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Die letzten Rätsel der Menschheit

2.782 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Menschheit, Rätsel, Phänomene
Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:42
@KlausBärbel

Das Erdbeben des Jahres 62, das möglicherweise durch die Sackung einer Scholle des Herddaches oder das Aufreißen einer Spalte im Untergrund verursacht worden war, lockerte den Schlotpfropfen des Vulkans.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:44
@Keysibuna

Dessen Widerstand wurde durch die eingeschlossenen aufsteigenden Gase und durch das stetige Anwachsen des Dampfdrucks in der Magmakammer immer mehr vermindert.
Zur Mittagszeit am 24. August 79 überwand der Innendruck den Widerstand des Pfropfens, der schlagartig zertrümmert und ausgeschleudert wurde.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:45
@KlausBärbel

Unmittelbar darauf wurden in kurzer Zeit riesige Mengen von Bimsstein und Asche ausgeworfen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:46
@Keysibuna

Die ebenfalls ausgeworfenen, vom Herddach stammenden Trias-Dolomite sind ein Beleg dafür, dass der Schlot bis tief hinab leer geschossen wurde. Danach blies ein Gasstrahl zerriebenes Material der Schlotwandungen aus.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:46
@KlausBärbel

Bereits mehrere Tage vor dem Ausbruch hatte es Vorzeichen für eine Aktivität des Vesuvs gegeben, weshalb ein Teil der Einwohner die Stadt vorsichtshalber schon verlassen hatte. Die Eruption schleuderte Unmengen von Asche, Lava und Gasen in die Atmosphäre.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:47
@Keysibuna

Diese Wolke wurde vom Wind über das Land in Richtung Pompeji getragen. Kurz nach Beginn des Ausbruchs begann es Bimsstein zu regnen. Dieser Bimsstein brachte zahllose Dächer zum Einsturz, blockierte die Türen und schloss die Bewohner der Stadt ein.

Doch unter dem Bimssteinstaub befanden sich auch größere Brocken, die mit hoher Geschwindigkeit auf die Erde prallten.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:49
@KlausBärbel


Während einer kurzen Ruhepause verstürzte der Schlot. Die nächste Eruption räumte ihn wieder und die Gewalt des Ausbruchs nahm rasch zu. Der Schlot verstürzte erneut und wurde ein weiteres Mal geräumt.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:50
@Keysibuna

Das gasreiche Magma der Tiefe stieg im Schlot empor, wurde durch heftige Explosionen zerstäubt und in einer sich immer mehr steigernden Folge von starken Aschen-Eruptionen gefördert.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:51
@KlausBärbel

Der damit erreichte Höhepunkt des Ausbruchs war vermutlich von heftigen vulkanischen Beben begleitet.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:52
@Keysibuna

Das war aber nicht das einzige. Gleichzeitig verwandelte ein wolkenbruchartiger Eruptionsregen auf dem Westhang des Vulkans große Aschemengen in Schlammströme.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:54
@KlausBärbel

Durch den Auswurf enormer Massen pyroklastischen Materials waren der Schlot und der obere Teil der Magmakammer entleert worden, so dass das Dach der Magmakammer längs der Bruchlinien zusammensackte.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:56
@Keysibuna

Aus einer dieser Bruchlinien drang Magma bis zur Oberfläche und ergoss sich über das Sumpfgelände am Nordfuß des Monte Somma. Durch den Zusammensturz der Gipfelregion entstand eine Caldera von sechs km Durchmesser, in der sich in der Folgezeit der Kegel des heutigen Vesuvs bildete.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:57
@KlausBärbel

Als sich der Vesuv nach seinem achtzehnstündigen Ausbruch wieder beruhigt hatte, waren die meisten Menschen in Pompeji bereits erstickt oder von herabfallendem Gestein erschlagen worden.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:58
@Keysibuna

Dennoch hatten einige die Katastrophe bis zu diesem Zeitpunkt überstanden.

Die wenigen, die noch lebten, fielen aber nur kurze Zeit später Glutlawinen zum Opfer. Eines dieser Opfer war der berühmte römische Schriftsteller Plinius der Ältere, der, getrieben von naturwissenschaftlichem Interesse und dem Wunsch zu helfen, mit seiner Flotte (er war der Präfekt der römischen Flotte in Misenum) zum Ort der Katastrophe gefahren war.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 21:59
@KlausBärbel

Vor Stabiae kam er in den Schwefeldämpfen um.
Zeuge der Katastrophe war sein Neffe Plinius der Jüngere, der den Ablauf in erhaltenen Briefen detailgetreu schildert.

Der spezifische Verlauf des Vulkanausbruchs wird deshalb auch als Plinianische Eruption bezeichnet.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 22:00
@Keysibuna

Pompeji lag über 1500 Jahre lang unter einer bis zu 25 Meter hohen Decke aus vulkanischer Asche und Bimsstein begraben. Neben Pompeji wurden auch weitere Städte wie Herculaneum, Stabiae und Oplontis vollständig verschüttet.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 22:02
@KlausBärbel


Schon kurz nach dem Untergang der Stadt wurden aus verschiedenen Gebäuden Wertgegenstände geborgen.
So konnten etwa mehrere Marmorstatuen gehoben werden.

In den folgenden fast 17 Jahrhunderten war das Gelände der früheren Stadt nur sporadisch besiedelt. Grabräuber hatten jedoch im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach in den einfach zu erreichenden Ruinen nach wertvollen Stücken gesucht und diese geplündert.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 22:04
@Keysibuna

Im Jahre 1592 entdeckte Domenico Fontana bei Kanalbauarbeiten mehrere Inschriften, Marmortafeln, Münzen und Ähnliches, für die sich jedoch niemand interessierte.

Das Gelände wurde von den Einheimischen La Civita – die Stadt – genannt. Ein Kavalleriegeneral, Fürst d'Elboeuf, hörte davon, kaufte an der Stelle Land und begann mit planlosen Ausgrabungen.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 22:05
@KlausBärbel

Dabei wurden unter anderem drei Marmorstatuen – Die Herculanerinnen – gefunden.

Diese kamen zunächst in den Besitz des Prinzen Eugen in Wien, später an den sächsischen Hof des Kurfürsten Friedrich August II., wo dessen Tochter Maria Amalia Christina Gefallen an ihnen fand.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

15.11.2010 um 22:07
@Keysibuna

Als sie nach Neapel verheiratet wurde, bat sie ihren Mann um die Wiederaufnahme der Ausgrabungen.

Am 6. April 1748 wurden die Grabungen schließlich vom spanischen Ingenieuroffizier Oberst Rocque Joaquín de Alcubierre, der schon 1738 in Herculaneum nach Schätzen gegraben und bereits an den ersten Ausgrabungen Fürst d’Elboeufs in Pompeji teilgenommen hatte, mit Genehmigung des neapolitanischen Königshauses offiziell begonnen.


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