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Waldorfschulen

756 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Waldorf ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Waldorfschulen

Waldorfschulen

21.08.2011 um 01:01
Ich musste immer da meinen Namen tanzen, egal ob die das wollten


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Waldorfschulen

21.08.2011 um 14:21
Hmm...schade das jetzt nicht so wirklich auf meine Fragen eingeganen wurde!? ...die ein oder andere Behauptung und einige fragwürdige Rückschlüsse: ok...die einen Tanzen ihren Namen, die anderen spalten eben Atome. ;) So manche Behauptung steht in einem gewissen Wiederspruch zu den Quoten der zur staatlichen Abiturprüfung zugelassenen und erfolgreichen absolventen. Die Welt ist schlecht, das Leben ist schön - die einen bereiten die Kinder auf die Welt vor, die anderen auf das Leben - der ein oder andere findet vielleicht sogar den goldenen Mittelweg. Lehrer sind ebenso individuelle Persönlichkeiten wie die Kinder und wollen natürlich auch alle als solche wargenommen werden. Wozu also alle über einen Kamm scheren?

Kann man sich denn darauf einigen, daß Schule auch zu einseitig als Förderung kognitiver Fähigkeiten verstanden wurde, und es zumindest zu würdigen ist was diesbezüglich als umfangreicheres Bildungsspektrum an Waldorschulen initiiert wurde um diesem Ungleichgewicht entgegen zu wirken, also auch die Maßstäbe anerkennen die somit dort gesetzt wurden und weitgehend nun auch annährend Anwendung finden in vielen anderen Bildungseinrichtungen?
Ein Ungleichgewicht welches fraglos auch die Gesellschaft geprägt hat was wiederum nicht wirklich zum Maßstab erhoben werden sollte um das Problem in die entgegengesetzte Richtung zu lösen und den Nachwuchs auf die darauf begründete Einseitigkeit vorzubereiten 'damit sie damit zurechtkommen' ?


Oder seiner eigenen Glaubwürdigkeit einen gefallen erweisen und sich zu einer differenzierteren Ausführung durchzuringen:


+ breites Bildungspektrum.

O Lehrer sind individuelle Persönlichkeiten: schlechte/gute Lehrer gibt es überall.

- Fällt mir grad nicht ein, lass mich aber gerne belehren, sofern sachlich begründet. ;)


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Waldorfschulen

06.04.2018 um 20:12
Ich habe mir auch schon Gedanken über W. gemacht.

Früher wurden viele Witze darüber gerissen.

Ernsthaft gewarnt wurde wegen einiger spinnert-esoterischer Thesen Steiners.

Wenn es nur darum ginge, Schüler positiv zu behandeln, optimistisch zu sein und
"organisch"-unkonventionell zu bauen, dann wäre es Ok.


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Waldorfschulen

06.04.2018 um 23:01
Zitat von deatmysterydeatmystery schrieb am 18.09.2007:Ich bin 15 , geworden
Zitat von deatmysterydeatmystery schrieb am 19.09.2007:Obwohl ich noch so jung bin solltet ihr meine Glaubwürdigkeit nicht anzweifeln (nicht an alle gemeint)
Zitat von deatmysterydeatmystery schrieb am 18.09.2007:dabei seit 2006
LOL mit 3 angefangen den Account zu erstellen? Respekt!


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06.04.2018 um 23:05
Zitat von d.fensed.fense schrieb:LOL mit 3 angefangen den Account zu erstellen? Respekt!
Hüstel....

2006 war er 15, das ist ja ein Uraltthread. :)


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Waldorfschulen

06.04.2018 um 23:08
@inci2
okeee, dann ists wohl sehr dringend...
und ich geh zurück in die Baumschule zum Optiker ;)


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Waldorfschulen

06.04.2018 um 23:09
Zitat von d.fensed.fense schrieb:und ich geh zurück in die Baumschule zum Optiker ;)
Das kommt in den besten Familien vor. :D


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Waldorfschulen

07.04.2018 um 11:20
Ein Professor von mir hat sich mal mit Anthroposophie beschäftigt und ich tue dies gerade auch.


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Waldorfschulen

10.11.2019 um 12:52
@Momjul
ich hatte einen kontroversen Thread über Anthroposophie, der von einem übelgelaunten Mod heute dichtgemacht wurde, weil ich nicht verhindern konnte, dass das ganze ding zu einer Diskussion über Waldorfschule mutiert ist, vielleicht kann man den ja wenn Bedarf besteht wiederbeleben, und das Thema Waldorf da komplett draußen lassen.

So anthroposophische Professoren sind schon manchmal gesundheitsgefählich, aber meistens nur für junge Frauen, die bekommen davon eine besondere Form der Anorexie mit Stigmata und so.


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Waldorfschulen

10.11.2019 um 14:36
Zitat von MomjulMomjul schrieb am 06.04.2018:Ernsthaft gewarnt wurde wegen einiger spinnert-esoterischer Thesen Steiners.
diese Thesen sind ein ernsthaftes Problem, nicht nur für Waldorfschulen. Da aber Waldorfüberzeugte eine kontroverse Diskussion als Infragestellung ihres Lebensentwurfs sehen, sollten wir so etwas nicht in einem Thread über Waldorfschulen diskutieren.


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Waldorfschulen

31.12.2019 um 14:46
Ich kann jedem, der sich dafür interessiert, seine Kinder auf eine Waldorfschule zu schicken, das Buch Anthroposophie. Eine kurze Kritik von André Sebastiani empfehlen.
Für viele Dinge, die mir als Schüler widerfahren sind, liefert dieses Buch die ideologischen Hintergründe. Man kann sich natürlich auch die Mühe machen, intensiv die Literatur von Steiner und seinen Jüngern zu lesen, aber das ist sehr mühsam.
Der Lehrer André Sebastiani nennt in dem Buch "Anthroposophie. Eine kurze Kritik" eine Fülle von Einwänden insbesondere gegen die Anthroposophie als Weltanschauung und die Waldorfpädagogik als Praxis. Dabei überzeugt insbesondere seine Analyse von Rudolf Steiners Werk, bei den Ausführungen zur Waldorfpädagogik hätte man sich ein wenig mehr Differenzierung gewünscht – gleichwohl handelt es sich um eine aufklärerische Kritik und ein beachtenswertes Werk.

Die Anthroposophie verbindet man heute insbesondere mit Demeter-Produkten und der Waldorfpädagogik. Im erstgenannten Bereich geht es um Nahrungsmittel aus dem ökologischen Landbau, im zweiten Bereich um Schulen ohne Leistungsdruck. Doch was steckt eigentlich sonst noch hinter der Anthroposophie als Idee wie als Praxis? Ist das auch mit Esoterik einhergehende Image durchweg in der Realität so positiv? Nein, antwortet André Sebastiani auf diese Frage. Er ist Lehrer in Bremen und in der Skeptiker-Bewegung aktiv. Beides motivierte ihn in Kombination miteinander dazu, sich kritisch mit der Anthroposophie zu beschäftigen. Die Ereignisse seiner Recherchen und Reflexionen kann man in einer gut strukturierten Zusammenfassung lesen. "Anthroposophie. Eine kurze Kritik" heißt das Buch. Es will einen kritischen Überblick über Klischees geben und über die weltanschaulichen Hintergründe aufklären. Dabei werden jeweils Behauptungen genannt und einer kritischen Erörterung ausgesetzt, was der Konzeption für die Schriftenreihe entspricht.



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Waldorfschulen

28.01.2020 um 11:47
Also meine Erfahrungen sind bislang durchweg positiv.

Keine esoterischen Spinner, die versuchen, die Wahrheit mit Löffeln zu fressen oder davon überzeugt sind, dies schon getan zu haben.
Keine Reichsbürger oder braunen Esoteriker, die ihre Einstellungen versuchen in Kinder zu pflanzen.
Kein Okkultismus, keine Indoktrinierung von kritischen Elternteilen (hätt ich bereits gemerkt).

Ganz normaler Unterricht, nur eben viel praxisbezogener, als an normalen Regelschulen.

Das Einzige, was mich bisweilen etwas aggressiv werden lässt, sind diese scheiß gut gelaunten Lehrer. Das kenn ich aus meiner Schul- und Arbeitszeit so nicht und das kann tatsächlich mal etwas gruslig anmuten. Vorallem, wenn die Schüler auch nicht minder gut gelaunt sind, weil ihnen der Unterricht Spass zu machen scheint.


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Waldorfschulen

28.01.2020 um 13:00
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Ganz normaler Unterricht, nur eben viel praxisbezogener, als an normalen Regelschulen.
Meine beiden Töchter waren auf der Waldorfschule und ich kann nur bestätigen, was du geschrieben hast. Natürlich war nicht alles toll, ich fand beispielsweise den Fremdsprachenunterricht nicht so besonders. Nach so und so vielen Jahren Unterricht in diesem Bereich konnten meine Töchter immer noch keinen vernünftigen Satz Englisch geradeaus sprechen, ich habe das bei den anderen Schülern auch beobachten können.

Okay, das ist nicht unbedingt besser an den staatlichen Schulen, aber es gab Fremdsprachenunterricht in der Waldorfschule schon ab der 1. Klasse, da habe ich, muss ich zugeben, einfach mehr erwartet.

Ansonsten... hm... mal sehen... ich hätte da doch noch eine Frage an dich.

Was ja sehr eingefordert wird, ist, dass man sich als Elternteil viel mehr einbringen soll als das bspw. in den staatlichen Schulen üblich wäre. Musst du das auch? Also bspw. die Klassenräume mit herrichten, austaffieren und ähnliches? Dann war ich schon des öfteren in der Schule und musste bei Festen und Feiern mit aushelfen, auch an der Essensausgabe, aber auch bei allen anderen möglichen Unternehmungen... ich gebe zu, dass ich mich auch gerne davor gedrückt habe, aber das ging eben auch nicht immer.

Man muss schon da als Elternteil mehr machen als sonst üblich.

Und... mögen deine Kinder den Eurythmie-Unterricht? Am Anfang, wenn sie noch wirklich Kinder sind, so bis 10 Jahren, finden sie das noch ganz toll bis okay, aber später? Oh-wei, Oh-wei, finden sie alle das völlig albern und bescheuert.

Was auch schwierig ist, ist dieser Epochenunterricht.

Bspw. 2 Wochen lang jeden Tag die ersten beiden Stunden Deutsch, dann in der nächsten Epoche jeden Tag die ersten beiden Stunden lang Mathe (2 Wochen lang!).

Also... wenn ich damals 2 Wochen lang die ersten beiden Stunden immer Mathe gehabt hätte, ich wäre ausgewandert.


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Waldorfschulen

28.01.2020 um 13:33
also für mich wäre das nix, aber wenn es dem Kind guttut....
https://www.waldorf-ideen-pool.de/Schule/uebergreifend/lehrplanuebersicht/aus-dem-lehrplan-klasse-1
Mit diesem Morgenspruch von R. Steiner beginnt der Schultag in den ersten vier Schuljahren:

„Der Sonne liebes Licht, es hellet mir den Tag;
Der Seele Geistesmacht, sie gibt den Gliedern Kraft;
Im Sonnen-Lichtes-Glanz verehre ich, o Gott,
die Menschenkraft, die Du in meine Seele mir
so gütig hast gepflanzt, dass ich kann arbeitsam und lernbegierig sein.
Von Dir stammt Licht und Kraft, zu Dir ström´ Lieb und Dank."

https://www.waldorf-ideen-pool.de/Schule/uebergreifend/lehrplanuebersicht/grundriss-des-waldorflehrplans
Die Grafik „Grundriss des Waldorflehrplans" ist das Ergebnis einer längeren Arbeit, in der nach einer Möglichkeit gesucht wurde, den gesamten Waldorflehrplan in einer anschaulichen Übersicht darzustellen.

Die Idee für diese Arbeit bildete eine vor mehreren Jahren im Lehrerrundbrief veröffentlichte Grafik zum handwerklich-künstlerischen Unterricht an der Waldorfschule.

Der Grundriss soll zum einen eine Orientierungshilfe für Eltern und Interessierte sein, zum anderen kann er, bedingt durch die knappe Form, Fragestellungen anregen und Gesprächsanlässe initiieren, die Eltern und Lehrer gemeinsam besprechen können.
Der Grundriss ist eine Arbeitsgrundlage, die angepasst und weiterentwickelt werden kann.



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Waldorfschulen

28.01.2020 um 13:56
@Kältezeit
Man sollte sich halt schon mal fragen ob man die zugrunde liegende Ideologie von Waldorf Schulen unterstützen will. Du möchtest das scheinbar.

Scientology betreibt sehr erfolgreiche Drogenausstiegsprogramme. Dort wird deren Ideologie auch ausgeklammert.


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Waldorfschulen

28.01.2020 um 14:16
@Kältezeit
Auf Arte gibt es eine schöne Reportage, wie die Anthros so ticken, die soll wohl noch bis Mitte März abrufbar sein:
https://www.arte.tv/de/videos/091151-002-A/vox-pop/ (Archiv-Version vom 27.02.2020)

Jeder darf glauben was er möchte, und wer meint, seine Kinder an eine konfessionelle Schule schicken zu müssen der kauft nicht die Katze im Sack.
Man sollte sich nur im Klaren sein, dass Waldorfschulen de facto anthroposophische Bekenntnisschulen sind.
Es wird natürlich alles getan, damit das nicht auffällt aber seit geraumer Zeit fliegt doch immer wieder auf, dass das so ist.

Was so abgeht kann man auch schön auf dem Blog von Oliver Rautenberg https://anthroposophie.blog/author/anthroposophieblog/ nachlesen
da ist vieles akribisch dokumentiert.


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Waldorfschulen

28.01.2020 um 14:31
Zitat von WurstsatenWurstsaten schrieb:Jeder darf glauben was er möchte, und wer meint, seine Kinder an eine konfessionelle Schule schicken zu müssen der kauft nicht die Katze im Sack.
Man sollte sich nur im Klaren sein, dass Waldorfschulen de facto anthroposophische Bekenntnisschulen sind.
Es wird natürlich alles getan, damit das nicht auffällt aber seit geraumer Zeit fliegt doch immer wieder auf, dass das so ist.
Also, ganz ehrlich, ich weiß nicht, auf welche Schulen sich da bezogen wird. Es kann wirklich sein, dass von Schule zu Schule es einfach anders gehandhabt wird.

Ich fand eher, dass die Eltern ab und an so unangenehm "Öko" waren und auch mit der Ideologie dahinter gern kokettiert wurde. Die Lehrer waren eigentlich alle ziemlich entspannt und ohne den Drang, die Kinder da irgendwohin ideologisch "mitzunehmen".

Meine Töchter, jetzt 21 und 25 Jahre alt, reden null über irgendwelche anthroposophischen Themen, sie haben davon überhaupt keine Ahnung. Das wäre doch wohl anders, wenn sie so indoktriniert worden wären, oder nicht?

Da wird ganz normaler Unterricht gemacht, natürlich anders aufgebaut, siehe den Epochenunterricht, dem ich allerdings immer noch skeptisch gegenüber stehe. Meine Töchter haben da aber nicht so drüber gejammert.

Waldorfschulen sind nicht für jeden etwas, weder für jedes Kind noch für jede Eltern. Ich kann gut verstehen, wenn man damit nicht klar kommt, aber dann muss man ja auch nicht hingehen. Für unsere Kinder waren sie gut bis okay, die Ältere war dort sehr gut aufgehoben, für die Jüngere war es wohl nicht so toll, sie war froh, als es vorbei war. Ihr hatte es nachher, in den Oberstufen, dort nicht mehr gefallen. Wahrscheinlich wäre die jüngere an einer Regelschule in den Oberstufen besser aufgehoben gewesen, das kann ich auch heute noch nicht genau sagen.


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Waldorfschulen

28.01.2020 um 19:40
Zitat von moricmoric schrieb:Also, ganz ehrlich, ich weiß nicht, auf welche Schulen sich da bezogen wird. Es kann wirklich sein, dass von Schule zu Schule es einfach anders gehandhabt wird.
Hallo @moric, allein schon der Morgenspruch, den du gepostet hast, ist ein Ritualtext des Okkultisten und Hellsehers Rudolf Steiner.

Ich kann den ganzen Scheiß noch auswendig,
Der Morgenspruch der oberen Klassen

Ich schaue in die Welt,
In der die Sonne leuchtet,
In der die Sterne funkeln;
In der die Steine lagern,
Die Pflanzen lebend wachsen,
Die Tiere fühlend leben,
In der der Mensch beseelt,
Dem Geiste Wohnung gibt;

Ich schaue in die Seele,
Die mir im Innern lebet.
Der Gottesgeist, er webt
Im Sonn‘- und Seelenlicht,
Im Weltenraum, da draußen,
In Seelentiefen, drinnen.

Zu Dir, o Gottesgeist,
Will ich bittend mich wenden,
Dass Kraft und Segen mir
Zum Lernen und zur Arbeit
In meinem Innern wachse.

Rudolf Steiner GA 40, 351
So etwas ist ganz klar religiös geprägt, wie ein Gebet in einer konfessionellen Schule.

Ab der achten Klasse hab ich beschlossen ein Agnostiker zu sein und diesen Spruch nicht mehr mitgesprochen,
als ich dann dazu gezwungen wurde hab ich den immer verballhornt.

Es gibt noch eine ganze Menge anderer Dinge, die auch im Blog von Oliver Rautenberg dokumentiert sind, die ganz klar zeigen, dass die Waldorfschule eine anthroposophische Bekenntnisschule ist.
https://anthroposophie.blog/

Auch das Scheitern des Projekts Staatliche Waldorfschule an ideologischen Vorbehalten des Bundes der freien Waldofschulen ist wieder mal ein Zeichen, dass die Waldorfschule ohne den Okkultisten und Hellseher Rudolf Steiner nicht funktionieren kann.


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Waldorfschulen

28.01.2020 um 22:10
Als Lehrerin: Die Waldorfschule hat durchaus sehr gute Ansätze. Ich finde z.B. Gartenbau gut. Die ganzheitliche Herangehensweise. Einige Kinder leiden sehr unter Notendruck, für diese ist es gut, dass sie sich erst mal in Ruhe entwickeln können.

Die Waldorfschule mit einer herkömmlichen Staatsschule zu vergleichen ist finde ich schwer. Da sind z.B. Eltern, die bereit sind 10% ihres Einkommens für die Schule zu bezahlen, aktiv mitzuhelfen und die sind oft sehr nah an dem Kind dran. Solche Schüler haben wir auch (leider sehr wenige) und da gibt es nie die üblichen Probleme (Hausaufgaben, Klassenarbeiten nicht vorbereitet, Struktur, Pünktlichkeit). Diese Kinder bekommen so viel Rüstzeug und Unterstützung von daheim, dass der Laden läuft. Ist das Kind tatsächlich generell überfordert sind das auch Eltern, die relativ problemlos einem Schulwechsel zustimmen.

Wir hatten schon "Rückläufer", über die wir uns echt erschrocken haben, gerade über den Standard in den Fremdsprachen. Wir haben auch Schüler, die sich zu "durchschlängeln", aber das war echt erschreckend. Ich als Lehrer unterrichte in der Woche 27 Stunden + eine Vertretungsstunde. Manche Stunden bereite ich wirklich sehr aufwändig vor und die Stunde lebt dann davon, dass man sie noch einige Male genauso oder fast genauso halten kann. Wenn ich da an die Waldorfschule denke, die oft einzügig, mit 40 Kindern in der Klasse startet und der Lehrer 13 Jahre lang Klassenlehrer ist ... ich würde es nicht schaffen, 27 Stunden jedes Mal von Grund auf vorzubereiten und meinen jetzigen Unterrichtsstandard zu halten. Plus: Du musst ja inzwischen noch sehr viel binnendifferenzieren, was oft zusätzlich Zeit kostet (und Vorbereitungszeit).


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Waldorfschulen

29.01.2020 um 06:10
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Als Lehrerin: Die Waldorfschule hat durchaus sehr gute Ansätze. Ich finde z.B. Gartenbau gut. Die ganzheitliche Herangehensweise. Einige Kinder leiden sehr unter Notendruck, für diese ist es gut, dass sie sich erst mal in Ruhe entwickeln können.
Das bezweifel ich auch gar nicht, es gibt aber halt auch andere Seiten, die je nach Ausrichtung der Schule mehr oder weniger hervortreten.
Der okkult-esoterische Hintergrund und die damit verbundene Interpretation des Unterrichtsstoff nach anthroposophisch menschenkundlichen Aspekten, auch noch in der Oberstufe ist eben ein Zeichen dafür, dass die Waldorfschule eine anthroposophische Bekenntnisschule ist.

Das Problem ist das Anthroposophie keine Wissenschaft sondern eine religiöse Strömung ist die von sich behauptet wissenschaftlich zu sein.

Natürlch wird niemand für die Schüler eine Hellsehen Epoche unterrichten, aber viele Dinge waren schon nah dran, z.B. im eigentlich schönen Gartenbauunterricht der ganze astrologische Firlefanz und die Biologisch-Dynamischen Präperate.


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