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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 15:39
DeLeon2

Da ich immer so den Eindruck habe das viele bei Sozialismus und Kommunismus an Stalin, Mao und Pol Pot denken und diese mit dem Kommunismus und Sozialismus verbinden, kann ich immer sagen, tja die Antikommunistische Propaganda des Imperialismus und Faschismus war ziemlich erfolgreich beim zermatschen der Hirne, am besten wirkt Propaganda immer wenn man einfach die Geschichte umschreibt, sich selbst als Engel verkauft, nen bissel Angst und Abscheu gegenüber diesen gesellschaftlichen Prinzipien in den Kopf pflanzt und hofft das die Menschen weiter so dumm bleiben und nicht merken das sie wie die Schafe nur einer Finanzoligarchie dienen, ja selbst der Säufer vorm Penny dient diesem System bestehend aus Konsumerismus und pyramidalen Hierarchien. Es mangelt schlicht und einfach an Aufklärung was denn nun eigentlich Sozialismus bedeutet und wie man ihn eigentlich leben kann, das beginnt mit objektiven Denkweisen, Rationalität und einer gewissen neutralen Informationsweise.

Ich versuch es mal und provoziere damit vielleicht auch etwas ;)

Als erstes, was ist historisch eigentlich schiefgelaufen? Ich bin mir sicher, dieses Thema wird ähnlich polarisierend sein:
Der Antikommunismus ist eine politische Grundhaltung, die sich mit jeweils unterschiedlichem Gewicht gegen die Theorien, Ideologien, die politischen Bewegungen und Gruppierungen sowie die Herrschaftsform des Kommunismus richten kann. Als historisches und politisches Phänomen stellt der Antikommunismus keine einheitliche Weltanschauung bzw. Ideologie dar. Entscheidend und losgelöst von scheinbar nationalen Identitäten waren gesellschaftliche und wirtschaftliche Kräfte, welche unter dem Dachbegriff Antikommunismus ihre Interessen bündeln konnten. Daneben standen religiöse Überzeugungen (z. B. Katholizismus) oder in Gegnerschaft zum Kommunismus stehende politische Ideen oder Strömungen (z. B. Liberalismus und Konservatismus). Gerade aus anglo-amerikanischer Perspektive ist die Kontinuität der Interessenlage Antibolschewismus vor 1933 und Antikommunismus nach 1945 evident.
Wikipedia: Antikommunismus
Schon frühe chiliastische christliche Sekten, welche von einem irdischen Gottesreich ausgangen, wurden von der Kirche ab Mitte des 3. Jahrhunderts bekämpft. 1307 wurde der Apostelbruder Fra Dolcino hingerichtet, 1415 Jan Hus. Thomas Müntzer, der die „Gemeinschaft aller Güter, die gleiche Verpflichtung aller zur Arbeit und die Abschaffung aller Obrigkeit“ forderte wurde 1525 gemartert und enthauptet.

Mit dem Aufkommen des Kapitalismus und der lohnarbeitenden Klasse wurden die Pioniere modernen kommunistischen Denkens Ziel von Verfolgung. Im deutschen Raum fand beispielsweise 1843 ein Kommunistenprozess gegen Wilhelm Weitling statt. Im Zuge der gescheiterten Revolutionen von 1848 wurden viele Demokraten, Sozialisten und Kommunisten verfolgt. Die Sozialistengesetze von 1870 oder die blutige Niederschlagung der Pariser Kommune 1871 und darauffolgende Repressionen stellen ebenfalls Beispiele von Verfolgung dar.

Der Antikommunismus und daraus erwachsende Kommunistenverfolgung wurde durch den Ersten Weltkrieg und die Novemberrevolution 1917 entscheidend verändert. Der Antikommunismus bekam nun vor allem eine antibolschewistische Ausrichtung, die bis in die reformistische Sozialdemokratie hineinreichte. Die antimiltaristische und marxistische KPD-Abspaltung von der deutschen Sozialdemokratie und aufständische Arbeitende wurden gegen Ende des Krieges durch ein Bündnis aus antibolschwewistischer Sozialdemokratie und Militär blutig niedergeschlagen, führende Köpfe wie Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermordet. Es bildete sich ein antibolschewistischer weißer Terror nicht nur in Russland aus.

Gleichwohl sich in der Weimarer Republik die KPD zu einer Massenpartei entwickeln konnte, bildete sich trotzdem eine antibolschewistische Meinung in Teilen der Gesellschaft heraus. Diese Meinung wurde durch die abgrenzende Haltung der KPD zur SPD durch die Sozialfaschismusthese noch verstärkt. Im deutschen Faschismus formte sich ein antisemitischer Antibolschewismus aus. Hitler rief zu einer „Ausrottung des Marxismus mit Stumpf und Stiel“ auf und als Staatsziel wurde die „Überwindung der kommunistischen Zersetzung Deutschlands“ formuliert. Mit dem Reichstagsbrand, für den die Nationalsozialisten fälschlicherweise die Kommunisten verantwortlich machten, gerieten endgültig auch alle Gruppen unter Beobachtung, die in Verdacht standen verfolgte Kommunisten womöglich zu unterstützen. Auch im Spanischen Bürgerkrieg und dem Austrofaschismus waren Antibolschewismus und Kommunistenverfolgung zentrale Motive.

Auch Japan verfolgte eine dezidiert antikommunistisch-antibolschewistische Politik. Schon die chinesische Guomindang-Führung brach 1927 die Einheitsfront mit der KPCh und ging zu einer Verfolgung mit terroristischen Mitteln und „Ausrottungsfeldzügen“ über. Die japanischen Besatzer verschärften dieses Vorhaben in darauffolgender Zeit noch. Der faschistische Antikommunismus gipfelte in dem Antikominternpakt zwischen Deutschland, Japan und Italien.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand der Kampf gegen den Bolschewismus durch die kapitalistischen Länder vor allem in Form des kalten Kriegs statt. Außenpolitisch ging dies einher mit der internationalen Bekämpfung von (vermeintlich) kommunistischen Tendenzen (Stellvertreterkriege). Im Inneren fand der Kampf gegen den Kommunismus seinen radikalen Ausdruck im McCarthyismus. Dem Kommunismus Verdächtige wurden vor ein Komitee für unamerikanische Aktivitäten geladen. Thomas Mann wurde als Verfechter Stalins bezeichnet, auch Bert Brecht oder Albert Einstein wurden vorgeladen. Letzterer äußerte, dass es sich hier um eine „Art der Inquisition“ handle, die „den Geist der Verfassung verletzt“, indem sie im Namen der äußeren Gefahr „alle geistigen Anstrengungen in der Öffentlichkeit […] unter Verdacht“ stellt und „all diejenigen, die sich nicht zu unterwerfen bereit sind, von ihren Positionen zu entfernen, das heißt: sie auszuhungern“. Ethel und Julius Rosenberg wurden schließlich sogar wegen Spionage hingerichtet. Auch in der BRD fand eine Verfolgung statt wie durch das KPD-Verbot und Berufsverbote. Konrad Adenauer formulierte 1954, würde Deutschland nicht jedem kommunistischen Druck widerstehen, sei „kein Halten mehr: dann überschwemmt die kommunistische Flut ganz Europa“. 1972 wurde der Radikalenerlass eingeführt.
Wikipedia: Kommunistenverfolgung

Es zeichnet sich geschichtlich ein bestimmtes Bild ab wenn man bedenkt warum ständig sozialistische Menschen so sehr angefeindet wurden, es ist ganz klar wer da der "Feind" ist, es sind Menschen die noch in Begriffen wie Nationen, Kapital, Profit, Häuslebaue, Spießbürgertum, Konservativismus, Marktwirtschaft, Religion und Glücksspiel denken. Sie alle sind die Feinde der sozialistischen, anarchistischen und kommunistischen Lebensidee und Lebensweise. Sie fürchten eine sich selbst bestimmende und verwaltende Menschheit die sich vom Elitendenken verabschiedet hat. Die Feinde linken und liberalen Denkweisen waren sehr erfolgreich beim Sähen von Zwietracht, sie führen immer Beispiele wie Stalin an und wollen damit belegen das diese Ideen zu Diktaturen führen und massig Menschen auf dem Gewissen haben, was sie jedoch vergessen ist, das ein Stalin alles andere als ein Sozialist war, er war ein Faschist wie ein Herr Hitler, Churchill, Mussolini, Franco und Mao, denn sie alle haben ihre Interessen über die des Volkes gestellt und sind damit pure Kapitalisten und Faschisten, sie alle waren die Menschen die eine Ideologie missbraucht und ins Gegenteil verdreht haben.

Was wichtig ist zu wissen, der Sozialismus ist eine Lebensweise, weniger ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, diesen Fehler begehen die meisten Menschen und denken es sei damit verbunden eine bestimmte Macht zu etablieren die das Banner des Sozialismus schwenkt, dabei ist das absolut unnötig. Sozialismus beginnt wie die Demokratie auch schon auf zwischenmenschlicher Ebene, man nennt dies auch Partizipation. Alle bisherigen sozialistischen Staaten haben dieses Prinzip zwar erkannt, doch sie haben den Fehler gemacht und wieder eine gewisse Klassenstruktur etabliert, wobei diese im Vergleich zu westlichen Systemen noch recht harmlos war. Ich spreche in westlichen Staaten nicht von staatlichen Diktaturen, nein es sind wirtschaftliche Diktaturen, eine im Prinzip dezentralisierte Version der Diktatur eine die nur solange "human" erscheint wie sie stabile Kreisläufe von Produktion und Konsum hat, abhängig von massig Ausbeutung von Billiglohnsektoren und Rohstoffausbeutung. Der Kapitalismus mündet in einem Imperialismus wie auch einst der Feudalismus des Adels.

SocialismnevertookrootinAmerica

Der Imperialismus ist das absolute Gegenteil des Sozialismus, denn der Imperialismus basiert auf möglichst endloser Expansion, sei es vom Einfluss auf rohstoffreiche Regionen oder billig produzierende Länder, sei es die Expansion der Märkte und Finanzstrukturen, ohne Wachstum würde das ganze System kollabieren. Imperialismus ist des einen Freud und des anderen Leid, Sozialismus ist der Versuch die Lasten gleichmäßiger zu verteilen, mehr Arbeitsteilung, mehr Netzwerke, mehr Solidarität, mehr Improvisationen, eine höhere Dynamik.

Der Imperialismus basiert auf der Dummheit und Loyalität der Massen, gesteuert von einer reichen Elite deren Augenmerk nicht mehr allein im Erwerb von Reichtümern liegt sondern auf der Macht über die Massen, da ist von Zeit zu Zeit auch der eine oder andere Krieg sehr nützlich.

Was ich besonders "lustig" finde ist die Tatsache, das die größten Feinde des Sozialismus, die USA und GB langsam die Vorzüge des Sozialismus erkennen (also deren Völker), doch die Eliten dieser Nationen haben schon immer kräftig gegen die Roten gefeuert, es gab sogar Zeiten da haben sie gehofft das ein Hitler diese "Flut" stoppt, leider ging dieser Schuss aber auch nach hinten los. Wobei sie auch damit sehr erfolgreich waren, denn Hitler hat aus moralischer Sicht dem Sozialismus mehr geschadet als man denkt, er hat seine Faschistoide, ultra nationalistische Partei nur mit Hilfe der Koalition mit den Sozialisten der Arbeiterpartei an die Macht bringen können, dabei wurden die Sozialisten allerdings verraten und die Kommunisten hatten das schon weit früher erkannt das es da nur um einen Betrug geht. Wie dem auch sei dank Hitler und seinem Despotismus verbindet man noch immer den Sozialismus mit dem Despotismus. Ähnlich war es auch bei Stalin, er hatte nicht den Funken einer Rolle in der Revolution der Sozis und Kommunisten gehabt, nein er wurde mehr und mehr zum Nutznießer und hat sich als Brauner, nationalistischer Georgier mit einem pseudosozialistischen roten Anstrich getarnt und das System mit seiner Ideologie und seinem Personenkult verseucht.

Wenn man von den meisten Despoten "sozialistischer" Staaten spricht kann man sich mit dem nötigen Wissen von der Thematik sicher sein, nein diese Menschen waren keine Sozialisten und Kommunisten! Es waren Egomanen, meist Faschisten die durch ihr Charisma die Idee des Sozialismus infiltriert und verdreht haben. Man dichtet diesen sozialistischen Lebensweisen auch die meisten Verbrechen an, durch den Sozialismus ist noch nicht ein Mensch auf dieser Welt gestorben! Wie soll das auch gehen? Sozialismus bedeutet:
Der Sozialismus (von lateinisch socialis ‚kameradschaftlich‘) ist eine der im 19. Jahrhundert entstandenen drei großen politischen Ideologien neben dem Liberalismus und Konservatismus. Es gibt keine eindeutige Definition des Begriffs. Er umfasst eine breite Palette von politischen Ausrichtungen. Diese reichen über sich als revolutionär verstehende Bewegungen und Parteien, die den Kapitalismus schnell überwinden wollen, bis zu reformatorischen Linien, die Parlamentarismus und Demokratie akzeptieren. Demzufolge wird grob zwischen den Ausrichtungen von Kommunismus, Sozialdemokratie oder Anarchismus differenziert.
Sozialisten betonen im Allgemeinen die Grundwerte Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität und heben die enge Wechselbeziehung zwischen praktischen sozialen Bewegungen und theoretischer Gesellschaftskritik hervor, wobei sie das Ziel verfolgen, mit Blick auf eine sozial gerechte Wirtschafts- und Sozialordnung beide zu versöhnen.

Wikipedia: Sozialismus

Gestorben sind die Menschen durch faschistoide Ideologen die ihre Macht auf Kosten des eigentlichen Sozialismus etabliert haben und diesen schlicht und einfach missbraucht haben.

Historisch ist es logisch wenn man die UdSSR unter die Lupe nimmt, sie wurde am Anfang von den Zaren und deren aristokratischen Despoten angegriffen die von GB finanziert wurden, generell durch Entente. Später nach dem Erfolg der Revolution die dank westlicher Einmischung blutig wurde, etablierte sie sich und modernisierte die ganze Region mal eben um ein ganzes Jahrhundert, bis die Nazis immer mehr an Einfluss gewonnen haben und es zum "Packt" kam, der jedoch nicht lange halten sollte, wobei sich ideologisch Hitler und Stalin gegenseitig bewundert haben, Hitler hatte vielleicht auch die Hoffnung das der Stalinismus selbst den Kommunismus und Sozialismus ausbremst, doch er war ungeduldig und brauchte ja "Lebensraum" im Osten, was ja dann zum Krieg führte, dabei hat er die UdSSR so stark beschädigt das diese sich nie wieder so richtig erholen konnte auch wenn diese erfolgreich den Krieg gewonnen hatte und den größten Beitrag gegen die Nazis geleistet hat. Sie war kaputt und hat sich auch noch selbst geschädigt durch den Stalinismus, der vielleicht auch im Interesse des Westens war, schließlich wurde die UdSSR vom ursprünglichen Kosmopoliten mehr und mehr zum nationalen Regionalisten und hat sich selbst begrenzt. Genau das war es was der Westen im Kalten Kriege dann bewirken wollte, die UdSSR sollte am Rüstungswettkampf und dem Zentralismus kollabieren. Man sollte somit endgültig die Idee des Sozialismus als gescheitert betrachten...

Das soll Thema sein, denn es war kein Sozialismus was da gescheitert ist, es war nur ein nationales System was gescheitert ist, nicht aber die sozialistische Lebensweise, die man auch als Solidarität begreifen kann, die Sanktionen des Westens gegen sozialistische Staaten bringt nur auf nationaler Ebene was, doch auf ideologischer wird man mehr und mehr erkennen das es die USA und ehemaligen Kolonialmächte waren die den Verlauf der Geschichte erst so blutig haben werden lassen, es waren die Imperialisten, die Kreuzzügler die expansionswütigen Nationalisten, die Isolationisten, die Faschisten, die Aristokraten, die Finanzeliten, die Militaristen usw.

Mein Wunsch ist es den Sozialismus mit anderen Augen zu betrachten, neutraler, objektiver und zu erkennen das die Verbrechen der Vergangenheit nicht auf das Konto des Sozialismus geht, sondern auf das der eben genannten Aufzählung. Sozialismus und Kommunismus brauchen wie der Anarchismus auch keine politische Führung, ich spreche da von einer globalen Weltgenossenschaft, ein anarchosyndikaler Verbund. Ich sehe die Entwicklung der gesellschaftlichen Systeme so:

Feudalismus -> Kapitalismus -> Sozialismus -> Kommunismus -> Anarchismus

Jeder konservative will lieber im vorherigen System leben, in einem antiquierten, in einer ideologischen Ruine eben. Kapitalismus ist nicht der "Feind" es ist nur eine gesellschaftliche Entwicklungsphase die langsam mehr und mehr verfällt da sie an ihre Grenzen gestoßen ist, wie einst der Feudalismus des Adels.

Jeder einfache Bürger der gegen den Sozialismus ist, ist ein Beispiel für die Gehirnwäsche der Finanzeliten und des Konsumerismus, denn wer gegen den Sozialismus ist, ist auch gegen ein angenehmes und gerechteres Miteinander, es ist das Schaf das dem Hirten hilft und seine Mitschafe mit ausbeutet, in der Hoffnung nen Leckerli vom Schäfer zu bekommen, eben pures kapitalistisches Denken. Hoffe das Thema hier ist nicht zu provokant oder unverständlich ;)

Um es kurz zu machen:

Sozialismus ist ein Kollektiv bestehend aus Individuen in einem demokratischen, solidarischen Verbund, eine gesellschaftliche Genossenschaft und kein despotisches System! Die Fehler der Vergangenheit waren rein menschlicher Natur, es gibt eben immer selbstlose und selbstsüchtige Menschen, was aber nichts daran ändert das beide gleichermaßen in einem sozialistischen Verbund zusammenleben können, denn wenn beide merken, dass man gegenseitig von einander profitieren kann und Leistungen miteinander teilen kann, tja genau dann spricht man von Sozialismus, ist eigentlich ganz einfach ;)


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HeizerP.
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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 15:44
@cRAwler23
Rein theoretisch ist Sozialismus eine tolle Sache, wird aber wegen dem Egoismus der Menschen nie funktionieren.


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interrobang
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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 15:45
@cRAwler23
Und anarchy ist ein Feind des Sozialismus während Kommunismus der gegenpart des anarchysmuses ist. Die titale kontrole des Staates über alle ressourcen. Beides sind schundprodukte.


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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 15:45
HeizerP. schrieb:wird aber wegen dem Egoismus der Menschen nie funktionieren.
und das gilt für jedes system.


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HeizerP.
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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 15:51
@interrobang
interrobang schrieb:Und anarchy ist ein Feind des Sozialismus
Wieso? Anarchie und Sozialismus kommen sich sehr nahe.


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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 15:55
@HeizerP.
Das ist so nicht ganz korrekt, der Egoismus ist kein Störfaktor, nur eine übermäßige Gier. Der durchschnittliche Mensch ist sogar recht ungierig und Neurowissenschaftler haben schon erforscht das der Mensch weit mehr Interesse an sozialer Stabilität hat als an übermäßigen Luxus. Im Prinzip geht es hier auch um eine einfache Entschleunigung der Leistungsgesellschaft, das muss nicht unbedingt Sozialismus genannt werden, nennen wir es eine rationale Fairtradegesellschaft und Wirtschaft. Das wäre denke ich auch im Interesse der Mehrheit der Menschen ;)
interrobang schrieb:Und anarchy ist ein Feind des Sozialismus während Kommunismus der gegenpart des anarchysmuses ist. Die titale kontrole des Staates über alle ressourcen. Beides sind schundprodukte.
Du hast glaub ich nich viel Ahnung von der Thematik oder? ;)

Mal als Hinweis:

Kommunistischer Anarchismus
Der kommunistische Anarchismus (auch Anarchokommunismus, Anarchistischer Kommunismus, freiheitlicher Kommunismus oder libertärer Kommunismus genannt) ist ein politisches Konzept des Anarchismus, dem zufolge der Staat und der Kapitalismus überwunden werden und durch Netzwerke von freiwilligen Vereinigungen, Arbeiterräten und gemeinschaftliche Kommunen ersetzt werden sollen.

Anarchokommunistische Vorstellungen sind konzeptionell mit Ideen der anarchosyndikalistischen Bewegung verwandt, die in Deutschland im Verlauf und Gefolge der Rätebewegung von 1918/19 eine gewisse Anhängerschaft fand und heute noch größtenteils in der FAU und international in der Internationale ArbeiterInnen-Assoziation organisiert ist.

Die Vertreter des kommunistischen Anarchismus stellen das Konzept einer Selbstverwaltung der Arbeiter in den Betrieben gegen das Konzept der Führung durch eine revolutionäre Klassenpartei oder parlamentarischen „Vertretung“ der Arbeiterinteressen, um die Entstehung neuer Herrschaftsformen nach einer sozialen Revolution zu verhindern. Damit grenzten sie sich sowohl gegen den bürgerlichen Reformismus etwa in der Weimarer Republik als auch gegen den Marxismus ab. In Deutschland vertrat Erich Mühsam ähnliche Gedanken.

Der kommunistische Anarchismus propagiert eine herrschaftsfreie, egalitäre und selbstverwaltete Gesellschaftsordnung ohne hierarchische Strukturen und Gesetze, in der durch die freiwillige und solidarische Form des Wirtschaftens eine gerechte Aneignung des gesellschaftlichen Reichtums bestehen soll. Das Privateigentum soll abgeschafft werden. Nur das Bedürfnis eines Jeden darf maßgebend sein, weil jede Berechnung des Werts der Einzelarbeit unmöglich, und daher ein willkürlicher, autoritärer Akt ist. In dieser Gesellschaft soll die freie Entfaltung des Einzelnen genauso vorhanden sein wie die gemeinsame freie Entfaltung Aller. Die Freiheit des Einzelnen endet nur dort, wo sie die Freiheit anderer stört.
Wikipedia: Kommunistischer_Anarchismus


Anarchosyndikalismus
Der Begriff Anarchosyndikalismus bezeichnet die Organisierung von Lohnabhängigen, basierend auf den Prinzipien von Selbstbestimmung, Selbstorganisation und Solidarität. Ideengeschichtlich stellt der Anarchosyndikalismus eine Ergänzung des Anarchismus um den revolutionären Syndikalismus dar.

Das Hauptziel des Anarchosyndikalismus ist die revolutionäre Überwindung des Staates und der kapitalistischen Gesellschaft durch die unmittelbare Übernahme der Produktionsmittel in gewerkschaftlicher Selbstorganisation. Durch diesen Akt soll die klassen- und staatenlose Kollektivordnung entstehen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, ist der Anarchosyndikalismus bestrebt, die Arbeiterklasse in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen zu organisieren und so eine wirksame Gegenmacht zu Staat und Kapital zu bilden. Der Begriff Arbeiterklasse umfasst dabei nicht nur lohnabhängig Beschäftigte (Arbeiter und Angestellte), sondern auch andere gesellschaftliche Gruppen wie z. B. Arbeitslose, Hausfrauen bzw. -männer oder Schülerinnen und Schüler, also Gruppen, die direkt oder indirekt am gesamtgesellschaftlichen Produktionsprozess beteiligt sind.

Hauptaktionsfelder des Anarchosyndikalismus sind der Klassenkampf im Betrieb mit den Mitteln der direkten Aktion, möglichst breitenwirksame Agitation für seine Ziele und Aspekte der Kultur- und Jugendarbeit. Der Anarchosyndikalismus ist dabei stets bemüht, die Lebensbedingungen der Menschen konkret zu verbessern: Er fordert mehr Lohn, kürzere Arbeitszeiten, Gleichberechtigung und ein würdevolles Leben für alle Menschen.
Wikipedia: Anarchosyndikalismus

Anarchismus, Kommunismus und Sozialismus sind Gesellschaftsformen die quasi Hand in Hand gehen, es sind Entwicklungsetappen und keine Gegensätze. Das eine resultiert aus dem anderen. Anarchismus ist das Ziel, jedoch nicht das woran viele Menschen denken, es ist kein Chaos, sondern die höchste Form der Ordnung einer Gesellschaft, Chaos wäre dies:

Wikipedia: Anomie


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interrobang
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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 15:57
@HeizerP.
anarchy zerstört unser soziales system. es vernichtet due soziale ordnung und hilft nur den stärksten (kapitalisten und schläger) während die armen, alten und schwachen auf der strecke bleiben.


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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 15:58
@interrobang
Das was du meinst ist "Anomie":
Anomie (griech.: Kompositum aus α privativum zur Verneinung und der Endung -nomie für νόμος, „Ordnung, Gesetz“) bezeichnet in der Soziologie einen Zustand fehlender oder schwacher sozialer Normen, Regeln und Ordnung. Vor allem in England war der Begriff ursprünglich ein theologischer Ausdruck für das Brechen religiöser Gesetze. Zur Beschreibung einer Anomie wird umgangssprachlich und irreführend häufig auch das Wort Anarchie (Abwesenheit von Herrschaft) benutzt.


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interrobang
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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 16:04
@cRAwler23
anomie ist das ergebnis der anarchie.


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HeizerP.
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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 16:14
@interrobang
interrobang schrieb:anarchy zerstört unser soziales system. es vernichtet due soziale ordnung und hilft nur den stärksten (kapitalisten und schläger) während die armen, alten und schwachen auf der strecke bleiben.
Woher hast du so`n Schwachsinn?

@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Du hast glaub ich nich viel Ahnung von der Thematik oder? ;)
So viel Ahnung wie man als Punk eben haben kann :D

Ich halte es immer noch für ein Problem des Egoismus.


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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 16:31
@interrobang
Eben NICHT! Du musst den Anarchismus erst verstehen, die Mechanismen sind "ordnend" ohne das es dabei Gewalt von Oben gibt, sprich die Gesellschaft bildet nach und nach einen Gleichklang (keine Gleichschaltung) und durch Netzwerke wird dies auch zum gegenseitigen Interesse eine Ordnung zu etablieren, Anarchie hat eine gänzlich andere Bedeutung als viele Menschen denken:


Anarchismus
Anarchismus (abgeleitet von altgriech. ἀναρχία anarchia ‚Herrschaftslosigkeit‘; Derivation aus α privativum und ἀρχή arche ‚Herrschaft‘) ist eine politische Ideenlehre und Philosophie, die Herrschaft von Menschen über Menschen und jede Art von Hierarchie als Form der Unterdrückung von Freiheit ablehnt. Dem wird eine anarchistische Gesellschaft entgegengestellt, in der sich Individuen auf freiwilliger Basis selbstbestimmt und föderal in Kollektiven verschiedener Art wie Kommunen als kleinster Einheit des Zusammenlebens, Genossenschaften und Syndikaten als Basis der Produktion zusammenschließen.

Es gibt innerhalb des Anarchismus viele teils sehr unterschiedliche Strömungen. Grundsätzlich bedeutet Anarchie die Aufhebung hierarchischer Strukturen – bis hin zur Auflösung staatlicher Organisiertheit der menschlichen Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Selbstverwirklichung der Individuen und Kollektive Selbstverwaltung. Der Anarchismus wird in einem sozialrevolutionären Sinn von seinen Vertretern als Synthese zwischen individueller Freiheit wie im Liberalismus und sozialer Verantwortung für die Gemeinschaft wie im Sozialismus verstanden.
Wikipedia: Anarchismus

Anomie entsteht sogar durch das Gegenteil von Anarchie, wenn du Herrscher hast die ihr eigenes Volk ausbeuten und versklaven, wobei dann Revolutionen entstehen die dann auch zu Bürgerkriegen führen können. Es sind die Herrscher die Chaos schaffen, sei dies innerstaatlich durch die Zerstörung des sozialen Gefüges oder sei es außenpolitisch durch Kriege oder Imperialismus. Besonders schlimm sind die Führer die den großen Playern der Finanz und Wirtschaft das Zepter überreichen.

Ich selbst bin ein Freund der anarchistischen Technokratie:

Technokratie
Die Technokratie ist eine Form der Regierung, in der alle Handlungen auf wissenschaftlichem und technischem Wissen aufbauen. Wissenschaftler, Ingenieure und andere naturwissenschaftlich und technisch fähige Personen, oft auch aus der Praxis der Wirtschaft, ersetzen dabei Politiker. Im Vordergrund steht die rationale, effektive Planung und Durchführung zielorientierter Vorhaben. Während sich die Aufmerksamkeit ganz auf Mittel und Wege konzentriert, verringert sich die Bedeutung demokratischer Willensbildung und politischer Entscheidungsprozesse hinsichtlich der Wahl gesellschaftlicher Ziele. Technokraten bilden ihre Thesen auf der Tatsache, dass es keinen ideologischen Weg gibt, die staatliche Stabilität aufzubauen und somit für das Wohl der Menschen zu sorgen. Technokratische Kabinette sind meist typische Vertreter der parteilosen Regierungen, und werden in Zeiten parteipolitischer Wirren installiert.
Wikipedia: Technokratie

Im Prinzip ist die aktuelle Lage der Parteienpolitik überholt und veraltet, sie kann nicht mehr angemessen auf die dynamischen Prozesse der Wirtschaft reagieren und läuft dieser nur noch hinterher (man beachte aktuell hat vor kurzem die Familie Quandt eine recht große Spende an die CDU geliefert, damit diese weiterhin eine so Großunternehmerfreundliche Politik betreibt):

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/nach-umstrittener-parteispende-wie-die-quandts-zu-milliardaeren-wurden-1.1796086

Es ist leicht zu erkennen wie undynamisch die Politik geworden ist über die letzten Jahrzehnte, man kann dies auf fast jede Nation übertragen, besonders die USA zeigen dies sehr deutlich, bei dem eine finanzträchtige Minderheit wie die Tea-Party geradezu die Regierung lahm legen konnte (zumindest zeitweise). Der Anarcho-Kapitalismus ist eine gefährliche Mischung, der Anarcho-Sozialismus/Kommunismus ist dagegen eine essentiell gute Mischung. Die Regierung sollte mehr eine verwaltende Rolle übernehmen bei den es um Subventionen und Projekte geht die das soziale Gefüge betreffen. Etwas das die aktuelle Politik nicht mehr wirklich auf den Schirm hat, nein da ist die Finanzpolitik weit mehr im Fokus, die einzigen die das noch auf dem Schirm haben ist die Linke, jedoch blockiert sich diese Partei meist selbst oder ist zu inkonsequent. Generell sind so ziemlich alle Parteien überholt und hadern meist mit sich selbst oder zur Regierung nötigen Koalitionen, bei denen sich die Parteien teilweise immer ähnlicher und substanzloser werden, gar ihre Kernthemen verraten!
HeizerP. schrieb:Ich halte es immer noch für ein Problem des Egoismus.
Ich inzwischen nicht mehr, im Gegenteil man kann diesen auch sehr nützlich einbringen, Kreativität und ein gesundes Ego sind sehr wichtig für den Fortschritt einer Gesellschaft und Egoisten können lernen ihr eigenes Ego mehr als eine Metapher zu betrachten, das Ego gibt es nicht es gibt nur soziale und asoziale Menschen, es gibt aber immer auch soziale und asoziale Egoisten, beides ist möglich und auch ein gesundes Ego kann für den einzelnen Menschen sehr förderlich sein, sogar in sozialer Hinsicht. Übermäßige Gier muss dann die Gesellschaft erkennen und man sollte eine Art Obergrenze schaffen, so das es keine maßlose Anhäufung an Reichtum mehr gibt, so das Gelder immer fließen können. Ich betrachte Geld immer als eine Form von Arbeit und Energie als Tauschmittel, nicht als Puffer für Reichtümer. Man sollte immer bedenken das gesünder für eine Gesellschaft ist Geld im Fluss und Kreislauf zu haben und nicht in großen Puffern, das erzeugt automatisch eine hohe Reibungsenergie, mit anderen Worten es ist Energie und Zeitverschwendung, es belastet das gesamte soziale und gesellschaftliche Gefüge.

In diesem Video wird das sehr gut erfasst:

Eigentum und Besitz

"Darf man im Kommunismus wirklich nichts mehr besitzen?" Selbstverständlich darf man das. Und doch wird das Privateigentum abgeschafft. Tatsächlich beschreibt der in der Fachliteratur verwendete Begriff des "Privateigentums" nur einen kleinen Teil aller Besitztümer, die einem Menschen gehören können. Es ist wichtig, zwischen zwei unterschiedlichen Gruppen von Eigentum zu unterscheiden. Diese beiden Arten werden in diesem Video erklärt.
Ich kann auch noch die anderen Videos im Kanal empfehlen:



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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 16:50
cRAwler23 schrieb:was ist historisch eigentlich schiefgelaufen?
Nichts ist schiefgelaufen.

Marx hat sehr deutlich analysiert, dass die kapitalistische Ausbeutung (notwendige Arbeitszeit plus Mehrarbeit) ersetzt wird durch notwendige Arbeitszeit plus gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit.

Weiter konstatierte Marx, dass die ursprüngliche Akkumulation zu den brutalsten Ausbeutungsformen führt. Diese wurde (bewusst) von den kommunistisch regierten Staaten nachgeholt.

Kurz: die zur Reproduktion der Arbeitskraft notwendige Arbeitszeit wurde bis ans Menschenerträgliche gekürzt (und darüber hinaus), um die "gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit" relativ und absolut bis zum Anschlag erhöhen zu können.

Dem arbeitenden Individuum ist es dabei egal, ob es zur Erzielung eines privaten Mehrwerts ausgequetscht wird oder zur Erzielung einer größtmöglichen Akkumulation "gesellschaftlichen Reichtums".

Darüber hinaus ließ sich die kommunistische Herrschaft gesetzlich absichern wie das Kapital im 19. Jahrhundert:

- Verfassungsmäßig festgelegtes Herrschaftsmonopol
- Verbot der freien Koalition der Arbeiter
- Arbeitszwang (erinnert an die englischen Vagabundierverbote Heinrichs VIII.)

Und dass das sowjetische System nicht funktionieren konnte, lässt sich übrigens bei Lenin nachlesen, der sehr überzeugend darlegt, warum die Monopolisierung von Wirtschaftszweigen zu einem Stillstand in der Entwicklung führen muss. Diese Grundüberlegungen gelten nicht nur für private Monopole, sondern auch für gesellschaftliche bzw. staatliche.


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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 17:04
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb: tja die Antikommunistische Propaganda des Imperialismus und Faschismus war ziemlich erfolgreich beim zermatschen der Hirne,
Natürlich. Die Faschisten und Imperialisten (ein Begriff, der ja in der Regel nur Leuten zu eigen ist, bei denen die uralte Sowjetpropaganda gefruchtet hat) waren es.

Liegt natürlich in keinster Weise daran, dass die Verbrecherregime sich selbst als sozialistisch/kommunistisch bezeichnet haben und das auch lautstark kommuniziert haben. Nein, wieso auch? Man nannte seine Parteien nur kommunistisch bzw. sozialistisch und berief sich auf kommunistische/sozialistische Vordenker, aber dass dann der Kommunismus/Sozialismus mit Leuten wie Stalin oder Mao in Verbindung gebracht wird, dass liegt einzig und allein an den anderen.

Lohnt es sich überhaupt, den Rest noch zu lesen oder besteht der auch nur aus ähnlichen Plattidüden?


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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 17:13
Hallo @cRAwler23 , hallo @alle !
cRAwler23 schrieb:Als erstes, was ist historisch eigentlich schiefgelaufen?
Ich finde die Frage ist falsch gestellt !
Warum hätte das den jemals funktionieren sollen ?


Gruß, Gildonus


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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 17:23
Narrenschiffer schrieb:Nichts ist schiefgelaufen.
Na ja das bezog sich auch mehr auf die Haltung gegenüber gesellschaftlichen Themen wie diesem, sprich das der Ruf durch zahlreiche Medien zerstört wurde, sprich das man mit diesen Wörtern nix gutes verbindet wobei diese Worte wenn man sie verstanden hat eigentlich mehr als gut klingen müssten, wenn man ein liberaler und sozialer Mensch ist :)
Narrenschiffer schrieb:Und dass das sowjetische System nicht funktionieren konnte, lässt sich übrigens bei Lenin nachlesen, der sehr überzeugend darlegt, warum die Monopolisierung von Wirtschaftszweigen zu einem Stillstand in der Entwicklung führen muss. Diese Grundüberlegungen gelten nicht nur für private Monopole, sondern auch für gesellschaftliche bzw. staatliche.
Durchaus richtig erkannt! Wobei man bei der Sowjetunion nicht vergessen darf das diese sich nie gänzlich von den Schäden des 2.WK und vom Stalinismus erholen konnte und durch den Kalten Krieg immer militaristischer wurde.

Ich knüpfe da mit Trotzki an:
Trotzki verteidigte gemäß seiner Theorie der permanenten Revolution, der theoretischen Basis seines Lebenswerkes, die Parole der Weltrevolution, die auf der Analyse Marx' fußte, dass in einer internationalen Produktionsweise jeder Gedanken an das längerfristige Überleben einer autarken Wirtschaftsorganisation ein Hirngespinst sei. Im Gegensatz zu Stalin hielt er den Sozialismus im nationalen Rahmen gerade in einem so rückständigen Bauernland wie Russland für unmöglich: „»Glauben Sie etwa«, erwiderten mir in den Jahren 1905 bis 1917 dutzende Male die Stalins, Rykows und alle sonstigen Molotows, »daß Russland für die sozialistische Revolution reif ist?« Darauf habe ich stets geantwortet: Nein, das glaube ich nicht. Aber die Weltwirtschaft als Ganzes und vor allem die europäische Wirtschaft ist für die sozialistische Revolution völlig reif.“ (Trotzki, Die permanente Revolution).
Und Marx hat es auch treffend auf den Punkt gebracht und beschreibt dabei einen scheinbar zeitlosen Zustand im Kapitalismus:
Jede Gesellschaft, in der es eine Form des Besitzes an Produktionsmitteln erlaubt, sich menschliche Arbeit zu unterwerfen, endet zwangsläufig durch Revolution oder Untergang; zu unterscheiden sind „Revolutionen der Produktivkräfte“ von den durch sie ausgelösten „Revolutionen der Produktionsverhältnisse“ -Karl Marx
tris schrieb:Natürlich. Die Faschisten und Imperialisten (ein Begriff, der ja in der Regel nur Leuten zu eigen ist, bei denen die uralte Sowjetpropaganda gefruchtet hat) waren es.
Man muss erst verstehen was Faschismus und Imperialismus bedeutet, beide beschreiben eine streng hierarchische Gesellschaft die expansionistisch ist, die UdSSR war in diesem Fall nicht anders als westliche "Imperien", die SU hat diesen Fehler leider auch gemacht und war in diesem Fall nicht besser. Ich nehm da die SU nicht in Schutz ich betrachte sie jedoch auch nicht als kommunistisch, im Gegenteil es war mehr ein faschistoider Nationalismus in vielen Punkten, besonders in Sachen Militarismus!
tris schrieb:Liegt natürlich in keinster Weise daran, dass die Verbrecherregime sich selbst als sozialistisch/kommunistisch bezeichnet haben und das auch lautstark kommuniziert haben. Nein, wieso auch? Man nannte seine Parteien nur kommunistisch bzw. sozialistisch und berief sich auf kommunistische/sozialistische Vordenker, aber dass dann der Kommunismus/Sozialismus mit Leuten wie Stalin oder Mao in Verbindung gebracht wird, dass liegt einzig und allein an den anderen.
Stalin und Mao haben diese Ideen für eigene Zwecke umgeformt, sprich sie haben sich mit fremden Federn geschmückt um eine ganz eigene Agenda zu betreiben, die dann aber auch sehr schädlich für die eigenen Länder und Völker waren. Es waren Despoten, nicht mehr und nicht weniger, keine Kommunisten oder Sozialisten!

Der hier ist ein echter Sozialist:
tris schrieb:Lohnt es sich überhaupt, den Rest noch zu lesen oder besteht der auch nur aus ähnlichen Plattidüden?
Nicht abschrecken lassen, es ist provokant aber nicht so gemeint das es Propaganda ist, ich bin kritikfähig und lerne gern neues, so auch neue Ideen und Sichtweisen anderer, meine eigene steht hier nicht über anderen, jedenfalls betrachte ich mich da nicht anders, also keine Sorge und ich hoffe das du den Rest auch lesen wirst, mit egal welcher Meinung im Hinterkopf, ich weiß das deine sicherlich anders als die meine ist, vielleicht gibt es aber auch Punkte an denen man zu ähnlichen oder gar gleichen Ergebnissen kommt :)
Gildonus schrieb:Warum hätte das den jemals funktionieren sollen ?
Wenn du Interesse an einer sozial gerechteren Welt hast in der du keine Mängel oder maßlose Überschüsse/Reichtum in den Händen einiger weniger hast, dann kann man schon die Hoffnung haben das es mal funktionieren könnte. In Skandinavien ist man der Sache schon recht nahe und man kann sagen das z.B. Schweden und seit kurzem auch Island, liberal/sozialistische Staaten mit einer weltoffenen, demokratischen Gesellschaft sind. Es geht hier nicht um historisch gescheiterte Staaten die eigentlich fern des Sozialismus waren, sondern um ganz reale Entwicklungen die das Ziel der sozialen Gerechtigkeit haben. Dabei sind Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus nur Synonyme die diese Gesellschaft beschreiben, darum auch meine Hoffnung etwas Klarheit über dieses Thema zu schaffen.


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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 17:32
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Stalin und Mao haben diese Ideen für eigene Zwecke umgeformt, sprich sie haben sich mit fremden Federn geschmückt um eine ganz eigene Agenda zu betreiben, die dann aber auch sehr schädlich für die eigenen Länder und Völker waren. Es waren Despoten, nicht mehr und nicht weniger, keine Kommunisten oder Sozialisten!
Darum geht es nicht. Es geht darum, dass es diese Despoten waren, die dem Ruf des Kommunismus und Sozialismus geschadet haben. Das erwähnst du aber garnicht, sonder schiebst alles auf gegnerische Propaganda, die die Hirne zermatscht hast und bedienst dich dabei auch noch eines propagandistischen Kampfbegriffs eben der Leute, die den Ruf von Sozialismus und Kommunismus ruiniert haben.

Da darfst du dich nicht wundern, wenn dieser schlechte Ruf sich nicht ändert, wenn die Kampfbegriffe von Sowjets und Konsorten immer noch benutzt werden.


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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 17:45
tris schrieb:Darum geht es nicht. Es geht darum, dass es diese Despoten waren, die dem Ruf des Kommunismus und Sozialismus geschadet haben. Das erwähnst du aber garnicht, sonder schiebst alles auf gegnerische Propaganda, die die Hirne zermatscht hast und bedienst dich dabei auch noch eines propagandistischen Kampfbegriffs eben der Leute, die den Ruf von Sozialismus und Kommunismus ruiniert haben.

Da darfst du dich nicht wundern, wenn dieser schlechte Ruf sich nicht ändert, wenn die Kampfbegriffe von Sowjets und Konsorten immer noch benutzt werden.
Ich hoffe du hast den Rest meines Beitrages auch gänzlich gelesen? Du scheinst diese Aspekte gänzlich zu ignorieren:
cRAwler23 schrieb:Nicht abschrecken lassen, es ist provokant aber nicht so gemeint das es Propaganda ist, ich bin kritikfähig und lerne gern neues, so auch neue Ideen und Sichtweisen anderer, meine eigene steht hier nicht über anderen, jedenfalls betrachte ich mich da nicht anders, also keine Sorge und ich hoffe das du den Rest auch lesen wirst, mit egal welcher Meinung im Hinterkopf, ich weiß das deine sicherlich anders als die meine ist, vielleicht gibt es aber auch Punkte an denen man zu ähnlichen oder gar gleichen Ergebnissen kommt :)
Die Despoten haben dem Ruf sogar mehr geschadet als die westliche Propaganda, aber auch im Westen gab es die Jäger die den Antikommunismus mehr und mehr Bühne geboten haben, ich erinnere an J. Edgar Hoover:
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs und besonders des Kalten Krieges unternahm das FBI große Anstrengungen in der Verfolgung von Spionen und Extremisten, besonders Kommunisten, die nach Meinung breiter Teile der Öffentlichkeit die amerikanische Politik und Gesellschaft unterwanderten. Hoover arbeitete eng mit Mitgliedern des Komitee für unamerikanische Umtriebe des Repräsentantenhauses und des Permanent Subcommittee on Investigations (Joseph McCarthy) des Senats zusammen. Nach Berichten der New York Times hatte Hoover 1950 eine Liste von 12.000 Personen angefertigt, die „illoyal“ gegenüber dem amerikanischen Staat seien, und plädierte für deren Internierung. Dies wurde jedoch nicht durchgeführt.

1956 institutionalisierte Hoover mit COINTELPRO ein Programm zur Verfolgung von (vermeintlichen) Kommunisten.
Wikipedia: J._Edgar_Hoover

Es ist nicht nur ein Einzellfall, es gab zahlreiche Kommunistenjäger die den Antikommunismus (siehe Eingangsbeitrag) angetrieben haben, es gab große Investitionen in zahlreiche Medien wo der Kommunismus mit dem bösen Russen verbunden werden sollte, so das man am Ende ein Bild im Kopf hatte wie es schädlicher nicht sein konnte. Es reicht von Wahlpropaganda, über Werbung bis zu Serien und Filmen. Es war schon immer bewusste Manipulation. In der DDR und in der UdSSR gab es auch Propaganda, jedoch war diese mehr auf politischer Ebene oder in Form von Veranstaltungen, es gab aber keinen Film in dem es einen "bösen" Westler gab der zum Feind etabliert wurde. Diese medialen Kanonen gab es verstärkt in den USA, GB und der BRD. Inzwischen ändert es sich und selbst die USA denken um und lernen neue Perspektiven kennen, man mag es kaum glauben:

Kommunismus in Amerika



Also die USA werden offener und sind sogar vielleicht toleranter bezüglich dieses Themas geworden. Kommunismus ist nicht an Nationen oder Kulturen gekoppelt. Im Prinzip waren schon die Urchristen Sozialisten ;)


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19.10.2013 um 18:02
@cRAwler23
Bitte entschuldige meine sehr naiv anmutende Frage, aber worin bestehen denn nun die Vorteile des Kommu- und Sozialismus gegenüber den anderen Gesellschaftsmodellen?
Du hast zwar an vielen Stellen ausführlich geschrieben warum er gescheitert ist und wie dies propagandistisch durch eine deiner Meinung nach "imperialistische" Gesellschaft ausgeschlachtet wurde, aber was mir und meinen Mitmenschen diese Systeme bieten was ich im aktuellen Gemeinschaftsmodell nicht habe weiß ich immer noch nicht....
Hätte ich jetzt zu viel lange Weile, dann könnte ich auch eine mehrseitige Analyse runtertippen in der ich immer wieder anderen die Schuld an unserer scheiternden sozialen Marktwirtschaft gebe. Daran ändern, dass ein gescheitertes kapitalistisches System immer noch besser dasteht als all die gescheiterten kommunistischen und sozialistischen Systeme tut das trotzdem nicht.

btw. der, den du als echten Sozialisten bezeichnet
cRAwler23 schrieb:Es zeichnet sich geschichtlich ein bestimmtes Bild ab wenn man bedenkt warum ständig sozialistische Menschen so sehr angefeindet wurden, es ist ganz klar wer da der "Feind" ist
Nenne mir doch bitte mal ein paar dieser Leute die in den letzten 50 Jahren angefeindet wurden obwohl sie eigentlich ganz sozialistisch und cool drauf waren. Aber bitte ein paar die auch jeder kennt.


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interrobang
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19.10.2013 um 18:35
@HeizerP.
HeizerP. schrieb:Woher hast du so`n Schwachsinn?
Das ist das logische ergebnis.

@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:sprich die Gesellschaft bildet nach und nach einen Gleichklang (keine Gleichschaltung) und durch Netzwerke wird dies auch zum gegenseitigen Interesse eine Ordnung zu etablieren, Anarchie hat eine gänzlich andere Bedeutung als viele Menschen denken:
Und genau das ist schwachsinn. Allein in Deutschland hast du zu viele Gruppen die sich feindlich gesinnt sind. Solche verschwinden nicht wen die staatliche ordnung fehlt sondern sie eskalieren. Was glaubst du was Nazis und Salafisten machen wen die Polizei und der Staat wegfällt? Jeder von beiden will sein eigenes Reich errichten. Wie schaut da die Lösung aus?


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19.10.2013 um 19:01
dorfschamane schrieb:Bitte entschuldige meine sehr naiv anmutende Frage, aber worin bestehen denn nun die Vorteile des Kommu- und Sozialismus gegenüber den anderen Gesellschaftsmodellen?
Keine Frage ist naiv, nur Behauptungen oder ein bestimmter Glaube kann naiv sein, also keine Sorge, Fragen und Hinterfragen ist immer der richtige Weg ans Ziel! :)

Es geht nicht um eine Konkurrenz zwischen Systemen, sprich Kapitalismus und Kommunismus sind keine Gegensätze, sie haben nur eine gänzlich andere Kernthematik wenn es um Produktion und allgemein die Arbeit geht. Kapitalismus hatte einst die Vorstufe des Feudalismus, sprich der Kapitalismus ist eine Weiterentwicklung des Feudalismus bei dem es im Prinzip nur zwei strikt getrennte Klassen gab, den Adel und die Arbeiter/Bauern/Streitkräfte, der Kapitalismus hat dieses Prinzip so verändert das es jedem die Chance bieten sollte in eine andere Klasse aufsteigen zu können, die Basis bildet die Marktwirtschaft und Akkumulation:

Wikipedia: Akkumulation_%28Wirtschaft%29

In Deutschland wurde dieses Prinzip dank Bismarck reformiert, sprich die soziale Marktwirtschaft wurde etabliert, so das es keinem an Lebensgrundlagen mangeln sollte, so auch das jeder versichert wird. Der Sozialismus resultiert aus der Erkenntnis das man im Prinzip keine Marktwirtschaft braucht um die Bedürfnisse der Menschen zu decken, der Markt läuft auf Pump (Kredit- und Zinswesen ohne Banken nicht möglich also sind sie die oberste Instanz der ganzen Gesellschaft wenn es um die Finanzen geht) und auf Überproduktion die auf Ausbeutung von möglichst billigen Arbeitern und Rohstoffen basiert. Ohne die rohstoffreiche 3. Welt würde unsere ganze Marktwirtschaft nicht funktionieren. Der Sozialismus resultiert aus Erkenntnissen über die gesellschaftlichen Verwerfungen, den Spannungen zwischen den gesellschaftlichen Klassen und den ausbeuterischen Mechanismen des Kapitalistischen Markts, der sich nicht mehr um die Bedürfnisse der Menschen kümmert, sondern mehr auf Akkumulation konzentriert. Sozialismus bedeutet im Grunde nix anderes als eine Aufhebung der gesellschaftlichen Klassen, eine Angleichung der Löhne, so das es keinem an etwas mangelt aber auch keiner übermäßig viel besitzt, eine sehr hohe und möglichst effektive Arbeitsteilung ist das Hauptinteresse des Sozialismus.

Vorteile:
- hohe Arbeitsteilung
- keine Lohnungerechtigkeit
- der Arbeiter ist gänzlich emanzipiert
- keine Ausbeutung mehr nötig durch gleichmäßige Lastenverteilung
- keine Sorgen mehr über finanzielle Absicherung oder soziale Instabilität

Um es mal ganz stark zu vereinfachen. Das funktioniert aber nur wenn man Banken verstaatlicht, die Einkommen der reichen Elite kürzt (es wird keine Milliardäre mehr geben), jedes Geld muss in einem stetigen Fluss sein, es darf nicht mehr angehäuft werden. Das soziale Wesen der Gesellschaft sorgt dann dafür das man sich keine Sorgen mehr über Finanzen machen braucht, geht es um Versicherungen oder um die Deckung der Grundbedürfnisse, wichtig ist dann nur noch der gemeinsam erwirtschaftete Profit der gleichmäßig verteilt wird, das bildet dann die Grundlagen für den Kommunismus als nächste Entwicklungsetappe, bei dieser werden gesellschaftliche Klassenunterschiede dann gänzlich aufgehoben, man wird ein vielfältiges Kollektiv das an einem Strang zieht, als kleines utopisches Beispiel kann man hier die Föderation aus Star Trek betrachten.

Dann folgt aus einem gänzlich etablierten Kommunismus am Ende der Übergang in den Anarchismus, einer Gesellschaft in der keine einzelnen, führenden Persönlichkeiten mehr nötig sind, dank guter Vernetzung und Kommunikation wird die Börse dann nur noch eine Art Bedarfsnetzwerk bei dem man überprüft wo Mängel und Überschüsse bestehen um einen effektiven Ausgleich zu ermöglichen, dies passiert dann alles auf globaler Ebene, am Ende wird es auch keine Nationen mehr geben, nur noch vernetzte Völker die gemeinsam agieren und kooperieren. Das mag utopisch klingen, doch wir befinden uns in einem Reifungsprozess der über Generationen andauert, man macht Fehler und dann und wann lernt man aus diesen auch und kann dies an folgende Generationen vermitteln. Die Bildung ist die Basis für eine solche Gesellschaft.

Der Kapitalismus stößt mehr und mehr an seine natürlichen Grenzen, wie einst der Feudalismus, es folgen Reformen und Veränderungen in der Gesellschaft, im schlimmsten Falle kommt es zu blutigen Revolutionen. Ich bin mehr für einen rationalen Reformprozess, step by step, Kommunismus ist keine Sache die man mal eben installiert, das muss sich erst entwickeln, es ist ein Lernprozess, learning by doing eben.
dorfschamane schrieb:Hätte ich jetzt zu viel lange Weile, dann könnte ich auch eine mehrseitige Analyse runtertippen in der ich immer wieder anderen die Schuld an unserer scheiternden sozialen Marktwirtschaft gebe. Daran ändern, dass ein gescheitertes kapitalistisches System immer noch besser dasteht als all die gescheiterten kommunistischen und sozialistischen Systeme tut das trotzdem nicht.
Gäb es die soziale Marktwirtschaft nicht, gäb es keine sozialen Absicherungen! Stell dir die Zeit der Industrialisierung vor Bismarck vor! Da herrschten maßlose Ausbeutung, der Adel hat es sich protzig gut gehen lassen auf Kosten der Arbeiter, das Leben war kurz, schwer, es gab viele Krankheiten, keinerlei soziale Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit, Krankheit oder Behinderung. Uns geht es hier weit besser im Durchschnitt als z.B. den USA, bei denen ist es momentan ein Streitthema aber man sieht das auch dort ein großes Interesse an sozialer Sicherheit besteht, die Tea-Party besteht aus Idioten die am liebsten in einem anarchischen Kapitalismus leben würden, im Prinzip eine Diktatur durch die Märkte.

Nein da bin ich lieber für einen Sozialismus, mir ist soziale Stabilität lieber als die Hoffnung ein erfolgreicher Unternehmer zu werden der dann früher oder später selbst zum Ausbeuter wird, der amerikanische Traum ist für mich ein kollektive Wahnvorstellung, es erzeugt eine Ellenbogengesellschaft, soziale Reibungen und nur noch mehr Streit zwischen den Menschen.

Ein paar Schritte in die richtige Richtung sind die Schweden und Isländer gegangen, sie haben eine Art sozialistische Marktwirtschaft, eine richtige Sozialistische Marktwirtschaft hatte mal Jugoslawien, eine sehr positive Gesellschaft war das, die dann leider später durch Nationalisten aus Serbien zerstört wurde. Dieses Land hat im Prinzip den Kompromiss aus Kapitalismus und Sozialismus gelebt, Stichwort Josip Broz Tito.
Die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien hatte zunächst kurzzeitig ein planwirtschaftliches Wirtschaftssystem nach dem Vorbild der Sowjetunion. Der Bruch Titos mit Stalin 1948 führte zu einer Wende in der Wirtschaftspolitik, hin zu einer Sozialistischen Marktwirtschaft. In der Industriepolitik setzte Tito ab Anfang der 1950er Jahre ein System der Arbeiterselbstverwaltung. Tito verfolgte einen eigenen jugoslawischen Kommunismus (Titoismus). Jugoslawien näherte sich immer mehr den blockfreien Staaten und dem Westen an und pflegte schon bald wirtschaftliche Kontakte.
Wikipedia: Sozialistische_Föderative_Republik_Jugoslawien
Nach dem Überfall auf Jugoslawien durch Nazi-Deutschland organisierte er den bewaffneten Widerstand gegen die Okkupationsmächte in Form des Partisanenkrieges. Es gelang ihm sich während des Krieges gegen andere nationalistische Gruppen durchzusetzen und die "Volksbefreiungsarmee" als politisch einflussreichste Gruppe zu etablieren. Während des Widerstandskampfes wurde er zum Marschall ernannt und stand ab dem 29. November 1943 einer provisorischen Regierung vor, die im weiteren Verlauf auch von den Alliierten anerkannt wurde. Nach dem Krieg leitete er als Ministerpräsident (bis 1953) mit Hilfe der Nationalen Volksbefreiungsfront und der KPJ die Transformation Jugoslawiens in einen sozialistischen Staat nach sowjetischem Vorbild ein.

Seine auf Unabhängigkeit und Gleichberechtigung gerichtete Politik, der so genannte Titoismus, brachte ihn in Gegensatz zu den sowjetischen Hegemoniebestrebungen im Ostblock, was 1948 zum Bruch mit Stalin führte. Dieser Bruch ermöglichte es Jugoslawien einen eigenen Weg zum Sozialismus zu beschreiten, dessen Kern die Selbstverwaltung war und gleichzeitig gute Beziehungen zum Westen aufzunehmen. Nach der Annahme einer neuen Verfassung im Jahr 1953 übernahm Tito das Amt des Staatspräsidenten (ab 1963 auf Lebenszeit) Er setzte sich aktiv für die Gleichberechtigung der Staaten, die friedliche Koexistenz der Blöcke und die Entwicklungsländer ein, was in die Politik der Blockfreiheit führte, die er zusammen mit anderen Staatschefs mit der Gründung der Blockfreienorganisation institutionalisierte. Durch sein Charisma und seine auf Ausgleich zielende Politik erwarb er sich besonderes Ansehen im In- und Ausland. Dies machte ihn zu einem angesehenen Vertreter der blockfreien Staaten und der Dritten Welt. Am 4. Mai 1980 verstarb er nach längerer Krankheit im medizinischen Zentrum in Ljubljana.
Wikipedia: Josip_Broz_Tito
interrobang schrieb:Und genau das ist schwachsinn. Allein in Deutschland hast du zu viele Gruppen die sich feindlich gesinnt sind. Solche verschwinden nicht wen die staatliche ordnung fehlt sondern sie eskalieren. Was glaubst du was Nazis und Salafisten machen wen die Polizei und der Staat wegfällt? Jeder von beiden will sein eigenes Reich errichten. Wie schaut da die Lösung aus?
Es geht nicht darum die Ordnung abzuschaffen, auch im Anarchismus gibt es eine Polizei und vielleicht sogar noch ein Militär! Die Gesellschaft hat eine demokratische Ordnung nur eben OHNE Bonzen an der Spitze. Stell dir einfach eine genossenschaftliche Struktur vor, ein sich selbst verwaltender Betrieb bei dem die Arbeiter alle ein demokratisches Mitspracherecht haben. Anarchismus heißt nicht das die Gesellschaft zerbricht, im Gegenteil sie lernt das jeder Mensch voneinander abhängig ist, dieses Prinzip existiert auch in der Marktwirtschaft, nur das in dieser die Ellenbögen mehr genutzt werden als offene Hände, doch am Ende ist jeder Mensch von anderen Menschen abhängig, sei es die Produktion von Nahrung oder die Technik die wir nutzen. Anarchismus, Kommunismus und Sozialismus bedeutet eine Abkehr von der Ellenbogengesellschaft in der das Leistungsprinzip scheinbar wichtiger als soziale Stabilität ist.

Schau es dir mal an wenn du möchtest:

Kommunen und Kollektive

Die Funktionsweise von freien Kommunen und Kollektiven wird in diesem Video erklärt. Kommunen sind die neuen Verwaltungseinheiten in einer anarchistischen Gesellschaft und bestehen aus Menschen, die sich freiwillig zum Zweck der gegenseitigen Unterstützung zusammenschließen. Kollektive bestehen aus Arbeitern eines Betriebes, welche gemeinschaftlich die von ihnen genutzten Produktionsmittel verwalten. Beide Modelle funktionieren intuitiv und können als Alternative zu den heutigen Verhältnissen dienen.
Konfliktbewältigung

Systeme können perfekt sein, doch die Menschen sind es nicht. Daher wird es in jedem Falle zu immer neuen Konflikten und Auseinandersetzungen kommen, unabhängig von der vorherrschenden Gesellschaftsordnung. Dass diese jedoch in einer anarchokommunistischen Gesellschaft anders gelöst werden müssen als bisher liegt auf der Hand. Wie genau dies geschehen kann wird in diesem Video erklärt.

PS: Es versteht sich von selbst, dass man zum Zweck der Verteidigung und Befreiung nach wie vor Gewalt anwenden kann, dies wird durch die Bildung von Milizen angedeutet.
Erfasst es ziemlich gut und treffend.


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HeizerP.
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Aufklärung über den Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus

19.10.2013 um 19:07
@interrobang
interrobang schrieb:Das ist das logische ergebnis.
interrobang schrieb:
anarchy zerstört unser soziales system. es vernichtet due soziale ordnung und hilft nur den stärksten (kapitalisten und schläger) während die armen, alten und schwachen auf der strecke bleiben.
Anarchie bedeutet Freiheit für alle und nicht Unterordnung unter ein knechtendes System.
Anarchie mag nicht im Großen funktionieren, aber im kleinen.


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HeizerP.
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19.10.2013 um 19:14
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Es geht nicht darum die Ordnung abzuschaffen, auch im Anarchismus gibt es eine Polizei und vielleicht sogar noch ein Militär! Die Gesellschaft hat eine demokratische Ordnung nur eben OHNE Bonzen an der Spitze. Stell dir einfach eine genossenschaftliche Struktur vor, ein sich selbst verwaltender Betrieb bei dem die Arbeiter alle ein demokratisches Mitspracherecht haben. Anarchismus heißt nicht das die Gesellschaft zerbricht,
So sehe ich das auch. Aber @interrobang ist hier ja als "Obrigkeitshöriger" bekannt. Ein kleiner Diederich Hessling.


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19.10.2013 um 19:14
HeizerP. schrieb:Anarchie bedeutet Freiheit für alle und nicht Unterordnung unter ein knechtendes System.
Anarchie mag nicht im Großen funktionieren, aber im kleinen.
So ist es!

Jedoch ein interessanter Gedanke ist, wenn man sich die vielen "kleinen" Kommunen oder Gemeinschaften in einem großen Netzwerk vorstellt, die durch ihre möglichst effektive Vernetzung wieder einen größeren Verbund bilden können, ich betrachte das mal als zellularen Anarchismus der einen organischen Anarchismus bildet. Im Prinzip kann man tatsächlich unseren eigenen Körper als einen Anarcho-Kommunistischen Verbund von Zellen und Organen betrachten, nur die Symbiose und die gute Vernetzung aller Einzelteile ergibt einen gesunden Körper. Das Gehirn ist kein Diktator über die Organe, nein es ist ja selbst nur ein Organ zur Verwaltung aller Organe. Unser Körper ist eine anarchistische Genossenschaft, nur mal als keinen, vielleicht inspirierenden Gedanken meines anarchistischen Gehirns :D
HeizerP. schrieb:So sehe ich das auch. Aber @interrobang ist hier ja als "Obrigkeitshöriger" bekannt. Ein kleiner Diederich Hessling.
Oh je :D


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interrobang
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19.10.2013 um 19:15
@HeizerP.
HeizerP. schrieb:Anarchie bedeutet Freiheit für alle und nicht Unterordnung unter ein knechtendes System.
Höchstens frei von Sozialleistungen. Das machtvakuum was entsteht wird dan umkämpft von militanten gruppen.
HeizerP. schrieb:Anarchie mag nicht im Großen funktionieren, aber im kleinen.
Also total ungeeignet.
HeizerP. schrieb:So sehe ich das auch. Aber @interrobang ist hier ja als "Obrigkeitshöriger" bekannt.
Wie währe es dan mal mit argumenten? Ich höre gespannt.


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rockandroll
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19.10.2013 um 19:18
interrobang schrieb:Das machtvakuum was entsteht wird dan umkämpft von militanten gruppen.
sagt wer?
interrobang schrieb:Also total ungeeignet.
für was


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