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Der Fall: Arigona Zogaj

91 Beiträge, Schlüsselwörter: Asyl, Zogaj, Arigona
belphega
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Der Fall: Arigona Zogaj

25.08.2009 um 09:41
Der Kampusch-Thread ging durchs Thema Arigona Zogaj ins Offtopic.
Versuchen wir diesbezügliche Diskussionen hier weiter zu führen.
___

Fakten zum Fall: Arigona Zogaj

Hier eine Chronologie der Ereignisse:


Mai 2001: Arigonas Vater reist illegal nach Österreich ein.

Mai 2002: Sein Asylantrag wird abgelehnt.

September 2002: Frau Zogaj und die fünf Kinder reisen illegal ein.

November 2002: Das Asylverfahren wird für die ganze Familie negativ entschieden.

November 2002: Herr Zogaj stellt einen zweiten Asylantrag.

Februar 2003: Der Asylantrag des Vaters wird abgelehnt, er erhält den Ausweisungsbescheid.

Februar 2003: Frau Zogaj stellt für sich und die Kinder einen zweiten Asylantrag.

Dezember 2003: Der Verfassungsgerichtshof lehnt das Asylverfahren ab.

Mai 2004: Die Sicherheitsdirektion Oberösterreich bestätigt die Ausweisung. Eine Beschwerde der Familie beim Verwaltungsgerichtshof hat aber aufschiebende Wirkung.

März 2005: Der Verwaltungsgerichtshof lehnt die Beschwerde ab.

April 2005: Die Bezirkshauptmannschaft (BH) Vöcklabruck fordert die Familie zur Ausreise bis zum 10. Mai 2005 auf.

Mai 2005: Die Familie stellt bei der BH einen Antrag auf Erstniederlassungsbewilligung aus humanitären Gründen.

September 2005: Das Innenministerium lehnt den humanitären Aufenthaltstitel ab.

Mai 2007: Das Innenministerium weist auch die Berufung der Familie hinsichtlich einer Niederlassungsbewilligung ab.


Juni 2007: Gemeinde und Schulekollegen von Arigona starten eine Unterschriftenaktion.

Juli 2007: Die Zogajs legen Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof ein, die Entscheidung steht noch aus.

Juli 2007: Die UNO-Übergangsverwaltung UNMIK stimmt der Rückführung der Familie in den Kosovo zu.

26. September 2007: Innenminister Günther Platter und Pühringer (beide ÖVP) handeln einen Kriterienkatalog zur Gewährung eines humanitären Aufenthaltstitels aus. Am selben Tag wird die Familie Zogaj von der Polizei abgeholt, um abgeschoben zu werden. Die 15-jährige Arigona ist spurlos verschwunden.

27. September 2007: Arigonas Mutter darf in Österreich bleiben, um nach ihrer Tochter zu suchen. Der Vater und die anderen vier Kinder der Familie werden in den Kosovo geflogen.

30. September 2007: Ein Brief von Arigona taucht auf. Darin schreibt sie, dass sie sich nicht lebend der Polizei stellen werde, wenn ihre Familie nicht nach Österreich zurückkommen darf.

1. Oktober 2007: Die oberösterreichische Landesregierung appelliert einstimmig an Platter, den Fall Zogaj wieder aufzunehmen und im Hinblick auf die jüngst präsentierten Bleiberechtskriterien zu beurteilen. Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) vereinbart mit Platter, das Urteil des Verfassungsgerichtshofes abzuwarten. Arigona und ihre Mutter dürfen vorerst bleiben.

5. Oktober 2007: Eine Videobotschaft von Arigona wird dem ORF zugespielt. Sie sagt darin, sie wolle erst aus ihrem Versteck kommen, wenn ihre Geschwister zurückkehren dürfen. Das Mädchen erneuert seine Selbstmorddrohung, sollte es in den Kosovo zurückmüssen.

6. Oktober 2007: In Frankenburg findet eine Demonstration für die Familie Zogaj statt. Rund 500 Menschen nehmen nach Angaben der Polizei daran teil - allen voran Prominente sowie Politiker von SPÖ, ÖVP und Grünen.

7. Oktober 2007: Pühringer spricht sich für eine menschliche Lösung aus und bietet Arigona ein Gespräch unter vier Augen an. Das Innenministerium rechtfertigt sein bisheriges Vorgehen in einer Pressekonferenz und pocht unter anderem erneut darauf, dass "mehrere Familienmitglieder mit dem Gesetz in Konflikt" geraten seien.

8. Oktober 2007: Die Polizei erstattet Anzeige gegen jene "unbekannten Täter", die Arigona bei ihrer Flucht unterstützen und mit ihr Kontakt haben. Der oberösterreichische Soziallandesrat Josef Ackerl (SPÖ) fordert ein humanitäres Aufenthaltsrecht für alle Familien, die derzeit auf einen Asylbescheid oder bereits auf Abschiebung warten.

9. Oktober 2007: SPÖ und ÖVP lehnen ein automatisches Bleiberecht ab. Die Grünen organisieren eine "Bleiberechtsdemo" in der Wiener Innenstadt, der sich Tausende Menschen anschließen.

10. Oktober 2007: Mittwochfrüh wird bekannt, dass Pühringer am Vorabend mit Arigona ein halbstündiges Gespräch geführt hat. Das Mädchen werde von Pfarrer Josef Friedl aus Ungenach betreut, heißt es. Am Nachmittag beschäftigt sich der Nationalrat - auf Initiative der Grünen - in einer Sondersitzung mit dem Thema Abschiebungen; die Grünen bringen einen Misstrauensantrag gegen Platter ein.
___

Kurze Erläuterung zu den Parteien:

Die Grünen - die österreichische "grüne" Partei (links angehaucht)
Die ÖVP - die österreichische Volkspartei (zzt. mit SPÖ Stimmführend)
Die SPÖ - die soziale Partei Österreichs (zzt. Stimmführend)
Die FPÖ - die freie Partei Österreichs (rechts angehaucht)
___________


Diskussionsthema: Wie kann ein Staat dieses Problem vernünftig beheben?

___________

Probleme bei der "Abschiebung" (welche seit 8 Jahren schon gesetzlich festgelegt war), einer Familie, welche sich 8 Jahre lang illegal in Österreich aufhalten:

1) Angrenzende Staaten verurteilen die österreichische Staatsführung als rechtsradikales Neonazipack.

2) Den Parteivorständen, welche das Urteil vollziehen, werden zahlreiche ausländerfeindliche Vorwürfe gemacht.

3) Die Nation spaltet sich. Das arme 14jährige Mädchen das den Staat erpresst kann doch gar nichts dafür.

4) Alles und jeder der ein Machtwort sprechen kann, wird wieder mit Hitler verglichen.

5) Wahrscheinlich nicht - aber eventuell - bringt sich Arigona um.
___

Probleme bei der Erteilung des Aufenthaltsrechts, nachdem ein 14jähriges Mädchen den Staat mit einer Selbstmorddrohung erpresst hat:

1) Zahlreiche andere Asylwerber die keine Chance auf ein Aufenthaltsrecht haben, werden mit der selben Masche versuchen sich die Staatsbürgerschaft zu holen.

2) Die Zahl an Einwanderern würde drastisch zunehmen, da nun die ganze Welt sieht wie bestechlich Österreich und seine Politik ist.

3) Chaos könnte im Bereich der Migrationsebene ausbrechen. Tausende und Abertausende Menschen wollen nun das selbe wie Arigona! Auch Straftätige haben einen Grund dazu, da auch Arigonas Brüder mehrmals vorbestraft waren.

4) Der Krieg in ihrem Land hat vor Jahren aufgehört. Kriegsflüchtlinge haben oftmals keinen Platz mehr, obwohl sie ihn tausend mal dringender brauchen würden.
_____

Was ein geistig gesunder Mensch weiß ist...

...dass sich ein Mensch nicht aussuchen kann wo er geboren wird.
...dass es immer armere und reichere Länder geben wird.
...dass man kein Recht hat zu sagen "du darfst hier leben - du darfst hier nicht leben"
...dass Abschiebungen trotz allem notwendig sind um einen Staat aufrecht zu erhalten.
_____


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Rittmeister
ehemaliges Mitglied

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Der Fall: Arigona Zogaj

25.08.2009 um 10:20
und wo sind die Zogajs jetzt? - sorry in grad zu faul einen Suchmotor zu fragen.


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belphega
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Der Fall: Arigona Zogaj

25.08.2009 um 10:25
@Rittmeister

Aktuell:

Vater und 3 Söhne wurden abgeschoben.
Tochter & Mutter sind noch im Lande - weil der Staat nicht unmenschlich sein wollte und Arigona noch ihren kostenlosen Schulabschluss ermöglichen wollte. Dafür hätte ihr nur noch ein viertel Jahr oder so gefehlt (Polytechnische).

Mittlerweile ist Arigona aber in ner HBLA oder ner HAK oder sowas.
Baldmal kommt da die neue Verhandlung deswegen.
__

WAs ich mich frage ist..
Wenn jetzt ein 40jähriger männlicher Ausländer ne Selbstmorddrohung rausgeworfen hätte, wenn er abgeschoben wird - hätte es dann die selben Auswirkungen gehabt?

Arigona wird in ihrem Heimatland als "Heldin der Nation" gefeiert, weil sie Österreich erpresst. Zahlreiche Menschen haben Mitleid mit einem jungen Mädchen, welches wegen ihrem Vater ein chaotisches Leben führen muss.

Ich glaube, bei einem älteren Menschen wäre das komplett egal gewesen.


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emanon
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Der Fall: Arigona Zogaj

25.08.2009 um 10:27
Wenn sich ein Staat durch eine 14 jährige erpressen lässt, wird er wohl demnächst viel zu tun bekommen, da er gleichzeitig einen Präzedenzfall schafft.


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belphega
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Der Fall: Arigona Zogaj

25.08.2009 um 10:34
@emanon
Jap, das hat Innenminister Platter auch gesagt.
Er hat gemeint, wenn es einfach "unterm Tisch" abgelaufen wäre, hätte es ja sogar sein können dass die Familie das Bleiberecht bekommen hätte. Immerhin warn sie sehr gut integriert - die Kinder konnten fast perfekt deutsch sprechen.

Dadurch, dass Arigona aber mit ihrer Selbstmorddrohung in die Öffentlichkeit gegangen ist, ließe sich der Staat auch in der Öffentlichkeit erpressen und dies würde zum allgemeinen Chaos führen.

"Gebt mir ein Ausgleichsverfahren sonst bring ich mich um"
"Gebt mir die Staatsbürgerschaft sonst bring ich mich um"
"Gebt mir ne geringere Strafe sonst bring ich mich um"
"Hebt das Gesetzt auf sonst bring ich mich um.
__

Zieht ers aber durch, ist er überall der ausländerfeindliche "Nazi", der das arme 14jährige Mädchen, das seit sie denken kann hier lebt, in eine Welt jenseit unserer Vorstellung hinschickt. Unmenschlich, knallhart und rechtsradikal quasi.


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Der Fall: Arigona Zogaj

25.08.2009 um 10:38
asylpolitik ist meistens eine gradwanderung.

einerseits sollte fairerweise gleiches recht für alle gelten. andererseit ist jeder mensch ein idividuum - das inkludiert für mich eine idividuelle berücksichtigung der jeweiligen lebensumstände und hintergründe. beide punkte lassen sich jedenfalls nur schwer vereinbaren…

ich kann das vorgehen der zogais durchaus nachvollziehen… genauso wie die tatsache, dass sich unsere heimischen politiker lieber kleinkarierte machtkämpfe liefern, als sinnvolle und nachhaltige lösungen zu erarbeiten...

gutheißen kann ich es jedoch nicht.


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Der Fall: Arigona Zogaj

25.08.2009 um 12:04
Also, dass sie so weit geht um ihren und den Aufenthalt ihrer Familie in Österreich zu sichern, deutet wohl schon darauf hin, dass es im Kosovo wohl nicht mehr für sie auszuhalten ist.
Im Normalfall wäre wohl jetzt die Lösung, mMn, sie dann halt reinzulassen.
Insbesondere, wenn die Familie auch integriert ist.
Aber, wie Innenminister Plattner schon sagte, es hätte unterm Tisch ablaufen sollen.
Dass sie das in der Öffentlichkeit machen musste, war ein schwerwiegender Fehler.
Ein Staat kann sich nicht von einer 14-jährigen Göre erpressen lassen.
Die Folgen, sollte so etwas Erfolg haben, hast du @belphega ja schon aufgezeigt.
Anscheinend soll wohl noch über das thema entschieden werden, aber mit diesem unüberlegten Handeln hat sie, mMn, ihre Chance verwirkt.

Dass Plattner einen Misstrauensantrag abbekommt, ist ein Unding.


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Zensakura
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Der Fall: Arigona Zogaj

25.08.2009 um 18:29
Das ist ein harter Fall. Natürlich kann sich niemand aussuchen wo man geboren worden ist, aber is das eine Rechtfertigung dafür was sie macht?
Ich persönlich finde, dass jeder Mensch egal wo er herkommt, überall leben darf. Warum auch nicht? Nur wer es mit solchen Mitteln versucht, sollte nicht das Recht bekommen. Ich finde unglaublich was sie dort versucht. Auf der einen Seite habe ich Mitleid, auf der anderen finde ich es eine Frechheit.


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Der Fall: Arigona Zogaj

25.08.2009 um 21:27
Also erstmal sage ich, frei nach Hausmeister Krause:,,Ordnung muss sein".

Ich bin zwar durchaus für Reise- und Siedlungsfreiheit, keine Frage. Aber ich bin gleichzeitig auch der Meinung, dass eine Meldepflicht bestehen muss und dass man zumindest den ehrlichen Willen zeigen MUSS, in seiner neuen Gemeinschaft mitzuarbeiten und sich zu integrieren.

Wenn ein Mensch aus dem Ausland nach Deutschland zieht und hier arbeitet, sich integriert, ist das völlig in Ordnung und ich persönlich leiste dann auch gerne mal Unterstützung bei Jobsuche oder irgendwelchen Sprachschwierigkeiten. Aber der Wille und die praktische Bereitschaft müssen vorhanden sein, soviel ist klar.
In unserer Gesellschaft muss nun einmal nach Möglichkeit jeder mitarbeiten und sich engagieren!

Ein Sonderfall ist es nun mit Asylsuchenden.

Ich begreife das ,,Asyl" als eine besondere, humanitäre Einrichtung unserer Gesellschaften in Österreich und Deutschland (und anderer Länder, in denen es dies gibt). Es ist dazu gedacht, um Menschen zu schützen, die in ihren Heimatländern vor Krieg, Verbrechen, ethnischen oder religiösen Verfolgungen, Hungersnöten usw. fliehen müssen.
Wenn solche besonderen Umstände vorliegen, dann ist jedenfalls Asyl zu gewähren, davon bin ich überzeugt.


Jedoch sollte das Asylrecht nicht auf Leute angewendet werden, bei denen gar keine besonderen Umstände vorliegen, sondern die nur beispielsweise in einem anderen Land leben und arbeiten möchten. In diesem Fall sollten diese ganz offiziell die Einreise, eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung beantragen können, auf deren Grundlage sie sich dann Arbeit suchen können.


Ich bin mit dem Fall Zogaj zu wenig vertraut, um hier ein genaueres Urteil bilden zu können.
Aber auch hier sage ich: Wenn sie Verfolgungen zu erdulden haben (hatten) oder sonstige, besondere Umstände vorliegen, dann ist das Asyl zu gewähren. Wenn nicht, dann sollte die Familie ganz offiziell Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis beantragen können, wenn sie lieber in Österreich leben und arbeiten möchte.


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Der Fall: Arigona Zogaj

26.08.2009 um 01:15
Kein Mensch ist illegal

http://www.spiegel.de/video/

https://kanalb.de/metatopic.php?play_id=76&modul=Edition&clipId=72


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belphega
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Der Fall: Arigona Zogaj

26.08.2009 um 07:49
@Warhead
@Kc

Vater Zogaj floh aus dem Kosovo, weil "Krieg" herrschte.
Als er in Österreich angekommen war, war der Krieg bereits wieder vorbei.
Also bestand in dieser Linie schonmal kein Grund für den Asylantrag.
__

Ich bin auch dafür dass jeder überall leben darf.
Das Problem ist - es ist unmöglich.
Andere Länder machens richtig und werfen dich einfach raus wenn du dich nicht drum kümmerst oder nicht dazu berechtigt bist.

Aber bei uns? Hey.. heb mal die Meldepflicht auf..
Da wären plötzlich die ganzen armen Länder leer und Österreich wär das Krisengebiet schlechthin. In Innsbruck zB kann sich ein Normalsterblicher nichtmal ne Wohnung leisten, weil die billigen Wohnungen an Zuwanderer vergeben werden (die kann man ja nebenbei noch schwarz anstelln) und Wohnblöcke werden großteils zu Asylanten-Wohnheime.

Die Einheimischen müssen doch auch gucken wie sie über die Runden kommen. Zahlreiche Arbeitslose wegen der Weltwirtschaftskrise. Sauteures Land im Grunde genommen.. und "illegale Einwanderer" bekommen mehr Geld als mnch ein Vollzeitarbeiter? :-/ hm..
___

Das System gehört geändert.
Aber erpressen lassen darf sich ein Land/Staat trotzdem nicht.


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Der Fall: Arigona Zogaj

27.08.2009 um 21:33
Hallo. Darf ich mich auch mal zu Wort melden. Als Oesterreicher ..und Innsbrucker
Zogaj: Ob Platter (AD) sagt, unterm Tisch haette die Tolerierung der Zogajs stattgefunden, war & ist auch mir neu. Erlaubet mir dem entgegenzutreten, bis die Verifizierung stattgefunden hat.
(sic. Zuviele Mythen ziehen Kreise)
Zogaj: Wenn schon Asyl nach des Gesetztes Text nicht treffend war, waere es ein Bleiberecht gewesen. Eben dieses wurde u.a. >wegen der Z. ausgerufen (expressis verbis), um >dann nicht angewandt zu werden> Zum besseren Verstaendnis: Humanitaeres Bleiberecht ist lebendiger Teil oesterreichischen Gebahrens innerhalb des Fremdenrechts. Nochmal: es nennt sich "humanitaeres Bleiberecht" und tritt dann ein wenn besonders beruecksichtigungswuerdige Gruende fuer einj Nichabgeschobenwerden vorliegen.
Die Familie wurde kriminalisiert. Nachtraeglich. Nachweisbar. Mit Rechtsvergehen der Handelnden (Weitergabe streng vertraulicher Daten polizeilich interner Aufzeichnungen, auch ohne ueberprueften Wahrheitsgehalt. Ein VerfAHREN EINES INTERNEN eRMITTLUNGSDIENSTES (bias) LAEUFT.

warum wohl. Warum ist ein an sich klarer Asylfall ploetzltich eine Schmierenkomoedie?

oeffentliches video: Ein Staat geht vor einem Maedchen in die Knie, wenn dieses menschlich wird? Verzweifelt reagiert? Der Staat wird erpressbar wenn er auf solche Gefuehle eingeht? Ist das hoechste Philosophie? Oh Konsuln, moeget ihr das Wohl des Staates nicht aus den Augen verlieren?

Jeder moege sich selbst ueberpruefen inwieweit er persoenliche Gefuehle / Aengste in der Fremdenrechtsdebatte (allgemein) miteinbringt.

Der Staat war nie erpressbar! Wie koennte er es vor einem kleinen Maedchen!?
Die Familie war integriert, bezog keine Sozialhilfe und war nicht kriminell, jedenfalls nicht in einer Begruendung fuer den ablehnenden Bescheid des Asylverfahrens.

Ein Staat handelt lebendig wenn er ueberharte Entscheidungen erkennt und zugunsten des Schwaecheren entscheidet. Es war kein Duell - Familie - Staat, weder reell noch prinzipiell. Das wuerde in der Tat eine erschreckende Dimensions - und Handlungslosigkeit desselben aufzeigen.

Innsbruck: Ein neues Maerchen zu den Wohnungen in Insbruck..? Hier kann geholfen werden.. Man verwechsle nicht den allen zugaenglichen freien Markt mit unter sozialen Richtlinien vergebenen Wohnungen. Und hier gibt es keine Bevorzugung von Auslaendern. Wie sollte es auch!


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Der Fall: Arigona Zogaj

28.08.2009 um 00:38
Wenn die Familie integriert war und nicht von Sozialhilfen abhängig, sondern sich selbst versorgte, dann verstehe ich den ganzen Aufruhr nicht?

Gab es diese Probleme nur, weil sei nicht aus einem EU-Land stammten?

Denn EU-Ausländer können ja innerhalb der europäischen Union prinzipiell überall hin und dort leben und arbeiten.


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belphega
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Der Fall: Arigona Zogaj

28.08.2009 um 07:50
@Kc

Das hat nen anderen Grund.
Ihr Vater is ohne irgendwas ins Land gekommen und hat 2x nen Antrag ohne Grund gestellt. Deshalb wurde der abgewiesen.

Als seine Familie dann noch illegal nachgezogen is - ohne Grund - wurden diese ebenfalls abgewiesen weil der Vater ja eigentlich schon vor 2 Jahren hätte raus müssen.

Dann kommt das Kind der Familie und will den Staat mit Selbstmord erpressen.
__

Im Grunde genommen, würde ich denen die Staatsbürgerschaft gern geben - aber nicht nachdem die Kleine so nen Erpressversuch durchgezogen hat :-/


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Chris0815
ehemaliges Mitglied

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Der Fall: Arigona Zogaj

28.08.2009 um 11:28
Habe mir jetzt mal die nötigen Informationen beschafft...was geht ab bei den Ösis ??? Lassen sich von einer kleinen Göre verarschen, die einfach kein Bock, den "steinigen Weg" für ein normales Leben zu gehen...dieser Satz sagt für mich alles :

"Unten habe ich gar nichts..."

Wenn jeder so denken würde...diese Menschen lassen ihr Volk im Stich ! Alle die freiwillig zurück gegangen sind und ihr Land nun wieder aufbauen, müssen sich doch verarscht vorkommen...

Ich hatte mal eine Klassenkameradin (Mercia), die aus Bosnien kommt. Sie konnte nach 2 Jahren besser deutsch, als manch deutscher Mitschüler, hat ihr Abi gemacht und ist dann zurück gegangen. Jetzt ist sie Lehrerin und hat in ihrer Heimatstadt schon viel erreicht, sie war von der ersten Stunde des Wiederaufbaus mit dabei. Ich weiß das alles von einer Freundin, die noch im regelmässigen Kontakt mit ihr steht.

Solche Menschen verdienen den grössten Respekt !!! Sie hätte hierbleiben können, aber nein, sie wollte in ihre Heimat zurück und dort leben, etwas erreichen, Dinge verändern...mit Erfolg :)

Die Zogajs sollten abgeschoben werden, so schnell wie möglich ! Es kann nicht sein das Menschen aysl bekommen, die in ihrer Heimat nichts mehr zu befürchten haben und nur aus eigenem Egoismus und Faulheit in Österreich leben wollen ! Keiner kann etwas für seine Herkunft, aber wenn jeder so denken würde...es ist einfach nicht machbar.

Menschen, die um ihr Leben fürchten müssen, stehen dann auf dem Schlauch, wenn kein Platz mehr für sie da ist...


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Der Fall: Arigona Zogaj

28.08.2009 um 16:40
Gerne gebe ich noch einmal Auskunft, zumal ich das auch gerne in einem deutschen Forum tue, es werden wohl begruendete und verstaendliche Fragen gestellt.
Warum der ganze Aufruhr? Die Frage ist sehr wohl berechtigt. Wie jemand sagte, weniger Aufruhr (rundherum), und die Sache waer gegessen (zugunsten der Familie!)
Aber sie wurde aufgeschaukelt, wurde zum Symbolfall einer um die Gunst der Stunde kaempfenden Partei - mit einer noch weiter rechts stehenden Partei (bekannt als "FPOE"..)
In einem Umfeld das eben fuer diesen Wettkampf empfaenglich war> Wir
Gelinde gesagt gibt es in austria einen vulgaeren Rechtsruck (nicht erst seit kurzem, international flankiert vom sog. 'Neoliberalismus' der alles noch einmal verstaerkt und begleitet hat
Ein Gemeinderat.. (Frankenburg) entschied sich vorerst eindeutig fuer den Verbleib der Familie. Dennoch wurde spaeter Druck gegen die Familie offenbar
Deshalb ist der Fall so unschoen. Er ist weder sachlich ein Praezedenzfall ( er wurde dazu gemacht ) noch mit menschlicher Waage duldbar.

@belphega, lass Dir *widersprechen*.. Der Vater kam ohne Grund? Er kam um seiner Familie wegen. Grund? Die Familie floh ihr aufgebrachtes Zuhause (Granateinschlag, Tote auf den Strassen) Kein Grund? Die Familie floh in die Berge Bosniens, woh sie sich ueber
ein halbes Jahr versteckte. Das ist Fakt. Aber keines das im Rahmen der GFK zaehlbar waere: Bei Grenzuebertritt herrschte offiziell kein Krieg mehr im Kosovo. Das ist Fakt

Der Vater provozierte sein Fliehen nach Oesterreich. Und lebte dort mit seinem Anhang.
Man kann nun alle Fehler der Familie (des Vaters!) auflisten, doch welchen Sinn macht das? Die Familie (Kinder!) lebte hier. Jeder wusste es, jeder tolerierte sie

Bis .. die Ansammlung der abgelehnten Bescheide offenbar wurde und zum Symbol fuer
"willkuerliche Antragsstellung" wurde. Die Familie tat aber nichts anderes als fuer "sich" zu kaempfen, legal, auf erlaubtem Wege.

Der Angelpunkt ist allein: es war kein Krieg im Kosovo, als die Familie die Grenze ueberschritt.

Noch was zum vielzitierten "illegalen" Einschreiten in Oesterreich: Jeder! Asylant reiste irgendwann "illegal" ein, glaubt hier jemand ein anerkannter "Asylant" stellte in der Botschaft seines Landes (in dem er verfolgt wird) in Hemd und Krawatte ein Asylgesuch?
Hier wird viel durcheinandergebracht, die Begriffe werden bewust miss - und gebraucht
um Stimmung geg. die Familie zu machen. Uebrigens ist der Begriff der illegalen Einreise auch nach den Richtlinien der GFK irrelevant, so der Fluechtling ein Fluechtling ist. Und so ist jeder Anrtragssteller zu behandeln. Auch die Zogajs!

Aber genug der Ausfuehrungen, die Sache bleibt menschlich ein Armutsfall.


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belphega
Diskussionsleiter
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Der Fall: Arigona Zogaj

31.08.2009 um 07:41
@teilnehmer
Der Vater wusste dass er illegal in Österreich ist und holt trotzdem seine Familie hierher obwohl er wusste welches Schicksal ihm drohen könnte.

Dass die Familie im Grunde genommen nach 8 Jahren integriert war und somit die Frage der Staatsbürgerschaft sofort mit ner Erlaubnis hätte beantwortet werden müssen, steht außer Frage. Wahrscheinlich können die Kinder besser deutsch als ihre Heimatsprache.

Aber wie soll ein Staat reagieren, wenn ein Mädchen versucht ihn zu erpressen?


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gruene_genet
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Der Fall: Arigona Zogaj

31.08.2009 um 08:14
Abgesehen davon dass ich das Verhalten der Familie schlimm finde, finde ich es ebenso schlimm, dass sich ein Staat von solchen auch noch erpressen lässt.


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belphega
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Der Fall: Arigona Zogaj

31.08.2009 um 08:18
@gruene_genet
Najo, der Familie ansich kann ich keinen Vorwurf machen, lediglich dem Vater.
Er wusste, dass das Asylverfahren abgelehnt wurde. Trotzdem lebt er mit seiner Familie illegal 8 Jahre hier. Dass die Kinder, die von kleinauf hier sind, natürlich nach so einer langen Zeit vollständig integriert sind ist klar.

Aber stelln wir uns mal vor, jede ausländische Familie bleibt illegal 8 Jahre hier. Jeder davon wird zu nem guten Grad integriert sein. Da müsste man einfach allen die Staatsbürgerschaft geben.

Hätte er dem Gesetz nach gehandelt, wäre keiner aus seiner Familie integriert.
Wenn ich 8 Jahre in Amerika wohne - illegal - werd ich auch integriert sein und mein amerikanisches Englisch perfektioniert haben. Aber wohnen, darf ich da dann trotzdem nicht.


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gruene_genet
ehemaliges Mitglied

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Der Fall: Arigona Zogaj

31.08.2009 um 08:20
@belphega

Ich meine ja den Vater aber eben auch die Tochter.
Ihr Antrag wurde mehrmals abgelehnt und selbst höchste Gerichte bestätigten diese Entscheidung aber die klagten sich durch alle Instanzen und haben trotzdem kein Recht bekommen. Also müssen sie gehen, so einfach ist es eigentlich denn dafür sind Gesetze da


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belphega
Diskussionsleiter
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Der Fall: Arigona Zogaj

31.08.2009 um 08:25
@gruene_genet
Wenn ich mir denke wieviele Krieger momentan noch sind. Diese ganzen Flüchtlinge bekommen bei uns sowiso ne Aufenthaltsbestätigung nach nem Asylantrag. Österreich ist ein neutrales Land und wir haben uns dazu verpflichtet, Menschen im Kriegsfall zu helfen. Die bekommen ne Unterkunft, medizinische Versorgung höchsten Grades, Bildung, Kleidung, Nahrung - alles was man zum Leben braucht. Wir wollen ja dass es denen gut geht.

Deshalb ist es auch nicht möglich dass wir jeden xbeliebigen ne Staatsbürgerschaft geben. Das ist einfach unmöglich - und ich weiß nicht warum sich die Familie Zogaj da abheben muss, aufs Motto "wir sind die besseren Asylanten - wir bleiben hier".


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