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Freiheit und Geld

136 Beiträge, Schlüsselwörter: Geld, Freiheit, Gesetz, Preis, Würde, Intelligibel

Freiheit und Geld

29.12.2012 um 19:37
Imannuel Kant sagte: „Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann auch etwas anderes als Äquivalent gesetzt werden; was dagegen über allen Preis erhaben ist, mithin kein Äquivalent verstattet, das hat eine Würde“.
Nun sagt die AEMR Art.1 S.1 „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Das heisst ja aber noch lange nicht, daß man diese Würde auch in Anspruch nimmt!
Der Mensch verhält sich hier wie der Mond, welcher das Licht der Sonne nur reflektiert, so reflektiert oder leiht sich der Mensch (Homo Phänomenon) die Würde, von der personifizierten Menschheit (Homo Noumenon). Tut er dies, so ist er frei.
Nun schafft das Geld auch Freiheit und zwar eine, die fähig ist Gesetze (Lobbyismus) zu geben, Gesetze zwar die falsch sind, aber die Fähigkeit besteht doch.
Umso mehr Geld der Mensch hat, umso weiter entfernt er sich von der Würde, da Geld im Überflusse das Begehrungsvermögen anspricht, so sehr, daß der Mensch in eine psychologische Inflation gerät, da das Vermögen nicht mehr ausreicht, jenes Begehren zu stillen (das Glücksgefühl lässt nach).
Genau dann, wenn der Mensch einen Preis hat, mithin keine Würde, so schafft das Geld Freiheit, eine Freiheit wohl, die -wegen der psychologischen Inflation- nur von kurzer Dauer ist und dazu noch subjektiv.
Meine Frage oder Diskussionsgrundlage soll nun sein, wie hängt das Geld genau mit der Idee der Freiheit zusammen. Denn es gibt meiner Meinung nach, einen sehr engen Zusammenhang, denn ich wohl selbst noch nicht anzugeben vermag.


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Freiheit und Geld

29.12.2012 um 20:09
bisher hat die menschheitsgeschichte gezeigt, dass geld eher unfrei macht!


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Freiheit und Geld

29.12.2012 um 20:09
@Radix

Tja, wie hängt es zusammen?
Meiner Meinung nach ist Geld ein einschränkender Faktor der Freiheit, so wie ich Freiheit verstehe.

Geld gibt uns zwar die Möglichkeit.. Güter zu erwerben, das Überleben zu sichern. Das ist ohne Geld faktisch kaum möglich. Es gibt zwar autonome Gruppen mit Selbstversorgung, jedoch funktionieren diese wohl nicht immer nach belieben.
Somit würde ich eher sagen: Geld ist ein Feind der Freiheit.


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Freiheit und Geld

29.12.2012 um 21:07
Geld und Freiheit .. hm, interessantes Thema :)

Meinen Überlegungen nach gibt Geld in einem gewissen Maße Freiheit, jedoch verschwindet diese mit dem Geld auch wieder was wiederum einschränkt. Hat man Geld wird man bevorzugt und ist beliebt. Hat man nur wenig oder kein Geld wird man kaum beachtet in den meisten Fällen und gilt als unbeliebt. Wen der "Reiche" nun jedoch arm wird sinkt er auch wieder in seiner Beliebtheit..

Geldgierige Welt eben :(

Geld gibt eingeschränkte Freiheit welche jedoch wiederum keine ist.


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Freiheit und Geld

29.12.2012 um 21:16
Durch das Geld erreichen wir eine systematische Freiheit, die uns mehrere Möglichkeiten im Rahmen des Systems aufweißt. Das Geld dient also für´s Ausgeben und Unterstützung der Gelassenheit. Was man nicht vergessen soll, dass das Geld nur Papier ist.


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dergeistlose
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Freiheit und Geld

29.12.2012 um 22:08
@Radix


Wie kann ein stück Papier frei machen? Und vor allem wo vor?


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Befreiung_
ehemaliges Mitglied

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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 00:27
Das ist der springende Punkt, solange dem Geld Wert zugewiesen wird so lange werden die Menschen nur eine Scheinfreiheit leben. Geld im Zusammenhang mit Staat und Gesetzentwürfen ist sogar noch weitaus unterdrückender als die bloße Währung an sich.


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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 01:21
Geld als Mittel zur Freiheit:
Das ist der (neo)liberale Freiheitsbegriff als solches.


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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 03:36
Ein gewisses Minimum an Geld gibt mir die Freiheit, über eine Vielzahl kleinerer (nicht unwichtiger) Dinge selbst zu entscheiden.

Die simple Gleichsetzung "Geld bedeutet Freiheit" ist eine Erfindung der Konsumprediger.

Mehr Konsum wäre aber mehr Verantwortung, mehr Zeitaufwand, höhere Zusatzkosten (Wartung, Versicherung, Bewachung..)
Mal abgesehen von ein paar mediengeilen Selbstinszenierern kenne ich keine reichen Leute, die andauernd freudig jubelnd ihr Geld verheizen, welches auch andauernd von selbst nachströmt.


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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 08:13
Geld bedeutet natürlich eine gewisse Freiheit
Hat man genug davon, muss man nicht arbeiten gehen.....
Da braucht man natürlich schon eine Menge.
Aber die Reichen sind auch nicht wirklich frei in ihren Entscheidungen.
Es sind halt andere Einschrenkungen.
Man denke nur an die Presse bei den reichen Promis.

Freiheit bedeutet keine Verantwortung zu tragen
Das gibt es wohl nicht, weder mit noch ohne Geld


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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 09:03
Geld ist im Grunde eine Methode um den Mehrwert, den die eigene Arbeit für die menschliche Gemeinschaft bringt, zu symbolisieren.

Da wir immer noch essen müssen um zu leben und die Nahrungsmittel nicht einfach aus dem Nichts erscheinen, sondern durch Arbeit herangezüchtet werden, macht das alles durchaus Sinn.

Was in diesem Geldsystem dann an vermeintlichen "Pervertierungen" ensteht ist ein anderes Blatt aber selbst das kann den Menschen selbst nicht aus der Verantwortung ziehen.

Zu sagen, Geld sei schlecht, ist als wenn man sagen würde, dass ein Hammer schlecht ist, weil man damit auch jemanden erschlagen kann.


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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 09:40
@Gwyddion
Gwyddion schrieb:Geld ist ein Feind der Freiheit.
Das sehe ich absolut genauso, aber diese Feindschaft trägt eine Verwandschaft in sich, die das Geld praktisch zu einer Entität in der Erscheinungswelt macht, die die Freiheit in der intelligibelen Welt inne hat.

@dergeistlose
dergeistlose schrieb:Wie kann ein stück Papier frei machen? Und vor allem wo vor?
Das ist ja eigentlich die Frage, die ich stellte. Die echte Freiheit zieht oder verwirklicht der Mensch, in dem er sich mit der Menschheit identifiziert, in die Erscheinungswelt hinüber.
Jetzt ist vielleicht die Frage, woher bekommt das Geld seinen Wert?

@Befreiung_
Befreiung_ schrieb:Das ist der springende Punkt, solange dem Geld Wert zugewiesen wird so lange werden die Menschen nur eine Scheinfreiheit leben. Geld im Zusammenhang mit Staat und Gesetzentwürfen ist sogar noch weitaus unterdrückender als die bloße Währung an sich.
Deinen ersten Satz halte ich für falsch, es wird genau dann gefährlich -so sehe ich es- wenn der Mensch sich einen Preis zugesteht und noch gefährlicher wird es, wenn der Bürger sich einen Preis eingesteht, was ja schon eine sprachliche Unmöglichkeit darstellt.
Was ist Geld? Und ich frage nicht nach der Stärke oder der Sorte Papier, oder dem Metall auf welchem Köpfe geprägt sind. Wird diese Frage unparteiisch beantwortet, also weitestgehend objektiv, so wird der Mensch wohl auch mit diesem umgehen können, ohne die oben erwähnte Feindschaft heraufzubeschwören.

@pipapo
pipapo schrieb:Die simple Gleichsetzung "Geld bedeutet Freiheit" ist eine Erfindung der Konsumprediger.
Die simple Gleichsetzung hat leider etwas wahres an sich, aber in wie fern hängt dieses Geld mit der echten Freiheit zusammen?


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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 10:22
@AusDemStern
AusDemStern schrieb:Durch das Geld erreichen wir eine systematische Freiheit, die uns mehrere Möglichkeiten im Rahmen des Systems aufweißt. Das Geld dient also für´s Ausgeben und Unterstützung der Gelassenheit. Was man nicht vergessen soll, dass das Geld nur Papier ist.
Dein erster Satz gilt auch für die Freiheit. Eigentlich dient das Geld als Kredit, da man als Arbeitgeber nicht ständig Milch, Salz oder sonstige notwendige Lebensmittel bereit stehen hat.
Was man nicht vergessen sollte, Freiheit ist nur eine Idee. Eine Idee ist es auch, die Papier zu Gold macht (diese Idee kommt meine ich aus der gleichen Region, wie jene der Freiheit) . Woran nichts schlechtes ist, nur wenn man anfängt, Geld in einer Menge zu generieren, dass die Natur mit den Gütern nicht mehr hinterherkommt und ständig nach Wachstum schreit, dann ist dies ein Missbrauch. Den ja eigentlich die Inflation zu unterdrücken fähig ist, aber wo bleibt sie, das ist allerdings eine andere Frage.
Es ist eigentlich egal, welche Art von Materialien wir nehmen, solange sie knapp gehalten werden.
Das Wesen des Geldes hat aber eine gewisse Kongruenz zum Wesen der Freiheit und den aufzudecken, das würde ich gerne hier tun.


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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 11:45
Geld ist eine materielle Form von Macht.
Freiheit ist, mehr Macht zu haben als andere bzw. nicht von anderen bemächtigt werden zu können.

Geld ist aber nicht die einzige existierende Macht. Gewalt zum Beispiel kann alleine mächtig genug sein, jemand anderem einen Grossteil seiner Macht zu entreissen.


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jayjaypg
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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 11:46
Alles, was Du besitzt, besitzt irgendwann Dich.


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Befreiung_
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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 12:21
Radix schrieb:Was ist Geld?
Geld ist eine neutrale Tauschware mit der im Nachhinein statt wie beim üblichen Tauschhandel gekauft werden kann was man braucht, nicht was von anderen gerade zu geben ist. Geld stellt sich zwischen den üblichen Tausch und ermöglicht die freie Auswahl.

Geld ist dennoch gefährlich, auch an sich und ohne bestimmte Verbindung mit dem Wert des Menschen.


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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 16:55
@Befreiung_
Befreiung_ schrieb:Geld ist dennoch gefährlich, auch an sich und ohne bestimmte Verbindung mit dem Wert des Menschen.
Das bitte ich dich, aber etwas genauer auszuführen.


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Befreiung_
ehemaliges Mitglied

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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 17:06
@Radix

Geld ist ein Wert und besitzt ein Mensch mehr davon als ein anderer muss davon ausgegangen werden dass jener von höherem Wert ist, als Träger größeren Wertes. So werden die Menschen gespalten, was beim ursprünglichen Tauschhandel nicht möglich wäre da einer hätte erwidern können Träger dessen zu sein was er benötigt. Geld erlaubt den Kauf unzähliger Dinge, dadurch kann jemand behaupten etwas von größerem Wert bei sich zu tragen. Ware ohne Geld jedoch hat keinen objektiven Wert, denn selbst wenn z.B. Hühner für den einen wertlos erscheinen so sind sie umso wertvoller für z.B. einen Bauern. Verstehst du meine Ausdrucksweise?


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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 17:14
@Befreiung_
Befreiung_ schrieb:Verstehst du meine Ausdrucksweise?
Ich verstehe was Du sagen willst, allerdings sollte man zwischen Würde und Preis doch schon unterscheiden.
Es gibt keinen ursprünglichen Tauschhandel, gab es nie und wird es nie geben.


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Befreiung_
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Freiheit und Geld

30.12.2012 um 17:22
Radix schrieb:Ich verstehe was Du sagen willst, allerdings sollte man zwischen Würde und Preis doch schon unterscheiden.
In der griechischen Sprache aus der die erste philosophische Beschäftigung mit der Würde des Menschen stammt gibt es ein Wort das _τιμή ( time )_ lautet, es bedeutet zugleich Würde und Preis und ist das einzige Wort für diese Eigenschaften.

Was gibt einem Obdachlosen die selbe Würde wie einem Hausbesitzer? Oder, was gibt einem Menschen mehr Würde als einem Tier?
Radix schrieb:Es gibt keinen ursprünglichen Tauschhandel, gab es nie und wird es nie geben.
Möchte ich auch nicht erreichen, gab es jedoch und zwar bevor das Gold, ausgeteilt in Wertscheinen im 10.Jahrhundert im arabischen Raum zur Währung wurde.


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