DearMRHazzard schrieb:Ich bin mir nicht sicher aber ich meine irgendwo gelesen zu haben das unter diesen Umständen Obama seine Amtszeit verlängern könnte bis ein neuer Kandidat bei den Demokraten gefunden wurde. Das könnte bis zu 12 Monate dauern.
Vielleicht kann das jemand bestätigen oder verwerfen. Sicher bin ich mir nicht ob das so stimmt.
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DearMRHazzard schrieb:Tja, ich bin mir aber nicht sicher ob das so einfach machbar ist. Die Wähler haben in den Vorwahlen Hillary Clinton nominiert damit sie um die US-Präsidentschaft kämpft für die Demokraten.
Hier kann man nun nicht einfach hingehen und sagen man nominiert mal schnell jemand anderen weil Hillary ja nun nicht mehr kann aus gesundheitlichen Gründen. Der Knackpunkt ist nämlich : Wer soll das entscheiden ? Die Partei ? Wie kann die Partei das entscheiden wenn die Wähler doch Hillary nominiert haben ?
Hier müsste es also neue Vorwahlen geben damit die Wähler einen neuen Kandidaten ins Rennen um die Präsidentschaft schicken können.
Denkt mal etwas nach:
Könnte in Deutschland die Bundestagswahl verschoben werden, nur weil ein Kanzler-Kandidat ausfällt und die aktuelle würde damit einfach mal so ihre eigene Legislaturperiode verlängern?
Sicherlich nicht.
In den USA ist es eigentlich genau so. Die demokratischen und republikanischen kandidaten wurden zwar gewählt, allerdings war das keine offizielle Wahl, sondern nur eine parteiinterne.
Die Parteien können jeden den sie wollen ins Präsidentenrennen schicken, es kann sich eigentlich sogar jeder US-Bürger, der das passive Wahlrecht besitzt, mindestens 35 jahre alt ist, seit mindestens 14 jahren in den USA lebt und ein natural born citizen ist zur Wahl aufstellen lassen.
Es ist nirgends festgeschrieben, dass es nur 2 Präsidentschaftsanwärter aus den beiden großen Parteien gibt.
Das wir nie etwas von anderen kandidaten, die nicht von den Republikanern oder Demokraten ins rennen geschickt wurden, hängt mit dem Winner-takes-all/FPTP Wahlprinzip zusammen.
Da der mit dem meisten Stimmen in einem Bundesland alle Stimmen des Bundeslandes bekommt, ergibt das wählen eines Kandidaten, der nicht von den beiden großen Parteien geschickt wurde rein logisch gesehen einfach keinen Sinn.
Er hat keine Chance zu gewinnen, folglich ist deine Stimme praktisch wertlos, also wählt man lieber denjenigen der beiden Kandidaten, die Chancen zu gewinnen haben, mit dem man am meisten übereinstimmt.
Wenn irgendeiner dieser Kandidaten ausfällt hat das keinen Einfluss auf den Wahlablauf.
Wenn eine partei ihren kandidaten verliert, sollte sie ersatz ranschaffen, sonst hat sie eben pech gehabt.
Wie dieser Ersatzkandidat ausgewählt wird, ist Sache der Partei.