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Die Macht der Medien

113 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bild, TV, Medien ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die Macht der Medien

12.08.2008 um 18:34
al-chidr, ich finde dein post von 16:35 hat einen applaus verdient, zumindest von mir, weil ich genau der selben meinung...


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Die Macht der Medien

12.08.2008 um 21:08
...bin


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Die Macht der Medien

13.08.2008 um 03:03
bestes Beispiel:

Deutscher TV-Sender berichtet über Heimatort von Gouvernor Arnold Schwarzenegger (Thal bei GraZ)

Sie zeigen Bilder von einer Landschaft, wo es nur Wiese, paar Hütten/Häuser und Rinder zu sehen gibt. Dabei macht der Reporter 2 Fehler:

"Hier ist die Heimatstadt (STADT!) von Arnold Schwarzenegger, die idyllische Landschaft von Graz"

1. Graz is die 2. größte Stadt von AUT
2. Die Bilder stammen aus Thal
3. Schwarzenegger stammt aus Thal und nicht aus Graz

- So einfach und simpel können sie einen verarschen, und die meisten glauben den ganzen Mist auch noch.


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Die Macht der Medien

13.08.2008 um 12:22
Mal eine Frage an diejenigen, die den "Informations-Overkill" beklagen:

Wäre auch mit dem "Neuen Deutschland" als Zentralorgan oder einem Staatsrundfunk via Volksempfänger mehr gedient? Oder wäre es überhaupt besser gewesen, die Menschheit hätte nie Lesen und Schreiben gelernt, man hätte Gutenberg gleich wegen Hexerei verbrannt?

Mit den "investigativen Journalisten" ist es wie mit den ehrlichen hanseatischen Kaufleuten. Die sind alle verhungert.


BILD, Auflage 3.545.215, Reichweite, d.h. tatsächliche Leser: 11.820.000

Bild am Sonntag, Auflage 1.810.086, Reichweite 10.900.000

TAZ, Auflage 60.000, Reichweite ?

Infotainment ist gefragt - nicht Investigation. Sonst würde "Focus" nicht "Spiegel" den Markt streitig machen können.

Die Bevölkerungsmehrheit interessiert sich nun mal - schon immer übrigens - für das, was "Die Ärzte" mit "Angst, Hass, Titten und Wetterbericht" beschrieben.
Nicht für höhere journalistische Ideale.
Ich kann mich sehr gut an Verhandlungen mit der FR erinnern, an Rotstifte von Chefredakteuren, an "Das kann man nicht bringen - das interessiert keine Sau" - und es interessierte sie tatsächlich nicht.


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Die Macht der Medien

13.08.2008 um 12:29
Najaaa ... zwischen einer illiteraten Gesellschaft und dem Informations-Overkill liegen doch Welten.

Focus kann dem Spiegel nur den Markt streitig machen weil letzterer mittlerweile mehr mit der Bravo gemein hat als mit seinem hehren Anspruch, einzig die grundlose selbstgefällige Arroganz ist noch ein Kaufgrund,

und die SZ hat eine Tagesdurchschnittsauflage von 450.000 (und hat wenigstens ein interessantes Feuilleton, und kostet weniger als der Spiegel).

Es gibt also noch eine Welt jenseits des Sportteiles der BILD.

Das der Wunsch nach Informationen da ist, beweist ja schon das Vorhandensein mehrerer Nachrichtenkanäle.


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Die Macht der Medien

13.08.2008 um 12:38
@Doors
Zitat von DoorsDoors schrieb:Die Bevölkerungsmehrheit interessiert sich nun mal - schon immer übrigens - für das, was "Die Ärzte" mit "Angst, Hass, Titten und Wetterbericht" beschrieben.
Nicht für höhere journalistische Ideale.
Ich kann mich sehr gut an Verhandlungen mit der FR erinnern, an Rotstifte von Chefredakteuren, an "Das kann man nicht bringen - das interessiert keine Sau" - und es interessierte sie tatsächlich nicht.
Ich glaube, dass viele sich auch nicht ( mehr ) interessieren, weil - vor allem politische Themen - so undurchsichtig sind und widersprüchlich.

Es würde eine Menge Zeit bedeuten, Informationen zu verfolgen in den verschiedensten Medien.
Diese zu vergleichen und sich dann zu versuchen, eine Meinung zu bilden.

Kaum hat man sich diese Meinung gebildet, erscheint schon wieder der nächste "Gegenruf" - ein schier nicht zu bewältigendes Vorhaben also, wenn man voll berufstätig ist und eingespannt in diesem und auch noch Familie hat.
Da ist Ablenkung am Abend und angesagt........

Dazu kommt das Ohnmachtsgefühl, dass man ja eh nur immer einen Bruchteil erfährt, und dieser auch nicht über alle Wahrheit erhaben ist.


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Die Macht der Medien

13.08.2008 um 13:18
@elfi:

Ich bin, wahrscheinlich berufsbedingt, ebenso ein Medien-Junkie wie meine Frau.
In jedem Zimmer plärrt ein anderer Sender aus dem Radio - Deutschlandfunk, Deutschland Radio Kultur, NDR Info - und wenn sich interessante Dinge ereignen, wie jüngst in Georgien, dann ist auch mal ein kleiner Glotzkasten mit Eins Extra, Phoenix oder N24 an.
An Printmedien ist erst recht kein Mangel. Ich denke über die Anschaffung einer 2. Altpapiertonne nach.

Ohnmachtsgefühle kommen allerdings nicht auf. Eher Zweifel an der Evolution.


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Die Macht der Medien

13.08.2008 um 15:39
Doors@

1. Ich beschreibe, was ich sehe und erlebe - ob es Alternativen gibt und wie sie aussehen, ist damit noch nicht gesagt. Ich lasse mich da auch nicht unter Druck setzen, denn reflektieren ist der erste Schritt zur Lösung

Gelenkte Staatsmedien sind natürlich nicht unabhängiger, das ist ja wohl klar - Aber immerhin werden sie weniger gelesen -> Das Manipulationsvolumen ist geringer :D

2. Du unterschätzt wie viele andere "Linke" den Menschen, weil du glaubst, dass Springer % CO deswegen so viel erfolg haben, weil sie den Nerv der Masse treffen.

Ich bestreite nicht, dass der Mensch nicht die Neigung zu diesem Dreck hat -
Gerade DESWEGEN bezweckt jedes moralisches und religiöses System, die Begierden zu zähmen. Aber das wird ja von eurereins als "rückständig" abgetan ...

Die Schande besteht doch darin, dass Medienpsychologen GENAU wissen, WARUM diese Inhalte ankommen, und skrupellos daran verdienen. Für mich sind das Mörder der Seele


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Die Macht der Medien

13.08.2008 um 16:11
Wäre auch mit dem "Neuen Deutschland" als Zentralorgan oder einem Staatsrundfunk via Volksempfänger mehr gedient? Oder wäre es überhaupt besser gewesen, die Menschheit hätte nie Lesen und Schreiben gelernt, man hätte Gutenberg gleich wegen Hexerei verbrannt?

Ist das die einzige Alternative die aufzubieten hast, von einem Extrem ins nächste zu dümpeln? Ich bin auch sicher kein Freizeitrevoluzzer, der am liebsten den Springer-Standort abfackeln will, wie damals erfolgreich geschehen im Jahre '68.

Mir ist voll bewusst, und das habe ich auch bereits im ersten Beitrag geschrieben, dass man nur persönlich dem Ganzen entgegenwirken kann. Dabei ist die Methodik vielfältig, egal ob man es mittels Selektion, Ignoranz oder anderen Mitteln bewerkstelligt.

Ansonsten bleib nur zu sagen, dass sich der investigative Journalismus aufgrund des damaligen Booms vielleicht selber verletzt hat, aber noch lange nicht tot ist. Es enstand halt kurzweilig eine Übersättigung weil plötzlich jeder Hinterhofschreiberling die grosse Enthüllungstory bringen wollte, und wenn er nur im Peta-Stil ganz undercovermässig zerdrückte Küken aus einem Geflügelbetrieb zur öffentlichen Geltung brachte.

Infotainment ist für micht nichts weiter als eine ätzende Suppe die uns die Privaten und deren Cousins in der Printbranche täglich vorsetzen. Dennoch ist die Tagesschau nach wie vor der Quotenhit, auch ohne den Jauch. Man darf also noch hoffen.


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Die Macht der Medien

14.08.2008 um 11:07
@Uni:

Es gibt viele Beispiele für Gegenöffentlichkeit, spätestens seit Zeiten des Internets. Möglichkeiten, von denen unsereins früher geträumt hat, wenn er auf Spirit-Carbon-Umdruckern abgezogene Flugblätter vor Werkstoren verteilt hat oder für ein Freies Radio wie den "Klabautermann" den Hals riskierte.

Etwas Nostalgie aus Opas Zeiten:

Anarchos haben Hamburgs Staatsschützer ausgespäht. Eine anonyme Broschüre legt nun den geheimen Arbeitsapparat der Sicherheitsämter offen. Der Schaden, räumt die Behörde ein, ist "schwerwiegend".
Hamburger Bürger bei alltäglichen Besorgungen, arglos, doch hinter ihnen gehen welche -- mit unsichtbaren Funkgeräten. Spruch vom Kiosk: "Er hat Marlboro gezogen." Meldung von der Tankstelle: "Hat zwei Briefmarken gekauft und aufgeklebt." Vor dem "Aldi"-Markt verspricht ein Funker, gleich nachzuschauen, "was er einkauft". Der Kollege vor der Wäscherei bekommt Order: "Mal gucken, was er reinschmeißt, was es für Wäsche ist."

Derlei Meldungen machten Hamburger Staats- und Verfassungsschützer S.31 von Berufs wegen über Leute, die sich unbeobachtet glaubten -- verdächtige "Zielpersonen". Überwacht indes wurden derweil auch die Überwacher: Ihr Funkverkehr wurde von unbekannten Hamburgern aus der Anarcho-Szene zwei Jahre lang mitgehört.

Vorletzten Sonntag wurde das publik. Auf UKW, Kanal 50, waren Staats- und Verfassungsschutz auf einmal mit jedem gewöhnlichen Radio zu empfangen: Eine halbe Stunde lang strahlte ein Piratensender namens "Radio Klabautermann" auf der Jedermann-Frequenz aus, was auf den geheimen Spezialwellen der Staatsschützer besprochen wird: Routinekram über Marlboro und Schmutzwäsche, aber auch Top-Informationen aus den Sicherheitsämtern.

Anderntags kursierte in der Hansestadt dann auch noch das Buch zur Sendung. Unter dem Titel "Die Praktiken von Staats- und Verfassungsschutz am Beispiel Hamburg" vertreiben anonyme Spontis seither ein 126-Seiten-Werk, in dem noch vertieft wird, was der "Klabautermann" an Insider-Wissen angedeutet hatte.

Gedruckt liegt nun offen, was den hanseatischen Staatsschutzstellen bislang getarnte Operationen ermöglichte: alle Funkfrequenzen, an die hundert Beschreibungen von Observationsautos nebst Kennzeichen, Photos von Zivilbeamten, Struktur der Staatsschutz-Fachdirektion "FD 7" der Polizei, Details über Taktik und Methodik bei Beobachtungseinsätzen. "Wie ein brachliegender Eierpfannkuchen" nehme sich nun, höhnen die Buchmacher, Hamburgs Staatsschutzapparat aus.

In der Tat: In keinem Bundesland sind die geheimen Strukturen der Sicherheitsämter bislang derart bloßgelegt, so weitgehend "verbrannt" worden (Behördenjargon) wie in Hamburg. Spitzenbeamte der Landespolizei, die in den letzten Jahren immer wieder durch Amtsskandale von sich reden machte, sind von dem neuen Vorfall schockiert. Staatsrat Jürgen Frenzel, der den urlaubenden Innensenator Werner Staak vertritt, wertet die Situation freimütig als "schwerwiegend": "Wir haben einiges umstellen müssen."

Blamabel genug erscheint, daß es den Sicherheitstechnikern nicht gelang, den "Klabautermann"-Sender anzupeilen, der seine Durchsage Tage zuvor in der Sponti-Szene bekanntgemacht und dann auf die Minute pünktlich abgefahren hatte. Mehr noch muß die Beamten die Erkenntnis verbittern, zwei Jahre lang von örtlichen Gegnern ausbaldowert worden zu sein, ohne Argwohn zu schöpfen.

Buchproduzenten und Klabautermänner gelten als nicht identisch. Sie dürften jener Szenerie zuzurechnen sein, die Hamburgs Staatsschützer seit geraumer Zeit unter dem Stichwort "Autonome Gruppen mit anarchistischer Zielsetzung" ("Agaz") zu erfassen suchen. Deren Anhänger, rund 200, grenzen sich zwar gegen orthodoxe Linke, K-Gruppen und militante Atomgegner ab, arbeiten mit ihnen aber auf vielfältige Weise zusammen.

Den "Agaz" liegt, wie beamtete Szenenkenner glauben, "der Gedanke der Revolutionären Zellen" zugrunde: "Selber was tun, andere zum Nachmachen bringen, nur eben nicht Bomben werfen, sondern den Staatsapparat lahmlegen."

Die neueste Tat, das gedruckte Resultat zweijährigen Spähens, Lauschens und Kombinierens ("um einen Hauch von Klarheit in diesen Misthaufen zu bringen"), hebt im Stil eines Fritz-Teufel-Produkts an: Mit einem "Geleitwort von Bundesinnenminister Dr. Gerhart Baum", verfaßt von "ganz tollen Leuten", die "leider anonym bleiben" mußten.

Der Subkultur wird detailliert das gegnerische Personal beschrieben, in "Ratten", "Unterratten", "Rädelsratten" aufgeteilt, mit der Anmerkung: "Der Begriff Ratte ist, seitdem er in S.33 der hohen Politik gepflegt wird, auch bei uns nicht beleidigend gemeint."

Beamte aus den für Observierung zuständigen Gruppierungen der FD 7 "ehen sich so porträtiert: Ein älterer Typ, kurz vor der " " Pensionierung, mit einer wirklich völlig unauffälligen, " karierten Schiebermütze und grauem Gamsbart.

" Ein kleiner rattenhaft wieselartiger Typ mit einer Vorliebe " für kleinkarierte Oberhemden ...

" Ein hagerer, scheulich-smarter Mittdreißiger, der " " mittlerweile zum Pressesprecher der Bullen aufgeamselt ist. "

Der Ton unter diesen Beamten sei "locker", "kollegial", "etwa wie in einer Werbeagentur"; sie ähnelten "den gepflegten Reklamejünglingen von Neckermann und Karstadt". Einer allerdings trägt "verschlissene Lederjacke, kurzärmeliges, blaßgrünes T-Shirt, Flickenjeans, Turnschuhe; na ist ja jetzt egal -- der soll sich noch mal blicken lassen".

Als Observationsobjekte haben die Autoren ausgemacht: Stände der politischen Organisationen und Leute, "die wie Demonstranten aussehen". Gelegentlich geht auch eine Meldung über Kleinkinder mit Trillerpfeife im Demo-Zug über den Äther (siehe Kasten Seite 32) oder auch über einen "Anarchisten, der mit einer Mistgabel über der Schulter sich dem Sternschanzenbahnhof nähert".

Dokumentiert wird aber auch, daß Sicherheitsorgane Versammlungen politisch etablierter Gruppen besuchen: "Es hat bis jetzt gesprochen (der Publizist) Axel Eggebrecht"; "zur Zeit spricht (SPD-Landesvorstandsmitglied) Freimut Duve"; "(NDR-Redakteur) Ortwin Löwa läuft geschäftig am Zug hin und her". Zu den Observierungszielen zählten auch Gewerkschaftsversammlungen und Flugblattverteiler von "amnesty international".

Das Enthüllungswerk verrät zudem der Szene, wer observiert und wie, daß Zivilpolizisten "zumeist irgendwo eine Antenne aus dem Parka ragt", daß ein Staatsschutz-Bully den Reklameaufkleber "Das verrückte Möbelhaus aus Schweden" trägt.

Konkrete Selbsthilfetips gibt der Buchabschnitt "Hilfe, ich werde observiert / Wie du''s merkst / Wie du sie abhängst". Angehängt ist ein ausgedehntes Literaturverzeichnis mit Fachwerken über Spurensicherung, Mini-Spione oder UKW-Funk. Auch politische Lektüre wird anempfohlen, so die SPIEGEL-Datenschutzserie: "Ruhig mal lesen, ganz interessant."

Mit der Zeit haben die Mithorcher auch das geheime System aus "ennwörtern und Kodes entschlüsselt, ins Reine geschrieben: E. P."- " Essenspause Fuß - Spitzel, der sich bequemt zu Fuß zu gehen "

" Logofahren - (Logistik fahren) heißt einfach: Hähnchen mit " Pommes und Majo einkaufen

" Elba - Funkname der Rädelsratte am Johanniswall; z. Z. nicht " mehr gebräuchlich

" Fabrik - Funkbezeichnung für das Landesamt für Verfassungs " "schutz".

Kopekenmacher - Dienststelle für Spesenabrechnung

" London - Rufname der Rädelsratte am Johanniswall; z. Z. " " gebräuchlich. "

Beim Horchen gingen die "Agaz"-Leute mit solider Technik vor. So hatten sie ihre Tonbandgeräte mit "Akustomat" ausgerüstet. Dieser Apparat aktiviert das Gerät selbsttätig nur, solange auf dem angezapften Kanal auch gesprochen wird -- "weil wir natürlich nicht 24 Stunden am Tag vorm Radio sitzen und dem Geplapper irgendwelcher Idioten lauschen wollen".

Erleichtert wurde der Lauschangriff dadurch, daß die elektrischen Sprachverschlüßler, mit denen Funkverkehr abhörsicher gemacht werden kann, praktische Mängel haben. Die amtseigenen "Kryptophone" erfordern umständliche Genauigkeit beim Artikulieren. Selbst der Verfassungsschutz, so mokieren sich die Buchautoren, wickle die Hälfte seines Funkverkehrs aus Bequemlichkeit im Klartext ab.

Zudem: Die Staatsschützer funken auf dem Zwei-Meter-Band, außerhalb jener UKW-Bereiche, die von Radiobastlern mit herkömmlichen Kofferradios empfangen werden können. Die Lauscher über den Zwei-Meter-Bereich: "Den kriegt man mit umgebauten Normalradios nämlich gar nicht, deshalb fühlen sich die Bullen hier auch sehr viel sicherer, und man muß sich somit andere Empfänger besorgen."

Gegen die Tricks, mit denen die Hamburger Behörden nun ihren Funkverkehr abschirmen wollen, planen die Schwarzsender schon jetzt Spezialeinsätze -- mit Störfunk. Ihre als "Medienkritik der Zukunft" angekündigte Wellenaktion wollen die Autonomen mit einem Netz von etwa zwanzig kleinen Sendern realisieren. "Ohne Funk", hoffen sie, "keine Observationen]]]"

Den Klabautermännern, die sich kräftig loben, "das Wissen um den Fieselapparat zu Allgemeingut" gemacht zu haben, mochte letzte Woche auch die Gegenseite eine gewisse Anerkennung nicht versagen.

Ein Hamburger Spitzenbeamter, gequält lächelnd, zum SPIEGEL: "Da waren Profis am Werk."

S.33

Ein älterer Typ, kurz vor der Pensionierung, mit einer wirklich

völlig unauffälligen, karierten Schiebermütze und grauem Gamsbart.

Ein kleiner rattenhaft wieselartiger Typ mit einer Vorliebe für

kleinkarierte Oberhemden ...

Ein hagerer, scheulich-smarter Mittdreißiger, der mittlerweile zum

Pressesprecher der Bullen aufgeamselt ist.

*

E. P. - Essenspause Fuß - Spitzel, der sich bequemt zu Fuß zu gehen

Logofahren - (Logistik fahren) heißt einfach: Hähnchen mit Pommes

und Majo einkaufen

Elba - Funkname der Rädelsratte am Johanniswall; z. Z. nicht mehr

gebräuchlich

Fabrik - Funkbezeichnung für das Landesamt für Verfassungs "schutz".

Kopekenmacher - Dienststelle für Spesenabrechnung

London - Rufname der Rädelsratte am Johanniswall; z. Z.

gebräuchlich.

Der Spiegel, 21.07.80


Da lob ich mir das Internet: Weniger Aufwand, weniger Geheimniskrämerei, mehr Effekt.


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Die Macht der Medien

14.08.2008 um 11:12
Ja. Zur Not und grad für`s Alter besser als Lettern in Ketmasse ritzen...
Nur...damals ^^war jedes Wort Ideologie und Kultur, oder Politik.(sogaaaar)
WAS it das geschriebene Wort heute noch wert, geschweige denn, das Gesprochene?


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Die Macht der Medien

14.08.2008 um 11:26
Ist ja wie in dem Film Staatsfeind Nr. 1, wo man die Technik der Gegenseite für sich nutzt. Aber scheint wohl schon etwas länger her zu sein. Ich habe mich trotzdem gut amüsiert. Ich würde auch gerne mal ein paar Leuten Wanzen einbauen und Mäuschen spielen.


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Die Macht der Medien

22.08.2008 um 13:00
^^..Empfehlung des Tages: Studium - Staatlich geprüfte/r Auren-LeserIn im
Media-Pool der Verschwörer, gefördert durch den Secret-Society-Trust-Fund..^^
..jetzt neu mit Dünnschissdiplom...aber "Applied Scienes"..^^


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Die Macht der Medien

22.08.2008 um 13:13
Apropos Dünnschissdiplom:

https://www.youtube.com/watch?v=lWDRKpMCORk


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Die Macht der Medien

22.08.2008 um 13:34
Vorwort:
Im Grunde versucht doch jedes Individuum (jeder Mensch) sein Gegenüber in Diskussionen mit Argumenten zu überzeugen.
Hinzu kommt natürlich die Eigenart dieser Person, die von reiner Wortgewanndheit, unterstützt durch Betonung und Gestik, bis hin zur emotionalen fröhlichen und lieben Art reicht, welche von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.
Da immer und ständig durchblicken zu wollen, wäre ein dummes Unterfangen, wobei man diesem dadurch entgehen kann, wenn man die angeschnittenen Themen rein objektiv aufnimmt und sich erstmal seine eigene Meinung bildet, bevor man überhaupt für eine Diskussion gerüstet ist.
Gerade das ist vielen Menschen nicht bewusst!


Aus diesem Grund stimme ich deinem letzten Abschnitt vollkommen zu und sehe gerade das Fernsehen als medialen Überzeugungsträger für Meinungen anderer.
Zitat von DoorsDoors schrieb am 08.08.2008:Jedes Medium ist so blöd wie sein Konsument.



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Die Macht der Medien

27.01.2009 um 00:36
Warum werden Prophezeiungen von guten Ereignissen nie gezeigt?
Warum werden überhaupt Prophezeiungen kaum diskutiert, außer in irgend welchen Gesprächsrunden wo es DAS Thema ist was zu nichts führt.
Warum wird nun ein Prophet mit seinen negativen Voraussagungen zum kaufen angereizt?
Selbst wenn Nostradamus müll prophezeit hätte. Es wird mit ihm nur Geld gemacht wegen seinen katastrophischen Vorraussagungen?


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Die Macht der Medien

27.01.2009 um 08:30
Heisst das nicht "katastrophale Voraussagen"?


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27.01.2009 um 08:47
Zitat von PrimpfmümpfPrimpfmümpf schrieb:Warum werden überhaupt Prophezeiungen kaum diskutiert,
weil Vorraussagen dazu neigen sich in irgendeiner Form zu bestätigen zu wollen.
Die Leute, die an Prophezeihungen glauben, suchen unterbewusst nach deren Bestätigung, und dank selektiver Wahrnehmung kriegen sie auch ihren Glauben immer wieder belegt. Das hat zur Folge, dass man dazu neigt dem blinden Aktionismus zu verfallen, und Panik zu bekommen.
Deshalb sind Prophezeihungen für den Fuss.


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Die Macht der Medien

03.02.2009 um 04:13

Im Grunde versucht doch jedes Individuum (jeder Mensch) sein Gegenüber in Diskussionen mit Argumenten zu überzeugen.


Da bin ich anderer Meinung. Noch kein Christ/Jude/Moslem/ konnte mich mit ARGUMENTEN zum Glauben bekehren.

lg


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Die Macht der Medien

03.02.2009 um 08:54
@du

Darum wird zur Glaubensverbreitung ja auch gern zu Feuer und Schwert gegriffen.


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