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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

34 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Ausländer, Fremde ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

22.04.2022 um 23:36
Hallo liebe Leute,

ich wollte mal ein etwas heikleres Thema ansprechen, was mich aber wirklich interessiert, da ich selbst in dritter Generation aus einer türkischen Gastarbeiterfamilie stamme.
Es geht mir bei diesem Thread nicht um das zwischenmenschliche, weil das jeder auch anders empfindet. Aber nur mal mathematisch, rein kostentechnisch mit allem drum und dran. Ist Deutschland durch fremde Menschen(hier schere ich mal wirklich alle über einen Kamm, auch die mit deutschem Pass aber fremden Wurzeln,) unterm Strich im Plus oder Minus?

Mir ist klar das hier viele Aspekte berücksichtigt werden müssten und das tatsächliche ausrechnen höchstwahrscheinlich nie der Wahrheit gerecht werden könnte.

Aber wenn man alles mal grob überschlägt,könnte man dann zumindest eine klare Tendenz haben, ob man als Migrationsland nun mehr Ausgaben oder Einnahmen hatte?

Vielen Dank vorab für eure Gedanken.


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 10:06
Zitat von MahatmaMahatma schrieb:Aber wenn man alles mal grob überschlägt,könnte man dann zumindest eine klare Tendenz haben, ob man als Migrationsland nun mehr Ausgaben oder Einnahmen hatte?
Das ist ja eine ständige Entwicklung. Man muss ja davon ausgehen, dass ein Teil der Migranten die hier her kommen erst einmal für eine gewisse Zeit keine Arbeit finden und vom Staat bezaht werden (müssen). Und wiederum ein weiterer Teil davon wird auch nach einigen Jahren keine Arbeit bekommen (können).

Laut dieser Quelle -> https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/162491/arbeitslosenquoten-nach-geschlecht-und-staatsangehoerigkeit/

liegt die Arbeitslosenquote der Menschen mit Migrationshintergrund bei 14,4%..

Mit noch mehr Zahlen könnte man das auch grob ausrechnen wie lang es dauert bis ein Bürger der die ersten 3 Jahre Sozialhilfe oder Hartz-IV bekam das Geld durch Steuern wieder zurückgezahlt hat wenn man dann Arbeit gefunden hat..

Wenn man vom Mindestlohn ausgeht und einem Bruttogehalt von 1600Euro dann zahlt man ca. 75Euro Lohnsteuer.
Wenn man also vorher 2 Jahre lang Hartz-IV bekommen hatte wie bei mir mit 750Euro, dann kann man mit 10 Monaten arbeiten, 1 Monat Hartz-IV zurückzahlen..
Dazu kommt aber auch noch die Mehrwertsteuer als Einnahme.

Vermutlich muss man auch noch Wertschöpfungen in Betrieben hinzunehmen, wenn die neuen Bürger dann mithelfen und zum Teil als Fachkräfte in den Unternehmen zum Bruttoinlandsprodut BIP beitragen.

Wie man aber z.b. den Wert der Arbeitskräfte wirklich aufwiegen möchte, deren Arbeitsstellen unbesetzt wären ohne deren Hilfe, das lässt sich schwer sagen. Zum Beispiel hier in der Kleinstadt gibt es immer weniger Ärzte nach dem andere z.b. in Ruhestand gingen und die neuen die da sind sind zum Teil welche mit Migrationshintergrund. Für viele Menschen ist das unbezahlbar in der eigenen Kleinstadt Ärzte zu haben und nicht jedes mal in die nächstgrößere Stadt fahren zu müssen.

Fazit: Es dauert lange bis Migranten ihre anfänglichen Zuwendungen zurückgezahlt haben, aber aufzuwiegen ist es oft nicht langfristig gesehen, dass sie da sind..


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 10:39
Zitat von MahatmaMahatma schrieb:was mich aber wirklich interessiert, da ich selbst in dritter Generation aus einer türkischen Gastarbeiterfamilie stamme.
Dann weiß du ja sicher ungefähr wie viel Personen dieser Generationen arbeiteten und wie viele Personen auf Unterstützung des Staates angewiesen sind oder waren.

Aber wenn man sich das mal anschaut beim Mindestlohn und den niedrigem Steuersatz, da könnte man auch überspitzt fragen ob Kinder bekommen generell wirtschaftlich ist. Angenommen man bekommt 2 Kinder und 1 davon bleibt überwiegend arbeitslos. Da muss man dann ja mindestens 750Euro steuern jeden Monat zahlen als Ehepaar+Kind damit das andere 1 Kind sozusagen abbezahlt und ausgehalten werden kann..

EDIT: und von der Rente fangen wir besser gar nicht an zu reden.. <3


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 10:44
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Fazit: Es dauert lange bis Migranten ihre anfänglichen Zuwendungen zurückgezahlt haben,
Kann es sein, dass du kein Boomer bist?
Weil ich als Boomer ja noch die "Gastarbeiter" mitbekommen habe, die ja erst zum Arbeiten herkamen,
bevor sie auch ihre Familien hierher holten.

Und da ich nicht nur Boomer, sondern auch ne alte Anarchistin bin, rechne ich so was sowieso eher anders:
jeder, der Harz 4 bekommt, gibt das Geld ja hier aus, es fliesst also in unser "Bruttosozialprodukt" wieder ein.
(Wie damals nach der Wende die 100 Mark für "Bananen" - da haben auch alle (Wessis) geschimpft, "die Ossis" bekämen ein Geschenk,
dabei haben die westlichen Händler das ganze Geld bekommen, hat sich ja keiner den Hunni gerahmt und aufgehangen.)
Zitat von MahatmaMahatma schrieb:unterm Strich im Plus oder Minus?
Definitiv im Plus, meiner Meinung nach.
Aber da es sich nicht trennen lässt, das Soziale vom Mathematischen, bzw. dieses "Plus" nicht unmittelbar jedem Bürger zugute kommt, sondern "der Teufel weiter auf den größten Haufen scheißt", sieht es für viele anders aus.

Mein Lieblingswandspruch zu dem Thema.
"Liebe Ausländer, lasst uns nicht mit diesen Deutschen allein!"
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Dann weiß du ja sicher ungefähr wie viel Personen dieser Generationen arbeiteten und wie viele Personen auf Unterstützung des Staates angewiesen sind oder waren.
Puh, was für ein Bias - ist dir noch nie aufgefallen, wie viele Familienmitglieder in ausländischen Läden arbeiten?
Deren "Soziales Netz" hat in meiner Wahrnehmung deutlich mehr "mathematische Anteile" als bei Deutschen.
(Da gibt es auch Zahlen zu, hab nur leider keinen link zur Hand.)


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 10:55
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Und da ich nicht nur Boomer, sondern auch ne alte Anarchistin bin, rechne ich so was sowieso eher anders:
jeder, der Harz 4 bekommt, gibt das Geld ja hier aus, es fliesst also in unser "Bruttosozialprodukt" wieder ein.
Naja, das kann man nicht gänzlich so betrachten. Mal ein Extrembeispiel, jemand gibt das Geld aus bei einem Schmuckhändler dann bezahlt die Person Mehrwertsteuer das geht an den Staat zurück, und der Schmuckhändler spart gerne und es geht nur auf dessen Konto. Dann geht erstmal für lange Zeit kein Geld weiter an den Staat zurück oder in die Wirtschaft..

Ich glaube kaum jemand würde behaupten, dass ich als Sozialhilfe-Empfänger den Staat nichts koste weil das Geld was ich bekomme ja immer im Kreislauf bleibt so wie du es sagst.. und darum geht es hier ja meiner Meinung nach, nicht ob die Aldi-Erben durch mich reicher werden, sondern ob der Staat hohe Kosten hat die wieder reinkommen..
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Definitiv im Plus, meiner Meinung nach.
Bin ich der gleichen Meinung, langfristig. Mit ein paar wenigen Ausnahmen vielleicht bei extremsten Auswüchsen von manchen Clans, deren Frauen teilweise 15 Kinder bekommen (müssen) und viele würden arbeitslos bleiben davon..


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 12:04
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:und der Schmuckhändler spart gerne und es geht nur auf dessen Konto.
Naja, da steckt mein "Anarchistenbonus" - wenn jemand mit dem Beruf "Schmuckhändler" so ne Nummer bringt, ist es "verständlich", wenn ein Dutzend Migranten sich das gar nicht leisten kann, sind diese dann "Sozialschmarotzer", obwohl sie "ihr" Geld in den Kreislauf zurück geben.
Hab ich noch nie verstehen können, diese Art, Dinge zu betrachten.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Dann geht erstmal für lange Zeit kein Geld weiter an den Staat zurück oder in die Wirtschaft..
That´s the point.
Und bei Migranten, bzw. Harzern wird uns suggeriert, es sei von Übel, wenn die nen Unterhalt bekommen,
während eine ungleich höhere Summe von andren eingesackt und damit aus dem Verkehr genommen werden kann,
ohne dass es wen kümmert, wie "sozial" das denn sei.

("Gemüsehändler" stellen da inzwischen so ne Art "Zwischenschritt" dar, scheint mir...
da sollte sich Amazon mal ne Scheibe von abschneiden!)


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23.04.2022 um 14:33
@Mahatma
Es sind viele Sachen zu berücksichtigen:
- werden Starthilfen durch spätere Steuerzahlungen "zurückbezahlt" inklusive eines Aufschlages? Dazu muss derjenige gut verdienen in kürzerer Zeit, wenn er Familie mit einer Hausfrau hat muss er noch mehr verdienen (wenn er keine Ausbildung hat oder nachweisen kann, könnte er Aufstocker werden, dann ist das mit den Steuern hinfällig).
- ist er gesetzlich krankenversichert? seine Familie dazu, Frau und 1-2 Kinder? Auch wenn er bis/über Beitragsbemessungsgrenze verdient (6750€/Monat/West), ist sein maximaler Beitrag um die 9200€/Jahr, die durchschnittlichen Ausgaben pro Versicherten um die 3400€/Jahr.
- eine Arbeitslosigkeit von mehreren Monaten bringt auch die AV Betrachtung durcheinander.
- bei der Pflegeversicherung ist es schwer einzuschätzen, das hängt von zu vielen Faktoren ab.
- in der Rentenversicherung -> sollte er unter 35J Beiträge zahlen ist er ziemlich von Altersarmut bedroht, dann braucht es wieder Unterstützung vom Staat, sollte er über 35J Jahren arbeiten können, könnte er die Grundrente bekommen die an sich auch ein Aufschlag ist. Bezieht er Rente aus dem Ausland dazu, ist es eher positiv für die deutschen Sozialkassen.

*Aktuell werden die Kosten für Flüchtlinge aus der Ukraine mit 3500€/Monat angegeben. Sollte ein EU Ausländer ohne Ersparnisse einwandern, bekommt er ALG2.

Meine Einschätzung: ich glaube nicht dass es ein Plus ist - es kann aber durchaus positive Effekte auf den Bruttosozialprodukt geben, aber ob die als Zahlungen beim Staat landen..weiß ich nicht.


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 20:00
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Meine Einschätzung: ich glaube nicht dass es ein Plus ist
das kommt denke ich darauf an wie man es im Detail betrachtet..

ich nehme mal ein etwas sehr merkwürdiges Beispiel:

wenn man sein ganzes Leben lang immer alle 10 Jahre einen Neuwagen auf Kredit kauft, dann ist man wenn man es betrachtet fast das ganze Leben lang immer im Minus. Aber am Ende des Lebens und nach Abzahlung des letzten Autos ist man dann doch bei 0 und hat alle Schulden beglichen für die z.b. 5 Autos im Leben.

Wenn man also die einzelnen Familien betrachtet die einwandern und nach einem Ablauf einer Dauer und davon ausgeht wie der TE das geschrieben hat, die 3te oder 4te Generation annimmt.. Dann sind vermutlich aus 4 eingewanderten Personen bei angenommen 2 Kindern pro Person ein paar mehr geworden. und alle bis auf die jüngste Generation haben jahrzehntelang im Idealfall eingezahlt..

Wenn man natürlich dazu immer wieder die Neuankömmlinge mit betrachtet, wie soll man dann jemals ins Plus kommen.
Aber z.b. die syrischen Familien die hierbleiben oder hiergeblieben sind, sind meiner Ansicht nach zu Teilen nach >60 Jahren abbezahlt was sie erhielten als sie ankamen.. Hier gehe ich von einer positiven Integration aus, wovon man ja unter anderem hört und liest, dass viele eingegliedert wurden in den Arbeitsmarkt..

EDIT: Die Wahrheit liegt wie wir wissen dazwischen, zwischen alle arbeitslos und alle integriert..


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 20:37
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Aber z.b. die syrischen Familien die hierbleiben oder hiergeblieben sind, sind meiner Ansicht nach zu Teilen nach >60 Jahren abbezahlt was sie erhielten als sie ankamen.. Hier gehe ich von einer positiven Integration aus, wovon man ja unter anderem hört und liest, dass viele eingegliedert wurden in den Arbeitsmarkt..
Viele?..
Viele Syrer tun sich noch schwer damit, ihren Lebensunterhalt in Deutschland selbst zu bestreiten. Fast zwei Drittel der erwerbsfähigen Erwachsenen aus Syrien leben ganz oder teilweise von Hatz IV. Das geht aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor.
...
Fast zwei Drittel aller erwerbsfähigen Syrer in Deutschland lebt ganz oder teilweise von Hartz IV. Mit 65 Prozent war der Anteil der Bezieher staatlicher Unterstützung unter Zuwanderern aus Syrien im März dieses Jahres deutlich höher als unter Ausländern aus anderen Hauptherkunftsländern von Asylbewerbern wie etwa Somalia oder Afghanistan.
Quelle: https://www.rnd.de/politik/mehrheit-der-syrer-bekommt-hartz-iv-haben-noch-viel-vor-uns-UG2DJ7HU576N77SMP46HDISQA4.html
Man soll dabei nicht vergessen dass es teilweise Leute sind die vor 7 Jahren her kamen...wann soll die "Rückzahlung" beginnen?
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:wenn man sein ganzes Leben lang immer alle 10 Jahre einen Neuwagen auf Kredit kauft, dann ist man wenn man es betrachtet fast das ganze Leben lang immer im Minus.
Nein, man hat noch das jeweilige Auto als Gegenwert, schlechtes Beispiel.


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 20:47
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Man soll dabei nicht vergessen dass es teilweise Leute sind die vor 7 Jahren her kamen...wann soll die "Rückzahlung" beginnen?
Zum Beispiel wenn 1 Familie vor 7 Jahren mit Kleinkindern her kam, dann wenn diese Kinder anfangen zu arbeiten, also vielleicht in 5-10 Jahren?
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Nein, man hat noch das jeweilige Auto als Gegenwert
Also wenn ich mir ein Auto auf Kredit kaufe, dann gehört es mir nicht sondern der Bank.
Es geht einfach darum, dass wenn ich jedes mal einen Kredit aufnehme hab ich Schulden, so wie ein neu angekommener Migrant. Es ist aber nicht richtig wenn ein anderer Migrant ein halbes Jahr oder 5 Jahre später kommt, dann dem vorherigen diese Kosten anzulasten. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen..
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Viele?
Danke für den Link. das klang vor ein paar Jahren optimistischer in einigen Zeitungen..


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23.04.2022 um 20:53
@RayWonders
Egal wie Du es drehst und wendest, diese Leute müssen sehr viel Geld verdienen damit ein Überschuss im Sinne des Threads bleibt.
Überschuss bedeutet sie zahlen die ganze Unterstützung zurück, ihre laufenden Zuwendungen trotz Arbeit (Stichwort Nettosteuerzahler), die Kosten von ihren nicht arbeitenden Familienmitglieder und dann soll noch was übrig bleiben.
Ich glaube da muss man lange und gut verdienen.


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 21:03
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Ich glaube da muss man lange und gut verdienen.
deshalb schrieb ich ja auch mehrfach 'langfristig'..

und dass Kinder von Migranten nen gut bezahlten Job bekommen ist ja nicht unbedingt abwegig...
selbst Migranten selbst können gut verdienen. z.b. der Arzt bei dem ich als Kind war, hat schon vor einiger Zeit einen Inder eingestellt der jetzt in seiner Praxis als Zahnarzt mit arbeitet.. aber gut möglich dass das als Beispiel nicht herhält, wenn das vielleicht eine Person ist die hier studiert hat weil wohlhabende Eltern in Indien und sich dann hier niedergelassen hat. das ist dann mit den Syrern die Zuwendungen erhielten eher nicht vergleichbar..

wir machen es ja auch beide irgendwie nicht richtig, ich gehe total positiv dran an die Sache und du ziemlich negativ, habe ich das Gefühl..

aber wie gesagt, wenn schon im Eröffnungspost etwas steht von 3ter Generation und ich das weiterdenke zu 4ter und 5ter. Dann sehe ich da ein Plus bei sehr vielen die nach Deutschland kommen. Bei den afrikanischen jungen Männern die übers Mittelmeer kommen sieht das vielleicht eher problematisch aus, wenn sie sich nicht richtig reinknien beim Deutsch lernen usw. und Glück haben bei der Partnersuche.. da wird es nix mit dem zurückzahlen selbst wenn nen Job finden, aber allein für sich zurückzahlen ist schwierig wie du auch angemerkt hast..


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23.04.2022 um 21:16
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:du ziemlich negativ, habe ich das Gefühl..
Du hast ja auch das Gefühl dass es ein Plus ist. Ich habe Zahlen genannt und verlinkt.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:steht von 3ter Generation und ich das weiterdenke zu 4ter und 5ter.
Auch wenn das so eintritt, was hat die jetzige Generation davon? Sinken ihre Steuern und Abgaben...nein.
Ich will damit sagen zu dieser Plus und Minus Diskussion ist das "wann" auch sehr wichtig.


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23.04.2022 um 21:51
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Man soll dabei nicht vergessen dass es teilweise Leute sind die vor 7 Jahren her kamen...
Mit Betonung auf "teilweise" -
Dass der Anteil der Beschäftigten unter den Geflüchteten aus Syrien geringer sei, habe womöglich auch mit dem relativ hohen Anteil von Frauen in dieser Gruppe zu tun. Etwa 40 Prozent der syrischen Geflüchteten seien weiblich. Viele syrische Frauen seien nachgezogen und daher noch nicht lange im Land. Oft stünden sie dem Arbeitsmarkt wegen der Betreuung von Kleinkindern nicht zur Verfügung.
Quelle: dein link, der aus dem letzten Jahr ist:
Da sich nur sehr wenige Flüchtlinge in Beschäftigungsverhältnissen befänden, in denen die Arbeit vom Homeoffice aus erledigt werden könne, seien sie von den mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen stärker betroffen als die Gesamtbevölkerung.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:für die z.b. 5 Autos im Leben.
Die 5 junge Familien gebraucht kaufen konnten...
Zitat von MahatmaMahatma schrieb:ob man als Migrationsland nun mehr Ausgaben oder Einnahmen hatte?
Warum soll denn das von den Immigranten ausgegebene Geld nicht als "Einnahme" gelten, als Teil des Bruttosozialproduktes?
@Abahatschi grundsätzlich kann ich dir folgen, wegen der "Ausgaben" (die in Form von Steuern zurück erstattet werden sollten),
aber ich sehe nicht, dass das Geld "weg" ist, wenn es nicht genau in diesen Topf zurück fließt - dafür müssten die Leute es doch "nach Hause" schicken, oder zumindest auf einem Konto parken.
Mag ja sein, dass ihre Vermieter das alle tun - aber das kann man ihnen ja nicht anlasten, oder?

O.K., diese Art zu abstrahieren liegt mir nicht wirklich, geb ich zu, i.S.v. ich lass mich belehren, wenn ich die Termini verwechsle.
Aber geht es bei "mehr Einnahme" (i.S.v. Gewinn, nehme ich an) wirklich mehr um "die Töpfe" (Steuern, die zurück fließen),
als um den Umsatz an sich, den Fluss des Geldes?

Darauf werden doch auch immer Steuern gezahlt.
Mache ich einen Denkfehler?
Oder ist es doch eher ein "teile und herrsche" Ding um den "Mythos Geld"?
(Meine Vermutung; Migranten und Harzer als Sündenböcke um Machtverhältnisse zu zementieren,
satt ne reale "Ressourcenorientierte Sozialpolitik" zu betreiben.)

Das Finanzamt ist ja nicht "das Migrationsland", sondern nur ein Teil der umsetzenden Strukturen.
Neben dem Amt, das Geld auszahlt und dem, das es wieder einnimmt, sind ja noch unzählige andere "Geschäftspartner" beteiligt.
Kindergärtnerinnen, die beschäftigt werden, Wohnungen, die gemietet werden, usw...
Was können die Migranten für die verkackte Wohnungs- und Sozialpolitik?
(Als Boomer bin ich halt froh, dass überhaupt jemand meine Rente erwirtschaften wird.)
----------
Aus obigem link:
Laut Bundesärztekammer stellen Syrer inzwischen die größte Gruppe unter den ausländischen Ärzten. Im vergangenen Jahr waren 4970 syrische Ärzte in Deutschland beschäftigt.



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23.04.2022 um 22:04
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Mit Betonung auf "teilweise" -
Natürlich teilweise, sie kamen nicht alle vor 7 Jahren.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Darauf werden doch auch immer Steuern gezahlt.
Mache ich einen Denkfehler?
Wenn der Staat jemanden Geld als Unterstützung gibt (aus seinem Steuertopf) kann nicht die gleiche Summe im Steuertopf landen.
Aktuelles Beispiel: ein Teil der Energiekosten fließt ins Ausland, daher ist es "weg".
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Oder ist es doch eher ein "teile und herrsche" Ding um den "Mythos Geld"?
(Meine Vermutung; Migranten und Harzer als Sündenböcke um Machtverhältnisse zu zementieren,
satt ne reale "Ressourcenorientierte Sozialpolitik" zu betreiben.)
Du interpretierst etwas zu viel hinein, die Diskussion ist finanzieller Natur und das löst man eigentlich mathematisch, es ist ein Plus oder Minus.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Neben dem Amt, das Geld auszahlt und dem, das es wieder einnimmt, sind ja noch unzählige andere "Geschäftspartner" beteiligt.
Kindergärtnerinnen, die beschäftigt werden, Wohnungen, die gemietet werden, usw...
Und das zahlt die arbeitende Bevölkerung, wenn es so funktioniert wie Du das sagst, könnte man die Abgaben doch senken, nicht? Oder allen was geben, es kommt ja zurück.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Was können die Migranten für die verkackte Wohnungs- und Sozialpolitik?
Nichts, was kann die Gesellschaft hier dafür? Auch nichts. Aber wenn Migranten nicht mit der Politik einverstanden sind, sollten sie Alternativen prüfen und wahrnehmen.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:(Als Boomer bin ich halt froh, dass überhaupt jemand meine Rente erwirtschaften wird.)
Ich würde mich wirklich freuen wenn es so sein wird, aber ich bin nicht überzeugt.


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23.04.2022 um 22:13
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Man soll dabei nicht vergessen dass es teilweise Leute sind die vor 7 Jahren her kamen...wann soll die "Rückzahlung" beginnen?
und es hieß, sie seien gebildet. Ich weiß nicht, wie oft ich das vor sieben Jahren gehört und gelesen habe. Tatsache ist, sie kommen mit unserer Kultur nicht zurecht und waren auch, wenn ich mich nicht täusche zu 90% ungebildet oder haben nur sehr unzureichend eine Schule besucht.

Wie was das nochmal....wertvoller als Gold. Eine Ohrfeige für jeden Geringverdiener, die nochmals verbal runtergestuft wurden.

Irgendwann reicht es dann aber auch mal mit den saudummen und unterbelichteten Sprüchen von Politiker*innen, die sich teilweise vorkommen wie Cäsar. Jede Politikervisage, die du im TV siehst, mit Ausnahme von Bosbach haben alle keine verbrauchten Arbeitshände oder Schreibtischfinger. Im Gegenteil, viele sind sehr üppig genährt mit der einen oder anderen Hartz IV Proll-Figur im oberen Segment und auch Sport nicht gewohnt. Ein Arbeiter oder eine normale Angestellte kann sich soviel Essen gar-nicht leisten, ohne arm zu werden.

Die Diäten müssen massiv runter, damit sie wieder näher am Wähler sind.


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 22:16
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Und da ich nicht nur Boomer, sondern auch ne alte Anarchistin bin, rechne ich so was sowieso eher anders:
jeder, der Harz 4 bekommt, gibt das Geld ja hier aus, es fliesst also in unser "Bruttosozialprodukt" wieder ein.
Jeder? Was ist mit denen die mit dem Ziel kommen möglichst viel von den Sozialleistungen ins Ausland zu ihren Familien, Freunden usw. zu schicken?
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Definitiv im Plus, meiner Meinung nach.
Fast die Hälfte der Flüchtlinge, die in den Jahren 2013 bis 2016 nach Deutschland gekommen sind, hat inzwischen Arbeit gefunden. Das belegt eine aktuelle Studie. Damit stehen sie besser da als Geflüchtete früherer Jahre.

Etwa jeder zweite Flüchtling hat spätestens fünf Jahre nach seiner Ankunft in Deutschland einen Arbeitsplatz.
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt-fluechtlinge-103.html
Also wenn ich das so lese, dass nach 5 Jahren gerade mal die Hälfte eine Arbeit hat und das schon gut im Vergleich zu früher sein soll, dann hab ich an einem "Plus" schon erhebliche Zweifel.


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23.04.2022 um 22:20
Zitat von MahatmaMahatma schrieb:Aber nur mal mathematisch, rein kostentechnisch mit allem drum und dran.
Mathematisch? Ehrlich?

Was meinst Du denn damit genau?

Mathe hat mir meist zu schaffen gemacht, im 2ten Semester Stochastik noch mehr :(

Belegen kannst Du Deinen Fred/Anfrage vermutlich durch nichts, oder? ;)

Trollst Du? :melden:


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Migration mal nur wirtschaftlich:Plus oder Minusgeschäft?

23.04.2022 um 22:27
Zitat von Sonnenschein22Sonnenschein22 schrieb:Mathematisch? Ehrlich?
Du musst die Eingliederung rechnen, die Integrationsbeauftragten, und die Ministerien in denen sie angesiedelt sind, den Polizeiapparat, die extrigen Betreuer und das mit 16 Bundesländer multiplizieren. Den Unterhalt und diverses mehr. Ich denke, da kommt man schon auf einen erklecklichen Betrag und dann den H4 Satz mal 3,5 Mio. x ca. wie viel Jahre?

Wenn man jetzt noch durchdenkt, dass viele Neuflüchtlinge aus der Ukraine bei privaten Familien untergekommen sind, die von der hiesigen Regierung im Regen stehen gelassen werden, auch von dieser verlogenen Familienministerin Spiegel ( Grüne). Da wird einem schlecht.


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23.04.2022 um 23:24
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Dann weiß du ja sicher ungefähr wie viel Personen dieser Generationen arbeiteten und wie viele Personen auf Unterstützung des Staates angewiesen sind oder waren.
@RayWonders
Ich bin in einem kleinen Dorf im Harz aufgewachsen. In der gesamten Gegend gab es da kaum Ausländer. Und die da waren, waren überwiegend relativ gut integriert, weil sich das von selbst so ergab.
Mein Freundeskreis bestand auch fast nur aus Deutschen und ich war bei der freiwilligen Feuerwehr, Schützenverein etc.
Kann dir da leider mit der Statistik aus persönlicher Erfahrung kaum weiterhelfen.


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