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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.328 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.08.2021 um 00:55
@shionoro
Und vermutlich alles möglichst kostengünstig.
Mal ernsthaft, das liest sich, als solle von Anfang an eine Vorgabe erfüllt werden, die wie eine mathematische Formel durchexerziert und dann glattpoliert werden muss, damit am Ende nur noch gerade so viel Ecken und Kanten bleiben, dass man höchstens ein bisschen anecken darf, bisschen knurren, aber nicht beissen. Sparkassen-Rock quasi. Aber nicht das, was mal die Idee war.


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06.08.2021 um 00:58
Zitat von paxitopaxito schrieb:Zum Verständnis, was genau heißt es, wenn du eine Serie pitchen sollst? Also was solltest du da eigentlich tun? Weil das scheint irgendein Fachbegriff zu sein, bzw. aus deinem Arbeitsumfeld zu stammen.
Pitchen heißt einfach, dass du in einer kurzvorstellung jemanden davon überzeugen willst, dass etwas toll ist.
Wenn ich einem Produzenten was pitche, heißt das, ich erzähl ihm 1-5 Minuten, was das soll und warum das geil ist und hoffe, er ist überzeugt genug, um mit mir daran weiterzuarbeiten.

Wenn ich sage, ich könnte das meiner zielgruppe nicht pitchen, heißt das, ich könnte nicht, ohne zu lügen, diese Serie einem 18 jährigen Nichtabiturienten erzählen mit der HOffnung, dass ihn das begeistert. Weil da schlichtweg nichts mehr für ihn übrig war.

@abberline

das Problem erscheint mir zu sein, dass die meisten selbst gar nicht wissen, was denn nun PC ist und was nicht.
Es ist tendenziell gar kein problem, ein klischee zu nutzen, das ist ja auch nicht rassistisch oder so. Man will sich aber nicht angreifbar machen. Darum orientiert man sich daran, was man glaubt, was andere anstößig finden können und dann wird es schwierig.

Ich will da gar nicht gegen den Sender austeilen, aber es ist kaum möglich, Fernsehen für Nichtintellektuelle zu machen, ohne, dass das richtiges Asi TV ist oder rein sinnentleerter Populärkram, weil man in Deutschland nur diese beiden Extreme kennt.


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06.08.2021 um 07:56
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Ich bin nicht von einer Herkunft/Hautfarbe /Schuhgröße oder Haarfarbe"" betroffen"..
mich machen traurige Schicksale betroffen, ich sehe vom Hochwassser Betroffene.
ja, da Du ja auch nicht verstehst, was gemeint ist. Wenn jemand von Hochwasser betroffen ist, dann gibt es auch Menschen, die von Rassismus, Sexismus etc. betroffen sind. Deshalb die Bezeichnung Betroffene. Diese Menschen sind nicht von ihrem Geschlecht , der Hautfarbe etc. betroffen, sondern von dem, dessen sie deswegen ausgesetzt sind.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:ja, das ist kulturelle Aneignung und Tabu.
nein, ist es nicht.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das war und ist nie Sinn oder Ziel der PC gewesen, auch dann nicht wenn das gebetsmühlenartig vorgetragen wird.
Wenn das Ziel oder Sinn wäre, dann müsste man es auch daran messen. Das geschieht aber nicht. Die soziale Wirklichkeit ist wurscht, solange nur der Habitus eingehalten wird. Ich kenne wirklich keinen einzigen PCler der mir klar sagen könnte, was sich z.B. für die Schwarzen in den USA gebessert hat, seit man den öffentlichen Sprachgebrauch mehrfach geändert hat. Irgendetwas, das dadurch besser geworden wäre.
ja, nämlich dass die Eigenbezeichnung selbst gewählt wird. Das ist für Betroffene ein großer Schritt, den kannst Du natürlich nicht nachvollziehen, das ist ja offensichtlich.


Und ansonsten finde ich es sehr befremdlich, wie vehement hier behauptet wird, dass Menschen aus unteren "Klassen", der "Unterschicht", nicht auch auf bestimmte Begriffe verzichten können bzw. bestimmte Dinge anders formulieren können. Finde ich hoch interessant, wie hier unterteilt wird und anhand der sozialen Herkunft klar eingeteilt wird in fähig und unfähig. In wollen und nicht wollen. Das ist so dermaßen vorurteilsbehaftet, da graut es einen regelrecht.
Jeder Mensch kann versuchen, empathisch zu sein und respektvoll mit anderen umzugehen und ich kenne genügend aus der hier so benannten "Unterschicht", die das ganz hervorragend beherrschen. Man tut ja hier gerade so, als sei respektvoller Umgang etwas, dass "Klasse"abhängig wäre. Furchtbar.

Aber schön zu lesen, was hier manche so von der sog. Unterschicht so halten.


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06.08.2021 um 08:21
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und ich kenne genügend aus der hier so benannten "Unterschicht", die das ganz hervorragend beherrschen.
Warum gehören sie denn dann noch zu dieser? Deutschland ist doch nun ein sehr durchlässiges Land. Man bleibt nicht zwangsweise in der Kaste.


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06.08.2021 um 09:30
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Und ansonsten finde ich es sehr befremdlich, wie vehement hier behauptet wird, dass Menschen aus unteren "Klassen", der "Unterschicht", nicht auch auf bestimmte Begriffe verzichten können bzw. bestimmte Dinge anders formulieren können. Finde ich hoch interessant, wie hier unterteilt wird und anhand der sozialen Herkunft klar eingeteilt wird in fähig und unfähig. In wollen und nicht wollen. Das ist so dermaßen vorurteilsbehaftet, da graut es einen regelrecht.
Jeder Mensch kann versuchen, empathisch zu sein und respektvoll mit anderen umzugehen und ich kenne genügend aus der hier so benannten "Unterschicht", die das ganz hervorragend beherrschen. Man tut ja hier gerade so, als sei respektvoller Umgang etwas, dass "Klasse"abhängig wäre. Furchtbar.
um es mit wenigen Worten zu sagen:

es gibt Gossensprache und Bildungssprache

das ist kein Vorurteil, dass ist Realität

und ganz nebenbei: soziodialekte sind auch realität


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.08.2021 um 09:41
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:ja, das ist kulturelle Aneignung
Wenn er/sie die Tracht aus Bayern gekauft hat und sich mit den bayrischen Gepflogenheiten identifiziert geht das voll klar.
Kulturelle Aneignung ist eh ein so löchriger Vorwurf, dass man ihn kaum ernst nehmen sollte.

Wenn marginalisierte Gruppen sich bei anderen marginalisierten Gruppen kulturell bedienen ist dies scheinbar in der Woke Szene weniger schlimm, als wenn es eine nicht marginalisierte Gruppe macht.
Spricht sich hier, geht es gar nicht um die Aneignung sonder schlicht um den Täter.
Nimm arabische Rap Samples in der Musik oder die ersten Dreadlocks der Griechen


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06.08.2021 um 09:48
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Spricht sich hier, geht es gar nicht um die Aneignung sonder schlicht um den Täter.
Nimm arabische Rap Samples in der Musik oder die ersten Dreadlocks der Griechen
für mich ist in einer multi-kulti Welt vollkommen klar, dass sich Kulturen mischen. Dass sich jeder und jede nach dem eigenen Geschmack aussucht, was gefällt, ist für mich völlig logisch, und geht total in Ordnung.
Das peinliche Achten darauf, dass dies nicht geschehen mag, also zB ein deutsches Kind bloß nicht mit Indianfedern rumläuft oder ne Frau im Fasching bloß nicht mit einem orientalischen Bauchtanzkostüm auftritt, ist mir zu eng gedacht ;)
Weil, dann dürfte ich vermutlich auch keine Jeans tragen, oder?


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06.08.2021 um 09:56
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Weil, dann dürfte ich vermutlich auch keine Jeans tragen, oder?
und warum nicht? Erkläre doch mal bitte.


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06.08.2021 um 09:58
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:für mich ist in einer multi-kulti Welt vollkommen klar, dass sich Kulturen mischen
In einer identitären Welt aber nicht. Es wurde ja hier schon mehrfach die Schnittmenge zur IB aufgezeigt.
Die fehlende Logik wurde ja auch bereits in Bezug auf Japan und deren "Kostüm".


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06.08.2021 um 14:43
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja, nämlich dass die Eigenbezeichnung selbst gewählt wird. Das ist für Betroffene ein großer Schritt, den kannst Du natürlich nicht nachvollziehen, das ist ja offensichtlich.
Ja, mag sein, dass sich da manch einer besser fühlt. Aber hat sich irgendwas durch diese Sprachgepflogenheit in Sachen Diskriminierung geändert? Ist irgendwas „real“ besser geworden, etwas das man nachweisen kann? Oder bleibt es im Gefühligen?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Und ansonsten finde ich es sehr befremdlich, wie vehement hier behauptet wird, dass Menschen aus unteren "Klassen", der "Unterschicht", nicht auch auf bestimmte Begriffe verzichten können bzw. bestimmte Dinge anders formulieren können.
Klar können die das. Nur nicht so, nicht in der Art und Weise, die PC vorgibt. Auch dort gibt es eine eigene Sprache oder Sprachgewohnheit, die andere nicht so einfach nachahmen können. Sprache ist durch Herkunft geprägt, das gilt nun mal und ist in keiner Weise ehrabschneidend oder despektierlich. Erst dann, wenn es eine „richtige“ Art zu Sprechen gibt, aber das sagen PCler und nicht ich.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Finde ich hoch interessant, wie hier unterteilt wird und anhand der sozialen Herkunft klar eingeteilt wird in fähig und unfähig. In wollen und nicht wollen. Das ist so dermaßen vorurteilsbehaftet, da graut es einen regelrecht.
Echt jetzt? Du willst nem Marxisten Klassismus vorwerfen? Armut ist nichts, was man Leuten zum Vorwurf machen könnte, nichts womit man Vorurteile nähren könnte und vor allem ist es etwas, das überwunden werden kann.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Jeder Mensch kann versuchen, empathisch zu sein und respektvoll mit anderen umzugehen und ich kenne genügend aus der hier so benannten "Unterschicht", die das ganz hervorragend beherrschen. Man tut ja hier gerade so, als sei respektvoller Umgang etwas, dass "Klasse"abhängig wäre. Furchtbar.
Oh, sicher gibt es überall wo es Menschen gibt emphatischen und respektvollen Umgang. Aber du betreibst hier wieder das Schöne Spiel das einfach mal mit einer Form des Sprechens gleichzusetzen, PC zum einzig möglichen emphatischen und respektvollen Umgang zu stilisieren. Und es damit stillschweigend allen anderen abzusprechen.
Und dann wirfst Du anderen vor, sie würden Vorurteile pflegen, die auf Klasse beruhen. Na denn.


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06.08.2021 um 16:39
Zitat von paxitopaxito schrieb:PC zum einzig möglichen emphatischen und respektvollen Umgang zu stilisieren. Und es damit stillschweigend allen anderen abzusprechen.
Welchen anderen gibt es denn noch?

Wie kann man respektvoll mit Menschen sprechen, über deren Gefühle man sich lustig macht?
Wie kann man respektvoll sprechen, wenn man diskriminierende Begriffe nutzt?

Verstehe ich nicht.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:ICh weiß nicht woher du dir das Recht nimmst, Beleidigungen zu rechtfertigen?
Das ist doch gar nicht der Diskussionsgegenstand.
Es geht darum, dass es einen Unterscheid gibt zwischen Beleidigungen und Diskriminierungen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.08.2021 um 16:48
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Verstehe ich nicht.
Ist das wieder so ein Nichtverstehen, wo eigentlich der Meinung bist zu verstehen, aber glaubst der andere versteht es nicht?
Oder anders: willst du tatsächlich eine Antwort oder ist den Statement mehr so ein dekoratives Element?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.08.2021 um 17:18
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ist das wieder so ein Nichtverstehen, wo eigentlich der Meinung bist zu verstehen, aber glaubst der andere versteht es nicht?
Oder anders: willst du tatsächlich eine Antwort oder ist den Statement mehr so ein dekoratives Element?
Hast du keine Antwort auf die Frage, oder warum wird es jetzt mal wieder persönlich?
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wie kann man respektvoll mit Menschen sprechen, über deren Gefühle man sich lustig macht?
Wie kann man respektvoll sprechen, wenn man diskriminierende Begriffe nutzt?



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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.08.2021 um 17:23
@paxito
Ich verstehe das schon, denke ich.

Es gibt keine per se diskriminierenden/beleidigenden Worte, denn jeder Mensch ist anders, und reagiert mitunter auch ganz anders auf bestimmte Begriffe, Situationen oder Kommunikationstechniken.

Diese zwischenmenschliche Ebene gilt es im Verlauf eine Gesprächs zu ergründen, und so schafft man eine vertrauensvolle Kommunikationsbasis, auf der sich niemand beleidigt fühlen muss, auch wenn aus welchen Gründen auch immer ein umstrittener Begriff oder eine unglückliche Formulierung fallen sollten.

Ist meines Erachtens dauerhaft sogar leichter, als sich im ganzen Wirrwarr von "Bin ich damit überhaupt noch politisch korrekt?" zurecht zu finden.

Wer schon alleine diese Frage in die bunte Runde stellt, ist meiner Ansicht nach weiter, als jemand, der nur stur irgendwelche PC-Formeln runter betet, und hofft, damit möglichst nicht anzuecken. Eine Sicherheit gibt es hier ohnehin nicht, nur bestenfalls eine Wahrscheinlichkeit, dass sich niemand beleidigt, ausgeschlossen oder sonstwie falsch angefasst fühlt.


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06.08.2021 um 17:31
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Hast du keine Antwort auf die Frage, oder warum wird es jetzt mal wieder persönlich?
Ich frage nur nach. Du hast mir vor kurzem schon mal gesagt, dass du etwas nicht verstehst. Ich erklärte es dir und dann hast du deine Aussage als rhetorisch dargestellt. Entschuldige aber ich erkläre ungern Dinge just for fun oder um der rhetorischen Schönheit Willen. Ich hätte dein Statement auch einfach als künstlerischen Einwurf akzeptiert. Aber gut du willst ne Antwort.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wie kann man respektvoll mit Menschen sprechen, über deren Gefühle man sich lustig macht?
Überhaupt nicht. Zumindest nicht gleichzeitig.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wie kann man respektvoll sprechen, wenn man diskriminierende Begriffe nutzt?
In dem man respektvoll mit ihnen spricht und diskriminierende Begriffe nutzt. Willst ein Beispiel, da dir das nicht verständlich scheint?
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Welchen anderen gibt es denn noch?
Im Gegensatz zu PC haben die keinen eigenen Namen (und brauchen auch keinen). Höflicher Sprachgebrauch am ehesten, je nachdem was situativ als höflich gilt. Es gab natürlich schon lange vor der Politischen Korrektheit einen emphatischen und respektvollen Umgang miteinander. Und den gibt es auch heute unabhängig von PC und wird es auch geben, wenn PC nur noch eine historische Randnotiz ist.
Diese Gleichsetzung, das PC einfach immer respektvoll und empathisch wäre (schlechter Witz, wenn man sich allein die emotionalen Entgleisungen hier im Thread anschaut) und noch mehr, das auch alles was emphatisch und respektvoll ist, PC ist, das ist ne ganz stumpfe Selbstimmunisierung gegen jede Form von Kritik, eine Selbsterhöhung und Abwertung aller anderen (!).
Schon dann, wenn gesagt wird, dass das nicht jeder begreifen und umsetzen kann mit einem „so schwer ist das nicht“ Gerülpse zu kommen, zeigt wie weit es um die Empathie bei PC Verfechtern bestellt ist.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.08.2021 um 17:34
Zitat von paxitopaxito schrieb:In dem man respektvoll mit ihnen spricht und diskriminierende Begriffe nutzt
Das ist ein Widerspruch.
In dem Moment, wo du wissentlich diskriminierende Begriffe benutzt, bist du nicht mehr respektvoll.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Diese Gleichsetzung, das PC einfach immer respektvoll
Wann ist pc denn nicht respektvoll?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.08.2021 um 17:44
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Das ist ein Widerspruch.
In dem Moment, wo du wissentlich diskriminierende Begriffe benutzt, bist du nicht mehr respektvoll.
Nur für dich, da du in völlig starren Bahnen denkst. Hier ein Beispiel:
Demente Frau, 82 Jahre, schaut auf den Fernseher während der EM:
„Das ist ein schmucker Neger.“
Paxito:
„Der Neger heißt Jadon Sancho. Spielt für England.“
Demente Frau:
„Achso.“
Paxito:
„In England ist es schön.“
Demente Frau:
„Ja, ich war mal in Liverpool.“
Usw.usf., ein reales Beispiel, wenn auch nur aus dem Kopf paraphrasiert. Da gibt es nichts respektloses in der Kommunikation.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wann ist pc denn nicht respektvoll?
Ein politisch korrekter Sprachgebrauch sagt überhaupt nix über einen respektlosen Umgang aus. Ich hätte der Frau im Beispiel auch antworten können:
„Das sie in ihrem Alter so blöde sind das N-Wort zu benutzen, kann doch nicht wahr sein.“
Das wäre politisch korrekt und völlig respektlos. PC sagt nur was für Worte wir nutzen (und nicht nutzen), sie sagt nix darüber aus, wie wir Worte nutzen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.08.2021 um 18:36
Einen Grundsatz kann man nicht mit PC verbinden.
Zumindest keinen den man immer anwenden kann bzw eher anwenden will.

Man muss für sich entscheiden ob einem das Gefühl des Gegenüber wichtig ist.
Recht einfaches Beispiel ist die Gefühlslage zb von entsprechenden AfD Wähler:innen. Die sind oft so abstrus und nicht nachvollziehbar, da ist oft kein respektvollen Umgang möglich.

"Aber nun das ist ja was anderes", ist es das? Nun dann kann man nicht mit Respekt und Gefühlen argumentieren.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.08.2021 um 18:46
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Recht einfaches Beispiel ist die Gefühlslage zb von entsprechenden AfD Wähler:innen. Die sind oft so abstrus und nicht nachvollziehbar, da ist oft kein respektvollen Umgang möglich.

"Aber nun das ist ja was anderes", ist es das? Nun dann kann man nicht mit Respekt und Gefühlen argumentieren.
Und da bin ich mir genau so sicher, statt zu "ignorieren und verteufeln" einfach immer erklären warum sie falsch liegen. Dann hätten sie sicherlich nur die Hälfte Wähler.

Respekt hilft immer.


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06.08.2021 um 19:32
Zitat von paxitopaxito schrieb:Da gibt es nichts respektloses in der Kommunikation.
Nicht gegenüber der Frau, das stimmt.
Darüber hinaus dachte ich auch eher an einen Sprachegebrauch gegenüber Betroffenen.
Aber ich bin immer wieder fasziniert, was für Ausnahmesituationen man sich ausdenkt, wenn man gegen PC schießen will...
Zitat von paxitopaxito schrieb:„Das sie in ihrem Alter so blöde sind das N-Wort zu benutzen, kann doch nicht wahr sein.“
Das wäre politisch korrekt und völlig respektlos. PC sagt nur was für Worte wir nutzen (und nicht nutzen), sie sagt nix darüber aus, wie wir Worte nutzen.
Damit wären wir wider bei dem von mir weiter vorn skizzierten Unterschied zwischen Beleidigung und Diskriminierung.


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