Macht KI menschliche Arbeitskraft irgendwann überflüssig?
um 06:15Gröbste Zusammenfassung: Ich philosophiere über KI und welche Szenarien grob eintreten könnten und rate am Ende hier Mitlesenden kritisch zu prüfen, wie sie selbst sich zukunftssicher (Fähigkeiten/Berufe) aufstellen können um einer eigenen potenziellen Irrelevanz (was Jobs etc. angeht) vorzubeugen. Je nach Lebensalter und persönlicher Situation usw, klar.
Welchen Hebel hat ein Arbeiter oder Beschäftigter, Angestellter, etc. dann noch? Oder gar eine spezifische Fachkraft, wenn akademische Tätigkeiten auch ersetzbar sind? Der Bruch durch soziale und ökonomische Schichten kann noch massiver werden, wenn kein Ruck durch globale Gesellschaften und Politik geht und Regulierung schlimmere Verwerfungen (und daraus resultierende Spannungen oder Instabilitäten) verhindert.
Grob sehe ich zwei Möglichkeiten: Es läuft mal wieder wie vorher und haves und have-nots bzw. der Unterschied zwischen jenen wird markanter (und die Arbeitskraft des Menschen, die vorher noch ein Hebel oder Dealmaker oder ein benefit für ihn war, wird entwertet oder obsolet) oder eben weil es nur noch schlimmer werden würde kommt robuste policy bzw. Regulierung, die sowohl der Menschheit in Summe ein Profitieren von der Technik erlauben während man irgendwo menschliche Arbeitskraft wahlweise qualitativ und/oder quantitativ schützt oder zumindest eine robuste Grundsicherung für all jene erlaubt die durch die diversen Raster fallen. Und in einer Welt in der theoretisch immer mehr Menschen im Sinne eines Bedarfes an Arbeitskraft obsolet werden, nun, da müsste das schon eine wirklich robuste Grundsicherung sein. Unteres Existenzminimum wird da ggf. nicht reichen oder klappen je nachdem wie viel % in einer Gesellschaft jeweils dauerhaft arbeitslos wären bzw. nicht mehr in noch bestehende menschliche Arbeitsfelder vermittelbar wären.
Das hat sonst schnell das Potenzial in eine Dystopie abzudriften. Ob es im Umkehrschluss möglich ist, mit der Technik und kluger Regulierung eine Utopie zu erreichen? Es wäre möglicher als zuvor aber ich bezweifle es zugleich dennoch. Am Ende ist es immer irgendwo eine noch größere Selbstbereicherung die Wesen (Konzerne, Menschen, Familien, Gruppen, Organisationen, Staaten, Einzelpersonen etc.) vorantreibt. Oder es ist ggf. der Fakt, dass bei endlichen Ressourcen nicht jeder Mensch auf der Welt wie in einer wohlhabenden Industrienation leben kann.
KI wird eine der disruptivsten Zukunftstechnologien sein, die wir als Menschheit je gesehen haben. Wir müssen uns mit klugem Umgang und Regulierung damit quasi selbst schützen. Besonders dem Umstand geschuldet, dass richtige KI den Menschen nicht braucht und ihn bei genug Autonomie auch als zu ignorierenden oder beseitigenden Störfaktor betrachten könnte. Aber das Szenario will ich hier jetzt nicht weiter aufmachen, damit nur zeigen, dass der Mensch auch ganz ohne feindlich handelnde KI viel Selbstschaden (sich selbst gegenüber, kollektiv zumindest) verursachen kann.
Das kann zwar denen die genau davon profitieren dann egal sein. Aber es kann für einen Großteil ja dann kein Traum sein, mager abgespeist mit tristem Dasein zu verweilen, ggf. noch in Slums oder so. Ab nem gewissen Punkt ist Revolution/Aufstand - käme es richtig schlimm - schwieriger wenn du gegen ne Roboterarmee kämpfen darfst. Ich skizziere hier quasi schon einen Punkt wo das Kind richtig in den Brunnen gefallen ist und wir so ein Level an Dystopie unbedingt vermeiden sollten.
Es macht ja Spaß fiktive Werke wie Cyberpunk (von Mike Pondsmith, etc.) anzuschauen oder über Spiele selbst zu erleben. Aber das betrifft mich nicht persönlich und das Spiel kann ich irgendwann ausmachen. Wenn das Spiel zur Realität wird, wird es schon schwieriger mit dem ausmachen :(
Kurz noch als Appell an die die hier mitlesen: Wir wissen nicht was am Ende wie kommen wird. Vielleicht schlagen wir uns in nem Weltkrieg noch die Köppe ein bzw. schießen uns weg bevor wir tatsächliche KI (Super KI) erreichen. Vielleicht kommt alles schlecht oder gut oder ganz anders. Aber guckt hier bitte im Idealfall immer selbst wie ihr euch zukunftssicher aufstellen könnt. Selbst wenn bessere Robotik kommt und überall Einzug findet: Das dauert erst mal noch Jahre. Ihr könnt je nach Alter und Zielsetzung im Leben usw. immer selbst noch eure Position verbessern, indem ihr ggf. schaut wo ihr je nach Alter zukunftssichere Jobs anpeilt oder euch Fähigkeiten aneignet die euch in diese Jobs eher bringen oder eher in euren jetzigen Jobs halten. Wer nicht jetzt oder bald (je nach Alter und Gusto, klar, aber dennoch) anfängt überhaupt mal als Endanwender mit der Technik umzugehen und sie zumindest rudimentär zu verstehen, der wird eher zum Fossil oder links liegen gelassen als Leute, die mitreden können oder auch gar verstehen oder Anwendungserfahrung haben.
Wer nicht mehr lange arbeiten muss (Lebensalter etc) kann sich hier eher zurücklehnen. Ich weiß jetzt nicht, wie die Demografie von Allmystery und den Usern ist die hier bei den Themen mitlesen aber wer noch eher jung ist dürfte sich wohl eher die Frage stellen, was Sinn ergibt. Mal ganz platt: Ich würde z.B. als frischer oder baldiger Schulabgänger jetzt nicht mehr Ausbildung und/oder ggf. Studium in nem Jobsegment anfangen, wenn ich schon erahnen kann, dass das in einigen Jahren obsolet sein könnte bzw. nicht mehr so viele Stellen angeboten werden und ich im Sinne einer Lebensplanung Zeit und ggf. Geld für nichts investiere bzw. verliere. Wenn ich noch mindestens regulär zwei oder mehr Jahrzehnte im Berufsleben verbringen muss würde ich mir auch die Frage stellen, ob ich zukunftssicher aufgestellt bin oder ggf. flexibler agieren sollte. Ggf. auch umplanen sollte.
Ansonsten investiere ich bei "Irrweg" ggf. Geld und Lebenszeit, die nicht mehr zurückkommen. Als Sprungbrett um ggf. dann was besseres zu finden? Ja ok. All-in wie im Kasino obwohl absehbar ist, dass das in absehbarer Zeit obsolet oder kaum besetzt werden wird? Dann nein weil irrig, verlorene Zeit. Nerven, Ressourcen die nie mehr zurückkommen.
Wie könnte es auch anders sein. Schlimmer noch: Workforce automation bedeutet, dass man sich vom Menschen (dem arbeitenden Menschen) unabhängiger machen kann, wenn irgendwann nahtlos ein mobiler autonomer Roboter einen oder mehrere Menschen in einem Tätigkeitsfeld ersetzen kann.Bluemeanie schrieb:Seiner Ansicht nach sind es wieder die üblichen Verdächtigen, die profitieren werden.
Welchen Hebel hat ein Arbeiter oder Beschäftigter, Angestellter, etc. dann noch? Oder gar eine spezifische Fachkraft, wenn akademische Tätigkeiten auch ersetzbar sind? Der Bruch durch soziale und ökonomische Schichten kann noch massiver werden, wenn kein Ruck durch globale Gesellschaften und Politik geht und Regulierung schlimmere Verwerfungen (und daraus resultierende Spannungen oder Instabilitäten) verhindert.
Grob sehe ich zwei Möglichkeiten: Es läuft mal wieder wie vorher und haves und have-nots bzw. der Unterschied zwischen jenen wird markanter (und die Arbeitskraft des Menschen, die vorher noch ein Hebel oder Dealmaker oder ein benefit für ihn war, wird entwertet oder obsolet) oder eben weil es nur noch schlimmer werden würde kommt robuste policy bzw. Regulierung, die sowohl der Menschheit in Summe ein Profitieren von der Technik erlauben während man irgendwo menschliche Arbeitskraft wahlweise qualitativ und/oder quantitativ schützt oder zumindest eine robuste Grundsicherung für all jene erlaubt die durch die diversen Raster fallen. Und in einer Welt in der theoretisch immer mehr Menschen im Sinne eines Bedarfes an Arbeitskraft obsolet werden, nun, da müsste das schon eine wirklich robuste Grundsicherung sein. Unteres Existenzminimum wird da ggf. nicht reichen oder klappen je nachdem wie viel % in einer Gesellschaft jeweils dauerhaft arbeitslos wären bzw. nicht mehr in noch bestehende menschliche Arbeitsfelder vermittelbar wären.
Das hat sonst schnell das Potenzial in eine Dystopie abzudriften. Ob es im Umkehrschluss möglich ist, mit der Technik und kluger Regulierung eine Utopie zu erreichen? Es wäre möglicher als zuvor aber ich bezweifle es zugleich dennoch. Am Ende ist es immer irgendwo eine noch größere Selbstbereicherung die Wesen (Konzerne, Menschen, Familien, Gruppen, Organisationen, Staaten, Einzelpersonen etc.) vorantreibt. Oder es ist ggf. der Fakt, dass bei endlichen Ressourcen nicht jeder Mensch auf der Welt wie in einer wohlhabenden Industrienation leben kann.
KI wird eine der disruptivsten Zukunftstechnologien sein, die wir als Menschheit je gesehen haben. Wir müssen uns mit klugem Umgang und Regulierung damit quasi selbst schützen. Besonders dem Umstand geschuldet, dass richtige KI den Menschen nicht braucht und ihn bei genug Autonomie auch als zu ignorierenden oder beseitigenden Störfaktor betrachten könnte. Aber das Szenario will ich hier jetzt nicht weiter aufmachen, damit nur zeigen, dass der Mensch auch ganz ohne feindlich handelnde KI viel Selbstschaden (sich selbst gegenüber, kollektiv zumindest) verursachen kann.
Das kann zwar denen die genau davon profitieren dann egal sein. Aber es kann für einen Großteil ja dann kein Traum sein, mager abgespeist mit tristem Dasein zu verweilen, ggf. noch in Slums oder so. Ab nem gewissen Punkt ist Revolution/Aufstand - käme es richtig schlimm - schwieriger wenn du gegen ne Roboterarmee kämpfen darfst. Ich skizziere hier quasi schon einen Punkt wo das Kind richtig in den Brunnen gefallen ist und wir so ein Level an Dystopie unbedingt vermeiden sollten.
Es macht ja Spaß fiktive Werke wie Cyberpunk (von Mike Pondsmith, etc.) anzuschauen oder über Spiele selbst zu erleben. Aber das betrifft mich nicht persönlich und das Spiel kann ich irgendwann ausmachen. Wenn das Spiel zur Realität wird, wird es schon schwieriger mit dem ausmachen :(
Kurz noch als Appell an die die hier mitlesen: Wir wissen nicht was am Ende wie kommen wird. Vielleicht schlagen wir uns in nem Weltkrieg noch die Köppe ein bzw. schießen uns weg bevor wir tatsächliche KI (Super KI) erreichen. Vielleicht kommt alles schlecht oder gut oder ganz anders. Aber guckt hier bitte im Idealfall immer selbst wie ihr euch zukunftssicher aufstellen könnt. Selbst wenn bessere Robotik kommt und überall Einzug findet: Das dauert erst mal noch Jahre. Ihr könnt je nach Alter und Zielsetzung im Leben usw. immer selbst noch eure Position verbessern, indem ihr ggf. schaut wo ihr je nach Alter zukunftssichere Jobs anpeilt oder euch Fähigkeiten aneignet die euch in diese Jobs eher bringen oder eher in euren jetzigen Jobs halten. Wer nicht jetzt oder bald (je nach Alter und Gusto, klar, aber dennoch) anfängt überhaupt mal als Endanwender mit der Technik umzugehen und sie zumindest rudimentär zu verstehen, der wird eher zum Fossil oder links liegen gelassen als Leute, die mitreden können oder auch gar verstehen oder Anwendungserfahrung haben.
Wer nicht mehr lange arbeiten muss (Lebensalter etc) kann sich hier eher zurücklehnen. Ich weiß jetzt nicht, wie die Demografie von Allmystery und den Usern ist die hier bei den Themen mitlesen aber wer noch eher jung ist dürfte sich wohl eher die Frage stellen, was Sinn ergibt. Mal ganz platt: Ich würde z.B. als frischer oder baldiger Schulabgänger jetzt nicht mehr Ausbildung und/oder ggf. Studium in nem Jobsegment anfangen, wenn ich schon erahnen kann, dass das in einigen Jahren obsolet sein könnte bzw. nicht mehr so viele Stellen angeboten werden und ich im Sinne einer Lebensplanung Zeit und ggf. Geld für nichts investiere bzw. verliere. Wenn ich noch mindestens regulär zwei oder mehr Jahrzehnte im Berufsleben verbringen muss würde ich mir auch die Frage stellen, ob ich zukunftssicher aufgestellt bin oder ggf. flexibler agieren sollte. Ggf. auch umplanen sollte.
Ansonsten investiere ich bei "Irrweg" ggf. Geld und Lebenszeit, die nicht mehr zurückkommen. Als Sprungbrett um ggf. dann was besseres zu finden? Ja ok. All-in wie im Kasino obwohl absehbar ist, dass das in absehbarer Zeit obsolet oder kaum besetzt werden wird? Dann nein weil irrig, verlorene Zeit. Nerven, Ressourcen die nie mehr zurückkommen.

