Tussinelda schrieb:warum hat Rittenhouse denn ÜBERHAUPT ein Gewehr? Er ist 17. Da darf er gar kein Gewehr legal haben in Wisconsin. Aber ach, Schwamm drüber, er hatte ja nur gute Absichten und da betrachten wir ganz genau, was alles FÜR ihn spricht, bei den Opfern, ach naja, da muss man nicht mal die Namen nennen oder da mal genauestens die Vita hinterfragen oder wenigstens, wer sie waren und warum sie eine Waffe hatten oder dass eine 2 jährige jetzt keinen Vater mehr hat.
Und da wunderst Du Dich, warum ich reagiere, wie ich reagiere.
Ich will die Taten von Kyle doch nicht gutreden und nur nach Gründen suchen, die für ihn sprechen. Ich will nur richtigstellen, was die Medien offensichtlich nicht können: Den Fall so erklären, wie er war. Es war kein wilder Teenager, der wahllos auf Menschen schoss. Die paar kleinen Details, die ich noch hinzugefügt habe, sind nämlich für dieses Ereignis wichtig. Sie machen ihn nicht völlig unschuldig, aber sie zeigen auf, dass er nicht einfach mal eben Leute grundlos erschossen hat, wie die vielen Zeitungsartikel glaubhaft machen, weil sie viel zu schwammig berichten.
Den Gaige habe ich doch genannt. Wenn du willst, dann zähle ich halt mal alle auf:
Kyle Rittenhouse - Täter
Anthony Huber - tot
Joseph Rosenbaum - tot
Gaige Paul Grosskreutz - schwer verletzt
Zufrieden?
Ich habe bereits recherchiert, wer die Opfer sind und hier nur in einer Randnotiz bemerkt, dass sie alle drei vorbestraft sind. Ansonsten waren sie doch normale Menschen wie du und ich.
Was das Gewehr angeht, gibts doch auch schon genug Details. Sicher ist: Ja, er hätte keins tragen dürfen. Es gibt eine Ausnahmegenehmigung für die Jagd, für die er sie hätte tragen dürfen, aber das trifft in diesem Fall nicht zu. Geklärt ist aber auch, woher das Gewehr kommt. Das Gewehr hat er von einem Freund aus Wisconsin. Somit hat es die Bundesstaatsgrenzen niemals überschritten.
Somit kann man ihm zunächst nur vorwerfen, unerlaubterweise eine solche Waffe getragen zu haben. Der illegale Waffenbesitz ändert dennoch nichts daran, dass er sich nach der ersten Tötung nur verteidigen wollte.
Tussinelda schrieb:na da wollen wir doch mal sehen....
Dein Link bestärkt doch meine Aussage, dass hinter ihm nur ein 'Mob' her war, der ihn lynchen wollte. Genau so, wie die Videos scheinen, war es also wohl. Sonst würden die Leute nicht sowas rufen wie "Beat him up!".
Wie würdest du dich denn in genau dieser Situation verhalten? Hast ein Gewehr in der Hand, mehrere Leute rennen dir hinterher und rufen sowas? Du stürzt und sie springen auf dich zu. Würdest du das über dich ergehen lassen? Wohl kaum!
Ich würde zu allen Mitteln greifen, die ich habe. Und als Unbeteiligter, der da am Straßenrand steht, würde ich lieber mal die Polizei rufen, als einen bewaffneten Mann zu verprügeln, der gerade erst jemanden erschossen hat.
Aber gut, vielleicht sind einige von denen auch diese ACAB-Leute. Da verstehe ich es dann, dass sie in einer Notsituation nicht den Notruf wählen.
:P:
Texaslighting schrieb:Ich war noch nie in den USA aber mir hat man immer erzählt, wenn du bei einer Polizeikontrolle in den USA deine Geldbörse aus der Jacke holen willst, wirst du erschossen. vielleicht war das übertrieben, aber wenn das so oder zumindest so ähnlcih ist, sollte man das als Amerikaner ja wissen und sich entsprechend verhalten. Vielleicht wollte er seine Fahrzeugpapiere holen, vielleicht wollte er einen Blumenstrauß zur Versöhnung herausholen, aber vielleicht wollte er auch eine Waffe holen. Das wussten die Polizisten nicht, da sie nicht hellsehen können. Und deshalb wurde auf ihn geschossen.
Tja, das sind die USA. Da kann jeder jederzeit ne Waffe zücken. Die kriegen es bis heute nicht gebacken, ordentliche Gesetze zu schaffen gegen die Waffen. Das werden sie auch niemals. Dafür ist die Waffenlobby zu stark und es sind zu viele unregistrierte Waffen im Umlauf. Deren Waffenproblem ist so groß, dass man eher einen starken Schwarzmarkt für Waffen aufbaut, wenn scharfe Waffengesetze beschlossen werden.
Ich denke, dass die USA es für lange Zeit verwirkt hat, ein waffenfreies Land zu werden.
Und daher geht die Polizei bei jeder Kontrolle so rum. Ihr Verhalten muss man nicht gutfinden, man sollte es aber verstehen. In einem Land, in dem jeder schnell mal ne Waffe ziehen könnte und dich abknallt, hast du als Polizist nunmal die Finger am Abzug.
Texaslighting schrieb:Der 15 Jährige mit der Statur eines Sumoringers in Hamburg hat dies nicht, sondern angefangen, mit der Polizei zu rangeln und sie haben es zu dritt nicht geschafft, ihn zu bändigen. Also wurde Verstärkung geholt und es kam zu den Szenen die man auf Video nachverfolgen konnte, die dann als "Acht Polizisten gehen auf Kind los" in die Geschichte eingehen. Aber er wollte sich eben auf Biegen und Brechen nicht ausweisen.
Dabei hätte er dann ohne Probleme gehen können, wenn er das einfach gemacht hätte.
Das ist genau das, was ich mit dem aktuellen Fall von Kyle Rittenhouse und dem von Nicholas Sandmann meine. Die Medien lassen wichtige Details weg und schon wirkt ein Fall völlig anders, als er in der Realität war.
Dieses Verhalten der Medien ist ein richtiges Problem, das beseitigt werden muss. Aber wie?