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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

138 Beiträge, Schlüsselwörter: Hexenverfolgung
Fux.123
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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

08.12.2010 um 21:41
@Raizen
Notwendigkeit... alles klar... Bei mir ist das selbstverständlich viel notwendiger als bei den Menschen, die das 16-jährige Mädchen eventuell zum Tode verurteilen... :D

Meine Überzeugung bedeutet nicht, dass man mich nicht beleidigen kann.
Dass man mich beleidigen kann, bedeutet nicht, dass man mich damit gleich aus der Fassung bringt oder aus meinem "Frieden". Das bedeutet nur, dass ich entsprechend reagiere, wenn ich unfair behandelt werde. Nur weil mein eine ruhige, friedliche, lebensfrohe Einstellung hat bedeutet das nicht, dass man sich nicht wehren darf. Beleidigungen wie "geisteskrank" oder "wahnsinnig" betrachte ich im Übrigen nicht als Kleinigkeit, weil sie sich in diesem Falle auf meine innersten Werte, auf mein Wesen beziehen.


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

09.12.2010 um 10:38
@Fux.123
ich schreibe nur, was ich mir denke... :)

@Raizen
Raizen schrieb:Ich mache da keinen Unterschied zwischen den Glaubenshaltungen oder Geisteseinstellungen und verteile, hier und da ein paar Hiebe, wo sich die Notwendigkeit erwägt.
damit tritts Du das opfer derer, die für unsere meinungs- und glaubensfreiheit gestorben sind, mit füßen.

btw: dass Dich der glauben anderer zu herablassender „heiterkeit“ veranlasst, zeugt doch nur davon, wessen geistes kinde Du bist.

jeder kann frei und selbst bestimmen, an was oder wen er (nicht) glaubt - und das ohne gleich herabgewürdigt zu werden. aber das wird Dir wohl verborgen geblieben sein (augenbinde?). sonst würden sich Deine aussagen vermutlich durch mehr inhalt und weniger überheblichkeiten, anmaßungen und beleidigungen auszeichnen…

vlt. solltest Du bedenken, dass auch der „nicht-glaube“ (sofern überhaupt möglich) dem selben prinzip wie der „glaube“ entspringt.


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

09.12.2010 um 12:48
Hier geht es immer um die Hexe oder speziell um Aberglauben. Aber was ist mit der Auftraggeberin? Welche Strafe erwartet sie? Gilt sie als Unterstützerin des Aberglaubens?


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

09.12.2010 um 20:43
Fux.123 schrieb:Beleidigungen wie "geisteskrank" oder "wahnsinnig" betrachte ich im Übrigen nicht als Kleinigkeit, weil sie sich in diesem Falle auf meine innersten Werte, auf mein Wesen beziehen.
Sie sind Kleinigkeiten, weil sie der Normzustand bei allen Menschen sind. Wir alle sind auf die eine oder andere weise "geisteskrank" oder "wahnsinnig". Was normal ist definiert sich daran was die Mehrheit macht und die macht das ganz sicher nicht immer richtig.
Justitia schrieb:damit tritts Du das opfer derer, die für unsere meinungs- und glaubensfreiheit gestorben sind, mit füßen.
Ich trete die Meinungfreiheit überhaupt nicht mit Füßen. Jeder kann seine Meinung frei äußern und ich gebe meine dazu ob sie den anderen nun gefällt oder nicht und manchmal muss man allein um ne Diskussion nicht allzu einseitig werden zu lassen den Leuten einen vor den Bug knallen, das sie sehen das es noch was anderes gibt.
Und gestorben sind Menschen nicht für die Glaubensfreiheit sondern wegen dem Glauben an sich. Anstatt da irgendwelchen Klerikalen Pfaffen Einfluss auf die Formulierung der allgemeinen Menschenrechte nehmen zu lassen, wie das bei der "islamischen Version" im noch schlimmeren der Fall war, hätte man das Recht als ein Recht auf Freiheit von Glauben formulieren müssen.
Justitia schrieb:vlt. solltest Du bedenken, dass auch der „nicht-glaube“ (sofern überhaupt möglich) dem selben prinzip wie der „glaube“ entspringt.
Was ist den das gemeinsame Prinzip hinter Dorgenabhängig und nicht Drogenabhängig?


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

09.12.2010 um 21:23
@delayer

Hexenglaube - damals und heute

Schon bevor die Spanische und Römische Inquisition begann, wurden bei uns Frauen hingerichtet, welche angeblich "Schadenszauber" anrichten können. Bis vor 200 Jahren glaubten die Menschen noch in die Zauberkräfte der Hexen.

Die Hexerei, welche aus den Naturreligionen entstand - auch bei uns im vorchristlichen Europa, waren bereits Frauen und Männer bekannt, welche die Macht der Zauberei kannten. Meistens waren es bei uns jedoch kräuterkundige Frauen und Hebammen. Sie wohnten alleine, ihr Haus stand meistens etwas abseits vom Dorfzentrum.

Die Kräuterfrauen der keltischen Traditon
Ihr Wissen stammt noch aus keltischer-germanischer Zeit. Kräuter und Tinkturen wurden für Krankheiten benötigt. Als die christlichen Kleriker sahen, daß diese Frauen sich dem Studium der Kräuter widmeten und Tinkturen herstellten - aus den unglaublichsten Ingredenzien, das war für viele eine Bedrohung. Das Christentum sah in ihnen eine Konkurrenz zum reinen Katholischen Glauben. Der Glaube solle "rein" bleiben und darf nicht mit alten heidnischen Rituale vermischt werden. Es gelang ihnen nicht ganz, den das Osterfest, Weihnachten....usw. stammt ursprünglich von den Kelten.
Das Osterfest - das Schenken von Eier geht zurück bis in die Jungsteinzeit.

Kirchenkritiker
Ab dem Mittelalter entstanden einige verschiedene christliche Gruppen in ganz Europa. Diese Gruppen spalteten sich vom Christentum ab, da in ihren Augen das Papstum sich nicht an die Heilige Schrift hielt. Das war natürlich ein Angriff auf die Katholische Kirche.
Um die Macht der Röm.Katholischen Kirche zu sichern, so wie die Reinhaltung des Glaubens - waren Gründe genug, um die Herätiker zu töten. Es entstand eine neue Gruppe, die Inquisitoren oder Kontrolleure. Sie wachten darüber, ob die Bevölkerung sich tatsächlich an die Vorschriften der Kirche hielt.
Die Kräuterfrauen und Hebammen wurden beschuldigt, daß Christentum absichtlich zu zerstören. Die Kirche beschuldigte sie, daß sie mit dem Teufel gemeinsame Sache machen - der Teufel gab ihnen Zauberformeln, um den Menschen Leid zuzufügen.

Die Minderheiten sind immer schuld......
Als im Späten Mittelalter das Klima in Mitteleuropa erheblich kühler wurde, so wurden dafür die Hexen und die Juden beschuldigt. Kurz nach dem Klimawandel breitete sich die Pest aus und raffte ein Drittel der Bevölkerung dahin. Auch dafür hatte man eine Antwort - es waren die Hexen und die Juden.

Ab dem 14. Jahrhundert loderten die Scheiterhaufen und unzählige Frauen, aber auch Männer fanden den Tod. Teilweise gingen die Unterlagen der Hexenprozesse und Judenprozesse verloren. Ein großer Teil ist noch vorhanden. Bis vor wenigen Jahren waren diese Dokumente Kirchensache und wurden weggesperrt.
Vor einigen Jahren ließ Papst Benedikt einen Teil dieser geheimen Dokumente veröffentlichen.


Veränderungen in der Christlichen Kirche - der Islam hinkt nach
Der Islam hat kein Oberhaupt, sie hatten keine Reformation erlebt. Einerseits sind sie stolz darauf, daß der Koran nie ausgebessert oder korrigiert wurde. Daher klingt vieles aus dieser Zeit für uns unverständlich. Die islamischen Gläubigen sind zerstritten, bereits von Anfang an, zwischen Sunniten und Shiiten. Im Laufe der Zeit entstanden immer wieder neue Splittergruppen in der islamischen Welt - teilweise bekriegen sie sich.

Vielleicht wird die nächste oder übernächste Generation in der islamischen Welt umdenken und ihre Religion an die Zeit anpassen. Ich vermute, daß dieser Prozess sehr lange braucht bis alle Moslems davon überzeugt sind.

In Nigeria gibt es einen großten Anteil an Christen und ebenso einen großen Teil an Moslems. Seit einigen Monaten werden angebliche Hexen (meist junge Mädchen zwischen 14-18 Jahre). Wer soetwas unstützt, mit diesem kann man keinen Handel treiben.

Offenbar ist Geld und die Wirtschaft wichtiger als Menschenrechte und Naturschutz. Ich befürchte, daß mit dem Deckmantel des Islam, weiterhin unbeliebte Menschen (Frauen und Mädchen) hingerichtet werden. Das unterstützen die islamischen Fundamentalisten.

Alles Gute - Gruß aus Wien


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Fux.123
ehemaliges Mitglied

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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

10.12.2010 um 11:43
@Justitia
Justitia schrieb:ich schreibe nur, was ich mir denke...
Ich mag, was du denkst. :)

@Raizen
Ich werde jetzt ein letztes Mal auf dich Bezug nehmen, weil ich es zu anstrengend finde, mich darauf einzulassen, wie du dich hier verhältst. Meinungsfreiheit für jeden? Ja! Absolut, ich bin damit einverstanden. Dennoch gibt es einen GROßEN Unterschied dazwischen, wie wir jeweils unsere freie Meinung präsentieren: Ich schreibe meine Meinung und nehme dabei Rücksicht auf Andere, ich möchte niemanden beleidigen oder aufgrund seiner Meinung, die eventuell eine andere ist als meine herabwürdigen. Du hingegen knallst Leuten in einer Diskussion nach deinen eigenen Worten gern hin und wieder einen vor den Bug. Glaubst du, dass diese Methode der einzige Weg ist, anderen Leuten klar zu machen, dass es noch andere Meinungen gibt? Am meisten macht mich aber wütend, dass du einen Vergleich zwischen religilösen/gläubigen Menschen und Drogenabhängigen ziehst. Das zeigt meiner Meinung nach, dass dir selbst die Grundverständnisse für das fehlen, was hinter einem Glauben/einer Religion und hinter der Abhängigkeit von Drogen steht.
Wie auch immer, ich wünsche dir noch ein fröhliches Diskutieren und dass du irgendwann lernst, höflicher und respektvoller zu Menschen zu sein, die dir nichts getan haben.

@niurick
Was mit den Auftraggebern passiert, wird aus dem Artikel heraus nicht klar, ich finde so auf die Schnelle da auch keine Informationen bei Tante google... Ich gehe aber davon aus, dass auch die Auftraggeber mit einer Strafe rechnen müssen, aber wahrscheinlich wird diese Strafe wesentlich geringer ausfallen als die Strafe für die "Täter"...


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10.12.2010 um 14:17
@Raizen
Raizen schrieb:Jeder kann seine Meinung frei äußern und ich gebe meine dazu ob sie den anderen nun gefällt oder nicht und manchmal muss man allein um ne Diskussion nicht allzu einseitig werden zu lassen den Leuten einen vor den Bug knallen, das sie sehen das es noch was anderes gibt.
nur um das klarzustellen: selbst wenn Du an die rote gummibärchengottheit glauben würdest, hätte ich nicht das recht, Dich aufgrund diesen "glaubens" zu kritisieren oder als "geisteskrank" hinzustellen. genauso verhält es sich, wenn du an nichts oder niemanden glauben solltest... mir geht es primär nicht darum, Dir deinen mund zu verbieten - vielmehr will ich meine meinung zu den themen "gegenseitigem respekt und tolerantem umgang" äußern. und wie Du bereits schreibst: ob Dir diese meinung nun gefällt oder nicht, ist für mich eher marginal.

eine diskussion wird also einseitig, wenn sie nicht auf pöbeleien, provokationen und denunzierung, sondern auf konstruktivem austausch basiert? ich persönlich habe ja ein bisschen den eindruck, das auch Du versuchst für (D)eine sache zu missionieren. du gehst vielleicht nicht mit einem heftchen von tür zu tür und "nervst" rum... aber letzten endes läuft es doch auf's selbe raus: du hast Deine meinung, Deinen (nicht)glauben - und allen, die nicht von dieser idee beseelt sind, knallst du einen vor den bug - damit sie sehen, das es auch noch was "anderes" - gibt?
Raizen schrieb:Anstatt da irgendwelchen Klerikalen Pfaffen Einfluss auf die Formulierung der allgemeinen Menschenrechte nehmen zu lassen, wie das bei der "islamischen Version" im noch schlimmeren der Fall war, hätte man das Recht als ein Recht auf Freiheit von Glauben formulieren müssen.
...glaubensfreiheit schließt doch auch das recht auf die "freiheit nicht (oder vielleicht) zu glauben" ein? aber Deine formulierung gefällt mir.
Raizen schrieb:Was ist den das gemeinsame Prinzip hinter Dorgenabhängig und nicht Drogenabhängig?
das prinzip einer subjektiven wertigkeit oder auch "wertvergabe" durch den menschen:
drogenabhängig = schlecht
nicht drogenabhängig = gut
glaube = gut/schlecht?!
nicht-glaube = schlecht/gut?!
...deshalb funktioniert der vergleich droge - glauben vermutlich auch nicht (selbst wenn hr. marx hierbei einer anderen meinung sein würde). der ("nicht")glaube - und ich fasse hier bewusst zusammen - ist weder gut noch schlecht, sondern eine persönliche entscheidung, die jeder von uns selbst treffen und auch leben muss.


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

10.12.2010 um 16:43
Justitia schrieb:drogenabhängig = schlecht
nicht drogenabhängig = gut
glaube = gut/schlecht?!
nicht-glaube = schlecht/gut?!
Drogenabhängiger -> Drogen gut
Nicht Drogenabhängiger -> Drogen schlecht
Religiöser/Glaubender -> Religion/Glaube gut
Areligiöser/Nichtglaubender -> Religion/Glaube schlecht
Und schon passt das ganze Spitzenmäßig.
Fux.123 schrieb:Ich schreibe meine Meinung und nehme dabei Rücksicht auf Andere, ich möchte niemanden beleidigen oder aufgrund seiner Meinung, die eventuell eine andere ist als meine herabwürdigen.
Freie Meinung muss Rücksichtslos sein, ich bin ja hier nicht dein Hoffnarr der seine Meinung eurer königlichen Hoheit Fux.123 mit ner Portion Honig ums Maul schmiert um nicht den Henker zu begegnen.
Fux.123 schrieb:Das zeigt meiner Meinung nach, dass dir selbst die Grundverständnisse für das fehlen, was hinter einem Glauben/einer Religion und hinter der Abhängigkeit von Drogen steht.
Das zeigt mir lediglich das du noch nicht bis in die tiefen des "Kaninchenbaus" hinabgestiegen bist vergleichbar jemanden der nur jeden Tag seine 1-2 Fläschen Bier trinkt wo auch noch keine negativen Auswirkungen zu spüren sind. Menschen die sich durch deren Essensvorschriften und Fastenzeiten körperlich zugrunde richten sieht man nicht, Kinder die spastisches vor sich hinwackelt Gebetstexte die sie nichtmal verstehen, weil sie der Sprache nicht mächtig sind sieht man nicht, solche die vollkommen Wahnsinnig werden und Terroranschläge verüben sieht man... ok die sieht man in den letzten Jahren schon häufiger.
Justitia schrieb:...glaubensfreiheit schließt doch auch das recht auf die "freiheit nicht (oder vielleicht) zu glauben" ein?
Theoretisch ja, wobei ja die Freiheit nicht zu glauben ja auch nicht ausschließt das man nicht glauben darf. Es ist eben eine Frage, wo man die Priorität setzt. Setzt man sie so wie jetzt bei Glauben und Weltanschauung die eine Blutspur durch die Menschheitsgeschichte ziehen oder beim Recht der Menschen sich davon frei zu machen.
Das Problem bei der jetztigen Fassung ist eben, das diese jetzt nicht zum Wohl der Menschen und deren Schutz ist, sondern viel mehr zum Schutz der glaubensideologischen Konstrukte selbst dient. Man hat da eine Unverletzlichkeit aus etwas gemacht, das einen Vorbehalt gebraucht hätte der verlangt das diese zumindest in Inhalt, Auslegung und Auslebung nicht den Menschen-/Grundrechten selbst entgegen stehen dürfen.


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11.12.2010 um 19:26
@seashellpeter

Im außereuropäischen Christentum ist Hexenglaube weiter verbreitet als in muslimischen Gesellschaften.


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11.12.2010 um 19:37
@all

Man sollte auch nicht soweit gehen und die "Zauberer" und "Hexen" zu den Guten zu machen. Sie üben mit ihrer "Kunst" große Macht aus und richten großen Schaden an - aber nur bei Menschen, welche sich als Medien missbrauchen lassen.

Deswegen zitiert der Koran den Satan mit den Worten, dass nur jene ihm anheimfallen werden, welche nicht zu den treuen Diener Gottes gehören.

Auch die mittelalterlichen "Hexen" waren nicht alle emanzipierte Hebammen oder Heilerinnen. In einer Gesellschaft, in welcher Magie keine nennenswerte Rolle mehr spielt, wird das destruktive Potential der Magie- Ausübenden verdrängt bzw. unterschätzt.

Institutionell werden sie vor allem dort verfolgt, wo auf der einen Seite noch Magieglaube verbreitet ist, auf der anderen Seite aber pseudo- rationalistische Rigoristen die Geistlichkeit beherrschen. Das passt in Saudi Arabien wie die Faust aufs Auge. Genauso war es im Spätmittelalter.


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

12.12.2010 um 14:02
@DahamImIslam

Guten Tag!
In diesem Bericht geht es um eine 16jährige und ein Teenager besitzt noch nicht diese Macht und das Wissen über Menschen. Was hier angekreidet wird, das ist die Massenhysterie, die es bei uns ebenfalls vom späten Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert gab.

Gab es eine schlechte Ernte, waren die Juden oder die Hexen daran schuld. Als die Pest im 14 Jahrhundert ein Drittel der europäischen Bevökerung hinwegraffte, waren ebenfalls die Juden- und die Hexen daran schuld - sie hätten das Brunnenwasser vergiftet bzw. verzaubert.

Etwas Ähnliches gibt es in Nigeria zur Zeit: Wenn Armut herrscht, sucht sich die Masse gerne jemanden, dem sie die Schuld zuweisen kann und das sind stets Minderheiten.

Geht es einem Volk gut, glaubt es weder an böse noch an gute Mächte. Geht es einem Volk schlechter, besinnen sich wieder viele an Gott und verteufeln die angebliche böse Magie, die ja schuld sei an ihrer Notlage (Schuld sind in Wirklichkeit die korrupten Politiker und Militärs in diesen Länder, doch gegen sie können sie schwer ankämpfen.)

Ich habe mich mit den alten Praktiken der europäischen "Magie" befasst. Ich nahm auch verschiedene Naturdrogen (Stechapfel, Tollkirsche....stellte eine Flugsalbe zusammen usw.). Solange es den anderen zum Nutzen dient, waren diese Giftmischer und Heilpraktiker gerne gesehen - die sogenannten Zauberer und Hexen, sie waren in Wirklichkeit nur eine Mischung zwischen Botaniker, Gelehrte, Heilpraktiker, Hebammen....usw.

Passierte jedoch etwas Unerwartetes, daß ein Kind plötzlich verschwand oder unheilbar krank wurde, dann waren diese Menschen, welche damit hantierten, schuld daran. In diesem Sinne gibt oder gab es keine bösartigen Menschen. Sie sind nur dann bösartig, wenn die Gesellschaft als diese bezeichnet. Vorher sind sie beliebt, sie kennen sich mit Gifttinkturen und Heilpflanzen sehr gut aus. Ihr Wissen brauchten viele mächtige Personen um Widersacher zu vergiften (das gab es in allen Kulturen). Arbeiten sie mit den Mächtigen, gibt es kein Problem und sie sind auch keine Hexen oder Magier - das sind Gelehrte.

Die sogenannten Hexen werden vom Volk so bezeichnet. Eine 16jährige verfügt nicht über das Wissen und Erfahrung, das ist reine Hysterie. Darum geht es! Da ich etwas damit auskennen, so ist ihr Wissen auf Erfahrung aufgebaut und ein Teenager kann das noch nicht.

Ich könnte noch viel darüber schreiben, da mich diese Thematik seit den 70ern sehr interessiert. Es geht um die Hysterie und nicht um die angeblichen Zauberkünste. Denn die Menschen nahmen ihr Wissen über Giftpflanzen sehr wohl in Anspruch, wenn es für sie von Nutzen war.
Es geht um Massenhysterie.
Man nahm gerne die Juden um die Finanzen zu verwalten. Gab es plötzlich Armut, wurden sie vertrieben oder hingerichtet. Eines ist sicherlich richtig, daß es Menschen gab oder gibt (das sind meistens schon ältere und erfahrene Personen), welche Einfluß auf Menschen hatten. Es gab immer Konkurrenten, Widersacher, denen es nicht gefiel. Dann wurden sie verteufelt und als Zauberer bezeichnet.
Grüße aus Wien!


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12.12.2010 um 17:10
@DahamImIslam
DahamImIslam schrieb:Man sollte auch nicht soweit gehen und die "Zauberer" und "Hexen" zu den Guten zu machen. Sie üben mit ihrer "Kunst" große Macht aus und richten großen Schaden an - aber nur bei Menschen, welche sich als Medien missbrauchen lassen.

Deswegen zitiert der Koran den Satan mit den Worten, dass nur jene ihm anheimfallen werden, welche nicht zu den treuen Diener Gottes gehören.
In Bibel steht ähnliches über okkulte Künste.
Denke es wird dort gefährlich wo es manipulativ negativ eingesetzt wird.
Es gab schon in jensten Märchen den guten und den böse Zauberer, die gute und die schlechte Hexe.

Aberglaube ist ein Riesenproblem und kann Menschen zu psychischen Wracks machen,
abhängig machen von obskuren Mittel wie Talismane oder "Heiler" oder irgendwelchen Beschwörer.
oft wird auch einfach mit Aberglaube Geld abgezockt.

Am schlimmsten ist wenn durch Aberglaube jemand verurteilt wird, eine "Hexe" zu sein. Und dieses Bsp aus Mekka oder die Bsp aus Afrika sind grauenhaft.
Weil das kann in abergläubische Gesellschaften jedem passieren ,
der "ein bisschen anders" ist oder vielleicht sehr hübsch oder sehr hässlich, was auch immer...
Es kann damit viel Macht ausgeübt werden.
DahamImIslam schrieb:Institutionell werden sie vor allem dort verfolgt, wo auf der einen Seite noch Magieglaube verbreitet ist, auf der anderen Seite aber pseudo- rationalistische Rigoristen die Geistlichkeit beherrschen. Das passt in Saudi Arabien wie die Faust aufs Auge. Genauso war es im Spätmittelalter.
Am wenigsten Chance hat Aberglaube in einer "rationalen" Gesellschaft, ok, die Kleinanzeigen von "Hellseherinnen" in den Zeitungen, aber wer dort anruft und Geld zum Fenster rausschmeisst ist wirklich selber schuld!

@seashellpeter
seashellpeter schrieb:Es geht um die Hysterie und nicht um die angeblichen Zauberkünste.
seh ich auch so!


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12.12.2010 um 17:42
@DahamImIslam

Text

Dem stimme ich zu.
Das sieht man deutlich auf den Karbischen Inseln, in Südamerika, in Zentralfrika und im pazifischen Raum. Afrikanische Sklaven mußten in ihrer neuen Heimat Brasilien, Haiti....an das Christentum glauben und vermischten es mit ihrem traditionellem Polytheismus (Voodoo - ist ein bekanntes Beispiel dafür). Voodoo stammt ursprünglich aus Kamerun, Nigeria, Kongo....Es war eine ganz normale polytheistische Naturreligion. Um einen Stamm unter Kontrolle zu halten, bedienten sich manche Stammesführer und Medizinmänner der "Voodoo-Magie". Hat mit Magie absolut nichts zu tun, sie konnten mit psychologische Tricks und psychoaktive Drogen die Menschen beeindrucken, folglich besser unterdrücken. Voodoo gelangte mit den Sklaven nach Lateinamerika.
Auch die Indianer in Guatemala, Mexio, Peru......mußten das Christentum annehmen, doch sie vermischten es mit ihrer ursprünglichen Religion. Im Geheimen praktizierten sich noch ihre spirituellen Riten, die sich mit christliche Elemente vermischte. Solche Riten sind meist mit Magie verbunden.

Hexenglaube im außereuropäischen Christentum weiter verbreitet als in den islamischen Ländern.........Dem stimme ich auch zu, ich glaube, das hängt mit der brutalen Zwangs-Christianisierung zusammen. Das Konvertieren oder Bekehren zum Monotheismus machten die Moslems nicht auf solch brutaler Weise, wie die christlichen Missionare vor 3-400 Jahren. Es ist vielleicht auch ein Grund, weshalb die "Zwangsbekehrten" an ihrer ursprünglichen schamanistischen Religion und an ihrer Magie, Zauberei festhielten, vielleicht auch zum Trotz. Sie konnten es natürlich nur im Geheimen ausführen. Alle Naturreligionen basieren auf Geister- und Dämonenglaube. Nach ihrer Ansicht, gibt es besondere Menschen, welche Zugang zur Geisterwelt haben. (Schamanen, Zauberer). Manche dieser Menschen arbeiten, nach ihrer Vorstellung, mit guten Geistern oder mit bösen Geistern zusammen.

Auch mir ist bekannt, daß Zauberei und Magie im Islam strengstens verboten ist. Der Grund ist einfach, als die Monotheistischen Religionen entstanden, Judentum, Christentum und der Islam, wollten sie sich vom bereits "primitiven" Geisterglauben" trennen. Als Mohammed den Islam gründete, glaubten nur primitive Stämme an Geister und Zauberer. Zu jener Zeit war Monotheismus eine fortschrittliche Religion. Es gibt im Islam noch eine Gruppe, welche auf spiritueller, mystischer Weise den Weg zu Gott suchen - die Derwischen. Das ist nicht auf Magie aufgebaut, es ist eher spirituell.

Da die Araber durch ihre Handelsreisen und Eroberungen oft mit den großen Kulturen, Länder und frühen Hochreligionen Kontakt hatten, beschlossen sie, daß etwas getan werden müsse - um micht als unzivilisiert und primitiv zu gelten. Denn in vorislamischer Zeit galten die arabischen Reiterstämme als zurückgeblieben, sie glaubten an Naturgeister usw. Mohammed wollte den Arabern eine neue, fortschrittliche Religion, Identität und Kultur geben. Damit sie sich mit den anderen Hochkulturen messen konnten.
Daher sagte auch Mohammed, daß die Araber von den anderen Kulturen lernen müssen, um fortschrittlicher und stärker zu werden. Religion war damals ein sehr wichtiger Bereich, da der Jenseitsglaube in der späten Antike und im frühen Mittelalter sehr stark war.

Den Arabern ist es sehr gut gelungen. Durch ihre Handelsreisen zwischen China und Ostafrika, Island und Westafrika kamen sie mit vielen Kulturen in Kontakt. Nach Mohammeds Tod, als der frühe Islam in der Welt verbreitet wurde, nahmen die Araber all das Wissen der Fremden auf. Im Mittelalter wurde Bagdad das Zentrum des Wissens, der Kultur. (Cordoba, Damaskus und Bagdad waren die islamischen Wissenszentren). Im Mittelalter schafften es die Araber, daß sie weltweit die höchste Kulturstufe hatten. Leider brach alles im 13. Jhdt. durch den Mongolensturm zusammen. Doch die konservativen Fundamentalisten hinderten die Menschen daran, weiter zu forschen. Ab dem 14. und 15. Jhdt. wurde das Wissen der Araber endlich auch im christlichen Europa akzeptiert. Die Europäer haben sehr viel den Arabern zu verdanken.

Im frühen Mittelalter lernten die Araber viel von den Indern und Chinesen, von den antiken mediterranen Hochkulturen. Europa lag nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches in einem "Tiefschlaf".......das Christentum unterdrückte die Forschung und bezeichnete alles, was aus dem Land der Sarazenen, Mauren, Arabern, Perser....kam, als Gotteslästerung. Das war eines der vielen Fehlentscheidungen der Röm.Katholischen Kirche. Leider gab es auch im Islam ähnliche übereifrige islamische Fundamentalisten. Für sie ist nur die Einhaltung der islamischen Regeln wichtig. Wissenschaft war für viele Fundamentalisten Gotteslästerung. (Das ist zum Teil heute noch in den meistens islamischen Ländern, welche Bereiche der Naturwissenschaft als Gotteslästerung bezeichnen. Die Evolution wird in den islamischen Schulen nicht gelehrt.) Zum Glück hat das Christentum in diesem Punkt bei uns keinen Einfluß mehr auf die Wissenschaft. In diesem Punkt hinkt der Islam noch nach. Ich denke, daß sich in 2-3 Generationen die Situation verbessert.

In der vor-islamischen Zeit hatten die Wüstenstämme, wie auch die ur-Araber, ebenfalls eine Naturreligion, mit bösen und guten Geistern. Durch Mohammed gab es einen gewaltigen kulturellen Aufstieg, in nur dreihundert Jahren schafften sie es, daß Bagdad zum geistigen Zentrum wurde. Leider nur für relativ kurze Zeit.

Weshalb es in den nichteuropäischen christlichen Ländern mehr Hexerei als in den islamischen Ländern gibt, kann ich mir nur so erklären, daß die christlichen Missionare mit unglaublicher Brutalität die Einheimischen zum Christentum zwangen. Als Gegenpol dazu, oder um sich ihre Identität zu bewahren, vergaßen sie ihren ursprünglichen Naturglauben nicht - wir wissen, daß jede Naturreligion auf Geister und Zauber aufgebaut ist. Es ist jedoch auch so, daß das Christentum mehr Menschen bekehrte, als der Islam. Soweit mir bekannt ist, nahmen die Völker den Islam großteils freiwillig an, nur in wenigen Fällen wurden sie dazu gezwungen. Das ist wichtigt!

Zum Islam traten folgende Völker und Länder bei: Sämtliche Stämme von Nordafrika und rund um das Rote Meer. Entlang der Küste des Indischen Ozeans. Alle Völker von Westafrika, der Sahara und der Sahelzone. Die Mongolen, Turkmenen, Usbeken nahmen freiwillig den Islam an. Das Mogul-Reich war islamisch (Nordindien) wie auch Indonesien. Kaukasus, die Tataren, Albaner und ein Drittel der Jugoslawen waren Muslims. Sie wurden jedoch auch nicht gezwungen, soweit mir bekannt ist. Man hatte jedoch Vorteile, wenn man zum Islam übertrat, man zahlte keine Steuren zum Beispiel und man mußte nicht mehr einen anderen Moslem demütig grüßen.

Die meisten dieser Völker, welche ich erwähnte, konvertierten freiwillig. Die Toleranz gegeüber Andergläubige im Islam (vor einigen Hundert Jahre) war größér, als im Christentum.
Es ist interessant, wenn ich einmal mit einem islamischen Gläubigen sprechen kann. Hin und wieder fliege ich ans Rote Meer um zu tauchen. Mittlerweile kenne ich schon einige Araber und wir diskutierten viele Abende die üblichen Themen. Ich war gerade in Assuan, als die Folterungen in Abu Ghreib bekannt wurden. Das war eine Aufregung, als am Morgen in allen arabischen Zeitungen die Folter-Bilder gezeigt wurden. Nun kann man sich vorstellen, daß die Araber nicht besonders begeistert darüber waren. Die Leute die mich gut kannten, sagten zu mir, es wäre besser, wenn ich in der Öffentlichkeit nicht mehr Englisch sprechen würde. Ich war auch am Roten Meer, als im März 2003 der Krieg im Irak begann.

Nun muß ich aufhören - alles Gute aus Wien!


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12.12.2010 um 17:42
@DahamImIslam

Text

Dem stimme ich zu.
Das sieht man deutlich auf den Karbischen Inseln, in Südamerika, in Zentralfrika und im pazifischen Raum. Afrikanische Sklaven mußten in ihrer neuen Heimat Brasilien, Haiti....an das Christentum glauben und vermischten es mit ihrem traditionellem Polytheismus (Voodoo - ist ein bekanntes Beispiel dafür). Voodoo stammt ursprünglich aus Kamerun, Nigeria, Kongo....Es war eine ganz normale polytheistische Naturreligion. Um einen Stamm unter Kontrolle zu halten, bedienten sich manche Stammesführer und Medizinmänner der "Voodoo-Magie". Hat mit Magie absolut nichts zu tun, sie konnten mit psychologische Tricks und psychoaktive Drogen die Menschen beeindrucken, folglich besser unterdrücken. Voodoo gelangte mit den Sklaven nach Lateinamerika.
Auch die Indianer in Guatemala, Mexio, Peru......mußten das Christentum annehmen, doch sie vermischten es mit ihrer ursprünglichen Religion. Im Geheimen praktizierten sich noch ihre spirituellen Riten, die sich mit christliche Elemente vermischte. Solche Riten sind meist mit Magie verbunden.

Hexenglaube im außereuropäischen Christentum weiter verbreitet als in den islamischen Ländern.........Dem stimme ich auch zu, ich glaube, das hängt mit der brutalen Zwangs-Christianisierung zusammen. Das Konvertieren oder Bekehren zum Monotheismus machten die Moslems nicht auf solch brutaler Weise, wie die christlichen Missionare vor 3-400 Jahren. Es ist vielleicht auch ein Grund, weshalb die "Zwangsbekehrten" an ihrer ursprünglichen schamanistischen Religion und an ihrer Magie, Zauberei festhielten, vielleicht auch zum Trotz. Sie konnten es natürlich nur im Geheimen ausführen. Alle Naturreligionen basieren auf Geister- und Dämonenglaube. Nach ihrer Ansicht, gibt es besondere Menschen, welche Zugang zur Geisterwelt haben. (Schamanen, Zauberer). Manche dieser Menschen arbeiten, nach ihrer Vorstellung, mit guten Geistern oder mit bösen Geistern zusammen.

Auch mir ist bekannt, daß Zauberei und Magie im Islam strengstens verboten ist. Der Grund ist einfach, als die Monotheistischen Religionen entstanden, Judentum, Christentum und der Islam, wollten sie sich vom bereits "primitiven" Geisterglauben" trennen. Als Mohammed den Islam gründete, glaubten nur primitive Stämme an Geister und Zauberer. Zu jener Zeit war Monotheismus eine fortschrittliche Religion. Es gibt im Islam noch eine Gruppe, welche auf spiritueller, mystischer Weise den Weg zu Gott suchen - die Derwischen. Das ist nicht auf Magie aufgebaut, es ist eher spirituell.

Da die Araber durch ihre Handelsreisen und Eroberungen oft mit den großen Kulturen, Länder und frühen Hochreligionen Kontakt hatten, beschlossen sie, daß etwas getan werden müsse - um micht als unzivilisiert und primitiv zu gelten. Denn in vorislamischer Zeit galten die arabischen Reiterstämme als zurückgeblieben, sie glaubten an Naturgeister usw. Mohammed wollte den Arabern eine neue, fortschrittliche Religion, Identität und Kultur geben. Damit sie sich mit den anderen Hochkulturen messen konnten.
Daher sagte auch Mohammed, daß die Araber von den anderen Kulturen lernen müssen, um fortschrittlicher und stärker zu werden. Religion war damals ein sehr wichtiger Bereich, da der Jenseitsglaube in der späten Antike und im frühen Mittelalter sehr stark war.

Den Arabern ist es sehr gut gelungen. Durch ihre Handelsreisen zwischen China und Ostafrika, Island und Westafrika kamen sie mit vielen Kulturen in Kontakt. Nach Mohammeds Tod, als der frühe Islam in der Welt verbreitet wurde, nahmen die Araber all das Wissen der Fremden auf. Im Mittelalter wurde Bagdad das Zentrum des Wissens, der Kultur. (Cordoba, Damaskus und Bagdad waren die islamischen Wissenszentren). Im Mittelalter schafften es die Araber, daß sie weltweit die höchste Kulturstufe hatten. Leider brach alles im 13. Jhdt. durch den Mongolensturm zusammen. Doch die konservativen Fundamentalisten hinderten die Menschen daran, weiter zu forschen. Ab dem 14. und 15. Jhdt. wurde das Wissen der Araber endlich auch im christlichen Europa akzeptiert. Die Europäer haben sehr viel den Arabern zu verdanken.

Im frühen Mittelalter lernten die Araber viel von den Indern und Chinesen, von den antiken mediterranen Hochkulturen. Europa lag nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches in einem "Tiefschlaf".......das Christentum unterdrückte die Forschung und bezeichnete alles, was aus dem Land der Sarazenen, Mauren, Arabern, Perser....kam, als Gotteslästerung. Das war eines der vielen Fehlentscheidungen der Röm.Katholischen Kirche. Leider gab es auch im Islam ähnliche übereifrige islamische Fundamentalisten. Für sie ist nur die Einhaltung der islamischen Regeln wichtig. Wissenschaft war für viele Fundamentalisten Gotteslästerung. (Das ist zum Teil heute noch in den meistens islamischen Ländern, welche Bereiche der Naturwissenschaft als Gotteslästerung bezeichnen. Die Evolution wird in den islamischen Schulen nicht gelehrt.) Zum Glück hat das Christentum in diesem Punkt bei uns keinen Einfluß mehr auf die Wissenschaft. In diesem Punkt hinkt der Islam noch nach. Ich denke, daß sich in 2-3 Generationen die Situation verbessert.

In der vor-islamischen Zeit hatten die Wüstenstämme, wie auch die ur-Araber, ebenfalls eine Naturreligion, mit bösen und guten Geistern. Durch Mohammed gab es einen gewaltigen kulturellen Aufstieg, in nur dreihundert Jahren schafften sie es, daß Bagdad zum geistigen Zentrum wurde. Leider nur für relativ kurze Zeit.

Weshalb es in den nichteuropäischen christlichen Ländern mehr Hexerei als in den islamischen Ländern gibt, kann ich mir nur so erklären, daß die christlichen Missionare mit unglaublicher Brutalität die Einheimischen zum Christentum zwangen. Als Gegenpol dazu, oder um sich ihre Identität zu bewahren, vergaßen sie ihren ursprünglichen Naturglauben nicht - wir wissen, daß jede Naturreligion auf Geister und Zauber aufgebaut ist. Es ist jedoch auch so, daß das Christentum mehr Menschen bekehrte, als der Islam. Soweit mir bekannt ist, nahmen die Völker den Islam großteils freiwillig an, nur in wenigen Fällen wurden sie dazu gezwungen. Das ist wichtigt!

Zum Islam traten folgende Völker und Länder bei: Sämtliche Stämme von Nordafrika und rund um das Rote Meer. Entlang der Küste des Indischen Ozeans. Alle Völker von Westafrika, der Sahara und der Sahelzone. Die Mongolen, Turkmenen, Usbeken nahmen freiwillig den Islam an. Das Mogul-Reich war islamisch (Nordindien) wie auch Indonesien. Kaukasus, die Tataren, Albaner und ein Drittel der Jugoslawen waren Muslims. Sie wurden jedoch auch nicht gezwungen, soweit mir bekannt ist. Man hatte jedoch Vorteile, wenn man zum Islam übertrat, man zahlte keine Steuren zum Beispiel und man mußte nicht mehr einen anderen Moslem demütig grüßen.

Die meisten dieser Völker, welche ich erwähnte, konvertierten freiwillig. Die Toleranz gegeüber Andergläubige im Islam (vor einigen Hundert Jahre) war größér, als im Christentum.
Es ist interessant, wenn ich einmal mit einem islamischen Gläubigen sprechen kann. Hin und wieder fliege ich ans Rote Meer um zu tauchen. Mittlerweile kenne ich schon einige Araber und wir diskutierten viele Abende die üblichen Themen. Ich war gerade in Assuan, als die Folterungen in Abu Ghreib bekannt wurden. Das war eine Aufregung, als am Morgen in allen arabischen Zeitungen die Folter-Bilder gezeigt wurden. Nun kann man sich vorstellen, daß die Araber nicht besonders begeistert darüber waren. Die Leute die mich gut kannten, sagten zu mir, es wäre besser, wenn ich in der Öffentlichkeit nicht mehr Englisch sprechen würde. Ich war auch am Roten Meer, als im März 2003 der Krieg im Irak begann.

Nun muß ich aufhören - alles Gute aus Wien!


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

12.12.2010 um 18:15
Das Recht auf einen freie Glauben was man einfordert muss man auch breit sein zu geben !!! sehr Wichtig


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Fux.123
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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

12.12.2010 um 22:00
Tja... das mit dem Geben von Freiheit ist ja immer schon das Problem gewesen, auch wenn man sie selbst einfordert. Es soll ja jeder frei glauben dürfen, aber dennoch findet man einen Glauben, der anders ist als der eigene in den meisten Fällen seltsam, fremd, absurd bis hin zu unmöglich oder sogar sündhaft und kriminell. Die Frage ist immer, wie man damit umgeht.
Und so kann aus freiheitsliebenden Menschen unter Umständen ganz schnell ein Mensch werden, der seine anfänglichen Ideale über den Haufen fährt, weil er sie unter Umständen vergisst. Aus Angst, aus Unwissen, aus Missverständnissen heraus... Hin und wieder hat es ja sogar Sinn, einen anderen Glauben zu verurteilen oder sogar zu bekämpfen, nämlich dann, wenn man durch einen anderen Glauben bedroht wird. Die Frage ist eben, ab wann man sich bedroht fühlt, bzw. fühlen sollte...


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

13.12.2010 um 07:31
@rumpelstilzche: breit sein ist alles!


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

13.12.2010 um 14:32
@seashellpeter

interessante Beiträge

Ich glaube aber nicht, dass die Hexen im europäischen Mittelalter (institutionell verfolgt wurde erst im Spätmittelalter) nur Sündenböcke waren. Magie kann immer ambivalent eingesetzt werden. Mit Sicherheit wurden viele Menschen durch ihre Künste geschädigt oder bildeten sich selbiges ein.


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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

13.12.2010 um 14:36
soll auch Menschen geben die an einem Gott glauben und diesen in ein Licht stellen und dabei übersehen das es auch noch Götter gibt ;)


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Fux.123
ehemaliges Mitglied

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Polizei nimmt 16-Jährige "Hexe" fest

13.12.2010 um 16:33
Hm...
Egal, ob die Hexen damals nur Sündenböcke waren oder nicht (das waren sie nicht NUR, aber größtenteils). Fest steht, dass die Hexenverfolgung damals scheiße war, weil dadurch größtenteils unschuldige Menschen gestorben sind, nicht nur das, es waren auch viele "böse Satansfrauen" dabei, die Anderen eigentlich geholfen haben, die Heilerinnen waren und die über Kräuterwissen verfügt haben, das dann lange Zeit verschollen war. Und fest steht auch, dass Hexenverfolgung auch heute noch scheiße ist, wenn deswegen schon 16-jährige Mädchen sterben müssen, weil sie versuchen, eine Beziehung zu verfluchen. Da ist es auch völlig egal, ob das aus spirituellen Gründen passiert, weil man sich vor Hexen fürchtet, oder ob das aus politischen Gründen passiert, weil man möchte, dass sich das Volk vor der Regierung fürchtet, damit man die Kontrolle behält. Klar ist das dumm und gefährlich, wenn es Menschen gibt, die mit Magie Unsinn anstellen. Aber deswegen muss man Hexen nicht gleich umbringen. Da könnte man auch hingehen und in Amerika jeden töten, der eine Waffe besitzt... Also im Prinzip mehr als die Hälfte aller amerikanischen Bürger...


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