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Auf natürliche Weise Kinder zeugen? Ohne mich!

634 Beiträge, Schlüsselwörter: Künstliche Befruchtung, PID

Auf natürliche Weise Kinder zeugen? Ohne mich!

25.01.2013 um 20:16
Mami, Papi, wie ist das eigentlich mit dem Kinderkriegen?
Nun, meine kleine. Zuerst gibt der Mann seine Spermien in ein Reagenzglas, dort werden sie geprüft ob sie irgendwelche Defekte aufweisen, das ist wichtig damit Mami und Papi wissen ob sie dich lieb haben können oder nicht.


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Auf natürliche Weise Kinder zeugen? Ohne mich!

25.01.2013 um 20:32
@-ripper-

Ja genauso stellen sich manche die Zukunft vor... :) Und wehe das Kind entwickelt dann doch noch irgendwelche Fehler^^...


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Auf natürliche Weise Kinder zeugen? Ohne mich!

25.01.2013 um 23:24
@ripper

Der erwachsene Sohn, der auf natürlichem Wege gezeugt wurde, wird seine Eltern später folgende Frage stellen: Wieso habt ihr mich auf normalem Wege gezeugt? Jetzt schaut euch an, wie ich nicht mehr mithalten kann, mit den ganzen optimierten Menschen in Studium/Beruf/Beziehungsmarkt/Sport. Er wird sagen: Das ihr mich natürlich gezeugt habt, lag nicht daran, dass ihr an MICH und meine Zukunft gedacht habt, sondern an EUER emotionales Wohlbefinden und Festhalten an der Vergangenheit. Habt ihr in eurer "Liebe" für mich, auch mal eine Sekunde an meine Zukunft gedacht?

Es ist also zunächst ein Dilemma. Egal wie man handelt. Aber mit der Zeit wird es vollkommen natürlich in das Bewusstsein der Gesellschaft übergangen sein. Früher gab es auch keine Medizin. Das Aufkommen moderner Medizin muss wie Magie auf die Menschen gewirkt haben. Und auch jetzt gibt es noch Menschen, die den "natürlichen Lauf der Dinge" nicht beeinflussen wollen. Z.B. einige fundamental religiöse Menschen.

Das Argument der "Natürlichkeit" hält einer logischen Betrachtung nicht stand, da es so etwas wie eine "Natürlichkeit" gar nicht gibt und noch nie gab. Hierbei handelt es sich vor Allem um einen romantisierenden, leeren Begriff, ohne echten Inhalt. Schon mit dem Bau des ersten Werkzeugs, hat der Mensch den Pfad der Technologie als Erweiterung des eigenen Körpers/Geistes betreten. Technologie IST menschliche Natur.

Umfassende Erweiterung des Sichtfeldes durch Augmented Realitey (z.B. durch computerisierte Kontaktlinsen), Züchtung von Ersatzorganen auf Basis der eigenen DNS Informationen, bionische Erweiterungen des Körpers, "Designer Babys", Gehirn-Computer Schnittstelle. Diese Dinge werden irgendwann kommen. Sie werden verfügbar sein. Sie werden genutzt werden. Der Mensch passt sich an und entwickelt sich weiter. Und das Gesellschaftsbild und moralische Verständnis wird sich immer weiter verändern. So wie es das immer schon getan hat.

Dem Eingangsposter kann ich also nur sagen: Du denkst konsequent und wirst konsequent handeln. Auch ich würde so handeln wie du. Aber ich weiß auch, dass es nicht so einfach ist. Und es im Grunde kein Richtig/Falsch gibt. Zumindest in der Übergangsphase. In 100 Jahren werden Kinder nur noch so gezeugt werden, wenn es technisch möglich ist.


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Auf natürliche Weise Kinder zeugen? Ohne mich!

26.01.2013 um 04:11
@Flodolski
Wie schon geschrieben: man kann noch keine "optimierten" Babys herstellen, und man kann auch nur sehr wenige Krankheiten genetisch nachweisen. Solange das so ist, macht es überhaupt keinen Sinn, eine PID durchzuführen, oder überhaupt eine künstliche Befruchtung, wenn nicht ein hohes rechnerisches Risiko besteht, dass das Kind eben jene nachweisbaren Krankheiten haben könnte.

Was technisch möglich ist, ist nicht auch medizinisch sinnvoll: die Frau muss mit hohem Hormongaben behandelt werden, und das Risiko von Mehrlings- und damit Frühgeburten steigt bei künstlicher Befruchtung an. Konsequent wäre also, diese Risiken abzuschätzen und zu dem Schluss zu kommen, dass sie wesentlich grösser sind, als das Risiko für gesunde Eltern, ein Kind mit einer dieser wenigen Kranheiten zu bekommen. Nicht konsequent ist, eine Technik anzuwenden, die neue, unnötige Risiken birgt, nur weil sie vielleicht in Zukunft mal ausgereifter ist.

Ganz abgesehen davon, dass die Technik nur in Ausnahmefällen zugelassen ist, der Eingangsposter sie also nicht anwenden kann, wenn er nicht in einer Risikogruppe für eben jene wenigen Krankheiten ist, die nachweisbar sind.

Auch in 100 Jahren wird der erwachsene Sohn sich klar darüber sein, dass er vielleicht erst gar nicht gelebt hätte, hätten seine Eltern die vorsorgliche Auslese betrieben. Wenn er auch nur halb schlau ist.

Die Frage ist auch, wie man zu "optimierten" Babys kommen will: bastelt man an der DNA herum
(was noch nicht möglich ist und meines Wissens auch noch lange nicht möglich sein wird, weil man noch viel zu wenig über die DNA weiss) ?
Oder nimmt man wie in der Tierzucht einfach nur Spermien von ausgewählten "optimalen" Männchen? Und Eizellen von "optimalen" Weibchen?
Lässt man die Kinder zwecks Risikominimierung von "optimalen" Müttern austragen?
Das wäre tatsächlich "konsequent" ... wenn man ein optimales Zuchtergebnis haben möchte.
Ich fürchte bloss, die Gesellschaft, die das betreibt, wäre nicht optimal.
Der Sohn würde seine Eltern und Grosseltern eher fragen (wenn das Zuchtergebnis hinsichtlich der Intelligenz befriedigend ausgefallen ist), warum sie es zugelassen haben, dass sich die Gesellschaft so entwickelt hat. Es sei denn, man züchtet die Emotionalität weg.

Mit einer Ablehnung von technischem oder medizinischem Fortschritt hat das nichts zu tun.
Sondern mit Realismus ... denn:

- Was ist optimal für den Beruf? Es gibt unzählige gesellschaftlich notwendige Berufe mit den verschiedensten Anforderungen.
- Was ist optimal für den "Beziehungsmarkt"? Schönheit? Sozialkompetenz? Gesundheit? Was davon lässt sich genetisch optimieren, und was hat mit sozialem Umfeld und persönlichen Erfahrungen zu tun? (Man bedenke, dass die Kriterien für die Partnerwahl sehr verschieden sind, je nachdem, ob Flirt oder Familienplanung ansteht.)
- Was ist optimal für den Sport? Halt ... letztens beim Orthopäden sassen lauter junge, sportliche Menschen. Ist Sport optimal für den Menschen? Oder sollte man dem aufwändig und für viel Geld optimierten Menschen höchstens regelmässige Bewegung an frischer Luft verordnen?
- Was ist optimal für das Studium? Welches Studium? Und will man überhaupt, dass alle studieren, oder benötigt ein Staat auch Menschen, die sich mit einfachen Tätigkeiten zufriedengeben? Hm ... das können natürlich dann auch andere machen ... Immigranten, oder der "Ausschuss" ... heisst das nicht, eine Gesellschaft braucht unterschiedliche Menschen?
Wie kommt es, das so viele hoch talentierte Menschen so wenig "optimal" sind, so viele optimale Menschen andererseits wenig für die Entwicklung der Gesellschaft beitragen?
- Wieviele Menschen braucht man dann für die "optimierte" Elite, und wieviele für das langweilige Mittelmass, und wieviel "Ausschuss"? Wer kommt in das Zuchtprogramm, und ... äh .... macht das dann überhaupt Sinn?

Solange Menschen mit all ihrer Unvollkommenheit Lebensfreude und Liebe empfinden, wird es (hoffentlich) keine "optimierten" Gesellschaften geben. Vielleicht entschliessen sich Einzelne dazu, die an Zuchtauslese und Eliten glauben. Andere werden wissen, dass Liebe und Fürsorge, ob die der Eltern fürs Kind, die des Kindes für die Eltern oder die zwischen Mann und Frau, nichts mit Perfektion zu tun hat.


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26.01.2013 um 11:53
Was die Technik angeht. Es wird kommen FF. Und es wird möglich sein. Kauf dir das Buch "Die Physik der Zukunft" und du wirst staunen, was in den Forschungslabors dieser Welt schon in Form von Prototypen existiert. Schau dir außerdem die Technologiehistorie an. Die ist geprägt von revolutionären Veränderungen. Das ist kein linearer, immer vorhersehbarer Prozess. Noch 1900, also historisch gesehen fast gestern, hätte sich kein einziger Mensch so etwas wie das Internet, Smartphone, HDTV oder Spaceshuttle auch nur Ansatzweise vorstellen können. Es gab nichts, was darauf hätte hindeuten können. Jede Generation glaubt, dass Ende der Fahnenstange erreicht zu haben, aber am Ende kommt es immer anders. Darauf sollte man vorbereitet sein.

Zur Liebe. Liebe ist ein Begriff der nicht wirklich fest mit Eigenschaften besetzt ist. Das Konzept der "romantischen Liebe z.B." entstammt Liebesromanen aus der Zeit von vor ca. 150-200 Jahren in Europa, um der Frau Daheim ein bisschen nette Lektüre an die Hand zu geben. Reine Fiktion. Sogar noch Anfang des 20. Jahrhunderts waren die wenigsten Hochzeiten "Liebeshochzeiten", sondern Zweckhochzeiten. Im Mittelalter war das Konzept romantischer Liebe dem Pöbel gänzlich unbekannt. Das Konzept der romantischen Liebe ist ein Phänomen von Wohlstandsgesellschaften und primär auf diese beschränkt. Durch Hollywood und Co. hat sich dieser Liebesbegriff kulturell verfestigt und wird zunehmend idealisiert. Hat mit der Realität oft aber nichts zu tun, was man gut an Scheidungsquoten und Co. ablesen kann. Die Menschen sind verwirrt, was "Liebe" angeht. Verliebtsein hat sehr viel mit Biochemie zu tun und erst dann mit tieferen Gefühlen. (Die meisten verstehen den Unterschied zwischen Verliebtsein inkl. Hormonschüben und "Liebe" gibt) Hört sich unromantisch an, ist es irgendwie auch. Die Definition von Liebe und Fürsorge hat immer auch mit Zeitgeist und dem aktuellen Stand der Gesellschaft zu tun.

Z.B. die Debatten um Elterngeld, oder kostenlose KITA Plätze. Das Kernargument lautet, dass Frau auch die Möglickeit haben muss sich selbst zu verwirklichen (berechtigt) UND vor allem, dass alle Kinder die gleichen Startbedingungen haben, so dass schlechte Erziehung durch Eltern, von frühkindlicher Erziehung und Erfahrungen in der KITA ausgeglichen werden kann. Z.B. in Bezug auf den Spracherwerb und motorische Fähigkeiten. Hört sich nicht sehr "liebevoll und fürsorglich" an oder? Denn wo bleibt die uneingeschränkte Fürsorge gegenüber dem Kind, von Seiten der Eltern? Man könnte es lesen wie: Ich gebe mein Kind an die KITA/Krippe ab.

Konsequent weitergedacht wäre eine genetische Auslese genau das Gleiche. Warum dem Kind aus "vermeintlicher Liebe" einen schlechteren Start gewähren? Ich verstehe deine Kritik ja durchaus. Dem Ganzen liegen vor allem rein ökonomische Kosten/Nutzen Aspekte zu Grunde. Und wie ich sagte, es gibt hier kein Schwarz/Weiß. Denn auf der einen Seite nervt es mich selber, dass wir uns permanent einem Optimierungsdruck ausgesetzt fühlen, auf der anderen Seite macht es aber auch keinen Sinn, sich Optimierungsmöglichkeiten zu entziehen, wenn man darauf Zugriff hat. Denn wo fängt "Optimierung" an? Bereits beim Lesen von Büchern, um dadurch einen höheren Wissens/Bildungsstand zu erreichen, der in Zukunft zu Vorteilen gegenüber weniger Gebildeten führt?

Fakt ist und bleibt nur folgendes: Was möglich ist, wird auch genutzt werden.


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26.01.2013 um 12:02
das finde ich nicht gut, kinder sind kinder und keine designerobjekte


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26.01.2013 um 12:09
@suffel

Wer sagt, es handelt sich um Designerobjekte wenn man genetische Modifikationen vornimmt? Der Mensch hat die Natur um sich herum schon seit dem ersten Speer in der Steinzeit beeinflusst. Von moderner Medizin will ich gar nicht erst anfangen. Die technologische Evolution bleibt nicht stehen. Der Mensch wird irgendwann nicht mehr auf rein "natürlichem" Wege gezeugt werden. Das wird natürlich unser Menschenbild zunehmend verändern.


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Auf natürliche Weise Kinder zeugen? Ohne mich!

26.01.2013 um 12:12
@Flodolski

wenn man ein kind genetisch modifiziert und nach seinen wünschen gestalltet ist das für mich wie ein designerobjekt ^^
am ende sind die eltern noch enttäuscht das ihre tochter braune und keine blonde haare hat, aber man kann sich zur not ja noch eine neue erstellen lassen


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Auf natürliche Weise Kinder zeugen? Ohne mich!

26.01.2013 um 12:22
Solange es jedem Paar selber überlassen wird ist mir das egal.

Wenn es aber in ferner Zukunft nur noch künstliche Befruchtungen geben darf, sei es zur Kontrolle das man eventuell nur noch 1 Kind haben darf, nur Embryonen benutzt werden die vorher strengste Untersuchungen standhalten müssen um dann mit dem Gütesiegel Qualität 1a ausgezeichnet werden und benutzt werden dürfen, dann bin ich mehr als froh dann nicht mehr zu leben...
Wahrscheinlich werden dann noch die, die sich für eine natürliche Empfängnis entscheiden strafbar machen und möglicherweise im Gefängnis landen und bestraft.
Ist zwar nur so ein Gedanke, aber nicht auszuschließen.


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Auf natürliche Weise Kinder zeugen? Ohne mich!

26.01.2013 um 13:03
@Flodolski
Jetzt packst Du aber noch ein paar Themen mehr aus ...
Ich schrieb absichtlich nicht von "Liebe", sondern von "Liebe und Fürsorge". Mit Verliebheit hat das nichts zu tun, und schon gar nicht mit Hollywood-Vorstellungen.
Es gibt Liebsgeschichten übrigends auch schon aus Kulturen, die ein paar Tausend Jahre älter sind als unsere ...
Sehen wir in der Entwicklung von Fürsorge, Nächstenliebe u.s.w. nicht einen gesellschaftlichen Fortschritt gegenüber Kulturen, die ihre Alten und Kranken aussetzen, Behinderte wegsperren und Andersartige verjagen oder töten? Ich sehe in einer Gesellschaft, die ein "Optimum" definiert und ihre Fortpflanzung danach ausrichtet einen Rückschritt in Zeiten vor der Aufklärung, vor der Renaissance noch, vielleicht sogar vor dem Mittelalter.
Übrigends hast Du nicht darauf geantwortet, dass eine Gesellschaft nicht nur aus "optimierten" Individuen bestehen kann. Wir sind weder Bienen noch Ameisen, sondern Menschen.

Und nochmal: braucht es nicht auch die Genialen ... und sind die nicht oft weit an "optimal" vorbei? Man stelle sich die Musik ohne Glenn Gould vor, Schach ohne Bobby Fisher, die Kunst ohne Toulouse-Lautrec oder vanGoch... könnte man erbliche Depressionen und andere seelische Krankheiten ausschliessen, fehlten uns alle diese Charaktere.

Wenn Mütter ihre Kinder in Kitas geben, dann tun sie dasselbe wie schon immer: Kinder wurden früher von Omas, Geschwistern, Ammen aufgezogen. Die Mutter musste auf dem Feld, in der Werkstatt oder Industrie arbeiten, musste einen Haushalt ohne Maschinen und Geräte schmeissen, die Kleidung für Eltern, Grosseltern und Kinder nähen und flicken, Vorräte anlegen, kochen und backen, heizen und Wasser schleppen. Und den Garten bestellen. Und putzen. Nachttöpfe ausleeren. Windeln kochen.
Meine Grossmutter wusch die Wäsche für zehn Personen noch im Waschbottich, ganze Tage lang.
Die Frau eines leitenden Angestellten einer Firma, der einen Dienstwagen mit Chauffeur hatte ...
Ihre Kinder haben sie nur zu den Mahlzeiten gesehen, wie sie zwischen Esszimmer und Küche hin- und her huschte. Kinder von Bauern sahen ihre Eltern nur früh morgends, spät abends und im Winter, wenn sie ihnen nicht auf dem Feld bei der Arbeit halfen.
Du selbst tappst hier in die Falle romantischer (europäischer) Vorstellungen von vor 150-200 Jahren, als es zum bürgerlichen Ideal wurde, dass die Frau nicht arbeitet, sondern sich ausschliesslich um die Kinderschar kümmert. Natürlich mit Hilfe von Ammen, Kindermädchen, Internatschulen ...

Ein letzter Satz zu den Müttern, die aus Herzlosigkeit und Egoismus ihre Kinder in Kitas abschieben: Einzelkinder haben dort die Gelegenheit, mit anderen Kindern zusammen aufzuwachsen. Auch das ist wichtig und entspricht der Natur der Kinder mehr, als mit Mutti alleine zu Hause rumzuhängen. Für viele ist es der einzige Ort, wo sie rumtoben können, ohne Eltern oder Nachbarn zu stören.
Für eine gesunde Entwicklung und gegen seelische Erkrankungen ist es meiner Meinung nach wichtig, dass Kinder mit anderen Kindern aufwachsen.
Jedenfalls war es für ein paar Millionen Jahre eher normal, nicht als Einzelkind aufzuwachsen.
Auch das gehört zu der gesunden Entwicklung einer Gesellschaft.

Hat man in einer "optimierten" Gesellschaft genug Geld und Zeit, dass man mehr als ein Kind haben kann? Oder muss man für die vielen, vielen alten Leute (deren Lebenserwartung immer mehr steigt) noch mehr arbeiten und erwirtschaften, da man es nicht geschafft hat, auch die volle Arbeitsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten und jeder Arbeitende mehrere Arbeitsunfähige finanzieren muss?
Nochmal die Frage: will man wirklich, dass die Menschen immer gesünder sind und immer älter werden? Man bedenke: alle wollen alt werden, aber nicht alt sein ...
Aber ich vergass: die super optimierten Menschen werden so überaus intelligent sein, das sie alle medizinischen und psychologischen, politischen und geselllschaftlichen Probleme gelöst haben werden, in 100 Jahren ... aber auch das glaubte man schon vor 100 Jahren.

Es ging hier erstmal darum, ob es heute sinnvoll ist, eine PID durchführen zu lassen, auch wenn man nicht in einer Risikogruppe ist. Die Antwort bleibt: Nein.
Heute ein unausgreiftes Medikament gegen Alzheimer zu nehmen, weil es in hundert Jahren ganz tolle Medikamente geben wird und man den Fortschritt nicht aufhalten kann, ist ja auch Quatsch.


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26.01.2013 um 14:34
@Flodolski
Ich kann deine Ausführungen nachvollziehen, aber nicht dass du es als unabwendbar siehst.
Richtig ist dass der Mensch seine Umwelt modifiziert, dies tun aber auch Tiere.
Wir können aber im Gegensatz dazu abwägen, welche technischen und auch gesellschaftlichen Neuerungen wirklich weiterbringend sind, besonders im Hinblick darauf ob wir wirklich so leben wollen!
Es gibt auch andere Wege wie wir das weiterkommen der Gattung Mensch sichern können, unter Berücksichtigung einer gut ausgewogenen Schnittstelle zwischen Natur, Technik und den menschlichen Emotionen.


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26.01.2013 um 15:05
@FF Der Threadersteller hat explizit darauf hingeweisen: Wie wird das erst in 10 Jahren sein? D.h. die Frage dreht sich natürlich nicht nur um das hier und jetzt. Es ist eine Grundsatzfrage, über die grundsätzliche moralische Probleme diskutiert werden.

Und ich halte das Argument der "Natürlichkeit" und "Liebe/Fürsorge" für überholt. Denn die menschliche Entwicklung ist nunmal im Fluss. Was heute "künstlich" erscheint, ist übermorgen vollkommen normal. Außerdem heißt es ja nicht, weil ein Kind mit optimalen Startbedingungen auf die Welt kommt, dass Leben dieses Menschen optimal verläuft. Depressionen wird es potenziell weiterhin geben, der Mensch wird weiterhin Schwierigkeiten im Meistern des Lebens haben. Die verrückten Genialen sterben deshalb nicht aus. Und darüberhinaus weißt du nicht, welche Errungenschaften plötzlich möglich sind, wenn Menschen mit effizienter und effektiver Arbeitenden Gehirnen ausgestattet werden können. (Hoher IQ etc.)

@cassiopeia88

So funktioniert Wissenschaft aber nicht. Dort wird erst einmal geforscht was überhaupt möglich ist. Sobald eine Technologie verfügbar wird und ihr Einsatz sinnvoll, wird sie sich durchsetzen. Seien wir doch ehrlich. Wenn in Zukunft ein Arzt erzählt, dass genetische Material kann so manipuliert werden, dass das Kind mit den optimalen Startbedingungen auf die Welt kommen kann, dann werden nur wenige Menschen sagen: Will ich aber nicht. Denn es wäre egoistisch.


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27.01.2013 um 00:42
@Flodolski
Wenn du deine Gedanken konsequent zu Ende denkst weisst du, dass die Menschheit ziemlich bald den Weltraum kolonisieren muss und auch wird. Wir wissen nicht wie viel Zeit uns dafür bleibt, welche Hindernisse noch zu überbrücken sind und wie lange wir brauchen um uns das Leben und die Möglichkeit zur Weiterentwicklung auf anderen Planeten zu ermöglichen.

Frühestens 2030, wahrscheinlich aber später aufgrund von "Budgetproblemen", wird der erste bemannte Flug zum Mars stattfinden. Dort werden wir unsere ersten Gehversuche in der Kolonisierung von fremden Planeten starten.
Der erste kleine Schritt von unendlich vielen. Von der Erde werden aber immer wieder Menschen und andere Rohstoffe gebrauch. Bis wir wirklich eine stabile Existenz jenseits unseres Heimatplaneten aufbauen können, wird eine lange Zeit vergehen.

Wir brauchen die Erde als Rückhalt den wir wissen nicht was passieren wird. Deshalb sollten wir versuchen unseren Lebensraum zu erhalten und keine weiteren schweren Eingriffe in die Natur wagen von denen wir nicht wissen wie sie ausgehen können.
Dazu zählt für mich auch die Veränderung von Erbgut an Menschen, besonders in der allgemeinen Bevölkerung. In ein paar Jahren können wir doch derartige Experimente ausserhalb wagen ohne uns allzu grosse Sorgen machen zu müssen, den wir hätten ein Back-up. Falls dabei etwas grossartiges heraus kommt können wir es immer noch anwenden.

Das meine ich mit einem sinnvollen Umgang mit Technik, erst denken dann handeln. Dazu sind wir auch auf unserem jetzigen evolutionären Stand fähig und brauchen keine grösseren Gehirne, sondern sollten die vorhandenen benutzen.


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27.01.2013 um 06:30
mich interessiert es sehr zu erfahren, wann der mensch das erste mal bemerkt hat, dass man durch sex , nachwuchs erzeugen kann.... das sind ja zwei ereignisse die weit auseinander liegen. da stellt man ja bestimmt nicht gleich eine verbindung her...

noch mehr , würd mich das gesicht dazu interessieren...


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27.01.2013 um 11:51
@cassiopeia88

Vielleicht ist genetische Veränderung von menschlichem Erbgut für die bemannte Raumfahrt ja in der Tat ne Möglichkeit, uns auf anderen Planeten besser anzupassen, das könnte ich dann zum Teil sogar noch nachvollziehen. :)


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hsintru
ehemaliges Mitglied

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27.01.2013 um 12:05
@GrandOldParty
Invitro, gab schon Sf-Filme darüber. Wo willst Du die Grenzen ziehen? Absolut makellose Kids, hübsch, intelligent und pflegeleicht? Wo bleibt da die Vielfalt? Das Leben auf diesem Planeten hat sich durch natürliche Mutation und Auslese zu dem entwickelt, was es heute ist. Lassen wir es dabei. Wir pfuschen der Natur schon genug ins Handwerk. Warum muss sich eine Frau überhaupt künstlich befruchten lassen? Die Natur hat sich bestimmt was dabei gedacht, wenn es auf natürlichem Wege nicht klappt. Ich weiss, der menschliche Fortpflanzungstrieb. Der wird mal unser Untergang, spätestens, wenn es mehr als 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten gibt. Und es gibt viele Waisen, die gerne die Liebe und Geborgenheit einer Adoptivfamilie kennen lernen würden.


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hsintru
ehemaliges Mitglied

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27.01.2013 um 12:10
@@GrandOldParty
Ich weiss natürlich, dass Du das anders gemeint hast. Ich habe es mal ganz allgemein gehalten.


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27.01.2013 um 12:18
Die Methode und alles an sich finde ich persönlich auch nicht schlecht. Auf der anderen Hand aber bin ich der Meinung, dass wir dann die Natürliche Zeugungsmethode zu sehr umgehen. Das ist ja quasi wie cheaten :D
Sehr hilfreich wäre dies für Menschen bei denen vererbte Krankheiten sehr wahrscheinlich sind. Andererseits, wer weiß wie manche Menschen diese Befruchtungsmethode ausnutzen würden. Schlimm genug, dass heute schon so viele Teenies depressiv wegen ihrem Aussehen sind.


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27.01.2013 um 13:21
@Mystera
In der Tat, aber dazu müssen wir erst mal auf andere Planeten kommen, um zu erfahren ob eine genetische Veränderung angebracht ist.
Doch momentan verschwenden wir die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen ohne auch nur ein kleines bissschen weiter zu denken.
Und werden uns, wenn nicht bald ein Umdenkprozess stattfindet, um die Möglichkeit bringen, den Erhalt unserer Rasse zu gewährleisten.


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27.01.2013 um 13:31
@cassiopeia88

Sollten wir uns als Menschheit um die Möglichkeit bringen uns selbst zu erhalten, dann haben wir es nicht anders verdient, das wird dann beweisen das wir mit "Freiheit" nicht umgehen konnten, für die Erde kein tragischer Verlust, denn sie benötigt uns nicht.


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