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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

286 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Telefon, Arzt, Krankschreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Telefonische Krankschreibung: pro und contra

um 14:44
@sacredheart
:ask: Patienten, die nicht sonderlich mobil waren, konnten auch damals schon einen krankentransport holen und sich fahren lassen. Alternativ taxikosten von der KK zurückerstatten lassen. Geht über rezept vom arzt.

Worauf willst du hinaus? Es geht nicht darum, wie man zum facharzt muss, sondern (so dachte ich zumindest) darum, dass man möglichkeiten finden kann, wie man in dringenderen fällen schneller zur behandlung beim facharzt kommt. Wie man als nicht mobiler patient da überhaupt hinkommt, ist doch ne ganz andere baustelle und völlig unabhängig davon, ob der termin nun morgen oder in 6 monaten stattfindet.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

um 14:45
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Den hattest Du im Bezug auf Fachärzte angeführt.
Wenn es genug Fachärzte gibt, können diese doch nach Bedarf als Hausärzte arbeiten. Oder gar nicht erst weiter studieren lassen zum Facharzt und dann gleich als Hausarzt arbeiten.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

um 14:47
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Es geht um die Möglichkeit und einen Versuch. Wenn das funktionieren würde, dass es für alle eine win-win Situation ist, würdest du dann auch ablehnen? Und nochmals nein, ich will damit niemanden zurückstufen oder bestehende Termine wegnehmen.
@PrivateEye

Natürlich behandeln Fachärzte in gewissen Grenzen Patienten sehr zeitnah., entweder aufgrund der Dringlichkeit oder weil andere ihren Termin abgesagt hatten.

Aber 2 Termine pro Tag per se freizuhalten, bedeutet, 2 Termine weniger zu vergeben. Das geht gar nicht anders. Und diese freien Termine würden ja nicht zu 100% ausgelastet, die wären ja nur 'für den Fall'.

Ich hätte da einen anderen Vorschlag:

Ein Problem sind Patienten, die Termine vereinbaren, aber nicht erscheinen. Das ist geplante Zeitverschwendung. Wenn das zu einer einheitlichen Strafzahlung von zB 50 Euro führen würde, würde sich die Termintreue, bzw die Motivation abzusagen, verbessern. Und diese kurzfristig frei werdenenden Termine könnten dann für solche Fälle sein.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

um 14:52
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wenn es genug Fachärzte gibt, können diese doch nach Bedarf als Hausärzte arbeiten. Oder gar nicht erst weiter studieren lassen zum Facharzt und dann gleich als Hausarzt arbeiten.
Allgemeinmedizin ist ein eigenständiger Facharzt. Und nein, als Neurochirurg ist man nicht auch Allgemeinmediziner und kennt sich zB mit Impfungen aus. Kopfschüttel.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Oder gar nicht erst weiter studieren lassen zum Facharzt und dann gleich als Hausarzt arbeiten.
Facharzt kann man nicht studieren. Man studiert Medizin. Facharzt wird man während der Tätigkeit als Arzt nach dem Abschluss des Studiums. Hausarzt, besser Alllgemeinmediziner ist kein 'abgebrochenes Studium'. So richtig kopfschüttel.

Und was heisst 'weiter studieren lassen'? Wer entscheidet denn, wer Orthopäde wird und wer Allgemeinmediziner? Der Arzt selbst. Noch mehr kopfschüttel.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

um 14:56
@gastric
Es ging darum, das ich diese Erfahrungen mit meinem Hausarzt machte und meinte, das könnte man möglicherweise auch auf andere oder Gemeinschaftspraxen anwenden.

@sacredheart scheint das aber nicht so zu sehen.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Das sehe ich ebenso.

Wie ich schon erwähnte, hat mein Hausarzt dieses System ja für sich ausgebaut und verbessert. Mit positivem Erfolg für sich und seine Patienten.

Ich bin krank, rufe früh an. In einem ersten Gespräch mit der Schwester vom Tresen wird das weitere abgeklärt. Kann oder muss ich in die Praxis kommen? Dann machen wir einen Termin aus, am selben Tag. Ich komme zu der angesagten Zeit, im Warteraum 1 bis maximal 2 weitere Patienten und bin nahezu sofort dran. Kein stundenlanges Warten in überfüllten Warteräumen, eine stark verringerte Ansteckungsgefahr für mich oder andere.

Kann/Darf oder soll ich nicht in die Praxis, primär aus Gründen weitere Ansteckung etc., wird eine Videosprechstunde geplant, auch am selben Tag. Sollte es hier Zweifel geben oder weitere Untersuchungen nötig sein, bekomme ich wieder einen Termin, siehe oben, oder ich werde in das Hausbesuchssystem eingebunden. der Arzt kommt dann also nachmittags persönlich zu mir nach Hause.

AU und Rezept sind ja jetzt ohnehin elektronisch, bei Bedarf erhalte ich aber trotzdem eine AU in Papierform oder auch via Mail.

Ich finde dieses System echt durchdacht und es funktioniert bis dato auch erstaunlich gut. Sollte das nun wider abgeschafft werden müssen, wegen Polemik, wäre das ein echter Verlust.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Aber 2 Termine pro Tag per se freizuhalten, bedeutet, 2 Termine weniger zu vergeben. Das geht gar nicht anders. Und diese freien Termine würden ja nicht zu 100% ausgelastet, die wären ja nur 'für den Fall'.
Und wenn das alle Ärzte so machen müssten, als Vorschrift? Dann steht deshalb niemand besser oder schlechter da als der andere.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ein Problem sind Patienten, die Termine vereinbaren, aber nicht erscheinen. Das ist geplante Zeitverschwendung. Wenn das zu einer einheitlichen Strafzahlung von zB 50 Euro führen würde, würde sich die Termintreue, bzw die Motivation abzusagen, verbessern. Und diese kurzfristig frei werdenenden Termine könnten dann für solche Fälle sein.
Die Möglichkeit der Strafzahlung gibt es schon länger und wenn Patienten andere so hängen lassen, befürworte ich eine entsprechende Sanktion auch. In meinem Beispiel erfolgt aber die Terminvergabe aber kurzfristig und situationsabhängig. Da gehe ich vom motivierten Willen de Patienten aus.






So, ich bin raus für heute und verabschiede schon einmal ins verdiente Wochenende und wünsche euch auch erholsame Tag. Bis demnächst. :)
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Allgemeinmedizin ist ein eigenständiger Facharzt. Und nein, als Neurochirurg ist man nicht auch Allgemeinmediziner und kennt sich zB mit Impfungen aus. Kopfschüttel.
Dann eben Schluss beim Allgemeinmediziner machen, bis wieder andere Stellen benötigt werden. Gilt da nicht woanders auch?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und was heisst 'weiter studieren lassen'? Wer entscheidet denn, wer Orthopäde wird und wer Allgemeinmediziner? Der Arzt selbst. Noch mehr kopfschüttel.
Wenn alle nur noch plastische Chirurgen werden wollen und es keine Allgemeinmediziner mehr gibt, hat da nicht der Staat das Recht als auch die Pflicht regulierend einzugreifen? Überlege mal.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

um 14:57
Zitat von gastricgastric schrieb:Wie man als nicht mobiler patient da überhaupt hinkommt, ist doch ne ganz andere baustelle und völlig unabhängig davon, ob der termin nun morgen oder in 6 monaten stattfindet.
@gastric

Eine ganz andere Baustelle ist das nicht. Wenn ich 6 Monate Zeit habe, ist die Chance natürlich größer, ortsnah eine Versorgung zu finden, als innerhalb eines Tages.

Und natürlich kosten lange Taxifahrten Geld. Das würde ggf das System insgesamt verteuern. Ich bin nicht dagegen, aber das gibt es nun mal nicht umsonst.


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Telefonische Krankschreibung: pro und contra

um 15:00
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wenn alle nur noch plastische Chirurgen werden wollen und es keine Allgemeinmediziner mehr gibt, hat da nicht der Staat das Recht als auch die Pflicht regulierend einzugreifen? Überlege mal.
@PrivateEye

Nein, der Staat hat erfreulicherweise nicht das Recht zu bestimmen, welchen Beruf jemand ergreift.

Und die Pficht hat er damit auch nicht.


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