sacredheart schrieb:Wer CDU wählt, bekommt als ziemlich sicher Die Linke obendrauf.
Und man darf nicht vergessen, wer das gesagt hat: Der Mann der kurz vor der BTW noch sagte, wir hätten ein Ausgabenproblem, kein Einnahmenproblem.
Und das ist pro-AfD Wahlkampf. Du bist selbst schlau genug, dass ich Dir das nicht erklären muss.
Noch einmal Unvereinbarkeitsbeschluss, erklärt. "Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit" lassen strukturelle Abhängigkeiten oder Vereinbarungen nicht zu. Die gibt es auch nicht in Thüringen. In Sachsen-Anhalt wäre es das erste Mal. Zustimmungen zu Gesetzen einer Koalition oder der CDU sind nicht Bestandteil des Beschlusses.
Und? Sachsen-Anhalt würde nicht wie Thüringen oder Sachsen. Es macht einen Unterschied, ob man dauerhaft auf die Linke angewiesen ist oder auch andere Optionen im Landtag hätte. Das ist in Sachsen der Fall.
In Thüringen reicht die Enthaltung der Linken, um eine Mehrheit für die aktuelle Regierung zu bekommen. Sachsen-Anhalt? Würde nicht wie Thüringen oder Sachsen. Da gäbe es keine anderen Mehrheiten. Da bedeutete die Enthaltung der Linken, jedenfalls wahrscheinlich nach den Umfragen? Keine Mehrheit.
Und Merz sagt da, es gibt Grenzen. Was soll er denn sonst noch sagen? M.a.W. die Union als Ausputzer für jedes noch so Clusterfuck-Wahlergebnis? Nein. Wahlen haben Konsequenzen. Es kann auch bedeuten: Opposition. Es gibt keinen Anspruch auf eine (mit)regierende CDU, wenn man sie nicht wählt. Einfach. Vielleicht toleriert ja die AfD die Linke. In Sachen Antisemitismus sind die eh näher beieinander.
Und wenn Du über Schuldenbremse (an sich ein kluges Werkzeug, ja, dass in den fetten Jahren so viel für Konsumtives statt Investitionen drauf ging, liegt freilich nicht in der Verantwortung von Merz) und das Schleifen der Schuldenbremse reden willst, das wäre eine komplexe, makroökonomische Diskusssion. Und, ähem, da wir hier ja im Sachsen-Anhalt Thread sind, erklärst du dann auch noch mal, mit wem in der AfD Du da die Diskussion führen wolltest?
Kurz noch mal zur Erinnerung.
Vom Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung, Halle. Zum Wahlprogramm der AfD.
Dem stehen bei großzügiger Auslegung belegbare Einsparungen von rund 243 Millionen Euro gegenüber (vgl. Abbildung). Von jedem Euro sind damit weniger als zehn Cent gedeckt. Die Finanzlücke von mindestens 2,2 Milliarden Euro entspricht rund einem Viertel der Steuereinnahmen des Landes Sachsen-Anhalt.
„Selbst in Teilen ist das Wahlprogramm der AfD auch mittelfristig nicht finanzierbar“, sagt IWH-Präsident Reint Gropp. Er hat die Analyse zusammen mit den beiden IWH-Ökonomen Nic Dorsch und Alexander Reifschneider verfasst.
Quelle:
https://www.iwh-halle.de/presse/pressemitteilungen/detail/studie-belegt-milliardenluecke-im-wahlprogramm-der-afd-sachsen-anhaltFinanzlücke. Von rund einem Viertel der Steuereinnahmen.