socialme schrieb:Ich persönlich würde ihm das Land geben um weiteres Leben zu schützen. Er ist sowieso ein verbranntes Kind, weil er mit einem solchen Widerstand nicht gerechnet hat.
Erstens geht es nicht nur um Land und dann, wie es zehntausenden Zivilisten so ergeht, in den besetzten Gebieten, darüber bist du so etwa informiert, ja? Die Verschleppung ukrainischer Kinder erhielt nur die meiste Aufmerksamkeit, wie es zehntausenden Zivilisten so ergeht, darüber erfährst du mehr, hier:
https://www.t-online.de/nachrichten/ukraine/id_101484764/ukraine-schicksal-ungewiss-russland-nutzt-zivilisten-als-faustpfand.htmlSollte hinter dem ersten (!) - und nicht nur nebenbei: völlig sinnbefreiten - Antrag von AfD und BSW aus dem Landtag LSA mehr stecken als das - ich denke, Marko Martin traf das wirklich gut
Weshalb ist wohl, sowohl nach repräsentativen Umfragen wie auch nach der Stimmung auf der Straße, in den Büros und Betrieben und an den abendlichen Küchentischen, die überlebensnotwendige Unterstützung der mörderisch angegriffenen Ukraine im Osten signifikant weit weniger populär als im Westteil des Landes?
Was dort immer wieder zu hören ist, jenseits einer abstrakten und oft nur vorgeschobenen Sorge um den „Frieden“: „Der Putin, der Putin, immer nur der Putin – und was ist mit uns?“ Aus dieser absurd verengten Perspektive heraus scheint selbst der Angriffskrieg auf die Ukraine zuvörderst ein erneuter westlicher Vorwand, um sich nicht um die Belange Ostdeutscher zu kümmern. Wie schon bereits zuvor auch die Debatte um den Klimawandel, die Flüchtlingskrise von 2015, der alte und der neue Antisemitismus oder Anfang der Neunzigerjahre die Kriege im ehemaligen Jugoslawien von vielen lediglich als Zumutung erfahren wurden – wohlgemerkt vor allem für sie selbst – und als narzisstische Kränkung, die sich dann quengelnd zu artikulieren versuchte: „Und wir, wer kümmert sich denn um uns?“
Quelle:
https://www.welt.de/kultur/article254426424/Marko-Martin-zum-Mauerfall-Sehr-geehrter-Herr-Bundespraesident-bei-allem-Respekt.htmlalso ein wirkliches Interesse an Frieden - und nicht nur einem "russischen Frieden", der eine neue Flüchtlingswelle lostreten würde - dann
könnte sich Ulrich Siegmund und sein Freunde von Sahras Gnaden ja mal auf ihre Simsons setzen, nach Moskau knattern und dort eine Anti-Kriegs Demo abhalten. Das wäre mal etwas, das wirklichen Respekt abnötigen würde!