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Kinderlosigkeit

559 Beiträge, Schlüsselwörter: Kinderlos, Lasten

Kinderlosigkeit

07.03.2018 um 10:32
@MsParker
MsParker schrieb:Halte mir einen Hundewelpen vor und ich flippe aus vor Glück
Geht mir ganz genau so! Unseren Familienhund liebe ich über alles! :lv:

Es tut gut zu lesen, dass es noch andere gibt, die auch so denken... danke Dir sehr.
MsParker schrieb:Natürlich mag das auf die meisten Menschen sehr egoistisch wirken, wenn wir sagen, wir möchten uns im Leben nicht einschränken und weiterhin unseren Hobbies und Reisen nachgehen, wie und wann wir das wollen.
Ich kann dazu nur ein Zitat zitieren, weil ich es nicht besser formulieren könnte:
Coaxaca schrieb:Menschen, die keine Kinder in diese Welt setzen, handeln daher keineswegs egoistisch. Sie handeln in meinen Augen sogar bedeutend verantwortungsvoller als diejenigen, die sich entgegen jeder Vernunft trotzdem fortpflanzen.
Leider fühlen sich die mit Kindern oft angegriffen, wenn man sagt, dass man selbst eben keine mag. Sie sehen das als persönlichen Angriff, wenn man sagt, dass man keine Kinder will. Dabei ist es bloß die eigene Entscheidung und es gibt keinen Grund, das als Angriff zu werten.
Kältezeit schrieb:Und es dürfte klar sein, welcher Weg am meisten Verantwortung, Selbstdisziplin und Kraft erfordert.
Das ist eine total billige Aussage.
Kältezeit schrieb:Das Übervölkerungsargument für die Contra-Fraktion ist genauso hohl, wie der vorgeschobene Grund der Pro-Fraktion "Ich setze Kinder in die Welt, weil damit unsere Renten gesichert werden" (den ich aber auch noch nie gehört habe).
Unseren Planeten schützen zu wollen, ist also hohl? Alles klar :D Mal sehen ob Du das in 30 Jahren - wenn Deine Tochter unter dem Klimawandel NOCH MEHR zu leiden hat, als wir - auch noch so siehst ;)


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07.03.2018 um 10:33
@Kältezeit
Natürlich ist jede Entscheidung beim Thema "Kinder" egoistisch. Es kann gar nicht anders sein weil die Entscheidung für oder gegen Kinder zutiefst privat/persönlich/intim ist.


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07.03.2018 um 10:35
KFB schrieb:Natürlich ist jede Entscheidung beim Thema "Kinder" egoistisch. Es kann gar nicht anders sein weil die Entscheidung für oder gegen Kinder zutiefst privat/persönlich/intim ist.
@KFB
Exakt! Genau deswegen KANN man als Frau - ohne Kinderwunsch - rationale Entscheidungen besser treffen, z.B. was den finanziellen Aspekt angeht, oder eben das unbeliebte Thema Überbevölkerung. Mir fällt es natürlich leicht, das als Argument zu nehmen, da ich keinen Kinderwunsch habe, der mich emotional beeinflusst. Hätte ich diesen, würde ich diese Argumente wohl auch nicht vorbingen können, was vollkommen logisch und verständlich ist und weswegen ich einer Frau mit Kinderwunsch auch niemals nen Vorwurf machen würde, ist ja das natürlichste von der Welt. Aber selbst keinen zu haben, sollte dann auch respektiert werden :D


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07.03.2018 um 10:38
Black_Canary schrieb:Das ist eine total billige Aussage.
Wieso ist das eine billige Aussage?
Black_Canary schrieb:Unseren Planeten schützen zu wollen, ist also hohl? Alles klar :D Mal sehen ob Du das in 30 Jahren - wenn Deine Tochter unter dem Klimawandel NOCH MEHR zu leiden hat, als wir - auch noch so siehst ;)
Nein, es ist hohl, für eine Entscheidung, die aus egoistischen Gründen gefällt wird (nicht negativ gemeint!), einen höheren Sinn zu erdenken.
Genauso, wie das die Pro-Kind-Fraktion tun könnte.

Du sagst, du kannst Kinder nicht leiden - das ist absolut legitim und das reicht doch schon als Grund, niemals Mutter werden zu wollen.
Wenn man einen Wunsch hegt, dann macht man die Entscheidung dafür oder dagegen doch zunächst von sich selbst und seinem Umfeld abhängig und nicht von einer globalen Situation, die z.B. auf Deutschland garnicht mal zutrifft.


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07.03.2018 um 10:42
Hab doch auch nicht gesagt: "ich möchte ein Kind, damit meine Rente irgendwann mal gesichert wird", sondern "ich möchte ein Kind, weil ich es eben so will". Dass natürlich für beide Seiten noch andere Argumente anfallen, die nicht mit der eigenen Persönlichkeit zu tun haben, ist klar, diese werden aber wohl kaum ausschlaggebend sein für die persönliche Entscheidungsfindung.

SO war das gemeint.

@KFB
hat es schon richtig gesagt:
Natürlich ist jede Entscheidung beim Thema "Kinder" egoistisch. Es kann gar nicht anders sein weil die Entscheidung für oder gegen Kinder zutiefst privat/persönlich/intim ist.


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07.03.2018 um 10:42
@Kältezeit
Ich zitiert mich gern nochmal selbst, vielleicht verstehst Du dann, was ich mit rationalen Gründen meine und warum ich der Meinung bin, dass man als Frau ohne Kinderwunsch viel leichter rationale Gründe hat.
Black_Canary schrieb:Exakt! Genau deswegen KANN man als Frau - ohne Kinderwunsch - rationale Entscheidungen besser treffen, z.B. was den finanziellen Aspekt angeht, oder eben das unbeliebte Thema Überbevölkerung. Mir fällt es natürlich leicht, das als Argument zu nehmen, da ich keinen Kinderwunsch habe, der mich emotional beeinflusst. Hätte ich diesen, würde ich diese Argumente wohl auch nicht vorbingen können, was vollkommen logisch und verständlich ist und weswegen ich einer Frau mit Kinderwunsch auch niemals nen Vorwurf machen würde, ist ja das natürlichste von der Welt. Aber selbst keinen zu haben, sollte dann auch respektiert werden :D
Kältezeit schrieb:Wenn man einen Wunsch hegt, dann macht man die Entscheidung dafür oder dagegen doch zunächst von sich selbst und seinem Umfeld abhängig und nicht von einer globalen Situation, die z.B. auf Deutschland garnicht mal zutrifft.
Nichts anderes behaupte ich :D

Hohl ist das aber nicht, sondern sehr klug, sich nicht einfach nen Kind reinbumsen zu lassen, wenn man eigentlich gar keins will^^ (Es gibt ja leider solche Fälle)
Kältezeit schrieb:Wieso ist das eine billige Aussage?
Weil Du damit behauptest, dass der Weg als Mutter der schwierigere wäre, was ich für falsch erachte. Seine Meinung zu vertreten, entgegen der gesellschaftlichen Norm dabei zu bleiben und das durchzuziehen, sich immer wieder rechtfertigen zu müssen ein verficktes Leben lang - und am Ende es vor allem NICHT zu bereuen, dass man keine Kinder hat - das ist mindestens genau so schwer wie ein Kind großzuziehen (sich eins machen lassen und gebären ist nunmal keine Kunst!).


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07.03.2018 um 10:43
Black_Canary schrieb:Hätte ich diesen, würde ich diese Argumente wohl auch nicht vorbingen können!
Nö, wie auch? Ist ja das emotionale (ja, ich weiß, dass du mich verstanden hast ;) )
Die Entscheidung pro Kind/er würde dein ganzes Leben beeinflussen. Das hat man nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Würdest du dich jetzt für Kinder entscheiden (oder bleiben wir mal im Singular), dann wärst du wahrscheinlich um die 50 wenn das Kind "fertig" ist.
Was ist in diesen 20 Jahren passiert? Stress, Tränen, keine Zeit für nix und das ganze Geld rinnt innerhalb kürzester Zeit durch den Abfluss.
Nun bist du noch jung und vital und kannst die Zeit mit deiner besseren Hälfte schön nutzen, ihr habt einander, müsst auf niemand anderen Rücksicht nehmen und könnt beispielsweise verreisen.
Eure "einzige" Verpflichtung sind eure Jobs und ansonsten könnt ihr spontan sein (spontan ist tot sobald da ein 30 Zentimenter großer Wird-noch-Mensch nebenan brüllt)


Ja, ja, ja, Kinder können ganz bestimmt etwas ganz tolles sein.


Aber wenn man jetzt so viel Glück hat wie meine Eltern, kriegt man plötzlich ein Doppelpack und dieses Doppelpack liegt Mutti und Vati noch länger auf der Tasche als 20 Jahre :troll:


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07.03.2018 um 10:48
Black_Canary schrieb:sondern sehr klug, sich nicht einfach nen Kind reinbumsen zu lassen, wenn man eigentlich gar keins will^^
Das auf jeden Fall. Das wäre weder für die Mutter, den Vater, noch das Kind eine schöne Ausgangssituation.
Black_Canary schrieb:dass man als Frau ohne Kinderwunsch viel leichter rationale Gründe hat.
Naja, rationale Gründe gibt es - wie gesagt - für beide Seiten. Sprichst du die Übervölkerung an, global gesehen, kann eine Frau mit Kinderwunsch die Situation in Deutschland ansprechen, regional gesehen.

Auf jeden Fall kann man schneller und leichter Entscheidungen fällen, wenn man nicht für eine andere Person mitdenken muss. Man ist spontaner, ungebundener. Das sind alles Dinge, die gegen Kinder sprechen und das meinte ich mit "einfacher".
Black_Canary schrieb:und am Ende es vor allem NICHT zu bereuen, dass man keine Kinder hat - das ist mindestens genau so schwer wie ein Kind großzuziehen (sich eins machen lassen und gebären ist nunmal keine Kunst!).
Das ist vielleicht keine Kunst, aber das Großziehen allemal. :D


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07.03.2018 um 10:49
Und ähm...Was haltet ihr von Adoption? Zumal es hier irgendwie um die Kinderlosigkeit in Deutschland geht...


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07.03.2018 um 10:49
KFB schrieb:Nö, wie auch? Ist ja das emotionale (ja, ich weiß, dass du mich verstanden hast ;) )
Die Entscheidung pro Kind/er würde dein ganzes Leben beeinflussen. Das hat man nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Würdest du dich jetzt für Kinder entscheiden (oder bleiben wir mal im Singular), dann wärst du wahrscheinlich um die 50 wenn das Kind "fertig" ist.
Was ist in diesen 20 Jahren passiert? Stress, Tränen, keine Zeit für nix und das ganze Geld rinnt innerhalb kürzester Zeit durch den Abfluss.
Nun bist du noch jung und vital und kannst die Zeit mit deiner besseren Hälfte schön nutzen, ihr habt einander, müsst auf niemand anderen Rücksicht nehmen und könnt beispielsweise verreisen.
Eure "einzige" Verpflichtung sind eure Jobs und ansonsten könnt ihr spontan sein (spontan ist tot sobald da ein 30 Zentimenter großer Wird-noch-Mensch nebenan brüllt)
@KFB
Da stimme ich Dir absolut zu. Ich finde auch, dass diese Entscheidung wohl überlegt sein sollte.

Ich stand auch ein einziges Mal - zumindest mehr oder weniger - vor so einer Entscheidung nach einem "Unfall", wo ich ein paar Wochen nicht wusste, ist nun was passiert oder nicht. Es ist Gott sei Dank nichts passiert, aber ich hatte wirklich Angst und Bange.

Ich hätte mich so oder so dagegen entschieden. Aber ich glaube, ich wäre da auf verdammt viel Gegenwind von meiner Familie gestoßen :/
Kältezeit schrieb:Das ist vielleicht keine Kunst, aber das Großziehen allemal. :D
Natürlich!! Das ist klar! Es muss ja auch ein gescheiter Mensch aus diesem kleinen Wesen werden - noch ein Grund, so viel Verantwortung möchte ich gar nicht haben. Es reicht mir schon, dass ich mich selbst zu verantworten habe :D :D


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07.03.2018 um 10:55
Black_Canary schrieb:ich wäre da auf verdammt viel Gegenwind von meiner Familie gestoßen :/
Die hätten es ja nicht erfahren müssen :/ Aber so eine Entscheidung muss verdammt schwer sein, ich kann mir das gar nicht wirklich vorstellen.
Bei der Kinderproduktion hab ich ja eh Vorteile, Besamungsrüssel rein und fertig, nix mit 9 Monaten voller irgendwelcher Symptome durch Schwangerschaftitis. Kannmirjaegalseinwassiedannmacht
Black_Canary schrieb:so viel Verantwortung möchte ich gar nicht haben
Ditte! :D
Wenn man mal sieht, was für Terminpläne zum Teil schon die Kleinsten haben, da schlackern ja selbst manchem Manager die Ohren


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07.03.2018 um 10:59
@Black_Canary
Eigentlich wollte ich mit meinem Beitrag auch nur betonen, dass diese Entscheidung, pro und contra, ein persönliches Ding ist und sich da niemand reinreden lassen soll.

Denn es gibt viele Argumente für beide Seiten. Zunächst die persönlichen, dann womöglich auch hehre Ziele, wie Umweltschutz und die Rettung der Erde.

Und die Entscheidung pro oder contra Kind, SOLLTE sogar egoistischer Natur sein, denn nichts wäre schlimmer, als eine fremdbestimmte Entscheidung, die womöglich das Leben gravierend verändert.
Egoismus ist hier überhaupt nicht negativ konnotiert, sondern sogar absolut nötig, um die gesündeste Entscheidung treffen zu können.

Ich spiele damit auf Aussagen an, die man eben ab und an mal als Nicht-Mutti hören muss. "Ist ja voll egoistisch, dass du andauernd Party machst und dein Leben so lebst, wie du es leben willst - was macht denn nun der Kinderwunsch?" :D

Dass aber eben auch ein Kinderwunsch nichts anderes ist, als eine ichbezogene Entscheidung, wollte ich ursprünglich eben ausdrücken.


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07.03.2018 um 11:06
@Kältezeit
Ich kann Deinem gesamten Text so wie er ist auf jeden Fall zustimmen!
Kältezeit schrieb:dann womöglich auch hehre Ziele, wie Umweltschutz und die Rettung der Erde.
Also, ich würde sagen, bei mir ist das mit der Überbevölkerung lediglich ein Argument, aber im Hautpvordergrund steht natürlich der nicht vorhandene Kinderwunsch. Alles andere leitet sich dann quasi daon ab :D Wenn ich z.B. wie andere Frauen einen Kinderwunsch hätte, dann wäre natürlich das Argument nicht mehr vorhanden, weil der Kinderwunsch sowieso alles überschatten würde. Zumindest denke ich, dass das Gefühl so groß ist, dass es alles andere überschattet. Genau wissen kann ich das natürlich nicht, wie auch- aber ich stell mir das schon sehr einnehmend vor.


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07.03.2018 um 11:09
Piggeldy schrieb:Und ähm...Was haltet ihr von Adoption?
@Piggeldy


Auf jeden Fall mehr als selbst zu gebären - aber dennoch auch recht wenig :D


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07.03.2018 um 11:13
@Black_Canary
Also ich hatte da überhaupt keinen Wunsch und bin da nur reingerutscht.

Ich gehöre quasi zu den "Doofen", die sich haben ein Kind machen lassen, ohne den Wunsch vorher gehegt zu haben. :D
Deswegen kann ich auch die Argumente der Contra-Fraktion immernoch gut nachvollziehen - und ich denke mittlerweile, wäre es nicht so gekommen, wie es gekommen ist, wäre ich - eben aus den von dir vorgebrachten Gründen - auch heute noch kinderlos.

Natürlich bin ich froh, dass es anders gekommen ist - jetzt so im nachhinein. Aber ich würde eben niemals mit der Egoismuskeule kommen bei Frauen, die partout keinen Kinderwunsch haben - viel schlimmer finde ich Frauen, die sich Kinder machen lassen, obwohl sie wissen, dass sie mit dem Vater eigentlich garnicht klarkommen, nur weil sie eben den dringenden Wunsch verspüren, Nachwuchs in die Welt zu setzen.

Bei der Option "Kind" übernimmt man eben nunmal nicht mehr nur für sich selbst Verantwortung, sondern man prägt auch noch ein anderes Leben mit. Eine egoistische Entscheidung hier, kann also viel mehr Schaden anrichten.


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07.03.2018 um 11:18
Black_Canary schrieb:Auf jeden Fall mehr als selbst zu gebären - aber dennoch auch recht wenig :D
Naja, ich bin ganz froh, dass es diese Option gibt. Wäre vielleicht sogar was für mich.


Generell finde ich es blöd, dass sich Fraktionen überhaupt bilden. Es gibt ja nicht umsonst Handlungsfähigkeiten in beide Richtungen. Und ich finde alles davon sollte respektiert werden.
Nur weil ich es okay finde bspw. dass Frauen abtreiben können und sogar der Meinung bin, dass dieses ganze Prozedere, um das machen zu dürfen, ein reiner Spießrutenlauf ist, respektiere ich Frauen, für die das niemals in Frage kommen würde, auch wenn sie wirklich keine Kinder haben wollen.
Mich nervt dieses Gruppenbildungsding und vorallem, dass die Meinungen dann auf andere getackert werden müssen. So Zeugen-Jehovas-Style.


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07.03.2018 um 11:20
Die Entscheidung "Kinder oder keine" sollten die Beteiligten gemeinsam entscheiden. Dann kann sich später niemand davon distanzieren.

Ob Kinder oder keine, ist eine höchst individuelle Entscheidung, in die sich weder Staat noch Kirche, weder Familie noch Freundeskreis einzumischen haben. Zumindest letzteren sollte man das auch ganz nachdrücklich klar machen. Begründen muss man nichts. Schliesslich steht man nicht vor Gericht. Sonst trenne man sich von Familie oder Freundeskreis.

Ich kann Entscheidungen anderer nicht bewerten. Ich kann meine eigenen Entscheidungen fällen und vertreten - muss letzteres aber nicht unbedingt tun.

Ich muss derartige Entscheidungen anderer, soweit sie mich nicht persönlich tangieren, respektieren. Ich urteile ja auch nicht darüber, ob jemand Fleiss istt oder nicht, Alkohol trinkt oder nicht, schwul ist oder nicht, religiös ist oder nicht. Der Mensch wird seine guten Gründe haben - auch wenn ich sie nicht nachvollziehen kann oder teilen muss. Es sind seine höchst individuellen Entscheidungen - nicht meine.


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07.03.2018 um 11:24
@Doors
Sehr schön ausgedrückt. Vorallem der Aspekt, dass sich keiner einzumischen hat!


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07.03.2018 um 11:27
überhaupt diese Fortpflanzerei überall, es stinkt nach Fruchtbarkeit, nach blühender Verwesung. Wo man hinspuckt, keimt es!
Max Frisch - "Homo Faber"

In unserer völlig überbevölkerten Welt ist es auf jeden Fall die verantwortungsvollere, vernünftigere und moralisch richtige Entscheidung, auf eigene Kinder zu verzichten. Darüber hinaus könnte ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, ein Kind in diese Welt zu setzen. Wer nur ein mäßig ausgeprägtes historisches Bewusstsein besitzt, merkt, dass die Menschheit leider nicht in der Lage ist, aus ihren Fehlern zu lernen, und dass es immer so weiter gehen wird mit Kriegen, Religion und der Propaganda vom unendlichen Wachstum. Ich könnte den Gedanken nicht ertragen, dass irgendetwas von mir auf diesem Planeten weiterleben muss.
Kein Kind versteht seine Eltern, wenn es die Welt erblickt, die sie ihm hinterlassen
Max Frisch - "Andorra"


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07.03.2018 um 11:32
Coaxaca schrieb:Ich könnte den Gedanken nicht ertragen, dass irgendetwas von mir auf diesem Planeten weiterleben muss.
Wäre in diesem Falle Suizid nicht die folgerichtige Konsequenz?


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