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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

Abschaffung des Zins und Zinseszins?

17.01.2013 um 20:22
@leberkashawaii
leberkashawaii schrieb:Man ist bei diesem Beispiel also davon ausgegangen, dass genau die 100.000 €, die angelegt wurden, eins zu eins an den Kreditnehmer weitergegeben wurden. Dabei wurde aber übersehen, das Banken das Recht haben, Giralgeldschöpfung zu betreiben. Sprich: Die Bank kann aus diesen 100.000 € beispielsweise Kredite in Höhe von 2.000.000 € vergeben.
Gibts für dieses Die-Bank-darf-Geld-schöpfen eigentlich irgendeinen Link, oder ist das nur wahr weils immer wieder wiederholt wird? Ich mein nur, weil men Vater beruflich Bankrevisor ist und meinte, dass das völliger Blödsinn wäre.

Es stimmt zwar, dass Banken über weit weniger Bargeld verfügen als ihr Forderungen in Form von Buchgeld gegenüberstehen (wohl der Kern dieses ganzen Irrglaubens), allerdings wird dabei übersehen, dass die Bank sich eben auch das buchgeld erstmal irgendwoher bekommen muss. Geld erschaffen darf eine Bank nicht, das wäre Bilanzfälschung.

Außer du redest von der Notenbank. Ansonsten wünsche ich bitte mir mal einen seriösen Link.


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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

17.01.2013 um 20:23
@McMurdo

1) Ich wusste nicht, dass dies zur Debatte steht. Ich bin davon ausgegangen, dass der Staat ein BGE zahlt und ich nur von meinem Lohn anschließend Steuern bezahle.

2) Die USA hat beispielsweise die Steuerpflicht an die Staatsangehörigkeit gekoppelt. Jetzt möchte man meinen, dass die ganzen amerikanischen Großverdiener plötzlich alle ihre Staatsangehörigkeit gewechselt haben - aber das haben sie nicht.


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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

17.01.2013 um 20:24
@MareTranquil

Die entsprechenden Links hatte ich in meinem Beitrag eingefügt. Es steht auch so in Wikipedia beschrieben.


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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

17.01.2013 um 20:37
@leberkashawaii
leberkashawaii schrieb:Ich wusste nicht, dass dies zur Debatte steht. Ich bin davon ausgegangen, dass der Staat ein BGE zahlt und ich nur von meinem Lohn anschließend Steuern bezahle.
Nun, das BGE ist erst vor ein paar Posts zur Sprache gekommen. Die Mühe hättest du dir doch schon mal machen können die eine Seite hier zu lesen :-)
leberkashawaii schrieb: Die USA hat beispielsweise die Steuerpflicht an die Staatsangehörigkeit gekoppelt. Jetzt möchte man meinen, dass die ganzen amerikanischen Großverdiener plötzlich alle ihre Staatsangehörigkeit gewechselt haben - aber das haben sie nicht.
Trotzdem gibt es auch in den USA Steuerflüchtlinge.

Und dann wäre da auch noch die Frage wieviele Steuereinnahmen dem Staat durch diese Steuerflüchtlinge tatsächlich verloren gehen. Bei benötigten 720 Mrd. Euro allein fürs BGE, dürften selbt die Steuerflüchtlinge den Braten nicht mehr Fett machen.


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17.01.2013 um 20:41
@leberkashawaii

In dem Wiki-Link wird irgendwie nicht ersichtlich, was mit "Geldschöpfung" genau gemeint ist. Aber was die Mindestreserve angeht, so bezieht sich diese nur auf das Bargeld.

Da heutzutage bei Banken das meiste Geld in Form von Buchgeld eingezahlt wird, und eben dieses Buchgeld dann auch weiterverliehen wird, ist ja klar, dass nur für einen kleinen Teil der Kredite auch Bargeld im Tresor gegenüberliegen kann. Wenn eine Bank nur Kredite in Höhe des Bargeldbestandes vergeben dürfte, was sollte sie dann mit dem eingezahltenn Buchgeld überhaupt machen? Verleihen dürfte sie es ja nicht.

Insofern sehe ich die Problematik im Bezug auf die Mindestreserve nicht ganz.


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17.01.2013 um 20:46
@McMurdo

Sorry! Ich gelobe Besserung!

Zu den Steuerflüchtlingen:

Umfang

2012 ergibt eine Studie der Organisation Tax Justice Network (Netzwerk für Steuergerechtigkeit), das den Heimatstaaten bis zu 280 Milliarden Dollar an Einkommensteuern durch Steuerflucht verloren gehen. Finanzvermögen von 21 bis 32 Billionen Dollar sei in Steueroasen angelegt.

Wikipedia: Steuerflucht

Wie viel davon auf Deutschland trifft, müsste man genauer erörtern. Im Grunde genommen gibt es ja zwei Arten von Steuerflüchtlingen: Die einen, die auf Grund der zu hohen Steuern mit Sack und Pack ins Ausland gehen und die, die ihr Geld auf Schwarzgeldkonten in der Schweiz verstecken.

Ich gehe davon aus, dass die Summe, die uns jedes Jahr durch die Lappen geht, größer ist, als du glaubst.


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17.01.2013 um 21:01
@MareTranquil

Aus den drei Wiki-Artikeln geht schon hervor, wie die Giralgeldschöpfung funktioniert. Ich musste sie mir mehrmals durchlesen, um den Prozess einigermaßen zu verstehen. Und ich bin hier, zugegeben, immer noch nicht fest im Sattel.

Wenn die Bank nur Kredite in Höhe des Bargeldbestandes verleihen dürfte, wäre kein Wirtschaftswachstum möglich. Die tatsächliche Geldmenge, die vorhanden ist, wäre ja sehr schnell verteilt.

Daraus resultiert dann die Frage, ob ewiges Wirtschaftswachstum "gut" bzw. notwendig ist.

Die Alternative zur Giralgeldschöpfung wäre, dass die Zentralbank neues Geld drucken müsste, damit es in den Umlauf kommt.


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17.01.2013 um 22:16
@MareTranquil
MareTranquil schrieb:In dem Wiki-Link wird irgendwie nicht ersichtlich, was mit "Geldschöpfung" genau gemeint ist. Aber was die Mindestreserve angeht, so bezieht sich diese nur auf das Bargeld.
Ist auch gar nicht so wichtig, wenn man weiß, was damit NICHT gemeint sein kann: Nämlich Wohlstandschöpfung. Wohlstand entsteht gesamtheitlich nur durch marktwirtschaftlich wertvolle Arbeit. Nicht durch bedrucktes Papier und nicht durch sich schwindlig im Kreis herum rechnen.


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17.01.2013 um 23:49
@vycanismajoris

vycanismajoris schrieb:
Oder ist das gar nicht wertvoll, das menschliche Inventar, hm.


Warum sollte der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber mehr wert sein als umgekehrt?
Am Beispiel eines Zusatzbeitrages zur Krankenversicherung wird die vorher bestehende Parität zu Ungunsten einer Seite verletzt was eine Wertschätzung beeinhaltet.

Wer über der BBG liegt darf ganz alleine für seinen Krankenversicherungsbeitrag aufkommen, der Arbeitgeber bezahlt dafür keinen Cent. Das Prinzip der Parität wird völlig aufgehoben und damit auch eine Wertschätzung ausgedrückt die in der Regel auch noch die Leistungsträger betrifft.

@Tripane


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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

18.01.2013 um 07:23
@Tripane
Tripane schrieb:Wohlstand entsteht gesamtheitlich nur durch marktwirtschaftlich wertvolle Arbeit.
Schade, dass nur einige wenige an diesem Wohlstand teilhaben dürfen. Und schade, dass diejenigen, die martkwirtschaftlich wertvolle Arbeit leisten - also diesen Wohlstand erzeugen - auch immer weniger werden.
Tripane schrieb:Nicht durch bedrucktes Papier und nicht durch sich schwindlig im Kreis herum rechnen.
Das Problem besteht doch darin, dass einige wenige das Geld, egal ob jetzt Bar- oder Giralgeld, auf sich konzentrieren und dem Wirtschaftskreislauf entziehen. Und nicht nur, dass sie dem Kreislauf Geld entziehen und dadurch immer wieder neues Geld "geschaffen" werden muss (das sie wieder auf sich konzentrieren) - sie erzeugen dadurch auch noch große Mengen an Zinsen, die andere für sie erarbeiten bzw. bezahlen müssen.

Könnte es sein, dass wir deshalb jedes Jahr Wachstum benötigen?


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18.01.2013 um 07:25
@McMurdo
McMurdo schrieb: Ok, angenommen man wollte nur die 40 Millionen erwerbstätigen Deutschen mit einem BGE versorgen benötigte man dafür allein schon 480.000.000.000 Euro.

Dazu kommen noch knapp 20 Millionen Rentner die ja auch was haben sollen.
Kommen also nochmal 240.000.000.000 Euro dazu.

Macht insgesamt 720.000.000.000 Euro die jährlich aufgewendet werden müssten.

Steuereinnahmen 2012: ca. 600.000.000.000 Euro.

Ich brauch da nicht sehr gebildet zu sein, um zu sehen, das dass ohne massive Steuererhöhungen nicht realisierbar ist.
Richtig es könnten sogar 900.000.000.000 Euro sein.

Ich habe Gestern ein Interessantes Gespräch mit einem Arzt gehabt genau über dieses Thema der Arzt sagte mir er selber Verdiene im Jahr um die 500000 Euro ,er hat danach Wörtlich gesagt jeder der Mehr Verdient denn müsste man jeden weiteren Euro mit 75 bis 90 % Besteuern weil ein Mensch der mehr als 500000 Euro Jahr Verdient kann das Geld wenn er es Sinnvoll Ausgeben möchte gar-nicht Ausgeben außer man hat Abgehobene Vorstellungen von seinen Leben nur Sinnvoll kann man mehr wie 500000 Euro meinte er nicht Ausgeben.

xia


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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

18.01.2013 um 07:48
Merkwürdig, dass die Leute die Grenze für eine deutlich höhere Lohnsteuer immer knapp über ihrem jetzigen Einkommen anlegen :D

Jemand, der 100.000 € im Jahr verdient und damit zufrieden ist, wird dir auch sagen, dass man mehr Geld gar nicht vernünftig ausgeben kann. Genau wie jemand, der mit einem Jahreseinkommen von 2 Mio. (seiner Meinung nach) gerade so über die Runden kommt.

Das sagt schon genug über Leute aus, die höhere Steuern verlangen... aber nur für die, die mehr als sie gerade verdienen. Da steckt keine rationale Berechnung dahinter, was man zum Leben braucht, sondern Neid.


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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

18.01.2013 um 08:58
500.000/12=41.666 €/Monat - 45%Lohnsteuer=20.833 €/Monat

Ich stimme @xia zu.

EDIT: Mit Rundungsdifferenz sind es sogar 22.916€


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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

18.01.2013 um 12:32
@leberkashawaii
leberkashawaii schrieb:Man ist bei diesem Beispiel also davon ausgegangen, dass genau die 100.000 €, die angelegt wurden, eins zu eins an den Kreditnehmer weitergegeben wurden. Dabei wurde aber übersehen, das Banken das Recht haben, Giralgeldschöpfung zu betreiben. Sprich: Die Bank kann aus diesen 100.000 € beispielsweise Kredite in Höhe von 2.000.000 € vergeben.
Dieses "Recht" haben aber nicht nur Banken, sondern zum Beispiel auch du selbst:

Stell dir vor, jemand fragt dich nach einem Kredit von z.B. 1000 Euro. Kein Problem für dich: Du richtest demjenigen einfach auf einem Zettel ein Konto für ihn ein und schreibst darauf 1000 Euro gut. Schon hast du die 1000 Euro erschaffen, wie es die Banken machen. Und im Gegensatz zu echten Banken mußt du sich noch nicht einmal um die Mindestreserve kümmern, soweit mir bekannt.

Natürlich kommt man damit nicht sonderlich weit, denn dein Kreditnehmer möchte das Geld ja auch ausgeben und wird deshalb das Geld von deinem eingerichteten Konto als Bargeld abheben oder auf ein echtes Bankkonto überweisen wollen. Und dann hast du das Problem, das Geld gar nicht vorliegen zu haben.

Dasselbe Problem hat aber auch die Bank, die Giralgeld erschaffen hat. Das Geld, das sie erschaffen hat, muß auch irgendwie vorhanden sein. Denn wenn der Kreditnehmer das Geld auf ein Konto bei einer anderen Bank überweist, muß die Bank das Geld auch irgendwie haben.

Die Geschäftsbanken haben allerdings den Vorteil, daß relativ wenige Banken ziemlich viele Kunden haben. Die Wahrscheinlichkeit, daß das überwiesene Geld letztendlich wieder bei der ursprünglichen Bank landet, ist also relativ hoch. Also relativ hoch gegenüber der Wahrscheinlichkeit, daß das von dir privat geschaffene Geld wie oben beschrieben wieder bei dir landet.

Nehmen wir mal an, die Arlbergbank erschafft 1000 Euro aus dem Nichts und schreibt es einem Kreditnehmer gut. Der Kreditnehmer kauft sich nun im Laden eine Sache für 1000 Euro und zahlt per Lastschrift.

Im einfachsten Fall hat der Laden sein Konto ebenfalls bei der Arlbergbank. Dann funktioniert das Geld-Erfinden, da der Betrag nur zwischen den Konten in derselben Bank verschoben wird. Die Zahlungen, die der Laden im weiteren Verlauf veranlaßt, müßten im einfachsten Fall ebenfalls bei derselben Bank landen.

Im weniger einfachen Fall hat der Laden z.B. sein Konto bei der Brisbanebank. Die 1000 Euro werden also von der Arlbergbank auf die Brisbanebank überwiesen. Das funktioniert nur dann, wenn z.B. der Laden das Gehalt seines Angestellten überweist, der wiederum sein Konto bei der Arlberbank hat. Die 1000 Euro Überweisung von der Arlbergbank zur Brisbanebank können mit der Überweisung in der anderen Richtung verrechnet werden.

Und nun kann man noch viele weitere Zwischenstationen einbauen, bis es der Realität entspricht. Aber es sollte klar sein: Das "erfundene" Geld muß immer komplett zur ursprünglichen Bank zurückwandern, sonst stimmt es mit der Abrechnung nicht. Halt, eine andere Möglichkeit gibt es noch, nach folgendem Schema:

Die Arlbergbank schafft 1000 Euro Giralgeld als Kredit, und die Brisbanebank ebenfalls. Der Kreditnehmer der Arlbergbank überweist sein Geld an ein Konto bei der Brisbanebank, und der Kreditnehmer der Brisbanebank überweist sein Geld an ein Konto bei der Arlbergbank. Aber auch hier wandern die jeweils geschaffenen 1000 Euro komplett zurück an die schaffenden Banken.

Nächster Gedankenschritt: Nehmen wir einfach mal an, es gibt 5 gleich große Banken. Eine davon erschafft 1000 Euro Giralgeld, die anderen vier nicht. Nach der Wahrscheinlichkeit dürften damit nach einigen Überweisungen zwischen den Banken auf jeder Bank 200 Euro angekommen sein. Von den geschaffenen 1000 Euro kommen also nur 200 wieder zur erschaffenden Bank zurück, das funktioniert also wegen der Verrechnung zwischen den Banken nicht. Aber es gibt noch Hoffnung.

Und zwar erst einmal ein Schritt zurück. Mit echtem, nicht-geschaffenen Geld funktioniert das alles natürlich. Kunde A bringt 1000 Euro Bargeld zur Bank, die Bank gewährt Kundem B einen Kredit über 1000 Euro, der gibt das Geld aus und bei jeder Bank landen am Ende 200 Euro. Hier funktioniert die Verrechnung, da die kreditgebende Bank mit dem physikalisch vorhandenen Geld bezahlen kann.

Aber wenn die Bank am Ende doch wieder 200 Euro zurückbekommt, dann hätte sie das doch gleich als Kredit anbieten können... und genau das ist der Betrag, den die Bank als Giralgeld schöpfen kann, den sie also aus dem Nichts schaffen kann. Also: Bei einer Kreditsumme von 1000 Euro kann der geschaffene Anteil 200 Euro sein. Noch einmal das ganze mit der Geldschöpfung:

Kunde A bringt 800 Euro zur Bank. Diese schafft zusätzlich 200 Euro und vergibt einen Kredit über 1000 Euro an Kunde B, der das Geld ausgibt, und bei jeder Bank landen 200 Euro. Die vier anderen Banken können mit dem eingezahlten Bargeld von 800 Euro verrechnet werden, und die restlichen 200 Euro verrechnet die kreditgebende Bank mit sich selber.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Banken können nicht beliebig Giralgeld erschaffen wie sie wollen, sondern können nur einen Bruchteil des tatsächlich eingezahlten Geldes zusätzlich erschaffen. Dieser Wert hat auch mit der Mindestreserve nichts zu tun.

Und bevor der Einwand kommt, Geschäftsbanken könnten sich einfach Geld von der Zentralbank besorgen und damit die Verrechnung mit den anderen Banken durchführen: Geld von der Zentralbank gibt es nur gegen Sicherheiten, die nicht einfach geschaffen werden können.
Ein weiteres Thema, dass bei der Giralgeldschöpfung eine große Rolle spielt, ist die Mindestreserve.

Wikipedia: Mindestreserve

Vielleicht sind hier Bänker anwesend, die es noch etwas genauer erklären können.
Das ist ganz einfach der Anteil von eingezahltem Geld, der nicht als Kredit ausgegeben werden darf.
leberkashawaii schrieb:Zu guter Letzt noch ein Beispiel, wie groß der Zinseszinseffekt eigentlich ist. Es handelt sich um den sogenannten "Josefspfennig" - wird auch von Dirk Müller im Video erwähnt.

Wenn man im Jahr 0, also zu Christi Geburt, einen Euro-Cent angelegt hätte und dieser sich mit 5% pro Jahr verzinst, dann hätte sich heute, in 2013, ein Vermögen angehäuft, dass dem Wert mehrerer Weltkugeln aus purem Gold entspricht.
Das aus dem Munde von Herrn Müller zeigt eigentlich auch wieder, daß er selber nicht darüber nachgedacht hat. Traurig für jemanden vom Fach:

Dem Guthaben, das man mit dem Pfennig anhäuft, steht immer ein Kredit in gleicher Höhe gegenüber. Ein Kredit wird aber nur in Anspruch genommen, wenn er benötigt wird. Wenn der Kreditmarkt gesättigt ist und keine neuen Kredite benötigt werden, dann kann Josef seine Zinseinkünfte jedoch nicht als neuen Kredit vergeben und damit keine Zinseszinsen erwirtschaften. Das exponentielle Wachstum des Vermögens bricht damit zusammen.

Soll heißen: Entweder die Sparkasse, bei der Josef seinen Pfennig anlegt, senkt im Laufe der Zeit die Zinsen, bis sie der Nachfrage entsprechen, oder sie kündigt ihm irgendwann das Konto, weil sie die Zinsen ansonsten absehbar nicht mehr bezahlen könnte.

Die Annahme, man könnte sein Geld für konstant 5% Zinsen anlegen, ist absolut unrealistisch. Wie man zur Zeit sieht. Die Nachfrage nach Krediten ist gering, die Zinsen sind so weit unten wie es eigentlich überhaupt nur geht.

Oder anders gefragt: Wer hätte heutzutage in der Summe Bedarf nach einem Kredit, der mehreren Weltkugeln aus Gold entsprechen würde?
leberkashawaii schrieb:Das Problem besteht doch darin, dass einige wenige das Geld, egal ob jetzt Bar- oder Giralgeld, auf sich konzentrieren und dem Wirtschaftskreislauf entziehen.
Wie wird denn das Geld dem Wirtschaftskeislauf entzogen? Riesige Geldspeicher a la Dagobert Duck dürften auch heutzutage nicht zu finden sein...

Zäld


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18.01.2013 um 13:24
@Tommy137
Tommy137 schrieb: Jemand, der 100.000 € im Jahr verdient und damit zufrieden ist, wird dir auch sagen, dass man mehr Geld gar nicht vernünftig ausgeben kann. Genau wie jemand, der mit einem Jahreseinkommen von 2 Mio. (seiner Meinung nach) gerade so über die Runden kommt.
Gut ist ein Argument.

Aber ich hätte an dich eine Frage wie gibst du Sinnvoll mehr als eine Halbe Million in Jahr aus nur ein bar Beispiele.
Tommy137 schrieb: Das sagt schon genug über Leute aus
Nein sagt es nicht es sagt nur was über dich nicht über die die du Beschuldigt Neidisch zu sein.
Tommy137 schrieb: die höhere Steuern verlangen... aber nur für die, die mehr als sie gerade verdienen. Da steckt keine rationale Berechnung dahinter, was man zum Leben braucht, sondern Neid.
Mit Neid brauchst du mir nicht Kommen das Perlt an mir ab,weil jedes mal wenn einer die Wahrheit sagt kommt gleich einer um die Ecke und sagt die sind ja nur Neidisch weil sie nicht so viel Verdienen.

xia


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18.01.2013 um 13:53
Da hat aber jemand grandios vorbei interpretiert, um ein bisschen Empörung zu verbreiten.

Spitzensteuersätze sollen natürlich immer für die erhöht werden, die gerade etwas mehr verdienen als man selbst. Für einfach Angestellte geht das meinetwegen ab 50.000€ im Jahr los, bei dem Arzt liegt die Grenze bei seinen 500.000€... und Leute, die noch mehr verdienen, wollen natürlich nur für die noch besser Verdienenden die Abgaben erhöhen.

Und jeder wird dir sagen, dass man viel mehr Geld, als man gerade hat auch nicht sinnvoll ausgeben kann. Das ist nich auf die 500.000€ beschränkt. Mehr als 250.000€ sind da je nach Standpunkt sicher auch nicht mehr sinnvoll auszugeben. Aber diese Summe hat dein Finanzfachmann von Arzt natürlich nicht genannt, weil er dann ja auch mehr zahlen müsste.


Fazit: der Vorschlag, mindestens 75% Steuern auf alles, was über 500.000€ liegt, ist weder rational begründet, noch irgendeiner Weise fundiert. Er basiert allein darauf, dass die Steuern schon erhöht werden sollen, aber nicht für einen selbst (in dem Fall dein Arzt). Nenn es Egoismus, nenn es Neid auf noch Besserverdienende oder einfach nur eine arg beschränkte Sichtweise.... aber es ist sicher kein durchdachter Steuerentwurf, um irgendwie mehr Einnahmen fürn den Staat zu generieren.



Und bevor du schon wieder was falsch verstehst: nein, mehr als 500.000€ kann man sicher nicht sinnvoll im Jahr ausgeben... aber das gleiche gilt sicher auch für 300.000€ oder 200.000€. Warum hast du deinen Arzt nicht mal auf diese Zahlen angesprochen?


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18.01.2013 um 14:33
@Tommy137
Tommy137 schrieb:
Da hat aber jemand grandios vorbei interpretiert, um ein bisschen Empörung zu verbreiten.
Wenn du das meinst.
Tommy137 schrieb: Spitzensteuersätze sollen natürlich immer für die erhöht werden, die gerade etwas mehr verdienen als man selbst. Für einfach Angestellte geht das meinetwegen ab 50.000€ im Jahr los, bei dem Arzt liegt die Grenze bei seinen 500.000€... und Leute, die noch mehr verdienen, wollen natürlich nur für die noch besser Verdienenden die Abgaben erhöhen.
Schau und das ist das Problem hier auf dieser Welt weil jeder nur noch an sich selber Denkt.
Aber was halltest davon ein Bürger Geld ein zu Führen sagen wir 1500 Euro und jeden Euro den man sich dazu Verdient mit 75% zu besteuern also gleicher Steuersatz für alle für die die weniger haben sehr Hart und für die die viel haben Gerecht?

Außerdem sollten Geld Vermögen von Privatleuten auf drei Millionen Begrenzt werden und Immobilienvermögen auf 2 Millionen alles was darüber hinaus geht sollte mit 90% Besteuert werden damit der Anreiz nach mehr endlich weg ist.
Natürlich würde es eine Ausnahmeregelung geben für Leute die alles was über drei Millionen Geldvermögen hinaus geht Investieren würden für die Allgemeinheit die müssten dann nur 70% Steuern Zahlen finde ich gerecht ihnen würde ich sogar einen Höheres Privatvermögen zu gestehen als das was ich sagte.
Tommy137 schrieb: Und bevor du schon wieder was falsch verstehst: nein, mehr als 500.000€ kann man sicher nicht sinnvoll im Jahr ausgeben... aber das gleiche gilt sicher auch für 300.000€ oder 200.000€. Warum hast du deinen Arzt nicht mal auf diese Zahlen angesprochen?
Du wirst es jetzt nicht glauben aber das habe ich,ich Argumentierte mit nur "100000Euro" er ging auf 500000 Euro weil er ja wie du so schön sagtest sich selbst am wenigsten Besteuern möchte ist mir auch Klar.


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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

18.01.2013 um 14:57
@xia

Jeder denkt nur noch an sich selber? Also du auch? Wie kannst du dich dann hier hinstellen und eine staatliche Begrenzung von Vermögen fordern? Ist dieser Gedanke dann nicht auch aus einer egoistischen Motivation heraus geboren? Denn mit welchem Recht sollen Menschen davon abgehalten werden, sich Reichtümer zu erarbeiten?

Sehr viele Menschen haben von der Welt ein vollkommen verzerrtes Bild. Wir leben im Zeitalter des höchsten Wohlstandes der jemals in der gesamten Menschheitsgeschichte exisitiert hat. Alleine in den letzten 200 Jahren hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung fast verdoppelt. Vom generellen Aufschwung haben auch die ärmsten Ländern profitiert. Der Kapitalismus ist eine Erfolgsgeschichte, mit der kein anderes Wirtschaftssystem auch nur ANSATZWEISE konkurrieren konnte und kann. Und in gewisser Form ist das auch dem Zinseszins zuzuschreiben, der ein immerwährendes Wachstum erfordert.

Das was Leute wie dich stört ist der relative Wohlstand, nicht der absolute Wohlstand. Denn absolut gesehen, geht es heute jedem Hartz4 Empfänger besser als dem Arbeiter von vor 50 Jahren! Der materielle Wohlstand ist nicht mehr unser Problem! Menschen müssen in einem Land wie Deutschland im Grunde nicht mehr hungern. Leute wie du beschweren sich über den relativen Wohlstand. Nämlich: Warum soll ein Mensch über 100 Mio verfügen, wenn andere mit Hartz4 auskommen müssen? Das scheint für dich eine Ungerechtigkeit zu sein. Das ist aber die falsche Frage, die dich dann auch zu falschen Antworten führt!! Man sollte eher fragen: Warum sollte ich einen Menschen mit 100 Mio Vermögen höher wertschätzen als einen Menschen der Hartz4 bekommt? Es geht nicht um das Geld! Es geht um Menschenwürde und Wertschätzung. Und diese Probleme sind grundsätzlicher, psychologischer Natur. Auch wenn du alles und jeden gleichmachst, wird damit die Wertschätzung des Einzelnen nicht automatisch besser werden. Unser Problem ist nicht Geld, sondern das wir Menschen sind. Unser permanenter Drang uns mit anderen Mitgliedern der sozialen Gruppe zu vergleichen, führt zu den beschriebenen Auswüchsen.


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18.01.2013 um 16:05
@Flodolski
Flodolski schrieb: Jeder denkt nur noch an sich selber? Also du auch? Wie kannst du dich dann hier hinstellen und eine staatliche Begrenzung von Vermögen fordern? Ist dieser Gedanke dann nicht auch aus einer egoistischen Motivation heraus geboren? Denn mit welchem Recht sollen Menschen davon abgehalten werden, sich Reichtümer zu erarbeiten?
Natürlich denke ich an mich selbst zu erst das ist der Erhaltungstrieb.

Wie ich das kann ? ich sage es mal so es gibt Menschen die Verlangen von Menschen die Hartz4 bekommen das ein Hartz4 Bezieher Erstmal sein vermögen Ausgibt bevor er was von Amt bekommt obwohl er sich das doch auch erarbeitet hat, bitte jetzt nicht mit Argument kommen das zahlt die Allgemeinheit weil die Allgemeinheit zahlt auch die Bankenrettung wo bis jetzt noch kein ende in Sicht ist.

Außerdem möchte ich von dir jetzt bitte den Beruf genannt bekommen wo ich mit Arbeit 100 Millionen verdienen kann?
Flodolski schrieb: Sehr viele Menschen haben von der Welt ein vollkommen verzerrtes Bild. Wir leben im Zeitalter des höchsten Wohlstandes der jemals in der gesamten Menschheitsgeschichte exisitiert hat. Alleine in den letzten 200 Jahren hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung fast verdoppelt. Vom generellen Aufschwung haben auch die ärmsten Ländern profitiert. Der Kapitalismus ist eine Erfolgsgeschichte, mit der kein anderes Wirtschaftssystem auch nur ANSATZWEISE konkurrieren konnte und kann. Und in gewisser Form ist das auch dem Zinseszins zuzuschreiben, der ein immerwährendes Wachstum erfordert.
Erstens passiert der Kapitalismus auf Ausbeutung vieler durch wenigen,Zweitens kann es in einer Endlichen Welt kein Unendliches Wachstum geben weil einfach alles Begrenzt ist auf dieser Kugel.

Mal eine Frage an dich wenn doch die Ärmsten Länder davon Profitiert haben warum sterben dann auf der Welt so viele Menschen an Hunger passt doch jetzt nicht ganz zu deiner aussage oder?
Das was Leute wie dich stört ist der relative Wohlstand[/ZITA

Mich stört doch kein Wohlstand wie kommst du da nur darauf?

Was ist Relativer Wohlstand bitte um Erklärung?
Denn absolut gesehen, geht es heute jedem Hartz4 Empfänger besser als dem Arbeiter von vor 50 Jahren!
Danke ich dachte du Lebst in hier und möchtest nicht die zu -stände von Früher zurück haben,aber gut wenn ich nach dir gehe dann Leben die Arbeiter von Heute in Luxus so hast du es doch gemeint oder?
Flodolski schrieb:Der materielle Wohlstand ist nicht mehr unser Problem!
Nicht für alle.
Flodolski schrieb: Menschen müssen in einem Land wie Deutschland im Grunde nicht mehr hungern.
Trotzdem geschied es hier in Deutschland.
Flodolski schrieb: Leute wie du beschweren sich über den relativen Wohlstand.
Schon wieder diese Aussage von dir und was bin ich den jetzt für Leute oder Mensch deiner Meinung nach komm schieß- Los?
Flodolski schrieb: Warum soll ein Mensch über 100 Mio verfügen, wenn andere mit Hartz4 auskommen müssen? Das scheint für dich eine Ungerechtigkeit zu sein.
Richtig kein Mensch Verdient 100 Millionen auch ich nicht.
Flodolski schrieb: Das ist aber die falsche Frage, die dich dann auch zu falschen Antworten führt!! Man sollte eher fragen: Warum sollte ich einen Menschen mit 100 Mio Vermögen höher wertschätzen als einen Menschen der Hartz4 bekommt?
Ich wertschätze Menschen Grundsätzlich nicht nach den Geldbeutel das machen andere nicht ich.
Flodolski schrieb: Es geht nicht um das Geld! Es geht um Menschenwürde und Wertschätzung.
Warum werden dann aber immer die Hartz4 -bezieher so Komisch Angeschaut wenn sie sagen das sie Hartz4 beziehen,und ein Manager fast wie ein Gott Behandelt wird?
Flodolski schrieb: Auch wenn du alles und jeden gleichmachst, wird damit die Wertschätzung des Einzelnen nicht automatisch besser werden.
Welche Wertschätzung den? wenn ich die Politiker Höre wie sie sagen wir müssen Millionäre schützen damit sie in Land bleiben und gleichzeitig den Arbeiter nur einen Lohn auf Hartz4 Basis zu gestehen wo ist da dann die Wertschätzung wo Bitte?
Das gleiche gilt für viel Hoch bezahlte Mitarbeiter in Privatbetrieben,die der Meinung sind das die Arbeiter viel zu viel Verdienen aber sich in Gegenzug zweimal im Jahr ihre Bezüge Erhöhen oder Erhöht bekommen das ist die Wahrheit leider.
Flodolski schrieb: Unser Problem ist nicht Geld, sondern das wir Menschen sind.
Richtig.
Unser permanenter Drang uns mit anderen Mitgliedern der sozialen Gruppe zu vergleichen, führt zu den beschriebenen Auswüchsen.

melde
Richtig und Falsch.

In unsere Gesellschaft ist nur der Hoch angesehen der viel Geld Verdient und eine Hochgestellten Posten hat,ein Arbeiter der auch noch wenig Geld hat wird in unserer Gesellschaft nicht Respektiert leider wahr.

lg
xia


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Abschaffung des Zins und Zinseszins?

18.01.2013 um 16:20
@leberkashawaii

mmh du hast das mit dem Giralgeld immer noch nicht verstanden.

und die Zinsen für einen Kredit werden für gewöhnlich voher festgelegt.

Bargeld ist für die Geldmenge gar nicht entscheident, weil es nur eine Form des Geldes ist.

und was anderes als Liquidität wird denn damit erreicht?


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