emanon schrieb:Die "Sondierungsgespräche" stufe ich als blanke Makulatur ein.
Das wäre auch mein Tipp.
Ein Problem dürfte auch liegen: bei den Abgeordneten selbst. Das Handelsblatt hat sich die Truppe mal näher angeschaut.
Der Blick auf die neue AfD-Fraktion zeigt, warum diese Suche schwierig werden könnte. Unter den Abgeordneten finden sich Politiker mit Vorstrafen, Stasi-Vergangenheit und Verbindungen zu rechtsextremen Netzwerken. Zum Vergleich: Bei den 15 CDU-Abgeordneten sind keine Vorstrafen oder hauptamtlichen Stasi-Tätigkeiten bekannt.
Quelle:
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/vorstrafen-rechte-netzwerke-wer-f%C3%BCr-die-afd-in-den-landtag-zieht/ar-AA2bQjEFAlso auch wenn man die rechtsextremen Netzwerke rausnimmt, lässt sich die Truppe ganz gut so zusammenfassen: Vorstrafen und Stasi, germanischer Götterglaube und Pornos.
Wenn das die Zukunft von Sachsen-Anhalt sein soll, na dann Prost. Oder auch gute Nacht.
Und nicht vergessen, die haben die Leute auch alle direkt gewählt. (38 von 41 Wahlkreisen gewann die AfD direkt.)
Derweil will das BSW was? Ah ja, kein Wessi, kein Zionist, das ist die Bedingung. (Hat sich Ulrich Siegmund schon dazu geäußert?)
Nicht mehr alle Tassen im Schrank?
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig nannte in einem Interview mit dem rechtsextremen Magazin „Compact“ am Montagabend konkrete Bedingungen für einen möglichen Kandidaten für das Amt des Regierungschefs in Magdeburg: Er dürfe „definitiv kein Wessi“ sein. Und auch niemand, der „irgendwelche zionistischen Projekte unterstützt“. Das Gespräch wurde auf dem YouTube-Kanal von „Compact“ veröffentlicht.
Der Auftritt steht im deutlichen Kontrast zu einer früheren Äußerung Sahra Wagenknechts über Kontakte ihrer politischen Weggefährten zu „Compact“.
Im Februar 2023 hatte der damalige Linken-Politiker Diether Dehm dem Magazin ein Interview gegeben. Ein „Spiegel“-Journalist machte auf X darauf aufmerksam. Wagenknecht reagierte damals mit den Worten: „Wer Compact Interview gibt, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.“
Quelle:
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/kein-wessi-kein-zionist-bsw-spitzenkandidatin-nennt-bedingungen-f%C3%BCr-ministerpr%C3%A4sidenten/ar-AA2bNVdNKlaro, wenn die Wähler erst mal merken, dass der ehemalige Duftverkäufter eigentlich lieber weiter Würstchen verteilen und Selfies machen will, könnte es da auch eine Trendwende geben. Das wäre auch eine Möglichkeit.
Aber will der erfolgreiche AfD-Spitzenkandidat überhaupt der nächste Ministerpräsident Sachsen-Anhalts werden? Amann zeigte sich bei ihrem Talkshow-Auftritt vom Gegenteil überzeugt: "Herr Siegmund hat Schiss vor der Verantwortung, und Sie müssen ihn dazu treiben, dass er sich jetzt doch wählen lässt", erklärte die Digital-Chefredakteurin der Funke-Mediengruppe. Nach Einschätzung der Journalistin würde Siegmund lieber weiter Würstchen verteilen und "auf der Simson rumknattern", also jenem ikonischen Moped aus DDR-Produktion also, auf dem Siegmund im Wahlkampf oft zu sehen war.
Quelle:
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101424800/markus-lanz-sahra-wagenknecht-weist-steigbuegelhalter-vorwurf-zurueck.html Nur das Problem dahinter, das geht wohl nicht so schnell weg.
Wenn man auf die Sonntagsfrage BTW Ostdeutschland schaut, stehen AfD, Linke und BSW zusammen da bei 65%.
Ein Problemgelage, wo halt auch das Wort mit reingehört: Idiokratie.