Die Frage warum ich nervös bin, ist eine gute. Ich fürchte, das liegt zum guten Teil an meinem Perfektionismus. Ich will Dinge gerne richtig machen, alles andere fühlt sich nach versagen an. Auch wenn es das nüchtern betrachtet nicht ist.
DocMorpheus schrieb am 26.02.2026:Ich kenne das, ich leide auch unter Prüfungsangst. Ein wirkliches Rezept gibt es nicht, ich versuche mir immer auszumalen was wenn es nicht klappt…meistens muss man sich ja eingestehen das es nicht schlimm wäre.
Das stimmt. Der Gedanke hat mir irgendwann auf der Uni ganz gut geholfen. Zumindest beim ersten Antritt für eine Prüfung. In der Regel ist es nicht schlimm, wenn es nicht oder nicht gleich klappt.
grätchen schrieb am 26.02.2026:Vllt hast Du ja die Möglichkeit Dich 1-2 Mal von einem Psychologen coachen zu lassen, der Erfahrung mit dieser Art der Therapie hat?
Da muss ich mich mal umschauen, aber du hast recht, dass das ein guter Ansatz sein könnte. Auf der Uni habe ich auch 1-2 Mal ein Coaching wegen Prüfungsangst gemacht und obwohl das wirklich nur wenige Einheiten waren, hat das erstaunlich viel gebracht.
Motzfussel schrieb am 26.02.2026:Aber Atemübugungen können z.b helfen ( auch gegen das Zittern in der Stimme).
Hast du Beispiele für solche Atemübungen? Früher, als Fahranfänger, hat mich zum Beispiel Autofahren sehr gestresst. Da hilft mir regelmäßiges Atmen auch. Aber ich Singe dann laut in stressigen Situationen beim Fahren. Dabei atme ich regelmäßig weiter und bin konzentriert. Aber bei einem Vorstellungsgespräch kann ich ja nicht anfangen lautstark meine Lieblingslieder zu Trällern. :-D
Kangaroo schrieb am 26.02.2026:Wenn ich vorher doch mal nervös bin höre ich mir ein Mindset Video von Kontra K an, danach bin ich vom Mindset eingeschworen.
Das schaue ich mir mal an. Klingt interessant.
Motzfussel schrieb am 26.02.2026:Klingt vielleicht blöd - aber ich finde ChatGPT für sowas hilfreich. Mögliche Fragen durchspielen, antworteten üben.
Was für Angaben machst du ChatGPT dann, wenn du die KI bittest mit dir zu üben? Ich habe auch dann und wann schon Fragen an die KI gestellt und finde das schon teilweise sehr brauchbar. Aber ich habe da oft eher den Eindruck, dass sie mir Honig ums Mail schmiert. Alle meine Fragen sind gute Fragen, ich mache alles toll und habe wunderbare Überlegungen. Kontra hat mir die KI eigentlich noch nie gegeben.
Dancingfool schrieb am 26.02.2026:Auch auf die unmöglichsten Fragen gefasst sein.
Ja, das ängstigt mich eben. Dass an nicht weiß, was an Fragen gestellt wird. Und dass man manchmal gerne einfach ein paar Minuten zum in Ruhe nachdenken hätte. Gibt es online vielleicht eine Liste oder Sammlung an solchen unmöglichen Fragen aus Vorstellungsgesprächen?
VvJ schrieb am 26.02.2026:Ordentlichen Blunt hämmern. Oder zwei, drei gescheite Balken rauchen.
Naja. Das ist sicher ein guter Punkt um zu betonen, dass Pflanzen auch Wirkstoffe enthalten. Aber mich vor einem Vorstellungsgespräch zu bedüseln kommt für mich nicht in Frage. Und Rauschzustände zur Problembewältigung auch nicht. Da wird sonst, wenn man nicht nur zum Genuss was trinkt oder raucht, schnell ein problematisches Konsummuster draus. Und darauf habe ich keine Lust.
Pacmys schrieb am 26.02.2026:Es gibt durchaus viele gute Teesorten, die zur Entspannung beitragen können. Auch Baldrian oder Passedan sind sehr gut und tragen zur Entspannung bei. Die Sachen muss man halt alle auf lange Sicht einnehmen.
Bei Tees bringt das bestimmt ein winziges bisschen was, aber da ist die Dosierung der Heilpflanzen in der Regel ja eher recht niedrig. Habe mir jetzt mal Passedan plus Baldrian Tabletten aus der Apotheke geholt und nehme die vor dem Einschlafen ein. Das hilft mir persönlich erstaunlich gut und besser ausgeschlafen kippe ich auch tagsüber nicht mehr so schnell in Zustände der inneren Unruhe.
sooma schrieb am 26.02.2026:Kannst es ja mal zur Unterstützung und fürs Wohlbefinden mit Düften versuchen.
Gute Idee! Ich mag den Geruch von Zirbenholz total gerne. Ich rieche jetzt bewusst in entspannten Situationen daran um in meinem Kopf Entspannung und den Duft zu verknüpfen. Dann kann ich auch etwas danach duftendes mitnehmen, wenn ich ein Vorstellungsgespräch habe und hoffentlich so dann etwas Entspannung gezielt abrufen.
Motzfussel schrieb am 26.02.2026:Mein Highlight sind Motivationsschreiben, bei jedem Pillepallejob. Unsere Gemeinde wollte das vor einigen Jahren selbst von unserer Putzkraft/ 12 Stunden....nichts für ungut....aber was ist da wohl die Motivation - Geld verdienen.
Ja, Geld verdienen. Aber da geht es ja letzten Endes uns allen drum, oder? Natürlich mag man einen Job, den man sich möglichst gut vorstellen kann. Aber die wenigsten von uns werden ihre Erwerbsarbeit wohl als solche Erfüllung sehen, dass sie das auch gratis machen würden.
Pacmys schrieb am 26.02.2026:Mir kann ja keiner erzählen die Putzfrau bewirbt sich jetzt für einen Job und glaubt dabei ernsthaft sie verändert jetzt die Welt. Aber genau das wollen die oft hören:)
Ist vielleicht ein Chef-Ding. Ich hatte auch schon Vorgesetzte, die meinten, dass alles, was ihr Unternehmen anbietet, die Welt zu einem besseren Ort macht. Die wollen auch von einer Putzfrau hören, dass sie deshalb so gerne reinigen, weil sie das auch mental in einem ordentlichen Zustand hält und sie das Putzen für ihr eigenes Wohlbefinden brauchen. Und Veränderungen im kleinen sind der erste Schritt zu Veränderungen zum Größeren. Halte Ordnung - und die Ordnung hält dich! /s
Okabe schrieb am 26.02.2026:Und ob du dich zum Affen machst oder nicht ist auch egal, ein paar Tage später haben sie dich eh vergessen.
Das stimmt. Denen geht es nicht um mich als Person, sondern nur um meine Rolle als Bewerberin. Und da bin ich eine Nummer von vielen.