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Das Oberstes US-Gericht kippt das Recht auf Abtreibung

151 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Abtreibung, Grundrecht ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Oberstes US-Gericht kippt das Recht auf Abtreibung

25.06.2022 um 11:43
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Dramatische Entwicklungen, finde ich, absolut rückschrittlich. Ich bin sehr dankbar, dass wir unsere Regelungen hier haben, und würde im Fall der Fälle davon auch Gebrauch machen. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es den Frauen dort nun gehen mag und wie unsicher ihre Zukunft nun aussieht. Ich finde die Vorstellung, dass mir diese Möglichkeit zur Selbstbestimmung plötzlich entzogen werden könnte, absolut beängstigend.
Kommt auf die Betrachtungsweise an, wenn du den Menschen erst bei der Geburt als Mensch betrachtest vielleicht, betrachtest du den Mensch als Mensch schon bei der Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Dann ist es absolut primitiv und rückschrittlich einen Menschen danach noch zu töten. Denn dann ist es nicht anders als würdest du ihn auch noch später mit 10, 20, 50 Jahren zu töten, dann ist aus dieser Betrachtung jedes Menschenleben wertlos. Aus meiner Sicht ist Abtreibung ein Element einer primitiven Gesellschaft und sollte in einer hochentwickelten Zivilisation nicht existieren.


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Das Oberstes US-Gericht kippt das Recht auf Abtreibung

25.06.2022 um 11:49
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Wenn du "My body, my choice" vollständig ernstnimmst muss auch gelten "My body, my responsibility" und Verhütung ist dann letztendlich das Problem der Frau. Man kann natürlich als Frau verlangen dass der Sexpartner verhütet, das ist völlig legitim, aber dann darf man sich auch nicht überreden lassen und muss im Extremfall auch die Konsequenz ziehen gar keinen Sex mit dieser Person zu haben wenn sie sich weigert ihren Teil beizutragen.
ich denke Du verstehst "my body, my choice" da nicht ganz, außerdem habe ich nicht davon geschrieben, dass die Frau nicht verhüten sollte oder könnte.


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Das Oberstes US-Gericht kippt das Recht auf Abtreibung

25.06.2022 um 11:53
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Staaten können den Abtreibungstourismus verbieten, ist aber noch nicht passiert. ca. 6:16
Nein, die Bundesstaaten dürfen die Abtreibungen auf ihrem Gebiet verbieten und gegenüber Kliniken oder Ärzten, ja theoretisch selbst Unterstützern wie dem Taxifahrer der wissentlich eine schwangere Frau zu einer Abtreibungsklinik fährt, strafen verhängen. Ungeklärt ist die Sache mit den Unterstützungen aus anderen Bundesstaaten, wie z.B. Firmen wie Meta die in Kalifornien ansässig sind aber Unterstützung für Angestellte in Mississippi bereitstellen.


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25.06.2022 um 11:54
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich denke Du verstehst "my body, my choice" da nicht ganz, außerdem habe ich nicht davon geschrieben, dass die Frau nicht verhüten sollte oder könnte.
Doch, ich verstehe das sehr gut. Wer die vollständige Entscheidungsgewalt haben will muss dann auch die volle Verantwortung tragen, so einfach ist das. So wie jeder Mann für sich entscheiden kann ob er verhütet oder nicht. Wenn da die Einstellungen keine Überschneidung haben dann kommt es eben nicht zum GV, da gibt es dann eben keinen konsensuellen Sex.


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25.06.2022 um 11:55
Zitat von tarentaren schrieb:Kommt auf die Betrachtungsweise an, wenn du den Menschen erst bei der Geburt als Mensch betrachtest vielleicht, betrachtest du den Mensch als Mensch schon bei der Verschmelzung von Ei und Samenzelle.
Ich muss dort zum Glück keine exakte Grenze ziehen können, denn das ist hier vorgeschrieben, aber ich finde die 3 Monate sehr gut. Danach mit medizinischer Indikation, auch sehr gut.

Das Leben der Frau kann doch nicht weniger wert sein als das des Kindes, sie dient nicht nur als Brutkasten und wir sollten über die „ehelichen Pflichten“ auch hinaus sein.

Das ist aber eine Frage, die sich nie abschließend beantworten lassen wird. Manche hören auf die Religion, andere auf die Wissenschaft.

Interessant finde ich auch diesen Gedanken:
Das andere Argument gehört in die Science Fiction. Eine Schwangere kommt zum Arzt und der sagt ihr: Ihr Kind hat keine Lunge, würde also nach der Geburt sterben. Aber wir können ja heute das weitere Wachstum stoppen und die Geburt verhindern. Ihr Kind wird also, solange Sie leben, in ihrem Uterus weiter leben können. Frage: Wird diese Frau dem Arzt dafür danken, dass er das Leben ihres Kindes retten wird? Mitnichten. Ich folgere daraus: ein Wesen, das nie geboren werden kann, kann auch nicht als Träger der Menschenwürde verstanden werden.
Quelle: https://m.tagesspiegel.de/wissen/ab-wann-ist-der-mensch-ein-mensch/1177012.html


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25.06.2022 um 11:59
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Staaten können den Abtreibungstourismus verbieten, ist aber noch nicht passiert. ca. 6:16
Nein, die Bundesstaaten dürfen die Abtreibungen auf ihrem Gebiet verbieten und gegenüber Kliniken oder Ärzten, ja theoretisch selbst Unterstützern wie dem Taxifahrer der wissentlich eine schwangere Frau zu einer Abtreibungsklinik fährt, strafen verhängen. Ungeklärt ist die Sache mit den Unterstützungen aus anderen Bundesstaaten, wie z.B. Firmen wie Meta die in Kalifornien ansässig sind aber Unterstützung für Angestellte in Mississippi bereitstellen.
Der O-ton sagt, Bundesstaaten könnten das Anreisen in liberale Staaten zwecks Schwangerschaftsabbruch verbieten.


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25.06.2022 um 12:01
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Der O-ton sagt, Bundesstaaten könnten das Anreisen in liberale Staaten zwecks Schwangerschaftsabbruch verbieten.
Was aber falsch ist. Es gibt in den USA keine Einwohnermelderegister, keine Pflicht seinen Wohnsitz irgendwo, ausser um sich zu Wahlen registrieren zu lassen, zu melden. Jemand aus Alabama kann in New York wohnen oder umgekehrt, es macht keinen Unterschied.


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25.06.2022 um 12:03
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Doch, ich verstehe das sehr gut.
nö. "my body, my choice" bedeutet nicht, dass Frau alleine für Verhütung zuständig sein muss. My Body, My Choice bedeutet schlicht, dass niemand anderer über den Körper der Frau zu bestimmen hat.


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25.06.2022 um 12:09
Deine Aussage war:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja genau, verhüten kann der Mann auch..........und trotzdem werden Frauen immer wieder schwanger............niemand muss jemanden ungewollt schwängern
Meine Replik ist: Und niemand muss sich ungewollt schwängern lassen. Da gehören immer zwei dazu, wenn der Sex einvernehmlich ist. Wenn eine Frau auf Sex nur mit Verhütung besteht, kann kein Mann sie ungewollt schwängern. Falls es zur ungewollten Schwangerschaft kommt haben immer beide Seiten versagt, sofern nicht ein technisches Versagen des Verhütungsmittels zugrundeliegt, was ja unbestrittenermaßen vorkommt.

Ich bin im Übrigen nicht gegen Abtreibung, falls du das meinen solltest - ich wollte nur zu bedenken geben dass, damit es überhaupt im Raum steht ob eine Abtreibung nötig ist, vorher schon mehrere Fehler gemacht worden sein müssen, die Entscheidungskette fängt nicht erst bei der Abtreibung an, deswegen kann man die auch schlecht moralisch absolut setzen.


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25.06.2022 um 12:11
Zitat von tarentaren schrieb:betrachtest du den Mensch als Mensch schon bei der Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Dann ist es absolut primitiv und rückschrittlich einen Menschen danach noch zu töten.
Die Konservativen in den USA sollten sich mal lieber mehr mit den tatsächlich lebenden Menschen befassen und mit den zahlreichen Opfern, die zum Wohle ihrer geliebten Freiheit und Selbstbestimmung jedes Jahr geopfert werden.



So viele Menschen leiden an Leib oder Leben unter den laschen Waffengesetzen.

So viele Menschen leiden unter dem US-Gesundheitssystem.

So viele Menschen leiden unter einem quasi nicht vorhandenen sozialen Auffangnetz und dem Fehlen seiner sozialen Marktwirtschaft.

So viele Menschen leiden immer noch unter Rassismus.


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25.06.2022 um 12:14
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Meine Replik ist: Und niemand muss sich ungewollt schwängern lassen.
sag mal....irgendwie hast Du offenbar nicht gemerkt, dass meine Aussage schon eine "Replik" war.
Zitat von militarynerdmilitarynerd schrieb:Es ist ja nicht so, dass man nicht verhüten könnte. Niemand muss ungewollt schwanger werden.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja genau, verhüten kann der Mann auch..........und trotzdem werden Frauen immer wieder schwanger............niemand muss jemanden ungewollt schwängern
können wir es jetzt dabei belassen?


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25.06.2022 um 12:19
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Nun ein 16 jähriges Mädchen aus Alabama kann jederzeit nach New York reisen und dort einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen.
Ausser die 16 jährigen die es sich finanziell nicht leisten können.
Auch für die gutsituierte 16-jährige dürfte das schwierig sein, wenn z.B. ihre Eltern nichts von der Schwangerschaft wissen dürfen.

Quelle:
Zitat von tudirnixtudirnix schrieb:Alles in allem egal wo radikale Christen Einfluss nehmen, sieht es düster für die Rechte, die sich Frauen erkämpft haben, aus.
Zitat von SyndromSyndrom schrieb:was haben tausende ungewollte Kinder fuer eine Chance?
Ich möchte nicht wissen, wie schlecht es vielen Kindern geht, die ungewollt waren, wo die Mutter aber aufgrund eines Abtreibungsverbots gezwungen wurde, das Kind auszutragen. Die dann von den Eltern gehasst und misshandelt werden, oder wo sowohl die Mutter als auch das Kind von der Umwelt schikaniert werden, weil eine uneheliche Schwangerschaft dort noch eine Schande ist.
Zitat von NerokNerok schrieb:wie gut das ein nicht extern lebensfähiger Zellhaufen kein Mensch ist.
Und doch hat in den Augen vieler Leute dieser Zellhaufen, der noch gar kein Bewusstsein hat, mehr Rechte, als ein bereits geborenes Kind, das von den Eltern aufgrund der Umstände gehasst wird. Obwohl dieses, im Gegensatz zum ganz jungen Fötus, leiden kann.
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Es geht ja nicht darum Leben zu retten, sondern alleine darum sich in das Leben von Frauen einzumischen und ihre Selbstbestimmung zu verhindern.
Und es geht auch nicht um die Rechte des Kindes, denn wenn es erst mal geboren wurde, interessiert sich keiner mehr dafür.

Ich weiß noch, als ein ehemaliger Papst mal die Kirchenglocken läuten ließ, um gegen Abtreibungen auf der Welt zu potestieren. Ich fragte mich, ob er denn auch mal die Glocken läuten würde, um gegen die Misshandlung von geborenen Kindern zu protestieren. Das war natürlich nicht der Fall. Hatte ich aber auch nicht ernsthaft angenommen.


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25.06.2022 um 12:23
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:können wir es jetzt dabei belassen?
Klar, du brauchst einfach keine weiteren Antworten mehr schreiben, ich hab nichts mehr hinzuzufügen.
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Was aber falsch ist. Es gibt in den USA keine Einwohnermelderegister, keine Pflicht seinen Wohnsitz irgendwo, ausser um sich zu Wahlen registrieren zu lassen, zu melden. Jemand aus Alabama kann in New York wohnen oder umgekehrt, es macht keinen Unterschied.
Anscheinend soll der größte Druck wohl über die Krankenversicherungen und die Arbeitgeber erfolgen, die Diskussion ob Versicherungsträger z.B. gezwungen sind Verhütungsmittel und Abtreibungen zu erstatten läuft ja auch schon länger und nimmt jetzt sicherlich wieder Fahrt auf. Es gibt ja jetzt bereits Krankenversicherungen die die Kosten für notwendige Reisen in einen anderen Bundesstaat ersetzen, wenn im Heimatstaat eine Abtreibung rechtlich oder auch nur tatsächlich - weil z.B. kein Arzt in hunderten Meilen Umkreis sie noch durchführt - nicht möglich ist; große Arbeitgeber wie Google haben intern ähnliche Programme, auch mit zusätzlichen freien Tagen für Betroffene, was ja in den USA mit ihrer sehr niedrigen Zahl an gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubs- und Feiertagen auch viel wichtiger ist als in Europa. Nach den Gesetzen einiger Bundesstaaten würden diese Versicherer und Arbeitgeber sich jetzt evtl. strafbar machen.


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Das Oberstes US-Gericht kippt das Recht auf Abtreibung

25.06.2022 um 12:29
@militarynerd
Schade, dass du mit diesem „ Hammer“ Argument kommst mit Vorsorge in Form von Verhütung. Das klingt in etwa so, als wenn du einem Teenager predigst, setzt deinen Helm zum Biken auf. Du vergisst, dass es Regionen gibt, wo Verhütung zb nicht gewünscht wird oder wo Frauen und Mädchen zu solchen Themen keinen Zugang haben.
Der beste Ratschlag wäre doch der ( Vorsicht Ironie) : kein sex vor der Ehe mit niemandem. Nur hält sich sowieso kaum jemand dran, nicht mal in den streng konservativen Communities.
Was ist zb mit Schwangerschaften nach Vergewaltigung? Was mit den Schwangerschaften, wo ein Arzt feststellt, der Fötus ist außerhalb des Mutterleibs nicht überlebensfähig. Was ist mit den Fällen, wo zb 11/12 jährige Kinder gebären sollen, weil irgendeine Religion oder ein Richter das gerne so hätte?
Ein Kind verändert für immer und nachhaltig jedes Leben. Nicht jede/r ist dafür gestrickt , das zu bewerkstelligen, wenn zb das eigene leben schon kompliziert genug ist. Ich arbeite in einem relativ Männerfreien Ambiente. Ich kann dir gar nicht annähernd aufzählen, wieviele Frauen mir in den letzten 16 Jahren erzählt haben , dass sie trotz Verhütung schwanger wurden.
Ich bin echt dankbar, dass es Frauen wie zb Alice Schwarzer gab und zb prominente Frauen wie Uschi Glas, die sich im stink konservativen Deutschland damals stark gemacht haben, gegen eine bigotte, von Männern oder auch Religion dominierten Politik. Und ja „ mein Körper gehört mir“ ist heute aktueller denn je.
Wenn ich lese CDU und AfD haben gegen Streichung Paragraph 219 a ( Werbeverbot) gestimmt. Noch ein Grund, als Frau diese konservativen nicht zu wählen.


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25.06.2022 um 12:30
Die Radikalpositionen auf beiden Seiten zu der Frage werde ich nie verstehen. Diese laufen jeweils auf die Legitimation von Vergewaltigung als Fortpflanzungsstrategie oder die Tötung tatsächlich lebensfähiger Säuglinge hinaus. Beides widerspricht grundlegenden sozialen Normen einer Gesellschaft im Allgemeinen, weshalb dann umso stärker das Emotionale über polarisierende ideologische Aspekte beschworen werden muss.

Hoffentlich wird es in dem Kontext notfalls liberaleren Bundesstaaten gelingen, über die "Abwerbung" betroffener Frauen und deren Umfeld mittel- und langfristig einen entsprechenden Gegendruck aufzubauen.


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25.06.2022 um 12:37
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Ich muss dort zum Glück keine exakte Grenze ziehen können, denn das ist hier vorgeschrieben, aber ich finde die 3 Monate sehr gut. Danach mit medizinischer Indikation, auch sehr gut.
Das stimmt aber wir diskutieren hier ja das Urteil in den USA und damit sind wir durchaus offen in der Betrachtung. Ich kann die Regelung in Deutschland durchaus akzeptieren, auch wenn ich sie für nicht gut halte.
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Das Leben der Frau kann doch nicht weniger wert sein als das des Kindes, sie dient nicht nur als Brutkasten und wir sollten über die „ehelichen Pflichten“ auch hinaus sein.
Das stimmt aber die Frau stirbt im Normalfall nicht, ansonsten hätten wir das typische Gedankenspiel, du bist im Wasser und zwei ertrinken ein älterer Mensch und ein Kind, wen von beiden würdest du retten. Normal würden viele wohl das Kind retten, ist es aber nicht geboren ist dieses Kind aber plötzlich nur noch ein Zellhaufen...
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Das ist aber eine Frage, die sich nie abschließend beantworten lassen wird. Manche hören auf die Religion, andere auf die Wissenschaft.
Das hat eigentlich weder mit Religion noch mit Wissenschaft zu tun. Es ist ein moralisch / ethisches Dilemma, welches nicht zufriedenstellend gelöst werden kann, da eine Seite immer zu Schaden kommt.


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Das Oberstes US-Gericht kippt das Recht auf Abtreibung

25.06.2022 um 12:40
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Anscheinend soll der größte Druck wohl über die Krankenversicherungen und die Arbeitgeber erfolgen, die Diskussion ob Versicherungsträger z.B. gezwungen sind Verhütungsmittel und Abtreibungen zu erstatten läuft ja auch schon länger und nimmt jetzt sicherlich wieder Fahrt auf.
Ja,dewegen schrieb ich ja das vieles, Bundesstaatsübergreifend, im Moment rechtlich unklar ist.
Aber da es in den USA keine verschiedenen Staatsangehörigkeiten unter den Amerikanern gibt, kann jede Frau in den Bundesstaaten in denen Abtreibungen legal sind auch eine Abtreibung durchführen lassen ohne das ihr irgendwelche Konsequenzen drohen.
Wie ich anfänglich schrieb, es ist lediglich eine Frage darüber ob man sich die Reise und die Durchführung auch finanziell leisten kann.


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25.06.2022 um 12:44
Zitat von tarentaren schrieb:Das hat eigentlich weder mit Religion noch mit Wissenschaft zu tun.
Mit der Wissenschaft insoweit, als dass sie feststellen kann, ab wann der Embryo oder Fetus ein Bewusstsein hat, also ab wann er die Abtreibung mitbekommen würde, und bis wann er tatsächlich nur ein Zellhaufen ohne Empfindung und Bewusstsein ist.
Zitat von tarentaren schrieb:da eine Seite immer zu Schaden kommt.
Wenn die Mutter zum Austragen gezwungen wird, obwohl sie es partout nicht will, leidet dann nicht nur sie, sondern auch das Kind.

Außer natürlich in den Fällen, wo die Mutter dann doch im Nachhinein glücklich ist, es bekommen zu haben. Wie oft und vor allem, OB das in dem entsprechenden Fall so sein wird, kann niemand vorher wissen, auch nicht die Abtreibungsgegner, die behaupten, die Rechte des noch nicht geborenen Kindes zu verteidigen.

Ansonsten leidet nicht auch das geborene Kind, sondern es leidet auch viel stärker als ein Embryo, der noch gar nicht in dem Entwicklungsstadium ist, dass er leiden oder auch nur überhaupt Empfindungen oder Bewusstsein haben könnte.


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25.06.2022 um 12:52
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Auch für die gutsituierte 16-jährige dürfte das schwierig sein, wenn z.B. ihre Eltern nichts von der Schwangerschaft wissen dürfen.
Andererseits gibt es auch immer wieder erzkonservative, gutsituierte, weisse Südstaatler Väter, die gerne den Trip ihrer 16 jährigen Tochter nach Kalifornien bezahlen werden, nur weil der schwarze Lamar Jenkins als Vater des unverheirateten Familienglücks nicht so ganz in den Stammbaum passen würde.


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25.06.2022 um 12:55
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:ein Zellhaufen
Könnte man diese abwertenden Bezeichnungen nicht einfach lassen? Es gibt hier einen Thread über "Sternenkinder", dann schreibt doch da den trauernden Betroffenen mal rein, dass das nur Zellhaufen waren, wenn ihr euch das traut.


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