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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

113 Beiträge, Schlüsselwörter: Deutschland, Atomkrieg, Verteidigung
Obrien
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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

15.08.2013 um 18:10
@Fedaykin

Ja wenn es denn einen Nukleraren Winter gibt. Das Thema ist ja nicht eindeutig durch. Und viele andere Aspekte spielen eben mit ein. Wir haben diverse Vulkanausbrüche die haben soviel Stein und Asche und co hochgespeit, und dennoch keinen Globalen Winter verursacht. Man bedenke z.b den Kometeneinschlag in Sibirien (Luftdetonation)

Der nukleare Winter gilt als sichere Folge eines Atomkrieges. Vulkanausbrüche finden regional begrenzt statt und selbst die haben gravierende Auswirkungen auf Wirtschaft und Klima. Das zeigen insbesondere die Vulkanausbrüche der letzten Gase gezeigt. Die Staubwolken steigen durch die enomre Hitze einer Atomexplosion sehr weit nach oben und werden weit getragen.

Du vergisst dabei, das die Explosionen alle relativ zeitnah stattfinden und nicht wie bei einzelnen Test in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten.

Mmh, sofern die AKW denn umgepustet würden und alle eine kernschmelue bekommen und und und und.

Was nicht unwahrscheinlich ist. Es ist naiv anzunehmen, das sämtliche iNfrastruktur einen Atomanrgiff unbeschadet übersteht, die Kraftwerkstechniker alle brav zur Arbeit gehen usw. Man muss schon mit gewissen sekundärwirkungen wie hochgehenden AKWs und Chemiefabriken rechnen. Und man sollte auch davon ausgehen, das es schlimmer wird, als man absehen kann.

Klar weil man alle Arsenale als Flächenbombardement auf einzelne Länder wirft.


rein rechnerisch sind für jeden Erdenbürger etwa 300kg VergleichsTNT an Sprengrkaft vorhanden. Natürlich werden im Falle eines Atomkrieges nicht alle flächemässig auf die Landfläche verteilt, aber gerade wo, es wirklich Bomben hagelt, wird es äusserst ungemütlich. Schon geringe Strahlendosen sind über einen längeren Zeitraum auch äusserst ungesund und die bekommt auch ab, wenn man weiter weg wohnt.

nd hunderte Tausende Bomben erzeugen an hunderten Tausenden Einschlagorten verschiedene Mengen Fallout. Und nein der Betrifft nicht die ganze Menschheit Kurzfristig mit tödlicher Strahlung.

Doch natürlich, radioaktive Partikel werden in hohe Atmossphärenschichten geschleudert und über den Globus verteilt, Schon die oberirdischen Atombombentests der 60ger Jahren haben das Strahelnniveau merklich ansteigen lassen. im Falle eines Atomkriegs muss also mit einer kurzfristig enormen Bestrahlung gerechnet werden. Regional unterschiedlich aber defintiv höcht gefährlich.

Aber wenn man die Wirkung von atombomben nur aus command&conquer kennt, kommt man natürlich zum Schluss, das Atombomben keine größere Bedrohung für die Menscheit darstellen^^


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

15.08.2013 um 18:51
Leute ; Leute ,
man kann sich nicht gegen einen Atomkrieg wappnen , darum hat die nukleare Abschreckung ja auch nur funktioniert .
Jedem war klar wer als erstes schiesst stirbt als zweiter .


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

15.08.2013 um 22:51
Fragt sich nur, für wie lange Du in Deinem Bunker hocken willst.

Man sagt so 14 bis 21 Tage.
19344979
Dazu Ausbilder Schmidt:
"Was muß ich den da lesen? Ihr Luschen wollt euch 3 Wochen im Bunker die Eier schaukeln. Dann ist der Krieg doch längst vorbei!
Nach dem Lichtblitz und der Druckwelle heißt es "Sprung auf, Marsch Marsch..." und bevor noch irgend etwas runterfallen kann ist der Feind längst besiegt. Nehmt euch mal ein Beispiel an den Amis!



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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 01:19
Deutschland ist auch gegen keinen SuperGAU eines AKW gerüstet.

Wers nicht glaubt, kann ja mal fragen, wo er im Fall des Falles Jodtabletten herbekommt oder wo im Bedarfsfall seine Notunterkunft sein wird.

Gegen Wände wird er rennen !


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 01:33
@eckhart
hab des alles in meinem Bunker gehamstert ;)


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Branntweiner
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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 01:49
bit schrieb:Nach dem Lichtblitz und der Druckwelle heißt es "Sprung auf, Marsch Marsch..." und bevor noch irgend etwas runterfallen kann ist der Feind längst besiegt. Nehmt euch mal ein Beispiel an den Amis!
Nönönö. Das ist Weicheierei.

So geht das:
Jeder vorgesetzte Offizier wie Unteroffizier, oder in besonderer Lage jeder beherzte Mann, hat die Durchführung seiner Befehle und die Aufrechterhaltung von Disziplin und Ordnung nötigenfalls mit Waffengewalt zu erzwingen und Ungehorsame auf der Stelle zu erschießen. Das ist nicht nur sein Recht, sondern seine Pflicht. Tut der Vorgesetzte das nicht, setzt er sich derselben Lage aus.


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 08:59
@eckhart

Im Kreis Herzogtum Lauenburg, nahe des AKW Krümmel, wurden vom Landratsamt Jodtabletten an Haushalte verteilt. Allerdings nur an Leute unter 50. Lustig war der Beipackzettel, aus dem zu entnehmen war, dass man die Medikamente VOR Aufnahme der radioaktiven Stoffe einnehmen sollte. Bekannte von mir haben dann täglich morgens bei Vattenfall angerufen und gefragt, ob sie für heute einen GAU auf der Agenda hätten. Die Bandaufzeichnungen hörten sich sehr lustig. an.


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mysteriiouzz
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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 12:02
Die einzige Gefahr für einen atomaren Krieg stellen meiner Meinung nach nur Korea und die arabischen Länder die von Terroristen unterwandert wurden dar.


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 13:09
Ich sammle mal Kronkorken ^^


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 13:14
eckhart schrieb:Wers nicht glaubt, kann ja mal fragen, wo er im Fall des Falles Jodtabletten herbekommt oder wo im Bedarfsfall seine Notunterkunft sein wird.
Das hat mal der Rektor der Halepaghen-Schule in Buxtehude gemacht und sich dadurch promt ein Disziplinarverfahren eingehandelt.

Maulkorb für den Lehrer
Ermittlungen wegen Kritik am Katastrophenplan

http://www.zeit.de/1979/21/maulkorb-fuer-den-lehrer

Nach seiner Pensionierung gibt Uffrecht immer noch Seminare über die Gefahren der Atomkraft. Nach Fukushima habe ich selber mal an einem Tagesseminar teilgenommen. Es war sehr informativ und kann ich nur weiter empfehlen.
http://gruene-edewecht.de/loewenzahn/loewenzahnonline2009/tschernobyl-nicht-vergessen/


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 13:50
Obrien schrieb:Der nukleare Winter gilt als sichere Folge eines Atomkrieges. Vulkanausbrüche finden regional begrenzt statt und selbst die haben gravierende Auswirkungen auf Wirtschaft und Klima. Das zeigen insbesondere die Vulkanausbrüche der letzten Gase gezeigt. Die Staubwolken steigen durch die enomre Hitze einer Atomexplosion sehr weit nach oben und werden weit getragen
Nein ein Nuklearer Winter über längeren Zeitraum ist eben keine Sicherheit. Du berufst dich auf die Studien der 80er, (Man dachte auch die Ölquellen im Golfkrieg würden einen Nuklearen Winter hervorrufen. Wenn du den Wikiartikel zu Rate ziehst, benutze bitte den Ausführlichen Englischsprachigen.
Obrien schrieb:Du vergisst dabei, das die Explosionen alle relativ zeitnah stattfinden und nicht wie bei einzelnen Test in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten.
Ja und dennoch reicht es nicht aus um den Rus und Asche in eine Schicht zu transportieren wo es sich länger hält.
Obrien schrieb:Was nicht unwahrscheinlich ist. Es ist naiv anzunehmen, das sämtliche iNfrastruktur einen Atomanrgiff unbeschadet übersteht, die Kraftwerkstechniker alle brav zur Arbeit gehen usw. Man muss schon mit gewissen sekundärwirkungen wie hochgehenden AKWs und Chemiefabriken rechnen. Und man sollte auch davon ausgehen, das es schlimmer wird, als man absehen kann.
Mmh scheinbar hat das WEder die UDSSR noch die USA großartig beeindruckt bei den Planspielen.
Obrien schrieb:rein rechnerisch sind für jeden Erdenbürger etwa 300kg VergleichsTNT an Sprengrkaft vorhanden. Natürlich werden im Falle eines Atomkrieges nicht alle flächemässig auf die Landfläche verteilt, aber gerade wo, es wirklich Bomben hagelt, wird es äusserst ungemütlich. Schon geringe Strahlendosen sind über einen längeren Zeitraum auch äusserst ungesund und die bekommt auch ab, wenn man weiter weg wohnt
Ja rein REchenmäßig mag das sein. Rein Rechenmäßig ist für jeden Erdenbürger auch noch ganz anderes vorhanden. Zur Strahlung, da geht es ja eben um Falloutschutz.
Obrien schrieb:Doch natürlich, radioaktive Partikel werden in hohe Atmossphärenschichten geschleudert und über den Globus verteilt, Schon die oberirdischen Atombombentests der 60ger Jahren haben das Strahelnniveau merklich ansteigen lassen. im Falle eines Atomkriegs muss also mit einer kurzfristig enormen Bestrahlung gerechnet werden. Regional unterschiedlich aber defintiv höcht gefährlich.
Nun wie gesagt das ist abhängig von Anzahl und Bombentyp. Das Krebsrisiko wird Global steigen, aber es wird nicht weltweit eine Lethale Dosis verteilt. Zumal wie erwähnt das meiste innhalb von 14 Tagen abgeklungen ist.
Obrien schrieb:Aber wenn man die Wirkung von atombomben nur aus command&conquer kennt, kommt man natürlich zum Schluss, das Atombomben keine größere Bedrohung für die Menscheit darstellen^^
Nein, danke ich beziehe mich auf Fachbücher (Nüchterne keine Panik Survivalbücher) Testauswertungen und co. Und wie erwähnt, wenn man die Menschheit auslöschen will, dann müsste man schon die Arsenale mit Absicht möglichst gut auf alles verteilen. Natürlich kostet ein ATomkrieg Millionen Leben aber Millionen werden es auch überleben. Enscheident ist wie bei vielen Dingen das man gewisse Grundvorbereitungen hat.
querdenkerSZ schrieb:man kann sich nicht gegen einen Atomkrieg wappnen , darum hat die nukleare Abschreckung ja auch nur funktioniert .
Jedem war klar wer als erstes schiesst stirbt als zweiter
mmh ging so. Ein Gewisser Glücksfaktor spielte auch ne Rolle. Und ein ATomkrieg bedeutete eben nicht automatisch das Ende. Das ganze funktioniere auch nur weil die Mitspieler trotzt Ideologien eine gewisse rationalität an den Tag legten.



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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 14:10
Fedaykin schrieb:Nein, danke ich beziehe mich auf Fachbücher (Nüchterne keine Panik Survivalbücher) Testauswertungen und co. Und wie erwähnt, wenn man die Menschheit auslöschen will, dann müsste man schon die Arsenale mit Absicht möglichst gut auf alles verteilen.
Echt? Werden darüber schon Fachbücher geschrieben?
Fedaykin schrieb:Und ein ATomkrieg bedeutete eben nicht automatisch das Ende. Das ganze funktioniere auch nur weil die Mitspieler trotzt Ideologien eine gewisse rationalität an den Tag legten.
Also: Mit Rationalität ist alles, einschl. Atomkrieg möglich.

Ist es so?
Rationalität kann einem das Fürchten lehren.


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mysteriiouzz
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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 14:13
Bin ich eigentlich der einzige der die Becken mit den Brennstäben in den AKW´s so angsteinflößend findet?


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 16:10
eckhart schrieb:Echt? Werden darüber schon Fachbücher geschrieben?
Über ATomwaffenstrategie, ATomrkriegfolgen, Vermeidung, Zivilschutz, Umgang mit Radiaktivität? Ja sicher .
eckhart schrieb:Also: Mit Rationalität ist alles, einschl. Atomkrieg möglich.
Ist es so?
Rationalität kann einem das Fürchten lehren.
Ja, beides ist möglich, ein Atomkrieg, aber eben auch die Abschreckung.

DIe Rationalität hat ja das Gleichgewicht überhaupt erst möglich gemacht, oder auch die verhinderung der Strategie seitens der UDSSR Europa zu Isolieren. Irrationale Menschen hätten aufgrund ihrer Ideologie der UDSSR genau in die hände gespielt.


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 18:28
Atomkrieg ist nicht gleich Atomkrieg. Das Bild der in Flammen aufgehenden Städte ist das eines Austausches mit strategischen Kernwaffen. Hier geht es darum, mit dem eigenen Arsenal den Gegner in die Knie zu zwingen und jeder Möglichkeit auf Gegenwehr zu berauben. Das ist in der Tat das hässlichste aller Szenarien, in dem es für niemanden mehr wirklichen Schutz oder Zukunft gibt. Dazu gibt es zwei interessante Werke:

- In Gudrun Pausenwangs "Die letzten Kinder von Schewenborn" wird ein Atomkrieg aus der Sicht eines Jungen beschrieben. Eine sehr eindrucksvolle Schilderung von Leid und Elend, das einem Atomschlag folgt.
- Wer es wissenschaftlich möchte, dem empfehle ich "Tausend Grad Celsius - Das Ulm-Szenario für einen Atomkrieg" der Ulmer Ärzteinitiative, welches leider nur noch gebraucht erhältlich ist. Dort sind höchst detailliert die genauen Folgen eines Atomschlags gegen Ulm beschrieben und erarbeitet.

Zusätzlich gibt es den Einsatz taktischer Nuklearsprengköpfe, der (zumindest theoretisch) einen lokal begrenzten Atomschlag ermöglicht. Dieser war im Kalten Krieg sowohl seitens der NATO als auch der Roten Armee Teil der Kriegsplanungen, um Schwerpunkte des Gegners zu zerstören oder einen Durchbruch durch die gegnerischen Linien zu ermöglichen. Ein flächendeckender Einsatz von taktischen Sprengköpfen war aber nach der Abkehr von der "Massive Retaliation"-Strategie der NATO nicht mehr zu erwarten. Es ist einfach sehr schwierig für Kampftruppen, in verstrahltem Gebiet zu operieren oder es einfach nur zu durchqueren.

Die nukleare Teilhabe der Bundeswehr existiert übrigens immer noch, die Luftwaffe hält dafür rund um die Uhr Tornados auf dem Fliegerhorst Büchel bereit. Auf den Bildern von Google Maps kann man die QRA-N facility sogar schön sehen, es ist der doppelt eingezäunte Bereich in der nördlichen Shelterschleife.

Ein wirklicher Grundschutz für die Bürger der BRD in Sachen Schutzräume hat nie wirklich existiert. Die reale Schutzraumquote lag unter 5%, unter diesem Aspekt ist es nur logisch, dass der Bund alle Zivilschutzbauten vor einigen Jahren aus der Nutzung nahm. Wens interessiert: auf Geschichtsspuren.de findet man eine Auflistung aller öffentlichen Schutzräume, man ist stellenweise erstaunt, wo die Dinger überall waren.

Wir resümieren: es gibt keine Bunker mehr, keinen Zivilschutz, kaum ABC-Dienste und Schutz vor A-Waffen ist ohnehin Makulatur. Hoffen wir also, dass es nie soweit kommt.


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

16.08.2013 um 19:05
@Rico
Rico schrieb:Viel gefährlicher finde ich die Tatsache, dass man nur einen Sportflieger braucht, der in einen Atommeiler reinknallt, und schon ist nationale Katastrophe angesagt.
Da kann ich dich mal beruhigen, alles was passiert wenn ein Sportflieger in einen Atommeiler reinknallt ist, das der Atommeiler einen neuen Anstrich braucht (leicht übertrieben, aber treffend)



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Obrien
ehemaliges Mitglied

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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

17.08.2013 um 01:51
@Fedaykin

Mmh scheinbar hat das WEder die UDSSR noch die USA großartig beeindruckt bei den Planspielen.

Welche Planspiele? Meinst du die irren Curtiss LeMay Planspiele, die davon ausgehen, das ein Atomkrieg zu gewinnen war und auch geführt werden sollte? :D Was derlei Planspiele immer unterschätzen, sind die sich gegenseitig hochschaukelnden Probleme. Radioaktive Belastung, Staubwolken, gigantische Zahlen an schwer verletzten Personen. bei gleichzeitigen Ausfällen sämtlicher Infrastruktur. Du denkst einfach zu simpel und zu linear. Das tun manche Strategen leider aus.

Nein ein Nuklearer Winter über längeren Zeitraum ist eben keine Sicherheit. Du berufst dich auf die Studien der 80er

Nope, hentsprechende Studien aus dem Jahr 2007 deuten ein ähnliches Szenario an, das zwar von einer verringerte Staubbelastung ausgeht, da die Kernwaffenarsenale kleiner geworden sind, aber dennoch genug Schaden verursachen um den Großteil von uns ins Jenseits zu befördern.Deine Planspiele hingegen sind zum größtenteil nichtmal aus den 80gern :D

Nein, danke ich beziehe mich auf Fachbücher (Nüchterne keine Panik Survivalbücher) Testauswertungen und co

Keine Ahnung welche Testauswertungen du gelesen hast.Die die ich gelesen haben, haben dazu geführt, das oberirdische Tests verboten wurden. Weil die Tests was ergeben haben? Die radioaktive Strahlenbelastung durch oberirdische Atomtests haben das Strahlenniveau weltweit bedrohlich angehoben. D.h. ein echter Atomkrieg, in der wesentlich mehr Kernwaffen in kürzerer Zeit gezündet wereden, werden das Strahlenniveau auf dem ganzen Planeten dramatisch erhöhen, durch in die Stratosphäre gepusteten radioaktiven Partikel, die sich weltweit verteilen. Noch heute gibt es keinen Menschen, in denen keine Rückstände dieser Tests nachgewiesen werden können. In "sicherer" Entfernung zu den Kernwaffentestgebieten wurden mekrlich erhöhte Krebsraten und fälle von Fehlbildungen nachgewiesen.

Hinzukommen die Sekundärschäden durch hochgehende Atomkraftwerke etc. Ein Szenario, das so etwas ausklammert ist weltfremd, was nicht selten bei MIlitärs vorkommt, die sich in ihren Planspielen oft nur auf rein militärische und lineare Faktoren beschränken. Sekundärschäden können aber gar nicht schwer genug eingeschätzt werden. Wenn schon die Beseitigung eines einzigen Atomunfalls eine der modernsten Industrienationen überfordert, die über eine intakte Katastrophen- und Zivilschutzstruktur verfügt, sämtliche Technologien zur Verfügung hat und auch Hilfe aus dem Ausland bekommt, wie soll ein Land die Folgen mehrer Super-GAUs bewältigen, wenn seine komplette Infrastruktur vorher durch Atombomben zerstört wurde.

Zu Erinnerung, Krankenhäuser, Feuerwachen etc. befinden sich in den Städten, die vorher genuked wurden.

Deine Testauswertungen sind alle noch aus den 50gern, als man davon ausging, das nur Gammastrahlung bedenklich sei,ein paar Atombomben in menschenleeren Gegenden abgefeuert hat und ein paar Tage später Soldaten untersucht hat, die man unverantwortlicherweise in der Nähe positioniert hat. Langfristtige UNtersuchungen durch die Armee gab es nicht. Die Franzosen mussten später ihre Soldaten entschädigen, die an Krebs erkrankt sind, nachdem sie an Tests beteiligt waren. Sowas wird natürlich gerne unter Verschluss kleingeredet und runtergespielt und Militärfanboys wie du, nehmen das dann unhiterfragt und bereitwillig hin.

Kurz um, ein voller Atomkrieg wäre das Ende unserer Zivilisation, auch wenn manche Militärstrategen gerne von einem Sieg in einem solchen Träumen. Aber es gibt keine seriösen wissenschatlichen Untersuchungen, die ein solches Szenario stützen, bisher geht die Wissenschaft von einem nuklearen Holocaust ohnegleichen aus.

Sorry, dein Halbwissen gehört dringend aufgefrischt.


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

17.08.2013 um 16:33
dragon46 schrieb:Atomkrieg ist nicht gleich Atomkrieg. Das Bild der in Flammen aufgehenden Städte ist das eines Austausches mit strategischen Kernwaffen. Hier geht es darum, mit dem eigenen Arsenal den Gegner in die Knie zu zwingen und jeder Möglichkeit auf Gegenwehr zu berauben
Nein, das Szenario gegen die Städte ist sogar eher der 2 Schlag. Ein richtiger Angriff würde darauf abziehlen das Atomwaffenarsenal + Strategische Waffen möglichs auszuschalten, das betriff dann eher die Militärischen Ziele und somit Gebiete in deren Umkreis. Die Ausrichtung auf Zivile Ziele also Weichziele ist eher eine Notlösung oder für Waffen gedacht deren Treffgenauigkeit nicht ausreich gegen Militärische Ziele
dragon46 schrieb:- In Gudrun Pausenwangs "Die letzten Kinder von Schewenborn" wird ein Atomkrieg aus der Sicht eines Jungen beschrieben. Eine sehr eindrucksvolle Schilderung von Leid und Elend, das einem Atomschlag folgt.
Naja die Frau ist nicht bekannt für Ahnung oder gute Reschersche. Deswegen liest sich das auch wie die versuche aus den 50ern
dragon46 schrieb:Zusätzlich gibt es den Einsatz taktischer Nuklearsprengköpfe, der (zumindest theoretisch) einen lokal begrenzten Atomschlag ermöglicht. Dieser war im Kalten Krieg sowohl seitens der NATO als auch der Roten Armee Teil der Kriegsplanungen, um Schwerpunkte des Gegners zu zerstören oder einen Durchbruch durch die gegnerischen Linien zu ermöglichen. Ein flächendeckender Einsatz von taktischen Sprengköpfen war aber nach der Abkehr von der "Massive Retaliation"-Strategie der NATO nicht mehr zu erwarten. Es ist einfach sehr schwierig für Kampftruppen, in verstrahltem Gebiet zu operieren oder es einfach nur zu durchqueren
Die Massive vergeltung hatte nix mit dem Taktischen ATomwaffen zu tun. Diese sind Teil der Flexiblen reaktions strategie. Ein Großflächiger Einsatz Taktischer Atomwaffen ähnelt je nach Raum durchaus auch einen Strategsichen Schlag. Was die Auswirkungen auf Kampftruppen angeht, Material und Strategie waren durchaus angepasst für einen Einsatz im ABC Gebiet. DIe UDSSR hatte auch immer großzügig den Einsatz von Chemiewaffen sowohl gegen Strategische Ziele als auch auf dem Gefechtsfeld vorgesehen.
dragon46 schrieb:Wir resümieren: es gibt keine Bunker mehr, keinen Zivilschutz, kaum ABC-Dienste und Schutz vor A-Waffen ist ohnehin Makulatur. Hoffen wir also, dass es nie soweit kommt.
Da ist seitens der Regierung ein relativer Denkfehler vorhanden. Man sollte sich durchaus mit dem Scenario beschäftigen wenn auch nur im Begrenzten Rahmen wie zb mit einer Terrorattacke.

Und Schutz vor Fallount und auswirkungen ab einem bestimmten entfernung zum Ground Zero sind durchaus wirkungsvoll.
Obrien schrieb:Welche Planspiele? Meinst du die irren Curtiss LeMay Planspiele, die davon ausgehen, das ein Atomkrieg zu gewinnen war und auch geführt werden sollte? :D Was derlei Planspiele immer unterschätzen, sind die sich gegenseitig hochschaukelnden Probleme. Radioaktive Belastung, Staubwolken, gigantische Zahlen an schwer verletzten Personen. bei gleichzeitigen Ausfällen sämtlicher Infrastruktur. Du denkst einfach zu simpel und zu linear. Das tun manche Strategen leider aus
Es gab Massig Planspiele, Szenarioentwicklungen auf allen beteiligten Seiten.

Und allein der Nukleare Winter ist eher ein Märchen. Schlicht weil nich soviel Staub aufgeblasen wird, noch das in den STädten heutiger Bauart Feuerstürme entstehen.
Obrien schrieb:Nope, hentsprechende Studien aus dem Jahr 2007 deuten ein ähnliches Szenario an, das zwar von einer verringerte Staubbelastung ausgeht, da die Kernwaffenarsenale kleiner geworden sind, aber dennoch genug Schaden verursachen um den Großteil von uns ins Jenseits zu befördern.Deine Planspiele hingegen sind zum größtenteil nichtmal aus den 80gern
aber eben keinen Nuklearen Winter. Es geht eher um Temporäre und Örtlich BEgrenzte ABkühlung, die Globalen effekte sind wesentlich geringer als Erwartet.

mehr zum Thema Atomwaffen, Auswirkungen, Wirkung. Niederschlag und co, auf Englsich relativ hübsch gesammelt unte glasstone.blogspot.com Aber das durchzuarbeiten dauert seine Zeit.
Obrien schrieb:Stratosphäre gepusteten radioaktiven Partikel, die sich weltweit verteilen. Noch heute gibt es keinen Menschen, in denen keine Rückstände dieser Tests nachgewiesen werden können. In "sicherer" Entfernung zu den Kernwaffentestgebieten wurden mekrlich erhöhte Krebsraten und fälle von Fehlbildungen nachgewiesen
Ja aber die Strahlung ist weit davon entfernt Tödlich zu sein, vor allem nicht Global Tödlich. Man muss vor allem unterscheiden zwischen Dosistärke und Gesamtdosis.
Obrien schrieb:Zu Erinnerung, Krankenhäuser, Feuerwachen etc. befinden sich in den Städten, die vorher genuked wurden.
Ja, aber sofern es kein Überraschungangriff ist kann man durchaus Maßnahmen treffen. Es ist immer abhängig von Vorbereitung und Vorwarnzeit. Und ich bezweifle eben das alle AKW dermaßen hochgehen.
Obrien schrieb:Deine Testauswertungen sind alle noch aus den 50gern, als man davon ausging, das nur Gammastrahlung bedenklich sei,ein paar Atombomben in menschenleeren Gegenden abgefeuert hat und ein paar Tage später Soldaten untersucht hat, die man unverantwortlicherweise in der Nähe positioniert hat.
Nein das geht noch weiter. Und ja nur die Gammastrahlen sind akkut gefährlich. Alpha und Beta eher nur duch aufnahme.
Obrien schrieb:Langfristtige UNtersuchungen durch die Armee gab es nicht. Die Franzosen mussten später ihre Soldaten entschädigen, die an Krebs erkrankt sind, nachdem sie an Tests beteiligt waren.
Ja wobei ich denke das sie wohl der Anfangstrahlung ausgesetzt waren.
Obrien schrieb:Sowas wird natürlich gerne unter Verschluss kleingeredet und runtergespielt und Militärfanboys wie du, nehmen das dann unhiterfragt und bereitwillig hin.
Oh ich sehe das ganze eben Sachlich und nicht emotinal. Keiner hat gesagt das nach einem Atomkrieg heile Welt ist, nur sollte man es nicht mit dem Biblischen Weltuntergang gleichsetzen.

Gerade die Aktuelle Weltlage zeigt eine Entwicklung auf, die in Lokalen Atomrkriegen eskalieren könnten. Es ist eben nicht gut, das undenkbare einfach auszuklammern. Hat sich in der Geschichte immer gerecht.
Obrien schrieb:Kurz um, ein voller Atomkrieg wäre das Ende unserer Zivilisation, auch wenn manche Militärstrategen gerne von einem Sieg in einem solchen Träumen.
Es wäre das Ende oder Rückfall der beteiligten Zivilisation, nicht der Menschheit sofern man nicht wirklich geplant alle Menschen töten will.
Obrien schrieb:Aber es gibt keine seriösen wissenschatlichen Untersuchungen, die ein solches Szenario stützen, bisher geht die Wissenschaft von einem nuklearen Holocaust ohnegleichen aus.
Sorry, dein Halbwissen gehört dringend aufgefrischt.
Quelle?


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

18.08.2013 um 10:30
@Fedaykin
Fedaykin schrieb:mmh ging so. Ein Gewisser Glücksfaktor spielte auch ne Rolle. Und ein ATomkrieg bedeutete eben nicht automatisch das Ende. Das ganze funktioniere auch nur weil die Mitspieler trotzt Ideologien eine gewisse rationalität an den Tag legten.
stimmt da war niemand dabei der glaubte im Auftrag eines gottes zu handeln !


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Teutomas
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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

18.08.2013 um 13:40
Ich habe jetzt nur den Eröffnungspost gelesen.

@Repulsor
Repulsor schrieb:- wie kann die deutsche Regierung uns bei einem eventuellen (so unwahrscheinlich es auch sein mag) atomaren Angriff schützen oder wenigstens Verteidigen?

Damit kommt auch die Frage, ob deutschland sich Atomar aufrüsten soll oder werden wir von Frankreich, England und USA etc. beschützt und das inwiefern?
Gar nicht. Ich will jetzt zwar nicht auf die Arschkriecherei eingehen,
die unsere Regierung bei den Amis betreibt.

Aber auf die 200 US-Mini-Atombomben, die Ende der 60er Jahre von der deuisch-deutschen Grenze abtransportiert und in der ganzen BRD strategisch günstig verteilt wurden.

Der damalige Verteidigungsminister Helmut Schmidt machte das vor nicht allzu langer Zeit im TV publik.

Deshalb verstehe ich kaum, daß jemand noch an die Mär vom "großen Beschützer" USA glaubt.


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Repulsor
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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

18.08.2013 um 16:55
@Teutomas
Ja das ist mir neu. Ist das eine Art Rückversicherung der Amis für den Fall der Fälle?

Aufjedenfall denke ich, man kann einen Atomkrieg nur verlieren, aber man kann es überleben, wenn man entsprechend vorbereitet ist.


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

18.08.2013 um 19:23
Teutomas schrieb:Gar nicht. Ich will jetzt zwar nicht auf die Arschkriecherei eingehen,
die unsere Regierung bei den Amis betreibt.
Aber auf die 200 US-Mini-Atombomben, die Ende der 60er Jahre von der deuisch-deutschen Grenze abtransportiert und in der ganzen BRD strategisch günstig verteilt wurden
Du meinst die 200 Taktischen ATomwaffen ? Was soll damit sein. Und die wurden nicht von der Deutsch Deutschen Grenze abtransportiert sondern in Sonderwaffenlager untergebracht und sind für die Atomare TEilhabe vorgesehen.
Teutomas schrieb:Der damalige Verteidigungsminister Helmut Schmidt machte das vor nicht allzu langer Zeit im TV publik.
Deshalb verstehe ich kaum, daß jemand noch an die Mär vom "großen Beschützer" USA glaubt
LOL, Worauf willst du ninaus? Das die Atomwaffen Deutschland bedrohen sollen? Junge Junge köstlich


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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

18.08.2013 um 21:02
Fedaykin schrieb:LOL, Worauf willst du ninaus? Das die Atomwaffen Deutschland bedrohen sollen? Junge Junge köstlich
@Fedaykin
Was denkst du den was diese 200 taktischen Atomwaffen für eine Reichweite haben? Im Ernstfall explodieren die alle auf unserem Gebiet. Japan hatte schon nach 2 Atombomben kapituliert.



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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

18.08.2013 um 21:33
@bit

die 200 atomwaffen die noch in deutschland gelagert werden sind auf flugzeuge als trägersystem angewiesen. ein teil davon ist für die tornados der bundeswehr bestimmt und man kann sie locker bis in die ukraine bringen.

die usa haben auch keine atomkanonen oder kurzstreckenraketen wie lance oder honest john mehr im bestand, die wurden alle ausgemustert.
bit schrieb:Was denkst du den was diese 200 taktischen Atomwaffen für eine Reichweite haben? Im Ernstfall explodieren die alle auf unserem Gebiet. Japan hatte schon nach 2 Atombomben kapituliert.
wir haben nicht mehr 1985, es stehen keine 100.000 rotarmisten an der grenze.

Wikipedia: Zebra-Paket

würde heutzutage kein sinn mehr machen da die russen nicht mehr kurz vor fulda stehen sondern an der außengrenze der EU.


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SOAK
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Ist Deutschland für einen Atomangriff gewappnet?

18.08.2013 um 23:17
Warum denken denn die meisten hier, dass es keine Pläne für den Zivilschutz nach einer atomaren Katastrophe gibt?
Nur weil man das nicht jeden Tag im Fernseher sieht, gibt es doch genug Menschen, die diese Pläne aktualisieren.

Ich hab vor 2 Jahren bei einer THW Großübung mitgemacht, wo genau das Thema war.
Versorgung und dekontamination von Überlebenden, und es gibt genug Jod-Tabletten!


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