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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

706 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Berlin, Toter, Fahrzeug ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:01
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Allerdings beim Abdul dem CSD Attentäter, da frage ich mich schon, wie jemand auf die Idee kommen könnte, man könnte so ein Ideologie basiertes Weltbild und diese Manifestierung bei ihm, mit irgendwelchen Gesprächen und Sitzungen detoxen. Das ist geradezu idealisierend, bei einem islamisten, ausgewachsen und volljährig, Familienkontakten zu Personen aus der Familie, die sich zum IS bekennen usw. Und dem verordnet man Gespräche?
Die Alternative waere 1,5 Jahre (oder so) Haft gewesen.
Es ist ja nicht zu erwarten, dass sich dort etwas ändert.
Und spätestens nach 1,5 Jahren haette man das gleiche Problem wie jetzt auch...

Irgendwie sehe ich hier keine Lösung.
Solche Menschen sind und bleiben eine unberechenbare Gefahr.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:13
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Und spätestens nach 1,5 Jahren haette man das gleiche Problem wie jetzt auch...
und vermutlich noch mehr voller Hass und Wut, es wurde ja auch gesagt das in den Gefängnissen die Radikalisierung weiter geht
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Irgendwie sehe ich hier keine Lösung.
Solche Menschen sind und bleiben eine unberechenbare Gefahr.
Absolut, selbst wenn man zu solchen Gesprächen geht etc, ich sag immer man kann den Leuten immer nur bis vor den Kopf schauen


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:29
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Die Alternative waere 1,5 Jahre (oder so) Haft gewesen.
Es ist ja nicht zu erwarten, dass sich dort etwas ändert.
Und spätestens nach 1,5 Jahren haette man das gleiche Problem wie jetzt auch...
Warum sollte sich nichts ändern? Dann wäre Haft generell sinnlos.
Ein großer Teil der islamistischen Gefährder sitzt ja in Haft - vielleicht die Hälfte, es gibt wenig Zahlen in den Medien.
Die "Rückfallquote" scheint gering zu sein.
KI chatgpt:
Eine bundesweite Zahl aller inhaftierten Islamisten wird in Deutschland nicht regelmäßig veröffentlicht. Es gibt aber einzelne offizielle Angaben:

In Nordrhein-Westfalen waren Ende August 40 Gefangene als islamistische Gefährder eingestuft.
Insgesamt gibt es in Deutschland nach Angaben des Bundeskriminalamts derzeit 410 islamistische Gefährder. Davon befindet sich ein Teil in Haft, ein anderer Teil lebt auf freiem Fuß oder hält sich im Ausland auf.
In Berlin sprechen die Behörden von einer mittleren zweistelligen Zahl islamistischer Gefährder; ein Teil davon sitzt im Gefängnis.
Wenn er ferngesteuert war, und dafür spricht vieles, dann hätte der IS in 2 Jahren vielleicht keine Verwendung mehr für ihn.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:32
Zitat von abberlineabberline schrieb:Die Probleme begannen wohl sehr früh und die Eltern haben nicht mit den Lehrern kooperiert.
Das ist interessant vor dem Hintergrund, dass der Vater in einem Interview gesagt haben soll, der Junge wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und insgesamt so getan hat, als hätten die Eltern überhaupt nichts mit seiner Entwicklung zu tun.
Das Interview wurde ziemlich schnell nach der Tat geführt und wurde hier verlinkt.
Zitat von abberlineabberline schrieb:In der Grundschule hätte man vielleicht noch was tun können, aber wenn die Eltern nicht mitmachen, wird es schwer.
Ja, man hätte einiges tun können, wenn die Eltern mitgewirkt hätten.
Vielleicht hätte man das Jugendamt involvieren müssen. Aber das lässt sich rückwirkend natürlich immer leicht sagen.

Im Ergebnis hat das nachlässige und unkooperative Verhalten der Eltern nun dazu geführt dass sie keinen Sohn mehr haben, dass durch seine Hand eine Frau getötet wurde und zahlreiche Personen schwer verletzt wurden.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:36
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Oder es lag an Sprachbarrieren. Unsere Tochter hat einen Mitschüler aus Syrien. Einer der besten Schüler, und wirklich talentiert. Nur eben muss er jedesmal seine Eltern zum Elterngespräch oder ggf Elternabenden begleiten. Da die Eltern ihn als Sprachmittler nutzen, da sie nach 10 Jahren leider immer noch nicht die deutsche Sprache sprechen oder verstehen oder nur rudimentär. So kommt es, dass die Schwestern oder eben der Bruder überall mit hingehen, sogar zum Arzt ggf.
Also könnte eine Kooperation bereits auf den ersten Metern scheitern. Wie will man das Problem dann möglichst minimieren? Müsste man dann nicht zuerst bei den Eltern ansetzen?
Es lag wohl nicht (nur) an der Kommunikation:
Den Akten zufolge war der Grundschüler Abdul dermaßen aggressiv, dass er von Beginn an immer wieder vom Unterricht suspendiert wurde. Bereits ab der ersten Klasse gibt es Vermerke. Abdul müsse dringend zur Diagnostik, er brauche Hilfe und Unterstützung. Die Eltern kooperieren nicht. Der Vater wird als konfrontativ beschrieben, bei der Mutter gibt es Schwierigkeiten mit der Kommunikation. Das Jugendamt wird eingeschaltet, die Schulhilfekonferenz beschäftigt sich mehrfach mit Abdul. Nichts hilft, auch weil die Eltern wohl vielfach die Zusammenarbeit verweigern.
Mehr noch:
Vonseiten der Behörden gibt es zwei Versuche, ihn in Schulersatzprogrammen unterzubringen. Auch wird versucht, ihn zur Diagnostik in eine Psychiatrie zu bringen. Allerdings kommt es dazu nicht, weil seine Eltern die Zustimmung verweigern.
In mehreren Fällen dieselbe Charakteristik:
Aus den der Berliner Morgenpost vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass mehrere Stellen Abdul und seine Entwicklung von Anfang an im Blick hatten – die Kooperation der Eltern aber in den meisten Fällen fehlte.


Das klingt eigentlich schon nach Kindeswohlgefährdung.

Und jetzt wirds ganz kurios, hier skizziert die Morgenpost ein aus Ihrer Sicht mögliches neues Motiv:
Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Morgenpost, dass Abduls Vater homosexuell sein soll und mutmaßlich in Berlin mit seinem Partner zusammenlebt. Offenbar wächst Abdul also in einem starken Spannungsfeld aus Religion und Kultur auf. Das könne sogar auf ein mögliches Motiv hindeuten. Und darauf, dass Abdul ausgerechnet den Berliner CSD als Ziel gewählt habe. Dass die Vermischung von persönlichen Erfahrungen und islamistischen Überzeugungen problematisch sein kann, zeigen auch die Erfahrungen aus Programmen zur Deradikalisierung. Auch eine fehlende Vaterfigur ist demnach ein häufiges Muster bei jungen Islamisten. Ballout soll vor allem Zuflucht in radikalen Moscheen in Neukölln gesucht haben, so ein Insider.
https://www.morgenpost.de/berlin/article412703286/morgenpost-exklusiv-anschlag-auf-csd-hatte-womoeglich-persoenliches-motiv.html


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:46
@Justsaying
Genau deshalb nennt man sie ja auch Gefährder. Ich glaube mich zu erinnern, zu Zeiten von 9/11 oder bei der grossen Terrorwelle Nizza, Paris etc pp, nannte man manche der Täter noch Schläfer.
Wobei man bei Abdul wohl inzwischen wissen kann, der hat sicher nicht geschlafen, wenn man mal seine Entwicklung bis zum CSD betrachtet. Der hat das sehr offen gelebt. Im Knast seine Mitbrüder missioniert, sein Umfeld mit seinen Vorstellungen penetriert.
Schläfer war der nicht. Aber eben hochgradig gefährlich. Zum Zeitpunkt seiner nice Talks Gespräche, war er voll ausgereifter Islamist.
Da hilft in dem Stadium weder ein Stuhlkreis noch der Aufenthalt auf einem abgelegenen Bauernhof , zwecks Wiedereingliederung. Eines war er mit hoher Wahrscheinlichkeit, er war ein Manipulator. Selbst sein Verteidiger hat das jetzt erklärt. Er wurde nicht manipuliert, er hat alle manipuliert. Sogar seinen Anwalt. Anschließend hat er im Gericht noch dargestellt, wie reuig er sei, sie gläubig usw. Womöglich hat er Besserung gelobt. Und die Truppe gibt ihm nen Vertrauensvorschuss, gegen den Wunsch der Ankläger. Sein Verhalten nennt man angepasstes Verhalten. Er wusste was zu sagen ist, damit man ihn für geläutert hält. Um anschließend das Haus zu verlassen und sein Auto als Waffe zu nutzen. Der ist ja nicht zufällig in genau diese Menge gefahren. Die Leute haben all das gelebt, was er hasst. Und letztendlich ist doch allgemein bekannt, solchen Terroristen ist oftmals das Leben nichts wert, selbst ihr eigenes Leben zu verlieren, die Aussicht macht ihnen keine Angst. In ihrer Welt, ist das irdische Dasein sowieso nur eine Zwischenstufe zu was auch immer. Hauptsache so viele andere arg und wehrlose wie möglich, mitnehmen auf dem Weg.
Du fragst nach einer Lösung? Keine Ahnung, speziell zu dem Fall… ich habe wirklich keine Ahnung. Den konnten sie ja leider nicht mal abschieben oder so, höchsten von A nach B innerhalb Deutschlands.
Und dazu kommt noch, selbst wenn er ein Kandidat für den Heimflug gewesen wäre, rein therotisch. Dann hast Du am Flughafen immer gleich hundert Leute mit Plakat, die dagegen. Protestieren. Inclusive Anwälten die alles mögliche versuchen, den Mandanten im Land im System zu behalten. Wenn ich mir die Verbrechen so angucke von den abgeschobenen Afganen gestern? Oder vorgestern? Himmel, die ganze Bandbreite dabei, uA auch Raub, Versuchter Mord, sexueller Missbrauch auch an Minderjährigen und vieles andere. Und dann stehen da Demonstranten, die natürlich ihr Recht auf Demo wahrnehmen ( was gut ist, dass wir das im GG haben) und sie zetern und flehen, die Jungs nicht abzuschieben. Weil? Die Taliban böse Verbrecher sind, mit denen man keine Verhandlungen zu führen hat. Aber was denn dann alternativ? Bei Männern die nicht re sozialisierbar sind, weil sie sich hier nie sozialisiert haben.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:51
@behind_eyes
Deutschlandfunk greift das Thema auch auf:
Wie die Berliner Morgenpost unter Verweis auf Sicherheitskreise berichtete, soll sein Vater schwul sein und mit seinem Partner zusammengelebt haben. Dies könne womöglich das Anschlagsziel CSD erklären, heißt es. Die Mutter, bei der er gelebt habe, sei indes streng muslimisch. Wie das Blatt weiter schreibt, war der 21-Jährige bereits als Grundschüler auffällig aggressiv
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/vater-von-mutmasslichem-csd-attentaeter-soll-schwul-sein-100.html

Aber selbst wenn - Eltern merken doch, dass ihr Kind völlig aggro ist, die Schule verweigert etc - warum kooperiert man dann nicht mit der Schule?
Gerade im Grundschulalter, aber auch später.
Wobei das alles noch kein Grund ist, dass man fanatischer Mörderislamist wird. Und welche radikalen Moscheen in Neukölln waren das? Vermutlich Wohnzimmer Moscheen, aber auch die sollte ein Verfassungsschutz kennen. Vor allem, wenn es mehrere sind.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:54
Offenbar war das Jungendamt sogar relativ früh eingeschaltet.
Bereits ab der ersten Klasse gibt es Vermerke. Abdul müsse dringend zur Diagnostik, er brauche Hilfe und Unterstützung. Die Eltern kooperieren nicht. Der Vater wird als konfrontativ beschrieben, bei der Mutter gibt es Schwierigkeiten mit der Kommunikation. Das Jugendamt wird eingeschaltet, die Schulhilfekonferenz beschäftigt sich mehrfach mit Abdul. Nichts hilft, auch weil die Eltern wohl vielfach die Zusammenarbeit verweigern.
Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/article412703286/morgenpost-exklusiv-anschlag-auf-csd-hatte-womoeglich-persoenliches-motiv.html

Dann stellt sich natürlich die Frage, warum ein Kind was so dermaßen auffällig ist und dringend Hilfe braucht nicht in Obhut genommen wurde, wenn die Eltern so gar nicht kooperieren.
Für mich ist etwas unklar, was mit Schwierigkeiten mit der Kommunikation mit der Mutter gemeint ist. Sofern es sich dabei um Sprachbarrieren gehandelt hat, ist die Frage, warum keine Dolmetscher:innen eingesetzt wurden.
In Hamburg zumindest laden die Jugendämter Dolmetscher zu wichtigen Gesprächen, wenn nötig.
Was ich hinter der Floskel, der Vater sei konfrontativ aufgetreten verbirgt ist mir genauso unklar. Ist er möglicherweise so aggressiv aufgetreten, dass man auf Seiten des Jugendamtes Angst hatte, Maßnahmen wie z B Inobhutnahme zu ergreifen?
Auch die Familienverhältnisse waren offenbar deutlich schwieriger als bisher in der Öffentlichkeit bekannt.
Das war meiner Meinung nach zu erwarten. Junge Menschen, die zu mördern werden, haben vermutlich in den seltensten Fällen ein behütetes und liebevolles Elternhaus gehabt.

Meine Alarmglocken haben eigentlich schon geklingelt, als der Vater gesagt hat, seinen Sohn sei "einer Gehirnwäsche unterzogen" worden.
Offenbar ist er in einem sehr spannungsreichen Elternhaus emotional vernachlässigt aufgewachsen, allzuviel "Gehirnwäsche" war vielleicht gar nicht nötig.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Wobei das alles noch kein Grund ist, dass man fanatischer Mörderislamist wird
Nein, ein Grund ist das natürlich nicht. Aber es ist ein Nährboden, der einen jungen Menschen anfällig für Ideologien macht.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:57
Zitat von abberlineabberline schrieb:Aber selbst wenn - Eltern merken doch, dass ihr Kind völlig aggro ist, die Schule verweigert etc - warum kooperiert man dann nicht mit der Schule?
Wir haben so einen Fall im Umfeld. Problematisch ist ja schon wenn Frauen (Lehrerin, Erzieherin) einem solchen Mann erzählen was alles mit seinem Sohn korrekturbedürftig ist. Da hat man manchmal das Gefühl das dort erst die Hölle zufriert bevor diese Männer überhaupt zugeben das die Frau vielleicht Recht haben könnte.
Vorstellbar wäre auch die Ablehnung unser westlichen Schulkultur, na eigentlich sogar der Lebensweise wobei die jetzt erwähnte Homosexualität des Vaters dem nichtmal entgegenstehen muss...
Zitat von abberlineabberline schrieb:. Und welche radikalen Moscheen in Neukölln waren das? Vermutlich Wohnzimmer Moscheen, aber auch die sollte ein Verfassungsschutz kennen.
Da gehört überall verpflichtend eine Hospitanz rein. Ansonsten illegal.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 20:00
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Da gehört überall verpflichtend eine Hospitanz rein. Ansonsten illegal.
Die meisten radikalen "Moscheen" dürften illegal sein, vermut ich. Paar Hänsel im Wohnzimmer im Wohnblock, Hinterhof. Nur hat der VSchutz die Radikalinskis hoffentlich zumindest halbwegs auch da im Blick


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 20:06
@abberline
Um Himmels Willen, wird ja immer schräger. Sein ( schwuler?) Vater hat doch erzählt, die Familie sei nicht besonders gläubig gewesen. Außer dass seine Schwestern natürlich das Kopftuch oder so trugen, also so äußere Zeichen und dann so was?
Ja allerdings kann ein schwuler Vater , aus der Ecke schon heftige Konflikte bei ihm ausgelöst haben. Der hatte ja angeblich nen Draht zu seinem Vater, er sagte ihm sogar, er wäre gerne beim Vater im Libanon. gewesen ( wo der Vater wohl gerade war)
Allerdings kennt man ja inzwischen die Fälle zur Genüge, wo innerhalb solcher Familien sogar gemeinschaftlich, zb eine Tochter bzw Schwester, für ihren lockeren Lebenswandel ermordet wird. Da gibts sogar Fälle, wo sogar die Mütter mithelfen, die Tochter zu. bestrafen. Es sind Fälle bekannt, wo eine Mutter ihren schwulen Sohn aufspürt mit seinem Lebenspartner auch männlich, und dann gehts los mit der Attacke. Muttergefühle weichen dem Ehrgefühl.
Was will man an solchen Einstellungen therapieren?


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 20:16
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Außer dass seine Schwestern natürlich das Kopftuch oder so trugen, also so äußere Zeichen und dann so was?
Eine Schwester des Vaters ist mit einem hochrangigen Dschihadisten verheiratet, der in UK von der Boulevardpresse den Namen Ayatollah Tottenham verpasst bekam. Beide Söhne waren IS-Kämpfer, einer tot, der andere im Knast.
Quelle: https://www.blick.ch/ausland/abdul-ballout-21-war-nicht-der-einzige-is-kaempfer-in-der-familie-die-terror-verwandschaft-des-csd-attentaeters-id22141117.html


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 20:18
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Der hatte ja angeblich nen Draht zu seinem Vater, er sagte ihm sogar, er wäre gerne beim Vater im Libanon. gewesen ( wo der Vater wohl gerade war)
Behauptet der Vater.
Ich habe da leide Zweifel. Das extrem auffällige Verhalten des späteren Täters schon in sehr frühem Kindesalter, spricht nicht für tragfähige Bindungen zu den primären Bezugspersonen. Im Gegenteil.

Wenn es aber stimmen sollte, dass es so einen guten Draht zwischen Vater und Sohn gab, dann ist die Frage, wie Gespräche zwischen dem angeblich schwulen Vater und dem salafistisch islamistisch orientierten, homophoben Sohn eigentlich abgelaufen sind.
Warum ist es dann dem Vater nicht gelungen, seinen Sohn der komplett in gewalttätige Strukturen und Gedankenmuster abgeleitet emotional zu erreichen?


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 20:48
Das Gericht geht in die Offensive und greift nun die Medien an für deren Berichterstattung:
Diekmann und Koppers betonen, dass das Urteil „auf der Grundlage und im Rahmen der geltenden Rechtslage“ ergangen sei. Die aktuelle Debatte sei dagegen vielfach „von wenig Faktenkenntnis geprägt“ und erschöpfe sich häufig darin, „nahezu reflexhaft nach vermeintlich Verantwortlichen zu suchen“. Das ist wiederum eine harte und pauschale Kritik an Medien, deren Aufgabe es nicht zuletzt ist, Missstände aufzudecken und auch Gerichtsentscheidungen kritisch zu hinterfragen.
Quelle: https://m.bild.de/news/inland/anschlag-auf-den-csd-in-berlin-berlins-justiz-kritisiert-medien-hart-6a69bf5da17ee9f1dfd82aa7


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 21:13
@Lanza
Damals verurteilte das Amtsgericht Tiergarten in Berlin Abdul Ballout wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einem Jahr und zehn Monaten Jugendstrafe – auf Bewährung. Die Generalstaatsanwaltschaft hielt das für zu wenig. Sie forderte eine deutlich höhere Strafe und legte Berufung ein.
Hierzu noch interessant, ab 2 Jahren Haftstrafe ist keine Bewährung mehr möglich. Die Staatsanwaltschaft forderte dies aber offenbar - "forderte deutlich höhere Strafe"... Das Gericht entfernte sich also deutlich von der Forderung der Staatsanwaltschaft bis knapp in den Bereich hinein wo Bewährung möglich war.

Am Ende beschäftigen sie sich in ihrer Gegendarstellung - welche auf Faktenlosigkeit hinweist - selber eben auch nur mit wenig Fakten und erklären eben nicht die zugrundeliegenden Fakten.
Mehr noch, man thematisiert sogar das Attentat welches sachlich gesehen keine Rolle spielt in der Frage warum der Täter freigelassen wurde:
Aus Sicht von Diekmann und Koppers greift die aktuelle Debatte oft zu kurz. Viele Hintergründe der Tat seien bis heute ungeklärt. Noch immer werde ermittelt, wie der Anschlag vorbereitet wurde, welche Rolle mögliche Unterstützer spielten und welche Informationen den Behörden tatsächlich vorlagen.
Quelle: https://m.bild.de/news/inland/anschlag-auf-den-csd-in-berlin-berlins-justiz-kritisiert-medien-hart-6a69bf5da17ee9f1dfd82aa7

Die Tagesschau hatte zu diesem Thema ja schon einen aus meiner Sicht sehr gut ausgearbeiteten Artikel herausgebracht:
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Es gibt einen sehr detaillierten Artikel auf Tagesschau der offenbart wie extrem die Auffassung der Sicherheitsbehörden von denen des Gerichts abweichten, allerdings haben sich auch die Sicherheitsbehörden nicht an alle Warnungen gehalten.

Ich versuche es mal zu sortieren:
Im Januar 2026 wurde Abdul B. vom Berliner LKA offiziell als Gefährder eingestuft. Einer von rund 450 Islamisten, denen die deutschen Behörden jederzeit schwere Gewalttaten zutrauen. Nicht alle diese Personen sind in Deutschland oder auf freiem Fuß. Einige halten sich im Ausland auf, sind etwa im Irak inhaftiert, andere sind in den Kriegswirren im Nahen Osten verschwunden oder sind vermutlich nicht mehr am Leben, werden offiziell allerdings nicht für tot erklärt. Wiederum andere befinden sich in Deutschland in Haft.
Da befürchtet wurde, dass Abdul B. aufgrund der Haft im Libanon und der bereits monatelangen Untersuchungshaft in Deutschland trotz der schwerwiegenden Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bald freigelassen werden könnte, soll es nach Recherchen von NDR, WDR und SZ noch in der ersten Maihälfte eine kurzfristig einberufene Sitzung des Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums (GTAZ) in Berlin gegeben haben.Dort sollen die Fachleute der Sicherheitsbehörden zu dem Schluss gekommen sein, das ein erhebliches Risiko bestehe, dass Abdul B. erneut ausreisen oder einen Anschlag begehen könnte. Wenig später, am 12. Mai, kam Abdul B. tatsächlich aus der Untersuchungshaft frei
Und jetzt kommts, entgegen der tatsächlich verhängten Strafe ohne Bewährungsauflage, die Bedingungen für eine Bewährung erfüllte er explizit nicht, bekam er Etwas, was in den Medien irrtümlich als Bewährung benannt wird, nämlich Haft ohne Bewährung:
Gericht gab ihm noch eine Chance
In dem Urteil des Jugendschöffengerichts vom selben Tag schrieb das Gericht, Abdul B. habe beim Versuch, sich dem Islamischen Staat anzuschließen, "schwere Schuld" auf sich geladen. Auch sei ihm bewusst gewesen, "dass es sich bei dem Islamischen Staat um eine Terrorgruppe handelt". Das Urteil führt fort, dass Abdul B. zudem bekannt war, dass diese Gruppe "Ungläubige als todeswürdig ansieht, Kriegsverbrechen begeht und eine radikale Auslegung des sunnitischen Islams mit äußerster Gewalt durchsetzt". Zudem kam das Gericht zu dem Schluss, mit einer Jugendstrafe, "der intensivsten Rechtsfolge des Jugendstrafrechts", zu reagieren.
Die Richter am Schöffengericht verhängten also eine Freiheitsstrafe, und zwar zunächst nicht auf Bewährung. Explizit heißt es in dem Urteil, das NDR, WDR und SZ vorliegt, "dass der Angeklagte sich schon die Verurteilung zur Warnung dienen lassen und künftig keine Straftaten mehr begehen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt … nicht erwartet werden". Die Strafe zur Bewährung auszusetzen, sei daher nicht in Betracht gekommen. Begründet wurde die Einschätzung von Abdul B. mit dem Umstand, "dass er auch nach seiner Haftentlassung im Libanon weiterhin Interesse an den Medien des Islamischen Staates zeigte".Und
Mehr noch, das Gericht entschied danach, daß die Entscheidung ob Freiheitsstrafe oder Bewährung später entschieden werden soll:
Und doch wurde Abdul B. aus der Haft entlassen - auch, weil er zuvor bereits sechs Monate in Untersuchungshaft und weitere drei Monate in libanesischer Haft verbracht hatte. Zudem hatte er im Rahmen der Hauptverhandlung angegeben, sich vom IS distanziert zu haben. Im Rahmen einer sogenannten "Vorbewährung" sollte er sich fortan unter besonderen Auflagen, regelmäßigen Beratungsgesprächen und unter Aufsicht von Bewährungshelfern als einsichtig erweisen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt wollte das Gericht entscheiden, ob seine Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt oder vollzogen wird. Das Urteil wurde nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft Berufung einlegte
Mit dieser Entscheidung des Gerichts "wir entscheiden später ob Gefängnis oder Bewährung" war der Täter frei.
Das die Staatsanwaltschaft noch Berufung ein legte gegen das grundsätzliche Urteil, spielt hierbei offenbar keine Rolle.

Ab jetzt begann das Unglück, die Sicherheitsbehörden blieben bei ihrer Einschätzung zur Hochrisikogefährder, entgegen der Einschätzung des Gerichts und starteten die Observierung:
Berliner LKA begann daraufhin, den Islamisten in Freiheit engmaschig zu überwachen. Sein Handy wurde überwacht, seine Social-Media-Kanäle ebenfalls, Observationsteams folgten dem Extremisten regelmäßig. Um seinen Tagesablauf zu beobachten, wurde eine Kamera installiert, die den Hauseingang von B. filmte. Die Aufnahmen wurden jeweils nach 24 Stunden ausgewertet
Die Observierung ergab, das sich die Befürchtungen nicht erhärten, die Maßnahmen wurden zurückgefahren, einzig ein Tool zur Risikobewertung blieb bei der Einschätzung:
Fachleute sollen bei diesem Termin das Ergebnis einer Risikobewertung für Abdul B. vorgestellt haben, die mit Hilfe eines BKA-Systems ermittelt wurde: "Regelbasierte Analyse potentiell destruktiver Täter zur Einschätzung des akuten Risikos - islamistischer Terrorismus", kurz RADAR-iTE, heißt dieses Programm. Das Tool soll nicht bewerten, ob es sich bei den erfassten Personen um Gefährder handelt, sondern es soll den Sicherheitsbehörden bei der Priorisierung von Überwachungsmaßnahmen helfen, um abzuwägen, wie wahrscheinlich eine unmittelbare Gefährdung ist.
Das Ergebnis bei Abdul B. soll nach Recherchen von WDR, NDR und SZ die Kategorie Rot gewesen sein: hohes Risiko. Da aber in den Wochen zuvor die enge Beobachtung durch das LKA Berlin keine Anzeichen für eine Anschlagsplanung geliefert hatte, sollen die Maßnahmen trotz des Analyseergebnisses laut Eingeweihten gelockert worden sein. Die Observationen wurden eingestellt, die technischen Maßnahmen, die Telefon- und Internetüberwachung sowie die Kamera vor Abdul B.s Haustür liefen weiter.Dabei
Quelle: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/anschlag-berlin-tatverdaechtiger-100.html

Mein Fazit:
Das Gericht hat, Stand jetzt ohne Erklärung, entschieden das die Entscheidung - ob Bewährung oder Haftstrafe - ausgesetzt ist, auf später verschoben.
Damit war der Täter frei.

Die Sicherheitsbehörden ignorierten dann die Einschätzung zur Person mit hohem Risiko aus ihrem Risikobewertungstool weil ihre eigenen Observierungsdaten, welche sich zeitlich nach dem Urteil ergaben, denen des Risikobewertungstools widersprachen



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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 21:20
Der Anwalt von Abdul B. hat sich geäußert:

https://www.focus.de/panorama/csd-attentaeter-selbst-anwalt-ueberrascht-ueber-haftentlassung_eef66653-68f2-4a96-9382-b1e723408216.html

Er spricht sehr negativ über seinen ehemaligen Mandanten:
„Er hat sich dargestellt, als sei er manipuliert worden.“ Dabei sei Abdul Ballout der Manipulator gewesen, sagte Geyhan.

Darf er das überhaupt?


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 21:32
@Salamander32
Warum sollte er das nicht dürfen. Durch den Tod seines Mandanten, ist er womöglich nicht mehr an die Schweigepflicht gebunden. Gegen Tote wird nicht mehr ermittelt. Siehe Stade Morde. Vielleicht hat ihn ja schon ein Richter von seiner Schweigepflicht entbunden?
Ich sehe auch niemanden, der jetzt zb als Angehöriger vom Täter oÄ darauf pocht, dass der RA nun bitte seinen Mund halten solle. Es ist gar nicht so selten, dass Anwälte, sobald ein Mandat zum Erliegen kommt, danach plaudern. Er hat ihn ja schließlich wann? Im Mai vertreten. Ob der jetzt überhaupt noch sein Mandant war? Der Prozess war vorbei. Der Täter war sozusagen auf Bewährung? Richtig? Ab dann sind andere für Abdul zuständig gewesen. Der Herf Mücke zb , als Gesprächsleiter, oder der Bewährungshelfer.
Er hatte den Anwalt sicher als Pflichtverteidiger zugeteilt bekommen. Deren Mandat endet dann mit dem Urteil vermute ich.


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