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Denken macht unglücklich?

96 Beiträge, Schlüsselwörter: Denken, Unglück, Logik
BlackFlame
Diskussionsleiter
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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:16
Ich möchte die Diskussion mit einer "Erkenntnis" oder eher mehr einem zufälligen Erkennen von Zusammenhängen beginnen.
Ich fand beim durchsehen einer alten Diskussion von mir über Optimisten und Pessimisten zwei Zitate und da setze mein mittlerweile verstärkt logisch denkender Kopf ein.

Beweisführung das Denken unglücklich macht

Dan Bennet: "Ein Pessimist ist ein Optimist, der nachgedacht hat."
Karl Neff: "Der Optimist ist meist genauso im Irrtum wie der Pessimist, aber er ist glücklicher dabei."

I) Pessimist = Optimist + nachdenken
I) Pessimist - nachdenken = Optimist
--------------------------------------------
II) Irrtum = Irrtum
II) Pessimist + glücklich = Optimist
--------------------------------------------
I in II) Pessimist - nachdenken = Pessimist + glücklich
I in II) - nachdenken = glücklich
==================
0 = glücklich + nachdenken
==================


Nun stellt sich mir aber die Frage, in wie weit diese kleine Logik-Spielerei auch Hand und Fuß haben könnte?
Ich möchte hier allerdings nicht darauf hinaus, dass wir am Ende wieder eine Diskussion über Massenverdummung führen.
Bzw. will ich nicht unterschreiben, dass intelligente Menschen mehr über ihr Leben oder Probleme nachdenken.

Es geht hier vielmehr darum die oben erstellte These zu überprüfen.
Dazu müsste erstmal geklärt werden, was wir alles unter der Kategorie "nachdenken" verstehen.
Fängt es schon dabei an, Termine zu koordinieren oder doch erst, wenn wir tiefsinnig über unsere Zukunft und unsere Ziele spekulieren?
Ich glaube da muss jeder selbst seinen Standpunkt festlegen, wann oder ob er manchmal vor sich hin träumt und quasi mit sich selbst über irgendetwas diskutiert.

Kommen wir zur These/zum "Beweis" zurück.
Laut der Gleichungen ist ja ersichtlich, dass die letzte Aussage unabhängig davon ist, ob man sich selbst als Optimist oder Pessimist sieht.
Aber macht es uns über kurz oder lang unglücklich uns im Alltag über dies und jenes Gedanken zu machen.
Möglicherweise müsste man auch "Nachdenken" mit "sich Sorgen machen" ersetzen, aber ich bin mir unsicher, ob man das so einfach pauschalisieren sollte.

Vielleicht muss man die Endaussage auch anders interpretieren:
Wer glücklich ist, sollte nicht darüber nachdenken.
Klingt schon plausibler in meinen Ohren, aber dann stellt sich wieder die Frage, ob man "Glück" quasi gedankenlos erhalten kann.
Wobei dann wohl erstmal wieder jeder für sich klären muss, was "Glück" für ihn bedeutet.


Ihr seht, für mich eine schwierige Frage, aber wohl genau richtig für dieses Forum. ;)

Ich freue mich auf Gegenthesen, /-beweise, Meinungen, Denker, Glückliche... auf eine interessante Diskussion dieser kleinen, persönlichen Erkenntnis.


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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:26
Als krank werden nur die Menschen bezeichnet, die Erkenntnisse haben, vor denen andere sich fürchten. Und bevor man mit der Wahrheit konfrontiert wird, erklärt man ihnen lieber, sie wären krank.

Ich finde deine Rechnung etwas steif.
Optimist + nachdenken muss nicht gleich Pessimist werden.
Nachdenken kann genauso glücklich machen, wie Nicht Nachdenken.

Was du meinst sind Sorgen, die einem vom Nachdenken kommen könnten.
Insofern musst du noch eine Richtung des Nachdenkens einbeziehen.
BlackFlame schrieb:Wer glücklich ist, sollte nicht darüber nachdenken.
Da kann ich mitgehen. Wer glücklich ist, sollte nicht großartig alles zerreißen in Gedanken. Allerdings sollte er nicht aufhören zu denken.
BlackFlame schrieb:Wobei dann wohl erstmal wieder jeder für sich klären muss, was "Glück" für ihn bedeutet.
Das wird wohl das sein, woran deine These scheitert. Denn Glück und Glücklichsein ist extrem subjektiv und damit nicht pauschal/allgemein analysierbar.

Für mich ist Glück, niemals allein zu sein. Wie willst du das mit Nachdenken in Verbindung bringen? Die Erkenntnis ist doch von meiner Sicht abhängig. Und von meinem Blickwinkel.


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gereinigt78
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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:32
Ich kack immer wieder ab, so:

Manchmal fühl ich mich spitzensuperklasse, Es ist alles klasse, Ich verspüre große Freude, weil es ein toller Tag ist.

Dann denke ich nach, und sage mir: Nein, Du darfst deiner Euphorie ihren freien Lauf nicht gestatten. Denn Alles gleicht sich aus.

Wenn man sich Suuuuper fühlt, gibt es irgendwann ein Tag, an dem man sich genauso scheiße fühlt, wie man sich super gefühlt hat.

Deswegen kontrolliere ich meine gute Laune.

Ich denk zu viel nach!

Vieeleicht sollte ich meine Superlaune, in der ich mich wunschlos glücklich finde, einfach rauslassen. Habe ich aber noch nie ganz rausgelassen.

Es gibt ja immer 2 Seiten. Schwar/Weiß,
Oben/Unten.

+/-..und so weiter.


Deswegen versuche ich meine Stimmungen zu kontrolieren.

Fazit:

Ich denk zu viel nach!


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FlederMaus
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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:37
guten Aben BlackFlame!

Ein paar Gedanken von mir dazu:

Nachdenkliche Menschen finden einen Moment des Glückes auch in kleinen Geschehnissen.

Menschen die weniger nachdenken (also prinzipiell), finden ihr Glück wahrscheinlich in einer Art Zerstreuung, in einem Flow der frei ist von Verantwortung - der Haken ist: dieser Flow muss ständig intensiver und häufiger sein.

MfG


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VHO-Hunter
ehemaliges Mitglied

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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:40

:D


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BlackFlame
Diskussionsleiter
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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:48
@Moire
Ich habe lediglich versucht die Zitate umzuschreiben.
Da müsste man ja eigentlich dem Verfasser einen Vorwurf machen. ;)

@VHO-Hunter

Und ich hab noch überlegt, ob ich erwähne, dass ich genau diesen Spruch nicht mit einbeziehen wollte.
Nachdenken und Dumm sind zwei getrennte Paar Schuhe.


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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:49
@BlackFlame

Ist doch egal, von wem die Zitate sind. Meine Kritik bezieht sich ja auf die Theorie ;)


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nope
ehemaliges Mitglied

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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:50
Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
-Marc Aurel-
so würd ich das jedenfalls sehen.


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mystery90
ehemaliges Mitglied

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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:53
@BlackFlame
nachdenken in maßen ist sehr positiv aber zuviel nachdenken bei alle mwas man tut bis man paranoid wird ist natürlich schädlich und nciht gut


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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:58
euer gedankengut, wenn man es so nennen mag, macht mich unglücklich.


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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 21:58
@mrsheffield

da denkste zu viel drüber nach, wenn das so ist ;)


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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 22:04
gereinigt78 schrieb:...

Fazit:

Ich denk zu viel nach!
Nach dem von Dir Geschriebenen würde ich aber eher sagen, dass Du von Deinen Gefühlen und nicht unbedingt vom Verstand geleitet wirst.

Und wer sagt denn, dass Nachdenken immer negativ behaftet sein muss? "Nachdenken" und sich dann leid tun ist ja nur ein Möglichkeit, das Denkorgan einzusetzen ...

Emodul


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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 22:09
emodul schrieb:Und wer sagt denn, dass Nachdenken immer negativ behaftet sein muss? "Nachdenken" und sich dann leid tun ist ja nur ein Möglichkeit, das Denkorgan einzusetzen ...
Um das vielleicht mal etwas zu konkretisieren:

Denker 1: Er denkt über seine eigene Situation nach, erkennt dass er nichts auf die Reihe bringt und suhlt sich dann im Selbstmitleid.

Denker 2: Er denkt über seine eigenen Situation nach, erkennt dass er nichts auf die Reihe bringt und denkt darüber nach, wie er diesen Zustand verbessern könnte.

Nur so als Denkansatz ...

Emodul


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nope
ehemaliges Mitglied

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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 22:11
man könnte evtl auch sagen, ist das glas halb voll oder halb leer? alles eine frage der auslegung.


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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 22:17
@nope

stimmt. aber gut, dass wir über dieses seit jahrtausenden bekannte problem nochmal diskutiert haben. man könnte nur noch hinzufügen, dass es eben in unserer natur liegt, dass manche leute pessimistisch denken, es liegt an ihrer rolle in der gesellschaft, sie können es nicht ändern, auch wenn es ihnen schadet.


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gereinigt78
ehemaliges Mitglied

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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 22:18
@emodul



Hmmm. dass DU von MEInem Geschriebenen so schlußfolgerst???


Bei mir geht es nicht um die Pessimisten, oder die pubertären Selbstmitleidsfreaks...

ALles wird gleich.

Irgendwann!


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gereinigt78
ehemaliges Mitglied

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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 22:18
Du kannst nicht nur ein LEben voller Glück verbringen.

Irgendwann dreht sich das ins Gegenteil um.


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nope
ehemaliges Mitglied

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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 22:25
@mrsheffield
ja, je nach dem muss man eben dies erst "lernen". in meinem fall, ich hatte sehr schwere depressionen und habe dann in der psychotherapie genau dies lernen müssen, die negativen denken zu unterdrücken, oder diese wenigstens "umzuformulieren". es steckt da auch sehr viel theorie dahinter, es gibt z.bsp. auch sogenannte "killergedanken". das thema an sich ist sehr interessant und umfangreich, und verblüffend, was je nach dem ein wort in einem auslösen kann...


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Fabiano
ehemaliges Mitglied

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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 23:32
Naja irgendwo ist da schon etwas dran. Der nicht großartig immer über alles Nachdenkende kann leichter einfach nur glücklich sein. Der Nachdenkende weiß einfach zu viel und daher weiß er auch um das Negative, worüber der nicht so sehr Nachdenkende eben nicht nachdenkt und daher auch nicht so viel Wissen hat und deswegen glücklicher ist.

Auf der anderen Seite halte ich trotzdem nichts von so einer Formel. Denn hat Glücklichsein wirklich etwas mit Nicht denken zutun? Oder: Ist man Unglücklicher, je mehr man denkt?

Ist es nicht eher letztlich eine reine Einstellungssache? Ich meine, ob das Glas noch halb voll ist oder schon halb leer ist reine Ansichtssache. Der Pessimist hat nicht weniger Recht wie Unrecht wenn er sagt: Das Glas ist schon halb leer wie der Optimist, der sagt: Das Glas ist doch noch halb voll.

Ob man sich also freut, dass das Glas noch halb voll ist, oder trauert, weil es schon halb leer ist - Das ist reine Ansichtssache.


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Denken macht unglücklich?

30.09.2010 um 23:36
Kann ich nicht bestätigen.

Ich denke viel und gerne die verschiedensten Dinge, von Fußball bis zu philosophischen Fragen.
Finde, es macht Spaß und wenn man ein schwieriges Denkproblem gelöst hat, ist das ein tolles Gefühl.

Dass Denken an sich unglücklich macht, kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Nur, wenn man ständig beispielsweise über Unglücke nachdenkt, wäre das der Fall.


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