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Rap macht keinen Sinn?

646 Beiträge, Schlüsselwörter: Musik, RAP, Hip-hop
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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 10:49
@DieSache

das habe ich auch nie getan, oder?

Heutzutage gibt es in der Rapbranche aber eben mehr dieser "subkulturellen Blüten" als Lyriker. Leider. Lyriker benötigen in den seltensten Fällen Fäkalsprache, denn sie wissen sich anders auszudrücken.


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 10:50
Wieder so ein typischer "Meine Musik ist viel geiler als Deine Ohrenkrebsscheisse"-Thread.

Kunst entsteht nun mal im Ohr des Zuhörers, bzw. zwischen den Ohren, und da wird jeder hier eine höchst eigene Meinung haben, die ein anderer nicht akzeptieren wird.

Ich persönlich sah Rap (als er noch schwarz war) als akustische Rache für Jahrhunderte der Sklaverei an und zerbrach mir den Kopf über nahezu unübersetzbare US-amerikanisch regional-Slang-Texte.

Seit ich jedoch aus Umweltschutzgründen nicht mehr um brennende Mülltonnen tanzen darf und Deutsch-Rapper wahlweise zu Bushido-Bohlen mutieren oder sich als Ethnobotschafter bei der CDU anködeln, ist diese Musikrichtung für mich so tot wie Mammutzahngetröte aus der Altsteinzeit.

Da bleibe ich doch lieber bei Klassik, Blues und Jazz.


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DieSache
ehemaliges Mitglied

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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 10:52
Dann formuliere auch die Kritik so dass man sie zweifelsfrei versteht, gehe ich dann Recht in der Annahme, dass dir Gangster und Pornrapp missfällt ?

Ich motze dagegen schon lange, werde aber nur als verklemmt betrachtet...naja egal...


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DieSache
ehemaliges Mitglied

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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 10:56
Rapp ist im Grunde Sprachgesang mit Botschaft...gut über die Güte lässt sich da wohl auch streiten, also darüber was damit ausgesagt werden soll, aber ich bezweifele ernsthaft, dass es allen Künstler und Kunstfiguren im Musikgeschäft um die Autenzität ihre Kunst geht, vielmehr wollen die verdienen und haben ihr Zielpuplikum schon im Auge...


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 10:56
@niurick

leider hat mein Avatar gar nichts mit der der hier thematisierten Sache zu tun.


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 10:58
@DieSache

na, das hab ich dann wohl nicht richtig formuliert...sorry ;-)

Deine Annahme ist richtig.


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 11:10
@DieSache


Der kalkulierte Tabubruch als Karriereschub ist allerdings schon älter als Porno-Rap. Vermutlich schon so alt, wie man mit Kunst, in diesem Falle Musik, Geld verdienen kann.


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 11:29
jetzt darf ich auch mal ran^^
also ich finde es immer wieder schön wenn leute versuchen rap bzw hip hop den Leuten zu erklären. Nur leider IMMMER mit dem falschen ansatz. Mich nervt dieses ständige "öhh es gibt auch sinnvolle rapper sind nicht alle so gangster" und dann immer dieses lieder geposte von "sinnvollen" liedern oder was auch immer. Es gibt nunmal auch gute Gangsterrapper die es richtig drauf haben. Texte und lyric besteen leider nicht nur aus Inhalt. Die meisten möchteger Lyrik experten sollten das eigentlich wissen das beste beispiel in Deutschland bleibt Kollegah. Klar laber der Inhaltlich eigetlich nur Müll. Man kann sich das Anhören und denken voll der Asi was der da labert oder man erkennt schonmal den Humor, Ironie und die Übertreibungen. Dann soll mal jead solche krassen mehrsilbrigen reime schreiben plus die Vergleiche Wortspiele etc. Kollegah beherscht besser die deutsche Spache als jeder hier im Forum obwohls warscheinlich viele nict eisehen wollen.
Dann noch was zu Gangsterrap. Keiner weiß was über die Enstehung. Es ging einfach darum das Public Enemy die erste Politische Rapgruppe den meisten nicht 100% zugesagt hat. Sie wollten einfach niht mehr sagen "die Kurupten Polizisten fügen uns leid zu und die meisten hier müssen mit Drogen dealen weil uns der Staat unterdrückt" sondern " die scheiß Bullen benehmen sich wie wichser wir müssen Drogen dealen weil uns der scheiß Staat unterdrückt" sowas nennt man dann Wut und nicht sich Profilieren wollen aber dass kam später soviel zu Industry kills music...
Noch kurz was zu Sido. Wann hat der sich mal cool gefült oder sich als krasser Gangster dargestellt? NIE!!! Mein Block da erzählt er halt nur Lustige Geschichten ausm Berliner Block nur das seine Wortwahl anders ist. Der Arschficksong? Der Arschfick ist nichts anderes als eine Metapher für "Battle nicht mit mir" Aber das werden die meisten eh nicht einsehen wollen.

Noch kurz zu mir ich höre am liebsten Rap aber fast nur Amerikanischen viel Reggae und auch Soul und Funk aber kaum Gangsterrap obwohl ich mir das auch gerne anhöre nur so als Info^^


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 12:38
Check doch mal meinen Track auf meiner Page...

oder die FreeTracks unter Downloads auf der Page von meiner Crew!

www.freshnezz-muzik.de


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 13:09
Na das kam mir doch gleich bekannt vor beim anklicken....
Ist auf jeden Fall besser gelungen als das was der eine oder andere Profi schon so fabriziert hat


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Can
ehemaliges Mitglied

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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 13:11
@Auweia

Wir beide sprechen eine unterschiedliche Sprache, so glaube ich. Wahrscheinlich gehörst du auch nicht zur Generation die mit Hip Hop aus Amerika aufgewachsen ist. Mein Horizont, was den deutschen Hip Hop anbelangt, ist begrenzt. Allerdings finde ich die ein paar Alben von Bushido sehr gut. Ich spreche vom Hip Hop, der uns heutzutage verkauft wird und den Siegel "Hip Hop" bekommt. Ich spreche von Black eyed peas, die Pop mit Elementen aus dem Hip Hop verbinden und es für die breite Masse so versuchen, zugänglich zu machen. Ich spreche von der Ausbeutung und Vermischung mit RnB und der Kommerziellisierung. Fanta V und Fettes Brot sind Popper, die versuchen Hip Hop zu machen, genau wie Eminem der mit der schönen Rihanna jetzt einen auf Romantiker macht, this ain`t rap. ;)

Hip Hop kommt aus dem Ghetto, vergiss das nicht. ;)


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 13:33
"Hip Hop kommt aus dem Ghetto, vergiss das nicht."

Und manchen möchte man gern wieder dorthin zurück schicken. :D


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 13:33
@Can

Ich bin mit den ersten kommerziellen Stücken des Rap groß geworden, also Grandmaster Flash, Sugarhill Gang über Run D.M.C bis hin zu Public Enemy.

Hmm für mich muss man im Prinzip Rap und Hip Hop trennen.

Unter Rap verstehe ich reinen Sprechgesang mit nem Beat unterlegt. Hip Hop ist für mich wie du schon sagst die Vermischung mit RnB. Wobei ich unter RnB eher die ursprüngliche Form verstehe. Aber RnB ist ja einem stetigen Wandel unterzogen.

Für mich machen Eminem (eher Rap), die Fata 4 und Fettes Brot schon Hip Hop. Für "Hardcore" Hopper wahrscheinlich nicht. ;-)


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 14:08
Hier geht ja wieder einiges durcheinander, aber es lohnt wohl nicht, sich darüber aufzuregen..
Hier noch mal ein kleiner Text von mir..


In a need of a message


Vielleicht war gerade dieser Erfolg der eher seichten Raplieder auch ein Problem, welches die HipHop-Musik (wie die Bewegung) relative lange von ihrer „wahren“ Bestimmung fernhielt: HipHop begann zwar als Ausweg (Flucht?) aus den Problemen des tristen Alltags in den Ghettos, aber war anfangs auch durch und durch auf Spaß und Repräsentieren ausgelegt. Es wurde nicht grundsätzlich als Lösungsansatz verstanden, um die Lebenssituation der sozial schlechter Gestellten zu vermitteln oder zu verbessern, sondern mehr als Möglichkeit, jedem die Chance zu geben, sich zu präsentieren.
Die Bürgerrechtsbewegung um Malcolm X und Martin Luther King, die beide erschossen wurden (1965 bzw. 1968), war noch nicht lange vorbei, die radikale Schwarzenbewegung war gescheitert, die Jahrzehnte der Unterdrückung, welche nach der Abschaffung der Sklaverei noch lange Fortbestand hatte, waren allgegenwärtig. In Städten wie Los Angeles (South Central) oder New York hatten die Stadtoberen genaue Vorstellungen, welche Gruppen wo zu leben hatten. So konnte ein Schwarzer, auch wenn er es sich hätte leisten können, in Los Angeles nicht einfach in ein x-beliebiges Viertel ziehen.
Eine Segregation war anscheinend auch weiterhin gewünscht, was nun den freiheitlichen Grundsätzen der Vereinigten Staaten so gar nicht entsprach. Für die sozial ausgegrenzten Minderheiten müssen sich die weltberühmten slogans „land of the free“ oder „land of opportunity“ wie Hohn angehört haben. In einer Gesellschaft also, in der es allem Anschein nach niemanden interessiert hatte, was in den Menschen in den sozialen Brennpunkten vorgeht, nimmt es nicht wunder, dass die Begründer des HipHops nicht im geringsten daran interessiert waren, sich für die (überwiegend weiße) Konsumgesellschaft zu exhibitionieren. Wieso sollte es gerade jetzt einen Unterschied ausmachen, was sie erzählten? Weil die sozialkritischen Aussagen nun mit Musik unterlegt waren? Zudem war ja gerade HipHop „ihre“ Sache, quasi ihre eigene Abgrenzung gegen die Ausgrenzung, die nun in den Fokus rückte. Einerseits ging zwar nun die Exklusivität verloren, andererseits hatten die Aktiven nun endlich die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Die Ernsthaftigkeit, mit der concious raps produziert wurden, also Lieder mit sozialkritischem, zumindest ernstem biographischen Hintergrund, stieg jedoch erst mit dem Aufkommen der echten HipHop-labels an.
So lässt sich also festhalten, dass medial in den ersten Jahren HipHop zwar als Spielart der sozial Schwachen rezipiert wurde, aber dennoch in erster Linie positive Aspekte nach außen hin verkauft wurden. Musikalisch sind hier zum Beispiel Run DMC (my adidas) und die Beastie Boys (fight for your right to party) zu nennen, deren Lieder damals fast ausnahmslos fast schon hedonistische Züge trugen.
Diese Strategie sorgte dafür, dass sich viele Menschen der Mittelschicht für dieses neue „Produkt“ begeistern konnten, für sie war HipHop und die dazugehörige Musik in erster Linie etwas, dass Spaß macht und gerade chic ist. Für sie war die HipHop-Kultur, sofern sie überhaupt etwas darüber wussten, so etwas wie eine Block Party in der Disco, dem Radio oder dem Fernseher, mit dem Unterschied, dass die ganzen sozialen Missstände und Probleme draußen blieben.
Das ist auch auf die Popkultur übertragbar, denn es dauerte nicht lange, und die ersten Popkünstler beschäftigten sich mit Rap, was in Popliedern mit Rapeinschlag mündete. So waren es in den Vereinigten Staaten Blondie, die als erste einen Rap in ihrer Musik unterbrachten, und ging soweit, dass Mitte der 80er Jahre Kollaborationen zwischen Pop/Rock und HipHop wie das sehr erfolgreiche „Rock this way“ von Aerosmith und Run DMC in den Hitparaden zu finden waren. Im deutschsprachigen Raum war es vor allem Falco mit dem Lied „Der Kommisar“, der erstmals diesen neuen Einfluss in seine Musik einbrachte.
Nicht unerwähnt sollte auch die Coverversion von Rapper´s Delight für den deutschen Markt bleiben, welche von Manfred Sexauer, Frank Laufenberg und Thomas Gottschalk eingespielt wurde. Gerade am letzten Beispiel ist wohl gut abzulesen, dass wenn zwei das gleiche tun, es noch lange nicht das selbe ist.

by luciano

@Can Danke sehr. Ich wünschte, es gäbe wieder den Rap der 90er..


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 14:13
@luciano

Heisst das Lied von Aerosmith und Run DMC nicht "Walk this Way"?

Ansonsten ein schöner Text.


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 14:16
@Auweia
Hoppla, ja sicher ist es "Walk this way", kann ja mal passieren ;)


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Can
ehemaliges Mitglied

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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 15:14
Doors schrieb:Und manchen möchte man gern wieder dorthin zurück schicken.
Du kriegst mich aus dem Ghetto, doch kriegst das Ghetto nicht aus mir. ;) :D


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 17:06
@Can
super zitiert von Bushido ;)


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 17:20
Rap macht keinen Sinn?
Als Rapper würde ich beim Kontoauszug garantiert anders darüber denken.


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Rap macht keinen Sinn?

18.10.2010 um 17:35
@niurick


Spätestens beim Anlageberater hört dann die sozialrevolutionäre Attitüde des Ghetto-Kids auf.


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