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Bund - Ja/Nein

294 Beiträge, Schlüsselwörter: Moral, Bundeswehr, Entscheidung, Bund, Verpflichtung

Bund - Ja/Nein

19.08.2007 um 18:05
LOL

Hihi jaja auch unsrer hatte ein Fable für ÜbHandgranaten....beim Angriff auf unser Lager hatter se dem GrF der andern Gruppe "vor die Füße" geworfen.....die haben sich halb kaputtgelacht...nagut, wir mussten unsern Waffen auch Namen geben, das war lustich :D achja das war ne schöne Zeit :D:D:D


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Bund - Ja/Nein

19.08.2007 um 18:08
mir hat meiner auch mal einer eine vor die füße geworfen hat schön gepfiffen^^

wir mussten ihnen keine namen geben aber die waffen mussten wir nach übungen imemr mit ins bett nehmen :D mit dem spruch "das wird die nächsten 9 monate die einzige frau sein die mit euch in diesem bett kuschelt!"

:D


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Bund - Ja/Nein

19.08.2007 um 18:10
fühlt euch doch nicht immer für jeden pups angegriffen, nur weil ihr beim bund seit oder gewesen seit!

man schreibt was ohne irgendjemanden persöhnlich damit anzugreifen, was manche leute dann aus unerfindlichen gründen doch tun und dann wundern diese sich, dass man sie nicht ernst nimmt!

naja hauptsache ich hab spaß! denn lachen ist gesund!

also leute macht zivi, denn alte, kranke oder behinderte menschen können sich nich so gut zur wehr setzen und so bracht ihr nichmal an der waffe ausgebildet zu sein um sie fertig zu machen!


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19.08.2007 um 18:24
also leute macht zivi, denn alte, kranke oder behinderte menschen können sich nich so gut zur wehr setzen und so bracht ihr nichmal an der waffe ausgebildet zu sein um sie fertig zu machen!


Hätt nich gedacht, dass von dir nochwas Vernünftiges kommt :D:D:D


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19.08.2007 um 18:29
Also,wenn ich mich an meine Zeit beim Bund so zurück erinnere,dann hatte die Sache einen Vorteil:
Du mußtest lernen,mit unterschiedlichsten Leuten,mit unterschiedlichster sozialer Herkunft,unterschiedlichstem Bildungsstand und unterschiedlichstem Charakter auszukommen, ob Du wolltest oder nicht. Und das hat so manchem verwöhnten Upperclass-Abiturienten nicht geschadet.
Und Du mußtest lernen Druck auszuhalten und mit Druck umzugehen,was auch nix verkehrtes war.

Du mußt Dir natürlich folgendes klar machen:
Als Soldat hast Du es mit Waffen zu tun, und das setzt verantwortlichen Umgang damit voraus,aber auch die Tatsache,sie im Ernstfall einsetzen zu müssen, mit allen Folgen die das haben kann.
Damit und ob Du das kannst und dazu bereit bist ,solltest Du Dich intensiv auseinandersetzen,bevor Du dort hin gehst ..


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Bund - Ja/Nein

19.08.2007 um 18:31
Ziemlich einseitige Ansichten die man hier liest! Sicherlich, es gibt Gründe für und gegen den Bund. Deshalb existiert dieser Thread hier auch.

@Dim: es stand nicht in meinem Interesse dich "anzumachen". Habe dich lediglich darauf hingewiesen, dass deine Begründungen auf wenig Recherche zurückgreifen.
Spiele dich bitte nicht auf. Das tun andere hier ja auch nicht.

Es ist ein Wunschdenken sich eine Welt ohne Gewalt bzw. Krieg vorzustellen. Natürlich benutzen Kritiker immer Begründungen vom töten und dergleichen aber das ist sehr realitätsfremd!

Es ist aber Realität, dass das Militär, ja sogar die Kriege dieser Welt immer zu, Fortschritt beigetragen haben.
Es gäbe kein Rotes Kreuz (und vergleichbare Institutionen) ohne Kriege.
Euer "Navi" würde ohne GPS überhaupt nicht funktionieren. GPS wurde vom amerikanischen Militär erfunden und etabliert. Und wer nun meinen möchte das er eh auf Karten zurückgreift ........ Karten sind eine Erfindung desMilitärs aus alten Zeiten.
Nahezu jede technische Errungenschaft des heuigen täglichen Lebens wurde primär zu militärischen Zwecken erfunden.

Und noch etwas in eigener Sache:
Die heutige Bundeswehr mit absichtlichen Töten von Menschen ohne jedweden vertretbaren Grund in Verbindung zu bringen kommt einen Schlag ins Gesicht unserer heutigen Kultur gleich. Damit schafft man eine Brücke zu den Ansichten und Gründen vergangener Verbrechen im national-sozialistischen Deutschland.
Die Bundeswehr ist eine Verteidigungsarmee. Sie beschützt das deutsche Volk sowie die freien Völker dieser Erde und erzwingt keine Gewalttaten! Weiterhin übersteigt die Zahl der humanitären Hilfsaktionen der Bundeswehr die der Kampfhandlungen!
Denkt bitte mal darüber nüchter und sachlich nach!

Lg
sympatikus


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19.08.2007 um 18:32
@ZaphodB: Wahre Worte! Kann deine Meinung nur unterstützen! Gute Ansichten!


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Xedion65
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19.08.2007 um 19:30
sympatikus

Zum einen würde ich nicht so weit gehen und Krieg/Militär mit technischem Fortschritt zu rechtfertigen, das kann nicht gut gehen.
Zum anderen hätte es technische Entwicklungen auch ohne Kriege gegeben, nur eben um einiges langsamer. Die Raumfahrt hat heute kaum noch einen militärischen Hintergrund, trotzdem werden Fortschritte gemacht, wenn auch nicht so schnell wie im kalten Krieg.
Zu behaupten es gäbe keine Karten ohne das Militär usw. ist natürlich etwas weit hergeholt, da man das Rad eben nicht 2 mal neu erfindet, daher darf man auch als Pazifist getrost darauf zurückgreifen, es hätte über kurz oder lang auch jemand "ziviles" erfunden :)

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Man sollte jedoch unterscheiden zwischen Wehrpflicht und hauptberuflich beim Bund anzuheuern.
Ich habe mich damals aus verschiedenen Gründen für den Zivildienst entschieden.
Zu "dienen" bedeutet zumindest sein Einverständnis dafür zu geben, aufMenschen zu schießen, im Zweifelsfall auf Befehl - unter Strafandrohung (Gehorsamsverweigerung).
Es widerstrebt mir jedoch (auch nur theoretisch) in eine solche Situation zu kommen, wo ich im Ernstfall auf einen Befehl und nicht auf mein Gewissen zu hören habe.
Dazu kam, dass ich ein Problem damit habe, Anweisungen auszuführen, die mir sinnlos erscheinen :). Wenn ich schon etwas mache, dann will ich auch überzeugt davon sein, dass es das "richtige" ist. In wiefern dies beim Bund eingetreten wäre, kann ich nicht sagen, ich hatte jedoch das Gefühl, dass die Wahrscheinlichkeit dafür wesentlich größer ist als beim Zivildienst.
Weiterhin hatte ich den Eindruck, dass die Arbeit als Zivi (ich war in nem Krankenhaus) menschlich mehr bringt als die Betätigung beim Bund. Ich sah für mich zumindest keinen Sinn in diesen 9 Monaten beim Bund.

Das wichtigste war aber wohl die Tatsache, dass ich mich damals, genauso wie heute frag(t)e, mit welcher Rechtfertigung icheigentlich "gezogen" werde. Gibt es überhaupt noch so etwas wie Gerechtigkeit, wenn gerade einmal 1/3 - 1/2 aller jungen Männer (oder so ähnlich) und damit wohl nicht einmal mehr 30% der Leute eines Jahrgangs antreten müssen um einen solchen Zwangsdienst zu leisten? Ja in der Tat, es war mir zu blöd, morgens um 5 aufzustehen und mich anbrüllen zu lassen, als einer der 25%, die "unglücklicherweise" tauglich waren und dem "falschen" Geschlecht angehörten - und daher in dieser Zeit einen Teil ihrer Menschenrechte einbüßten. Mit faul oder feige hat das überhaupt nichts zu tun, ich habe den für mich angenehmeren Weg gewählt, wenn ich schon ein Übel auferlegt bekomme, dann nehme ich doch lieber das (für mich) "kleinere". Dafür hatte ich dann eine 40 Stunden Woche als Zivi..es gab sicher auch "bequemere" Stellen.

Ein Berufssoldat, der hier seine Erfüllung sieht muss sich natürlich nur über die Gewissensfragen Gedanken machen. Daher muss man das wohl auch ein wenig trennen.


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19.08.2007 um 19:42
Beim Bund gehts nich um Selbstverwirklichung und Annehmlichkeiten sondern darum, dass Männer höhere Ziele wie zum Beispiel Friedensschaffung/erhaltung verteidigen können und das mit den dafür notwendigen Mitteln. Man geht auch nich zum Bund um noch zum Schlafengehen was vorgelesen zu bekommen, Armee bedeutet nunmal, dass man Befehle ausführt. Befehle sind rechtlich geregelt und unrechtmäßige Befehle sind zu verweigern, wer sie ausführt, der wird bestraft. Und der, der sie gibt wird in jedem Fall bestraft. Desweiteren wird man als GWDL nicht nach Afghanistan geschickt, die Zeiten haben sich geändert, wer nur seinen Grundwehrdienst leistet, der muss sich überhaupt keine Gedanken machen, der wird nie in die Verlegenheit kommen, jemanden töten zu müssen. Und ich hätte keine Gewissensbisse, wenn ich jemanden umnieten müsste, der mit Gewehr und Granaten auf mich zugerannt/fahren kommt und mich töten will, da isses mir scheißegal, ob der ne Familie oder Freunde hat, denn ich habauch sowas und die will ich wiedersehen, wenn er nich sterben will, dann soll er sich gefälligst von mir fernhalten. Viele hier sehen den Soldaten als den Mörder, der ohne Einschränkung über das Leben anderer gebietet aber bei dieser Verblendung denken viele nich daran, dass auf der andern Seite auch solche Leute stehen und das mit hoher Wahrscheinlichkeit aus nicht so ehrenvollen Motiven wie Friedenssicherung o.ä.


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Xedion65
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19.08.2007 um 19:59
GilbMLRS

Ach diese höheren Ziele, sei doch nicht albern. Es mag ja sein, dass ein Berufssoldat, diese Haltung vertreten kann, aber ein Wehrpflichtiger? In den 9 Monaten haben doch die meisten mit "Friedensschaffung" oder "Friedenserhaltung" überhaupt nix am Hut. Man sitzt eben die Zeit ab, hat Spaß oder nicht - und weiter? Man kann sich natürlich vieles einreden, für höhere Ziele habe man gekämpft ..wers glaubt.
GilbMLRS schrieb:Befehle sind rechtlich geregelt und unrechtmäßige Befehle sind zu verweigern, wer sie ausführt, der wird bestraft. Und der, der sie gibt wird in jedem Fall bestraft.
Das ist zwar schön und gut, aber vielen Fällen weiß man doch garnicht was Sache ist. Wenn der Befehl heißt, schieß Ziel xy ab, würdest du es tun, auch wenn du nicht weißt, was der Hintergrund ist? Bei so etwas rebelliert mein Gewissen, Beispiel Irak.
GilbMLRS schrieb:Desweiteren wird man als GWDL nicht nach Afghanistan geschickt, die Zeiten haben sich geändert, wer nurseinen Grundwehrdienst leistet, der muss sich überhaupt keine Gedanken machen, der wird nie in die Verlegenheit kommen, jemanden töten zu müssen.
Damit widersprichst du dir ja praktisch selbst, wenn es um die "höheren Ziele" geht. Mir ist auch klar, dass kein Wehrpflichtiger in einen Kampfeinsatz kommt (sofern es kein Verteidigungsfall ist). Umso mehr war ich damals in meiner Entscheidung bestärkt denn die Tatsache,
GilbMLRS schrieb:Und ich hätte keine Gewissensbisse, wenn ich jemanden umnieten müsste, der mit Gewehr und Granaten auf mich zugerannt/fahren kommt und mich töten will, da isses mir scheißegal, ob der ne Familie oder Freunde hat, denn ich habauch sowas und die will ich wiedersehen, wenn er nich sterben will, dann soll er sich gefälligst von mir fernhalten.
Das ist schön für dich. Vielleicht ist es dazu auch nötig, dass man sich nicht all zu viele Gedanken macht. Wenn ich mir aber überlege z.B. in den Irak versetzt zu werden und dortdurch "Umnieten" von Angreifern mein Leben zu retten, so hat das immer einen faden Beigeschmack, je nachdem welches Ziel eine solche Militäroperation letzendlich verfolgt. Viele US-Soldaten sind es z.B. mittlerweile Leid, ihr Land (und Leben) dort unten zu verteidigen. In vielen Fällen verfolgt "der Feind" auch nur seine politischen Ziele und die Soldaten sind letzendlich genauso arm dran wie ich auch (es ist seine Aufgabe sich NICHT von dir fern zu halten), wenn ich an der Front bin, mit Familie und Freunden. Für dich mag das keinen Unterschied machen und im Ernstfall zählt wohl wirklich Ich > der andere. Aber darüber muss man sich vorher Gedanken machen.
GilbMLRS schrieb:Viele hier sehen den Soldaten als den Mörder, der ohne Einschränkung über das Leben anderer gebietet aber bei dieser Verblendung denken viele nich daran, dass auf der andern Seite auch solche Leute stehen und das mit hoher Wahrscheinlichkeit aus nicht so ehrenvollen Motiven wie Friedenssicherungo.ä.
Was "ehrenvoll" ist, wird doch gerade von der eigenen Führung/Kultur bestimmt. Für einen Islamisten ist es ehrenvoll sich in die Luft zu jagen. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit starben viele der Soldaten im Irak auch nur deshalb, weil sie keine andere Wahl hatten oder ihr Land verteidigten.


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Xedion65
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19.08.2007 um 20:01
Huch da hab ich was vergessen:

"Damit widersprichst du dir ja praktisch selbst, wenn es um die "höheren Ziele" geht. Mir ist auch klar, dass kein Wehrpflichtiger in einen Kampfeinsatz kommt (sofern es kein Verteidigungsfall ist). Umso mehr war ich damals in meiner Entscheidung bestärkt denn die Tatsache",
dass ich mein "gelerntes" mit hoher Wahrscheinlichkeit eh nie anwenden werde, spricht nicht gerade für sich. Das ist genauso wie mit Mathematik in der Schule ;)


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pommes1983
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Bund - Ja/Nein

19.08.2007 um 20:03
GWDL hat damit sowieso nichts zu tun, das ist meiner Ansicht nach Verbrennung von Geldern gleichzusetzen, obwohl die höchstens Fahrkosten und Mittagessen erstattet bekommen..
Also ehrlich, nirgends gammelt man so viel rum wie beim Bund nach der AGA. Nach allem was ich gesehen habe sind grundwehrdienstleistende überflüssig, da die Ausbildung ja auch nicht gerade günstig ist. Die Bundeswehr sollte zu einer reinen Berufsarmee gemacht werden. Die Unteroffiziere sind eh (wenn man mal von einpaar Ausnahmen absieht) nicht ausgelastet.

Naja, wer sich jetzt für ein Studium verpflichtet sollte bedenken, dass er sich in erster Linie verpflichtet um Z-Sau zu werden und dann die Möglichkeiten zur Wiedereingliederung in das normale Berufsleben in Anspruch nehmen kann.


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19.08.2007 um 20:15
aber vielen Fällen weiß man doch garnicht was Sache ist.

Dann sollte man sich informieren, jeder Soldat bekommt ein Buch in die Hand gedrückt. Das nennt sich: Soldatengesetz.

Schieß auf xy. Befehle kommen ja immer von höherer Stelle. Wenn xy bewaffnet sind, dann ist es schonmal Grundsatz, dass man wachsam ist und dann schießt man auch, denn schließlich ist das Waffentragen rein rechtlich nur Soldaten, Polizisten vorbehalten. Und diese sind als solche zu erkennen, also wenn ein Zivilist mit Sturmgewehr rumrennt, dann muss ich davon ausgehen, dass er ncit grade auf meiner Seite steht und eine potentielle Gefahr ist. Desweiteren gibt es eindeutige Regeln, wer sich wie auf/in der Nähe von militärischen Anlagen zu verhalten hat. Die Strafen bei Nichtbeachtung sind auch bekannt, das setzt schon der gesunde Menschenverstand voraus.

Höhere Ziele sind zum Beispiel, dass Zivilisten in einem Land wieder ihrem gereglten Leben nachgehen können und nicht vonirgendwelchen Milizen verfolgt, marodiert oder Ähnliches werden. Das heißt, dass auch um das Beispiel mal aufzugreifen, Zivildienstleistende ungestört eben diesem Dienst nachgehen können, ohne, dass sie Angst haben müssen, dass das Krankenhaus von Terroristen in die Luft gejagt wird oder die Kranken und Alten von irgendwelchen Fanatikern im hinterhof erschossen werden. Denn ohne bewaffnete Kräfte würden solche Sachen UNGESTRAFT passieren. Und ich rede nicht von Deutschland, sondern eben von aktuellen Beispielen, wenngleich es dort auch keinen Zivildienst als solchen gibt aber jeder sollte wissen, wie ich es meine.

Wer irgendwo einen Acker sein Eigentum nennen kann, der muss ihn auch beschützen und verteidigen. Und dafür baut er Zäune u.ä. Um einen Staat kann man keinen Zaun ziehen, da brauch es andere Möglichkeiten um zu verhindern, dass jemand reinkommt. Und von Nächstenliebe und Einkaufengehen lässt sich keine Feindesarmee aufhalten. Auch die Taliban werden nichtdadurch bekämpft, dass man sich hier Gedanken macht, wie man denn neun Monate statt etwas Disziplin den größten Spaß und möglichst wenig Stress haben kann. Neun Monate, soviel sollte jeder übrig haben um das zu tun, was im Ernstfall andere für einen tun.


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19.08.2007 um 20:17
dass ich mein "gelerntes" mit hoher Wahrscheinlichkeit eh nie anwenden werde,

Schonmal was von Reservisten, Wiedereinstellern gehört? Und davon, dass ein Soldat nach dem Ausscheiden einen Teil der Klamotten bis zu einem bestimmten Alter aufzuheben hat? Und das nicht ohne Grund.


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19.08.2007 um 20:18
@Xedion

Ist denn die Bundeswehr im Irak?


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pommes1983
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19.08.2007 um 20:24
einen Teil der Klamotten aufbewahren? Was meinst du, die abgetragenen Kampfstiefel und Sportschuhe oder die Unterhosen? In so einem Fall bekommt man eine komplett neue Ausrüstung.


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19.08.2007 um 20:37
Natürlich bekommt man eine neue Ausrüstung aber ob abgetragen oder nich.....Hosen gehen auch ans nächste Logistikbataillon zurück....egal, wer da reingekackt hat :D


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Xedion65
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19.08.2007 um 20:41
GilbMLRS

Du solltest hier mal klarstellen worum es dir eigentlich geht. A) Die Bundeswehr B) Die Wehrpflichtigen in der Bundeswehr oder C) Das Militär allgemein.

Das Gewissen ist vor allem eine Frage des Berufssoldaten, denn wie du so schön angemerkt hast, wird ein Wehrpflichtiger wohl niemals damit in Kontakt treten.
GilbMLRS schrieb:Dann sollte man sich informieren, jeder Soldat bekommt ein Buch in die Hand gedrückt. Das nennt sich: Soldatengesetz.
Und wo ist der Zusammenhang? Das Soldatengesetz regelt die Rechtsstellung eines Soldaten, da steht nicht drin wie sein Auftrag ist.
GilbMLRS schrieb:Schieß auf xy. Befehle kommen ja immer von höherer Stelle. Wenn xy bewaffnet sind, dann ist es schonmal Grundsatz, dass man wachsam ist und dann schießt man auch, denn schließlich ist das Waffentragen rein rechtlich nur Soldaten, Polizisten vorbehalten. Und diese sind als solche zu erkennen, also wenn ein Zivilist mit Sturmgewehr rumrennt, dann muss ich davonausgehen, dass er ncit grade auf meiner Seite steht und eine potentielle Gefahr ist. Desweiteren gibt es eindeutige Regeln, wer sich wie auf/in der Nähe von militärischen Anlagen zu verhalten hat. Die Strafen bei Nichtbeachtung sind auch bekannt, das setzt schon der gesunde Menschenverstand voraus.
Hier sind wir ja wieder beim Punkt, auch wenn es dir vermutlich nicht auffällt. Es gibt gewisse Richtlinien an die man sich halten muss, man muss Befehle befolgen usw. (ja die kommen von "oben"). Und genau das knipst doch das Gewissen aus - bzw. das ist notwendig um ein guter Soldat zu sein. Wenn einer mit nem Sturmgewehr rumrennt dann soll ich ihn abknallen. Genau das ist die Situation, die ich nicht grundsätzlich mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Dieser Mensch sieht sich genauso im Recht wie ich auch. Dein Kommentar "dann soll er mich eben nicht angreifen" (sinngemäß) ist doch eine Farce weil umgekehrt genau das gleiche getan wird. Dieser Mensch glaubt auchfür etwas zu kämpfen, er hat Familie genau wie ich, vielleicht Kinder, Freunde usw. Ich kann nicht einfach so jemanden abknallen. Genau deshalb, eben weil ich nicht in so eine Situation kommen will, wo es darum geht ich oder er, darum sehe ich in mir keinen guten Soldaten.
GilbMLRS schrieb:Höhere Ziele sind zum Beispiel, dass Zivilisten in einem Land wieder ihrem gereglten Leben nachgehen können und nicht vonirgendwelchen Milizen verfolgt, marodiert oder Ähnliches werden. Das heißt, dass auch um das Beispiel mal aufzugreifen, Zivildienstleistende ungestört eben diesem Dienst nachgehen können, ohne, dass sie Angst haben müssen, dass das Krankenhaus von Terroristen in die Luft gejagt wird oder die Kranken und Alten von irgendwelchen Fanatikern im hinterhof erschossen werden. Denn ohne bewaffnete Kräfte würden solche Sachen UNGESTRAFT passieren. Und ich rede nicht von Deutschland, sondern eben von aktuellen Beispielen, wenngleich es dort auch keinen Zivildienst als solchen gibtaber jeder sollte wissen, wie ich es meine.
Und eben damit hat ein Wehrpflichtiger überhaupt nix zu tun, welchen Unterschied macht dies dann also für diesen oder er Zivi ist oder beim Bund?
Es ist eine Sache des Berufssoldaten, sich darüber Gedanken zu machen ob er das könnte oder nicht. Und die "höheren" Ziele sind auch nicht immer moralisch überlegen.
Da wurde der Frieden in den Irak gebracht und die erste Amtshandlung war es, die Ölpiplines zu sichern ;) Was ich damit sagen will ist eben, dass gewisse Rechtfertigungen eine Farce sind. Nehmen wir Israel als Beispiel. Der Staat wurde nach dem 2. Weltkrieg am Mittelmeer gegründet, mitten im Gebiet der Palästinenser - und nun muss es natürlich verteidigt werden. Der Schutz der Bevölkerung ist das "höhere" Ziel, aber kannst du die Palästinenser nicht auch ein wenig verstehen, wenn sie in ihrer Hilflosigkeit eben zu allen Mitteln greifen, die sie zur Verfügung haben? Wenn ein Vater seine Familie durch dieFremde Kultur gefährdet sieht und eben zu den Waffen greift?
GilbMLRS schrieb:Schonmal was von Reservisten, Wiedereinstellern gehört? Und davon, dass ein Soldat nach dem Ausscheiden einen Teil der Klamotten bis zu einem bestimmten Alter aufzuheben hat? Und das nicht ohne Grund.
Oh super, die Klamotten darf man behalten :)
Schon mal was von "Defensivarmee" gehört? Solang Deutschland also nicht auf konventionelle Art und Weise angegriffen wird UND die Berufssoldaten nicht ausreichen, solange hat ein Wehrpflichtiger eh nix zu befürchten. Wo also soll man das Gelernte (und damit meine ich nun nicht die Disziplin) genau anwenden? Soll ich mich zuhause an meinen Kühlschrank anschleichen oder durch meinen Garten robben? Ich denke was man wirklich "mitnimmt" sind die Dinge, die mit Kampftaktiken und co überhaupt nix zu tun haben - eben die Diszilpin usw.


Ich spreche mich hier nicht gegen das Militär an sich aus, ich bin also nicht dein Feindbild desgemeinen faulen Zivis, der über das Militär lästert. Es geht mir aber darum zu zeigen, dass a) Ein Wehrpflichtiger nix zu diesen "höheren Zielen" beiträgt und b) Das Soldatensein nicht zwangsläufig mit dem Gewissen vereinbar sein muss.
GilbMLRS schrieb:Wer irgendwo einen Acker sein Eigentum nennen kann, der muss ihn auch beschützen und verteidigen. Und dafür baut er Zäune u.ä. Um einen Staat kann man keinen Zaun ziehen, da brauch es andere Möglichkeiten um zu verhindern, dass jemand reinkommt. Und von Nächstenliebe und Einkaufengehen lässt sich keine Feindesarmee aufhalten. Auch die Taliban werden nichtdadurch bekämpft, dass man sich hier Gedanken macht, wie man denn neun Monate statt etwas Disziplin den größten Spaß und möglichst wenig Stress haben kann. Neun Monate, soviel sollte jeder übrig haben um das zu tun, was im Ernstfall andere für einen tun.
1) Dann soll es auch bitte jeder tun und nicht nur 25%
2) Du vermischt ständig die Themen. Wie am Anfangschon gefragt, für was sprichst du dich eigentlich überhaupt aus? Ein Wehrpflichtiger hat mit der Verteidigung mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals etwas zu tun. Militärisches Vorgehen tendiert immer mehr in Richtung Spezielkräfte und co.
3) Den Taliban ist es völlig egal ob ein Wehrpflichtiger hier Spaß hat oder nicht. Die werden mit ihm eh nie in Kontakt treten!


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pommes1983
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Bund - Ja/Nein

19.08.2007 um 20:50
Du solltest nicht vergessen, dass der Soldat nur ausführt was man ihm aufträgt. Die Schuld für einen Krieg solltest du dem Soldaten nicht in die Schuhe schieben. Hier kann man durchaus den Politikern die Schuld geben, wenn Scheiße passiert.


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Bund - Ja/Nein

19.08.2007 um 20:52
Dann soll es auch bitte jeder tun und nicht nur 25%


Wenn aber nur 25% tauglich sind? Tja, was will man mit Untauglichen? Wenn der Bedarf sinkt, dann steigen die Anforderungen. Ohne Wehrdienst kein Ersatzdienst. Ohne Soldaten keine Zivis. Und damit auch keine billigen Hilfskräfte sondern nur noch hochbezahltes Fachpersonal in Altersheimen etc. Deine Sachen werd ich nicht weiter kommentieren, da du mir eh entweder die Worte verdrehst oder mich mit Bezugspunkten verwirrst. Wenn du es nicht mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, jemanden abzuknallen, dann dürfte dir doch der GWD garnix ausmachen, da du ja dann eh nich mit der Frage in Berührung kommen würdest....sry aber ich folge nur deiner Argumentationskette. Desweiteren ist die Sache mit dem Zivilisten, der für etwas kämpft/an etwas glaubt ein bissl am Thema vorbei, da ja die Bundeswehr nur eingreift, um weiteres Unheil zu verhindern, z.B. die Sachen, die Taliban und die Kriegsverbrecher in Bosnien/Kosovoetc getrieben haben. Es geht hier nich um Gebietsansprüche. Also kann ja einer, der als Zivilist gegen diese regulierenden Truppen etwas unternimmt nicht ganz was Rechtes im Schilde führen kann, auch, wenn er das zu meinen glaubt. Dann kämpft er ja eben FÜR diese Kriegsverbrecher. Und wenn er das tut...naja dann isser halt ne Gefahr für Recht und Frieden.


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