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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

276 Beiträge, Schlüsselwörter: Geister, UFO, Glaube, Wissenschaft, Dämonen, Pseudowissenschaft, Rationalismus

Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 09:45
Pseudowissenschaften erfreuen sich sehr großer Verbreitung und Beliebtheit. Für einige Personengruppen scheinen sie heutzutage bereits beinahe eine Daseinberechtigung neben dem allgemein anerkannten Wissenschaftsbetrieb zu haben. Die Grenzen zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft sind oftmals fließend, daher sind beide manchmal auf den ersten Blick gar nicht ohne weiteres unterscheidbar.

Ein Merkmal vieler Pseudowissenschaften ist ein fester und nahezu unerschütterlicher Glaube der jeweiligen Anhänger. Subjektive Wahrnehmungen, wie Emotionen und das wohlbekannnte Bauchgefühl, münden häufig in illusionären Denkweisen, denen nicht einmal mit den härtesten Fakten beizukommen ist.
Auffallend ist die offenkundige Bereitschaft vieler Menschen wieder aller Vernunft an die unmöglichsten und atemberaubensten Dinge glauben zu wollen und diese dann unreflektiert und unkritisch zu propagieren.
Präastronautik, Numerologie, Kryptozoologie, Homöopathie (um nur einige zu nennen), keine Idee scheint zu abwegig um nicht doch irgendwie als Basis für einen äusserst ungesunden Aberglauben herhalten zu können.

Diese Gruppe soll dazu dienen pseudowissenschaftlichen (Aber-)Glaube aus Sicht von Befürwortern des kritischen Rationalismus zu hinterfragen.
Wir wollen hier ausarbeiten welche Gründe für und wider (Aber-)Glaube und welche für und wider kritscher Rationalität sprechen.
Weiterhin sollten wir versuchen die auffälligsten und gängisten Argumentationsweisen und Abwehrmechanismen der Gutgläubigen zu eruieren und -nicht zuletzt- Abgrenzungsmerkmale für "echte" und "falsche" Wissenschaft zu dokumentieren.


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 10:12
Ich hab vor kurzen ein Experiment auf FB gestartet.

Ich schrieb:
Leute,passt auf!
Ein blauer Kombi mit ausländischen Kennzeichen und mehreren Gestalten innen fährt auffällig an den Häusern vorbei...


Kurze Zeit später war das 154x geteilt.
Es meldeten sich etliche die den Wagen auch gesehen haben.Mehrere wussten das der Wagen ein polnisches Kennzeichen hatte.Die Insassen wurden beschrieben.
Jugendliche bildeten Fahrgemeinschaften und suchten per Auto den Wagen und sahen ihn zum Teil.
Eine Nachbarin erzählte mir Tage später das sie den Wagen verfolgt hat und die Polizei rufen wollte...
Ein Sohn einer Nachbarin wohnt weiter weg,nahm aber zur Sicherheit seine Pistole mit ins Bett...
Auf FB schrieben die ersten ausländerfeindliche Sprüche...
2 Personen entdeckten am nächsten Tag Spuren im Garten...


DEN WAGEN INKL. MEINER SICHTUNG HAT ES NIE GEGEBEN!!

Jetzt ersetzt Auto durch Ufo/Geist whatever.....


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habe-fertig
ehemaliges Mitglied

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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 10:42
Na dann will ich mal ein paar Punkte zusammentragen die scheinbar pro Aberglaube sind, bei genauer Betrachtung allerdings entpuppen sie sich als das exakte Gegenteil und sind contra Pseudowi und pro Rationalismus:

- Mangelndes Verständnis (der ganzen Welt, einzelner Themenbereiche...) wird durch Fantasie und Wunschdenken kompensiert und ersetzt, dadurch entfällt mühsame Einarbeitung in Themengebiete.

- Alternativerklärungen erscheinen oft leichter(er) verständlich, sind somit "benutzerfreundlich"
Mühsame und langjährige (+schweineteure) Investition in eigene Bildung erscheint somit obsolet und überflüssig. Das spricht mEn ganz klar das Faultier im Mensch an.

- Der Mangel an einheitlichen Strukturen und wissenschaftlicher Verhaltensweise scheint "alles möglich werden zu lassen" (=Toyotaologie "nichts ist unmöglich")

- Pseudowissenschaft erklärt nichts und schert sich nicht um aufgeworfene Widersprüche, das führt dazu dass solche Thesen (isoliert betrachtet) oftmals logisch erscheinen und gleichermaßen Türöffner für weitere Fantasien sind.
(Frage an alle: Sind Vts, Pseudowi und Aberglaube sind gegenseitige unterstützende Systeme? Sind da ggfls Strukturen erkennbar?)

- Pseudowissenschaften thematisieren gerne Grundbedürfnisse (Essen, Schlafen, Gesundheit...vgl Maslow), scheinen sich somit um lebenswichtige Dinge zu kümmern, die naturgemäß jeden interessieren, oder sprechen alternativ tief verwurzelte Antipathien und Empathien an, welche ebenso wieder jeden anprechen (und sei es nur durch Abscheu).

- Aberglaube entzieht sich (meist plump, manchmal aber auch sehr geschickt) aller Falsifizierungsversuche, arbeitet mit Beweislastumkehr und "übersteht" so scheinbar Widerlegungsversuche (zumindest für den Pseudoanhänger und das reicht ja schon)

- Aberglaube, Vts, Pseudowi... sind irrationale Systeme, die sich (fast immer) durch fehlen rationaler Methoden wie Logik, Mathematik... auszeichnen und gegen solche Methoden auch immun zu sein scheinen. Soll heißen: Irrationalismus lässt sich nicht mit rationalen Methoden widerlegen.
____

Gibt sicher noch zig weitere Punkte. Welche wichtigen hab ich vergessen? Bitte ergänzen! Fände ich gut wenn wir hier eine möglichst umfangreiche Stichpunktlist zusammentragen könnten.


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 10:46
habe-fertig schrieb:Pseudowissenschaften thematisieren gerne Grundbedürfnisse (Essen, Schlafen, Gesundheit...vgl Maslow), scheinen sich somit um lebenswichtige Dinge zu kümmern, die naturgemäß jeden interessieren, oder sprechen alternativ tief verwurzelte Antipathien und Empathien an, welche ebenso wieder jeden anprechen (und sei es nur durch Abscheu).
Die gleichen Strukturen erlebt man im Alltag.

Bei Facebook thematisieren die braunen Hirnis Kindesmissbrauch.
Sie verteilen drastische Bilder und Texte.
Sie rücken sich damit in ein positives Licht.Denn wer ist schon ein schlechter Mensch,wenn er doch lauthals gegen Kindesmissbrauch wettert...

Wenige schauen nach woher das Bild stammt.


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 10:50
Ein fantastischer Text,der zumindest die auffällige Häufung von "Sichtungen" bei Jugendlichen erklärt:

Der für das Leben in einer menschlichen Gemeinschaft und für eine ungestörte Kontaktfähigkeit unabdingbare gemeinsame Realitätsbezug wird von jedem Kind im Laufe seiner ersten Lebensjahre aus den kognitiven und emotionalen Erfahrungen, die es von der Umwelt erfährt, aufnimmt und verarbeitet, aufgebaut. Daneben behält es eine Nebenrealität, eine ganz individuelle Beziehung zu seiner Umwelt, die es mit niemandem anderen teilen kann, die es aber entsprechend den eigenen Wünschen und Bedürfnissen unabhängig von der das Kind umgebenden Wirklichkeit verändern kann. Allmählich gewinnt die gemeinsame Realität eine Dominanz. Nur sie wird von den anderen Menschen anerkannt.
Der Aufbau dieser gemeinsamen Realität kann im wesentlichen durch zwei Faktoren gestört oder behindert werden: Durch eine Störung, Behinderung oder Schwäche in der kognitiven Erfassung der Umwelt, d. h. durch sogenannte Teilleistungsstörungen oder Teilleistungsschwächen. Diese kann erblich sein, sie kann aber auch durch frühkindliche hirnorganische Schäden leichterer Art entstehen. Es kommt dadurch zu einer geringfügigen, aber konsequenten Veränderung der subjektiven Erlebnisweise der Umwelt. Jede kognitive Erfahrung verbindet sich aber auch mit einer emotionalen, wodurch auch kognitive Schwächen zu einer emotionalen Beziehungsstörung beitragen können, vor allem, weil hier ein dynamisches Wechselspiel zwischen Individuum und Umwelt stattfindet.
Der Aufbau des gemeinsamen Realitätsbezugs kann aber auch dadurch beeinträchtigt sein, da die Informationen, die das Kind von der Umwelt erfährt, in sich widersprüchlich und inkompatibel sind. Dies gilt insbesondere für Werthaltungen. Überschreiten diese Inkompatibilitäten einen gewissen Grad, dann kann vom Kind kein stabiler Umweltbezug aufgebaut werden.
Eine Verbindung von Teilleistungsstörungen mit widersprechenden Erfahrungsinformationen verstärken die Störung im Aufbau der gemeinsamen Realität.
Kinder, die auf diese Weise in ihrer Gemeinschaftsfähigkeit und in ihrem Kontaktvermögen beeinträchtigt sind, sind in der Fähigkeit, souverän von der gemeinsamen Realität zur Nebenrealität und wieder zurück überzusteigen, behindert und verunsichert. Es ist anzunehmen, da solche Kinder in ihren ersten Lebensjahren den Überstieg nicht in der Weise einüben und einüben können, da sie jederzeit und in jeder Situation darüber verfügen können.
Menschen, die im Laufe ihres Lebens, meist beginnend mit der Reifeentwicklung und der Aufgabe, sexuell und sozial erwachsen zu werden, Schwierigkeiten und Problemen ausgesetzt sind, neigen dazu, sich vor diesen Problemen zurückzuziehen und in ihre Nebenrealität, d. h. auf eine kindliche Stufe zu regredieren. Solange sie in die gemeinsame Realität, der sie im Kreise ihrer Umgebung und entsprechend ihrem Entwicklungsalter verpflichtet sind, gelingt, solange sie den Realitätsbezug nicht verlieren, entspricht diese Regression einer neurotischen Haltung.
Kinder, die aus Gründen eines gestörten Aufbaus des gemeinsamen Realitätsbezugs den Überstieg nicht sicher gelernt haben, können dieser Fähigkeit beim Versuch der Problembewältigung durch Regression verlustig gehen und sie bleiben dann in ihrer Nebenrealität gefangen. Der gemeinsame Realitätsbezug ist verlorengegangen, die Reaktionen, Äußerungen, Verhaltensweisen und Denkformen werden für die übrige Welt unverständlich, das heißt schizophren.
Dieser Vorgang des Überstiegsverlustes kann akut unter starker Belastung entstehen, er kann aber auch gewissermaßen auf dem Wege der Gewohnheit allmählich verlorengehen."


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 11:02
@all:

Ich habe nun ganz bewusst ein paar Vertreter der "Glaubensseite" eingeladen.
Was bringt eine Diskussion wenn wir uns nur gegenseitig den Popes pudern.
Bitte versucht respektvoll miteinander umzugehen.
Vielleicht können wir voneinander lernen.

Danke!


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habe-fertig
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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 11:09
@amsivarier
Beitrag von amsivarier, Seite 1
Dein Feldversuch scheint gut mit meiner These
habe-fertig schrieb: oder sprechen alternativ tief verwurzelte Antipathien und Empathien an
zu harmonieren

Fremdenfeindlichkeit in allen Formen ist heute nach wie vor ein Problem und sei es manchmal nur unterbewusst und latent.
Diese "Angst" wird auch nur zu gern von diversen Medien bedient und geschürt, ist somit ein Dauerthema und mEn mit Sicherheit tiefverwurzelt.

Jeder "weiß" die Polen kommen nur zum Spargelstechen und Autoknacken 1(Katzenfang? Schlimmeres?), denn das sind die Artikel und Meldungen die uns vorgesetzt werden. Die unzähligen Polen die hierher auf Besuch kommen thematisiert natürlich niemand - interessiert ja auch keinen. Das führt (gewollt oder nicht) zu einem eindeutigen Wahrnehmungsfehler.

Gleiches für die türkischstämmigen Raufbolde in irgendwelchen Bahnhöfen. Die Meldungen schreiben dann zu gern von deren muslimischer Abstammung. Hat man gleiches auch schonmal von deutschen Prügeltrupps gelesen? Sind die dann christlicher Abstammung? Sicher nicht. Einmal scheinen die religiösen Wurzeln auch bei unreligiös motivierten Taten eine wichtige Info zu sein die man bringen muss - einmal nicht. Das kann verstehen wer will. Ich tu es jedenfalls nicht.
__

1
Auch unsere "glorreiche" Polizei scheint das zu wissen.
Als mein Auto bei einer Aufbruchserie vor Jahren auch mal besucht und einer mechanischen Diät unterzogen wurde, sagte mir einer der beiden Beamten direkt und unverblümt "Das waren polnische Gangs". Auf die Nachfrage woher er das so genau wisse kam die Antwort "Wer denn sonst?"
Monate später wurde allerdings ein deutscher Autoknacker- und Hehlerring aus einem Ballungsgebiet gefasst und für diese Aufbrüche verantwortlich gemacht.
___

edit:
amsivarier schrieb:Bei Facebook thematisieren die braunen Hirnis Kindesmissbrauch.
Sicherheitsbedürfnis. Wieder der Maslow


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GöttinLilif
ehemaliges Mitglied

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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 11:10
@amsivarier

Danke erstmal für die Einladung.
Sicher wird die "Glaubensseite", wie du sie nennst,
für genügend kontroversen Gesprächsstoff sorgen ;).
Ob man voneinander lernen kann, wird sich zeigen....


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 11:20
Was ich persönlich nicht begreife ist die Bereitschaft sein Weltbild nach etwas auszurichten was sich nicht beweisen lässt.
Es ist mMn zwingend,der Wissenschaft den Vorrang zu geben.
Sie erklärt mir Zusammenhänge nachvollziehbar.

Eine Kerze/Flamme brennt.
Wenn ich einen Behälter drüber stülpe,geht sie aus.Egal ob durchsichtiger Behälter oder undurchsichtiger.
Hat also nichts mit Licht zu tun.
Was dann?
Die Wissenschaft sagt das die Flamme (grob gesagt) Luft braucht.
Aha...
Damit wird also die Existenz von etwas unsichtbaren erklärt.
Blöd gesagt kann man Luft nicht sehen.

Also muss ich doch die Erkenntnisse der Wissenschaft anerkennen.


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 11:26
@WüC
Mir fällt auf Anhieb noch ein:

- Aberglaube bzw Pseudowissenschaft entläßt den Gläubigen aus der Verantwortung.

Anstatt sich den eigenen Schwächen zu stellen, und sie zu ändern, kann man sie z.b. auf die Sterne schieben.

Gleichzeitig kann man die Nichtnachvollziehbarkeit/Nichtwirksamkeit von eigenen Methoden (Heilung, Hellseherei etc) auf diejenigen abwälzen, die es erfolglos versuchen.


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 11:28
@amsivarier
amsivarier schrieb:Diese Gruppe soll dazu dienen pseudowissenschaftlichen (Aber-)Glaube aus Sicht von Befürwortern des kritischen Rationalismus zu hinterfragen.
Wir wollen hier ausarbeiten welche Gründe für und wider (Aber-)Glaube und welche für und wider kritscher Rationalität sprechen.
Weiterhin sollten wir versuchen die auffälligsten und gängisten Argumentationsweisen und Abwehrmechanismen der Gutgläubigen zu eruieren und -nicht zuletzt- Abgrenzungsmerkmale für "echte" und "falsche" Wissenschaft zu dokumentieren.
Hallo und vielen Dank für die Einladung.:)
Diese Gruppe soll dazu dienen pseudowissenschaftlichen (Aber-)Glaube aus Sicht von Befürwortern des kritischen Rationalismus zu hinterfragen.
Dazu muss man definieren, wie kommt Aber(glaube) zustande.

Glaube in welcher Form auch immer ist dem Wesen angeboren und im Laufe der Evolution tief in der menschlichen Psyche verwurzelt. Er gehört ergo zur Evo und ist ein Bestandteil von ihr. Selbst bei sehr rationalen Menschen tritt bei Schockzuständen und unter unerträglicher Belastung der innere Mythos in Kraft, welcher sofort den Untergang entweder bestätigt oder zu verhindern sucht. Rationale Überlegungen sind in einem solchen Zustand nicht möglich und es werden unbewusste, angeborene Reflexe, Selbsterhaltungsautomatismen und Abwehrmechanismen in Gang gesetzt. Der Verstand benötigt in solchen Situationen Erfahrungen, wo sie fehlen treten Glaubensmuster auf, welche entweder negativ oder positiv beeinflussen. Der Mensch ist kein ausschließlich rationales Wesen und wird es nie sein.

Als zweiten Punkt kann man die Sinnfrage anführen, sehr viele Menschen sehen in einer rational erklärbaren Welt keinen inneren Sinn und greifen somit auf den eigenen inneren Mythos zurück, welcher es ihnen ermöglich, die bemerkte Sinnlosigkeit in Sinnhaftigkeit zu verwandeln. Dabei muss nichts darauf hindeuten, das sie dennoch in der Lage sind, allgemein rationale Erkenntnisse und Erfahrungen auszuklammern, sie funktionieren routinemäßig und automatisch, wo es in dieser Nüchternheit nicht möglich ist einwandfrei zu funktionieren, halten die inneren Glaubensmuster den Lebenssinn aufrecht.

3. Punkt:
Die einzige Gefahr dabei ist, das diese Mechanismen bekannt sind und von unseriösen Beratungssystemen mißbraucht werden können. Somit ist hier nicht zu verurteilen, das ein hilfreicher evolutionärer Mechanismus welcher einen Orgsanismus psychisch am Leben hält wegrationalisert werden sollte, sondern das er in der allgemeinen Soziologie und Psychologie mehr Beachtung erhält und nicht durch behavouristische Abwertungen seine notwenige Funktion verliert.

Es geht also nicht um echte und falsche Wissenschaft, sondern um ein falsches Verständnis von innerpsychischen Vorgängen, welche in sehr vielen Fällen lebensnotwendig sind und deshalb einer genaueren Analyse bedürfen und nicht einfach als falsch bezeichnet werden sollten. Dabei muss natürlich beachtet werden ob Glaubenssmuster pathologisch gefährlich für den Betroffenen und seine Umwelt sind.


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habe-fertig
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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 11:32
@rambaldi
rambaldi schrieb:- Aberglaube bzw Pseudowissenschaft entläßt den Gläubigen aus der Verantwortung.
Oh, ja genau. Ein sehr wichtiger Punkt. Vielen Dank.


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der-Ferengi
ehemaliges Mitglied

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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 11:36
@amsivarier
amsivarier schrieb:... Eine Kerze/Flamme brennt.
Wenn ich einen Behälter drüber stülpe,geht sie aus.Egal ob durchsichtiger Behälter oder undurchsichtiger.
Hat also nichts mit Licht zu tun.
Was dann?
Die Wissenschaft sagt das die Flamme (grob gesagt) Luft braucht.
Aha...
Damit wird also die Existenz von etwas unsichtbaren erklärt.
Blöd gesagt kann man Luft nicht sehen. ...
Ähnlich wie Olivia Jones letztens im Dungelcamp sagte:" Wenn man Joe
erzählt, morgen ist die Sonne blau, dann glaubt er es erstmal ..."


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habe-fertig
ehemaliges Mitglied

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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 11:43
Kayla schrieb:Glaube in welcher Form auch immer ist dem Wesen angeboren und im Laufe der Evolution tief in der menschlichen Psyche verwurzelt. Er gehört ergo zur Evo und ist ein Bestandteil von ihr.
Da fängt die Kontroverse schon an.
Glaube kann womöglich Teil der Evo sein, muss aber nicht zwingend.
Weder Epigenetik, noch Mutation oder natürlich Selektion braucht Glaube um zu funktionieren.

Daher meine Frage: Warum sollte Glaube dann Teil der Evo sein?
Vielleicht kann dazu unser Evolutionsallmyianer Pan_narrans was dazu sagen?
Ist der in der Gruppe @amsivarier ?

Was mir in Publikationen von einigen Evos allerdings schon unterkam ist die These, dass Glaube durchaus ein Vorteil gewesen sein könnte - sei es bei der Jagd, Kriegen...sonstwas.
Daraus aber abzuleiten, dass Glaube somit zwingend ein Teil der Evo sei ist mEn sehr weit hergeholt und entbehrt wohl auch jeglicher Evidenz.
Oder?


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 12:03
@amsivarier

Mahlzeit und Danke für die Einladung.
habe-fertig schrieb:Alternativerklärungen erscheinen oft leichter(er) verständlich, sind somit "benutzerfreundlich"
Mühsame und langjährige (+schweineteure) Investition in eigene Bildung erscheint somit obsolet und überflüssig. Das spricht mEn ganz klar das Faultier im Mensch an.
rambaldi schrieb:Aberglaube bzw Pseudowissenschaft entläßt den Gläubigen aus der Verantwortung.
Diese beiden Zitate bringen es sehr gut auf den Punkt. Eine einfache Erklärung für die vielen
verschiedenen Gottes-,Ufo- und Sonstwas-Bilder. Hat doch jeder sein eigenes Faultier
auf dem Rücken sitzen. ;)


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 12:14
@amsivarier
amsivarier schrieb:Ich hab vor kurzen ein Experiment auf FB gestartet.
Du warst das?! Die ganze Stadt war in Aufruhe.... :-)


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 12:16
@WüC
habe-fertig schrieb:Da fängt die Kontroverse schon an.
Glaube kann womöglich Teil der Evo sein, muss aber nicht zwingend.
Weder Epigenetik, noch Mutation oder natürlich Selektion braucht Glaube um zu funktionieren.
Darum geht es gar nicht, sondern darum das die menschliche Psyche es braucht. Die eine weniger, die andere mehr. Menschen sind unterschiedlich.


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 12:21
Kann es denn auch sein das wir Rationalisten die Augen bewusst verschliessen vor Übersinnlichem?

Es gibt da doch dieses Video von Partyleuten,wo plötzlich ein Mann im Gorillakostüm durch den Raum läuft,ohne das man es bemerkt.
Oder wo ein Pärchen am Tisch mehrfach Frisur und Kleidung ändert,ohne das man es bemerkt.

Kann es sein das wir bewusst unsere Augen verschliessen?


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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 12:27
Gibt es eigentlich Grenzen?
Wo selbst der "Gläubige" sagt das es Käse ist?
Wie und wo verlaufen eigentlich die Grenzen?



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Der permante Konflikt zwischen Glaube und Erkenntnis

15.01.2013 um 12:32
@amsivarier

Erst mal vielen Dank für Deine Einladung :)

Mal nebenbei und aus Neugier, kann es sein, dass Dein Avatar Sonja Zietlow ist (oder ist es eine Doppelgängerin)? Die finde ich übrigens prima (egal an was sie glaubt).
amsivarier schrieb:Kann es denn auch sein das wir Rationalisten die Augen bewusst verschliessen vor Übersinnlichem?

Es gibt da doch dieses Video von Partyleuten,wo plötzlich ein Mann im Gorillakostüm durch den Raum läuft,ohne das man es bemerkt.
Diese Beispiele die man im Fernsehen oft sehen kann finde ich immer wieder faszinierend und es geht einem ja selbst auch so.

Deshalb denke ich dass das ...
amsivarier schrieb:Kann es denn auch sein das wir Rationalisten die Augen bewusst verschliessen vor Übersinnlichem?
...wirklich eine große Rolle MIT spielt. Zumindest ist es evtl. ein unbewusster Verdrängnungs-Mechanismus nach dem Motto "was nicht sein darf..."


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