Tierrechtsaktivismus wie Anonymous f. the Voiceless & Cube of Truth
gestern um 00:05Schwierig. Von der Thematik bin ich auf deren Seite, aber die Methode dürfte wenig Gehör finden. Man erreicht Menschen meist besser, indem man sich auf sie einlässt.M1ndCon7rol schrieb:Wie findet ihr diese Form von Aktivismus?
Stell dir 2 Lehrer in der Grundschule vor. Einer der dein Verhalten immer wieder stark kritisiert, und einer der sich einwenig auf dich einlässt. Von wem würdest du eher Worte annehmen, welches handeln würde dich sogar noch eher verhärten?
Klar, harte Worte können auch mal wachrütteln. Genauso wie ein Film der die Abgründe der Industrie aufzeigt. Aber das sind meist situationsbedingte Ausnahmen. Bei einem Freund braucht es dafür oft das richtige Timing, und wer sich einen Film darüber anschaut, tut es meist freiwillig und ist deswegen schon ein wenig dafür offen.
Wenn schon geschockt werden soll, müsste es etwas sein was sie selbst betrifft. Unsere Umwelt wird nun durch den Mensch jedes Jahr unangenehmer werden. Jedes Jahr werden in Zukunft mehr Menschen dem "Unendlichen Wachstum", dem Konsumverhalten, was sich in unsere Umwelt manifestiert, zu Opfer fallen...
Die Tierhaltung macht für die Umwelt dabei keinen geringen Wert aus. Zum Vergleich macht die Tierhaltung ca. 5 mal soviel Belastung wie der Weltweite Flugverkehr. Eventuell darüber Argumentieren wenn die Worte der Lobbyisten ihr Gewicht verlieren, da die Mehrheit der Menschen unumstößlich in naher Zukunft den Wandel am eigenen Leib erfahren werden. 40c im Schatten scheint zum wach werden zwar schon gut, aber offensichtlich nicht genug. Durch den Rattenschwanz des Wandels dürfte es aber noch deutlich unangenehmer werden.
Was aber auch nur ein Strohhalm sein dürfte... Die Masse, so wie mein Eindruck, ist längst abgestumpft. Zu sehr durch den Druck der Wirtschaft, mit eigenen Problemen und untereinander kämpfend, als dass sie sich auf ein zusätzliche Umgewöhnung durch Worte von Passanten auf der Straße einlassen würden.
Von all den Methoden halte ich nicht viel... Vielleicht ist mein Blick auch zu negativ. Aber ich glaube kaum, dass ein gravierender Wandel ohne Menschen in Schlüsselpositionen der Wirtschaft, Medien, und Politik von statten gehen kann. Diejenigen sind es, die sich rigoros einander von den Positionen "aussortieren" müssten, damit sie einen geeinten Willen für den Erhalt der Umwelt destillieren, und damit auch eine Veränderung des Konsumverhalten auf die Masse übertragen könnten. Was aber schlichtes Wunschdenken sein dürfte... Letztendes, halte ich das wahrscheinlichste Szenario für eines, was sehr düster wird... -.-








