paxito schrieb:Die essentielle Frage ist hier eher: Glaubst Du an eine historische Notwendigkeit (Hegel) oder an eine feste unhintergehbare Grenze der Erkenntnis (Kant)?
Also ich sage mal so, das Kantische Ding an sich ergibt sich ja aus seinem Transzendentalen Idealismus, welcher wiederum behauptet das Raum und Zeit a priori sind... das ist meines Erachtens der größte Skandal in der gesamten Philosophie, weil es offensichtlich falsch ist.
Eine feste unhintergehbare Grenze der Erkenntnis könnte es aber trotzdem geben. Alleine aufgrund des Problems der synthetischen Urteile a priori,
die es meines Erachtens nicht gibt. Das heißt dann aber auch wir können nicht ins Übernatürliche gehen mit unserer Erkenntnis und hier erkenntniserweiternde Wissenschaft betreiben, sondern sind immer an den Boden des Erfahrbaren gebunden.
Letzteres würde ich aber auch anzweifeln wollen... denn vielleicht gelingt es ja einem Philosophen noch einmal etwas übernatürliches zu erkennen,
z.B. auf dem Weg des Rationalismus, also ohne Erfahrung... oder irgendwie über die Erfahrung weil das Übernatürliche Spuren in der Erfahrung hinterlässt... es ist ja Teil der Welt und Ursache und Prinzip dieser... Platons Ideen sind ja auch nicht etwas von der Erfahrung gänzlich fremdes sondern begründen diese... nur das Ding an sich wäre etwas völlig eigenes...
Ich habe Schwierigkeiten mit der gesamten Hegelschen Dialektik und weiß nicht ob es wirklich so abläuft wie Hegel sich das vorstellt und ob wirklich alles einfach dialektisch ist oder ob Hegel nicht versucht hat der Welt die Dialektik überzustülpen...