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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

142 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tod, Trauer, Beerdigung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

05.09.2011 um 23:15
Frage mich grade eher, ob es hier User gibt, die noch nie auf einer Beerdigung waren?
Möge ihnen, wenn dem so ist, dass sie noch Niemanden verloren haben,
dieses Glück noch lange hold sein.


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Bernard Diskussionsleiter
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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

05.09.2011 um 23:22
@KicherErbse
Doch, gibt es. Haben ja auch schon einige geschrieben und ich weiß es aus meinem früheren Bekanntenkreis in Norddeutschland beispielsweise, daß es Leute gibt, die grundsätzlich nicht bei Trauerfeiern etc. erscheinen. Manch eine/r kommt dann -wie wir es hier auch schon gelesen haben- an darauf folgenden Tagen allein, um außerhalb der "großen Zeremonie" im Stillen Abschied zu nehmen. Ist ja auch zu respektieren...


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

05.09.2011 um 23:26
@Bernard

Deshalb schrieb ich auch dazu, "diese die noch Niemanden verloren haben" dass einige nicht zu Beerdigungen gehen, weil ihnen das Zeremoniell aus diversen Gründen nicht zusagt, ist klar und natürlich zu respektieren.

Gehöre auch zu denen, die keinen Friedhof oder eine Beerdigung zum Abschied nehmen benötigen würden, aber ich gehe trotzdem zur Beerdigung, weil ich finde, dass dies eine letzte offizielle Ehrerweisung des Verstorbenen inne hat.


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

05.09.2011 um 23:54
Ich war schon auf 2 Stück gewesen ,finde es immer traurig wenn einer gehen muss.Muss auch noch dazu sagen,das ich sehr sensibel bin das heißt ich heule auf jeder Beerdigung egal ob im TV gezeigte Beerdigungen oder auch Bekannte die ich nicht so kannte .Das was ich komisch fand war,das ich bei meinem Schwiegervater nicht geheult habe .Wie ich später beerdigt werde soll mir wurscht sein ,da ich eh nichts mitbekomme wie meine Familie es gestalten würde.Auch wenn ich wünsche hätte wie es ablaufen würde,weis ich ja eh nicht ob es auch in der Tat umgesetzt wird.Daher muss ich mich auf meine Familie verlassen das die das richtige machen.


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 00:00
Ich musste leider auch schon etliche Beerdigungen mitmachen. Irgendwie ähnelt es sich dann auch. Ich meine den Ablauf. Ich habe mich bisher immer zusammenreissen können, aber für mich wars immer am schlimmsten, mit ansehen zu müssen wie Leute die man kennt total die Fassung verlieren.
Aber ich habe natürlich Verständnis dafür.


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 00:12
Ich war schon auf einigen Beerdigungen...
Was mir aufgefallen ist das es regelrechte "Beerdigungstouristen" gibt. Kommen um zu gucken, wer ist alles da, wer weint etc.
Auf meiner Beerdigung wird es definitiv kein Dinner nach dem Friedhof geben, finde es abstoßend am Grab in Tränen aufgelöst zu stehen und sich in der Gaststätte danach feuchtfröhlich und gut gelaunt die Kante zu geben, wie ich es schon oft beobachten konnte.


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Bernard Diskussionsleiter
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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 00:30
@cavalera
In Großstädten sind bisweilen -vorwiegend- ältere Damen zu beobachten, die sich z.B. auf Europas größtem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf regelmäßig treffen, um dort -vordergründig- Spaziergänge zu unternehmen - dann aber ganz gezielt größere Trauerfeiern aufsuchen um hernach unauffällig auch mit zum Kaffeetrinken zu gehen. Oftmals wird dazu ja nach Beendigung der Beisetzung ganz pauschal eingeladen.
Der -volkstümlich als "Fellversaufen" bezeichnete- "Leichenschmaus" hat sehr weit zurück liegende Ursprünge und dient heute eher der Knüpfung bzw. Stärkung sozialer Kontakte zwischen Hinterbliebenen und Trauergästen. Nach meinen Erfahrungen wird dort zwar auch gegessen und getrunken; Kommunikation und persönliche Beileidsbekundungen stehen aber im Vordergrund.

"wiki" weiß dazu:
"Ein Leichenschmaus ist das gemeinschaftliche Essen oder Kaffeetrinken der Trauergäste unmittelbar nach einer Beerdigung, das von der Familie des Verstorbenen ausgerichtet wird. Diese Sitte war bereits in vorgeschichtlicher Zeit bekannt und besteht in vielen Gegenden Europas. Weitere Bezeichnungen sind Beerdigungskaffee, Flannerts, Leidessen oder Leidmahl, Leichenmahl, Raue, Trauerbrot oder Tröster; im süddeutschen Sprachgebrauch auch Umtrunk oder Leichentrunk; im Saarland Leichenimms; im rheinischen Sprachgebrauch Reuessen; in Altbayern Kremess; in Schwaben und im Allgäu Bsenktnis; in Österreich Zehrung; in Ostösterreich Totenmahl.

Der Leichenschmaus in Teilen des deutschsprachigen Raumes soll den Hinterbliebenen signalisieren, dass das Leben weitergeht und der Tod nur eine Station des irdischen Lebens darstellt. Das gemeinsame Essen soll im Gedenken an den Toten stattfinden und einen zwanglosen Rahmen bieten, in dem Geschichten rund um den Toten erzählt werden können, in Ergänzung zur formellen Trauerfeier selbst. Das Erzählen von Anekdoten dient zur Auffrischung der positiven Erinnerungen aus besseren Zeiten des Beerdigten und soll so die unmittelbaren und oft schmerzhaften Erinnerungen an die Zeit kurz vor dem Tode verdrängen (z. B. im Fall einer längeren Krankheit). Die dabei oft entstehende Heiterkeit kann helfen, Emotionen abzubauen und die Trauernden wieder positivere Gedanken fassen zu lassen. Der Leichenschmaus kann daher helfen, Abstand vom traurigen Anlass zu gewinnen und wieder eine gewisse Normalität zu erreichen.

Durch das Geschenk eines Essens wird die Gelegenheit zu Gegenbesuchen und Gegeneinladungen geboten.

Ein wichtiger Aspekt des Rituals ist auch hier die Festigung sozialer Bindungen, indem Angehörige länger Zeit haben, miteinander umzugehen, einander Wertschätzung zu signalisieren.

Wie viele andere Rituale geht es auch um einen Übergang, der durch die Gemeinschaft beglaubigt wird. Die Hinterbliebenen werden nicht allein gelassen, sondern sind weiter Teil der Familie (etc.), was besonders bei nicht Blutsverwandten eine wichtige Mitteilung sein kann. Die Beerdigung ist nicht das Ende einer Familie, sondern Glied einer Kette von Familienfeiern, bei denen Zusammengehörige zusammenkommen. Dass bei diesem Essen auch Nicht-Familienangehörige zugegen sein sollen, ist dafür kein Interpretationshindernis. Vielmehr wird diesen Außenstehenden gezeigt, dass es Zusammengehörigkeit gibt."



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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 00:42
@Bernard
da ich katholisch erzogen wurde ist mir der Grundgedanke des Leichenschmaus schon bekannt, dennoch bleibe ich dabei... bei mir soll es das nicht geben. Ich bin mir sicher das die Menschen die mir nahe stehen danach noch zusammenkommen um was weiß ich zu reden oder so.

Ich habe auch schon miterlebt das überlegt wurde wer zum Schmaus geladen werden sollte und wer nicht, quasi müsste man Buch führen bei wem man selbst geladen wurde und bei wem nicht. So das nur ja keiner vergessen wird und vor den Kopf gestoßen werden könnte.

Als mein Großvater beerdigt wurde passten die vielen Menschen gar nicht alle auf den Friedhof, ich brauche auch nicht unbedingt eine Beileidsbezeugung am Grab... mich regt das nur auf. Aber sicher geht da jeder anders mit der Trauer um.


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Bernard Diskussionsleiter
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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 01:03
Ja - wurde hier ja auch schon mal in sehr drastischen Worten beschrieben...
Zitat von AthleticBilbaoAthleticBilbao schrieb am 02.09.2011:"Was ich hingegen sehr unangenehm finde ist dass sich die Leute nach Beerdigungen treffen um ..zu Essen! Ich finde das grauenvoll und hoffe dass das niemand macht, wenn ich sterbe. Auch wenn dieses Treffen dazu dient, den Verstorbenen im letzten, "positiven" Licht zu sehen, aber mir hat das nie behagt. Ich bin dann immer gegangen."
Ich habe es als Jugendlicher erlebt, daß nach der Beerdigung meiner Großmutter die Familie in einem Café am Nordostseekanal zusammen kam und ein Onkel von mir, der erst ein halbes Jahr zuvor Witwer geworden war, es "wagte" eine Bekannte (die dann späterhin seine Lebensgefährtin und auch die zweite Ehefrau wurde; vorher war sie eine gemeinsame Freundin von Onkel -ohne beziehungsmäßigen Hintergrund, was auch allen bekannt war- und Tante) dazu mitzubringen. Sicher, weil er in dieser Zeit nun -verständlicherweise- besonders viel Halt und Zuspruch brauchte. Und wie, als beide dann nach kurzer Zeit wieder aufbrachen, danach die gesamte Sippe sich das Maul darüber zerrissen hat, "wie denn Onkel Heini so schamlos sein könne, und kurz nach dem Tode seiner Frau, schon mit einer anderen bei Omas Beerdigung aufzukreuzen!". Das fand ich widerlich...
Habe auch nicht das Ritual vollzogen, auf den in die Grube herab gelassenen Sarg noch symbolisch Erde zu werfen. Das wollte ich meiner Oma nicht antun...


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 01:17
@Bernard
Du hast ja auch nach ner event. Komik gefragt. Bei der Trauerfeier für meine Oma, waren die Worte der Pfarrerin wirklich so heuchlerich, dass ich teilweise einen Lachanfall unterdrücken musste. :) Es fielen Sätze über ,,Zusammenhalt in der Familie" etc., dabei war meine Oma eh mit fast Jedem zerstritten, ihre Schwester z.b. kam nicht mal zur Beerdigung. Wir waren nach der Beerdigung noch in nem Cafe, es wurden auch paar Fotos geschossen. Wenn man Diese sieht, denkt man fast es wäre ein lustiger Anlass gewesen..


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 01:18
Ich war auf zweien, eine war besonders ätzend.... den ermorderten besten freund bestatten.... ne muss ich nicht nochmal haben.

Das andere war Opa... ja Opa... war jetzt nicht so das Drama.


Meine eigene Beerdigung?

Never... ich hab allen gesagt dass mein letzter Wille daraus besteht, mich einzuäschern und jeder meiner Freunde die noch leben sollen sich ein bisschen davon in nen Anhänger tun und um den Hals hängen.
Das hab ich sogar iwo schriftlich bei wem liegen! :D


Und wer das nicht macht, den werd ich heimsuchen.... muahahrhrh :D


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 01:25
Noch ein Nachtrag zu meiner persönlichen Vorstellung. Ich würde am liebsten irgendwo an einem stilllen Ort unbegraben im Wald liegen und langsam von der Natur und den Tieren in den Kreislauf des Lebens zurückgeführt werden. Aber das wird sich wohl kaum verwirklichen lassen.


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 01:27
@Minx
Wahrscheinlich nicht, aber vielleicht wäre dann ein FriedWald eine Überlegung und ,,Alternative" für dich? Dort möchte eine Freundin von mir beerdigt werde.


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06.09.2011 um 01:31
@Türkis
Genau das habe ich auch schon überlegt, aber ich bin ja noch recht jung und hoffe noch auf ein paar schöne und lebensvolle Jahre :) Darum gebe ich mir einfach so noch ein bisschen Zeit bis zum Testament.


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 01:52
@Türkis
Weil -weitgehend- amüsante Begebenheiten auf solch ernsten und doch oft auch von Hinfälligkeit, Siechtum und Unfall geprägten Anlässen wie einer Beerdigung, besonders auffallen und im Gedächtnis haften bleiben. Sei es der leierig nuschelnde Ortspastor oder eine Verwandte, welcher im Zeitlupentempo am offenen Grab der halterlose schwarze Nylonstrumpf herunter rutscht - das sind im Nachhinein Erlebnisse, über die auch nach 50 Jahren im Familienkreise noch geschmunzelt wird. Durchaus eine Form des "ehrenden Andenkens" - weil dabei zumindest an die Beisetzung des vor langer Zeit Verstorbenen gedacht wird... ;)
Stichwort "Ehrendes Andenken": Als vor einigen Jahrzehnten im schleswig-holsteinischen Glückstadt ein Mitglied des altehrwürdigen Männergesangvereins "Lied hoch" (dem ich selbst vor meinem Umzug nach Bayern angehörte) verstarb, verfügte der listige "Sangesbruder" im notariell beglaubigten Legat, daß dem Chor aus seinem Nachlaß eine nicht unerhebliche Summe Geldes zukommen solle. Dieses, so die Vorgabe, könne zu einem Teil der Anschaffung neuen Notenmaterials dienen, der andere Teil aber müsse unter fortlaufender Kontrolle des Notars auf einem separaten Konto angelegt werden. Von den Zinsen dieses Guthabens -so die testamentarische Vorgabe weiter- solle jeweils nach dem traditionellen Eisbein-Essen vor der alljährlichen Jahreshauptversammlung, eine Runde "Lichtempfindlicher" (Schnaps) auf das Wohl des Erblassers getrunken werden. Natürlich mit einer entsprechenden Würdigung und Erklärung zur Herkunft der Runde durch den jeweiligen Vereins-Vorsitzenden verbunden. Eine gleichwohl raffinierte wie auch originelle Methode sich einmal jährlich im Rahmen eines "ehrenden Andenkens" selber wieder ins Gespräch zu bringen - obwohl einen schon lange der "grüne Rasen" deckt... ;)


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Bernard Diskussionsleiter
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06.09.2011 um 01:56
@Minx
Das wird Dir auch passieren, wenn Du Dich nicht "unbegraben" (tolle Wortschöpfung; Respekt ;)) der Natur anvertraust. Geht schnell, bis die Maden (oder anderes Getier der unterirdischen "Natur" :D) durch´s Holz durch sind...


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06.09.2011 um 02:09
@Bernard
Das glaube ich auch, aber ich finde es einfach schöner so.


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 02:15
Zitat von BernardBernard schrieb am 02.09.2011:Und wie soll Euer "letzter Weg" dereinst gestaltet werden - oder ist es Euch einerlei, wie Ihr in die Grube fahrt? Würde mich mal interessieren...
Wenn es so weit ist, mit so wenig Aufhebens wie möglich.

Aber die Bepflanzung des Grabes, da habe ich genauere Vorstellungen. Jedoch bis es so weit ist gibt es sicher noch einige Verordnungen, die mir die Wiese auf meinem Grab verwehren werden. Darum ist es mir egal. Ich will mich nicht jetzt schon für die Zeit nach meinem Tode ärgern ;)

@Bernard


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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 02:27
Vor einer Beerdigung kommt oftmals eine lange Krankheit.

Wart ihr schon mal als Patient in einem Krankenhaus?


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Bernard Diskussionsleiter
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Seid Ihr schon mal auf einer Beerdigung gewesen?

06.09.2011 um 02:38
Das ist ja eines der "Bestattungs-Probleme" in diesem, unserem Lande - überholte und uralte Verordnungen wie Gesetze, betrefflich des "Friedhof-Zwanges". Durch eine einflußreiche Bestattungs-Unternehmer-Lobby, die außer den eigenen Nachkommen (fast) keinem "Neueinsteiger" im einträglichen Gewerbe Platz macht, kommt es denn auch dazu, daß eine Reihe durchaus denkbarer -von originell bis exotischen- Möglichkeiten einen Verstorbenen der Natur zurück zu geben, weder ernsthaft diskutiert noch den "Steuersklaven" erlaubt werden! Warum soll es mir nicht möglich sein zu verfügen, daß Freunde, Bekannte und Familienangehörige (in dieser Reihenfolge!) z.B. kleine Anhänger mit meiner Asche zum guten Andenken erhalten (wie hier erwähnt)? Oder die Beisetzung auf der "eigenen Scholle" - so denn feststeht, daß das Anwesen mit Grund und Boden auf Sicher noch Jahrzehnte und -möglicherweise- Jahrhunderte im Familien-Besitz bleibt. Ein dickköpfiger Landwirt aus dem Niedersächsischen hat das übrigens vor etlichen Jahren tatsächlich durchgesetzt: der Altbauer hatte sich im Keller seines Hauses zwei neue Gefriertruhen aufstellen lassen und seinen Sohn und Erben des großflächigen Anwesens dazu verpflichtet, ihn nach seinem Ableben in einem der Geräte "zwischenzulagern" bis eine gerichtliche Entscheidung in seinem Sinne (auf der eigenen Hofstelle beigesetzt zu werden) entschieden sei. Durch alle Instanzen! Vorausschauend hatte der Senior schon damit gerechnet, daß sich dieser Rechtsstreit wohl auch über Jahre hinziehen könne - und den zweiten "Eissarg" als Reserve vorgesehen, falls das erste Gerät ausfallen würde. Die ganze Angelegenheit ist dann -meines Wissens- aber nicht in der angedachten Weise auf dem Rechtswege entschieden worden, sondern durch eine einmalige Ausnahmegenehmigung des seinerzeitigen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht. Aber immerhin...


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