sacredheart schrieb:Wahrscheinlich wussten sehr viele Menschen auch gar nichts davon, dass diese Regelung aus der Corona Zeit weiterhin gilt ... zumindest bis vor ein paar Tagen.
Merz ein Populist? Müsst er dafür nicht wenigstens populär sein oder volksnah wirken?
Seh ich ein :-)
Statt solcher Vorschläge sollte er besser ein Programm ankurbeln, dass die Ursachen des Krankenstandes untersucht und Massnahmen erarbeitet um die arbeitende Bevölkerung gesünder werden zu lassen.
Um den Krankenstand in Unternehmen zu verringern könnte man doch versuchen, die Arbeitsbedingungen insgesamt zu verbessern.
Also eine realistische Arbeitsbelastung, die dauerhafte Überforderung vermeidet, da dies häufig zu physischen und psychischen Erkrankungen führt.
Dann klare Rollen, eindeutige Zuständigkeiten und die Prozesse gut strukturieren. Das hilft Stress durch Unsicherheit zu vermeiden.
Ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze helfen körperliche Beschwerden wie Rücken- oder Nackenprobleme zu reduzieren.
Außerdem die Führungskultur. Wertschätzende und unterstützende Führung macht weniger Stress. Mitarbeiter ernst nehmen und offen über Belastungen sprechen lassen, ohne das sie negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Dafür gibt es auch Schulungen für Führungskräfte.
Dann etablieren eines betriebliches Gesundheitsmanagements, gesundheitsfördernde Angebote wie Bewegungsprogramme, Stressprävention oder Vorsorgeuntersuchungen. Das stärkt auch die Eigenverantwortung der Mitarbeiter.
Wo möglich flexible Arbeitsmodelle. An persönliche Lebensumstände angepasste Arbeitszeiten oder/und zeitweise im Homeoffice. Das reduziert Stress und erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, dies könnte auch psychisch bedingte Fehlzeiten reduzieren.
Rückkehrgespräche nach längeren oder häufigen Krankheitsphasen die wertschätzend und unterstützend geführt werden (nicht als Kontrolle).
Analyse von Fehlzeiten um wiederkehrende Ursachen zu erkennen und präventiv gegenzusteuern, anstatt erst zu reagieren, wenn die Probleme bereits da sind.
Mitarbeiter aktiv mit einbeziehen, regelmäßige Befragungen, ernst gemeinte Beteiligungsmöglichkeiten um Vertrauen und Akzeptanz von Maßnahmen zu erhöhen. Wenn Verbesserungsvorschläge sichtbar umgesetzt werden, entsteht eine Kultur, in der sich Beschäftigte verantwortlich und verbunden fühlen.
Druck, Misstrauen oder das Tabuisieren von Krankheiten hingegen ist etwas, das den Krankenstand langfristig erhöht.