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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

330 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Telefon, Arzt, Krankschreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 11:36
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das wäre dann möglich, wenn der Facharzt Termine auf Verdacht freihält.
Ein kleine Zeitfenster für kurzfristige Anfragen sollte doch möglich sein. Warum denn nicht? Ich würde das sogar eher gesetzlich verankern, bevor er in seiner Praxis auf dem Golfplatz noch weitere 20 Privatpatienten abfertigt.

Es könnte festgelegt Patientenobergrenzen pro Arzt geben, um eine adäquate Versorgung der Patienten sicher zu stellen.

Denn seien wir ehrlich, bei Fachärzten rollt doch der Rubel. Gerade Augen- und Zahnärzte verdienen am besten. Noch mehr je mehr Patienten sie haben können. Chirurgie mit Kosmetiksachen sicherlich auch.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das ist nicht sinnvoll.
Aber möglicherweise human.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 11:46
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Ein kleine Zeitfenster für kurzfristige Anfragen sollte doch möglich sein.
@PrivateEye

Also entweder ein richtiger Termin, ggf mit Anamnese, körperlicher Untersuchung und ggf appartiver Diagnostik oder nichts. Mal eben auf dem Flur ...nö.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:bevor er in seiner Praxis auf dem Golfplatz noch weitere 20 Privatpatienten abfertigt.
Da greifen wir aber ganz tief in die Mottenkiste der Vorurteile.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Es könnte festgelegt Patientenobergrenzen pro Arzt geben, um eine adäquate Versorgung der Patienten sicher zu stellen.
Gibt es schon über gedeckelte Budgets, über hintelegte Untersuchungszeiten, die man nicht überschreiten darf etc. Aber eine noch striktere Deckelung führt doch zu noch weniger Möglichkeiten einer kurzfristigen Vorstellung, oder nicht?
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Chirurgie mit Kosmetiksachen sicherlich auch.
Komsetische Chirurgie ist wohl kaum das Thema bei kurzfristigem Facharzttermin.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Aber möglicherweise human.
Das ist auch human für die Leute, die ihren Termin deswegen später bekommen, weil er Termine freihält?

Du siehst, es ist nicht so einfach.


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23.01.2026 um 11:59
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Also entweder ein richtiger Termin, ggf mit Anamnese, körperlicher Untersuchung und ggf appartiver Diagnostik oder nichts. Mal eben auf dem Flur ...nö.
Es geht ja primär um einen Ersttermin und eine Diagnose. Wenn der FA dann Krankheit X schon einmal ausschließen kann, er hat ja andere Möglichkeiten und Fertigkeiten als der 08/15 HA, dann ist das doch auch schon ein Gewinn, oder nicht?

So in der Art meinte ich das.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Da greifen wir aber ganz tief in die Mottenkiste der Vorurteile.
War absichtlich so gedacht.

Denn ausgerechnet bei erwähnten Fachpersonal geschah es mir mehrfach, dass mir eine schnellere und bessere Behandlung angeboten wurde, wenn ich mein Geldbeutelchen als Privatpatient öffnen wurde und meine Komfortzone als Kassenpatient verlasse.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Gibt es schon über gedeckelte Budgets, über hintelegte Untersuchungszeiten, die man nicht überschreiten darf etc. Aber eine noch striktere Deckelung führt doch zu noch weniger Möglichkeiten einer kurzfristigen Vorstellung, oder nicht?
Dann müsste man den Prozentsatz der Ärzte überdenken, gegebenfalls einen Numerus Clausus bei gewissen Medizinischen Studien erwägen und so einen Ausgleich schaffen. In der Theorie jedenfalls.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Komsetische Chirurgie ist wohl kaum das Thema bei kurzfristigem Facharzttermin.
Wenn ich Gesichter aufbaue, kann ich auch Hämorrhoiden entfernen. :D
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das ist auch human für die Leute, die ihren Termin deswegen später bekommen, weil er Termine freihält?
Wenn der Doc generell eine Stunde zur Mittagszeit für solche Fälle freihält, nimmt er niemanden einen festen Termin weg. Er kann da ja auch Schreibkram machen, damit die Zeit nicht sinnlos verfliegt falls doch niemand kommt.

Da kommt es, wie bei den Videosprechstunden und Terminen in meiner Praxis auf die Planung an.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Du siehst, es ist nicht so einfach.
Das ist es nie, aber man könnte Verbesserungen installieren.

Da darf man Medizin aber auch nicht als Industrie zum Geld verdienen ansehen, denn dann wird auch der Mensch zur "Ware".


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 12:24
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Es geht ja primär um einen Ersttermin und eine Diagnose. Wenn der FA dann Krankheit X schon einmal ausschließen kann, er hat ja andere Möglichkeiten und Fertigkeiten als der 08/15 HA, dann ist das doch auch schon ein Gewinn, oder nicht?
@PrivateEye

Entweder macht der einen richtigen Termin oder nicht. Im Vorbeigehen kann der auch nichts ausschließen und das ist auch nicht die Erwartung der Patienten.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Dann müsste man den Prozentsatz der Ärzte überdenken, gegebenfalls einen Numerus Clausus bei gewissen Medizinischen Studien erwägen und so einen Ausgleich schaffen. In der Theorie jedenfalls.
Welche Studien denn? Der Zugang zum Medizinstudium ist schon beschränkt, zur Zahnmedizin auch. Welche anderen 'Studien'?
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wenn ich Gesichter aufbaue, kann ich auch Hämorrhoiden entfernen. :D
Der Wiedwraufbau von Gesichtern ist Plastische Chirurgie, nichts mit Kosmetik. Und stell Dir vor, die sind gut ausgelastet auch ohne Deine Hämorrhoiden.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wenn der Doc generell eine Stunde zur Mittagszeit für solche Fälle freihält, nimmt er niemanden einen festen Termin weg.
Mittags ist was anders als davor? Wenn er da Termine freihält, bekommt die ja auch niemand sonst. Oder meinst Du in der Mittagspause, in der die MFAs ja auch Pause haben? Alles Blödsinn.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Das ist es nie, aber man könnte Verbesserungen installieren.
Dann mach mal einen sinnvollen Vorschlag, mit anderen Worten einen, der sich von Deinen bisherigen unterscheidet.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 12:39
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Entweder macht der einen richtigen Termin oder nicht. Im Vorbeigehen kann der auch nichts ausschließen und das ist auch nicht die Erwartung der Patienten.
Doch. indem er entscheidet ob es sich lohnt weiterzumachen oder es mehr Sinn macht, den Patienten wieder dem Hausarzt zu überantworten.

Für den Patienten ist das vorteilhaft, er fühlt sich versorgt und ernst genommen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Welche Studien denn? Der Zugang zum Medizinstudium ist schon beschränkt, zur Zahnmedizin auch. Welche anderen 'Studien'?
Warum wohl? Weil keiner mehr Hausarzt machen wollte.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Der Wiedwraufbau von Gesichtern ist Plastische Chirurgie, nichts mit Kosmetik. Und stell Dir vor, die sind gut ausgelastet auch ohne Deine Hämorrhoiden.
Plastische Chirurgie wurde früher auch als kosmetische Chirurgie bezeichnet. Entschuldigung das ich schon so alt bin und immer noch lebe.

Klar sind die ausgelastet, aber ob die Sachen immer so lebensnotwendig und wichtig sind, darf gerne angezweifelt werden.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Mittags ist was anders als davor? Wenn er da Termine freihält, bekommt die ja auch niemand sonst. Oder meinst Du in der Mittagspause, in der die MFAs ja auch Pause haben? Alles Blödsinn.
Wenn du das so siehst? Ist ja deine Meinung und du hast natürlich ein Recht darauf.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Dann mach mal einen sinnvollen Vorschlag, mit anderen Worten einen, der sich von Deinen bisherigen unterscheidet.
Ich kann nur sagen was ich bis dato gesagt habe. Bei meinem Hausarzt funktioniert das System. Wenn sich andere dessen annehmen würde und sich alle entsprechend vernetzen, könnte da durchaus was sinnvolles entstehen. Jedenfalls besser als bis jetzt bei den meisten. Natürlich müsste man so etwas aber auch testen. Und auch wollen.

Einem Versuch würdest du doch wenigstens zustimmen, oder? Es sei denn du hast einen besseren Masterplan? Oder soll der Kunde Patient noch weiter rumgereicht und ausgepresst werden, damit andere sich die Taschen füllen oder ominöse Haushaltslöcher stopfen können?


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 12:54
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Plastische Chirurgie wurde früher auch als kosmetische Chirurgie bezeichnet. Entschuldigung das ich schon so alt bin und immer noch lebe.

Klar sind die ausgelastet, aber ob die Sachen immer so lebensnotwendig und wichtig sind, darf gerne angezweifelt werden.
Das sind zwei unterschiedliche Gebiete:

a) Kosmetische Chirurgie, auch als Ästhetische Chirurgie: Kosmetische Eingriffe an einem gesunden, nicht entstellten Körper.
(z.B.: Facelifting, Lidstraffung, Lippenvergrößerung, Verkleinerung einer (gesunden) Nase...)

b) Plastische Chirurgie: (Wieder-)Herstellung von Funktionalität und einem (einigermaßen) unauffälligen Aussehen bei z.B. Fehlbildung, Erkrankungen, Unfallfolgen.
(z.B.: nach Hundebiss im Gesicht die Nase so wiederherstellen, dass durch diese wieder geatmet werden kann, auf der Nase wieder eine Brille getragen werden kann, und sie insgesamt typischen menschlichen Nasen ähnelt; Mund so wiederherstellen, dass dieser geschlossen werden kann)

(Bei beidem kann ich mir spontane Termine bei Wundheilungsstörungen und sonstigen Komplikationen vorstellen. Ansonsten aber sicherlich v.a. mittel- bis langfristig geplante Eingriffe und regelmäßige geplante Termine generell, z.B. bei b) auch Hautgewinnung mit Expandertechnik.)


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 12:58
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Das sind zwei unterschiedliche Gebiete:
Spielverderberin... :D

Also haben wir beide Recht, auf die eine oder andere Weise.

Silikon. Du hast eine Brustvergrößerung vergessen. :Y:
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Bei beidem kann ich mir spontane Termine bei Wundheilungsstörungen und sonstigen Komplikationen vorstellen.
So was in der Art meine ich ja. Muss ja nicht jeden Tag oder so sein, aber als Beispiel einmal die Woche. Eben nur für solche Sachen, die sonst sehr lange warten müssten.


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23.01.2026 um 13:04
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Da darf man Medizin aber auch nicht als Industrie zum Geld verdienen ansehen, denn dann wird auch der Mensch zur "Ware".
Ich dachte, das ist bereits Status Quo.


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23.01.2026 um 13:10
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Silikon. Du hast eine Brustvergrößerung vergessen. :Y:
Da gibt es so viel; ich hätte auch Tattooentfernung vs. Wiederherstellung der Armbeweglichkeit nach Verbrennungsnarben nennen können.
(Und selbst bei der Brustvergrößerung könnten das durchaus unterschiedliche Ärzte sein, z.B. geht es um eine kosmetische, oder darum nach Brustkrebs eine einigermaßene Körpersymmetrie herzustellen damit es nicht zu dauerhaften Problemen wegen DD auf einer Seite kommt.)
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Also haben wir beide Recht, auf die eine oder andere Weise.
Nun, es sind (heutzutage) zwei verschiedene Gebiete, wie auch Neurologie und Psychiatrie zwei verschiedene Gebiete sind (und für die Empfindungsstörungen im Fuß doch der Neurologe angemessen ist), und es nicht z.B. Ephemismen die du als
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:ich schon so alt bin
nicht kennst ;)
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:So was in der Art meine ich ja. Muss ja nicht jeden Tag oder so sein, aber als Beispiel einmal die Woche. Eben nur für solche Sachen, die sonst sehr lange warten müssten.
Wie das nun in diversen Kliniken und Praxen abläuft, weiß ich nicht; bei schwerwiegenden Problemen (und Wundheilungsstörungen wären das, ich meine tatsächliche, nicht "meine Narbe wird nicht so schön") soll und kann man normalerweise aber sofort erscheinen.
(Hintergrund: schwere OP vor einigen Jahren bei mir, selbiges bei einem Verwandten mehrmals im letzten Jahr. Allesamt Kassenpatienten, allesamt, der Vollständigkeit halber, in Deutschland.)


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 13:14
Zitat von philaephilae schrieb:Ich dachte, das ist bereits Status Quo.
Was meinst damit genau?
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Wie das nun in diversen Kliniken und Praxen abläuft,
Aber versuchen könnte man es.

Wenn nicht einmal das erwünscht ist, ich weiß auch nicht...
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:und Wundheilungsstörungen wären das, ich meine tatsächliche, nicht "meine Narbe wird nicht so schön"
Natürlich nicht, aber meine Narbe verwächst nicht und hat sich entzündet, so was dann. Und der Hausarzt kommt nicht weiter, warum auch immer.

Ging mir mal so und ich musste dann 2 oder 3 Tage später nochmals zum Chirurgen, der operiert hatte. Da klappte dann alle wie am Schnürchen.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 13:31
Wir hatten hier in MV mal ein schönes model mit A-Überweisung und B-Überweisung. A-Überweisung hieß, du musst am nächsten Werktag einen facharzttermin bekommen, B-Überweisung hatte ne woche (?) Zeit. Heutzutage gibts wohl noch die dringlichkeitsüberweisung mit speziellem code deutschlandweit. Da musst du dann einen termin innerhalb 4 wochen bekommen. Keine ahnung, wie gut das klappt, aber damals hab ich mal ne A-überweisung bekommen und hatte am nächsten tag beim facharzt den termin ohne probleme :shrug: . Eigentlich schade, dass das eingestampft wurde.


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23.01.2026 um 13:40
Zitat von gastricgastric schrieb:Eigentlich schade, dass das eingestampft wurde.
Wirklich schade. Vor allem wenn schon der Beweis erbracht wurde, dass es besser funktionieren kann. :( Was sagst du dazu? @sacredheart Wenn es also ein System gibt, das tatsächlich so funktionierte, warum sollte man es dann aufgeben. Wenn ich jetzt auch nicht weiß wie es genau funktioniert hätte, aber sollte man dann nicht eher die anderen Einrichtungen daran ausrichten und orientieren?


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 13:53
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Denn ausgerechnet bei erwähnten Fachpersonal geschah es mir mehrfach, dass mir eine schnellere und bessere Behandlung angeboten wurde, wenn ich mein Geldbeutelchen als Privatpatient öffnen wurde und meine Komfortzone als Kassenpatient verlasse.
Nota bene:
Termine bekommt man als Privatpatient wesentlich leichter. Die Begründung ist einfach: Der Arzt kann pro Quartal nur ein begrenztes Kontingent an Punkten mit den Krankenkassen verrechnen. Für alle Kassenleistungen darüber hinaus arbeitet für umme.

Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber ich kannte auch Zeiten, in denen Zahnärzte Leute suchten, die einfach nur eine Vorsorgeuntersuchung machten, denn auch dort (Zahnmeidizin) richteten sich bestimmte mit der Krnakenkasse abrechenbare Leistungen danach, wieviele Patienten eine Vorsorgeuntersuchtung machten.

Grüße
Omega Minus


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23.01.2026 um 14:12
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Was meinst damit genau?
Dass es bereits eine Industrie ist, und der Patient ist die Ware.


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23.01.2026 um 14:15
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Doch. indem er entscheidet ob es sich lohnt weiterzumachen oder es mehr Sinn macht, den Patienten wieder dem Hausarzt zu überantworten.
@PrivateEye

Diese Entschediung trifft er aber nicht emotional, aus dem Bauch heraus, sondern als Folge von Anamnese, Untersuchung, ggf appativer Diagnostik. Das bedeutet einen gewissen Zeitaufwand, nicht aus dem Türrahmen. Du kannst nicht Qualität und 'mal eben' gleichzeitig bekommen.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Warum wohl? Weil keiner mehr Hausarzt machen wollte.
Welche Studien Du meinst, hast Du noch nicht ausgeführt. Ein Numerus clausus ist eine von mehreren Zugangsmöglichkeiten zum Studium. Die hat mit Hausarzt oder nicht gar nichts zu tun. Die Wahl des Fachs nach dem Studium ist ja frei. Da gibt es keine Zugangsbeschränkungen, man muss aber eine Facharztweiterbildung machen. Die ist aber unabhängig von der Erdkundenote in der 11.Klasse.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:aber ob die Sachen immer so lebensnotwendig und wichtig sind, darf gerne angezweifelt werden.
Sag das den Opfern von Hundebissen, den Patientinnen, die nach Brustkrebs eine Rekonstruktion erhalten oder aktuell den Verbrennungsopfern aus Crans Montana. Vielleicht sind die anderer Meinung als Du.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Plastische Chirurgie wurde früher auch als kosmetische Chirurgie bezeichnet.
Nein.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Ich kann nur sagen was ich bis dato gesagt habe. Bei meinem Hausarzt funktioniert das System.
Natürlich kann man mal Glück haben, zB Dein HA kennt den Facharzt, da hat gerade jemand abgesagt und deshalb hat der gerade Zeit. Nichts dagegen.

Aber das zu institutionalisieren wäre schwierig und hätte andere Nachteile. Du bist ja nicht automatisch dringlicher als ein anderer Patient, dessen HA nicht zufällig im.gleichen Haus tätig ist.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wenn es also ein System gibt, das tatsächlich so funktionierte, warum sollte man es dann aufgeben.
Das kann man schon so ähnlich machen, kann aber nur funktionieren, wenn der Patient dafür bereit ist, im Zweifelsfall einen weiteren Weg in Kauf zu nehmen. Was hilft Dir sonst das Recht auf einen Termin am nächsten Tag, wenn der einzige Orthopäde am Ort gerade Urlaub hat?


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 14:30
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das kann man schon so ähnlich machen, kann aber nur funktionieren, wenn der Patient dafür bereit ist, im Zweifelsfall einen weiteren Weg in Kauf zu nehmen. Was hilft Dir sonst das Recht auf einen Termin am nächsten Tag, wenn der einzige Orthopäde am Ort gerade Urlaub hat?
Als wäre MV so dicht besiedelt, dass fachärzte für die meisten um die ecke liegen :D Mein aktueller gynäkologe ist 20km weg, der nächste HNO ebenso. Das gleiche gilt für im grunde jeden facharzt ausgenommen zahnarzt. Das hat trotzdem funktioniert. Die A-Überweisung hast du ja nicht wegen ner kleinigkeit bekommen, sondern, wenn etwas dringend war, aber nicht sooo dringend, dass du als notfall ins krankenhaus musst. Vor der einführung hat man entsprechende fälle ins krankenhaus eingewiesen, weil man genau wusste, dass man den patienten nicht schnell genug zu nem facharzt bekommt. Und wenn du trotz A-überweisung keinen facharzt termin bekommen hättest, wäre der weg ins krankenhaus immernoch frei gewesen.


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23.01.2026 um 14:38
@OmegaMinus

Bei mir war es so, das ich für mein Kind einen Termin beim Augenarzt machte. Ich fragte ob ich auch einen haben könnte, was bejaht wurde. Also okay, zwei Termine bitte. In einem halben Jahr dann. Da musst du ja so lange vorher buchen. Als wir da waren Unior angemeldet, alles o.O. Dann sollte ich nochmal zum Tresen und wurde gleich gefragt ob ich Bar oder mit Karte zahle. Ich war natürlich verwirrt, bis mir dann eröffnet wurde es wäre nichts mehr frei etc., aber nur noch als Privatpatient. Darauf erwiderte ich, das der Termin vor einem halben Jahr gemacht wurde und da wurde mir nichts gesagt, es wäre alle voll.

Ich finde das eine gnadenlose Frechheit. Zuerst die Menschen in eine solche Lage bringen und dann noch gnadenlos abzocken. Und genau das ist es, brauchen wir nicht um den heißen Brei herumreden. Nach einem halben Jahr warten sind die meisten froh da und dran zu sein und dann zahlen sie meist auch, damit sie überhaupt noch dran kommen.

Bevor wir das dort diskutieren konnten, wurde ich noch mehrfach gefragt, ob ich den Termin nicht doch wolle, bis zum nächsten würde es wohl wieder ein halbes Jahr dauern... Als ich dann fragte ob der dann normal wäre, kam sie diesmal gleich mit Privat. Ich sagte ihr natürlich ab, worauf mir nur erwidert wurde, ich solle bloß keine Szene am Tresen machen... Die nächste Unverschämtheit.

Ich sagte natürlich ab, nahm aber noch den Termin mit meinem Kind wahr und bin dann weg.

Ist solch ein Verhalten okay? Ist das fair gegenüber den Menschen, den Patienten die darauf angewiesen sind? Warum soll so etwas nicht geändert werden, wenn es die Möglichkeit dafür gibt. Zu mindestens versuchen wäre doch okay.
Zitat von philaephilae schrieb:Dass es bereits eine Industrie ist, und der Patient ist die Ware.
So kommt es mir bisweilen auch vor. Ich finde so etwas sehr traurig und auch beschämend.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Diese Entschediung trifft er aber nicht emotional, aus dem Bauch heraus, sondern als Folge von Anamnese, Untersuchung, ggf appativer Diagnostik. Das bedeutet einen gewissen Zeitaufwand, nicht aus dem Türrahmen. Du kannst nicht Qualität und 'mal eben' gleichzeitig bekommen.
Er soll doch auch richtig entschieden, nicht aus dem Bauch und auch nicht aus dem Geldbeutel. Aber es soll allgemein fair sein.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Welche Studien Du meinst, hast Du noch nicht ausgeführt.
Hausarztmangel auf dem Land sollte dir bekannt sein. Gibt schon Maßnahmen, aber läuft schleppend.

https://www.aerzteblatt.de/news/programm-gegen-hausarztmangel-reicht-nicht-aus-0295b68d-cd20-4954-9b11-630d56b60c12

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/landarzt-wirkung-hausarzt-versorgung-hoffnung-100.html
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Sag das den Opfern von Hundebissen, den Patientinnen, die nach Brustkrebs eine Rekonstruktion erhalten oder aktuell den Verbrennungsopfern aus Crans Montana. Vielleicht sind die anderer Meinung als Du.
Das ist sehr polemisch und menschlich mies von dir, das weißt du selber. Solche Verletzungen habe ich zu keinem Zeit herabgestuft oder so. Solche Verletzungen sollten im Zweifelsfall sogar eher behandelt, was ich ja auch befürworte.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Nein.
Siehe @Raspelbeere ihren Beitrag.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Natürlich kann man mal Glück haben, zB Dein HA kennt den Facharzt, da hat gerade jemand abgesagt und deshalb hat der gerade Zeit. Nichts dagegen.

Aber das zu institutionalisieren wäre schwierig und hätte andere Nachteile. Du bist ja nicht automatisch dringlicher als ein anderer Patient, dessen HA nicht zufällig im.gleichen Haus tätig ist.
Es geht um die Möglichkeit und einen Versuch. Wenn das funktionieren würde, dass es für alle eine win-win Situation ist, würdest du dann auch ablehnen? Und nochmals nein, ich will damit niemanden zurückstufen oder bestehende Termine wegnehmen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das kann man schon so ähnlich machen, kann aber nur funktionieren, wenn der Patient dafür bereit ist, im Zweifelsfall einen weiteren Weg in Kauf zu nehmen. Was hilft Dir sonst das Recht auf einen Termin am nächsten Tag, wenn der einzige Orthopäde am Ort gerade Urlaub hat?
Das dabei vieles mehr zusammen kommt ist mir klar. Aber auch ich weiß nicht alles. Sogar unsere Regierung verabschiedet Gesetze, wo die einen von profitieren und die anderen nicht. Trotzdem kann man mit den Erfahrungen eine Verbesserung versuchen oder nachjustieren.

Mit Rezept ein Taxi zur Krankenbeförderung wäre eine Alternative in deinem Beispiel.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 14:38
@gastric

Die Idee war ja vielleicht gar nicht schlecht. Allerdings dürften Patienten, die sehr schlecht mobil waren, davon nicht sehr profitiert haben.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 14:40
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:. Allerdings dürften Patienten, die sehr schlecht mobil waren, davon nicht sehr profitiert haben.
Fahrdienste oder Taxis als Alternative.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 14:41
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Hausarztmangel auf dem Land sollte dir bekannt sein. Gibt schon Maßnahmen, aber läuft schleppend.
@PrivateEye

Aber was hat der von der angeführte Numerus clausus damit zu tun? Den hattest Du im Bezug auf Fachärzte angeführt. Den Landarzrmangel kann man nur dadurch im Grenzen bekämpfen, dass diese Tätigkeit besser vergütet wird. Und natürlich geht das nur mit Ärzten, die überhaupt auf dem Land leben wollen.


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