KFB schrieb:Und wie stehst du zu Leuten, die sagen, dass sie gerne Fleisch essen und auch gerne viel und aus diesem Grund das Günstigste aus dem Supermarkt holen? Weil, die sehen ja nicht wie die Tiere im Vorfeld behandelt werden und das Schnitzel hat ja auch keine Kulleraugen
@KFBHab einen guten langjährigen Freund, der so ist und obwohl er genug Geld hätte immer Haltungsstufe 1 kauft. Er sagt immer ihm seien die "Viecher" egal. Ich nenn ihn dann manchmal Psychopath oder schicke ihm provokante vegane aktivistische Botschaften aber ohne dass das in irgendeiner Art und Weise unsere Freundschaft belasten würde. Also demnach bin ich wohl schon sehr tolerant. Nur weil Menschen in diesem wichtigen Aspekt charakterliche Defizite aufweisen, können sie in anderen Bereichen trotzdem gute Menschen sein. Gleichzeitig gibt es bestimmt auch egozentrische, fremdgehende Tierrechtsaktivisten, kann ich mir vorstellen. Trotzdem kann ein Mensch bei mir keinen größeren Sympathiebonus haben als wenn er oder sie vegan lebt. Das sind für mich dann immer automatisch Brüder bzw. Schwestern im Geiste.
Trotz meiner Toleranz heißt das aber nicht, dass ich nicht auch die Stimme erhebe, wenn z.B. Unwahrheiten verbreitet werden. Neulich war ich auf einem Festival und ein Bekannter erzählte in einer größeren gemischten Gruppe er sei Vegetarier, weil für ihn kein Tier sterben soll. Den hab ich da vor der versammelten Gruppe komplett debunked ohne Rücksicht auf Verluste. Ich meinte dann zu ihm "no offence" am Ende und so, aber wenn gelogen oder geheuchelt wird, dann erhebe ich meine Stimme. So gesehen mein langjähriger Freund dann konsequenter, der einfach sagt, dass ihm die Tiere egal sind. Triggert mich weniger als die Heuchler
:D Habe aber gleichzeitig auch Respekt vor den konsequenten Tierrechtsaktivisten wie dem Oliver Loos, die da halt weitaus kompromissloser in ihrem Umfeld agieren. Für mich und meinen Charakter so aber irgendwie nicht praktikabel. Aber trotzdem möchte ich auch meinen Beitrag leisten und den Tieren eine Stimme geben, in einem Rahmen, der für mich, wie gesagt, praktikabel ist.