antrax0815
Diskussionsleiter
Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen
dabei seit 2012
Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen
Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?
um 07:51Die selbsterfüllende Prophezeiung: Zerstören wir die Demokratie, um sie zu „retten“?
Ich beobachte die aktuelle politische Lage in Deutschland, gerade mit Blick auf die neuen „Resilienz-Gesetze“ in Sachsen-Anhalt oder die Rufe nach einem Parteiverbot und komme zu einem beunruhigenden Schluss.
Wir erleben gerade eine gigantische selbsterfüllende Prophezeiung.
Seit Jahren heißt es, die AfD sei eine Gefahr für die Demokratie, weil sie Institutionen aushöhlen und Spielregeln missachten würde. Doch schaut man sich die Realität an, passiert gerade etwas Paradoxes. Es sind nicht die „Demokratiefeinde“, die das System umbauen, sondern die „Demokratieretter“ selbst.
Das Paradoxon der Macht
In Sachsen-Anhalt hat man gerade die Regeln für die Wahl des Landtagspräsidenten und die Besetzung des Verfassungsgerichts geändert. Der Grund? Man will verhindern, dass eine starke AfD diese Ämter besetzt oder Blockademacht erhält. Aber merkt eigentlich niemand, was das bedeutet?
Man beschädigt die parlamentarische Tradition und die Neutralität der Institutionen präventiv. Man begeht den Verfassungsbruch quasi aus Angst davor, dass ihn später jemand anderes begehen könnte.
Die Flucht in das Verbot
Dasselbe Spiel beim Thema Parteiverbot. Anstatt sich dem politischen Wettbewerb zu stellen und die Wähler mit besserer Politik zurückzugewinnen, wird die juristische Vernichtung der Konkurrenz geplant. Das Signal an Millionen Wähler ist fatal: „Eure Stimme zählt nur, wenn ihr das Richtige wählt. Ansonsten ändern wir die Regeln oder löschen eure Option einfach vom Stimmzettel.“
Wer zerstört hier eigentlich was?
Die AfD muss im Grunde gar nicht mehr „antidemokratisch“ handeln. Die anderen Parteien erledigen den Job für sie. Sie untergraben das Vertrauen in die Fairness des Staates, sie manipulieren jahrzehntealte Bräuche und sie bauen den Rechtsstaat zur Festung um, die nur noch für das eigene Lager zugänglich ist.
Die Prophezeiung lautet: „Die AfD wird die Demokratie gefährden.“ Die Reaktion darauf: „Wir schränken die Demokratie vorsorglich so weit ein, dass sie nicht mehr gefährdet werden kann.“
Am Ende steht eine Demokratie, die zwar „geschützt“ ist, aber ihren Geist verloren hat. Sie ist zu einem System geworden, in dem die Spielregeln nur noch für diejenigen gelten, die ohnehin an der Macht sind. Ist das nicht genau der Zustand, vor dem uns die Warner immer gewarnt haben?
Meine Frage an die Runde:
Haben wir den Punkt erreicht, an dem die Angst vor der Opposition gefährlicher geworden ist als die Opposition selbst? Heiligt der Zweck der „Abwehr“ wirklich jedes Mittel, oder zerstören die etablierten Parteien gerade genau das Fundament, das sie zu schützen vorgeben?
Ich beobachte die aktuelle politische Lage in Deutschland, gerade mit Blick auf die neuen „Resilienz-Gesetze“ in Sachsen-Anhalt oder die Rufe nach einem Parteiverbot und komme zu einem beunruhigenden Schluss.
Wir erleben gerade eine gigantische selbsterfüllende Prophezeiung.
Seit Jahren heißt es, die AfD sei eine Gefahr für die Demokratie, weil sie Institutionen aushöhlen und Spielregeln missachten würde. Doch schaut man sich die Realität an, passiert gerade etwas Paradoxes. Es sind nicht die „Demokratiefeinde“, die das System umbauen, sondern die „Demokratieretter“ selbst.
Das Paradoxon der Macht
In Sachsen-Anhalt hat man gerade die Regeln für die Wahl des Landtagspräsidenten und die Besetzung des Verfassungsgerichts geändert. Der Grund? Man will verhindern, dass eine starke AfD diese Ämter besetzt oder Blockademacht erhält. Aber merkt eigentlich niemand, was das bedeutet?
Man beschädigt die parlamentarische Tradition und die Neutralität der Institutionen präventiv. Man begeht den Verfassungsbruch quasi aus Angst davor, dass ihn später jemand anderes begehen könnte.
Die Flucht in das Verbot
Dasselbe Spiel beim Thema Parteiverbot. Anstatt sich dem politischen Wettbewerb zu stellen und die Wähler mit besserer Politik zurückzugewinnen, wird die juristische Vernichtung der Konkurrenz geplant. Das Signal an Millionen Wähler ist fatal: „Eure Stimme zählt nur, wenn ihr das Richtige wählt. Ansonsten ändern wir die Regeln oder löschen eure Option einfach vom Stimmzettel.“
Wer zerstört hier eigentlich was?
Die AfD muss im Grunde gar nicht mehr „antidemokratisch“ handeln. Die anderen Parteien erledigen den Job für sie. Sie untergraben das Vertrauen in die Fairness des Staates, sie manipulieren jahrzehntealte Bräuche und sie bauen den Rechtsstaat zur Festung um, die nur noch für das eigene Lager zugänglich ist.
Die Prophezeiung lautet: „Die AfD wird die Demokratie gefährden.“ Die Reaktion darauf: „Wir schränken die Demokratie vorsorglich so weit ein, dass sie nicht mehr gefährdet werden kann.“
Am Ende steht eine Demokratie, die zwar „geschützt“ ist, aber ihren Geist verloren hat. Sie ist zu einem System geworden, in dem die Spielregeln nur noch für diejenigen gelten, die ohnehin an der Macht sind. Ist das nicht genau der Zustand, vor dem uns die Warner immer gewarnt haben?
Meine Frage an die Runde:
Haben wir den Punkt erreicht, an dem die Angst vor der Opposition gefährlicher geworden ist als die Opposition selbst? Heiligt der Zweck der „Abwehr“ wirklich jedes Mittel, oder zerstören die etablierten Parteien gerade genau das Fundament, das sie zu schützen vorgeben?


