martenot schrieb:Das würde für mich keine große Rolle spielen. Ich bin nicht so häuslich und habe auch gar keinen Garten. Da gibt es nicht viel, was zu tun wäre, wenn ich längerfristig weg wäre.
Das mag in der Tat unterschiedlich sein. In bin da schon etwas mehr häuslich (wennauch nicht altbacken
;))
Ich habe Kollegen, die über zwei Jahre hinweg von Montag bis Freitag in einem Mitarbeiterwohnheim, gute 200 km entfernt von ihrem Wohnort, wohnten. Eine solche Stelle würde ich nur deutlich notfalls annehmen: Keine Haustiere möglich, Pflanzen eingeschränkt, auch mit dem Essen ist man eingeschränkt und kann kaum etwas zubereiten das länger geht, durchzieht, einfach Zeit zum "rumstehen" braucht. Mir persönlich fehlt dann auch mein Zuhause als mein eigener Rückzugsort.
Ein Kollege, es wäre beruflich so nicht notwenig gewesen, nutzte über Jahre eine möblierte Wohnung, besaß nur was in einen Koffer passte.
Ihm sagte das offensichtlich zu, völlig okay; für mich wäre es nichts: Bücher, Modellbausachen, Haustiere, Pflanzen....
Mich störte an den vielen Reisen auch, u.a.: Oft am Wochenende los oder erst am Sonntag spät zurück sodass ich Aktivitäten wie spezielle Märkte, Wanderausstellungen und dergleichen verpasste, im Verein oft nicht mehr anwesend war auch wenn es interessant gewesen wäre.
Oft ging es mir dann so: Etwas Interessantes gesehen, Blick in den Terminkalender: da bin ich ja gar nicht da... Mir persönlich ist das zwar nicht so wichtig, Geburtstag zu feiern oder ihn genau am Geburtstag zu feiern (selbiges mit anderen Jahrestagen), aber in der Tat, ich war zumeist auch zum Geburtstag, Hochzeitstag etc. nicht zu Hause (wie gesagt: egal, aber mag manche stören), oder ganz knapp vor Weihnachten oder über Neujahr weg.
Persönlich bin ich auch sehr froh, dass das dauernde Umziehen, alle zwei bis drei Jahre langstreckig, wohl der Vergangenheit angehört. Ich fand es umständlich, und vieles war auch dadurch eher nicht möglich bzw. nicht angebracht, z.B. Haustiere, oder eine teurere Anschaffung "die fürs Leben hält".