Der zitierte Beitrag von Panaetius wurde gelöscht. Begründung: Paywall-Artikel, Quelle ebenfalls nicht angegeben
Ich weiss noch, dass am Anfang von manchen Menschen gesagt wurde ein Täter könne sich nicht nur über das Netz radikalisieren. Da haben wir spätestens den unwiderlegbaren Beweis, dass Täter im Netz genauso anfangen können sich zu radikalisieren würde ich sagen
anthe schrieb:Das mag alles sein, aber ein noch vor wenigen Jahren Erziehungsberechtigter, der sich jahrelang geweigert hat, seinem schwerst verhaltensauffälligen Sohn irgendwelche Hilfe zukommen zu lassen, obwohl sie der Familie anscheinend proaktiv angeboten wurde und er einfach nur hätte zustimmen und dafür sorgen müssen, dass sein Sohn Termine wahrnimmt, der braucht jetzt auch nicht von "Gehirnwäsche" zu labern, als ob er überhaupt nichts damit zu tun hätte
Ich will absolut nicht sagen, dass dein Punkt false ist. Aber ich glaube, dass du den kulturellen Aspekt ein wenig außer acht lässt. Überall auf der Welt ist es für die Menschen schwer anzuerkennen, dass bereits Fehler in der Vergangenheit die keinen direkten Bezug hatten ausschlaggebend für eine solche Entwicklung.
Ihm das vorzuwerfen würde ich jetzt also nicht für richtig halten. Das ist eher ein Problem was mit mangelnder Aufklärung über die Funktionsweise der menschlichen Psyche zu tun. Sonst wäre es vielleicht normaler Hilfe anzunehmen und Fehler einzugestehen bzw Verantwortung (oder in diesem Fall eher Mitverantwortung; der Schritt wäre kleiner und damit einfacher) zu übernehmen.
Oder allgemein formuliert: Das Problem ist nicht der Vater sondern die gesellschaftlich mangelnde Akzeptanz, dass man ein Leben lang Skillsets für das Leben lernen kann und oft auch muss