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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

330 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Telefon, Arzt, Krankschreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 14:44
@sacredheart
:ask: Patienten, die nicht sonderlich mobil waren, konnten auch damals schon einen krankentransport holen und sich fahren lassen. Alternativ taxikosten von der KK zurückerstatten lassen. Geht über rezept vom arzt.

Worauf willst du hinaus? Es geht nicht darum, wie man zum facharzt muss, sondern (so dachte ich zumindest) darum, dass man möglichkeiten finden kann, wie man in dringenderen fällen schneller zur behandlung beim facharzt kommt. Wie man als nicht mobiler patient da überhaupt hinkommt, ist doch ne ganz andere baustelle und völlig unabhängig davon, ob der termin nun morgen oder in 6 monaten stattfindet.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 14:45
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Den hattest Du im Bezug auf Fachärzte angeführt.
Wenn es genug Fachärzte gibt, können diese doch nach Bedarf als Hausärzte arbeiten. Oder gar nicht erst weiter studieren lassen zum Facharzt und dann gleich als Hausarzt arbeiten.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 14:47
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Es geht um die Möglichkeit und einen Versuch. Wenn das funktionieren würde, dass es für alle eine win-win Situation ist, würdest du dann auch ablehnen? Und nochmals nein, ich will damit niemanden zurückstufen oder bestehende Termine wegnehmen.
@PrivateEye

Natürlich behandeln Fachärzte in gewissen Grenzen Patienten sehr zeitnah., entweder aufgrund der Dringlichkeit oder weil andere ihren Termin abgesagt hatten.

Aber 2 Termine pro Tag per se freizuhalten, bedeutet, 2 Termine weniger zu vergeben. Das geht gar nicht anders. Und diese freien Termine würden ja nicht zu 100% ausgelastet, die wären ja nur 'für den Fall'.

Ich hätte da einen anderen Vorschlag:

Ein Problem sind Patienten, die Termine vereinbaren, aber nicht erscheinen. Das ist geplante Zeitverschwendung. Wenn das zu einer einheitlichen Strafzahlung von zB 50 Euro führen würde, würde sich die Termintreue, bzw die Motivation abzusagen, verbessern. Und diese kurzfristig frei werdenenden Termine könnten dann für solche Fälle sein.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 14:52
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wenn es genug Fachärzte gibt, können diese doch nach Bedarf als Hausärzte arbeiten. Oder gar nicht erst weiter studieren lassen zum Facharzt und dann gleich als Hausarzt arbeiten.
Allgemeinmedizin ist ein eigenständiger Facharzt. Und nein, als Neurochirurg ist man nicht auch Allgemeinmediziner und kennt sich zB mit Impfungen aus. Kopfschüttel.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Oder gar nicht erst weiter studieren lassen zum Facharzt und dann gleich als Hausarzt arbeiten.
Facharzt kann man nicht studieren. Man studiert Medizin. Facharzt wird man während der Tätigkeit als Arzt nach dem Abschluss des Studiums. Hausarzt, besser Alllgemeinmediziner ist kein 'abgebrochenes Studium'. So richtig kopfschüttel.

Und was heisst 'weiter studieren lassen'? Wer entscheidet denn, wer Orthopäde wird und wer Allgemeinmediziner? Der Arzt selbst. Noch mehr kopfschüttel.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 14:56
@gastric
Es ging darum, das ich diese Erfahrungen mit meinem Hausarzt machte und meinte, das könnte man möglicherweise auch auf andere oder Gemeinschaftspraxen anwenden.

@sacredheart scheint das aber nicht so zu sehen.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Das sehe ich ebenso.

Wie ich schon erwähnte, hat mein Hausarzt dieses System ja für sich ausgebaut und verbessert. Mit positivem Erfolg für sich und seine Patienten.

Ich bin krank, rufe früh an. In einem ersten Gespräch mit der Schwester vom Tresen wird das weitere abgeklärt. Kann oder muss ich in die Praxis kommen? Dann machen wir einen Termin aus, am selben Tag. Ich komme zu der angesagten Zeit, im Warteraum 1 bis maximal 2 weitere Patienten und bin nahezu sofort dran. Kein stundenlanges Warten in überfüllten Warteräumen, eine stark verringerte Ansteckungsgefahr für mich oder andere.

Kann/Darf oder soll ich nicht in die Praxis, primär aus Gründen weitere Ansteckung etc., wird eine Videosprechstunde geplant, auch am selben Tag. Sollte es hier Zweifel geben oder weitere Untersuchungen nötig sein, bekomme ich wieder einen Termin, siehe oben, oder ich werde in das Hausbesuchssystem eingebunden. der Arzt kommt dann also nachmittags persönlich zu mir nach Hause.

AU und Rezept sind ja jetzt ohnehin elektronisch, bei Bedarf erhalte ich aber trotzdem eine AU in Papierform oder auch via Mail.

Ich finde dieses System echt durchdacht und es funktioniert bis dato auch erstaunlich gut. Sollte das nun wider abgeschafft werden müssen, wegen Polemik, wäre das ein echter Verlust.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Aber 2 Termine pro Tag per se freizuhalten, bedeutet, 2 Termine weniger zu vergeben. Das geht gar nicht anders. Und diese freien Termine würden ja nicht zu 100% ausgelastet, die wären ja nur 'für den Fall'.
Und wenn das alle Ärzte so machen müssten, als Vorschrift? Dann steht deshalb niemand besser oder schlechter da als der andere.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ein Problem sind Patienten, die Termine vereinbaren, aber nicht erscheinen. Das ist geplante Zeitverschwendung. Wenn das zu einer einheitlichen Strafzahlung von zB 50 Euro führen würde, würde sich die Termintreue, bzw die Motivation abzusagen, verbessern. Und diese kurzfristig frei werdenenden Termine könnten dann für solche Fälle sein.
Die Möglichkeit der Strafzahlung gibt es schon länger und wenn Patienten andere so hängen lassen, befürworte ich eine entsprechende Sanktion auch. In meinem Beispiel erfolgt aber die Terminvergabe aber kurzfristig und situationsabhängig. Da gehe ich vom motivierten Willen de Patienten aus.






So, ich bin raus für heute und verabschiede schon einmal ins verdiente Wochenende und wünsche euch auch erholsame Tag. Bis demnächst. :)
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Allgemeinmedizin ist ein eigenständiger Facharzt. Und nein, als Neurochirurg ist man nicht auch Allgemeinmediziner und kennt sich zB mit Impfungen aus. Kopfschüttel.
Dann eben Schluss beim Allgemeinmediziner machen, bis wieder andere Stellen benötigt werden. Gilt da nicht woanders auch?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und was heisst 'weiter studieren lassen'? Wer entscheidet denn, wer Orthopäde wird und wer Allgemeinmediziner? Der Arzt selbst. Noch mehr kopfschüttel.
Wenn alle nur noch plastische Chirurgen werden wollen und es keine Allgemeinmediziner mehr gibt, hat da nicht der Staat das Recht als auch die Pflicht regulierend einzugreifen? Überlege mal.


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23.01.2026 um 14:57
Zitat von gastricgastric schrieb:Wie man als nicht mobiler patient da überhaupt hinkommt, ist doch ne ganz andere baustelle und völlig unabhängig davon, ob der termin nun morgen oder in 6 monaten stattfindet.
@gastric

Eine ganz andere Baustelle ist das nicht. Wenn ich 6 Monate Zeit habe, ist die Chance natürlich größer, ortsnah eine Versorgung zu finden, als innerhalb eines Tages.

Und natürlich kosten lange Taxifahrten Geld. Das würde ggf das System insgesamt verteuern. Ich bin nicht dagegen, aber das gibt es nun mal nicht umsonst.


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23.01.2026 um 15:00
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wenn alle nur noch plastische Chirurgen werden wollen und es keine Allgemeinmediziner mehr gibt, hat da nicht der Staat das Recht als auch die Pflicht regulierend einzugreifen? Überlege mal.
@PrivateEye

Nein, der Staat hat erfreulicherweise nicht das Recht zu bestimmen, welchen Beruf jemand ergreift.

Und die Pficht hat er damit auch nicht.


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23.01.2026 um 22:26
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wenn alle nur noch plastische Chirurgen werden wollen und es keine Allgemeinmediziner mehr gibt, hat da nicht der Staat das Recht als auch die Pflicht regulierend einzugreifen? Überlege mal.
Nö. Der Staat hat da keinen Einfluss drauf und weder Rechte noch Pflichten einzugreifen.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

23.01.2026 um 22:32
Zitat von AniaraAniara schrieb:Der Staat hat da keinen Einfluss drauf
Natürlich kann der Staat Anreize schaffen, dass es womöglich interessanter wird wieder Hausarzt zu werden, gerade auf dem Land auch


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23.01.2026 um 22:47
Zitat von LanzaLanza schrieb:Natürlich kann der Staat Anreize schaffen, dass es womöglich interessanter wird wieder Hausarzt zu werden, gerade auf dem Land auch
Natürlich. Anreize schaffen ist ja auch etwas anderes.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

24.01.2026 um 04:25
Art. 12 GG (freie Wahl des Berufes und sogar des Arbeitsplatzes) ist sowohl Freud und Leid zugleich.

Schützt er die Bürger ja und schafft ihnen auch Freiheiten, birgt aber auch Nachteile für das Allgemeinwohl und systemrelevanter Versorgungen. Dann Nachteile, wenn die Ausgewogenheit mehr und mehr schwindet, was mehr und mehr Menschen freiwillig nur noch für Berufe erlernen oder studieren als auch dann wo sie arbeiten wollen.




Eingriffe in Art 12. müssen begründet und stets auf Gesetzen beruhen und dem Verhältnismäßigkeitsprinzip entsprechen.

Zulassungsbeschränkungen für bestimmte Berufe zu setzen, also sie überhaupt zu erlernen und einen Abschluss machen zu können oder auch studieren zu dürfen, sind wohl das höchste der Gefühle für den deutschen Staat hinsichtlich Eingriffen in Art 12. GG.

In Notstandslagen und aufgrund Notstandsgesetzen kann der Staat eventuell tiefer in Art 12 GG eingreifen, jedoch wäre Zwangsarbeit immer verboten - aufgrund Art. 1 GG.
Zitat von AniaraAniara schrieb:Natürlich. Anreize schaffen ist ja auch etwas anderes.
Das kann er tun auf verschiedene Weise. Hinsichtlich Berufswahl an sich als auch später den Arbeitsplatz und Arbeitsort betreffend. Wichtig halt nur, dass die Menschen am Ende immer noch frei wählen und sich entscheiden können.

PS.





Dazu zählt es übrigens auch weiterhin ein weltoffenes Land für Fachkräftemigration zu bleiben und SPD und FDP wollten je nach Bereich auch die Zulassungsvoraussetzungen lockern. Ob auch speziell für Medizinier und Ärzte, weiß ich allerdings gerade nicht.

Je nachdem werden ausländische Abschlüsse hier in Deutschland aber doch glaube ich eh schon anerkannt.


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24.01.2026 um 04:45
Eine persönliche Anmerkung:

Ich persönlich würde es begrüßen, wenn man den Zugang fürs Medizinstudium und speziell für Allgemeinmedizin aber je nachdem auch für Fachbereiche an verbindliche Voraussetzungen bzw. Bedingungen knüpfen würde. Also mehr nach Bedarf gehen und zulassen würde.

Spoiler(Dasselbe übrigens auch hinsichtlich dem Jura-Studium, denn gerade im Staatsdienst soll es an Nachwuchsjuristen wie Staatsanwälten und Richtern fehlen. Und bei Ausbildungsberufen, sollte auch mehr nach Bedarf gegangen und gelernt und der Abschluss gemacht werden)

Das aber nur meine persönliche Meinung, weiß ich ja selbst, dass das liebe Recht genau genommen unser Grundgesetz dem Ganzen Grenzen setzt.




Nachteil natürlich aber auch dann und könnte dann womöglich nicht mal etwas bringen, dass sich dann womöglich noch weniger Menschen freiwillig für ein Medizinstudium entscheiden würden, wenn die Bedingungen lauten würden nur unter der Voraussetzung später dann auch als Hausarzt oder Facharzt auf dem Land wo Mangel herrscht zu praktizieren.

Nur diejenigen, die wirklich um jeden Preis Medizin studieren und Arzt werden wollen würden, würden sich dann womöglich nur noch für das Studium freiwillig entscheiden.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

24.01.2026 um 06:36
Zitat von AniaraAniara schrieb:Der Staat hat da keinen Einfluss drauf und weder Rechte noch Pflichten einzugreifen.
Es ist zumindest reglementiert wie viele Kassensitze es gibt. Wenn man Kassenpatienten behandeln möchte muss das zunächst genehmigt werden.
Man kann nicht einfach so eine Praxis eröffnen, wo man gerade will. Das läuft über die Kassenärztliche Vereinigung. Für Zahnärzte gibt es die Kassenzahnärztliche Vereinigung. Zumindest in RLP ist das so.
Zitat von LanzaLanza schrieb:Natürlich kann der Staat Anreize schaffen, dass es womöglich interessanter wird wieder Hausarzt zu werden, gerade auf dem Land auch
Da gibt es seit einigen Jahren Bestrebungen, dem wachsenden Ärztenmangel in ländlichen Gegenden zu begegnen. Ich finde das auch wichtig. Ich erlebe seit einigen Jahren, dass viele Ärzt:innen aus der Human- und auch Veterinärmedizin in Rente gehen und nicht jede/r hat einen Nachfolger. Diese Ärzte gehörten auch der Generation der Boomer an (geboren ab ca. 1955) und die wollen ja auch irgendwann ihren Ruhestand genießen.
Mehrere Bundesländer halten Studienplätze über besondere bundeslandspezifische Quoten bereit.
Quelle:
Landarzt & ÖGD: Hochschulstart https://share.google/KJVA4BeLzsISbpJ2t



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25.01.2026 um 07:56
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb am 21.01.2026:Merz ein Populist? Müsst er dafür nicht wenigstens populär sein oder volksnah wirken?
Come on- das ist jetzt dermaßen billig, daß du schon draufzahlst!
Du verschiebst hier mal bestimmt nicht die Torpfosten für Definitionen.

Allmächd....


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

25.01.2026 um 08:04
@Stirnsänger

Dir war im Gegensatz zu anderen 4 Tage lang nicht aufgefallen, dass das nicht todernst war?

Wenn Merz Populist ist, dann zumindest ein schlechter.

Strauss war ein guter Populist. Er war klug, konnte sich aber so ausdrücken, dass auch einfach gestrickte Menschen ihn als 'einen von uns' angesehen hatten. Von dieser Fähigkeit ist Merz sehr weit entfernt.

Die Idee, die deutsche Wirtschaft durch die Abschaffung der tel AU zu retten, erfüllt allerdings einige Merkmale populistischen Agierens.

Meintest Du Allmächt...?


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

25.01.2026 um 08:21
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb am 21.01.2026:Hatten wir denn vor der Einführung der tel KS in der Coronazeit einen höheren Krankenstand? Nein
Corona hat damit definitiv auch zu tu.

Ich habe einen ganz aktuellen Artikel entdeckt. Darin führt eine erfahrene Hausärztin, die ganz klar für das Fortbestehen der telefonischen Krankschreibung ist, einige interessante Punkte, die sie und ihre Kolleg:innen im Laufe der Zeit festgestellt haben, an:
Dr. med. Cornelia Werner führt eine Hausarztpraxis in Erbach an der Donau und beobachtet seit Jahren eine besorgniserregende Entwicklung. Die Ärztin für Innere und Allgemeinmedizin stellt im Gespräch mit dem Tagesspiegel fest, dass „die Menschen in Deutschland häufiger krank als früher“ seien, da sich „eine Infektion an die nächste“ reihe. Früher habe es noch Monate gegeben, „in denen deutlich weniger Patienten“ in die Praxis kamen, vor allem im Sommer. Heute dagegen gebe es „nie Sommerlöcher, immer Hochbetrieb“.
Das Problem liegt nach Werners Einschätzung nicht in vermeintlicher Arbeitsscheu, sondern hat medizinische Ursachen. Sie erklärt, dass seit der Corona-Pandemie auffalle, dass Menschen häufiger krank seien. Die Wissenschaft zeige mittlerweile, dass „noch viele Monate nach einer überstandenen Corona-Erkrankung das Immunsystem vieler Menschen deutlich schwächer und anfälliger für weitere Erkrankungen ist“.
Laut der Medizinerin haben wir uns „diese Arbeitsunfähigkeit selbst herangezüchtet“. In modernen Arbeitsumgebungen würden wir „zu viel in geschlossenen Räumen“ sitzen und uns „hohen Keimbelastungen bei ungefilterter Luft“ aussetzen. Dies führe zu einem verhängnisvollen Kreislauf: „Weil mehr Menschen durch Infektionen ausfallen, müssen ihre Kollegen für sie einspringen und mehr arbeiten. Dadurch werden auch sie krank“, so Werner.
Werner zeigt sich als klare Befürworterin der telefonischen Krankschreibung, da sie den Praxisalltag vereinfache. Die „üblichen Blaumacher“ kenne man bereits, betont sie, aber eine Abschaffung schade vor allem „denen, die sie wirklich brauchen“. Der Deutsche Hausärzteverband stützt diese Position vehement.
Quelle:
Telefonische Krankschreibung abschaffen? Ärztin warnt vor fatalen Folgen https://share.google/Jq1LrlhPKQSsDFWyq
Am Freitag hatte ich Physiotherapie und die Physiotherapeutin sagte zu mir, dass sie bis April 2023 mit FFP2-Masken arbeiten mussten. Danach hatte sie viel häufiger Infekte als vor Corona und der Maskenzeit. Sie führte das darauf zurück, dass durch die Masken vieles abgehalten wurde und das Immunsystem nicht so gefordert wurde wie sonst (als PT hat man ja ständig engen Kontakt mit Menschen und möglichen Viren/Bazillen/Keimen).
Zitat von martenotmartenot schrieb:ich habe die telefonische Krankschreibung noch nie benutzt
Ich habe davon bisher 2 oder 3 Mal Gebrauch gemacht und bin sehr froh, dass es das gibt.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Denn seien wir ehrlich, bei Fachärzten rollt doch der Rubel. Gerade Augen- und Zahnärzte verdienen am besten. Noch mehr je mehr Patienten sie haben können. Chirurgie mit Kosmetiksachen sicherlich auch.
Radiologen stehen glaube ich ganz oben und Orthopäden sind auch sehr gefragt.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

25.01.2026 um 08:28
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Du verschiebst hier mal bestimmt nicht die Torpfosten für Definitionen.
Merz ist für mich (nur für mich) zumindest ein Populist light, denn es gibt wahrlich schlimmere Populisten als ihn. Auch hierzulande.

Je nachdem ist Merz populistisch, um sich entweder nur bei seinen Arbeitgeberfreunden bliebt zu machen oder bei Arbeitgebern, Unternehmen und dem Volk zugleich und behauptet auch gerne mal was, wofür es gar keine belastenden Erkenntnisse gibt. So bspw. hinsichtlich Missbrauch der telefonischen AU. Und natürlich verschweigt er oder weiß es wirklich nicht besser, die ganzen Nachteile, die eine Abschaffung der telefonischen AU mit sich bringen würde.







PS.

Bei Verschärfung des Bürgergeldes propagiert er sonst was für Entlastungen für den deutschen Staat und verschweigt entweder oder weiß es auch da nur nicht besser, dass seine tollen Verschärfungen wenn überhaupt nur höchstens 1% der Empfänger betreffen würde, was nicht gerade eine große Entlastung für den Staat bedeuten würde, würde man diesen höchsten 1% das Bürgergeld kürzen oder gar ganz streichen. Zudem verschweigt er auch gerne Grundsatzentscheide des Bundesverfassungsgericht bzgl. dieses Sachverhalts.

Und seine Äußerung im Zusammenhang mit wieder einem ganz anderen Sachverhalt, fragen mal sie mal ihre Töchter, war auch typisch populistisch für mich und sogar anmaßend, davon auszugehen, dass alle Töchter seine Sicht und Meinung teilen würden.

Auch im Wahlkampf trat Merz wie ein Populist auf. Auch bereits noch davor in den Jahren, als die Ampel regierte.


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25.01.2026 um 09:13
Zitat von nairobinairobi schrieb:Radiologen stehen glaube ich ganz oben und Orthopäden sind auch sehr gefragt.
@nairobi

Gefragtsein und 'jeden Tag das Geld mit der Sackkarre raustragen' sind ja nicht identisch.

Kinderärzte sind erst recht gefragt und verdienen sehr oft wenig.

Orthopäden verdienen dann viel Geld, wenn sie neben ihrer diagnostischen Tätigkeit in der Praxis irgendein operatives Kunststück können, sonst nicht automatisch.

Spitzenprädatoren dürften Labormediziner, Dialysepraxen und Radiologen sein.

Niedergelassene Allgemeinchirurgen und Kinderärzte sollten zum Kassensitz einen Wohngeldantrag mitgeliefert bekommen.


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26.01.2026 um 07:21
Zitat von AniaraAniara schrieb:Nö. Der Staat hat da keinen Einfluss drauf und weder Rechte noch Pflichten einzugreifen.
Ich sehe das anders. Der Staat hat die Fürsorgepflicht für seine Bürger und da steht auch die Bereitstellung einer entsprechenden medizinischen Versorgung. Sollte es bei der Umsetzung Probleme gebeb, muss eben der Staat eingreifen, notfalls regulierend. Und wenn es zu viele Fachärzte und zu wenig Hausärzte gibt, müssen Anreize geschaffen werden damit sich die Mediziner selbst umentscheiden. Die Begrenzung der Studiengänge wäre natürlich die Ultima Ratio, aber diese gibt usw. doch auch für andere Studiengänge.

Ich kann mein Recht auf Freizügigkeit auch nur umsetzen wenn ich mir das finanziell leisten kann und es an meinem Wunschort überhaupt freie Wohnungen gibt.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Radiologen stehen glaube ich ganz oben und Orthopäden sind auch sehr gefragt.
Es sind halt Spezialisten, das sehe ich ja auch ein. Aber wenn die sich nur die Sahnehäubchen und die Kirschen von den Torten krallen, ist das letztendlich irgendwo unfair, wenn der Rest darunter leiden muss.


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26.01.2026 um 08:51
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wenn es genug Fachärzte gibt, können diese doch nach Bedarf als Hausärzte arbeiten. Oder gar nicht erst weiter studieren lassen zum Facharzt und dann gleich als Hausarzt arbeiten.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Dann eben Schluss beim Allgemeinmediziner machen, bis wieder andere Stellen benötigt werden. Gilt da nicht woanders auch?
So ist das nicht, Hausärzte sind oft Allgemeinärzte oder Internisten, das sind Beides genauso Facharztweiterbildungen wie Radiologe, also das sind auch Spezialisten, die Weiterbildung zum Radiologen und Allgemeinarzt dauern beide 60 Monate.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Aber 2 Termine pro Tag per se freizuhalten, bedeutet, 2 Termine weniger zu vergeben. Das geht gar nicht anders. Und diese freien Termine würden ja nicht zu 100% ausgelastet, die wären ja nur 'für den Fall'.
Ich habe mit neulich erst erklären lassen, dass Du durch die Kassenärztliche Vereinigung vorgeschrieben bekommst, ein bestimmtes Kontigent für Dringlichkeitsüberweisungen freihalten müssen, dh da passiert schon was.

Generell kann ich die Seite der kassenärztlichen Vereinigung nur empfehlen, zumindest in der Großstadt. Man bekommt an sich recht schnell Tetmine, eventuell abet nicht um die Ecke odet bei einem schon bekannten Arzt.


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