Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

271 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Telefon, Arzt, Krankschreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 11:54
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Verrückte Zeit in der wir leben, nicht wahr?
Eigentlich sollte man sich über nichts mehr wundern.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Junge Eltern nehme ich da aus, die sind wirklich oft krank, nicht selten aus dem Kindergarten mitgebracht.
Das ist auch wieder Messen mit zweierlei Maß.

Die Geschichte mit dem Wasser im Ohr ist jetzt ein Beispiel.

Aber von wie vielen Menschen sprechen wir hier insgesamt?


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 11:59
Zitat von philaephilae schrieb:Eigentlich sollte man sich über nichts mehr wundern.
Wenn man selbst das bisschen noch verliert, wofür soll man dann noch leben oder arbeiten?


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 12:07
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:wofür soll man dann noch leben oder arbeiten?
Für die Wirtschaft natürlich.

(Was für eine Frage!)


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 12:09
Zitat von philaephilae schrieb:Für die Wirtschaft natürlich.
Ja, die lebt ewig!

Und macht uns damit unsterblich... Im Gesamt BSP gesehen. :)


melden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 12:14
Zitat von philaephilae schrieb:Und wie viele Leute kennst du persönlich so, die 12x im Jahr krank sind, und kennst du auch die Gründe dafür?
Zwei. Bei einem kenne ich den Grund und der ist ziemlich weiblich.

Grüße
Omega Minus


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 12:20
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Zwei. Bei einem kenne ich den Grund und der ist ziemlich weiblich.
Das zum Beispiel zählt für bestimmte Leute wohl auch nicht als "krank". In anderen Ländern bekommt frau dafür sogar Urlaub. Nicht auszudenken, was hier los wäre, würde auch nur jemand den Vorschlag wagen.


2x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 12:28
Zitat von philaephilae schrieb:Das zum Beispiel zählt für bestimmte Leute wohl auch nicht als "krank".
Ich zähle es als 'arbeitsunfähig'. Die Leute können ja gerne mal einen Periodensimulator testen. :-)

Grüße
Omega Minus


melden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 12:44
Genauso wie beim Thema Verschärfung der Grundsicherung, die aus Belegen abgeleitet zu keiner nennenswerten Entlastung führen würde, da es eh nur höchstens 1% der Empfänger beträfe, betreibt Merz auch beim Thema Abschaffung der Tel. Krankschreibung nur Populismus.

Im Falle der Abschaffung der Tel. Krankschreibung gibt es bisweilen keine belastbaren Belege über Missbrauch.
Die Fakten sind eindeutig: Es gibt keine belastbaren Belege für systematischen Missbrauch der telefonischen AU“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, heute. Das bestätigten die Abrechnungsdaten der Krankenkassen ebenso wie die Erfahrungen aus der Praxis.

„Was wir derzeit erleben, ist ein Staccato an neoliberalen Vorschlägen aus der Mottenkiste der Neunzigerjahre. Diese Debatten zielen reflexhaft auf Misstrauen gegenüber Beschäftigten – statt auf evidenzbasierte Politik“, sagte er. „Ich frage ganz offen: Wollen wir wirtschaftliche Stärke mit oder ohne die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreichen? Die Antwort der SPD ist klar: mit ihnen – und nicht gegen sie.“
Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/telefonische-krankschreibung-konnte-nachstes-streitthema-in-der-koalition-werden-f055ffad-55e2-4855-ad04-51da65a0810e



Auch vertritt nicht nur Pantazis von der SPD eine gegenteilige Meinung. Hier werden auch nochmal die Vorteile der Beibehaltung der Tel. Krankschreibung benannt, von Leuten, die wirklich Ahnung und anders als Merz auch Erfahrung haben:
Während die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) den Kurs des Kanzlers stützt, äußerten sich gestern zwei Kassenärztliche Vereinigungen (KV) mit einer gegenteiligen Meinung. Sie wollen an der telefonischen AU festhalten, ebenso wie der Hausärzteverband.

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KV Berlin) erklärte, es sollten bewährte Maßnahmen zum Bürokratieabbau wie die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und die telefonische Krankschreibung beibehalten werden. „Beide Instrumente entlasten Praxen und Patienten spürbar und stärken die ambulante Versorgung.“

Auch die KV Bayerns sieht das so. „Die telefonische Krankschreibung trägt der Versorgungsrealität in den Praxen Rechnung“, sagte der Vorstand der KVB – Christian Pfeiffer, Peter Heinz und Claudia Ritter-Rupp.

Sie ermögliche es, bekannte Patienten bei nicht schwerwiegenden Erkrankungen niedrigschwellig zu behandeln, ohne unnötige Praxisbesuche zu verursachen. „Damit werden nicht nur die Praxisteams entlastet, sondern auch Infektionsrisiken reduziert – ein Aspekt, der gerade in der Erkältungs- und Grippesaison von besonderer Bedeutung ist.“

Die immer wieder vorgebrachte Behauptung eines erhöhten Missbrauchspotenzials ist aus Sicht des Vorstands der KVB nicht haltbar. „Vertragsärztinnen und -ärzte handeln verantwortungsvoll und nach medizinischem Ermessen“, hieß es. Auswertungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigten, dass die Bedeutung der telefonischen Krankschreibung mit einem Anteil von jährlich 0,8 bis 1,2 Prozent an allen AU sehr gering sei.

Die Hausärzte schlagen in dieselbe Kerbe. Die Telefon-AU „entlastet unsere Praxen und schützt unsere Patientinnen und Patienten vor Ansteckungen im Wartezimmer", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Auch sei sie ein bewährtes Instrument zum Bürokratieabbau.
Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/telefonische-krankschreibung-konnte-nachstes-streitthema-in-der-koalition-werden-f055ffad-55e2-4855-ad04-51da65a0810e


Ist halt typisch Merz, mit seinen ständigen neoliberalen, populistischen Forderungen und um sich damit besonders bei seinen Arbeitgeberfreunden beliebt zu machen.


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 12:49
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Ist halt typisch Merz, mit seinen ständigen neoliberalen, populistischen Forderungen und um sich damit besonders bei seinen Arbeitgeberfreunden beliebt zu machen.
Der sollte lieber mal beim Doc anrufen... :D


melden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 12:53
Im schlimmsten Fall also würde Merz Forderung umgesetzt die Tel. Krankschreibung wieder abzuschaffen den Krankenstand in Deutschland sogar erhöhen.

Nachvollziehbar.


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 12:59
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Mitte Dezember letzten Jahres lag ich durch einen Virus oder so fast 3 Tage völlig flach.
Wie sollte man da ohne Telefonkrankschreibung schon am ersten Tag zur AU kommen?
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:war froh am zweiten Tag wenigstens mal eine Brühe zumir nehmen zu können, hätte da aber niemals den Weg zum Hausarzt aufmich nehmen zu können/wollen.
Jep, hatte ich auch schon, sowas ist richtig ätzend und überhaupt nicht realisierbar. Auch schön - fette Magen-Darm-Grippe und dann zum Doc fahren, dort warten usw 👍

Sehe wirklich nur Vorteile bei der tel Krankschreibung. Vorteile für Patienten als auch Praxen.

Mein Hausarzt ist um die Ecke, aber selbst dieser kurze Weg kann mit hohem Fieber oä unendlich lang werden und Krankheiten sogar noch verschlimmern.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Bei uns ist es aber auch so, dass eine schriftliche Krankschreibung ab dem 4. Abwesenheitstag vorliegen muss.
3 Tage geht ohne.
Bei uns auch.


melden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 14:41
Zitat von philaephilae schrieb:In anderen Ländern bekommt frau dafür sogar Urlaub.
@philae

Das gilt zB in Japan, allerdings ist dafür keine Bezahlung gesetzlich verankert.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Im schlimmsten Fall also würde Merz Forderung umgesetzt die Tel. Krankschreibung wieder abzuschaffen den Krankenstand in Deutschland sogar erhöhen.
Hatten wir denn vor der Einführung der tel KS in der Coronazeit einen höheren Krankenstand? Nein.


melden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 14:50
Ich halte mal Merz zugute, dass er halt ein Populist ist, der erst posaunt und dann das Hirn einschaltet und unterstelle ihm kein politisches Kalkül. Laut Daten des "Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung" vom Oktober 2025 machten telefonische Krankschreibungen zuletzt 0,9 Prozent aller Fälle aus.
Was sind die Hauptgründe für Ausfälle?

Mit Blick auf die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigt sich ein deutlicher Anstieg um 3,6 Arbeitstage im Vergleich zu 2021. Diese Zunahme dürfte nach Einschätzung des Bundesamts unter anderem auf die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Anfang 2022 zurückzuführen sein: Seither werden alle Krankschreibungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern lückenlos erfasst. Das war vorher nicht der Fall.

Davon geht auch eine Studie der Krankenkasse AOK aus dem vergangenen Jahr aus. Neben der verbesserten Erfassung seien außerdem Atemwegserkrankungen der Treiber für zusätzliche Fehltage. Zudem sei nach wie vor ein "stetiger Anstieg der psychisch bedingten AU-Fälle" zu verzeichnen, heißt es bei der AOK.

Die DAK kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Krankheitsursache Nummer eins waren im vergangenen Jahr weiterhin Atemwegserkrankungen. Auf Platz zwei lagen nun psychische Erkrankungen wie etwa Depressionen. Es folgten Muskel-Skelett-Probleme.

Welchen Anteil hat die telefonische Krankschreibung?

Für das hohe Niveau an Ausfällen dürfte die telefonische Krankschreibung zumindest nicht alleine verantwortlich sein. Ihr Anteil an allen Krankschreibungen wäre dafür gar nicht hoch genug. Laut Daten des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung vom Oktober 2025 machten telefonische Krankschreibungen zuletzt 0,9 Prozent aller Fälle aus.

Die empirische Auswertung deute darauf hin, "dass die Bedeutung der telefonischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mit einem Anteil von jährlich 0,8 bis 1,2 Prozent an allen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für die Gesamtentwicklung der AU-Fälle sehr gering ist".

Auch die AOK-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es bei der telefonischen Krankschreibung keinerlei "Anzeichen für einen systematischen Missbrauch" gebe. Drei von vier für die Studie befragten Beschäftigten nannten die telefonische Krankschreibung sinnvoll oder sehr sinnvoll, weil man nicht krank zum Arzt müsse und Kontakt zu anderen Patienten im Wartezimmer vermeiden könne.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/krankschreibungen-bundesregierung-krankenkassen-100.html


melden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 14:54
@JosephConrad

Wahrscheinlich wussten sehr viele Menschen auch gar nichts davon, dass diese Regelung aus der Corona Zeit weiterhin gilt ... zumindest bis vor ein paar Tagen.

Merz ein Populist? Müsst er dafür nicht wenigstens populär sein oder volksnah wirken?


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 15:13
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wahrscheinlich wussten sehr viele Menschen auch gar nichts davon, dass diese Regelung aus der Corona Zeit weiterhin gilt ... zumindest bis vor ein paar Tagen.

Merz ein Populist? Müsst er dafür nicht wenigstens populär sein oder volksnah wirken?
Seh ich ein :-)


Statt solcher Vorschläge sollte er besser ein Programm ankurbeln, dass die Ursachen des Krankenstandes untersucht und Massnahmen erarbeitet um die arbeitende Bevölkerung gesünder werden zu lassen.

Um den Krankenstand in Unternehmen zu verringern könnte man doch versuchen, die Arbeitsbedingungen insgesamt zu verbessern.
Also eine realistische Arbeitsbelastung, die dauerhafte Überforderung vermeidet, da dies häufig zu physischen und psychischen Erkrankungen führt.

Dann klare Rollen, eindeutige Zuständigkeiten und die Prozesse gut strukturieren. Das hilft Stress durch Unsicherheit zu vermeiden.

Ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze helfen körperliche Beschwerden wie Rücken- oder Nackenprobleme zu reduzieren.

Außerdem die Führungskultur. Wertschätzende und unterstützende Führung macht weniger Stress. Mitarbeiter ernst nehmen und offen über Belastungen sprechen lassen, ohne das sie negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Dafür gibt es auch Schulungen für Führungskräfte.

Dann etablieren eines betriebliches Gesundheitsmanagements, gesundheitsfördernde Angebote wie Bewegungsprogramme, Stressprävention oder Vorsorgeuntersuchungen. Das stärkt auch die Eigenverantwortung der Mitarbeiter.

Wo möglich flexible Arbeitsmodelle. An persönliche Lebensumstände angepasste Arbeitszeiten oder/und zeitweise im Homeoffice. Das reduziert Stress und erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, dies könnte auch psychisch bedingte Fehlzeiten reduzieren.

Rückkehrgespräche nach längeren oder häufigen Krankheitsphasen die wertschätzend und unterstützend geführt werden (nicht als Kontrolle).
Analyse von Fehlzeiten um wiederkehrende Ursachen zu erkennen und präventiv gegenzusteuern, anstatt erst zu reagieren, wenn die Probleme bereits da sind.

Mitarbeiter aktiv mit einbeziehen, regelmäßige Befragungen, ernst gemeinte Beteiligungsmöglichkeiten um Vertrauen und Akzeptanz von Maßnahmen zu erhöhen. Wenn Verbesserungsvorschläge sichtbar umgesetzt werden, entsteht eine Kultur, in der sich Beschäftigte verantwortlich und verbunden fühlen.

Druck, Misstrauen oder das Tabuisieren von Krankheiten hingegen ist etwas, das den Krankenstand langfristig erhöht.


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 15:35
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Um den Krankenstand in Unternehmen zu verringern könnte man doch versuchen, die Arbeitsbedingungen insgesamt zu verbessern.
Also eine realistische Arbeitsbelastung, die dauerhafte Überforderung vermeidet, da dies häufig zu physischen und psychischen Erkrankungen führt.
Ich denke auch, dass es langfristig viel effektiver wäre, wenn man ernsthafte und sachliche Studien in Auftrag geben würde, die herausfinden, welche Krankheiten den Krankmeldungen zugrunde liegen, und in wieweit diese Krankheiten den Arbeitsbedingungen in den Betrieben und Arbeitsplätzen zugrunde liegen. Das könnten sowohl psychische als auch physische Belastungen, Stressfaktoren etc. sein.

Wenn man diese Ursachen systematisch aufspüren und sich Lösungen überlegen würde, könnte man wahrscheinlich das Problem mit den Krankmeldungen viel besser und effektiver lösen, als mit Druck und Drohungen.


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 15:49
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich denke auch, dass es langfristig viel effektiver wäre, wenn man ernsthafte und sachliche Studien in Auftrag geben würde, die herausfinden, welche Krankheiten den Krankmeldungen zugrunde liegen, und in wieweit diese Krankheiten den Arbeitsbedingungen in den Betrieben und Arbeitsplätzen zugrunde liegen. Das könnten sowohl psychische als auch physische Belastungen, Stressfaktoren etc. sein.
Hat man schon in Betrieben beobachtet:
Man rotiert die Schichtleiter in der Produktion.
Nach und nach werden die Krankenstände mitrotiert.

Grüße
Omega Minus


melden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

21.01.2026 um 22:30
Fluch und Segen. Lass mal sagen: Für Leute, die das System nicht ausnutzen eine tolle Sache - wenn man stark erkältet ist oder einen grippalen Infekt hat, fühlt man sich ja meistens wie vom Trecker überfahren. Bei uns im ländlichen Bereich kommt noch dazu, dass die Hausarztpraxen sterben und man nicht selten einen Hausarzt in der nächsten oder gar übernächsten Kleinstadt hat, ergo: Man ist krank und muss erstmal eine ganze Weile fahren, bis man dort ist, dann die Wartezeit und dann wieder heim. Besondere Pechvögel haben gar kein Auto sondern machen das noch mit Öffis und verteilen munter ihre Keime. Da ist es doch geschickter, man bleibt mit einer großen Tasse Tee im Bett liegen und schläft viel.

Fluch: Für Leute, die gerne mal krankmachen super - man ruft nur an, die Gefahr, dass der Arzt einen "entlarvt" ist gering, man hat dann ein paar freie Tage und kann das jedes Jahr in der Erkältungsphase wieder machen - und solche Leute hat jeder Betrieb. Allerdings gibt es durchaus auch Doc Holidays, denen man nur das richtige erzählen muss und dann bekommt man auch eine Krankschreibung. Von daher ...


2x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

gestern um 09:59
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Fluch: Für Leute, die gerne mal krankmachen super - man ruft nur an, die Gefahr, dass der Arzt einen "entlarvt" ist gering, man hat dann ein paar freie Tage
Vorweg: ich habe die telefonische Krankschreibung noch nie benutzt. Aber wenn ich zu meinem Hausarzt gehe und es drauf anlegen würde, mich krankmelden zu wollen, dann würde er das vermutlich auf jeden Fall machen, wenn ich sage, dass ich mich schlecht fühle. Vor allem mein letzter Hausarzt (der in Ruhestand gegangen ist), der hat einen bei infektiösen Erkältungskrankheiten immer außerhalb der Praxis vor der Hintertür im Garten empfangen. Da hatte er gar keine Chance, eine richtige Untersuchung durchzuführen. Man hat kurz erklärt, worum es ging, und schon hatte man die AU.

Bevor Vorwürfe kommen: ich habe das nie ausgenutzt. Ich bin immer wirklich krank gewesen, und die Anzahl meiner Krankheitstage pro Jahr ist ziemlich niedrig.


1x zitiertmelden

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

gestern um 10:28
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Fluch: Für Leute, die gerne mal krankmachen super - man ruft nur an, die Gefahr, dass der Arzt einen "entlarvt" ist gering, man hat dann ein paar freie Tage und kann das jedes Jahr in der Erkältungsphase wieder machen - und solche Leute hat jeder Betrieb. Allerdings gibt es durchaus auch Doc Holidays, denen man nur das richtige erzählen muss und dann bekommt man auch eine Krankschreibung. Von daher ...
Zitat von martenotmartenot schrieb:Vorweg: ich habe die telefonische Krankschreibung noch nie benutzt. Aber wenn ich zu meinem Hausarzt gehe und es drauf anlegen würde, mich krankmelden zu wollen, dann würde er das vermutlich auf jeden Fall machen, wenn ich sage, dass ich mich schlecht fühle. Vor allem mein letzter Hausarzt (der in Ruhestand gegangen ist), der hat einen bei infektiösen Erkältungskrankheiten immer außerhalb der Praxis vor der Hintertür im Garten empfangen. Da hatte er gar keine Chance, eine richtige Untersuchung durchzuführen. Man hat kurz erklärt, worum es ging, und schon hatte man die AU.
@martenot
@MissMary

Ein Problem, das man auch durch eine persönliche Vorstellung gar nicht komplett lösen kann:

Auch ein sorgfältiger Arzt kann dem Patienten ja gar nicht nachweisen, dass er keine Kopfschmerzen, keine Bauchschmerzen, keine Rückenschmerzen hat. Er kann allenfalls keinen Grund dafür finden. Dann gibt es ja auch noch das Arzt-Patient-Verhältnis, das der Arzt ja auch nicht durch einen nicht begründbaren Verdacht 'AU für Halligalli' stören möchte, ggf sogar nicht sollte.

Im Prinzip müsste man notorische Feierer bei einem Amtsarzt vorstellen lassen, die aber auch nicht gerade auf solche Fälle warten.

Ein Problem für viele AG sind notorische Krankfeierer aber schon, weil die natürlich auch nicht gut für das Betriebsklima sind. Es muss auch gar nicht am Betrieb liegen, wenn da 18 Leute normal arbeiten und 2 Leute bspw immer wieder Wochenenditis haben. Da muss sich nicht jeder AG fragen, ob er noch ein Zückerli obendrauf legen muss.


2x zitiertmelden