menschenketten mit kerzen wartest, dafür ist die Lobby wohl einfach zu gering... :)

Vielleicht will sich auch nur niemand nachsagen lassen müssen, eventuell mit Simulanten zu sympathisieren? :ask: Verrückte Zeit in der wir leben, nicht wahr?


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 11:26
Zitat von KFBKFB schrieb:Wenn ich zu krank zum Arbeiten bin, bin ich auch zu krank um zu Arzt zu fahren; also ist das per Telefon doch prima
Eigentlich logisch, oder?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das ist allerdings nur die eine Seite der Medaille, die ich durchais nachvollziehen kann. Die andere Seite sind die Menschen, die 12x im Jahr wochenendnah 2 Tage krank sind. Das kann auch nicht dauerhaft so weitergehen ohne jede Art von Krontollinstanz, wobei der Hausarzt bei 'starken Kopfschmerzen' ja auch nicht feststellen kann, dass jemand keine Kopfschmerzen hat.

Jedenfalls ist es ja auch nicht einsehbar, dass Deutschland im Krankenstand trotz eines teuren Gesundheitssystems immer ganz vorne mit dabei ist.
Das Gesundheitssystem mag teuer sein, und besser als anderswo, aber wirklich gut ist es nicht.

Es gibt viele Menschen, die chronisch krank sind, und keine adäquate Behandlung bekommen.
Trotzdem versuchen viele davon, Vollzeit zu arbeiten.

Und wie viele Leute kennst du persönlich so, die 12x im Jahr krank sind, und kennst du auch die Gründe dafür?


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21.01.2026 um 11:31
Zitat von philaephilae schrieb:Eigentlich logisch, oder?
Ja, eben


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21.01.2026 um 11:47
Zitat von philaephilae schrieb:Und wie viele Leute kennst du persönlich so, die 12x im Jahr krank sind, und kennst du auch die Gründe dafür?
@philae

Ob es nun exakt 12x im Jahr sind, würde ich nicht schwören. Aber es gibt gerade sehr junge MA, die sehr oft im jahr wochenendnah mal eben 2 Tage krank sind. Junge Eltern nehme ich da aus, die sind wirklich oft krank, nicht selten aus dem Kindergarten mitgebracht.

Ein Beispiel, damals war ich noch Angestellter: MA, ziemlich neu rief den Chef an, er könne nicht kommen, da er beim Duschen Wasser ins Ohr bekommen habe, das einfach nicht rausginge und das würde ihn nerven. Auch sonst kenne ich besonders jüngere Mesnchen, die sich mit leichtem Schnupfen oder Kratzen im Hals krankmelden. Das kann meinethalben auch tun wer will, aber nicht auf Kosten Anderer.


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