Wenn man sich das Wahlprogramm der CDU Sachsen-Anhalt zu dieser Landtagswahl anschaut, frage ich mich, wie man denken könnte, die Partei wäre nicht konservativ. Nur mal eine Auswahl von Positionen, die sich mit linken Perspektiven komplett beißen:
1. Verweis auf ein christlich-abendländisches Wertefundament (S. 29, 71)
2. verpflichtende Arbeit für Sozialleistungsempfänger (29f.)
3. Ablehnung geschlechtergerechter Sprache (S. 32)
4. restriktive Migrationspolitik (S. 7f.)
5. Erhalt traditioneller Familienstrukturen (S. 29f.)
6. stärkere Verankerung religiöser Bildung (S. 71‐73)
7. Festhalten an einem gegliederten und leistungsorientierten Schulsystem (S. 19-23)
8. Ausbau staatlicher Sicherheitsbefugnisse (S. 5-7)
9. Bewahrung traditioneller Geschichts- und Erinnerungskultur (S. 82f.)
10. Vorrang wirtschaftlicher Interessen vor zusätzlichen Umweltauflagen (u.a. S. 41, 54)
11. Ablehnung von Verbrennerverbot und Tempolimit (S. 60f.)
12. Haushaltsdisziplin und Leistungsprinzip (S. 75, 77f.)
Quelle: CDU Sachsen-Anhalt
https://share.google/DiChOuKTUyWDtpH73Das Programm ist deutlich konservativ, aber nicht durchgängig gesellschaftspolitisch restaurativ wie bei der AfD. Man kann also mit "die CDU ist nicht mehr konservativ" nicht rechtfertigen, warum man mit der AfD rechtsextrem wählt. Zumal mit den
Freien Wählern eine konservative Alternative zur Wahl stand, die ebenfalls nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird.