Ist gut jetzt.
Einer der Hauptverdächtigen für die zerstörerische Brandstiftung des Rathauses in Limoges wurde jetzt festgenommen: es soll sich um einen polizeibekannten Linksextremisten handeln.
Demnach handelt es sich um einen polizeibekannten 40 Jahre alten Linksextremisten, der von den Behörden als sicherheitsrelevant erfasst ist. Nach Informationen des Senders RTL ist der Verdächtige den Ermittlern bereits wegen Gewalt gegen Amtsträger bekannt.
Dass in Paris marodierende Mobs sogar versuchten, in Wohnhäuser einzudringen und die Bewohner auszurauben, war mir noch nicht bekannt.
Wie kann man die Festgenommenen einordnen?
Der Großteil der am Wochenende rund 2400 festgenommenen Randalierer und Plünderer in Frankreich lässt sich laut Angaben der Justiz zwei Gruppen zuordnen. Ein Teil betrifft den linksextremen, anarchistischen Schwarzen Block, der unter anderem für das Anzünden und Abbrennen des Rathauses von Limoges verantwortlich sein soll.
Ein anderer Teil setzt sich aus diffusen und „wenig politisierten“ Formationen krimineller und zumeist jugendlicher Opportunisten zusammen, vielfach aus ärmeren Vorstädten stammend und mit Migrationshintergrund, die die politisch angeheizte Lage und die Überforderung der Polizei für Plünderungen, Zerstörungen und Gewaltausbrüche nutzten. (dpa/jmi)
Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/internationales/dpa-polizeibekannter-linksradikaler-festgenommen-16179539.htmlMehr zum Festgenommen und den Vorgängen in Limoges hier:
https://www.lepoint.fr/societe/incendie-de-la-mairie-de-limoges-lultragauche-dans-le-viseur-des-enqueteurs-HZBNVEEAZVE6BL6XW3YGFUI55M/Dort protestierten 5000, aber dann zogen Hunderte ins Zentrum.
Der Präfekt des des Départements Haute-Vienne sagt:
„Kurz vor 18 Uhr kehrten die feindselig gesinnten Personen in die Innenstadt zurück und griffen das Rathaus gewaltsam an. Sie schlugen die Scheiben des Gebäudes ein – obwohl sich zu diesem Zeitpunkt Personal darin aufhielt – und bedrohten die städtischen Angestellten mit dem Tod. Es gelang ihnen, in das Gebäude einzudringen und es um 17:56 Uhr in Brand zu setzen, ungeachtet der offensichtlichen Anwesenheit von Menschen im Inneren.“
Quelle: ebd.
Dann drangen die Brandstifter über die Keller ein und legten ein Feuer, das sich rasch bis in den Dachstuhl ausbreitete. Trotz dauernden Einsatzes der Feuerwehr stürzte das Dach ein, der 43 m hohe Glockenturm brach zusammen und die wunderschönen Fassaden wurden auch zerstört. Der Bürgermeister geht von einem vorsätzlich gelegten Brand aus, er denkt, da müsse vorher einen Auskundschaftung stattgefunden haben.
Seiner Ansicht nach, also des Bürgermeisters, handelt es sich „um Zadisten vom Plateau de Millevaches“ sowie um Angehörige des „Schwarzen Blocks“ aus der umliegenden Region.
Der Bürgermeister nimmt die französische Ultralinke ins Visier, die einen Teil des Jahres zurückgezogen in den Dörfern dieses Plateaus im Limousin verbringen soll. „Das trägt eine klare Handschrift. Es ist die anarchistische Ultralinke“, urteilt er bestimmt. Als Beweis verweist er auf die Inschrift „Vive la Commune“ (Es lebe die Kommune), die an den Brunnen vor dem Rathaus gesprüht wurde. Dabei gehe es nicht etwa um Limoges, betont er, sondern um die Pariser Kommune von 1871.
Quelle: ebd.
Das Profil der Randalierer sei dagegen komplexer. Junge Männer auf der Suche nach dem Kick, Gewalttäter aus Einwandererfamilien aber manche Randalierer kämen auch aus gutbürgerlichen Verhältnissen, die sich hinter Masken verstecken. Die von der Staatsanwaltschaft eingeleiteten Ermittlungen zu den Brandstiftern (Zerstörung durch eine gut organisierte Gruppe) seien so auch von den Ermittlungen zu den Plünderungen in der Innenstadt zu unterscheiden.
Was den Brand betrifft, so stehen die Ermittlungen noch ganz am Anfang. Die Ermittler müssen die genaue Rolle des Verdächtigen klären und mögliche Komplizen identifizieren. Guillaume Guérin zweifelt nicht am Ausgang: „Die Justiz wird sie finden.
Quelle: ebd.
(Zitate übersetzt mit google.)