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Die letzten Rätsel der Menschheit

2.782 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Menschheit, Rätsel, Phänomene
CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:19
@KlausBärbel
Mehr als 2000 Leichen wurden gefunden, meist als Hohlräume im Lavagestein, die mit Gips ausgegossen wurden. Die Wissenschaftler gehen allerdings von insgesamt mehr als 16.000 Opfern aus. In diese Schätzung sind auch die ums Leben gekommenen Bewohner des Umlandes eingerechnet. Die Einwohnerzahl von Pompeji betrug zur Zeit der Katastrophe ca. 20.000.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:20
@CosmicQueen
@Keysibuna

Nachdem die römischen Veteranen und ihre Familien in Pompeji angesiedelt wurden, kam es mit großer Sicherheit zu massiven Umbrüchen in der Stadt. Ob man das anhand der archäologischen Befunde nachweisen kann, ist eine der viel gestellten Fragen bei der Erforschung der Stadt.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:23
@KlausBärbel
Die versunkenen Städte gerieten in Vergessenheit; sie waren Legenden aus einer längst vergangenen Zeit, als gegen Ende des 16. Jahrhunderts auf ihrem Gebiet zufällig einige Marmorstücke und Münzen gefunden wurden. Nach und nach kam es zu Raubgrabungen nach den antiken Kostbarkeiten. Es wurde geplündert und gestohlen. Viele Schätze gelangten in dieser Zeit in die Hände dubioser Sammler. Erst im 18. Jahrhundert begann man mit systematischen Grabungen - die Geburtsstunde der modernen Archäologie. Bis heute wurden gut vier Fünftel des alten Stadtgebietes freigelegt.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:25
@CosmicQueen
@Keysibuna

Parallel mit den neuen Siedlern hält auch eine neue Form der Wanddekoration, der Zweite Pompejanische Stil, Einzug: Die plastischen Stuckierungen des ersten Stils werden zugunsten großflächiger Fresken aufgegeben.

Dennoch blieb das Ziel erhalten, eine architektonisch möglichst plastische aufwendig gegliederte Wand zu schaffen. Wände wurden dreigeteilt: Vorn gab es eine vorgelagerte Säulenstellung, in der Mitte halbhohe Scherwände und als drittes gerahmte Ausblicke, die illusionistisch und naturalistisch zugleich waren.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:27
@CosmicQueen
@Keysibuna

Das Amphitheater von Pompeji

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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:28
@KlausBärbel
Selbst wer Schutz in einem Haus gefunden hatte, verbrannte in den 800 Grad heißen Gasen, auf denen sich ein Strom aus Asche und Gesteinen bewegte, der alles zermalmte, was die Gase nicht zerstört hatten. In den ersten Morgenstunden des 25. August erreichten vier pyroklastische Ströme Pompeji und töteten jeden, der sich noch lebend in der Stadt aufhielt.

Pompeji war nun vollends unter Tephra begraben. Im Laufe des Tages kam es noch zu zwei weiteren pyroklastischen Strömen, die am Ende das ehemalige Stadtgebiet bedeckten. Pompeji war nun unter einem zwölf Meter mächtigen Leichentuch begraben. In Herculaneum, das nur sechs Kilometer vom Krater entfernt war, türmten sich die vulkanischen Ablagerungen sogar 20 Meter hoch.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:29
@Keysibuna
@CosmicQueen

Es wurden beispielsweise Heiligtumsbezirke oder einfach nur schöne fantastische Landschaften dargestellt. Wichtiges Stilmittel war die Arbeit mit optischen Täuschungen und Verkürzungen, die nur deshalb funktionierten, weil man die Maße und Proportionen des ersten Stils beibehielt.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:34
@KlausBärbel
Zwölf Stunden dauerte die erste Phase der Eruption. Gegen Mitternacht ließ das Bombardement aus vulkanischen Förderprodukten nach. Die Bewohner von Pompeji glaubten das Schlimmste überstanden zu haben, doch die Atempause währte nur kurz.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:34
@CosmicQueen
@Keysibuna

Im Bereich des Südwestens und Westens wurde durch den Abriss der Stadtmauer Platz frei, außerdem ermöglichte die Lage am Steilabfall die Errichtung von Terrassenhäusern. Zur Seeseite wurden Portiken oder große Salons mit großen Fenstern errichtet, die einen fantastischen Blick auf den Golf, die Insel und die Berge boten.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:36
@KlausBärbel
Durch das Nachlassen des Drucks aus dem Krater kollabierte die aufsteigende Eruptionswolke und generierte dabei pyroklastische Ströme. Die ersten Glutwolken erreichten allerdings nicht Pompeji, sondern zerstörten die Nachbarstadt Herculaneum. Diese lag weitaus näher am Vesuv als Pompeji, doch war sie bis zu diesem Zeitpunkt noch größtenteils vom Ausbruch verschont geblieben.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:38
@CosmicQueen
@Keysibuna

Innerhalb der Stadt war die Errichtung größerer Gebäudekomplexe schwieriger, da dazu mehrere beieinander liegende Parzellen aufgekauft werden mussten. Wenn dies geschah, wurden auf dem neuen Land zumeist neue Wohnräume und Peristyle errichtet. Eindrucksvollstes Beispiel für ein so nach und nach gewachsenes Gebäude ist das Haus des Labyrinths.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:42
@CosmicQueen
@Keysibuna

Ein Altar vor einem Tempel

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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:46
@CosmicQueen
@Keysibuna


Im Süden befand sich das alte Atriumhaus, in der Mitte der Gartentrakt und weit entfernt vom Eingang im Norden ein Bereich aus neu errichteten Salons. Gäste mussten demnach durch das gesamte Haus und sollten sicher durch den Reichtum der Ausstattung und den damit verbundenen Reichtum des Hausherrn beeindruckt werden.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:47
@KlausBärbel
Hier mal ein Video zu Pompeji


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:49
@CosmicQueen
@Keysibuna

In vielen Häusern lassen sich kleinere und auch größere Umbauten im Laufe des 1. Jahrhunderts v. Chr. nachweisen. Unerforscht ist jedoch, inwieweit das auch auf die Bewohner kleinerer Anwesen zutrifft, weil hierfür wie so oft keine ausreichenden Befunde vorliegen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 14:58
@CosmicQueen
@Keysibuna

Obwohl aus der Kaiserzeit kein echter Neubau eines großen Hauses bekannt ist, sind es dennoch die Häuser aus der Kaiserzeit, die die Vorstellung vom Wohnen in Pompeji prägen. Auffällig ist zumeist der Versuch der Eigentümer, neben Resten der älteren Architektur und Ausschmückung auch moderne, neuartige Elemente unterzubringen.

So findet man häufig das Zusammenspiel von kleinen Vorhallen und weitläufigen Gartenanlagen und Fresken in leuchtenden Farben neben alten Architekturelementen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 15:02
@CosmicQueen
@Keysibuna

Eine erkennbare Neuerung in der frühen Kaiserzeit war beispielsweise die Aufwertung des Atriums. Jedoch wurde dieses nicht gleichmäßig renoviert, sondern ein besonderer Wert auf den Blickfang (das impluvium) gelegt. Häufig wurden Böden und Einfassungen der Regenwasserbehälter erneuert sowie auch Wasserspiele errichtet, bei denen bevorzugt aus Öffnungen in Figuren (Mund, Schnäbel) Wasserfontänen in ein Auffangbecken schossen. Diese Wasserspiele wurden so aufgestellt, dass sie als Blickfang für Besucher fungierten.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 15:07
@CosmicQueen
@Keysibuna

Dahinter stand häufig ein Marmortisch – in einfacheren Häusern ein gemauerter, stuckierter Tisch. Seine Funktion ist nicht ganz klar, möglicherweise wurden auf ihm bestimmte Wertsachen präsentiert. Häufig wurde das Atrium zusätzlich in eine Gartenlandschaft verwandelt.

All das war ein bedeutsamer Vorgang, weil dafür größere Umbauten vonnöten waren, für die Versorgung der Wasserspiele Druckleitungen verlegt werden und beim Ädil eine Erlaubnis eingeholt werden musste. Die Speisesäle wurden in dieser Zeit großzügiger und möglichst mit Blick auf das Peristyl angelegt.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 15:22
@CosmicQueen
@Keysibuna

Auch bei der Wandmalerei gab es eine Erneuerung. Der Dritte Pompejanische Stil unterschied sich stark vom ersten und zweiten. Grundsätzlich wurde alles symmetrischer. Die Bildelemente waren jetzt einfarbig eingefasst und von einem miniaturisierten Ständerwerk gegliedert. Die Wände waren stets dreigeteilt und zeigten im mittleren Teil, der der Blickfang war, oftmals Landschaften mit Heiligtumsszenen, aber auch in zunehmendem Maße mythologische Szenen. Besonders beliebt waren dionysische Themen und erotische Darstellungen.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

17.11.2010 um 17:00
@KlausBärbel

Auch in der Bepflanzung des Gartentraktes war eine Hinwendung zum Symmetrisch-Geometrischen erkennbar.
Neue Forschungen haben ergeben, dass vor allem niedrige Blumen und Sträucher, sowie rabattenartig geschnittene Hecken gepflanzt wurden.
Selbst die Bepflanzung mit Obstbäumen folgte vorgegebenen Mustern, die nahe legen, dass hier Schaugarteneffekte erzielt werden sollten. Wege, die zum Begehen einluden, gab es nicht, die Gärten sollten nur von außen betrachtet werden. Kleinere, unterlebensgroß dargestellte Statuetten und Hermen sollten einen entrückten Eindruck vermitteln.


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