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Altruismus und Egoismus

spite
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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 12:09
@cRAwler23

Das mit dem faschistischen Kollektivismus war ein Scherz, signalisiert durch ":D" am Ende des Satzes.

Auf den Rest antworte ich gerne später, habe jetzt gerade keine Zeit.


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Orbiter...
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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 12:12
Es gibt niemanden der uns frisst, ausser wir uns selbst. Also Narungskettenmäßig gesehen...

Wir haben iwie keine Gegenspieler und machen sie uns selbst Quasi.... oder so ähnlich


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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 12:31
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Wobei sich beide die Waage halten sollten, denn erst das Unterbewusstsein ermöglicht Fantasie und Inspiration, würde man nur mit einer der beiden Seiten leben würde sich nix mehr entwickeln. Die Evolution hat ein Wesen geschaffen das nun zwischen eben diesen beiden Prinzipien steht, es kann sich für eine der beiden Seiten entscheiden und fällt in eine Stagnation oder kann einen Kompromiss finden und schafft damit neue Entwicklungen und Lernprozesse.
Das kann ich so unterschreiben, allerdings halte ich die Wahlfreiheit zwischen den beiden Seiten für eine gut gemachte Illusion(zumindest dem Verstand gegenüber) ;)
Im Grunde drueckst du diese Illusion schon mit dem Vergleich zwischen Stagnation und Entwicklung aus.


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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 12:37
spite schrieb:Das mit dem faschistischen Kollektivismus war ein Scherz, signalisiert durch ":D" am Ende des Satzes.
Na denn is ja gut :D
Ich meine der Begriff Kollektivismus wird nur gern mal mit dem Altruismus gleich gesetzt, was jedoch nicht Sinn der "Selbstlosigkeit" ist sich in einem Zwangskollektivismus aufzulösen, wie ein Tropfen im Ozean eben, Individualismus spielt auch da noch eine Rolle, denn zum Handeln braucht es Impulse, diese kommen eben meist aus der eigenen Persönlichkeit die noch einen gewissen Selbstbezug braucht. Darum sagte ich ja am gesündesten ist ein Kompromiss zwischen beiden Extremen ;)
Orbiter... schrieb:Es gibt niemanden der uns frisst, ausser wir uns selbst. Also Narungskettenmäßig gesehen...
Nach unserm Tod, entweder Maden, Pilze, Würmer, Bakterien usw. oder bei der Verbrennung der freigesetzte Kohlenstoff und CO2 wieder als Nahrungsgrundlage für andere Spezies, meist Pflanzen ;)

Über allen Lebewesen in der Natur stehen die Destruenten, vielleicht sind ja Pilze die heimlichen Herrscher dieser Welt, aber diese sind verdammt altruistisch, denn sie mineralisieren totes Gewebe von Pflanzen, Tieren und Menschen um es wieder in den Kreislauf zu bringen, ist doch toll oder? Darum sind Pilze auch ideale Symbionten für viele Pflanzen!
Orbiter... schrieb:Wir haben iwie keine Gegenspieler und machen sie uns selbst Quasi.... oder so ähnlich
Warum einen Gegenspieler? Es gibt doch Viren, die Zeit, andere meist egoistische Menschen, Umweltkatastrophen, Kriege usw. Besser wäre doch eine Symbiose und Synthese, indem wir uns mehr und mehr unabhängig von der Biosphäre der Erde machen, wie ein Kind das den Mutterleib verlässt.
dedux schrieb:Das kann ich so unterschreiben, allerdings halte ich die Wahlfreiheit zwischen den beiden Seiten für eine gut gemachte Illusion(zumindest dem Verstand gegenüber) ;)
Im Grunde drueckst du diese Illusion schon mit dem Vergleich zwischen Stagnation und Entwicklung aus.
Nennen wir es nicht "Illusion" sondern Kausalität, aus diesem Grund gibt es auch keine wirklich reine Selbstbezogenheit des Menschen, die aus sich selbst resultiert und man als persönliche "Freiheit" beschreibt, nein wir alle sind Teil kausaler Ketten die uns zu dem gemacht haben was wir sind, das individuelle Produkt aus Aktion und Reaktion, angefangen vom Tod massereicher Sterne mit den zahlreichen Fusionsprodukten die die Grundlagen für das Leben geschaffen haben, bis zum komplexen Lebewesen das immer Teil einer Evolution ist, ist doch toll wenn man das erkannt hat oder? :)


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Orbiter...
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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 12:48
@crawler Gegen Viren und Baterien gibt es medikamentöse Mittel. Die Natur fügt uns lediglich nadelstich-ähnliche Schäden zu, oder wie willst Du Dir die Bevölkerungsexplosion erklären? Wir sind der Gipfel der Evolution auf dem Planeten und wir haben alles selbst in der Hand.

Das sieht alles eher alles nach Selbstdestruktion als nach Selbsterhaltung bzw Egoismus aus.
Sind alles so Naturphänomene... Aussreisser sozusagen. Die Quallen in den Meeren stoppt auch keiner...


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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 12:53
@cRAwler23
Der Mensch mit seinen zwei Herzen erzeugt quasi einen "Gegendruck" zur aeusseren Kausalität. Das ist pure Dynamik und Kreativität. Im Menschen bildet sich eine gegenteilige Welt ab. Das ist schwer zu verstehen und auch schwer zu formulieren.


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Orbiter...
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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 13:00
Jo genau, die Sterne sind Schuld. Ohne Sternenstaub kein Mensch. Leider hat sich noch kein Wesen über brutale Naturgesetze hinwegsetzen können und es besser gemacht.

Ein Stern ist quai Schuld am Leben. Sag ich nächstens auch... Kann ich ja nix dafür... ist höhere Gewalt.


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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 13:01
@Orbiter...
Es gibt Mensch, die Natur SIND, und andere, die es vielleicht noch nicht verstanden haben.


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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 13:27
Orbiter... schrieb:Gegen Viren und Baterien gibt es medikamentöse Mittel. Die Natur fügt uns lediglich nadelstich-ähnliche Schäden zu, oder wie willst Du Dir die Bevölkerungsexplosion erklären? Wir sind der Gipfel der Evolution auf dem Planeten und wir haben alles selbst in der Hand.
Oh je :D
Nein nein überschätze mal den Menschen da nicht, dem Planeten ist es eigentlich auch gänzlich egal was da an seiner Oberfläche rumwuselt, eines ist Fakt, bricht auch nur ein Supervulkan aus, knallt auch nur ein großer Brocken auf die Erde, wars das mit dem Zeitalter der Menschen. Das ist aber auch nicht wichtig denn ich betrachte den Menschen nicht als Spezies die gegen die Natur kämpft, nein sie geht nur mit ihr etwas schäbig und fahrlässig (auch mit sich selbst) um aus eben diesem Egozentralismus einiger die Akkumulation betreiben und ein Wachstums- und Leistungsparadigma erzeugt haben das einfach nur noch irrational ist.

Viren passen sich sehr schnell an und es gibt kein andere "Lebensform" auf dieser Welt bei der so schnell evolutionäre Prozesse am Wirken sind, gegen manche war man erfolgreich, doch andere kann man nicht "wegimpfen". Außerdem ist das Bevölkerungswachstum in entwickelten Ländern mit hoher Bildung meist rückläufig, siehe Japan, Deutschland, Skandinavien und allgemein Nordeuropa.
Orbiter... schrieb:Das sieht alles eher alles nach Selbstdestruktion als nach Selbsterhaltung bzw Egoismus aus.
Selbstdestruktion resultiert aus eben diesem Egoismus! Das ist ja das paradoxe an der Situation, es ist diese YOLO Mentalität der Wirtschaft, Hochfinanz und vieler Menschen denen es gänzlich scheiß egal ist was in den nächsten Generationen passiert, das ist der Gipfel der egoistischen Dekadenz und das haben schon die Indianer erkannt:
Wer die Erde nicht respektiert, zerstört sie, wer nicht alles Leben so wie das eigene respektiert, wird zum Mörder. Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte der kommenden Generationen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen, eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als die unsere - und hoffentlich besser.
(Oren Lyons, Häuptling der Onondaga-Nation)

Die verrückte und kranke Welt des weißen Mannes. Vieles ist töricht an eurer sogenannten Zivilisation. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach, bis ihr soviel habt, dass ihr gar nicht lange genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, ihr schlachtet die Tiere ab, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr , die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.
(Tatanga Mani, Stoney-Indianer)

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann"
(Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree)
Es ist nicht die ganze Spezies Mensch die die Welt in einen Saustall verwandelt hat, nein es sind gierige Kapitalisten und die Generation "YOLO". Damit wird auch ein angenehmes Miteinander verhindert, soziale Strukturen zerstört und durch Ellenbögen ausgetauscht...
Orbiter... schrieb:Jo genau, die Sterne sind Schuld. Ohne Sternenstaub kein Mensch. Leider hat sich noch kein Wesen über brutale Naturgesetze hinwegsetzen können und es besser gemacht.

Ein Stern ist quai Schuld am Leben. Sag ich nächstens auch... Kann ich ja nix dafür... ist höhere Gewalt.
Mit der Einstellung gibt man seinen Eltern die Schuld für das eigene Versagen, denn sie sind ja schließlich die Erzeuger, mich hat man doch nicht gefragt vor meiner Geburt ob ich leben will ;)

Nein man sollte sich bei dem Stern bedanken der die Grundlagen für unser Leben geschaffen hat und den vielen Kausalketten die darauf gefolgt sind. Der Mensch hat großes Potential, doch dabei muss er eine Balance genau zwischen den beiden Extremen wie Altruismus und Egoismus finden, nur dann kann er tolle Sachen bewirken die ihm selbst und seinen Mitmenschen etwas bringen und weiterbringen. Dabei dürfen wir nicht vergessen das wir nur Gast auf der Erde sind und unsere Biosphäre der Natur die Gastgeberin.
dedux schrieb:Es gibt Mensch, die Natur SIND, und andere, die es vielleicht noch nicht verstanden haben.
Alles ist Natur, selbst die Technologie, nur das sie eben ein künstlicher vom Menschen erzeugter Teil der Natur sind. Alles besteht aus den gleichen Grundbausteinen der Materie dabei ist es völlig egal ob es gewachsen oder konstruiert wurde. Alles bewegt sich im Rahmen physikalischer Gesetze :)


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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 13:38
@cRAwler23
dedux schrieb:
Es gibt Mensch, die Natur SIND, und andere, die es vielleicht noch nicht verstanden haben.


Alles ist Natur, selbst die Technologie, nur das sie eben ein künstlicher vom Menschen erzeugter Teil der Natur sind. Alles besteht aus den gleichen Grundbausteinen der Materie dabei ist es völlig egal ob es gewachsen oder konstruiert wurde. Alles bewegt sich im Rahmen physikalischer Gesetze :)
Die von dir zitierten Indianer SIND Natur und die Kapitalisten mit der Holzhacker-Mentalitaet haben es noch nicht verstanden ;)


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Orbiter...
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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 13:53
Hm... So ein Indianerleben wäre nicht schlecht. Gibt wohl noch mehr Leute als mich, die auf Ackerbau und Viehzucht-Leben stehen. Was ich gerne hätte, wäre es aus einer reinen Einstellung heraus so leben zu wollen und nicht wie die meisten in so ner Art Befangenheit dieses ausführen.

Die psychischen Beweggründe müssen passen und wenn ich mir so Kommunenleute angucke,
fällt mir das iwie schwer, da ich immer denke... ja was weiss ich was die für Probleme haben...

Eig müsste ich eher als Erimit iwo allein Leben...

Ist jedenfalls ne gute Einstellung, die die Indianer da haben und ich bin nicht weniger naturbezogen..


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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 14:07
dedux schrieb:Die von dir zitierten Indianer SIND Natur und die Kapitalisten mit der Holzhacker-Mentalitaet haben es noch nicht verstanden ;)
So ist es, aber auch die Schädlinge sind Teil der Natur, nur das die eben die Natur anderer Lebewesen verletzen und damit die Biosphäre der Erde belasten oder gar zerstören. Aber ich bin neben Öko auch ein ein Freund der Kunst und Technologie, am liebsten wäre mir ein Kompromiss aus beiden, wie im Transhumanismus, der Verschmelzung beider Aspekte.
Orbiter... schrieb:Die psychischen Beweggründe müssen passen und wenn ich mir so Kommunenleute angucke,
fällt mir das iwie schwer, da ich immer denke... ja was weiss ich was die für Probleme haben...
Es gibt sehr viele Kommunen die schon über einige Jahrzehnte existieren und auch funktionieren, nicht alle enden so wie im Film "The Beach", manche leben recht angenehm und solidarisch zusammen. Selbst hier in Deutschland gibt es welche.
Orbiter... schrieb:Eig müsste ich eher als Erimit iwo allein Leben...
Das ist sehr schwer und extrem wetterabhängig das Leben, nur die wenigsten schaffen es das zu überleben, die die es schaffen werden jedoch zu wahren Überlebenskünstlern, allerdings auch zu totalen Einzelgängern und wenn etwas passiert haben sie nur selten Hilfe von anderen.


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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 14:56
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:So ist es, aber auch die Schädlinge sind Teil der Natur, nur das die eben die Natur anderer Lebewesen verletzen und damit die Biosphäre der Erde belasten oder gar zerstören. Aber ich bin neben Öko auch ein ein Freund der Kunst und Technologie, am liebsten wäre mir ein Kompromiss aus beiden, wie im Transhumanismus, der Verschmelzung beider Aspekte.
Mir geht es auch so, bis auf den letzten Teilsatz. Es besteht die Gefahr, durch technische Erweiterungen, Dinge im Menschen zu zerstören, die er eigentlich noch für seine weitere Evolution benötigt. Schaun wir erstmal, wie es so weiter geht. Über alles andere kann man sich ja nochmal unterhalten.


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Altruismus und Egoismus

29.10.2013 um 16:36
dedux schrieb:Mir geht es auch so, bis auf den letzten Teilsatz. Es besteht die Gefahr, durch technische Erweiterungen, Dinge im Menschen zu zerstören, die er eigentlich noch für seine weitere Evolution benötigt. Schaun wir erstmal, wie es so weiter geht. Über alles andere kann man sich ja nochmal unterhalten.
So sollte man das auch nicht verstehen, Transhumanismus bedeutet nicht das man bestimmte Organe und Körperteile die sonst auch funktionieren durch Technik ersetzt, im Gegenteil wenn ein Mensch ein Organ oder Körperteil verloren hat, kann dies durch technisch immer ausgereiftere Prothesen ersetzt werden, z.B. nach einem Unfall oder einer Krankheit und Behinderung. Irgendwann kommt Bio- und Nanotechnologie ins Spiel und es könnten sich gänzlich neue Möglichkeiten erleben, vielleicht könnte sich so der Mensch von der Biosphäre unabhängig(er) machen und könnte sie somit gleichzeitig entlasten. Also auch wieder selbstloser Eigennutz eben ;)

Ich selbst bin im Denken sogar schon beim Posthumanismus:
Im Gegensatz zum klassischen Humanismus wird dabei die besondere Stellung des Menschen negiert und er als eine unter vielen natürlichen Spezies dargestellt. Daraus wird u.a. geschlussfolgert, dass der Mensch auch nicht das Recht hat, die Natur zu zerstören oder sich selbst als ethisch höherwertig zu betrachten. Außerdem wird das menschliche Wissen auf eine weniger kontrollierende Position reduziert, seine Einschränkungen und die Fehlbarkeit des Menschen werden verdeutlicht.

Trotz aller unterschiedlichen Argumentationen der Posthumanisten vereint diese der Gedanke, dass die biologische Menschheit den Gipfel ihrer Evolution bereits erreicht hat und die nächste Entwicklung von intelligentem Leben in den Händen der künstlichen, computergestützten Intelligenz liegt, die in vielen Bereichen dem Menschen überlegen sein könnte.

Der Posthumanismus beschreibt also ein Entwicklungszeitalter nach der Menschheit. Da dies naturgemäß in der Zukunft liegt, gibt es darüber zunächst nur Spekulationen und Thesen. Allerdings versucht der Posthumanismus auch eine Beschreibung des posthumanen Menschen als hypothetisches zukünftiges Wesen, dessen Fähigkeiten die eines heutigen Menschen bei weitem übersteigen. Ein posthumanes Wesen kann also auch als Kreatur beschrieben werden, die durch eine Erweiterung der physischen und psychischen Fähigkeiten entsteht. Posthuman kann allerdings auch bedeuten, dass eine Einheit von menschlicher und künstlicher Intelligenz geschaffen wird und dass das Bewusstsein in einen fremden Körper oder Computer geladen wird. Beispiele dafür können eine Veränderung des menschlichen Organismus durch Nanotechnologie oder einer Kombination von Gentechnik, Psychopharmakologie, lebensverlängernde Maßnahmen, neurale Schnittstellen, gedächtniserweiternde Drogen und tragbare oder implantierte Computertechnologie sein.

Ob der Transhumanismus als eine Spezialform des Posthumanismus angesehen werden sollte oder ob es sich um zwei unterschiedliche kulturelle Traditionen handelt wurde in den Jahren 2009 und 2010 in einigen Artikeln und einer Sonderausgabe der Zeitschrift "Journal of Evolution and Technology" erörtert. Im Rahmen dieser Diskussion hat sich herausgestellt, dass es Gründe gibt davon auszugehen, dass Friedrich Nietzsche sowohl als Ahnherr des Trans- als auch des Posthumanismus angesehen werden kann.
Wikipedia: Posthumanismus


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Altruismus und Egoismus

19.11.2013 um 23:06
Ich glaube es gibt gar keinen Altruismus, sondern nur den Egoismus.

Wikipedia: Psychologischer_Egoismus

Auch wenn wir an einem Obdachlosen vorbeigehen und ihm 2€ in den Becher werfen, handeln wir nicht altruistisch, sondern egoistisch. Wir werden von unserem Gehirn mit einem guten Gefühl belohnt, da wir dazu erzogen wurden, dass es gut ist, wenn wir anderen Menschen helfen.

Biologisch betrachtet ist der "Altruismus" ebenfalls nur Egoismus. So jagen z.B. Affen/Schimpansen in Gruppen, weil der Gesamterfolg in der Gruppe größer ist als alleine.
Wenn aber der Erfolg längerfristig schlechter ist, als in der Einzeljagdt, so trennen sich die Individuen wieder voneinander. Unser soziales System ist prinzipiell dasselbe nur wesentlich komplexer.


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Altruismus und Egoismus

20.11.2013 um 04:17
@spite
Eben nicht. Rein biologisch betrachtet ist der altruismus ein Gen, den es nur beim Menschen gibt. Altruismus gibt es meist dann wenn man selbst wenig hat in der Hoffnung wieder viel zurück zu bekommen.


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Altruismus und Egoismus

20.11.2013 um 16:53
ich steige hier quer ein.
ich sehe es so, dass naturvölker, wo jeder auf jeden angewiesen ist um zu überleben, einen ganz natürlichen altruismus leben. oder widerspricht das dem, was wir unter altruismus verstehen?

auch bei großen katastrophen kommt bei vielen der altruismus, zumindest kurzfristig, an die oberfläche. man hilft, selbstlos anderen in not.

ansonsten aber sehe ich mehr egoismus, egomanie, egozentrik als altruismus.

wünschenswert wäre ein guter ausgleich zwischen beidem. einen gewissen egoismus braucht mensch im leben, und altruismus wünscht man sich von den anderen.

beides kann aber auch negativ ausarten, entweder man schädigt andere durch zu extremen egoismus oder man schädigt sich selbst durch zu viel altruismus, durch selbstaufgabe.


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Altruismus und Egoismus

20.11.2013 um 22:29
myriada schrieb:ich steige hier quer ein.
ich sehe es so, dass naturvölker, wo jeder auf jeden angewiesen ist um zu überleben, einen ganz natürlichen altruismus leben. oder widerspricht das dem, was wir unter altruismus verstehen?
Ja so kann man das betrachten, das sieht man sogar sehr klar bei Bonobo Affen, die ein sehr altruistisches, soziales Gefüge etablieren. Im Prinzip wäre das natürlicher Sozialismus, bei dem Geben und Nehmen eine gesunde Wechselwirkung bilden.
myriada schrieb:auch bei großen katastrophen kommt bei vielen der altruismus, zumindest kurzfristig, an die oberfläche. man hilft, selbstlos anderen in not.
Ja leider muss der Mensch erst vor großen Problemen stehen um seinen edlen Kern zu entdecken, jedoch zeigt sich bei solchen Ereignissen generell der Kern der Menschen, die meisten sind Altruisten, doch einige werden auch zu puren Egoisten und wollen sich in solchen Situationen den größtmöglichen Vorteil verschaffen. In zahlreichen Zombiefilmen wurde das auch schon recht glaubwürdig erfasst.

Bei Hochwasserkatastrophen kann man sehr gut erkennen das viele sich solidarischen gegenseitig helfen und dafür sogar eigene Opfer in Kauf nehmen. Es gibt sogar welche die dann aus ganz anderen Regionen kommen und mithelfen. Leider gibt es aber auch neben diesen immer Gaffer oder "Plünderer" die eigennützig handeln.
myriada schrieb:ansonsten aber sehe ich mehr egoismus, egomanie, egozentrik als altruismus.
Ich denke nur die Eliten und gesellschaftlichen Führer sind Kernegoisten, der Großteil der Menschheit ist mehr altruistisch, jedoch meist gleichgültig und angepasst, wenig dynamisch. Egoisten erkennt man meist an einem überzogenen Ehrgeiz und geringer Empathie. An zahlreichen Despoten und Monopolisten kann man dieses Verhalten erkennen.
myriada schrieb:wünschenswert wäre ein guter ausgleich zwischen beidem. einen gewissen egoismus braucht mensch im leben, und altruismus wünscht man sich von den anderen.

beides kann aber auch negativ ausarten, entweder man schädigt andere durch zu extremen egoismus oder man schädigt sich selbst durch zu viel altruismus, durch selbstaufgabe.
So ist es.


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Altruismus und Egoismus

21.11.2013 um 08:09
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Ja leider muss der Mensch erst vor großen Problemen stehen um seinen edlen Kern zu entdecken,
du glaubst also an den grundsätzlich edlen kern im menschen?
wie man aus versuchen weiß, agieren kleine kinder im alter von 1,5 - 2,5 jahren von sich aus empathisch und mitfühlend. das soll genetisch bedingt sein.
nur, schau dich bitte heute auf einem schulhof um, eigentlich beginnt das mobbing oft schon im kindergarten, wo ist da die empathie und das mitgefühl hin verschwunden? und wodurch?
da beginnt für mich schon die große frage warum die welt so egoistisch ist wie sie nun mal ist.
cRAwler23 schrieb:Ich denke nur die Eliten und gesellschaftlichen Führer sind Kernegoisten,
das stimmt mit sicherheit. wie sonst wäre so vieles zu erklären, angefangen von den wahnsinnskriegen bis zu den wallstreetleuten, bankern, die zocken ohne rücksicht auf verluste.
gerade in der wirtschaft und im finanzwesen mit ihrem lobbyismus ist egoismus pur zu finden.


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Altruismus und Egoismus

21.11.2013 um 11:52
Gibt es denn überhaupt so etwas wie Egoismus? Wenn ich von der Einheit ausgehen und in betracht ziehe das alle Dinge mehr oder weniger miteinander verknüpft sind dann scheint es sowas wie Egoismus gar nicht zu geben. Der glauben an Egoismus entsteht erst dann, wenn ich die Dinge als voneinander getrennt betrachte. Aus diesem Blickwinkel ist Egoismus im Grunde nichts anderes als eine Illusion.

Ist die rechte Hand Egoistisch weil die Linke Hand sie wäscht?


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