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Die letzten Rätsel der Menschheit

2.782 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Menschheit, Rätsel, Phänomene
CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

14.11.2010 um 00:50
@KlausBärbel
Von der Indusmündung kehrte Alexander der Große durch die gedrosische Wüste in Südpersien nach Westen zurück, während die Flotte an der Küste entlangfuhr und den Persischen Golf erreichte. In Susa wurde der Abschluss des Feldzuges gefeiert. Dort nahm er Stateira, die älteste Tochter Dareios' III. und Parysatis, die jüngste Tochter des Artaxerxes III. Ochos, gleichzeitig zur Frau, um seine Verbindung mit der Dynastie der Achaimeniden zum Ausdruck zu bringen. Nach der orientalischen Königssitte der Polygamie blieb dabei auch Roxane seine Gemahlin.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

14.11.2010 um 00:51
@CosmicQueen

Ein prominenter Gegner der Römer, König Mithridates VI. von Pontos († 63 v. Chr.), fiel durch seine mit Nachdruck betriebene Alexander-Imitation auf. Er bekleidete sich mit dem Mantel Alexanders, den er von den Ptolemäern erbeutet hatte, und illustrierte so seinen Anspruch, Vorkämpfer des Griechentums und Retter der hellenistischen Monarchie vor den Römern zu sein. Später erbeutete der römische Feldherr Gnaeus Pompeius Magnus, der Mithridates besiegte, diesen Mantel und trug ihn bei seinem Triumphzug.


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CosmicQueen
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14.11.2010 um 00:52
@KlausBärbel
In Opis am Tigris bildete er sein Heer um, da er schon einen neuen Feldzug nach Arabien geplant hatte. Nach einem Aufenthalt in Ekbatana zog Alexander nach Babylon, wo er die Verwaltung ordnete, Baupläne entwarf und die besagte Expedition nach Arabien vorbereitete. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen, denn in Babylon erkrankte er an einer schweren Krankheit. Bei einem Trinkgelage verspürte Alexander, "...während er aus dem ‚großen Becher des Herakles' trank, der sechs Liter faßte, plötzlich einen stechenden Schmerz, so daß er stöhnte und weggeführt werden mußte."


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14.11.2010 um 00:53
@CosmicQueen

Mit Pompeius, dessen Beiname „der Große“ an Alexander erinnerte, begann die offenkundige römische Alexander-Imitation, zunächst als Reaktion auf die Propaganda des Mithridates. Mehrere römische Feldherrn und Kaiser stellten sich propagandistisch in Alexanders Nachfolge; sie verglichen sich mit ihm und versuchten, seine Erfolge im Osten zu wiederholen.

Dabei steigerte sich die Verehrung Alexanders in manchen Fällen zu einer demonstrativen Nachahmung von Äußerlichkeiten. Zu den Verehrern und Nachahmern Alexanders zählten unter den Kaisern insbesondere Trajan, Caracalla und (mit Vorbehalten) Julian.


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14.11.2010 um 00:55
@KlausBärbel
In der Nacht bekam er hohes Fieber und alle Ärzte wurden zusammengerufen. Am darauffolgenden Tag ging es ihm wieder etwas besser und er plant seinen Zug weiter. Doch wieder in der Nacht fieberte er. Dieses Mal stieg das Fieber immer weiter an. Alexander der Große lässt sich in den Palast tragen und verblieb dort. Am nächsten Tag konnte er nicht einmal mehr sprechen. "Am Abend des 28. Daisios (10. Juni 323) stirbt Alexander der Große.

Er war fast 33 Jahre alt und hatte 12 Jahre regiert." Man könnte vermuten, dass Alexander am Abend des Trinkgelages vergiftet worden sei, doch ist dies eher unwahrscheinlich, denn man kannte zu dieser Zeit keine Gifte, die erst nach mehreren Tagen zu Tode führen, sondern nur solche, die zum plötzlichen oder wenige Stunden späteren Tod führen. Ausserdem sind die Symptome, die bei Alexander auftraten, ähnlich denen, die bei Malaria auftreten, so dass man heute vermutet, dass er genau daran starb.


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14.11.2010 um 00:56
@CosmicQueen

Augustus trug zeitweilig auf seinem Siegelring ein Bildnis Alexanders, Caligula legte sich den aus Alexandria geholten angeblichen Panzer Alexanders an, Nero stellte für einen geplanten Kaukasusfeldzug eine neue Legion auf, die er „Phalanx Alexanders des Großen“ nannte, Trajan setzte sich einen Helm auf, den Alexander getragen haben sollte. Kaiser Severus Alexander, der ursprünglich Alexianus hieß, änderte seinen Namen in Anknüpfung an den Makedonen.


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14.11.2010 um 00:58
@KlausBärbel
Gegen so viele und starke Gegner hatte er gesiegt, doch gegen den Tod kann selbst ein Alexander nicht gewinnen. "Es erging ihm genau so, wie gewisse indische Weise zu ihm gesagt hatten: ‚O König Alexander, jeder Mensch hat nur so viel von der Erde inne, wie der Raum groß ist, auf dem wir schreiten.

Du aber bist ein Mensch, ähnlich wie die anderen, nur, daß du vielerlei unternimmst und maßlos handelst, wo du aus deiner Heimat über so viele Länder hinwegziehst und dadurch dir und anderen so viel Unruhe machst. Und so wirst du, wenn du in Balde gestorben bist, so viel von der Erde besitzen, wie als Grab für deinen Körper ausreicht.'" Er wurde in einem Mamorsarg, auf dem ein goldener Deckel die Rüstung von Alexander und den Schild aus Troja getragen hat, in Alexandria beigesetzt. Es herrschte tagelang eine unheimliche Stille in Babylon und anderen Städten. Überall trauerten die Menschen.


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14.11.2010 um 01:00
@CosmicQueen

Einen sehr tiefen und dauerhaften Eindruck hinterließ in Griechenland die Zerstörung Thebens. Sie wurde nicht nur von den Zeitgenossen, sondern jahrhundertelang (noch in der römischen Kaiserzeit) als unerhörte Grausamkeit empfunden, die man Alexander zur Last legte, und als historisches Musterbeispiel einer entsetzlichen Katastrophe zitiert.

Besonders die antiken Redner kamen mit Vorliebe darauf zu sprechen und nutzten diese Gelegenheit, bei ihrem Publikum starke Emotionen zu wecken. Es hieß, Alexander habe wie ein wildes Tier und als Unmensch gehandelt. Noch in byzantinischer Zeit wurde diese Deutungstradition rezipiert


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14.11.2010 um 01:01
@KlausBärbel
Was sagt die Prophezeiung Daniels, was geschehen sollte, nachdem Alexander der Große starb? Daniel sagte über die Vision die er sah in seinem Buch im Kapitel 8 Vers 8 folgendes weiter: "Und der Ziegenbock seinerseits tat über die Maßen groß; aber sobald er mächtig wurde, wurde das Horn zerbrochen, und es kamen dann auffälligerweise vier an seiner Stelle empor, nach den vier Winden der Himmel hin." Und auch diesmal wird diese Vision in der Bibel selber gedeutet. Daniel Kapitel 8 Vers 22: "Daß eins zerbrochen worden war, so daß an seiner Stelle schließlich vier aufstanden: Da sind vier Königreiche aus seiner Nation, die aufstehen werden, aber nicht mit seiner Kraft." Nachdem Alexander der Große, der ja, wie in der Einleitung gesagt, das eine Horn des Ziegenbocks darstellte, gestorben war, also das Horn "zerbrochen worden war", wurde sein Großreich unter seine vier Heerführer, die vier Hörner die an der Stelle des einen Hornes auftraten, aufgeteilt.


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14.11.2010 um 01:03
@CosmicQueen

Aus philosophischer Sicht wurde Alexander meist negativ beurteilt, da seine Lebensweise einen Kontrast zu den philosophischen Idealen der Mäßigung, Selbstbeherrschung und Seelenruhe bildete. Insbesondere die Stoiker kritisierten ihn heftig und warfen ihm Hochmut vor; ihre Kritik richtete sich auch gegen Aristoteles (den Gründer einer rivalisierenden Philosophenschule), der als Erzieher Alexanders versagt habe.

Auch die Kyniker pflegten Alexander abschätzig zu beurteilen, wobei die Anekdote von der Begegnung des Königs mit dem berühmten kynischen Philosophen Diogenes von Sinope den Ansatzpunkt bildete. Ihr zufolge hatte Diogenes Alexander, der ihm einen Wunsch freistellte, nur gebeten: „Geh mir aus der Sonne“, und Alexander soll gesagt haben: „Wenn ich nicht Alexander wäre, wollte ich Diogenes sein.“


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14.11.2010 um 01:04
@CosmicQueen

In der von Aristoteles gegründeten Philosophenschule der Peripatetiker war die Ablehnung Alexanders ebenfalls ausgeprägt, wenn auch nicht durchgängig. Ihr Anlass waren anscheinend ursprünglich Spannungen zwischen Aristoteles und Alexander, die noch in der römischen Kaiserzeit ein spätes Echo in einem haltlosen Gerücht fanden, wonach Aristoteles ein Gift zubereitet hatte, mit dem Alexander ermordet wurde.

Das negative Alexander-Bild der Philosophen teilte auch Cicero. Er überliefert die berühmte Anekdote von dem gefangenen Seeräuber, der von Alexander wegen seiner Übeltaten zur Rede gestellt wurde, worauf der Pirat erwiderte, er handle in kleinem Maßstab aus demselben Antrieb, aus dem der König weltweit dasselbe tue.


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CosmicQueen
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14.11.2010 um 01:04
@KlausBärbel
Doch Daniel sagte noch mehr voraus, nämlich dass diese vier Heerführer nicht aus seiner "Nachkommenschaft" seien. "Dieser Voraussage entsprechend wurden innerhalb von 14 Jahren nach Alexanders plötzlichem Tod (323 v.u.Z.) sowohl sein legitimer Sohn Alexander IV. als auch sein illegitimer Sohn Herakles ermordet."


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14.11.2010 um 01:06
@CosmicQueen
Besonders drastisch drückte Seneca die stoische Sichtweise aus. Er bezeichnete Alexander als wahnsinnigen Burschen, zum Bersten aufgeblasenes Tier, Räuber und Plage der Völker. Ähnlich äußerte sich Senecas Neffe, der Dichter Lucan.

Der philosophisch orientierte Kaiser Julian, der Alexander als Feldherrn bewunderte, kritisierte ihn zugleich scharf wegen Maßlosigkeit und unphilosophischer Lebensführung.


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14.11.2010 um 01:07
@KlausBärbel
Die besagten vier Heerführer, unter denen das Reich aufgeteilt worden war, waren Kassander, der Makedonien und Griechenland übernahm, Lysimachos der Kleinasien und Thrakien erhielt, Seleukos I. Nikator, der Mesopotamien und Syrien bekam und Ptolemaios I., der dann über Ägypten und Palästina herrschte.

Sie sind ‚aufgestanden', "...aber nicht mit seiner [Alexanders] Kraft." Sie haben keine so ruhmvollen Taten, wie Alexander, vollbracht oder waren so stark wie er. Diese vier Machthaber existierten nicht sehr lange. Noch am längsten bestand das ptolemäische Reich, nämlich bis im Jahre 30 v.u.Z. Ägypten an Rom fiel. Rom löste Griechenland dann auch als Weltmacht ab.


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14.11.2010 um 13:52
@CosmicQueen
@Keysibuna

Unter den philosophisch orientierten Autoren gab es auch eine kleine Minderheit, die Alexander Lob spendete. Dazu gehörte Plutarch, der in seinen zwei Deklamationen „Über das Glück oder die Tugend Alexanders des Großen“ aus dem König einen Philosophenherrscher machte, dessen Eroberungen barbarischen Völkern Recht und Frieden brachten und die Unterworfenen so humanisierten.

Bei diesen Jugendwerken Plutarchs handelte es sich allerdings um rhetorische Stilübungen, die nicht notwendigerweise seine wirkliche Auffassung spiegeln. In seiner Lebensbeschreibung Alexanders äußerte sich Plutarch weit kritischer, bemühte sich aber auch um eine Rechtfertigung Alexanders. Dion von Prusa, der den an Alexander anknüpfenden Kaiser Trajan bewunderte, würdigte die heldenhafte Gesinnung des Makedonenkönigs.


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14.11.2010 um 14:07
@CosmicQueen
@Keysibuna


Bei den Römern war ein beliebtes Thema die hypothetische Frage, wie ein militärischer Konflikt zwischen dem Römischen Reich und Alexander verlaufen wäre. Der Historiker Livius befasste sich eingehend damit und kam zum Ergebnis, dass die römischen Heerführer dem Makedonenkönig überlegen waren. Alexander habe seine Siege der militärischen Untüchtigkeit seiner Gegner verdankt.

Diese Einschätzung verband Livius mit einem vernichtenden Urteil über Alexanders Charakter, der durch die Erfolge des Königs verdorben worden sei. Ähnlich urteilte Curtius Rufus, der die Siege des Makedonen mehr auf Glück als auf Tüchtigkeit zurückführte und meinte, die Herausbildung tyrannischer Züge in Alexanders Charakter sei ein Ergebnis übermäßigen Erfolgs gewesen.


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14.11.2010 um 16:06
@CosmicQueen
@Keysibuna

Aus jüdischer Sicht fiel das Urteil über Alexander sehr vorteilhaft aus. Der jüdische Geschichtsschreiber Flavius Josephus beschreibt Gunstbezeugungen des Makedonen für die Juden und behauptet, Alexander habe sich, als er nach Jerusalem kam, vor dem Gott, den die Juden verehrten, niedergeworfen. Dabei handelt es sich um eine jüdische Abwandlung einer griechischen Erzählung


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14.11.2010 um 16:29
@CosmicQueen
@Keysibuna

Im 4. Jahrhundert wurden im Osten des Reichs Bronzemünzen Alexanders wie Amulette getragen.

Unter den Kirchenvätern fällt Orosius als radikalster Kritiker Alexanders auf. In seiner auf Justin fußenden Historia adversus paganos („Geschichte gegen die Heiden“) schildert er ihn als blutdürstigen, grausamen Unmenschen und großen Zerstörer.


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Keysibuna
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14.11.2010 um 18:25
@KlausBärbel

Die mittelalterliche Alexander-Rezeption war außerordentlich intensiv und vielfältig.
Dabei stand das Sagengut im Vordergrund.

Die antike Gestalt wurde mittelalterlichen Vorstellungen angepasst; beispielsweise erhält der König eine Ritterpromotion (Schwertleite). Besonders Dichter regte der Stoff im Westen ebenso wie im Orient zur Bearbeitung an; es entstanden über 80 Dichtungen in 35 Sprachen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

14.11.2010 um 18:27
@Keysibuna

Die grundlegenden antiken Quellen, die im Mittelalter in West- und Mitteleuropa zur Verfügung standen, waren neben Pseudo-Kallisthenes der eifrig rezipierte Curtius Rufus, der nur als Nebenquelle dienende Justinus und der viel beachtete Orosius, dessen negative Bewertung Alexanders allerdings wenig Beachtung fand.

Besonders die märchenhaften Elemente des Alexanderromans machten Eindruck und regten die Phantasie der Bearbeiter zu weiteren Ausformungen an.


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